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275 von 283 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tragisch, lustig, lesenswert
"Ich erzählte Augustus die Grundzügen meines Wunders: Als ich 13 Jahre alt war, wurde bei mir Schilddrüsenkrebs im vierten Stadium diagnostiziert. (Ich erzählte ihm nicht, dass die Diagnose drei Monate nach meiner ersten Periode kam, es war wie: Glückwunsch! Du bist eine Frau. Jetzt stirb.)"

Das ist Hazel Grace, 16 Jahre alt und...
Vor 21 Monaten von capkirki veröffentlicht

versus
33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Schuld in unseren Sternen?
Meine Vorbehalte gegen ein Buch mit dieser hochsensiblen Thematik ließ ich mir durch das Zitat der Hauptperson des fiktiven Romanes, der 16-jährigen Hazel "Krebsbücher sind doof" zerstreuen. Ich schloss daraus, dass ein Kult-Autor wie John Greene über alle strapazierten Klischees der Erzählungen von sterbenden Kinder und Jugendlichen hinaus,...
Vor 8 Monaten von DieBuchpiraten veröffentlicht


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275 von 283 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tragisch, lustig, lesenswert, 26. Juli 2012
Von 
capkirki (Espa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Gebundene Ausgabe)
"Ich erzählte Augustus die Grundzügen meines Wunders: Als ich 13 Jahre alt war, wurde bei mir Schilddrüsenkrebs im vierten Stadium diagnostiziert. (Ich erzählte ihm nicht, dass die Diagnose drei Monate nach meiner ersten Periode kam, es war wie: Glückwunsch! Du bist eine Frau. Jetzt stirb.)"

Das ist Hazel Grace, 16 Jahre alt und krebskrank. Ihre Behandlung soll nur noch ihr Leben verlängern, geheilt werden, kann sie nicht mehr. Das weiss sie, genauso wie sie weiss, dass es ein Wunder ist, dass sie überhaupt noch lebt. In einer Selbsthilfegruppe, zu der sie eigentlich gar nicht gehen will, trifft sie eines Tages Augustus. Der Krebs hat eines seiner Beine gefordert, aber er ist auf dem Weg der Besserung und obwohl Hazel sich vorgenommen hat, niemandem so nah zu kommen, dass ihn ihr Tod aus der Bahn werfen kann, verliebt sie sich.

Das ist jetzt mein vierter Versuch, meine Meinung zu diesem Buch zu schreiben. Erstaunlich, wie schwer es mir fällt, das, was ich während des Lesens empfunden habe, einfach niederzuschreiben.

John Green hat als Student einige Zeit als Seelsorger in einem Kinderkrankenhaus gearbeitet und beschreibt seine Erfahrungen selbst als herzzerreissend.
Seit dieser Zeit wollte er ein Buch über diese 'Krebs Kinder' schreiben - kein 'Hoffnung, Glaube, Stärke, alles hat auch eine positive Seite etc.- Buch', sondern ein echtes, ein wahres Buch über echte Teenager, echte Eltern, echte Sorgen und Nöte. Greens Hauptcharaktere sind keine Helden, es sind normale Menschen, die versuchen, mit einem vermutlichen Todesurteil umzugehen.

Der sarkastische Humor, den sie dabei an den Tag legen, hat mich - trotz allem - oft schmunzeln lassen. Gleichzeitig gibt es Passagen in diesem Buch, die einen auch noch nach dem Lesen der letzten Seite beschäftigen werden, es gibt Sätze, die vielleicht für immer bei einem bleiben und es gibt Abschnitte, bei denen man schlicht Rotz und Wasser heult.
Was mich dazu bewegt, dieses Buch wirklich zu empfehlen, ist seine Ehrlichkeit.

"Cancer sucks"
Es gibt keine positive Seite am Kotzen oder am ins Bett machen, nichts positives daran, das Augenlicht zu verlieren, das Gefühl zu haben, zu ertrinken, seine eigene Beerdigung zu planen, einen Menschen sterben zu sehen.

Aber obwohl das Buch so ein trauriges Thema hat, so tragisch ist, ist es gleichzeitig wunderschön, lustig, kraftvoll und lebensbejahend. Hazel und Augustus sind Teenager, deren Geschichte einen lange nicht mehr los lässt und die dazu führt, dass man selbst anfängt, nachzudenken - über das eigene Leben, die eigenen Narben, die man auf der Welt hinterlässt, ob es überhaupt wichtig ist, etwas zu hinterlassen und wenn ja, was...

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" behandelt die schönsten und schwierigsten Abschnitte im Leben: Liebe, Freundschaft, Verlust und Tod und es macht das auf einer wunderbare Art und Weise - klare Leseempfelung und 5 Sterne!
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75 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein berührendes wie authentisch wirkendes (Liebes)Drama, mit einer gesunden Portion Witz & Charme, 9. August 2012
Von 
Amazon Customer (Norderstedt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Gebundene Ausgabe)
In den USA hat der Videoblogger und Jugendbuchautor John Green längst den Beliebtheitsstatus intus. Kaum erscheint neuer Lesenachschub aus seiner Feder, lässt der Erfolg nicht lange auf sich warten. Ich will ehrlich sein: vor Romanen wie Will & Will oder Tage wie diese habe ich nie etwas von dem Autor gehört, geschweige denn gelesen. So wagte ich mit seinem neusten Werk "Das Schicksal" ist ein mieser Verräter nun meinen ersten Versuch und dieser sollte sich nicht zu meinem Nachteil auswirken! Selten habe ich ein derart berührendes wie authentisch wirkendes Liebesdrama gelesen, das simultan mit einer gesunden Kombination aus Witz & Charme zu glänzen vermag. Ich zeige mich beeindruckt!

Es gibt viele Arten von Krebs und unendliche Schicksale, die von der anschleichenden Krankheit betroffen sind/waren. In "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist die 16-jährige Hazel eine von ihnen. Die längst bekannte Diagnose UNHEILBAR ist ernüchternd und sorgt für eine isolierte Lebenseinstellung, die Hazels aufopfernde Mutter wohl als Depression bezeichnen würde. Dabei beabsichtigt Hazel nur eines: sie will nicht bemitleidet werden und die Menschen verletzten, die irgendwann einmal ihre Grabrede halten werden. Trotzdessen dreht sich die Erde weiter - mit einer sauerstoffzuführenden Maske als ständiger Begleiter, denn Hazels Lunge ist metastasiert. Den Kampf gegen den Krebs mag das bücherliebende Mädchen so gut wie verloren haben, doch was die ihr verbleibende Zeit betrifft, ist das letzte Wort längst nicht gesprochen. Und so verschlägt es Hazel gleich zu Beginn der Geschichte ein weiteres Mal in eine Selbsthilfegruppe für Krebspatienten, die stets nach dem gleichen Muster verläuft. Doch dieses Mal ist etwas anderes. Hazel trifft auf den einbeinigen Augustus Waters und diese zunächst merkwürdige Begegnung verändert ihr Leben nachhaltig.

Man kann es nicht anders sagen: was sich auf den circa 288 Seiten abspielt ist eine ansteckende Achterbahnfahrt der Emotionen. So präsentiert sich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" als eine humorvolle wie dramatische Liebesgeschichte, die mit manch überraschenden Wendungen (je nachdem wie aufmerksam man zwischen den Zeilen liest) sowie glaubwürdigen Haupt-/Nebencharakteren zu unterhalten weiß. Egal, ob es Hazels stets weinender Dad, ihre sorgenvolle Mom, der bald erblindende Isaac oder der coole Augustus ist ... sie alle haben einen unverkennbaren Wiedererkennungswert und handeln in vielen Belangen wie man es selbst wohl auch tun würde: einfach menschlich. Liebe, Freundschaft, Wut und Resignation reichen sich demgemäß die Hände und sorgen für Gänsehaut pur. Ich zumindest klebte gebannt an den Seiten fest, von der mir keine einzige überflüssig erschien. Mal schmunzelnd, mal den Tränen nahe.

Was besonders fasziniert, ist wohl die Art und Weise mit der Hazels liebenswertes Leiden in der Ich-Perspektive geschildert wird, nämlich intelligent, tiefgründig & ironisch. Man kann gar nicht anders, als die schlagfertige Hauptprotagonistin von der ersten Seite an ins Herz zu schließen. Gemeinsam mit ihr nach Atem zu ringen und sich zu fragen, was mit den Figuren ihres (fiktiven) Lieblingsbuches "Ein herrschaftliches Leiden" passiert, nachdem es abrupt endete. Auch in diesem Punkt wird man von John Greens kreativer wie überragender Schreibkunst verblüfft. So verzaubert irgendwann auch die Geschichte in der Geschichte und die Suche nach der Wahrheit gestaltet sich aufregend, bedeutungsvoll und romantisch-unverkitscht. Indes werden Hazels um den Krebs kreisende Gedanken mittels einer unaufdringlichen wie sarkastischen Note unterstrichen. Es passt - so will ich es behaupten - immer!

Wie sich in Film & Literatur oft gezeigt hat, sind die tragischsten Liebesgeschichten dann irgendwie auch die schönsten. Vielleicht weil eine Liebe ohne Happy End uns doch die reinste Form der Liebe vermittelt, fernab der eingefahrenen Alltäglichkeit(?). Oftmals ist sie kurz, schmerzlich und trotzdem unvergesslich schön. Bereits nach wenigen Kapiteln malt man sich automatisch aus, welch dramatisches Ende John Green wohl für Hazel Grace & Augustus Waters vorgesehen haben könnte. Gewiss kommt man stets auf ein ähnliches Ergebnis: es wird verdammt traurig. Oh ja!

Nichtsdestotrotz ist der Weg dorthin äußerst lesens- & liebenswert. In dem unkomplizierten wie wortgewandten Augustus/Gus findet Hazel nämlich nicht nur einen Freund mit dem es sich wunderbar über die hohe Kunst der Literatur sinnieren lässt (Achtung: unterdessen sind Fremdwörter im Anmarsch, man könnte also dazulernen!), sondern einen außergewöhnlichen Menschen, der für allerhand Überraschungen sorgt. Was mir besonders gefiel: ihre Gefühle füreinander entstehen auf eine natürliche, nachvollziehbare und unverkrampfte Weise, ohne in irgendwelchen Oberflächlichkeiten zu ersticken, wie es in etlichen Jugendromanen leider üblich ist. Haltet die Taschentücher bereit!

Ein bewegendes Zitat:

"Du bist keine Zeitbombe, Hazel, nicht für uns. Der Gedanke daran, dass du stirbst, macht uns traurig, aber du bist keine Bombe. Du bist ein Geschenk. Du kannst es nicht wissen, Liebes, weil du noch nie ein Baby hattest, das zu einem hochintelligenten jungen Bücherwurm mit einer Schwäche für grauenhafte Fernsehsendungen herangewachsen ist, aber die Freude, die du uns schenkst, ist tausendmal größter als unsere Traurigkeit über deine Krankheit." (Seite 98)

Kurz gesagt:

Diese Seiten haben es in sich! Das Schicksal mag uns manchmal enttäuschen und sich als ein mieser Verräter entpuppen, der Jugendbuchautor John Green tut es hingegen nicht. Mit seinem Liebesdrama um Hazel & Augustus entführt er den Leser in eine unvergessliche Achterbahnfahrt der Emotionen, die gleichzeitig zu berühren und überraschen vermag - intelligent, tiefgründig & ironisch erzählt. Für "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gibt es somit eine 100%ige Empfehlung von mir. Ein Buchtipp, nicht nur für jugendliche Leser!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfühlsame Geschichte über den Kampf gegen den Krebs..., 1. Januar 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Gebundene Ausgabe)
INHALT:
Hazel ist 16 und weiß, dass sie bald an ihrem Krebsleiden sterben wird - doch sie will auf keinen Fall bemitleidet werden und niemandem zur Last fallen. Ihre Mutter überredet sie, an einer Selbsthilfegruppe für Krebspatienten teilzunehmen, wo sie Augustus begegnet, der seinen Freund Isaac begleitet. Augustus hat den Krebs besiegt und ist auf Anhieb von der humorvollen und klugen Hazel angetan. Bald entwickelt sich zwischen Hazel und Augustus eine Freundschaft, die immer tiefer geht, obwohl die Jugendlichen wissen, dass ihnen durch die Krebserkrankung nicht mehr allzu viel Zeit bleibt. Als Gus Hazels Lieblingsbuch liest, ist er davon ebenfalls sehr angetan und Hazel gesteht ihm ihren Herzenswunsch: Sie möchte den Autor Peter Van Houten, der in Amsterdam lebt, kennenlernen, um ihm ein paar Fragen zum offenen Ende von "Ein herrschaftliches Leiden" zu stellen, denn auf ihre bisherigen Briefe hat er nicht geantwortet. Wird sich Hazels großer Traum erfüllen?

MEINE MEINUNG:
Um "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" kommt man kaum herum, denn ziemlich viele Leute sind von diesem Buch sehr begeistert und in Amerika hat es der Roman bereits vor Erscheinungsdatum auf die Bestsellerlisten geschafft. Bei gehypten Büchern bin ich schon häufig auf die Nase gefallen, doch "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" hat mich nicht enttäuscht und ich bin froh, dieses Werk gelesen zu haben. Als Handlungschauplatz dient vorwiegend die amerikanische Stadt Indianapolis, wobei uns die Geschichte auch nach Amsterdam führt, die Handlungsdauer umspannt mehrere Monate.

Hazel Grace Lancaster ist 16 Jahre jung und nicht wie andere Mädchen in ihrem Alter. Ohne ihre Sauerstoffflaschen würden ihre Lungen den Dienst versagen und seit der Diagnose vor 3 Jahren geht sie nicht mehr zur Schule, obwohl sie an guten Tagen Literaturvorlesungen im College oder die Selbsthilfegruppe besuchen kann. Dort lernt sie auch den selbstbewussten Augustus "Gus" Waters kennen. Der 17-jährige gutaussehende Junge, der blutrünstige Videospiele und Bücher liebt, hat den Knochenkrebs überlebt und dabei ein Bein verloren. Nachdem er Hazels absolutes Lieblingsbuch über ein krebskrankes Mädchen gelesen hat und ihm Hazel gestanden hat, dass sie unbedingt mit dem Autor über "Das herrschaftliche Leiden" sprechen möchte, setzt Gus alles daran, um seiner Freundin ihren Wunsch zu erfüllen...

Hazel und Augustus sind außergewöhnliche, liebenswerte Hauptpersonen mit vielen Facetten, Ecken & Kanten, die durch ihre Krankheit gezeichnet wurden und nicht immer so agieren, wie man es von Teenagern erwarten würde. Und auch die lebendig gestalteten Nebenfiguren wie Hazels Eltern, die versuchen, das Beste aus der Situation zu machen, Gus bester Freund Isaac, der durch den Krebs das Augenlicht verliert und die anderen Jugendlichen in der Selbsthilfegruppe sind interessante Charaktere und fügen sich harmonisch in die Handlung ein.

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist kein Buch, das man eben mal zwischendurch liest, dafür sollte man sich auf alle Fälle genug Zeit nehmen. Natürlich ist die Thematik Krankheit & Tod sehr ernst und traurig, doch der John Green versteht es meisterlich auch positive Elemente wie Freundschaft und Liebe in die Geschichte einzubauen und somit die bedrückende Atmosphäre etwas aufzulockern. Durch den enthaltenen trockenen Humor und die lebensbejahende Einstellung der Protagonisten bringt einen die bewegende Story auch oft zum Lachen und dann eben wieder zum Weinen. Selbst jetzt, beim Schreiben dieser Rezensionen, kommen mir schon wieder die Tränen und ich muss um Worte ringen, um dem hochgelobten Jugendbuch gerecht zu werden.

Erzählt werden die unfassbaren Geschehnisse aus Hazels Perspektive, die uns einen tiefen Einblick in ihr Leben, ihre Gedanken & Gefühle gewährt. Man hat die beiden sympathischen Jugendlichen innerhalb kürzester Zeit lieb gewonnen und fühlt, fiebert & träumt mit ihnen, obwohl man vielleicht ahnt, dass diese Geschichte nicht mit dem erhofften Happy End abschließt. Die letzten 70 Seiten habe ich permanent geweint und musste manchen Absatz mehrfach lesen, obwohl ich eigentlich gar nicht so nah am Wasser gebaut bin. Doch diese schön-traurige Geschichte ist mir so nah gegangen - wahrscheinlich, weil ich selbst eine Tochter in dem Alter habe und in der Familie bereits mit Krebs konfrontiert wurde.

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" hat mich sehr beeindruckt und wird mich sicherlich noch nachhaltig beschäftigen, denn hier wird einem vor Augen geführt, wie kurz das Leben ist, ob bzw. was man der Welt nach dem eigenen Ableben hinterlässt und wie man mit so einer schweren Erkrankung umgeht - denn Hazel ist eine richtige Kämpfernatur, obwohl sie sich selbst nicht so sieht. Außerdem finde ich es erstaunlich, wie sich John Green als erwachsener Mann so in Hazels Lage versetzen und solch eine berührende Geschichte schreiben kann - Respekt!

Die Sprache bzw. die Dialoge zwischen den Jugendlichen waren wir manchmal ein klein wenig zu gestelzt, da so kein (mir bekannter Teenager) redet, aber wenn man bedenkt, dass sich Hazel und Gus durch ihr Leiden oft nicht wie gewöhnliche Teenager verhalten, passt es auch wieder. Eine ausdrucksstarke Schreibeweise vollgepackt mit Emotionen, unterhaltsame Wortgefechte und Kapitel in angenehmer Länge runden das neueste Werk von John Green ansprechend ab.

FAZIT:
"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist eins der seltenen Bücher, die mich gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen gebracht haben. Dieser Roman enthält einen großartigen Plot gepaart mit vielen überraschenden Wendungen, amüsanten sowie ernsten Passagen, sympathische, authentische Protagonisten sowie einen wunderbar emotionsgeladenen Schreibstil, wobei man sich auf jede der 285 Seiten freut. Für diesen ergreifenden Jugendroman vergebe ich liebend gern bewegende 5 STERNE.
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Schuld in unseren Sternen?, 20. August 2013
Von 
DieBuchpiraten - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Gebundene Ausgabe)
Meine Vorbehalte gegen ein Buch mit dieser hochsensiblen Thematik ließ ich mir durch das Zitat der Hauptperson des fiktiven Romanes, der 16-jährigen Hazel "Krebsbücher sind doof" zerstreuen. Ich schloss daraus, dass ein Kult-Autor wie John Greene über alle strapazierten Klischees der Erzählungen von sterbenden Kinder und Jugendlichen hinaus, einen literarisch neuen Weg findet.

Auch wenn ich an dem Buch (gebremsten) Gefallen fand, hat der Autor tatsächlich auch nur an den immer korrekt funktionierenden Schnüren der Akteure gezogen, um eine kalkulierte Wirkung bei den jungen Lesern zu beabsichtigen. Kein neuer Ansatz, leider! Woher der Hype? Woher die Leserbegeisterung? Für mich stellen gerade die zahlreichen überschwänglichen, geradezu euphorischen Rezensionen den Beweis dafür dar, dass emotionale Hilflosigkeit zu übertriebenem Lob führen muss. Wer will schon bei Ablehnung (übrigens zu Unrecht) als Gefühlskrüppel denunziert werden?

Auch OHNE eine lebensbedrohende Krebserkrankung wäre eine vergleichbare Erzählung möglich gewesen, doch der Mensch scheint vermeintlich philosophische Tiefe, Metaphern und Aphorismen nur dann als authentisch und glaubwürdig zu akzeptieren, wenn sie von Menschen "an Grenzen", physisch oder psychisch, ausgesprochen werden. Warum muss die Tragik einer tödlichen Erkrankung gepaart werden mit einer Erkenntnistiefe, die ich niemanden absprechen möchte, die ich aber in der Fülle, wie sie in diesem Roman auftritt, als unglaubwürdig heroisch und unecht empfinde.

Jung sterben zu müssen, die eigenen Kinder überleben zu müssen, adelt nicht - es ist IMMER unfair und Menschen haben jedes Recht der Welt, es genauso zu sagen - ohne erhabene Phrasen, wie "Erst Leid lässt uns Glück wahrnehmen" oder ähnliche. Dieser Hype, dieses SUCHEN nach einem Sinn, wo keiner ist; wir wollen unsere Kinder, egal ob gesund oder krank trösten - selbst da, wo es keinen Trost gibt und unsere Kinder wollen diesen Trost irgendwo FINDEN.

Einige Passagen sind ergreifend, nachdenkenswert oder schlichtweg traurig, aber als Leser sollte man sich darüber klar sein, dass John Green professionell genug arbeitet, um jedes einzelne Gefühl bewusst plaziert hat und geschickt die großen Schlüsselwörter zum Gefühlstor, wie Krebs, Kinder, Sterben und Tod, verwaiste Eltern, Herzenswunsch, ja sogar Anne Frank mit ihrer WAHREN todtraurigen Biografie musste dafür herhalten, auslegt. Also doch nur ein "Schei.. Krebsbuch"?

Da altersunabhängig jeder Leser sich seine ganz persönliche Wahrheit aus Romanen dieses Genres zieht, stellt es mit Sicherheit einen Lesegewinn dar! Die intelligente Story, die Zitathäufungen und Denkanstösse sind überdies wichtig für die Entwicklung der wichtigen Neugier (nicht auf den Tod, sondern vor allem auf Leben). Sich emotional zu orientieren kann nicht falsch sein, und viele von uns sehen ja auch gerne mal tränenreiche Filme, um aus voller Seele mitleiden zu können. Innerhalb dieses "grünen Bereichs" ist alles gut, nur vor Überbewertung der geschmeidig präsentierten Lebensweisheiten und Aphorismen sei gewarnt.
(T)
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur als kleine Ergänzung: Lob der anspruchsvollen Übersetzung, 29. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich ist meinen Vorrednern nichts mehr hinzuzufügen. Alles, was dieses Buch, auch für mich, so toll macht, stand glaube ich in allen 5-Sterne-Rezensionen, die ich bisher gelesen habe.

Nur eines ist mir diesmal (rein zufällig erst diesmal!) durch den Kopf gegangen, was vielleicht noch nicht sooo häufig erwähnt wurde:

Ich vermute, dass bei diesem Buch in der deutschen Fassung mehr als Autor, sondern auch die Übersetzung verdammt gut war. Und das die Qualität der Übersetzung immer eine Rolle spielt, aber bei Büchern wie diesen spielt sie eine besonders große Rolle.

Dieses Buch habe ich gelesen und fand es aufgrund seiner Sprache phantastisch. Dabei ist mir beim Lesen nichts aufgefallen, wo ich gedacht habe: Aha: Die Originalsprache war vermutlich nicht Deutsch. ( ... Außer dem Handlungsort, der hat mich natürlich ein bisschen zweifeln lassen ;-) ...) Witze, die auf Sprache beruhen, Mehrdeutigkeiten, genau die richtigen Dinge, die ungesagt bleiben oder gar halb angedeutet werden, ... Ein Sarkassmus der an keiner Stelle übertrieben oder unangebracht erscheint, sondern irgendwie genau passend... Für die Originalfassung ist das normalerweise nahezu die "Alleinschuld" des Autors (wenn es gut läuft: auch seines Lektors).

Aber wenn das in der Übersetzung so bleibt und sogar in einer Alltagskultur, die sich eigentlich doch ziemlich von der amerikanischen unterscheidet immer noch, bleibt, ... dann ... herzlichen Glückwunsch nicht mehr allein an den Autor, sondern ... in diesem Fall auch an Sophie Zeitz.
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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte über das Leben, den Tod, den Schmerz und die Liebe, 2. September 2012
Von 
Villette - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Gebundene Ausgabe)
"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein Buch, das man nicht schnell vergessen kann. Schon während des Lesens musste ich immer wieder kleine Pausen machen, weil es einen so tief trifft und man es nicht mehr aushalten kann. Und ganz schnell muss man dann doch wieder zum Buch greifen, weil man wissen muss, wie es weitergeht -- so unerträglich es vielleicht auch sein mag. Das heißt nicht, dass die Geschichte nicht lustig ist. Ganz im Gegenteil. Es ist wie das Leben: Tragisch und komisch zugleich.

Im Zentrum steht die 16-jährige Hazel, die unheilbar an Krebs erkrankt ist und ihr Leben nur durch ein Medikament verlängert bekommt. Am Leben nimmt sie aber gar nicht mehr richtig teil, es lohnt sich ja nicht. Bis sie Augustus trifft. Er hat nach Knochenkrebs ein Bein verloren und steht wieder voll im Leben. Warum er sich gerade für die kranke Hazel interessiert, versteht sie am wenigsten. Weil sie ihn wirklich mag, zögert sie aber. Sie weiß, dass sie keine Zukunft hat und ihm mit ihrem Sterben und Tod irgendwann weh tun wird. Aber Augustus lässt sich nicht abschütteln...

Die Geschichte stellt viele Fragen an sich selbst und den Leser: Wie wäre es, in den Wolken zu leben? Wie kann man sich vor dem Vergessenwerden schützen? Macht das Leben überhaupt einen Sinn angesichts des sicheren Todes? Kann man mit Schmerz leben? Lohnt die Liebe? Man müsste einen langen Essay schreiben, um all die Facetten der Geschichte zu erfassen und zu verarbeiten. Dafür ist hier nicht der richtige Platz. Darum empfehle ich jedem, das Buch selbst zu lesen, sich an John Greens unglaublichem Talent für das Denken und Schreiben zu erfreuen, sich eine neue Welt zu erschließen, so schmerzhaft sie auch sein mag. Es lohnt sich in jedem Fall.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein besonderes Werk voll metaphorischer Tiefe, in dem John Green sich in seiner Genialität wieder einmal selbst übertroffen hat, 30. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Gebundene Ausgabe)
In seinem neusten Werk „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ setzt sich John Green sehr sensibel mit einer schwierigen Thematik auseinander, nämlich mit unheilbar an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen. Nahezu alle Figuren in diesem Buch sind von Krebs schwer betroffen, so sind sie entweder selbst erkrankt oder leiden als unmittelbare Angehörige darunter .

Als Hauptprotagonistin gilt das 16-jährige Mädchen Hazel Grace zu bezeichnen, die seit ihrem 13. Lebensjahr unheilbar an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist und nur noch durch lebensverlängernde Maßnahmen am Leben erhalten wird, wie z.B. bestimmte Medikamente, die die Metastasenbildung zwar aufhalten, sie jedoch nicht heilen können. Ihre körperliche Verfassung ist daher denkbar schlecht: Da die Metastasen ihre Lunge bereits stark geschädigt haben, muss sie immer ein Sauerstoffgerät mit sich herumtragen, sie schlägt sich mit Depressionen herum, denn die Gedanken an den Tod sind ihr ständiger Begleiter. Um dennoch ein halbwegs normales Leben mit sozialen Kontakten zu führen, besucht Hazel auf Wunsch ihrer Mutter eine Selbsthilfegruppe für krebskranke Kinder und Jugendliche. Dort trifft sie zum ersten mal Augustus, der seit 2 Jahren offiziell von seinem Osteosarkom geheilt gilt, und der von da an als die Liebe ihres Lebens eine nicht zu unterschätzende Rolle in ihrem Leben spielen wird. Die beiden verbindet mehr als nur ihre Krankheit, so sind sie gleichermaßen philosophisch veranlagt, für ihr Alter außergewöhnlich tiefsinnig und zeichnen sich durch eine tiefe Leidenschaft zu dem Buch „Ein herrschaftliches Leiden“ aus. Da besagtes Buch (beschäftigt sich mit einem an Krebs erkrankten Mädchen) jedoch abrupt abbricht und sich sowohl Hazel als auch Augustus fragen, wie es mit den Protagonisten wohl weitergehen wird, reisen sie aus den Vereinigten Staaten nach Amsterdam zum Autor, um Antworten zu bekommen. Der Besuch bei dem Autor stellt sich als eine totale Enttäuschung heraus, doch diese erscheint plötzlich verschwindend klein, verglichen mit dem, was Augustus ihr zu sagen hat...

Eindrucksvoll und gleichermaßen sehr authentisch schildert der Autor die Lieben und Leiden der Hazel Grace sowie all der Menschen, die sie auf ihren Wegen begleiten. Und genau diese Menschen sind es, die dem Buch so etwas Besonderes geben, denn nicht nur Hazel und Augustus sind unglaublich starke Charaktere, sondern auch Isaac, ein guter Freund der beiden, der aufgrund seines Krebses beide Augen verliert, oder auch Hazels weinerlicher Dad und ihre außergewöhnlich fürsorgliche Mutter.

Auch der Schreibstil des Autors ist einer weiteren Bemerkung wert, denn es gelingt ihm das schier unmögliche: Eine solche Tragödie, wie dieses Buch sie nun einmal ist, mit einem Humor ohnegleichen zu erzählen, sodass man inmitten dieser Katastrophe, sogar am Ende immer noch laut loslachen muss, ohne das es unangebracht wirkt. Der grandiose Galgenhumor der Figuren macht es möglich.

Auch das Ende des Romans hat mich restlos überzeugt, denn es wird durch einfache Schilderungen eine solche Dramatik aufgebaut, ohne, dass diese direkt erzeugt werden muss. Sprich: Der Autor erzählt einfach, was geschieht, wertet es kaum und den Leser erwischt es trotzdem eiskalt.

Ich habe irgendwie das Gefühl, ich kann diesem Buch durch meine Rezension gar nicht gerecht werden, denn ich glaube, es hat das Zeug zum Klassiker . Von den vielen und zum Teil unglaublich guten Büchern, die ich je gelesen habe, war es einfach das mit Abstand Beste!

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass John Green sich und auch viele Andere mit diesem Werk in seiner Genialität übertroffen hat. Die Geschichte ist dramatisch, lässt einen einfach nicht mehr los und ist voll metaphorischer und geistiger Tiefe.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Schicksal ist ein mieser Verräter, 17. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Die 16-jährige Hazel Grace Lancester leidet an Krebs, ihre Heilungschancen stehen schlecht, nur durch Medikamente kann ihr Körper und vor allem die erkrankte Lunge, am Arbeiten gehalten werden. Ihr ständiger Begleiter ist eine Sauerstoffflasche, nur mithilfe ihr kann sie atmen.
Doch Hazel verzweifelt nicht an ihren Leben, mit einer einzigartigen Stärke erträgt sie ihr Schicksal. Zur Schule kann sie schon lange nicht mehr gehen, so verbringt sie den Tag mit lesen, träumen und Gedankenfantasien. Ihre Mutter findet, es wäre wichtig für ihre Tochter, soziale Kontakte aufzubauen, weshalb sie sie zu einer Selbsthilfegruppe für an Krebs erkrankte Kinder schickt. Zuerst gar nicht begeistert von dieser Idee, ändert sich ihre Meinung, als sie dort den 17-jährigen Augustus Waters kennen lernt. Ohne Grund ist er nicht in der Gruppe, durch den Krebs hat der Junge ein Bein verloren, doch anders wie bei Hazel, ist er seit einiger Zeit symptomfrei, sprich, die Ärzte sind zuversichtlich, dass er die Krankheit überwunden hat.
Aus der Freundschaft zwischen den Beiden entwickelt sich langsam mehr, doch wie geht man damit um, wenn man sich niemals sicher sein kann, wie viel Zeit einen zusammen noch bleibt.

Meine Meinung:
Ein Buch über Krebs, was noch dazu lustig ist. Geht es? Es geht und John Green legt ein Werk vor, der den Beweis antritt. Besonders durch die Charaktere beginnt die Geschichte zu leben und erhält einen Glanz, den zu beschreiben nahezu unmöglich ist.
Hazel, Augustus, aber auch ihr Freund Isaac haben eine Art von Humor gegenüber ihrer Krankheit entwickelt, der ihnen oft hilft, die Situationen besser zu ertragen, schwer genug ist ihr Leben sowieso schon. Man merkt an einigen Stellen doch, dass ihre witzigen Sprüche, ganz oft einfach nur ein Schutzschild sind, um nicht der Krankheit die volle Macht über ihr Leben zu geben. Krebs wird nicht beschönigt, oder lächerlich gemacht, er wird so dargestellt wie er ist: grausam und unbarmherzig.
Diese Mischung zwischen Witz und Ernst machen das Buch zu etwas ganz besonderen, was es für mich in dieser Form noch nie gegeben hat.

Ich: „Ich weigere mich, zur Selbsthilfegruppe zu gehen.“
Mom: „Das Desinteresse an Aktivitäten ist ein Symptom der Depression.“
Ich: „Bitte, lass mich einfach America’s Next Top Model sehen. Das ist auch eine Aktivität.“
Mom: „Fernsehen ist passiv.“
Ich: „Ach, Mom. Bitte.
Mom: „Hazel, du bist ein Teenager. Du bist kein kleines Kind mehr. Du musst Leute kennenlernen, aus dem Haus gehen dein Leben leben.“
Ich: „Wenn du willst, dass ich mich wie ein Teenager benehme, dann schick mich nicht zur Selbsthilfegruppe. Besorg mir einen gefälschten Ausweis, damit ich in Clubs reinkomme und Wodka trinken und Haschisch nehmen kann.“
Mom: „Erstens, Haschisch nimmt man nicht.“
Ich: „Siehst du, so was wüsste ich, wenn du mir einen gefälschten Ausweis besorgen würdest.“
Mom: „Du gehst zur Selbsthilfegruppe.“
Ich: „Aaaaaaaaaaaaarrggghhh.“ (Seite 12/13)

Es ist aber nicht nur das Leben der erkrankten Jugendlichen, das im Buch Platz findet, man erfährt auch wie es für die Eltern ist, sein eigenes Kind so leiden zu sehen. Es nimmt nur einen kleinen Teil im Buch ein, gibt nur einen Einblick, sicherlich sind die Gefühle der Angehörigen intensiver, doch durch die kurze Beschreibung kann man sich doch schon ein Bild machen.

Die Geschichte ist traurig, natürlich, aber es fällt nicht ganz leicht, hinter der geballten Humorfront, die komplette Ernsthaftigkeit zu erkennen. Mir waren zwar alle sympathisch und ich fand es auch schrecklich, welches Schicksal der einzelne durchmachen muss, aber so wirklich übergesprungen ist der Funke bei mir nicht. Die komplette Gefühlspalette konnte ich nicht durchleben, oder sagen wir, durchleben schon, aber erst nachdem ich das Buch gelesen hatte. Für mich musste die Geschichte einfach mal wirken, um ihren ganzen Zauber ausspielen zu können.

Man denkt, man würde die Geschichte verstehen, verstehen, welchen Weg die einzelnen Charaktere nehmen, aber man täuscht sich immer wieder. Es kommt zu Zwischenfällen, die alles verändern, eine neue Richtung für alle Beteiligten einschlagen, mal zum positiven, mal auch in die andere Richtung.

Der Schreibstil von John Green ist locker leicht, legt sich um das schwierige Thema wie eine zweite Haut, passt sich ihm an und ist mit keinen anderem Autor vergleichbar.

Fazit:
Man muss „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ selbst lesen, um die Einzigartigkeit verstehen zu können. Bereuen wird man es auf keinen Fall.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schön, 9. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Gebundene Ausgabe)
Doch, das ist wirklich ein gutes Buch. Für Leute (wie mich), die misstrauisch werden, wenn etwas gar zu sehr über den grünen Klee gelobt wird: All die Hymnen, die auf dieses Buch schon gesungen wurden, wären gar nicht nötig, und manche sind auch deutlich übertrieben. Weder kann es, was die literarische Qualität angeht, mit Updike und Roth mithalten (die aber auch nicht nur "gute" Bücher geschrieben haben), noch ist Green "der Messias", dem es endlich gelingt, die Jugendliteratur aus dem Getto der Jugendliteratur zu holen: Dass ein Jugendbuch erst dann gut sein soll, wenn es "auch von Erwachsenen" gelesen werden "kann", wird sowieso immer nur von Leuten behauptet, die offenbar Erwachsenenliteratur per se für etwas besseres halten als Jugendliteratur. Wer diesem Irrglauben nicht anhängt, der kann das Buch ja erst mal als das nehmen, was es ist: ein Jugendbuch. Und zwar ein wirklich gutes - was ich für meinen Teil jetzt daran festmache, ob mich die Geschichte fesselt, ob ich ihre - erfundenen - Charaktere "glaubwürdig" finde, ob ich der Meinung bin, dass der Autor für sein Thema die adäquate Form gefunden hat (lauter Kriterien, übrigens, die ich auf JEDES Buch anlege). Und vor diesem Hintergrund erzählt "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" in einer eher schlichten, schönen, in intimen Details (wie dem "ersten Mal" zweier Krebspatienten) angenehm dezent bleibenden Sprache ein Thema, das jeden und jede angeht. Mich jedenfalls hat das Buch bewegt - und es gibt nicht viele, über die ich das sagen könnte.
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5.0 von 5 Sternen außergewöhnlich!, 25. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Gebundene Ausgabe)
„Manchmal liest man ein Buch, und es erfüllt einen mit diesem seltsamen Missionstrieb, und du bist überzeugt, dass die kaputte Welt nur geheilt werden kann, wenn alle Menschen dieser Erde dieses Buch gelesen haben.“ Seite 36

Besser als mit diesem Zitat könnte ich mein Leseerlebnis mit „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green nicht beschreiben.

Mein beruflicher Alltag besteht aus Grenzsituationen. Situationen, bei denen es um Leben und Tod geht und doch stehe ich, trotz einiger Erfahrungen, manchmal hilflos vor diesen Menschen und weiß nicht, wie ich mit ihnen umgehen soll. Soll ich beschönigend oder soll ich schonungslos ehrlich sein? Hazel, die Hauptprotagonistin dieses Buches war mir eine sehr große Hilfe bei dieser Frage.

Hazel hat mir ihren 16 Jahren schon viel Leid erfahren. Sie ist an Schilddrüsenkrebs, der sich über die Lunge als Metatasen ausgebreitet hat, erkrankt. Ihr ständiger Begleiter ist eine Sauerstoffflasche, die ihr das Atmen erleichtert. An diesen Begleiter hat sie sich gewöhnt, jedoch an die Blicke anderer Menschen nicht. Auch ihr Umfeld hat sich seit der Diagnose „Krebs“ sehr verändert. Viele Freunde, selbst ihre Familie, wirkten einfach nur noch befremdlich und verkrampft auf sie, weil sie Angst hatten, etwas Falsches zu sagen. Hazel möchte nicht bemitleidet werden und kann auch der Selbsthilfegruppe, zu der sie ihre Mutter geschickt hat, nichts abgewinnen. Eines Tages begegnet ihr Gus bei einem dieser verhassten Treffen und sie ist sofort fasziniert, denn Gus geht sehr offensiv mit seiner Krankheit um. Mit ihm kann sie offen über alle Dinge, die ihr wichtig sind, sprechen. Bücher, Musik und über den Krebs.
Hazel verliebt sich Hals über Kopf in Gus. Jetzt hat sie noch einen Begleiter: Zweifel, denn was für einen Sinn macht eine Liebe, bei der zwangsläufig jemand sterben wird…

Jeder hat seine eigene Art und Weise, mit dem Verräter Schicksal umzugehen. Die einen verfallen in tiefe Depressionen, andere wachsen an ihm und wiederum andere machen sich Mut und Hoffnung, indem sie ihre Wohnung mit hoffnungsvollen Sprüchen zupflastern. Doch Hazel pflegt einen anderen Umgang mit ihrem Schicksal. Sie kämpft dagegen, eins mit der Krankheit zu werden und will nicht nur als krebskranker Teenie gesehen werden.
„Manchmal war das das Schlimmste am Krebs: die Sichtbarkeit der Krankheit, die einen von den anderen absonderte. Wir waren unüberbrückbar anders…“ Seite 134

Hazel erzählt uns in diesem Buch viel über ihr Leben und ihre Gefühlswelt. Manchmal sehr sarkastisch aber humorvoll, manchmal tragisch aber sehr realistisch und erschreckend ehrlich. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund.
Eine große Stütze für Hazel ist ihr Lieblingsbuch „Ein herrschaftliches Leiden“ von Peter Van Houten. Sie hat das Gefühl, von ihm verstanden zu werden und sie unternimmt vieles, um ihn zu treffen, um Antworten auf die offenen Fragen, die sein Buch hinterlässt, von ihm persönlich zu bekommen.
Es ist die Geschichte von einem Wunsch, der zum Lebensziel wird und einer Liebe, die Kraft schenkt.
Wir begleiten Hazel und Gus durch Höhen und Tiefen, die sie manchmal ans Ende ihrer Energie und ihrer Willensstärke bringen, erleben aber auch wunderschöne und lustige Momente.
Indem John Green Hazel ihre Geschichte erzählen lässt, hat er meiner Meinung nach alles richtig gemacht, denn ihr würde der Leser nicht unterstellen, unsensibel mit ihrer Krankheit umzugehen. Auch die Handhabung dieses Themas hat mich fasziniert, weil er seine Leser nicht überfordert, obwohl er schonungslos ehrlich ist. Humor, Liebe und Trauer sind gut dosiert und platziert.
Ich liebe die Dialoge in diesem Buch und ich könnte auf Anhieb hundert Zitate aufführen. Seine Sätze brennen sich in die Netzhaut der Leser.

John Greens sehr außergewöhnlicher Schreibstil ist für mich eine große Überraschung. Er vermag mit einem Satz zu beschreiben, wofür andere ganze Kapitel benötigen.

„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green ist ein sehr bewegendes und lebendiges Buch mit liebenswerten Protagonisten und einer wundervollen Liebesgeschichte. Es steckt voller unvergesslicher Dialoge, es umspielt dieses doch sehr traurige Thema mit einer riesigen Portion Sarkasmus und einer Wortgewalt, die es mir unmöglich gemacht hat, dieses Buch nach dem Lesen aus der Hand zu legen.
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Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green (Gebundene Ausgabe - 30. Juli 2012)
EUR 16,90
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