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4.0 von 5 Sternen Sonne, Licht und berstende Fenster oder Das Glück wenden
"Alles Geschriebene ist Schweinerei.
Die Leute, die das Unbestimmte verlassen, um zu versuchen, irgend etwas von dem, was in ihrem Geist vorgeht, zu präzisieren, sind Schweine.
Das ganze Literatenvolk ist schweinisch, und besonders dasjenige dieser Zeit."

Dieses Zitat des französischen Künstlers Antonin Artaud (1896 - 1948) stellt der...
Veröffentlicht am 23. August 2010 von HeikeG

versus
3.0 von 5 Sternen Ein Leben aus Lumpen
„Lumpenroman“ ist erstmals 2010 im Carl Hanser Verlag erschienen. Dieses Jahr veröffentlichte der Fischer Verlag die Taschenbuchausgabe. Thema dieses Buches ist die Hilflosigkeit eines Geschwisterpaares, dessen Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind.

Bereits zu Beginn fasst Bianca, die Protagonistin dieses Buches, treffend zusammen:...
Vor 15 Tagen von Bücherstadt Kurier veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sonne, Licht und berstende Fenster oder Das Glück wenden, 23. August 2010
Von 
HeikeG (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Lumpenroman (Gebundene Ausgabe)
"Alles Geschriebene ist Schweinerei.
Die Leute, die das Unbestimmte verlassen, um zu versuchen, irgend etwas von dem, was in ihrem Geist vorgeht, zu präzisieren, sind Schweine.
Das ganze Literatenvolk ist schweinisch, und besonders dasjenige dieser Zeit."

Dieses Zitat des französischen Künstlers Antonin Artaud (1896 - 1948) stellt der in Chile geborene, in Mexiko aufgewachsene und in Spanien zu literarischem Weltruhm gelangte Roberto Bolaño seinem letzten, kurz vor seinem Tode geschriebenen Buch voran. Es scheint wie ein Signal, wie ein Omen zu fungieren, denn über dem nur 110 Seiten langen Text (spanischer Originaltitel: Una novelita lumpen"), der eher als Novelette als ein Roman avanciert, schwebt etwas latent Unbestimmtes. Schon der erste Satz offenbart eine diffuse Aussage: Jetzt bin ich Mutter und auch eine verheiratete Frau, aber vor gar nicht langer Zeit war ich eine Kriminelle". Seine Protagonisten zeichnet Bolaño gleichfalls in einer schwammigen, schwer greifbaren Konsistenz und auch das Ende lässt freien Assoziationsspielraum.

Zusammenstöße verformen die Farbe oder verformen die Art, wie wir Farbe wahrnehmen." Einen dramatischen Zusammenstoß gab es. Die Eltern von Bianca - der Ich-Erzählerin - und ihrem Bruder kommen bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Von dem Moment an veränderten sich die Tage. Oder vielmehr, es veränderte sich der Lauf der Tage. Oder vielmehr das, was den einen und den anderen Tag verbindet und zugleich eine klare Grenze zwischen beiden zieht." Die zwei jungen Menschen geraten aus der Spur ihres bis dato bürgerlich geordneten Lebens. Sie gehen nicht mehr in die Schule, vertreiben sich ihre Zeit mit Quizshows im Fernsehen und Pornos aus der Videothek. Um die wenigen Dinge zu vergessen, die ich wusste", stellt Bianca fest. Mit billigen Hilfsjobs überleben beide mehr recht als schlecht.

Zusammenstöße verformen die Farbe oder verformen die Art, wie wir Farbe wahrnehmen." Biancas Tage haben ihre Helligkeit und Farbe verloren, die Handlungsräume erscheinen abgedunkelt und verwischt. Die Nacht jedoch empfindet die junge Frau als Dauerzustand von Sonne und Licht. Diese Gestimmtheit ändert sich auch nicht, als ihr Bruder eines Tages zwei nebulöse Typen anschleppt, die sich fortan in der Wohnung einquartieren und abwechselnd das Bett mit der apathischen jungen Frau teilen. Eine Wendung nimmt das Geschehen, als die Drei einen perfiden Plan aushecken, um zu Geld zu kommen. Bianca soll als Gespielin eines abgehalfterten, blinden Bodybuilding-Weltmeisters dessen Anwesen nach einem angeblich versteckten Tresor ausspionieren, um das Glück zu wenden". Nur kann man das Glück einfach so wenden? ,Das Glück wenden`, eine Redensart, die für mich keinen Sinn ergab, so sehr ich mir auch darüber den Kopf zerbrach, denn das Glück lässt sich nicht wenden, entweder ist es da oder es ist nicht da, und wenn es da ist, gibt es keinen Weg, es zu wenden, und wenn es nicht da ist, geht es uns wie den Vögeln in einem Sandsturm, wir wissen es nur nicht..."

Als stiege aus der Tiefebene Nebel auf und hüllte den ganzen Bahnhof ein, ohne dass es jemand merkte", so wirkt auch Roberto Bolaños Lumpenroman" auf den Leser. Sein nüchterner Duktus, die beinahe emotionslose, registrierende und nicht wertende, fast staccato-artige Sprache mit von Zeit zu Zeit eingestreuten blumigen Umschreibungen, verdeutlichen die Diskrepanz der morbiden Gesellschaft und lassen die Situation der jungen Menschen auf drastische Art und Weise lebendig werden. Nicht ohne Grund scheint Bolaño sein Geschehen in Rom angesiedelt zu haben, obwohl der Ort beliebig austauschbar wäre. Meisterlich versteht er es, scheinbar merkwürdige Dinge auftauchen zu lassen, wenn man am wenigsten damit rechnet, und die in Wirklichkeit immer Vorwände für etwas anderes sind, für andere Dinge (für durchführbare, nicht für undurchführbare Dinge)..."
Bücher sind Wege, die nirgendwohin führen, auf die man sich aber dennoch begeben muss, um sich zu verirren und wieder zu finden oder um etwas zu finden, was auch immer, ein Buch, eine Geste, einen verlorenen Gegenstand, irgendetwas, vielleicht eine Methode, mit etwas Glück: das Neue, das, was immer schon da war.", schrieb der Autor in seinem hellsichtigen Essay "Literatur+Krankheit=Krankheit". Bolaño zu lesen ist mit Sicherheit immer wieder ein brillantes Abenteuer, weil es keinen typischen Bolaño-Ton gibt, weil er formale Offenheit praktiziert, erwartete Begegnungen stets ausbleiben und klug ausgelegte Spuren ins Nichts führen.
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3.0 von 5 Sternen Ein Leben aus Lumpen, 7. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Lumpenroman (Taschenbuch)
„Lumpenroman“ ist erstmals 2010 im Carl Hanser Verlag erschienen. Dieses Jahr veröffentlichte der Fischer Verlag die Taschenbuchausgabe. Thema dieses Buches ist die Hilflosigkeit eines Geschwisterpaares, dessen Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind.

Bereits zu Beginn fasst Bianca, die Protagonistin dieses Buches, treffend zusammen: „Jetzt bin ich Mutter und auch eine verheiratete Frau, aber vor gar nicht langer Zeit war ich eine Kriminelle. Mein Bruder und ich hatten unsere Eltern verloren. In gewisser Weise rechtfertigt das alles. Wir hatten niemanden. Und das alles buchstäblich von heute auf morgen.“
Bianca beschreibt das neue Leben, das sie mit ihrem Bruder führt. Wie beide versuchen, mit dem Verlust umzugehen, wie sie die Schule schmeißen, um einem Job nachgehen zu können, wie sie Freunde finden, die keine wahren Freunde sind, und wie sie in gewisser Weise zu Kriminellen werden. Der Alltag ist geprägt von Arbeit, Depressionen, Trauer, Leblosigkeit. Es ist, als würden sie nicht mehr leben, sondern nur noch funktioniert. Vielleicht beginnt Bianca deshalb, mit den zwei Freunden, die irgendwann bei ihnen einziehen, zu schlafen. Um zumindest körperlich dem Leben näher zu sein als dem Tod. Viele Interessen haben die vier nicht – sie versuchen, irgendwie über die Runden zu kommen und lassen sich täglich von Filmen und Shows im Fernsehen unterhalten.

Doch auch wenn Bianca versucht, dem Leser ihr Herz zu öffnen, ihre Gedankenwelt zu verbreiten, scheint sie einem sehr distanziert, vorsichtig, manchmal sogar kaltherzig. Wie viel Liebe kann man einem noch geben, wenn man die wichtigsten Menschen in seinem Leben verloren hat? Wie viel Lebensfreude kann man ausstrahlen, wenn man nichts mehr zu lachen hat? Roberto Bolaño schafft es, einen kleinen Einblick in die Gefühls- und Lebenswelt zweier Menschen zu geben, die den Sinn ihres Lebens verloren haben. Gänzlich überzeugen kann es jedoch nicht – dafür sind die 106 Seiten für ein so schwieriges Thema dann doch etwas zu kurz.

© Bücherstadt Kurier
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Realität: hart, ungeschminkt und grausam, 17. August 2010
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lumpenroman (Audio CD)
Mir war als umflorte eine ungeheure Traurigkeit den Roman von Roberto Bolano, mit LUMPENROMAN zeigt er uns das Leben eines Mädchens und ihres Bruders in Italien, ein Leben in der Krise, ein Leben ohne Sinn und Zukunftsperspektive und ein Leben das langsam aber sicher abgleitet ins Dunkle, Unscharfe und Liederliche. LUMPENROMAN ist somit schwer verdaulich, der Zuhörer wird grausam mitgerissen in die Ausweglosigkeit und hinab gestoßen in die Leere.

Biancas Eltern sterben bei einem Autounfall, ihr Bruder ein wenig naiv und einfältig schlägt sich mit ihr durch das Leben und beide begegnen zwei Männern die zuerst sich helfend und freundlich darstellen, im Zuge der Handlung aber als Zuhälter entpuppen.

Biancas Schicksal erfüllt sich schrittweise, zuerst noch auf Abstand geht sie mit, als ihr Leben immer fader und auswegloser wird, mit beiden Männern ins Bett - am Ende wird sie ohne es zu ahnen als Prostituierte vermittelt.

Sie soll den ehemaligen Bodybuilder Maciste um das Geheimnis erleichtern, wo dieser seinen Safe hat und wie man an das Geld kommen kann - doch dies ist ein Trick, denn Maciste vergnügt sich jede Nacht mit ihr und langsam dämmert Bianca auf was sie sich in Wahrheit da eingelassen hat - ein böser und grausamer Plan der Rache reift da urplötzlich in ihr.

Gelesen von Winnie Böwe, der man die fragile Stimmung der Protagonistin sofort abnimmt und bei der man sich bei jeder Gedankenstille ungewollt fragt, wie schwer das Leben für so ein junges Mädchen sein kann.

LUMPENROMAN von Roberto Bolano ist keine Sommerlektüre, nichts wo man gerne zuhört, es hört sich an als wäre ein Stück schwärendes Fleisch aus dem Kadaver einer großen Stadt geschnitten worden.

Empfehlenswert
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schlichte Erzählung über Perspektivlosigkeit, 13. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Lumpenroman (Gebundene Ausgabe)
Die Euphorie des Feuilletons und vorangegangener Rezensenten kann ich nicht teilen. Als Roman würde ich den kurzen Text auch nicht bezeichnen. Die Lumpen aber scheinen gerechtfertigt. Sie sind die eines hoffnungslosen Waisenlebens. Das hat sich mir schlicht und geradlinig offenbart in einer Erzählung, die wenig Aufhebens macht, die in seiner Perspektive beschränkt ist auf den Blick der jugendlichen Bianca und die auch sprachlich im Horizont der Figur bleibt. Das kann zumindest eine gewisse Kraft entfalten: die einer entschlackten, etwas distanzierten Tristesse.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verwahrloste Jugend, trostlos und lebensfreudig, 22. Dezember 2010
Von 
Carlo Clemens (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lumpenroman (Gebundene Ausgabe)
Liebe Bianca,
nach der Lektüre Deiner Geschichte neulich, die im Spätsommer dieses Jahres unter dem Titel Lumpenroman im Hanser-Verlag erschien, wollte ich auf diesem Weg 'Danke' sagen. Nicht nur, weil Deine in Ich-Perspektive verfasste Erzählung unserer jungen Generation den Spiegel vorhält und vom deutschen Feuilleton dabei abgefeiert wird. Nein, ich habe einfach lange kein Buch mehr so gerne gelesen.

Kein leichtes Los

Um Dein hartes Los warst Du wirklich nicht zu beneiden: Die Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen, von heute auf morgen alleine mit dem kleinen Bruder in der 'ewigen Stadt' Rom, sich mit Billigjobs über Wasser haltend, die Waisenrente viel zu niedrig. Gefühlschaos, ein großes Loch, in das ihr gefallen seid: Das Vakuum mit exzessivem Fernsehkonsum zu füllen ist naheliegend in unserer Zeit. Das mit den Pornos bei deinem Bruder, nun, das ist normal in seinem Alter '

Aber musste es sein, dass er diese zwei zwielichtigen Gestalten aus dem Fitness-Studio mit nach Hause schleppt, die er seine 'Freunde' nennt? Die sich bei euch einnisten und den ganzen Tag irgendwie auch nichts zu tun haben, außer von Protein-Shakes und Bizeps-Definition zu reden? Später kommt ein ehemaliger 'Mister Universum' und Schauspieler ins Spiel. Man nennt ihn Maciste, der, heute alt, fett und blind, irgendwo in seinem Haus einen Tresor mit viel Geld haben soll. Plan der 'Freunde', dem Elend zu entkommen: Du beglückst den einsamen Mann gegen Bares und suchst dabei heimlich den Schatz.

Lumpenroman als Titel passt wie die Faust aufs Auge ' wobei, vom Umfang her ist es ja doch eher eine Novelle. Jeder Charakter, den Du schilderst, ist auf seine Weise niederträchtig. Du beschreibst das Geschehen völlig wert-, gar teilnahmslos, denn gerade Du weißt, dass man unschuldig in ziemlich miese Situationen geraten kann.

Geld, Sex und Crime sind allgegenwärtig

Wer Deine Gedanken liest, in der Sprache eines vielleicht gerade mal 17-jährigen Mädchens (richtig geschätzt?), das einerseits so naiv und unschuldig ist, gleichzeitig schon so abgestumpft durch allgegenwärtiges Geld, Sex und Crime, der erschrickt kaum noch über deinen Schritt in die Prostitution: 'in Rom passieren solche Dinge, seltsame Dinge, die damals über meinen Horizont gingen, die ich aber mit einer Selbstverständlichkeit hinnahm, die mich heute wundert und abstößt: einer erschütterten Selbstverständlichkeit, als würde man als Kriminelle ständig innerlich zittern, als ginge das Kriminellendasein mit ungeheuren Schuld- und Lustgefühlen einher, über die ich zum Beispiel in den unpassendsten Momenten grundlos lachen musste, oder die mich in eine ganz kurze Traurigkeit stürzten, eine fast handliche Traurigkeit von längstens fünf Minuten, die ich zum Glück problemlos überspielen konnte.'

Erst nach und nach eröffnet sich einem die vielschichtige Realität, die hinter der trostlosen Handlung steckt. Liebe Bianca, Du bist beides: Trostlose Jugend und Lebensfreude, die in einem langen inneren Krieg und einer kurzen Schlacht die Oberhand gewinnt. Am Ende des Prozesses schaust Du, schaue ich ganz anders auf die Geschichte. Ich blättere ein zweites Mal durch. Du hast Stärke bewiesen nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle und dem ganzen Dreck, den Du im Taumel materieller und mentaler Perspektivlosigkeit fressen musstest. Hiermit wollte ich Dir und Deinem Schöpfer, dem 2003 bereits verstorbenen chilenischen Autor Roberto Bolaño, Respekt zollen und mich bedanken für diese Bejahung des Lebens!

(Diese Rezension erschien zuerst auf BlaueNarzisse.de)
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5.0 von 5 Sternen Ein kleiner Geheimtipp!, 18. Mai 2011
Von 
Anke Przybilla "Leselöwin.blogspot.com" (Schönwalde) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lumpenroman (Audio CD)
Dies ist mein erster Roman von Roberto Bolano. Neugierig auf diesen Autor wurde ich, wie wohl viele Literaturinteressierte über den Roman 2666, den ich aber noch nicht gelesen habe.

Der hier besprochene Lumpenroman ist ein kurzes Sittengemälde.
Die Hauptfigur und Ich-Erzählerin Bianca und ihr Bruder verlieren ihre Eltern bei einem Autounfall. Fortan sind sie auf sich selbst gestellt und verdienen sich durch Gelegenheitsjobs ihr Geld, um in ihrer Heimatstadt Rom zu überleben. Bianca verlässt die Schule und ihr Bruder fängt in einem Fitnessstudio an. Dort lernt er zwei zwielichtige Gestalten kennen, die sich bald auch in der Wohnung der Geschwister einnisten.

Anfangs findet Bianca die Beiden nett, sie räumen die Wohnung auf und lassen sie in Ruhe. Aber dabei bleibt es nicht. Bald finden sich Nacht für Nacht der eine oder der andere in ihrem Zimmer ein.
Dann entsteht der Plan, den fast erblindeten Maciste auszurauben. Die drei Männer kennen Maciste aus dem Fitnessstudio. Er ist reich, er lebt zurückgezogen und sie vermuten, einen Tresor in seiner Villa. Bianca besucht Maciste und prostituiert sich.Doch am Ende findet sie einen Weg, sich von ihren Peinigern zu befreien und sie in eine Falle zu locken.

Winnie Böwe liest diesen Roman so abgeklärt, dass einem beim Zuhören kalte Schauer über den Rücken laufen.Die Figur Bianca wirkt distanziert und völlig ohne Emotionen, so als ob das alles unvermeidlich wäre. Die Sprache Bolanos befremdet den Hörer und doch kann man sich nicht vorstellen, wie die Geschichte des Absturzes aus den Augen der Beteiligten anders geschildert werden kann: dem Schicksal ergeben und abgestumpft.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Roberto Bolano zeigt in seinem "Lumpenroman" die ungeschminkte Realität, 10. Oktober 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Lumpenroman (Gebundene Ausgabe)
Als der chilenische Autor Roberto Bolano 2003 im Alter von gerade mal 50 Jahren starb, war er hierzulande noch ein unbeschriebenes Blatt und auch in der Literaturwelt wurde er trotz einiger Preise zu Lebzeiten erst posthum mit der Neuveröffentlichung seiner Bücher und von Arbeiten aus dem Nachlass wieder entdeckt und einer größeren Leserschar bekannt.

Hierzulande kümmert sich der Münchner Hanser Verlag seit 2002 um die Publikation seiner Bücher und nach "Die wilden Detektive", "Telefongespräche", "Chilenisches Nachtstück" und "2666" ist nun der kleine "Lumpenroman" von 2002 in der behutsamen deutschen Übersetzung von Christian Hansen erschienen.

Bianca erzählt in dem schmalen Roman aus ihrer Jugendzeit, die sie nach dem Unfalltod beider Eltern gemeinsam mit ihrem Bruder durch das Leben schlagen muss. Für die Schule fehlt die Lust und die Zeit und so schlagen sich die Geschwister mit kleinen Jobs durchs Leben. Als Biancas Bruder eines Tages zwei "Freunde" von der Arbeit mit nach hause bringt, die sich dort auch sofort einquartieren, ändert sich das Leben und im Rückblick weiß die Erzählerin Bianca, dass sie alle auf die schiefe Bahn gerieten. Auf Geheiß der drei Männer macht sie sich mit einem blinden Ex-Schauspieler bekannt, wird dessen Mätresse und Betreuerin und vielleicht auch noch ein bisschen mehr und dabei verfolgt sie (zunächst) nur das eine Ziel: an den Tresor des vermeintlich wohlhabenden Maciste heranzukommen.

Roberto Bolano erzählt mit Stringenz und in einer bildreichen Sprache und für den Leser eröffnet sich in diesem kleinen aber doch gehaltvollen Roman das Leben eines Geschwisterpaares in seiner ganzen Bandbreite heraus aus der Geborgenheit des Elternhauses hinein in einen kargen und komplizierten Alltag. Egal, ob man das Buch als eigenständig oder als Fingerübung für eines seiner umfangreicheren Romane ließt, gewinnen kann man dabei als Leser auf jeden Fall.
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4 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rausch der Verwandlung, 15. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Lumpenroman (Gebundene Ausgabe)
Die junge Erzählerin in Bolaños '"Una novelita lumpen'" nimmt seit dem frühen Tod ihrer Eltern sich als Wesen in einem Lichtkörper wahr. Die Augen offen zu halten heißt seit dem für sie sich zu verzehren. Die völlig kranke italienische Gesellschaft der Gegenwart, die sie umgibt, nimmt sie als etwas wahr, dem sie wie ein schutzloses Kind ausgeliefert ist.
Indem sie versucht die wenigen Dinge zu vergessen, die sie weiß, stellt sie sich ihrem Schicksal, aber ergibt sich ihm nicht. Insofern ist ihr Fall hinein in die Geschehnisse, von denen sie uns berichtet, ein Fall aus der Natur der Literatur hinaus. Denn deren Gesetze, wie Artaud schon feststellte, lassen nicht zu, dass eine Person spricht und handelt als wäre sie das, was sie eigentlich ist - ein organloser Körper.
Die Welt dieser Erzählerin ist auch unsere. Denn auch um uns herum trifft eine Wirtschaftskrise auf eine Gesellschaft, deren Fundamente bereits völlig morsch sind. Was mit dieser Erzählerin hier geschieht spiegelt nur das Zerbrechen des letzten Kitts, welcher diese Gesellschaft noch zusammenhält.

Nach Artaud, von dem Bolaño ein Zitat "'Una novelita lumpen"' voranstellt - und hier ist er ganz nahe den Kabbalisten - ist die Wahrheit in den Gegenständen und nicht in den Texten, die immer nur eine unzureichende historische Wahrheit der Realität darstellen können. Indem Bolaño seine Erzählerin völlig ungebrochen in ihren Empfindungen ernst nimmt, schenkt er ihren einmaligen Erfahrungen eine Würde. Eine Würde, die einzig aus der Unmittelbarkeit geboren wird von Sprache und Erfahrung. Und es ist eben diese Deckung von Sprache und Erfahrung, von Sein und Öffnen dieses Seins durch die Sprache, die das Leuchten hervorbringt, von dem sie, trotz all der Barbarei um sich herum, getragen wird. Insofern ist auch das Mitleben dieses Textes von Bolaño eine Sache des Heraustreten aus der Traumwelt der Massenkultur, hinein in eine Gegenwart, die immer schon begonnen hat.

Diese kleine Novelita - nicht Roman - ist keine Satire, wie vom Verlag proklamiert, sondern gerade alles andere als dies. Es ist wenn dann schon bitte Satire diese Novellette - der Ausdruck stammt wohlmöglich von Stefan Zweigs "Sommernovellette" - Roman zu titulieren. Die besondere Kraft des Schreibens von Bolaño entsteht gerade daraus, sich oft am Rande zur Satire oder Realsatire zu bewegen, nie allerdings wirklich in diese abzugleiten. Bei Bolaño spürt man immer inwiefern die Realität viel weiter geht, als jede Satire auch nur bereit wäre zuzugeben. Bolaños Bücher entziehen sich gerade aller literarischer Einordnungen, weil sie die Stimme des Autors mit der Stimme des Erzählers auf ganz neuartige Weise miteinander versuchen zu verknüpfen. Die Konventionen der Literatur werden unterlaufen, weil die vorsätzliche Trennung zwischen dem einfachen Daherreden einer Person und dem einfachen Daherreden des Autors oft nicht mehr auszumachen ist. Bolaños Bücher spielen so zumeist in jenem Moment der Unbestimmtheit, in dem Moment der 'Inception', wo alles noch offen ist, weil alles nur im Kopf eines "Autors" stattfindet, während er den Akt der Hervorbringung einer Welt kontempliert. Dies ist die Welt eines Menschen, der alles um sich herum aus seinem Lichtkörper, oder organlosen Körper, heraus wahrnimmt. Dies ist die Welt auf der Ebene der mythologischen Struktur, wo erste und dritte Person miteinander verschmelzen und der Traum des Lebens die ständige Verwandlung, Zustand der Liebe, als Übergang sie/er in mich ermöglicht.
Auch ein Buch von Bolaño wie Die wilden Detektive: Roman ist so nicht das leicht zugängliche Buch, welches es vielleicht auf den ersten Blick erscheint zu sein. Es verlangt vom Leser ein Eintauchen in eine noch neuartige soziale Sphäre. Es verlangt vom Leser einen Zustand völliger gelassener Improvisation gegenüber dem Leben einzunehmen. Denn die Erzählstimme hat hier immer, egal aus welcher Richtung sie kommt, dieses gutwillig Freundschaftliche, eine Art Unschuld, die erst einmal authentisch gefühlt und erfahren seien will. Doch wenn man sie erst einmal in sich aufspürt, hat das Buch einen bereits verwandelt in Quim, Pancho, Jorgito, Maria, Lupe, oder wie sie alle heißen. (Ich würde sogar behaupten selbst in Solzhenitsyn : "Font meinte, noch nie habe sie ein so schlimmes Jahresende erlebt. Denk doch mal an die Armen, erwiderte Quim..." - siehe etwa auch: Dialogues With Solzhenitsyn [UK IMPORT])
Wir als Leser sind so auch im Raum eines für die Literatur neuartigen Jetzt, der sich immer schon endlos ausdehnt, bevor der eigentliche Text wirklich unwiderruflich festgelegt zu werden scheint. Einem Raum, in dem 'es eine Lücke gibt, die wir sind, und einen Schatten, der unserer ist.'

Um zu zeigen, wie bei Bolaño die Formen Erzählung oder Roman synthetisch wieder dabei sind mit dem Mythos sich zu versöhnen, bedarf es wohl einiger Anmerkungen. Bereits Artaud arbeitete als Pionier an dieser Versöhnung, vor allem im Bereich des Denkens und des Theaters.

Die Grundlage aller erzählenden literarischen Genres ist die Novelle, das heißt die Neuigkeit. Der Mythos spricht immer von mir und in ihm gibt es nur ein Jetzt. Die Neuigkeit, die Anekdote erzählt vom anderen und in ihr geht es um die vergehende Zeit. Die erste Form organisiert die Welt des Zuhörers, die zweite fügt seinem Wissen von ihr neue Informationen hinzu. Der Roman, der moderne Sujet-orientierte Text, ist aus der Wechselwirkung und Interferenz dieser beiden grundlegenden Typen hervorgegangen. Der Mythos folgt einem zyklischen Zeitmodell und die Novelle einem linearen. Bei der Übersetzung von einem Modell zum anderen entstehen novellistische Pseudomythen und Doppelgängerfiguren.

Auch in "Una novelita lumpen"' folgt die Bewegung des Sujets einem uraltem Schema: Das Ende der Kindheit und der Übergang ins Erwachsenenleben durch die Prüfung des Abstiegs in die Hölle - die diesmal in einem römischen Haus in der Via Germanico liegt - als Initiation hin zur Neugeburt. Insofern bringt uns auch dieser Text zum archaisch-mythologischen Themenkomplex Tod-Geschlechtsverkehr-Wiedergeburt zurück und zeigt auf charakteristische Weise, wie in der Kunst der Gegenwart die mythische Schicht aktiviert wird.

Ein Roman zeichnet sich dadurch aus, dass in ihm zwei konträre sujetbildende Prinzipien sich zu einem Ganzen verbinden. Der Kern nimmt Strukturmerkmale von peripheren Texten in sich auf und umgekehrt. Der Roman besteht so aus einem dialogischen Prinzip: das Eindringen der Vielfalt des Lebens in die ordnende Sphäre der Theorie bei gleichzeitigem Eindringen des mythologischen Prinzips in den Bereich des Exzessiven. Ein Roman zeigt uns wieso Saulus und Paulus gleichzeitig als eine Person und als zwei verschiedene Personen zu betrachten sind. Insofern liegen die eschatologischen Legenden dem Roman zu Grunde. Dies hat die Funktion zu ermöglichen, dass die Innenwelt des Menschen analog zum Makrokosmos vorstellbar wird. (Ich beziehe mich hier auf Ausführungen von Lotman, die dieser in '"Die Innenwelt des Denkens'" formuliert hat.)

Aber noch einmal kurz zurück zu Zweig. Bei ihm gibt es einige äußerst aufschlussreiche Dinge in Bezug auf Bolaño zu entdecken. Vor allem verbindet beide eine Fähigkeit, sich im Erzählen gleichermaßen in die Gestalten und die Leser zu versetzen und deren Ahnung von der tatsächlichen Erlebbarkeit des Geträumten, Ersehnten nachzuvollziehen. Alles schwebt bei ihnen in einem geheimnisvollem Noch nicht Wissen, welches durch seine suggestive Dynamik der Imagination das Leben selbst enthüllt - jenem ständigen Transfer zwischen Träumen und, aus diesem herauswachsend, phantasierten Ahnen.
"Brennendes Geheimnis" ist eine Novelle von Stefan Zweig aus dem Jahre 1911 ( in "Erstes Erlebnis - Vier Geschichten aus Kinderland") welche wohl als ein direkter Vorläufer von "Una novelita lumpen'" zählen kann. Die Schilderung von den Schritten eines Kindes in die Welt der Erwachsenen zwischen Traum und Realität war damals, vor fast einem Jahrhundert, für die Literatur noch ganz neu. Bereits 1956, ein Jahr nachdem sein erster abendfüllender Spielfilm in die Kinos gekommen war, hatte übrigends Stanley Kubrick bei MGM ein Drehbuch für die Verfilmung von "Brennendes Geheimnis" vorgelegt; das Vorhaben wurde jedoch nie realisiert. Das Thema der Verwirrungen der Gefühle zwischen Traum und Realität, Gewalt und Erotik beschäftigte Kubrick aber bekannter Weise dann untergründig bis zu seinem letzten Film "Eyes Wide Shut" nach Arthur Schnitzlers "Traumnovelle".

Die "'Sommernovellette"' befindet sich in Zweigs "Phantastische Nacht", eine der besten Erzählungssammlungen in deutscher Sprache. Wie Zweig dort gelingt es auch Bolaño in "'Una novelita lumpen'", innerste Empfindungen im Kontrast zu Wahrnehmungen der Außenwelt aufschlussreich zu beschrieben. Und ist es nicht gerade dieser Übergang zwischen Innen und Außen, der Literatur davon befreit bloß Literatur zu sein?
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen wenig ereignisreich, oft nicht nachvollziehbar und furchtbar monoton gelesen, 15. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Lumpenroman (Audio CD)
Zwei mehr oder weniger erwachsene Geschwister verlieren bei einem tragischen Autounfall ihre Eltern. Am Grab lacht eine ihrer Tanten über die im Grab verschwindenden Eltern. Warum? Die Frage bleibt unbeantwortet und stellt einen der eher unlogischen Sprünge in der Geschichte dar. Fest steht, dass es ab dem Tod der Eltern mit den Geschwistern steil berg ab geht.

Sie verlassen die Schule ohne Abschluss, suchen sich Jobs, der Bruder bringt zwei zwielichtige Gesellen mit nach Hause, die bei den Geschwistern einziehen und einen Teil der Hausarbeit übernehmen. Bald beginnen sie abwechselnd mit der Schwester zu schlafen, die ihnen nachts die Schlafzimmertüre offen lässt und gar nicht wissen will, wer von beiden die Nacht mit ihr verbringt. Gemeinsam wird schließlich der Plan gefasst, einen fast blinden Mann auszurauben: Das Mädchen soll gegen Geld regelmäßig mit dem Blinden schlafen und bei diesen Gelegenheiten dessen Wohnung nach dem vermeintlichen Tresor absuchen. Irgendwann aber scheitert der Plan, da der Tresor nicht auffindbar ist. Sie macht mit dem Blinden Schluss und schmeißt auch die Spießgesellen ihres Bruders raus. Die beklagen sich nicht, ebensowenig der Bruder.
Es belibt in diesem Hauptteil völlig im Dunkeln wie was zum anderen führt. Der Tod der Eltern ist die einzige vorangestellte Erklärung. Auf dieses Ereignis müssen sämtliche Handlungen der Geschwister durch den Leser zurückgeführt werden. Bei mir hat das nicht geklappt. Ich finde es höchst unglaubwürdig, dass zwei mehr oder weniger erwachsene Menschen auf Grund des Todes der Eltern in sämtlichen Lebensbereichen komplett abstürzen und sich auch noch gegenseitig runter ziehen. Fast so als hätten sie nie Eltern und Verwandte, eine Schule etc. gehabt, die ihnen den Umgang mit schwierigen Lebenslagen, Grundsätze, Prinzipien etc. vermittelt hätten, an denen sie sich in Krisenzeiten klammern könnten.
Umso überraschender dann das Ende, in dem die Talfahrt der Geschwister eine so plötzliche Wende erfährt. Man grenzt sich von den 'wirklich Kriminellen' ab. Schmeißt sie aus der Wohnung und führt wieder ein gutbürgerliches Leben, das, glaubt man dem Mädchen, schließlich in einer glücklichen Ehe mündet. Also muss da wohl doch etwas mehr Grundlage vorhanden gewesen sein, als wie dieses totale Nichts, das man als Leser zunächst glauben soll, damit der Hauptteil seine Berechtigung hat. Für mich einfach nur ein weiterer unlogischer Sprung in Bolanos Geschichte, die für mich leider keinerlei Glaubwürdigkeit und keinen Unterhaltungswert hatte und die ich wohl kaum zu Ende gehört hätte, wenn ich ein anderes Hörbuch auf der Fahrt dabei gehabt hätte.
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5.0 von 5 Sternen bolano'eske essenz, 10. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Lumpenroman (Gebundene Ausgabe)
im nachhinein betrachtet war es ein grober fehler erst "2666" zu lesen und danach "lumpenroman".
das buch half mir schnell und doch einfühlsam in die erzählweise und welten des roberto bolano. so sind die menschen in der sichtweise des autors schnell aber präzise beschrieben, schnörkellos und doch menschlich wie das leben.
die geschichte bleibt fliessend in guter geschwindigkeit, zwar weniger spannend, aber gut lesbar.
ein buch das man jederzeit wieder zur hand nehmen und lesen kann.
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Lumpenroman
Lumpenroman von Roberto Bolaño (Gebundene Ausgabe - 16. August 2010)
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