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am 26. Juli 2012
"Ich erzählte Augustus die Grundzügen meines Wunders: Als ich 13 Jahre alt war, wurde bei mir Schilddrüsenkrebs im vierten Stadium diagnostiziert. (Ich erzählte ihm nicht, dass die Diagnose drei Monate nach meiner ersten Periode kam, es war wie: Glückwunsch! Du bist eine Frau. Jetzt stirb.)"

Das ist Hazel Grace, 16 Jahre alt und krebskrank. Ihre Behandlung soll nur noch ihr Leben verlängern, geheilt werden, kann sie nicht mehr. Das weiss sie, genauso wie sie weiss, dass es ein Wunder ist, dass sie überhaupt noch lebt. In einer Selbsthilfegruppe, zu der sie eigentlich gar nicht gehen will, trifft sie eines Tages Augustus. Der Krebs hat eines seiner Beine gefordert, aber er ist auf dem Weg der Besserung und obwohl Hazel sich vorgenommen hat, niemandem so nah zu kommen, dass ihn ihr Tod aus der Bahn werfen kann, verliebt sie sich.

Das ist jetzt mein vierter Versuch, meine Meinung zu diesem Buch zu schreiben. Erstaunlich, wie schwer es mir fällt, das, was ich während des Lesens empfunden habe, einfach niederzuschreiben.

John Green hat als Student einige Zeit als Seelsorger in einem Kinderkrankenhaus gearbeitet und beschreibt seine Erfahrungen selbst als herzzerreissend.
Seit dieser Zeit wollte er ein Buch über diese 'Krebs Kinder' schreiben - kein 'Hoffnung, Glaube, Stärke, alles hat auch eine positive Seite etc.- Buch', sondern ein echtes, ein wahres Buch über echte Teenager, echte Eltern, echte Sorgen und Nöte. Greens Hauptcharaktere sind keine Helden, es sind normale Menschen, die versuchen, mit einem vermutlichen Todesurteil umzugehen.

Der sarkastische Humor, den sie dabei an den Tag legen, hat mich - trotz allem - oft schmunzeln lassen. Gleichzeitig gibt es Passagen in diesem Buch, die einen auch noch nach dem Lesen der letzten Seite beschäftigen werden, es gibt Sätze, die vielleicht für immer bei einem bleiben und es gibt Abschnitte, bei denen man schlicht Rotz und Wasser heult.
Was mich dazu bewegt, dieses Buch wirklich zu empfehlen, ist seine Ehrlichkeit.

"Cancer sucks"
Es gibt keine positive Seite am Kotzen oder am ins Bett machen, nichts positives daran, das Augenlicht zu verlieren, das Gefühl zu haben, zu ertrinken, seine eigene Beerdigung zu planen, einen Menschen sterben zu sehen.

Aber obwohl das Buch so ein trauriges Thema hat, so tragisch ist, ist es gleichzeitig wunderschön, lustig, kraftvoll und lebensbejahend. Hazel und Augustus sind Teenager, deren Geschichte einen lange nicht mehr los lässt und die dazu führt, dass man selbst anfängt, nachzudenken - über das eigene Leben, die eigenen Narben, die man auf der Welt hinterlässt, ob es überhaupt wichtig ist, etwas zu hinterlassen und wenn ja, was...

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" behandelt die schönsten und schwierigsten Abschnitte im Leben: Liebe, Freundschaft, Verlust und Tod und es macht das auf einer wunderbare Art und Weise - klare Leseempfelung und 5 Sterne!
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am 14. März 2013
zum Inhalt:
Hazel ist 16 und hat Krebs, defintitiv unheilbar. Nur dank Medikamenten lässt sich das unausweichbare noch aufschieben. Hazel weiß, dass sie sterben muss und lebt schon gar nicht mehr so wirklich. Sie vermeidet es lieber Freunde zu haben, denn sie möchte auf keinen Fall bemitleidet werden. Also zieht se sich sehr zurück. Doch dann lernt sie eines Tages in der Selbsthilfegruppe Augustus, auch Gus genannt kennen. Er hat bereits ein Bein an den Krebs verloren, dennoch lebt er sein Leben auf seine ganz eigene Weise und er interessiert sich für Hazel. Trotz, dass Hazel sich versucht dagegen zu sträuben, verlieben sich die beiden ineinander und geniessen ihr Mensch sein gemeinsam. ...

meine Meinung:
Lange Zeit hab ich überlegt, ob ich zu diesem Buch überhaupt eine Rezension schreiben werde. Ich bin mir nicht sicher, dass ich überhaupt die richtigen Worte finde, um diesem wunderbaren Buch auch nur annähernd gerecht zu werden. Es ist so unglaublich authentisch und ehrlich und dabei so tief bewegend.
Der Schreibstil ist wunderschön, aber auch etwas anspruchsvoller. Es ist kein Buch, was man mal eben so wegliest. Dieses Buch hat mich bereits auf den ersten Seiten ergriffen und mitgenommen und auch nach dem Lesen nicht mehr so schnell losgelassen. Es brachte mich zum weinen und gleichzeitig zum lachen, so etwas hab ich lange nicht beim lesen erlebt. 
Der Autor geht mit dem Thema Krebs auf eine ganz besondere Art und Weise um.
Die jugendlichen Charaktere im Buch sind sehr klar gezeichnet. Ihnen ist sehr wohl bewusst, dass sie keine Chance haben. Dafür nutzen sie die Zeit, die ihnen zum Leben bleibt (sie selbst nennen es Mensch sein) sehr intensiv. Erzählt wird ihre Geschichte mit jeder Menge Galgenhumor, Ironie und Sarkasmus, aber auch ganz ganz viel Gefühl. Hazel, die sogar ihrer Sauerstoffflasche liebevoll einen Namen gegeben hat, Gus, dem der Krebs bereits ein Bein nahm und Isaac, der dem Krebs sein Augenlicht opfern muss sind ganz erstaunliche Jugendliche. Ihr Schicksal vereint sie und sie geben sich gegenseitig halt.
Es ist nicht einfach nur ein Buch über das Thema Krebs, vielmehr beschäftigt es sich mit dem Leben mit dieser Krankheit.
John Green hat mich mit diesem Buch ganz tief im innern berührt. Nahezu alle Arten von Emotionen stecken in diesen Seiten. Es zu lesen ist ähnlich wie eine Achterbahnfahrt, ständig geht es auf und ab, schwankt zwischen hoffen und bangen, lieben und leiden, lachen und weinen.
Es gehört in jedes Bücherregal und ich habe bisher kein Buch in kurzer Zeit so oft weiterempfohlen wie dieses.

Fazit:
Das Buch besticht durch sehr schön und detailliert herausgearbeitete Charaktere und eine überaus ergreifende, emotionale Gechichte, die obwohl sie fiktiv sein soll, doch so unbeschreiblich echt daher kommt und unweigerlich ganz stark zum Nachdenken anregt.
Das Schicksal ist ein mieser Verräter bekommt einen festen Platz auf meiner Jahreshighlight-Liste.
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VINE-PRODUKTTESTERam 9. August 2012
In den USA hat der Videoblogger und Jugendbuchautor John Green längst den Beliebtheitsstatus intus. Kaum erscheint neuer Lesenachschub aus seiner Feder, lässt der Erfolg nicht lange auf sich warten. Ich will ehrlich sein: vor Romanen wie Will & Will oder Tage wie diese habe ich nie etwas von dem Autor gehört, geschweige denn gelesen. So wagte ich mit seinem neusten Werk "Das Schicksal" ist ein mieser Verräter nun meinen ersten Versuch und dieser sollte sich nicht zu meinem Nachteil auswirken! Selten habe ich ein derart berührendes wie authentisch wirkendes Liebesdrama gelesen, das simultan mit einer gesunden Kombination aus Witz & Charme zu glänzen vermag. Ich zeige mich beeindruckt!

Es gibt viele Arten von Krebs und unendliche Schicksale, die von der anschleichenden Krankheit betroffen sind/waren. In "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist die 16-jährige Hazel eine von ihnen. Die längst bekannte Diagnose UNHEILBAR ist ernüchternd und sorgt für eine isolierte Lebenseinstellung, die Hazels aufopfernde Mutter wohl als Depression bezeichnen würde. Dabei beabsichtigt Hazel nur eines: sie will nicht bemitleidet werden und die Menschen verletzten, die irgendwann einmal ihre Grabrede halten werden. Trotzdessen dreht sich die Erde weiter - mit einer sauerstoffzuführenden Maske als ständiger Begleiter, denn Hazels Lunge ist metastasiert. Den Kampf gegen den Krebs mag das bücherliebende Mädchen so gut wie verloren haben, doch was die ihr verbleibende Zeit betrifft, ist das letzte Wort längst nicht gesprochen. Und so verschlägt es Hazel gleich zu Beginn der Geschichte ein weiteres Mal in eine Selbsthilfegruppe für Krebspatienten, die stets nach dem gleichen Muster verläuft. Doch dieses Mal ist etwas anderes. Hazel trifft auf den einbeinigen Augustus Waters und diese zunächst merkwürdige Begegnung verändert ihr Leben nachhaltig.

Man kann es nicht anders sagen: was sich auf den circa 288 Seiten abspielt ist eine ansteckende Achterbahnfahrt der Emotionen. So präsentiert sich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" als eine humorvolle wie dramatische Liebesgeschichte, die mit manch überraschenden Wendungen (je nachdem wie aufmerksam man zwischen den Zeilen liest) sowie glaubwürdigen Haupt-/Nebencharakteren zu unterhalten weiß. Egal, ob es Hazels stets weinender Dad, ihre sorgenvolle Mom, der bald erblindende Isaac oder der coole Augustus ist ... sie alle haben einen unverkennbaren Wiedererkennungswert und handeln in vielen Belangen wie man es selbst wohl auch tun würde: einfach menschlich. Liebe, Freundschaft, Wut und Resignation reichen sich demgemäß die Hände und sorgen für Gänsehaut pur. Ich zumindest klebte gebannt an den Seiten fest, von der mir keine einzige überflüssig erschien. Mal schmunzelnd, mal den Tränen nahe.

Was besonders fasziniert, ist wohl die Art und Weise mit der Hazels liebenswertes Leiden in der Ich-Perspektive geschildert wird, nämlich intelligent, tiefgründig & ironisch. Man kann gar nicht anders, als die schlagfertige Hauptprotagonistin von der ersten Seite an ins Herz zu schließen. Gemeinsam mit ihr nach Atem zu ringen und sich zu fragen, was mit den Figuren ihres (fiktiven) Lieblingsbuches "Ein herrschaftliches Leiden" passiert, nachdem es abrupt endete. Auch in diesem Punkt wird man von John Greens kreativer wie überragender Schreibkunst verblüfft. So verzaubert irgendwann auch die Geschichte in der Geschichte und die Suche nach der Wahrheit gestaltet sich aufregend, bedeutungsvoll und romantisch-unverkitscht. Indes werden Hazels um den Krebs kreisende Gedanken mittels einer unaufdringlichen wie sarkastischen Note unterstrichen. Es passt - so will ich es behaupten - immer!

Wie sich in Film & Literatur oft gezeigt hat, sind die tragischsten Liebesgeschichten dann irgendwie auch die schönsten. Vielleicht weil eine Liebe ohne Happy End uns doch die reinste Form der Liebe vermittelt, fernab der eingefahrenen Alltäglichkeit(?). Oftmals ist sie kurz, schmerzlich und trotzdem unvergesslich schön. Bereits nach wenigen Kapiteln malt man sich automatisch aus, welch dramatisches Ende John Green wohl für Hazel Grace & Augustus Waters vorgesehen haben könnte. Gewiss kommt man stets auf ein ähnliches Ergebnis: es wird verdammt traurig. Oh ja!

Nichtsdestotrotz ist der Weg dorthin äußerst lesens- & liebenswert. In dem unkomplizierten wie wortgewandten Augustus/Gus findet Hazel nämlich nicht nur einen Freund mit dem es sich wunderbar über die hohe Kunst der Literatur sinnieren lässt (Achtung: unterdessen sind Fremdwörter im Anmarsch, man könnte also dazulernen!), sondern einen außergewöhnlichen Menschen, der für allerhand Überraschungen sorgt. Was mir besonders gefiel: ihre Gefühle füreinander entstehen auf eine natürliche, nachvollziehbare und unverkrampfte Weise, ohne in irgendwelchen Oberflächlichkeiten zu ersticken, wie es in etlichen Jugendromanen leider üblich ist. Haltet die Taschentücher bereit!

Ein bewegendes Zitat:

"Du bist keine Zeitbombe, Hazel, nicht für uns. Der Gedanke daran, dass du stirbst, macht uns traurig, aber du bist keine Bombe. Du bist ein Geschenk. Du kannst es nicht wissen, Liebes, weil du noch nie ein Baby hattest, das zu einem hochintelligenten jungen Bücherwurm mit einer Schwäche für grauenhafte Fernsehsendungen herangewachsen ist, aber die Freude, die du uns schenkst, ist tausendmal größter als unsere Traurigkeit über deine Krankheit." (Seite 98)

Kurz gesagt:

Diese Seiten haben es in sich! Das Schicksal mag uns manchmal enttäuschen und sich als ein mieser Verräter entpuppen, der Jugendbuchautor John Green tut es hingegen nicht. Mit seinem Liebesdrama um Hazel & Augustus entführt er den Leser in eine unvergessliche Achterbahnfahrt der Emotionen, die gleichzeitig zu berühren und überraschen vermag - intelligent, tiefgründig & ironisch erzählt. Für "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gibt es somit eine 100%ige Empfehlung von mir. Ein Buchtipp, nicht nur für jugendliche Leser!
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am 9. November 2012
Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Ohne Tränen kommt man - glaube ich - auch nicht durch. Aber es so bereichernd und klug geschrieben, insbesondere die Darstellung des frühen Reifens von Kindern, die durch ein solches Schicksal dazu gezwungen sind, tiefgründiger zu denken.
Ein Buch zum intensiven Mitfühlen und mit viel schwarzem Humor. Und schließlich eine Annäherung für den Leser an unsere Ur-Angst: die Angst vor dem Tod, eine kurze Begegnung mit unserer eigenen Endlichkeit. Und trotzdem so voller Lust und Leben und Lieben, dass man sich davon nur was mitnehmen kann ins Eigene. Dieses Buch wird mich mental noch sehr lange begleiten. Auf jeden Fall empfehlenswert.
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am 17. September 2012
Inhalt:
Die 16-jährige Hazel Grace Lancester leidet an Krebs, ihre Heilungschancen stehen schlecht, nur durch Medikamente kann ihr Körper und vor allem die erkrankte Lunge, am Arbeiten gehalten werden. Ihr ständiger Begleiter ist eine Sauerstoffflasche, nur mithilfe ihr kann sie atmen.
Doch Hazel verzweifelt nicht an ihren Leben, mit einer einzigartigen Stärke erträgt sie ihr Schicksal. Zur Schule kann sie schon lange nicht mehr gehen, so verbringt sie den Tag mit lesen, träumen und Gedankenfantasien. Ihre Mutter findet, es wäre wichtig für ihre Tochter, soziale Kontakte aufzubauen, weshalb sie sie zu einer Selbsthilfegruppe für an Krebs erkrankte Kinder schickt. Zuerst gar nicht begeistert von dieser Idee, ändert sich ihre Meinung, als sie dort den 17-jährigen Augustus Waters kennen lernt. Ohne Grund ist er nicht in der Gruppe, durch den Krebs hat der Junge ein Bein verloren, doch anders wie bei Hazel, ist er seit einiger Zeit symptomfrei, sprich, die Ärzte sind zuversichtlich, dass er die Krankheit überwunden hat.
Aus der Freundschaft zwischen den Beiden entwickelt sich langsam mehr, doch wie geht man damit um, wenn man sich niemals sicher sein kann, wie viel Zeit einen zusammen noch bleibt.

Meine Meinung:
Ein Buch über Krebs, was noch dazu lustig ist. Geht es? Es geht und John Green legt ein Werk vor, der den Beweis antritt. Besonders durch die Charaktere beginnt die Geschichte zu leben und erhält einen Glanz, den zu beschreiben nahezu unmöglich ist.
Hazel, Augustus, aber auch ihr Freund Isaac haben eine Art von Humor gegenüber ihrer Krankheit entwickelt, der ihnen oft hilft, die Situationen besser zu ertragen, schwer genug ist ihr Leben sowieso schon. Man merkt an einigen Stellen doch, dass ihre witzigen Sprüche, ganz oft einfach nur ein Schutzschild sind, um nicht der Krankheit die volle Macht über ihr Leben zu geben. Krebs wird nicht beschönigt, oder lächerlich gemacht, er wird so dargestellt wie er ist: grausam und unbarmherzig.
Diese Mischung zwischen Witz und Ernst machen das Buch zu etwas ganz besonderen, was es für mich in dieser Form noch nie gegeben hat.

Ich: „Ich weigere mich, zur Selbsthilfegruppe zu gehen.“
Mom: „Das Desinteresse an Aktivitäten ist ein Symptom der Depression.“
Ich: „Bitte, lass mich einfach America’s Next Top Model sehen. Das ist auch eine Aktivität.“
Mom: „Fernsehen ist passiv.“
Ich: „Ach, Mom. Bitte.
Mom: „Hazel, du bist ein Teenager. Du bist kein kleines Kind mehr. Du musst Leute kennenlernen, aus dem Haus gehen dein Leben leben.“
Ich: „Wenn du willst, dass ich mich wie ein Teenager benehme, dann schick mich nicht zur Selbsthilfegruppe. Besorg mir einen gefälschten Ausweis, damit ich in Clubs reinkomme und Wodka trinken und Haschisch nehmen kann.“
Mom: „Erstens, Haschisch nimmt man nicht.“
Ich: „Siehst du, so was wüsste ich, wenn du mir einen gefälschten Ausweis besorgen würdest.“
Mom: „Du gehst zur Selbsthilfegruppe.“
Ich: „Aaaaaaaaaaaaarrggghhh.“ (Seite 12/13)

Es ist aber nicht nur das Leben der erkrankten Jugendlichen, das im Buch Platz findet, man erfährt auch wie es für die Eltern ist, sein eigenes Kind so leiden zu sehen. Es nimmt nur einen kleinen Teil im Buch ein, gibt nur einen Einblick, sicherlich sind die Gefühle der Angehörigen intensiver, doch durch die kurze Beschreibung kann man sich doch schon ein Bild machen.

Die Geschichte ist traurig, natürlich, aber es fällt nicht ganz leicht, hinter der geballten Humorfront, die komplette Ernsthaftigkeit zu erkennen. Mir waren zwar alle sympathisch und ich fand es auch schrecklich, welches Schicksal der einzelne durchmachen muss, aber so wirklich übergesprungen ist der Funke bei mir nicht. Die komplette Gefühlspalette konnte ich nicht durchleben, oder sagen wir, durchleben schon, aber erst nachdem ich das Buch gelesen hatte. Für mich musste die Geschichte einfach mal wirken, um ihren ganzen Zauber ausspielen zu können.

Man denkt, man würde die Geschichte verstehen, verstehen, welchen Weg die einzelnen Charaktere nehmen, aber man täuscht sich immer wieder. Es kommt zu Zwischenfällen, die alles verändern, eine neue Richtung für alle Beteiligten einschlagen, mal zum positiven, mal auch in die andere Richtung.

Der Schreibstil von John Green ist locker leicht, legt sich um das schwierige Thema wie eine zweite Haut, passt sich ihm an und ist mit keinen anderem Autor vergleichbar.

Fazit:
Man muss „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ selbst lesen, um die Einzigartigkeit verstehen zu können. Bereuen wird man es auf keinen Fall.
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am 22. Dezember 2014
Ich habe soviel über dieses Buch gelesen. "Nimm Taschentücher", "Ich war so am heulen" haben sie gesagt. Und da dachte ich mir, ok wenn alle soviel davon schwärmen und es so rührend ist, dann muss ich es unbedingt lesen und wissen über was die Leute reden.
Als ich es begann zu lesen war ich richtig gespannt, direkt wird man darüber informiert, dass es um die Krebskrankheit geht. Ein heikles und trauriges Thema für ein Buch dachte ich, merkte jedoch, dass dieser Roman kein typischer Erfahrungsbericht werden wird. Ich musste an einigen Stellen trotz des ernsten Themas richtig herzlich lachen.
Der Schreibstil in diesem Buch ist leicht verständlich und man ist sofort drin. Die empfohlene Altersangabe vom Verlag kann ich voll unterstützen, das Buch ist allerdings nicht nur für Jugendliche interessant sondern es ist auch für Erwachsene geeignet.
Ich kann jedoch für mich nur sagen, ich war ein wenig enttäuscht. Vielleicht hatte ich aufgrund der vielen Schwärmerei zu viel erwartet, aber ich fand das Buch jetzt nicht so besonders. Es ist sicherlich ein ernstes Thema jugendgerecht dargestellt worden und gerade wie die Protagonisten mit ihren Krankheiten umgehen ist bewundernswert, aber mich hat das Buch jetzt nicht umgehauen. Es war nicht ein Buch, bei dem ich sage "Muss man unbedingt gelesen haben". Alles in allem war es ein guter Roman mit humorvollen und wirklich traurigen Stellen, es hat jedoch mich nicht vollkommen überzeugt.
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TOP 500 REZENSENTam 10. November 2012
Inhalt:
Hazel ist 16 und wenn sie eins hasst, dann ist es Mitleid. Sie möchte die Zeit, die ihr noch bleibt so verbringen, wie sie es gerne möchte. Sie hasst die geheuchelten Aufforderungen am Leben teilzunehmen, denn sie hat kein Leben. Zumindest könnte es jeden Tag enden. Und trotzdem muss sie in die Selbsthilfegruppe für Krebspatienten. Und sie hasst es. Doch dann kommt der Tag, der alles ändert. Der Tag, an dem sie Gus in dieser Gruppe kennenlernt. Gus, der auf dem Weg nach oben ist. Der eine 80%-ige Überlebenschance hat. Dem sie nicht erlauben will, sich in sie zu verlieben, weil sie gehen wird. Und der ihr trotzdem ihren größten Herzenswunsch ein Stück näher bringt.

Meine Meinung:
Wie beschreibt man ein Buch, das vom Tod erzählt. Das uns offen und brutal zeigt, wie wenig Zeit wir haben. Und wieviel weniger manche Menschen. Die sonst so gängigen Worte wie super, toll, fantastisch .. sie passen hier einfach nicht. Es ist schwer es zu beschreiben, denn trotz allem hat es mich absolut begeistert, in seiner traurigen, offenen Ehrlichkeit.

Zunächst fängt das Buch eigentlich sehr unterhaltsam an. Hazels Humor ist in meinen Augen einfach göttlich. Sie bemängelt vieles, ist genervt von vielem. Aber alles auf eine nette ironische Art. Sehr viel gelacht habe ich zu Beginn des Buches. Natürlich .. auch wenn man es dort schon besser weiss, die Hoffnung ist schließlich die, die zuletzt stirbt, oder?

Dann wechselt das Buch ein bisschen .. der Humor wird weniger, die Gefühle von Hazel und Gus stehen im Vordergrund. Ihre Gefühle für ihre Krankheit, ihre Freunde und für sich. So liest man zum Beispiel an einer Stelle "Du bist so vertieft darin, du zu sein, dass du keine Ahnung hast, wie absolut nie dagewesen du bist."

Es zeigt uns, wie ernst, wie erwachsen diese zwei jungen Menschen sind, die eigentlich Dummheiten machen sollten, Partys feiern sollten, das Leben genießen. Doch, sie bemitleiden sich dabei nicht einmal selbst. Zumindest nicht auf eine Art, wie Außenstehende das machen. Weil sie keine Angst haben, sich zu verlieren. Viel mehr trifft es sie eigentlich, wie ihre Umwelt auf sie reagiert. "Manchmal war das das Schlimmste am Krebs: die Sichtbarkeit der Krankheit, die einen von den anderen absonderte. Wir waren unüberbrückbar anders …"

Kennt Ihr das, wenn Euch die Tränen so unvermittelt in die Augen schießen, dass es sticht und im gleichen Moment der Kloß in Eurem Hals explosionsartig wächst und den Brustkorb zusammenpresst, dass Ihr regelrecht nach Luft schnappen müsst?? So ging es mir hier in diesem Buch viele Male. Immer wieder musste ich es aus der Hand legen. Konnte nicht weiter lesen, weil meine Augen voller Tränen standen und ich Angst hatte zu ersticken, weil ich keine Luft holen konnte.

Und es war nicht das Sterben irgendwelcher Personen, sondern die kleinen Sätze, die uns das erzählten, was für uns selbstverständlich ist. Sätze, ganz unscheinbar, die mich so unendlich berührten. Die mir zeigten: Schau gut hin, was Du hast und wie unendlich viel es Wert ist.

Hazel fasste es ziemlich gut in Worte an einer Stelle des Buches. "Nostalgie ist eine Nebenwirkung von Krebs" erklärte ich. "Nein, Nostalgie ist eine Nebenwirkung des Sterbens", gab er zurück. Und eine Art Nostalgie bleibt. Nachdem man leise das Buch zum letzten Mal geschlossen hat.

Fazit:
Das Buch ist lustig, gefühlvoll, auch mal langatmig, dann traurig, ungerecht, realistisch und unendlich bitter-süß. Und das noch lange nachdem man es zugeklappt hat. Es berührt, es öffnet die Augen und den Verstand. Und es ist und bleibt schwer zu beschreiben. Lest es, dann versteht Ihr.
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TOP 1000 REZENSENTam 2. September 2012
"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein Buch, das man nicht schnell vergessen kann. Schon während des Lesens musste ich immer wieder kleine Pausen machen, weil es einen so tief trifft und man es nicht mehr aushalten kann. Und ganz schnell muss man dann doch wieder zum Buch greifen, weil man wissen muss, wie es weitergeht -- so unerträglich es vielleicht auch sein mag. Das heißt nicht, dass die Geschichte nicht lustig ist. Ganz im Gegenteil. Es ist wie das Leben: Tragisch und komisch zugleich.

Im Zentrum steht die 16-jährige Hazel, die unheilbar an Krebs erkrankt ist und ihr Leben nur durch ein Medikament verlängert bekommt. Am Leben nimmt sie aber gar nicht mehr richtig teil, es lohnt sich ja nicht. Bis sie Augustus trifft. Er hat nach Knochenkrebs ein Bein verloren und steht wieder voll im Leben. Warum er sich gerade für die kranke Hazel interessiert, versteht sie am wenigsten. Weil sie ihn wirklich mag, zögert sie aber. Sie weiß, dass sie keine Zukunft hat und ihm mit ihrem Sterben und Tod irgendwann weh tun wird. Aber Augustus lässt sich nicht abschütteln...

Die Geschichte stellt viele Fragen an sich selbst und den Leser: Wie wäre es, in den Wolken zu leben? Wie kann man sich vor dem Vergessenwerden schützen? Macht das Leben überhaupt einen Sinn angesichts des sicheren Todes? Kann man mit Schmerz leben? Lohnt die Liebe? Man müsste einen langen Essay schreiben, um all die Facetten der Geschichte zu erfassen und zu verarbeiten. Dafür ist hier nicht der richtige Platz. Darum empfehle ich jedem, das Buch selbst zu lesen, sich an John Greens unglaublichem Talent für das Denken und Schreiben zu erfreuen, sich eine neue Welt zu erschließen, so schmerzhaft sie auch sein mag. Es lohnt sich in jedem Fall.
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am 26. Dezember 2012
Als John Green bei einem Abendessen im Sommer 2010 zum ersten Mal davon erzählte, dass sein neues Buch von zwei krebskranken Jugendlichen handeln sollte, die einen zynischen Autor in Amsterdam besuchen, schwante mir Böses. Seine Beschreibung an dem Abend klang ziemlich düster bis depressiv.

Meine Befürchtungen waren unberechtigt, im Gegenteil: Er hat sein bisher bestes Buch geschrieben. Dass es von zwei krebskranken Kids handelt, macht es zwar traurig, aber es ist auch totenkomisch. Eigentlich verhält sich die männliche Hauptperson Gus nicht wie ein 16-jähriger, sondern wie jemand mit, sagen wir, 25, so cool redet er; seine Schlagfertigkeit und Abgeklärtheit tragen dazu bei, dass das Buch niemals rührselig ist. Hazel, seine Freundin, könnte als etwas jünger durchgehen, doch auch sie liefert sehr trockene Kommentare über sich und ihr tödliches Schicksal, so wie das Buch kluge, aber nie belehrende, Passagen über das Sein und das Leid enthält. Ist ein kurzes Leben erfüllt? Gibt es einen Sinn (von Außen oder Innen)? Interessiert sich das Universum für uns Menschen? Das Schöne ist, dass John Green über solche abstrakten Fragen schreiben kann, ohne abgehoben oder unverständlich zu klingen.

Ich war lange nicht mehr so ergriffen, dieser Roman ist keineswegs nur ein Jugendbuch (ich selbst bin auch ein erwachsener Leser), und "Schicksal" ist mein Lieblingsbuch 2012.
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VINE-PRODUKTTESTERam 16. November 2012
Hazel Grace ist 16 Jahre alt und hat Krebs, unheilbar. Der Krebs hat bereits ihre Lungen befallen und sie ist Tag und Nacht auf ein Sauerstoffgerät angewiesen. Ihre Eltern schicken Hazel Grace in eine Selbsthilfegruppe für krebskranke Kinder und Jugendliche. Mehr gezwungen als freiwillig geht sie dorthin. Eines Tages lernt sie Augustus, genannt Gus, kennen. Gus hat durch ein Osteosarkom ein Bein verloren. Die beiden freunden sich an und starten eine Reise über den Atlantik nach Amsterdam. Dort lernt Hazel Grace den Autor ihres Lieblingsbuches kennen.

„Krebsbücher sind doof“ sagt selbst Hazel Grace. Dieses Buch ist alles andere als doof. Die Geschichte um Hazel Grace und Gus hat mich total berührt.

John Green hat einen sehr eigenen Schreibstil, der mir sehr gefallen hat. Trotz des ernstes Themas musste ich auch schon mal schmunzeln; es wird auch romantisch. Besonders hat mir der sarkastische Unterton gefallen. Ebenso die direkte, nichts beschönigende Art, mit dem Thema „Krebs bei Kindern“ umzugehen. Die Geschichte wird dadurch zu keiner Zeit kitschig.

Von mir eine ganz klare Empfehlung.
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