Kundenrezensionen

1.056
4,7 von 5 Sternen
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Format: Gebundene AusgabeÄndern
Preis:16,90 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

525 von 548 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Ich erzählte Augustus die Grundzügen meines Wunders: Als ich 13 Jahre alt war, wurde bei mir Schilddrüsenkrebs im vierten Stadium diagnostiziert. (Ich erzählte ihm nicht, dass die Diagnose drei Monate nach meiner ersten Periode kam, es war wie: Glückwunsch! Du bist eine Frau. Jetzt stirb.)"

Das ist Hazel Grace, 16 Jahre alt und krebskrank. Ihre Behandlung soll nur noch ihr Leben verlängern, geheilt werden, kann sie nicht mehr. Das weiss sie, genauso wie sie weiss, dass es ein Wunder ist, dass sie überhaupt noch lebt. In einer Selbsthilfegruppe, zu der sie eigentlich gar nicht gehen will, trifft sie eines Tages Augustus. Der Krebs hat eines seiner Beine gefordert, aber er ist auf dem Weg der Besserung und obwohl Hazel sich vorgenommen hat, niemandem so nah zu kommen, dass ihn ihr Tod aus der Bahn werfen kann, verliebt sie sich.

Das ist jetzt mein vierter Versuch, meine Meinung zu diesem Buch zu schreiben. Erstaunlich, wie schwer es mir fällt, das, was ich während des Lesens empfunden habe, einfach niederzuschreiben.

John Green hat als Student einige Zeit als Seelsorger in einem Kinderkrankenhaus gearbeitet und beschreibt seine Erfahrungen selbst als herzzerreissend.
Seit dieser Zeit wollte er ein Buch über diese 'Krebs Kinder' schreiben - kein 'Hoffnung, Glaube, Stärke, alles hat auch eine positive Seite etc.- Buch', sondern ein echtes, ein wahres Buch über echte Teenager, echte Eltern, echte Sorgen und Nöte. Greens Hauptcharaktere sind keine Helden, es sind normale Menschen, die versuchen, mit einem vermutlichen Todesurteil umzugehen.

Der sarkastische Humor, den sie dabei an den Tag legen, hat mich - trotz allem - oft schmunzeln lassen. Gleichzeitig gibt es Passagen in diesem Buch, die einen auch noch nach dem Lesen der letzten Seite beschäftigen werden, es gibt Sätze, die vielleicht für immer bei einem bleiben und es gibt Abschnitte, bei denen man schlicht Rotz und Wasser heult.
Was mich dazu bewegt, dieses Buch wirklich zu empfehlen, ist seine Ehrlichkeit.

"Cancer sucks"
Es gibt keine positive Seite am Kotzen oder am ins Bett machen, nichts positives daran, das Augenlicht zu verlieren, das Gefühl zu haben, zu ertrinken, seine eigene Beerdigung zu planen, einen Menschen sterben zu sehen.

Aber obwohl das Buch so ein trauriges Thema hat, so tragisch ist, ist es gleichzeitig wunderschön, lustig, kraftvoll und lebensbejahend. Hazel und Augustus sind Teenager, deren Geschichte einen lange nicht mehr los lässt und die dazu führt, dass man selbst anfängt, nachzudenken - über das eigene Leben, die eigenen Narben, die man auf der Welt hinterlässt, ob es überhaupt wichtig ist, etwas zu hinterlassen und wenn ja, was...

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" behandelt die schönsten und schwierigsten Abschnitte im Leben: Liebe, Freundschaft, Verlust und Tod und es macht das auf einer wunderbare Art und Weise - klare Leseempfelung und 5 Sterne!
1010 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Dezember 2012
Eigentlich ist meinen Vorrednern nichts mehr hinzuzufügen. Alles, was dieses Buch, auch für mich, so toll macht, stand glaube ich in allen 5-Sterne-Rezensionen, die ich bisher gelesen habe.

Nur eines ist mir diesmal (rein zufällig erst diesmal!) durch den Kopf gegangen, was vielleicht noch nicht sooo häufig erwähnt wurde:

Ich vermute, dass bei diesem Buch in der deutschen Fassung mehr als Autor, sondern auch die Übersetzung verdammt gut war. Und das die Qualität der Übersetzung immer eine Rolle spielt, aber bei Büchern wie diesen spielt sie eine besonders große Rolle.

Dieses Buch habe ich gelesen und fand es aufgrund seiner Sprache phantastisch. Dabei ist mir beim Lesen nichts aufgefallen, wo ich gedacht habe: Aha: Die Originalsprache war vermutlich nicht Deutsch. ( ... Außer dem Handlungsort, der hat mich natürlich ein bisschen zweifeln lassen ;-) ...) Witze, die auf Sprache beruhen, Mehrdeutigkeiten, genau die richtigen Dinge, die ungesagt bleiben oder gar halb angedeutet werden, ... Ein Sarkassmus der an keiner Stelle übertrieben oder unangebracht erscheint, sondern irgendwie genau passend... Für die Originalfassung ist das normalerweise nahezu die "Alleinschuld" des Autors (wenn es gut läuft: auch seines Lektors).

Aber wenn das in der Übersetzung so bleibt und sogar in einer Alltagskultur, die sich eigentlich doch ziemlich von der amerikanischen unterscheidet immer noch, bleibt, ... dann ... herzlichen Glückwunsch nicht mehr allein an den Autor, sondern ... in diesem Fall auch an Sophie Zeitz.
22 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
137 von 154 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 9. August 2012
In den USA hat der Videoblogger und Jugendbuchautor John Green längst den Beliebtheitsstatus intus. Kaum erscheint neuer Lesenachschub aus seiner Feder, lässt der Erfolg nicht lange auf sich warten. Ich will ehrlich sein: vor Romanen wie Will & Will oder Tage wie diese habe ich nie etwas von dem Autor gehört, geschweige denn gelesen. So wagte ich mit seinem neusten Werk "Das Schicksal" ist ein mieser Verräter nun meinen ersten Versuch und dieser sollte sich nicht zu meinem Nachteil auswirken! Selten habe ich ein derart berührendes wie authentisch wirkendes Liebesdrama gelesen, das simultan mit einer gesunden Kombination aus Witz & Charme zu glänzen vermag. Ich zeige mich beeindruckt!

Es gibt viele Arten von Krebs und unendliche Schicksale, die von der anschleichenden Krankheit betroffen sind/waren. In "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist die 16-jährige Hazel eine von ihnen. Die längst bekannte Diagnose UNHEILBAR ist ernüchternd und sorgt für eine isolierte Lebenseinstellung, die Hazels aufopfernde Mutter wohl als Depression bezeichnen würde. Dabei beabsichtigt Hazel nur eines: sie will nicht bemitleidet werden und die Menschen verletzten, die irgendwann einmal ihre Grabrede halten werden. Trotzdessen dreht sich die Erde weiter - mit einer sauerstoffzuführenden Maske als ständiger Begleiter, denn Hazels Lunge ist metastasiert. Den Kampf gegen den Krebs mag das bücherliebende Mädchen so gut wie verloren haben, doch was die ihr verbleibende Zeit betrifft, ist das letzte Wort längst nicht gesprochen. Und so verschlägt es Hazel gleich zu Beginn der Geschichte ein weiteres Mal in eine Selbsthilfegruppe für Krebspatienten, die stets nach dem gleichen Muster verläuft. Doch dieses Mal ist etwas anderes. Hazel trifft auf den einbeinigen Augustus Waters und diese zunächst merkwürdige Begegnung verändert ihr Leben nachhaltig.

Man kann es nicht anders sagen: was sich auf den circa 288 Seiten abspielt ist eine ansteckende Achterbahnfahrt der Emotionen. So präsentiert sich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" als eine humorvolle wie dramatische Liebesgeschichte, die mit manch überraschenden Wendungen (je nachdem wie aufmerksam man zwischen den Zeilen liest) sowie glaubwürdigen Haupt-/Nebencharakteren zu unterhalten weiß. Egal, ob es Hazels stets weinender Dad, ihre sorgenvolle Mom, der bald erblindende Isaac oder der coole Augustus ist ... sie alle haben einen unverkennbaren Wiedererkennungswert und handeln in vielen Belangen wie man es selbst wohl auch tun würde: einfach menschlich. Liebe, Freundschaft, Wut und Resignation reichen sich demgemäß die Hände und sorgen für Gänsehaut pur. Ich zumindest klebte gebannt an den Seiten fest, von der mir keine einzige überflüssig erschien. Mal schmunzelnd, mal den Tränen nahe.

Was besonders fasziniert, ist wohl die Art und Weise mit der Hazels liebenswertes Leiden in der Ich-Perspektive geschildert wird, nämlich intelligent, tiefgründig & ironisch. Man kann gar nicht anders, als die schlagfertige Hauptprotagonistin von der ersten Seite an ins Herz zu schließen. Gemeinsam mit ihr nach Atem zu ringen und sich zu fragen, was mit den Figuren ihres (fiktiven) Lieblingsbuches "Ein herrschaftliches Leiden" passiert, nachdem es abrupt endete. Auch in diesem Punkt wird man von John Greens kreativer wie überragender Schreibkunst verblüfft. So verzaubert irgendwann auch die Geschichte in der Geschichte und die Suche nach der Wahrheit gestaltet sich aufregend, bedeutungsvoll und romantisch-unverkitscht. Indes werden Hazels um den Krebs kreisende Gedanken mittels einer unaufdringlichen wie sarkastischen Note unterstrichen. Es passt - so will ich es behaupten - immer!

Wie sich in Film & Literatur oft gezeigt hat, sind die tragischsten Liebesgeschichten dann irgendwie auch die schönsten. Vielleicht weil eine Liebe ohne Happy End uns doch die reinste Form der Liebe vermittelt, fernab der eingefahrenen Alltäglichkeit(?). Oftmals ist sie kurz, schmerzlich und trotzdem unvergesslich schön. Bereits nach wenigen Kapiteln malt man sich automatisch aus, welch dramatisches Ende John Green wohl für Hazel Grace & Augustus Waters vorgesehen haben könnte. Gewiss kommt man stets auf ein ähnliches Ergebnis: es wird verdammt traurig. Oh ja!

Nichtsdestotrotz ist der Weg dorthin äußerst lesens- & liebenswert. In dem unkomplizierten wie wortgewandten Augustus/Gus findet Hazel nämlich nicht nur einen Freund mit dem es sich wunderbar über die hohe Kunst der Literatur sinnieren lässt (Achtung: unterdessen sind Fremdwörter im Anmarsch, man könnte also dazulernen!), sondern einen außergewöhnlichen Menschen, der für allerhand Überraschungen sorgt. Was mir besonders gefiel: ihre Gefühle füreinander entstehen auf eine natürliche, nachvollziehbare und unverkrampfte Weise, ohne in irgendwelchen Oberflächlichkeiten zu ersticken, wie es in etlichen Jugendromanen leider üblich ist. Haltet die Taschentücher bereit!

Ein bewegendes Zitat:

"Du bist keine Zeitbombe, Hazel, nicht für uns. Der Gedanke daran, dass du stirbst, macht uns traurig, aber du bist keine Bombe. Du bist ein Geschenk. Du kannst es nicht wissen, Liebes, weil du noch nie ein Baby hattest, das zu einem hochintelligenten jungen Bücherwurm mit einer Schwäche für grauenhafte Fernsehsendungen herangewachsen ist, aber die Freude, die du uns schenkst, ist tausendmal größter als unsere Traurigkeit über deine Krankheit." (Seite 98)

Kurz gesagt:

Diese Seiten haben es in sich! Das Schicksal mag uns manchmal enttäuschen und sich als ein mieser Verräter entpuppen, der Jugendbuchautor John Green tut es hingegen nicht. Mit seinem Liebesdrama um Hazel & Augustus entführt er den Leser in eine unvergessliche Achterbahnfahrt der Emotionen, die gleichzeitig zu berühren und überraschen vermag - intelligent, tiefgründig & ironisch erzählt. Für "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gibt es somit eine 100%ige Empfehlung von mir. Ein Buchtipp, nicht nur für jugendliche Leser!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
48 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. September 2012
Inhalt:
Die 16-jährige Hazel Grace Lancester leidet an Krebs, ihre Heilungschancen stehen schlecht, nur durch Medikamente kann ihr Körper und vor allem die erkrankte Lunge, am Arbeiten gehalten werden. Ihr ständiger Begleiter ist eine Sauerstoffflasche, nur mithilfe ihr kann sie atmen.
Doch Hazel verzweifelt nicht an ihren Leben, mit einer einzigartigen Stärke erträgt sie ihr Schicksal. Zur Schule kann sie schon lange nicht mehr gehen, so verbringt sie den Tag mit lesen, träumen und Gedankenfantasien. Ihre Mutter findet, es wäre wichtig für ihre Tochter, soziale Kontakte aufzubauen, weshalb sie sie zu einer Selbsthilfegruppe für an Krebs erkrankte Kinder schickt. Zuerst gar nicht begeistert von dieser Idee, ändert sich ihre Meinung, als sie dort den 17-jährigen Augustus Waters kennen lernt. Ohne Grund ist er nicht in der Gruppe, durch den Krebs hat der Junge ein Bein verloren, doch anders wie bei Hazel, ist er seit einiger Zeit symptomfrei, sprich, die Ärzte sind zuversichtlich, dass er die Krankheit überwunden hat.
Aus der Freundschaft zwischen den Beiden entwickelt sich langsam mehr, doch wie geht man damit um, wenn man sich niemals sicher sein kann, wie viel Zeit einen zusammen noch bleibt.

Meine Meinung:
Ein Buch über Krebs, was noch dazu lustig ist. Geht es? Es geht und John Green legt ein Werk vor, der den Beweis antritt. Besonders durch die Charaktere beginnt die Geschichte zu leben und erhält einen Glanz, den zu beschreiben nahezu unmöglich ist.
Hazel, Augustus, aber auch ihr Freund Isaac haben eine Art von Humor gegenüber ihrer Krankheit entwickelt, der ihnen oft hilft, die Situationen besser zu ertragen, schwer genug ist ihr Leben sowieso schon. Man merkt an einigen Stellen doch, dass ihre witzigen Sprüche, ganz oft einfach nur ein Schutzschild sind, um nicht der Krankheit die volle Macht über ihr Leben zu geben. Krebs wird nicht beschönigt, oder lächerlich gemacht, er wird so dargestellt wie er ist: grausam und unbarmherzig.
Diese Mischung zwischen Witz und Ernst machen das Buch zu etwas ganz besonderen, was es für mich in dieser Form noch nie gegeben hat.

Ich: „Ich weigere mich, zur Selbsthilfegruppe zu gehen.“
Mom: „Das Desinteresse an Aktivitäten ist ein Symptom der Depression.“
Ich: „Bitte, lass mich einfach America’s Next Top Model sehen. Das ist auch eine Aktivität.“
Mom: „Fernsehen ist passiv.“
Ich: „Ach, Mom. Bitte.
Mom: „Hazel, du bist ein Teenager. Du bist kein kleines Kind mehr. Du musst Leute kennenlernen, aus dem Haus gehen dein Leben leben.“
Ich: „Wenn du willst, dass ich mich wie ein Teenager benehme, dann schick mich nicht zur Selbsthilfegruppe. Besorg mir einen gefälschten Ausweis, damit ich in Clubs reinkomme und Wodka trinken und Haschisch nehmen kann.“
Mom: „Erstens, Haschisch nimmt man nicht.“
Ich: „Siehst du, so was wüsste ich, wenn du mir einen gefälschten Ausweis besorgen würdest.“
Mom: „Du gehst zur Selbsthilfegruppe.“
Ich: „Aaaaaaaaaaaaarrggghhh.“ (Seite 12/13)

Es ist aber nicht nur das Leben der erkrankten Jugendlichen, das im Buch Platz findet, man erfährt auch wie es für die Eltern ist, sein eigenes Kind so leiden zu sehen. Es nimmt nur einen kleinen Teil im Buch ein, gibt nur einen Einblick, sicherlich sind die Gefühle der Angehörigen intensiver, doch durch die kurze Beschreibung kann man sich doch schon ein Bild machen.

Die Geschichte ist traurig, natürlich, aber es fällt nicht ganz leicht, hinter der geballten Humorfront, die komplette Ernsthaftigkeit zu erkennen. Mir waren zwar alle sympathisch und ich fand es auch schrecklich, welches Schicksal der einzelne durchmachen muss, aber so wirklich übergesprungen ist der Funke bei mir nicht. Die komplette Gefühlspalette konnte ich nicht durchleben, oder sagen wir, durchleben schon, aber erst nachdem ich das Buch gelesen hatte. Für mich musste die Geschichte einfach mal wirken, um ihren ganzen Zauber ausspielen zu können.

Man denkt, man würde die Geschichte verstehen, verstehen, welchen Weg die einzelnen Charaktere nehmen, aber man täuscht sich immer wieder. Es kommt zu Zwischenfällen, die alles verändern, eine neue Richtung für alle Beteiligten einschlagen, mal zum positiven, mal auch in die andere Richtung.

Der Schreibstil von John Green ist locker leicht, legt sich um das schwierige Thema wie eine zweite Haut, passt sich ihm an und ist mit keinen anderem Autor vergleichbar.

Fazit:
Man muss „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ selbst lesen, um die Einzigartigkeit verstehen zu können. Bereuen wird man es auf keinen Fall.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. August 2013
Ich habe dieses Buch von meinem Vater geschenkt bekommen. Mein erster Gedanke war: Oh nein, ein Buch über Krebs, muss das sein? Wenn ich ein Buch lese, will ich in fremde Welten entführt werden, ich will träumen können und nicht irgendwelche belastende Geschichten hören (da könnte ich ja gleich die Nachrichten einschalten). Aber schon ab der ersten Seite war ich in den Bann des Buches gezogen. Die Charaktäre haben eine sehr erfrischend sarkastische Art mit ihrer Krankheit umzugehen und obwohl es ein Buch über Krebs ist, nimmt man Hazel, Augustus uns Isaac nicht als arme kranke Kinder, sondern als die besonderen Charaktäre wahr, die sie sind.
Die Tränen, die ich während des Lesens verlor, wurden durch die lustigen Stellen wett gemacht. Ohne Mitleid heischend oder moralisierend zu sein, zeigt einem "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", wie dankbar man sein kann, wenn das eigene Schicksal ein nicht ganz so mieser Verräter ist, wie das von Hazel Grace.
Lesenswert!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Februar 2013
Eine Nebenwirkung von Krebs, sei Einsamkeit...hat irgendein schlauer Poet mal von sich gegeben.
Aber was wissen diese Leute schon von Krebs? Mein Name ist Hazel, ich bin 16 Jahre alt und ja, Überraschung, ich habe Krebs. Diesen Satz musste ich schon hunderte Male von mir geben. Mom schleift mich einmal die Woche zu einer Selbsthilfegruppe, und weil da ziemlich hoher Durchlauf herrscht, was das Kommen und Gehen der Mitglieder betrifft, darf ich mich jedes Mal neu vorstellen - Hurra! Aber meine Mutter beruhigt es wohl irgendwie. Mein einziger Verbündeter in diesem Haufen aus Krankheit und Tod ist Isaac. Wir reden nicht viel, aber wir verstehen uns. Eines langweiligen Tages, bringt er seinen Freund Augustus mit. In meinem Versuch mich möglichst kultiviert auszudrücken, würde ich ihn wohl so beschreiben: Scheiße, ist der heiß! Wir fangen auch direkt an zu flirten, schätze ich... Also ich denke es ist flirten. Naja, auf jeden Fall möchte er sich mit mir treffen und ich willige ein...Was habe ich schon zu verlieren? Außerdem könnte ich so oben genannte pseudo Weisheit widerlegen...Welch ein Spaß!

Man sagt außerdem, eine Nebenwirkung von Krebs sei Sarkasmus...Ok, ich gebe es zu, das habe ich mir gerade ausgedacht.

Halt, halt, halt! Da fehlt doch was! Als aufmerksame Leser meines Blogs, seht ihr richtig, die gewohnten Ahornblätter fehlen. Warum? Einfach so. Einfach, weil es mir leicht fiel, die Grafik nicht an dieser Stelle einzufügen, und einfach, weil ich einfach etwas anderes für dieses Buch machen wollte.
Wenn ihr euch auch nach diesem Grund fragt, solltet ihr weiter lesen oder einen Fragenkatalog zur Rate ziehen.

Dieses Buch von John Green, ist in meinen Augen, ein absolutes Meisterwerk! Der Autor hat es geschafft, seinen Lesern ein ganz besonderes Geschenk zu machen. Er benötigte im Vergleich zu vielen anderen Ziegelstein-Artigen-Wälzer-Verwandten nicht mehr und nicht weniger, als 288 Seiten. 288 Seiten, um seinen Lesern eine Fülle an Emotionen zu vermitteln, und ihnen eine so wunderschöne und ebenso todtraurige Geschichte zu erzählen, wie ich sie zuvor noch nie gelesen habe. Der Autor schreibt mit Witz und einer unheimlichen Intelligenz, die mich wirklich beeindruckt haben. Seine ganz eigene Art mit dem großen Thema "Krebs" umzugehen, konnte mich fesseln und begeistern. Als wäre das nicht schon Grund genug für eine ausladene Respektsbekundung, griff der Autor nicht nur in die "Krebs-Schublade", er setzte noch eins drauf, indem er ein 16 jähriges Mädchen daran erkranken ließ. Also dann: Ich ziehe meinen imaginären Stroh-Hut ( mit kleinen Sonnblumen, die ringsherum von der Krempe baumeln) vor einem Autor, der es geschafft hat, mich in einen Manisch-Depressiven Zustand zu versetzen - Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. Das merkwürdige daran: Ich habe es genossen!

"Während er las, verliebte ich mich in ihn, so wie man in den Schlaf gleitet: langsam zuerst und dann rettungslos."
S. 117

Hazel Grace, die Protagonistin, die uns diese wundervolle Geschichte aus ihrer Sicht mitteilt, gehört zu den Charakteren, die mir noch lange nach dem Lesen des Buches im Gedächtnis blieben. Für die meisten Menschen kommt Krebs einem Todesurteil gleich. In vielen Fällen haben sie recht, in manchen nicht. Hazel ist mittlerweile 16 und ihre Diagnose bekam sie bereits vor einigen Jahren. Für ihre Eltern gibt es selbstverständlich keinen anderen Lebensinhalt. Besonders ihre Mutter, begleitet sie auf Schritt und Tritt und bevormunded sie ganz vorbildlich. Um ihnen nicht zur Last zu fallen und sie noch weiter in diese nervige Krebs-Geschichte mit rein zu ziehen, versucht sie es ihren Eltern häufig recht zu machen, denn eines ist für Hazel klar wie Kloßbrühe: Sie wird sterben. In nicht allzu ferner Zukunft wird sie, Hazel, sterben - und das ist ok. Für sie jedenfalls. Dass ihre Eltern nicht besonders scharf darauf sind ihre Krebs-Tochter zu Grabe tragen, kann sie sich vorstellen. Sie hatte den Krebs, der zu ihren Körper gehört, akzeptiert. Und macht nun das Beste aus ihrer Situation. Hazel ist zwar unheilbar krank, sie lässt den Krebs aber nicht ihr Leben bestimmen. Und so wuchs diese junge, intelligente Dame direkt in mein Herz hinein - wie ein Krebsgeschwür. Besonders gut gefallen hat mir ihr "Galgenhumor". Situationen, in denen sie ihr Beatmungsgerät hinter sich herzieht, dass sie liebevoll "Phillip" getauft hat, dabei von den Schaulustigen bemitleidet wurde (Ooooh das arme Mädchen), und sie den traurigen Blicken trotzig standhielt, gehörten zu meinen liebsten Szenen. Denn eines will Hazel auf keinen Fall: Mitleid!

Was also stellt man mit seiner verbleibenden Zeit, als Teenager an? Genau. Man igelt sich ein, und wartet auf das qualvolle, erlösende Ende....Kommt schon Leute, das wäre zu einfach.
Man könnte es wie Hazel machen - und verliebt sich.
Augustus, Gus genannt, taucht eines Tages in der Selbsthilfegruppe auf,an der sie gezwungener Maßen teilnimmt. Sofort, entsteht eine Bindung zwischen den Beiden, die sich immer weiter vertieft und zu einer tiefen Liebe heranwächst. Gus ist ein Sunny-Boy, immer einen lustigen Spruch parat, gutaussehend, ziemlich von sich überzeugt und von jedermann gemocht. Aber auch er ist, bzw. war krank.
Die Chemie zwischen den beiden stimmt perfekt. Ich musste wirklich sehr oft über ihre Gespräche und Diskussionen lachen - genial! Die Liebesgeschichte bildet einen der wichtigen Schwerpunkte und konnte mich zu 100 % überzeugen. Liebe vs. unheilbare Krankheit...
Ich hatte während des Lesens echte Angst vor dem Ende. Wie würde es ausgehen? Würden beide sterben oder nur einer? Würden sie zusammen sterben? Für mich war irgendwie klar, dass mich am Ende der Geschichte der Tod erwarten würde. Ich muss sagen, John Green, du Schlitzohr, hast mich wirklich überrascht.
Ich gebe es offen zu, das ganze Buch hat mich wirklich emotional total gepackt und so vergoss ich so einige Tränen - besonders am Ende!
Es gibt nicht mehr viel zu sagen. Dieses Buch ist für jeden eine Bereicherung. Ob jung, alt, dick, dünn, mit einem Bein oder keinem, einem Auge, oder drei Fingern, es ist für Menschen geschrieben, die den Glauben an das Leben und die Liebe nicht verlieren. Man sollte jeden Moment auskosten und sich selbst klarmachen, was die elementaren Dinge sind (Ja ich weiß, habt ihr schonmal gehört, aber es ist so!). man sollte sich selbst und das Leben nicht so ernst nehmen. Wir kommen hier alle nicht lebend heraus.
Denn das Schicksal ist ein verdammt mieser Verräter.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. November 2014
Positives:
- Starke erste Seiten, die den Leser schnell einbinden und erst mal fesseln
- Sehr viel ungewohnte Ironie und Sarkasmus zu dem behandelten Thema (reicht allerindgs "nur" zum Schmunzeln)
- Obwohl erwartet ist der Abspann sehr emotional (es fällt schwer die Augen in der U-Bahn trocken zu halten)

Negatives:
- Zuviel philosophisches Geschwafel, das nervt irgendwann tierisch
- Die Jugendlichen Charaktere sind überzogen, sie geben die meiste Zeit das Bild von intellektuellen Erwachsenen (sehr schade, es nimmt viel Natürlichkeit und Glaubwürdigkeit)

Fazit:
Ein fesselnder Start und ein emotionaler Schluss schließen leider einen für mich störenden Mittelteil mit überzogenen Charakteren der handelnden Personen ein.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 1. Juni 2013
John Green ist in den USA bereits ein gefeierter Autor. Da er Jugendbücher schreibt, ist er mir bisher als Autor irgendwie entgangen. Wie gut, dass ich das nun nachholen kann!
Das Schicksal ist ein mieser Verräter lief mir 2012 ständig über den Weg. Hochgelobt in sämtlichen Feuilletons, des Inhalts und der Sprache wegen. Also musste ich es natürlich irgendwann lesen, schließlich wird es in einem Atemzug mit „Herr der Fliegen“ und „Der Fänger im Roggen“ genannt und die Chance, dass meine Tochter das Buch in ein paar Jahren im Englisch-LK lesen wird, ist sehr hoch.

Selten, ich würde sagen noch nie, hat mich ein Buch so mitgenommen und tief und nachhaltig beeindruckt wie dieses. Sowohl inhaltlich als auch sprachlich (obwohl die Übersetzung stellenweise etwas schief geraten ist, weshalb ich das Buch auch noch auf Englisch lesen werde).
In einer streckenweise wirklich poetischen, eindringlichen Bildsprache enthält der Roman so viel Lebensweisheit und Klugheit, dass mir schon der Daumen lahm wurde vom ständigen Markieren meiner Lieblingssätze auf dem Kindle. Irgendwann gab ich dann auf, weil ich jeden dritten Satz hätte markieren mögen.

Zum Inhalt:

Die sechzehnjährige Hazel hat Krebs und läuft mit einer Sauerstoffflasche herum. Ihre Mutter nötigt sie, zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen, wo sie neben dem an Augenkrebs leidenden Isaac auch dessen Freund Augustus (genannt Gus) trifft. Gus litt an Knochenkrebs und hat eine Beinprothese.
Die beiden verlieben sich ineinander, und bei ihren Gesprächen erstarrt man als erwachsener Leser zwischendurch vor Demut und Ehrfurcht, denn so viel Intelligenz und Eloquenz ist Teenagern kaum zuzutrauen.
Die beiden leben fast wie normale Teenager. Sie hören Musik, spielen Videospiele, schreiben SMS und lesen. Vor allem Hazel ist eine echte Leseratte, denn da sie sich selbst als „tickende Bombe“ empfindet, hält sie sich von Menschen lieber fern. Sie will niemandem weh tun, wenn sie eines Tages stirbt. Und dass sie sterben wird, weiß sie. Ihr Krebs ist unheilbar und nur dank einer medikamentösen Therapie (die laut Autor im Nachwort eine Erfindung ist) in Schach zu halten, sodass sie weiterleben kann.
So kämpfen sie gemeinsam. Gegen den Krebs, gegen Vorurteile und den „Krebs-Bonus“. Sie wollen weglaufen, gemeinsam. Loslassen und frei sein. Und wissen doch beide, dass das nicht geht.

„Während er las, verliebte ich mich in ihn, so wie man in den Schlaf gleitet: langsam zuerst und dann rettungslos.“

Beide gehen auf eine sehr sarkastische Weise mit ihrem Leiden um, was beim Leser ständig eine Art hysterisches Lachen provoziert (jedenfalls bei mir). Ein Lachen, das einen beim Weiterlesen nur zu oft im Halse stecken bleibt, weil einem bewusst wird, worüber man da nun eigentlich gerade gelacht hat.

„Man kann sich nicht aussuchen, ob man verletzt wird auf dieser Welt, alter Mann, aber man kann ein bisschen mitbestimmen, von wem.“

Die Sprache ist Jugendlichen angemessen, allerdings insgesamt doch so komplex, dass ich das Buch erst für Leser ab 16 empfehlen würde, obwohl es als Jugendbuch deklariert ist. Nicht nur der Verständlichkeit wegen, sondern auch aufgrund seiner Härte. Denn ich habe ehrlich gesagt das letzte Drittel des Buches permanent heulend gelesen und brauchte mehr als eine Stunde nach dem Ende, um mich halbwegs wieder zu beruhigen! Noch heute könnte ich sofort in Tränen ausbrechen, wenn ich nur an Gus denke.
„Du hast mir mit deinen gezählten Tagen eine Ewigkeit geschenkt, und dafür bin ich dankbar.“

Allen erwachsenen Lesern jedoch, vor allem jenen, die auf der Suche nach wahrer Literatur sind, lege ich das Buch sehr ans Herz. Jeder sollte es lesen! Es rückt den eigenen Fokus wieder dahin, wo er hingehört, und mal ehrlich – ab und zu haben wir das alle nötig, den Fokus des Lebens wieder auf die richtige Stelle zu richten. Dieses Buch sorgt dafür, dass man nach der Lektüre demütig für die eigene Gesundheit und die Gesundheit unserer Lieben dankbar ist. Und dafür danke ich John Green, der meiner Meinung nach schon jetzt einer der größten modernen Literaten Amerikas ist und ganz sicher mal ein Klassiker wird.

Ein Buch, das man garantiert mehr als einmal liest und das einen Ehrenplatz im Bücherregal mehr als verdient hat. Zum Glück gibt es eine wunderschöne Hardcover-Ausgabe, die ich mir nach der Lektüre des ebooks gleich auch noch bestellt habe.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. März 2013
zum Inhalt:
Hazel ist 16 und hat Krebs, defintitiv unheilbar. Nur dank Medikamenten lässt sich das unausweichbare noch aufschieben. Hazel weiß, dass sie sterben muss und lebt schon gar nicht mehr so wirklich. Sie vermeidet es lieber Freunde zu haben, denn sie möchte auf keinen Fall bemitleidet werden. Also zieht se sich sehr zurück. Doch dann lernt sie eines Tages in der Selbsthilfegruppe Augustus, auch Gus genannt kennen. Er hat bereits ein Bein an den Krebs verloren, dennoch lebt er sein Leben auf seine ganz eigene Weise und er interessiert sich für Hazel. Trotz, dass Hazel sich versucht dagegen zu sträuben, verlieben sich die beiden ineinander und geniessen ihr Mensch sein gemeinsam. ...

meine Meinung:
Lange Zeit hab ich überlegt, ob ich zu diesem Buch überhaupt eine Rezension schreiben werde. Ich bin mir nicht sicher, dass ich überhaupt die richtigen Worte finde, um diesem wunderbaren Buch auch nur annähernd gerecht zu werden. Es ist so unglaublich authentisch und ehrlich und dabei so tief bewegend.
Der Schreibstil ist wunderschön, aber auch etwas anspruchsvoller. Es ist kein Buch, was man mal eben so wegliest. Dieses Buch hat mich bereits auf den ersten Seiten ergriffen und mitgenommen und auch nach dem Lesen nicht mehr so schnell losgelassen. Es brachte mich zum weinen und gleichzeitig zum lachen, so etwas hab ich lange nicht beim lesen erlebt. 
Der Autor geht mit dem Thema Krebs auf eine ganz besondere Art und Weise um.
Die jugendlichen Charaktere im Buch sind sehr klar gezeichnet. Ihnen ist sehr wohl bewusst, dass sie keine Chance haben. Dafür nutzen sie die Zeit, die ihnen zum Leben bleibt (sie selbst nennen es Mensch sein) sehr intensiv. Erzählt wird ihre Geschichte mit jeder Menge Galgenhumor, Ironie und Sarkasmus, aber auch ganz ganz viel Gefühl. Hazel, die sogar ihrer Sauerstoffflasche liebevoll einen Namen gegeben hat, Gus, dem der Krebs bereits ein Bein nahm und Isaac, der dem Krebs sein Augenlicht opfern muss sind ganz erstaunliche Jugendliche. Ihr Schicksal vereint sie und sie geben sich gegenseitig halt.
Es ist nicht einfach nur ein Buch über das Thema Krebs, vielmehr beschäftigt es sich mit dem Leben mit dieser Krankheit.
John Green hat mich mit diesem Buch ganz tief im innern berührt. Nahezu alle Arten von Emotionen stecken in diesen Seiten. Es zu lesen ist ähnlich wie eine Achterbahnfahrt, ständig geht es auf und ab, schwankt zwischen hoffen und bangen, lieben und leiden, lachen und weinen.
Es gehört in jedes Bücherregal und ich habe bisher kein Buch in kurzer Zeit so oft weiterempfohlen wie dieses.

Fazit:
Das Buch besticht durch sehr schön und detailliert herausgearbeitete Charaktere und eine überaus ergreifende, emotionale Gechichte, die obwohl sie fiktiv sein soll, doch so unbeschreiblich echt daher kommt und unweigerlich ganz stark zum Nachdenken anregt.
Das Schicksal ist ein mieser Verräter bekommt einen festen Platz auf meiner Jahreshighlight-Liste.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 17. Februar 2013
Diesmal eine recht kurze Rezension von mir.
Wieso? Eigentlich könnte ich meine Rezension ganz kurz fassen: LESEN! ;)

Aber im Ernst, es gibt Bücher über die die Meinung in der Bloggerwelt ziemlich einseitig ist. Manche Bücher finden fast alle Blogger ziemlich schlecht oder fast alle ziemlich gut. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gehört zu den Büchern, bei dem die einhellige Stimme lautet: grandios!

Und ich kann nicht anders, als mich dieser Meinung anzuschließen. Würde ich mit dieser nicht konform laufen, gäbe es sicherlich eine ganz ausführliche Rezension mit Erklärungen, wieso ich nicht der Meinung der meisten Leser bin. Aber hier hat John Green einfach eine absolut ergreifende und bewegende Geschichte geschaffen, gespickt mit einem herrlichen, trockenen und oft selbst ironischem Humor, die mich einfach ständig getroffen hat:

Mitten in mein Herz ...

"Ich wollte meine Eltern glücklich machen. Denn es gibt nur eins auf der Welt, das ätzender ist, als mit sechzehn an Krebs zu sterben, und das ist, ein Kind zu haben, das an Krebs stirbt." S. 13

... oder in meine Lachnerven

"Gus: Denn es schmeckt wie...
Ich: Essen
Gus: Ja, genau. Es schmeckt wie Essen, wie hervorragend zubereitetes Essen. Aber es schmeckt nicht - wie soll ich es vorsichtig ausdrücken...
Ich: Es schmeckt nicht, als hätte Gott selbst den Himmel zu einer Reihe von fünf Gerichten gekocht, serviert mit mehreren leuchtenden Kugeln aus fermentiertem sprudelndem Plasma, während um den Tisch am Kanalufer echte und buchstäbliche Blütenblätter stieben.
Gus: Schön gesagt.
Gus' Vater: Unsere Kinder sind seltsam.
Mein Vater: Schön gesagt."

Ich behaupte einfach mal, dass die Welt nicht die Xte gefühlsduselige Rezension zu diesem Buch von mir benötigt, die einfach kurz gefasst aussagt: LESEN!

Und ich behaupte auch einfach mal, dass es viele Leser gibt, die in ihren Rezensionen einfach viel treffender und passender beschreiben können, wie wundervoll dieses Buch ist.Leser, denen für das Buch einfach die passenden Vokabeln einfallen, während ich nur da sitze, über die außerordentlich tollen und starken Charaktere nachdenke (bei denen ich kaum glauben kann, dass sie nur Fantasieprodukte sind, da sie mir so real erscheinen) und schlichtweg sprachlos bin.

Wenn ich also gefragt werde, ob ich die Geschichte empfehlen kann, bleibt mir nur ein kräftiges Nicken, da ich einfach nicht fähig bin, dies Buch passend zu beschreiben.

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" sollte wirklich jeder einmal gelesen haben... oder zweimal.. oder dreimal...
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Honigtot: Roman
Honigtot: Roman von Hanni Münzer (Taschenbuch - 13. April 2015)
EUR 9,99

Morgen kommt ein neuer Himmel: Roman
Morgen kommt ein neuer Himmel: Roman von Lori Nelson Spielman (Broschiert - 24. März 2014)
EUR 14,99

BLACKOUT - Morgen ist es zu spät: Roman
BLACKOUT - Morgen ist es zu spät: Roman von Marc Elsberg (Taschenbuch - 17. Juni 2013)
EUR 9,99