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Kundenrezensionen

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Dieses Buch ist eine Liebesgeschichte!

Stopp! Halt! Dieses Buch ist KEINE Liebesgeschichte, wie man sie im herkömmlichen Sinne kennt. Sondern es handelt sich um eine Liebesgeschichte zwischen dem 10jährigen August und dem Leser dieses Buches. In diesem Fall fand diese Liebe also zwischen August und mir statt. Und das bereits auf den ersten 20 Seiten.

August kommt mit einer Anomalie auf die Welt, die sein Gesicht fürchterlich verstellt. Ich glaube, selbst wenn ich es mir so fürchterlich wie möglich vorstelle, wird es nicht dem entsprechen, wie es 'wirklich' ausschaut. Ein Gesicht ist nämlich kaum erkennbar, da es komplett missgebildet ist. Schon direkt am Anfang musste ich ein paar mal an den Film 'Der Elefantenmensch' aus den 80er Jahren denken, der mich damals ebenfalls sehr berührt hatte. Doch das entstellte Gesicht ist nur das Äußere von August.

Das Innere erlebt der Leser von Anfang an, indem August von sich und seinem Leben erzählt. Er berichtet von der Zeit seiner Geburt, als seine Mutter in den Wehen lag und sie eine 'komische' Krankenschwester hatte, die ständig pupste. Ohne sich dafür zu entschuldigen. Einfach so. Als sei es das Selbstverständlichste der Welt, seinen Flatulenzen freien Lauf zu lassen, während man sich mit einer Gebärenden unterhält. An dieser Stelle musste ich herzhaft lachen und wusste, dass ich den kleinen August so schnell nicht aus meinem Herzen lassen würde.

In den ersten Jahren seines Lebens wird er von seiner Mutter unterrichtet, doch als er zehn Jahre alt ist, kommt er in die Schule und wird somit der grausamen Realität ausgesetzt. Denn was kann schlimmer sein, als Mitschüler, die sich über diesen Jungen lustig machen? Doch er findet auch Freunde und Menschen, die hinter ihm stehen und ihn auf seinem Weg begleiten.

Dieses Geschichte ist so wundervoll wie August selber. Sie erzählt von Freundschaft, Mut, aber auch Lügen und Vertrauensbrüchen. Es gibt mehrere Abschnitte in dem Buch, die immer von verschiedenen Menschen aus der Ich-Perspektive erzählt werden und die am Ende doch nur eines ergeben: Augusts ganz eigene Geschichte.

Mich hat das Buch sehr berührt und August war für mich so greifbar und nah. Teilweise habe ich mich geschämt, zur Spezies 'Mensch' zu gehören, wenn ich las, wie andere Menschen mit ihm umgingen. Ich hatte Mitleid mit ihm, wenn man hinter seinem Rücken hinterlistig agierte, doch ich bewunderte ihn auch für diese wahnsinnige Stärke, die er offenlegte, um all dem zu trotzen.

Eine WUN-DER-volle Geschichte, die niemand verpassen sollte. Denn von dem kleinen August können selbst wir Erwachsene noch jede Menge lernen!
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am 26. Januar 2013
Auch wenn es aus meiner *****-Sterne Bewertung hervorgeht, soviel vorab: Ich bin begeistert!
Durch Zufall bin ich während dem Warten auf meinen Zug in einer Bahnhofsbuchhandlung auf dieses Buch gestoßen. Allein schon das Cover ist wunderschön. Und obwohl vom Buchrücken nicht wirklich hervorging, worum es hier geht, habe ich mir das Buch frohen Mutes mit nach Hause genommen.
Intuition?
Vielleicht.

Es geht um August, einen Jungen, der als "missgestaltet" beschrieben wird. Sein geradezu abstoßendes Gesicht bringt viele Menschen dazu, ihm ablehnend, verängstigt oder mindestens überrascht entgegenzutreten. Aus diesem Grund hat er auch bis jetzt noch keine normale Schule besucht sondern wurde zu Hause unterrichtet. Und dies soll sich jetzt ändern: Er kommt an eine Privatschule Manhattens in die fünfte Klasse, muss sich mit den normalen Sorgen jedes Fünftklässlers und eben den nicht ganz normalen Sorgen eines August Pullmann herumschlagen.
Die Geschichte wird etappenweise aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, so kommt neben August auch dessen Schwester Via, deren Freund Justin, ihre Freundin Miranda und Augusts neue Freunde Jack und Summer zu Wort.
Soviel im kurzen zur Handlung, ohne etwas vorweg zu nehmen.

Es geht jedoch noch um soviel mehr:
Um Freundschaft, um Liebe, um Solidarität, um Vorurteile, um Ängste, Freuden, Erfolge und Rückschläge des Alltags - und auch ums Erwachsen-werden.
Und all dies verpackt in einen derart liebevollen Rahmen, dass es eine wahre und uneingeschränkte Freude ist, dieses Buch zu lesen.

Die Sprache? Einfach. Es handelt sich hier schließlich (primär) um ein Jugendbuch, das jedoch auch allen Erwachsenen uneingeschränkt weiterempfohlen werden kann.

Das Buch ist wunderbar als Klassenlektüre verschiedener Altersstufen geeignet, da es in vielen Etappen darum geht, wie das eigene Verhalten das Wohlbefinden der Mitschüler zu beeinflussen vermag.
Es regt zum Nachdenken an, wem wir in unserer Gesellschaft wie gegenübertreten sollten und dass man manchmal gar nicht böse Absichten haben braucht, um etwas "böses" oder verletzendes zu tun.

Jedoch auch als Lektüre für zu Hause kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der an Jugendliteratur, die im Herzen berührt, Gefallen findet.
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am 20. Februar 2013
„Das Schicksal lächelte, und die Vorsehung lachte, als sie an meine Wiege trat…“ Natalie Merchant in „Wonder“

Ein Leben als Außenseiter führt August Pullman, schon seit er denken kann. Er kam mit dem Treacher-Collins-Syndrom, eine erbliche Erkrankung, die zu Gesichtsfehlbildungen führt, zur Welt. Mit seinen 10 Jahren hat er schon über 20 Operationen hinter sich, die einzig dazu dienten, dass August fast normal sprechen und essen kann, sein Äußeres jedoch kaum veränderten. Seine Umwelt reagiert eigentlich immer gleich auf ihn. Die Leute sind geschockt und starren ihn an. Sein großes Glück ist, dass er eine Familie hat, die ihn bedingungslos liebt und versucht, ihn zu beschützen. Bislang wurde August zu Hause von seiner Mutter unterrichtet, doch wie soll er durchs Leben kommen, wenn er immer von allem abgeschirmt wird? Eines Tages beschließen seine Eltern, August auf eine richtige Schule zu schicken, wo er die 5. Klasse besuchen soll. August weiß, dass es eine große Herausforderung wird und es passt überhaupt nicht zu seinem Wunsch, nicht gesehen zu werden.

Gleich zu Beginn dieser Geschichte erzählt uns August viel über die bisherigen Erlebnisse in seinem Leben. Er erzählt von verletzenden Reaktionen seiner Mitmenschen auf sein Aussehen und nimmt dabei kein Blatt vor dem Mund.

„Ich heiße übrigens August. Ich werde nicht beschreiben, wie ich aussehe. Was immer ihr euch vorstellt – es ist schlimmer.“

August ist für mich ein bewundernswerter und ganz besonderer Junge und das nicht wegen seines Äußeren. Für mich war es einfach erstaunlich, was dieser kleine Mensch über sich ergehen lassen muss ohne seinen Humor und seine Liebenswürdigkeit einzubüßen. Man geht mit August durch Höhen und Tiefen seiner Gefühlswelt und beobachtet, wie dieser wundervolle Junge sich entwickelt. Mich hat August mit seiner Stärke mitten ins Herz getroffen. Aber in diesem Buch verstecken sich nicht nur schrecklich schöne Momente mit August, wir Leser lernen auch ein paar Menschen aus seinem Umfeld kennen, die, jeder für sich, ihn aus einem eigenen Blickwinkel betrachten.

Begeistert hat mich nicht nur dieses sehr bewegende und wichtige Thema, sondern auch die klare Sprache der Autorin. Es gibt viele wunderschöne Sätze in diesem Buch, dass man es eigentlich mehrfach lesen muss, um alle zu ergründen. Durch die überraschenden Perspektivenwechsel und die kurzen Kapitel, kam es mir beim Lesen vor, als würde ich förmlich über die Seiten fliegen. Es ist ein Buch, das weniger von Spannung lebt als von starken Gefühlen. Ein Buch, das berührt, aber kein subtiler und rührseliger Kitsch ist. Es animierte mich auch immer wieder dazu, bestimmte Musiktitel im Internet zu suchen, denn vor fast jedem Perspektivenwechsel gab es ein sehr passendes Zitat aus einem noch passenderem Musikstück.

„Wunder“ ist eine Geschichte, die sich sehr vielseitig und intensiv erleben lässt. Es hat mir durch ein sehr schönes Zitat auf der ersten Seite eine Gänsehaut beschert. Nach fünfzehn Seiten kullerten die Tränen, und diese wurden von einem nicht enden wollenden Lachkrampf abgelöst, und am Ende habe ich glücklich dieses Buch zuklappen können.

„Wunder“ von Raquel J. Palacio ist ein unvergessliches Jugendbuch und eine gelungene Geschichte um Toleranz, Freundschaft und bedingungslose Liebe. Dieses Buch ist ein kleines Wunderwerk und für jedermann geeignet. Vielleicht sollte man es, aufgrund des sehr bedeutungsvollen Themas, als Pflichtlektüre für die Schule aufnehmen.
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TOP 500 REZENSENTam 14. März 2013
August ist anders. Dennoch wünscht er sich, wie alle Jungen in seinem Alter, kein Außenseiter zu sein. Weil er seit seiner Geburt so oft am Gesicht operiert werden musste, ist er noch nie auf eine richtige Schule gegangen. Aber jetzt soll er in die fünfte Klasse kommen. Er weiß, dass die meisten Kinder nicht absichtlich gemein zu ihm sind. Am liebsten würde er gar nicht auffallen. Doch nicht aufzufallen ist nicht leicht, wenn man so viel Mut und Kraft besitzt, so witzig, klug und großzügig ist - wie August.

„Wunder“ von Raquel J. Palacio ist definitiv ein Buch, das den Leser sehr berührt. Die Autorin hat einen ganz besonderen kleinen Protagonisten geschaffen, der es aufgrund seines entstellten Gesichts nicht leicht hat. Er wird angestarrt, verspottet und gemieden und trotzdem lässt er sich nicht unterkriegen, sondern wird zu einem mutigen und selbstständigen kleinen Mann. Dieser Wandel innerhalb der Geschichte wird wunderbar und Herz erwärmend erzählt und man fühlt sich bald, als wäre man ein Teil der Geschichte.

Ganz besonders gut gefallen hat mir auch der Erzählstil von Frau Palacio. So lässt sie in abwechselnden Episoden immer wieder andere Leute aus Auggies Umwelt zu Wort kommen und so erfährt man viel über die Meinung und Gedanken der verschiedensten Personen, aber natürlich kommt auch August selbst zu Wort. Der Erzählstil ist dabei sogar noch an die einzelnen Charaktere angepasst und so erhält die Geschichte Authenzität.

Dabei ist „Wunder“ aber definitiv nicht nur ein Jugendbuch! Ich bin mir ganz sicher, dass der kleine August und seine Geschichte Leser(innen) aller Altersklassen berühren wird. Es ist definitiv ein Roman, den man auch als Klassenlektüre einführen sollte, weil Mobbing aufgrund von Andersartigkeit leider immer ein aktuelles Thema ist.

Fazit: „Wunder“ von R. J. Palacio ist ein berührender Roman mit einem innovativen Thema, der wunderbar erzählt ist. Absolute Leseempfehlung!!!
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am 27. August 2013
Ich habe in den letzten Jahren keine Jugendliteratur gelesen, die dieses Buch toppen könnte. Ein so warmes, herzliches Buch.
Traurig ohne sentimental zu sein. Rührend ohne mitleidig zu wirken. Komisch, weil angstfrei im Umgang mit dem Thema. Einfach ein klasse Buch. Sollte in der Schule Pflichtliteratur werden, ich werde es jedenfalls allen Lehrern in meinem Freundeskreis empfehlen und ich bin mir sicher, es wird den Jugendlichen gefallen, denn nichts ist belehrend oder moralisch, das Buch glänzt durch eine Menschlichkeit und Offenheit. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und habe mich über jede Unterbrechung durch Arbeit und Familie geärgert.
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am 20. März 2014
Dieses Buch ist eigentlich ein Spiegel unserer Gesellschaft. Wem ist es nicht schon mal selbst passiert, dass der eigene Blick an einem Menschen hängenbleibt, nur weil dieser optisch nicht so aussieht, was unter "normal" verstanden wird. Ein verlegener Blick zur Seite, die eigenen Gedanken bedauern diesen Menschen. Mitleid, Mitgefühl keimen auf und Scham über sich selbst, weil man durch die eigene Art der Haltung (Hinschauen) die angeprangerte Gesellschaft mitprägt.

August ist ein aufgeweckter, kluger und humorvoller kleiner Junge, der langsam in die Pubertät hineinwächst und dem mit jedem Tag mehr bewusst wird, dass er anders ist als die anderen. Durch einen genetischen Defekt ist August's Gesicht deformiert. Bislang kannte er nur seine vertraute Umgebung, vor allem den Kreis seiner liebevollen und ihn schützenden Familie. Als er in eine öffentliche Schule kommt (er wurde zuvor privat unterrichtet) zeigt ihm unsere Gesellschaft ihr feindseliges Gesicht. Die Mitschüler sind anfangs irritiert von seinem Äusseren, reden zwar - aber nicht mit, sondern über ihn - und haben Scheu, sich näher mit ihm einzulassen. Er wird von den meisten seiner Mitschüler gemieden. Angestachelt durch einen an der Schule äusserst beliebten (wohl ob seines finanziellen Hintergrundes und modelhaften Aussehens) Schülers, beteiligen sich immer mehr Mitläufer-Kinder an einem Spiel (wer August versehentlich berührt, bekommt die Pest), das ihn noch mehr zum Aussenseiter macht. Als schliesslich auch noch versnobte, oberflächliche und nur auf Äusserlichkeiten bedachte Eltern unter dem Deckmantel "für den Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf nur das beste zu wollen", einen Schulwechsel fordern, ist man als Leser peinlich berührt; erkennt man doch, dass all jene Täter, die August das Leben zur Hölle machen, diese "Charaktereigenschaften" aus dem eigenen Elternhaus mitbringen.
Doch es gibt an dieser Schule auch (einige wenige) Kinder, die sich nicht zum Mitläufer machen lassen. Und die couragiert und freundschaftlich mit August umgehen. Kinder, die aus ihren gemachten Fehlern lernen und August schliesslich ihre Freundschaft anbieten, auch wenn diese sich damit aus dem "Kreis der Beliebten" ausschliessen.

Das Buch gibt Hoffnung und Mut und hat mich selbst viel über meine eigene Courage nachdenken lassen. Ich würde mir wünschen, dass nicht nur Erwachsene dieses stille, humorvolle und trotzdem aufwühlende Buch lesen, sondern auch viele Jugendliche. Vielleicht kann dieses Buch dazu beitragen, die Welt "ein Stückchen besser zu machen" und helfen, dass wir unsere Mitmenschen nicht nur nach ihrem Aussehen, ihrer Herkunft oder ihrem Auftreten beurteilen sonder nach ihrem Charakter.
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am 27. Februar 2013
Warum ich das Buch lesen wollte:
Dieses Buch klingt, meiner Meinung nach, wirklich einzigartig. Ich habe es durch eine Leserunde auf Lovelybooks entdeckt, für die ich mich allerdings nicht beworben habe, weil ich da eh nie Glück habe, und das Buch durfte direkt auf meine Wunschliste hüpfen. Als ich es dann vor wenigen Tagen in der Buchhandlung entdeckt habe, musste ich es einfach mitnehmen!

Darum geht es:
August ist anders. Nicht anders vom Verhalten oder dem, wie er sich kleidet oder so, wie man vielleicht denken mag, wenn man diesen Satz hört bzw liest. Nein, er ist wirklich anders: Er wurde mit einem sehr seltenen Genfehler geboren, welcher sein Gesicht entstellt hat. Da er unzählige Operationen über sich ergehen lassen musste, ist er noch nie auf eine richtige Schule gegangen, sondern wurde von seiner Mutter zu Hause unterrichtet. Bis jetzt. August ist nun 10 Jahre alt und seine Eltern haben sich dazu entschieden ihn in die 5. Klasse einer richtigen Schule zu schicken. Er ist es gewohnt, von allen anderen angestarrt zu werden und weiß, dass vielleicht nicht jeder eine blöde Bemerkung oder eine geschockte Reaktion böse meint, am liebsten würde er überhaupt nicht auffallen. Aber das ist gar nicht so einfach, wenn man so ein mutiges, witziges, kluges und großzügiges Kind ist wie August.

Meine Meinung:
Ich weiß gar nicht so recht, was ich zu diesem Buch sagen soll, außer dass ich es liebe. Ich habe es erst vor wenigen Tagen gekauft und angefangen und gerade eben (wenn ich diese Rezension veröffentliche, ist es bestimmt schon ein paar Tage her) habe ich es ausgelesen. Dieses Buch ist, meiner Meinung nach, einfach einzigartig.

Der Schreibstil ist wahnsinnig gut zu lesen. Er fesselte mich direkt an diesen Roman und wollte mich auch so schnell nicht mehr loslassen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Er ließ sich sehr leicht und sehr flüssig lesen.
Geteilt ist dieses Buch in mehrere Abschnitte. Mal wird aus Augusts Sicht erzählt, mal aus der von seiner Schwester Via, mal aus der von seiner Mitschülerin Summer, und, und, und.. Es gibt viele Abschnitte, die alle aus einer anderen Perspektive geschrieben worden sind, sodass man die Gefühle und taten von anderen gut verstehen konnte.

Zu der Geschichte mag ich gar nicht so viel erzählen, denn da gibt es zu viel um es in Worte zu fassen.Sie handelt von Freundschaft, Mut, Tapferkeit, aber auch von Vertrauensbrüchen und Lügen und so vielem mehr. Diese Geschichte wirklich wunderschön, aber auch irgendwie traurig, wenn man mal Abstand von Augusts Fröhlichkeit nimmt und ihn mit den Augen eines Außenstehenden betrachtet. Aber sobald man sich dann wieder in August hineinversetzt sieht man ihn nicht mehr als entstelltes Kind, sondern als das, was er ist. Ein Kind voller Mut, Tapferkeit und Fröhlichkeit. Als sehr kluges Kind. Als jemanden, den man einfach lieb haben muss und genau das habe ich getan.
Mir gefiel sie sehr, sehr gut. Das Buch fasst seine Kindheit, damit man auch weiß, was Sache ist, und besondere Ereignisse seines ersten Schuljahres an einer richtigen Schule zusammen. Oft hatte ich beim Lesen Gänsehaut und zwischendurch stahl sich auch mal ein Tränchen in meine Augen.

Insgesamt ist "Wunder" ein Buch, welches ich uneingeschränkt jedem empfehlen mag. Es ist einfach wunderschön und einzigartig, man muss die Geschichte und, ganz besonders, den kleinen August einfach lieb haben. Dieses Buch habe ich bestimmt nicht zum letzten Mal gelesen!
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am 12. Februar 2013
„Ich heiße übrigens August. Ich werde nicht beschreiben, wie ich aussehe. Was immer ihr euch vorstellt – es ist schlimmer.“

So stellt sich die ich-erzählende Hauptperson des hier vorliegenden Romandebüts der in New York lebenden Amerikanerin Raquel J. Palacio selbst seinen jungen Lesern vor.

August ist zehn Jahre alt und lebt mit seinen Eltern und seiner großen Schwester Via in New York. Seit seiner Geburt, die er nur knapp überlebt hat, ist August schon so oft an seinem Gesicht operiert worden, dass niemand genau mitgezählt hat. Seine Eltern, aber auch seine Schwester Via, die später im Buch noch selbst zu Wort kommt, genau wie all die anderen Personen, die eine Rolle spielen, haben große Opfer gebracht. Die Krankheit Augusts und die Tatsache, dass er außerhalb seiner unzähligen Krankenhausaufenthalte nur zu Hause betreut und später von seiner Mutter unterrichtet werden konnte, haben für die ganze Familie große Belastungen gebracht. Doch sie haben sie mit viel Liebe und Geduld bewältigt. Das ist schon einmal das erste Wunder, von dem dieses wunderbare Buch erzählt.

Doch nun soll August zum ersten Mal in die Schule gehen, in die fünfte Klasse und er setzt gegenüber seinen Eltern durch, dass er in eine Regelschule aufgenommen wird. Obwohl er weiß, dass alle anderen Kinder ihn anstarren werden, ohne absichtlich gemein zu ihm zu sein, wählt er diesen schweren Weg.

In verschiedenen Kapiteln lässt Palacio jeweilige Ich-Erzähler zu Wort kommen, die zusammen ein bewegendes und berührendes Bild ergeben vom ersten Tag von Augusts Schulbesuch bis zu etwas, was alle nur als ein Wunder erleben können, hier aber nicht verraten wird.

Da ist zunächst August, dann seine Schwester Via, dann seine Klassenkameraden Summer und Jack und Vias Freund Justin, und dann immer wieder August selbst.

Ein großes Buch für Jugendliche ist da entstanden, voller Menschlichkeit und Hoffnung. Ein Buch, das zu Tränen rührt und seinem Leser ein Gefühl und ein Wissen vermittelt, worauf es im Leben wirklich ankommt.
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am 26. Februar 2014
Der Inhalt klingt zwar trüb, aber im Grunde ist es ein Wohlfühlbuch.

Es gibt zwar die Krisen und Rückschläge, aber dem stehen dann sympathische Charaktere und die positiven Entwicklungen gegenüber.

Der Versuch, die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln der Kinder zu erzählen, scheitert daran, daß man den Erwachsenen dahinter zu deutlich spürt.

Die Eltern sind märchenhaft toll, die (Privat)Schule märchenhaft gut, jeder Lehrer märchenhaft engagiert usw.

Man spürt die Absicht des Autors, ein "aufbauendes" Buch abzuliefern.

Wenn man sich darauf einläßt und weil er es ganz gut macht, kann man mit dem Buch aber tatsächlich eine angenehme Lesezeit verbringen.
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TOP 500 REZENSENTam 27. März 2014
"Wunder " ist glaube ich ein Buch, dessen Sog sich keiner entziehen kann, denn der Junge, dessen Geschichte in diesem Buch beschrieben wird, wächst einem ans Herz lässt einen staunen , was die Liebe der Eltern erreichen kann.

August ist ein Junge , der mit mehreren Gendefekten gleichzeitig zur Welt kam. Bei ihm hatten diese Defekte Deformierungen im Kopf,-bzw. Gesichtsbereich zur Folge Er sagt von sich selbst " Ich werde euch nicht beschreiben , wie ich aussehe. Was immer ihr euch vorstellt ,es ist schlimmer. " Da August viele Operationen über sich ergehen lassen musste, ging er in keine Schule , sondern wurde von seiner Mutter unterrichtet. Doch als er älter wird, überlegen die Eltern, ihn in eine Schule gehen zu lassen. August ist natürlich zu Anfang nicht davon angetan, wagt den Schritt dann aber doch und kommt in die fünfte Klasse der Beecher Prep Schule. Der Anfang ist nicht leicht für ihn, denn die Kinder sind sehr verunsichert und wissen nicht, wie sie mit ihm umgehen sollen. Es gibt Schüler, die ihn ignorieren, Schüler, die ihn mobben, aber auch und das sind wenige, die ihn so nehmen , wie er ist und den Menschen hinter dem Gesicht kennen lernen wollen und dann positiv überrascht sind.

Ich musste schon so manches Mal schlucken, als ich las, wie manche Kinder mit ihm umgegangen sind und wie wenig die Zivilcourage besaßen, sich von der Menge abzuheben und trotz großem Gegenwind den Kontakt zu ihm behielten. Was ich an diesem Buch sehr gut fand war, dass die Unkenntnis vieler Leute aufgezeigt wurde, wie man mit Behinderungen umgehen soll und dass es wichtig ist, seinen Kinder mitzugeben, solche Menschen nicht auszugrenzen. Auch Augusts Gefühle wurde für mich sehr gut nachvollziehbar beschrieben. Dass er jedes Mal die Reaktionen der Menschen auf sein Aussehen registriert, egal wie kurz die Sequenz dieser Reaktion war. Das glaubhaftes Verhalten, wie die Frage woher sein Aussehen kommt, wesentlich besser ist als ein scheinheiliges Lachen und ein darüber Hinweggehen und was mir sehr auffiel, das Wissen , d a s B e h i n d e r u n g n i c h t a n s t e c k e n d ist !!!!!!! Auch die Schilderung der anderen Beteiligten, wie beispielsweise seine Schwester, die sich in der Pubertät und auf der neuen Schule schon schämt einen gehandicapten Bruder zu haben, denn sie ist eine eigenständige Persönlichkeit und nicht nur die Schwester von dem " Monster ". Sie erzählt auch, dass sie immer zurück stecken musste, was sie gern tat. Aber das ist die Gefahr bei Geschwisterkindern, dass sie als selbstverständlich ansehen zurück zu stecken. Denn sie haben auch ein Recht auf Aufmerksamkeit und Zeit der Eltern. Aber auch Freunde und auch Kinder, die zu Anfang nicht mit ihm auskamen kommen zu Wort und dass finde ich, macht die Geschichte auch aus. Denn August lebt mit verschiedenen Menschen zusammen und alle müssen sich zusammen finden und dies gelingt diesem kleinen Kerl wirklich. Mit Charme, aber auch dadurch, dass er sein Handicap nicht in den Mittelpunkt stellt, gelingt es ihm die Herzen seiner Mitmenschen zu gewinnen, zum großen Teil auch dadurch, dass seine Eltern ihm viel Liebe geben und ihm signalisieren, "Du bist o.k. ,so wie du bist ! "

Dieses Buch ist ein kleiner Schatz und ich verstehe, warum es von so vielen Leuten positiv bewertet wurde. Auch mir hat mehr als gut gefallen.
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