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5.0 von 5 Sternen Die Zeit ist ein Maler
Der 37jährige Arvid Jansen hat in seinem bisherigen Leben noch niemals wirklich Fuß fassen können. Seit seiner Kindheit fühlt er sich nirgendwo richtig zugehörig. In seiner Familie war er stets der Außenseiter und so war es nur eine Frage der Zeit bis, er in den 70er und 80er Jahren der kommunistischen Partei beitrat. Als er im...
Veröffentlicht am 3. September 2009 von Wortwerkstatt

versus
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das neue Buch hat mich enttäuscht - es reicht an die Vorgänger nicht heran
Sein leider bislang fast unbekannt gebliebener und in Deutschland nicht mehr erhältlicher Debütroman "Sehnsucht nach Sibirien" zeigte schon 1999 den norwegischen Schriftsteller Per Petterson als ein Autorentalent, von dem man in Zukunft viel erwarten konnte. Es dauerte dann bis 2006, bis sein nächster Roman bei Hanser erschien und unter dem Titel "Pferde...
Veröffentlicht am 31. Januar 2010 von Winfried Stanzick


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das neue Buch hat mich enttäuscht - es reicht an die Vorgänger nicht heran, 31. Januar 2010
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ich verfluche den Fluss der Zeit: Roman (Gebundene Ausgabe)
Sein leider bislang fast unbekannt gebliebener und in Deutschland nicht mehr erhältlicher Debütroman "Sehnsucht nach Sibirien" zeigte schon 1999 den norwegischen Schriftsteller Per Petterson als ein Autorentalent, von dem man in Zukunft viel erwarten konnte. Es dauerte dann bis 2006, bis sein nächster Roman bei Hanser erschien und unter dem Titel "Pferde stehlen" von der Kritik und auch vom Rezensenten begeistert aufgenommen wurde. Mit einem Schlag war der Nordländer, der vor seiner Schriftstellerkarriere in vielen verschiedenen Berufen und Tätigkeiten die Erfahrungen sammelte, die er zum Teil in seinen Romanen verarbeitet, in aller Munde.
Zurecht. Denn die Melodie seiner Sprache, der Rhythmus seiner Poesie und der Pulsschlag des Lebens in all seinen Schattierungen, der seine Bücher durchzog, war neu und zog viele Kritiker und Leser in seinen unwiderstehlichen Bann.
Als 2007 "Im Kielwasser" folgte, konnte man als Kritiker und Leser das alles nur noch einmal bestätigen. Entsprechend groß waren deshalb verständlicherweise die Erwartungen, die sich seit dem Datum der ersten Vorankündigung an das Erscheinen von Per Pettersons Roman knüpften.
Auch der Klappentext schürt noch diese Erwartung, doch schon nach einigen Seiten beginnt man zu warten auf jene Sprache, ihren Reichtum und ihren Glanz, ihre poetische Kraft, die man aus den anderen Büchern so gut in Erinnerung hatte.

Sie will und will sich nicht einstellen. Stattdessen formuliert der Ich-Erzähler Sätze von nüchterner Schlaffheit und einer irgendwann langweilenden, weil nicht wirklich stilbildenden Redundanz. Jede einzelne Bewegung, jede einzelne banale Tätigkeit oder Handlung ist ihm einen Satz, eine Erwähnung wert, und er reiht sie in langen und ermüdenden Aufzählungen aneinander. Einige Zeit hält man es noch für einen neuen Sprachstil, bewusst vielleicht eingesetzt um dem Erzählten, der Romanhandlung die entsprechende Tönung und Melodie zu leihen, doch da will nichts Symphonisches aufkommen. Es klingt, es passt, es reimt nicht.

Dabei wäre die Handlung, der Plot des Buches eine Schatzgrube gewesen, in der man sprachlich hätte reichlich fündig werden können:
Wir schreiben den November 1989. Mit dem Fall der Berliner Mauer bricht für den 37- jährigen Arvid sein ganzes bisheriges Weltbild zusammen. Seit vielen Jahren Mitglied in der maoistisch orientierten kommunistischen Partei, hat er seine Ausbildung aufgegeben und ist sozusagen im Auftrag der Partei als Arbeiter in die Fabrik gegangen, wo er mehr schlecht als recht seine Kollegen versucht zu agitieren.

Vielleicht hängt diese Abhängigkeit damit zusammen, dass er auch in seinen anderen Lebenszusammenhängen unselbständig geblieben ist und wenig erwachsene Reife zeigt. Dementsprechend scheitert auch seine Ehe. Deren Ende fällt zusammen mit dem bald bevorstehenden Tod seiner Mutter. Die hat Ende 1989 erfahren, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist und fährt für ein paar Tage noch ein letztes Mal in ihre dänische Heimat in ihr Ferienhaus auf der Insel Jütland.

Damit beginnt die Handlung des Buches, die Arvid erzählt. Er, der sein Leben lang das Sorgenkind seiner Mutter war, beschließt ihr nachzureisen und erinnert sich dabei an unzählige Stationen und Begebenheiten seines Lebens. In den Augen seiner Mutter hat Arvid noch nie etwas Richtiges zustande gebracht. Als sein jüngerer Bruder starb, lief er davon, zu echter handwerklicher Arbeit, z. Bsp. einen Baum zu fällen, ist er nicht in der Lage und sogar seine Rede zum 50. Geburtstag der Mutter verpatzt er - total betrunken. Dabei hatte er doch hier ein Bild, eine Metapher gefunden, mit der er den Graben zwischen sich und seiner Mutter, und dem er leidet, schließen wollte. Doch sie hat das schöne Sprachbild von der Brücke über den ausgetrockneten großen Fluss nie gehört.

Es ist eine sehr schwierige Geschichte von Mutter und Sohn, eigenartig sprachlos ohne mitgeteilte Gefühle, die aber dennoch offenbar tief drinnen brodeln.
Warum fährt Arvid seiner Mutter sonst nach ?
Bist du blank?", sagt sie trocken, wie schon so oft, als er in Jütland ankommt. Nein", antwortet er, ich werde geschieden", und da ist es wieder, das Sorgenkind.

Immer wieder erinnert sich Arvid in Rückblenden an sein Leben und immer wieder bleibt er seiner Mutter gegenüber sprachlos. Selbst als er den großen Baum vor dem Ferienhaus, den sein Vater, vom nahenden Tod schon geschwächt, nicht mehr fällen konnte, in einer nächtlichen Aktion tatsächlich zu Fall bringt, kommen Mutter und Sohn nicht ins Gespräch. Man fragt sich zunehmend, was er ihr eigentlich sagen will. Der allerletzte Satz des Buches drückt aus, worauf er die ganze Zeit wartet, als sei er ein kleines Kind: "...während ich da saß und darauf wartete, dass meine Mutter aufstand und herüberkam."

Arvids Suche nach einem Kontakt zu seiner Mutter bleibt belanglos, man spürt ihm gar nicht ab, dass er unter der Sprachlosigkeit leidet. Selbst dieses Gefühl ist ihm abhanden gekommen. Und so kann er immer wieder nur mit einer Gedichtzeile von Mao, dessen Poster in seinem Zimmer hängen, sagen: "Ich verfluche des Fluss der Zeit."
Die Furten in diesem Fluss zu suchen, Brücken über ihn zu bauen und es zu wagen, das andere Ufer zu betreten, dazu hat er keine Energie, keine Kraft, keine Liebe, und keinen Hass. Ein bedauernswürdiger Mann.

Der nordische Rat hat in seiner Begründung für den Preis, den er dem vorliegenden Buch verlieh, geschrieben: In seiner stillen poetischen Prosa zeigt Petterson wie schwer es uns fällt, anderen Menschen gerade die Dinge zu sagen, von denen wir spüren, dass sie am dringendsten gesagt werden müssen."

Sicher, darum geht es in diesem Buch, aber die Suche der Hauptperson nach irgendeiner Form von auch nur annähernd gelingender Kommunikation bleibt - auch sprachlich - banal. Ich jedenfalls konnte dieses mal Pettersons "leiser und packender Prosa" ( Politiken ) nichts abgewinnen. Das Buch enttäuscht. Vielleicht kann der nächste Roman wieder die Kraft aufbringen und ausstrahlen, die die drei ersten Bücher so auszeichnete und dominierte.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Zeit ist ein Maler, 3. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Ich verfluche den Fluss der Zeit: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der 37jährige Arvid Jansen hat in seinem bisherigen Leben noch niemals wirklich Fuß fassen können. Seit seiner Kindheit fühlt er sich nirgendwo richtig zugehörig. In seiner Familie war er stets der Außenseiter und so war es nur eine Frage der Zeit bis, er in den 70er und 80er Jahren der kommunistischen Partei beitrat. Als er im November1989, einer Zeit der Umbrüche in Europa, von der schweren Krebserkrankung seiner Mutter erfährt, reist er ihr in das dänische Sommerhaus nach. Es bleibt zwar zwischen Mutter und Sohn weiterhin vieles unausgesprochen, doch ihre gemeinsame Leidenschaft für Bücher und Filme führt zu einer zarten, wenn auch verspäteten Annäherung.

Per Petterson erzählt in kunstvollen Rückblenden und Zeitsprüngen vom Leben der Familie. Es sind die kleinen Erlebnisse", die durch diesen schweren Schicksalsschlag wieder zum Leben erweckt werden. Und so erinnert sich Arvid beispielsweise an eine Gedichtzeile von Mao Tsetung, einen Splitter seiner kämpferischen Vergangenheit: Ich verfluche den Fluss der Zeit." Gerade diese schlichten Vorgänge, die Mutter und Sohn gemeinsam im Domizil in Dänemark erleben, machen das Buch so ergreifend. Petterson schreibt in einer stillen und poetischen Sprache von der Vergänglichkeit, dem Fluss der Zeit, der Melancholie und der tiefen Einsicht zweier wortkarger Menschen. Souverän, assoziativ und detailliert erzählt er von den wahren magischen Momenten des Lebens, den kurzen luziden Augenblicken des Glücks und den schweren, bewegenden Zeiten und Geheimnissen der menschlichen Existenz. Bereits nach den ersten Zeilen kann man sich diesem Buch nicht mehr entziehen und spürt sofort, dass hier ein Autor wirklich etwas zu sagen hat und die Tiefen des Lebens auslotet. Hier herrscht kein popkultureller Plapperzwang, keine chronische Infantilität und keine oberflächlichen Verblendungen. Hier wird ein Bild des menschlichen Lebens entworfen, denn die Zeit ist ein Maler und auch die Bilder des Lebens verblassen im Fluss der Zeit.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Midlife Crises, 11. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Ich verfluche den Fluss der Zeit: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein überraschendes Leseerlebnis von einem mir bis dato unbekannten Autor. Midlife Crises klingt immer so aufgesetzt, aber hier nimmt sie Gestalt an. Wir begleiten Arvid in den Monaten vor seiner Scheidung, in der zugleich die Krebserkrankung der Mutter erneut wieder auftritt. In Passagen geht es immer wieder in die Vergangenheit, zur Kindheit, in die Familienurlaube, den ersten Kuss, die erste Liebe, das abgebrochene Studium, den ersten Job, sein Eintreten für die vierte Klasse, den Arbeiterstand, als Marxist. Schöne Momente sind vor allem mit Dänemark, dem Herkunftsland seiner Mutter verbunden, die Mühen des Alltags und der Versuch eines selbstbestimmten Lebens mit Oslo. Es ist aber kein systematisches Zurückgehen aus dem für ihn verwirrenden Jetzt. Es geht hin und her, in großen wie kleinen Zeitsprüngen, genauso wie in seinem heutigen Leben.

Letztlich ist er ein großes Kind, trauert bisweilen den Fehlern hinterher, um dann im Alltag doch wieder in dieselben Verhaltensweisen zurückzufallen. Man mag ihn eigentlich nicht so richtig, eher fühlt man sich mit seiner Mutter verbunden, der er immer wieder auf die Nerven geht mit seinem kindischen Verhalten. Er will angenommen werden, verhält sich aber wirklich wie ein großes Kind und wie ein solches interessiert er sich zuallererst für seine eigene Situation.

Würde das Ganze in der Großstadt spielen, Arvid geräte vollends auf die Verliererseite. Aber so, wie er seiner krebskranken Mutter nach Dänemark nachflüchtet, so flüchtet er in den Gedanken auch oft zurück an das Meer, zu den flachen Feldern. Diese ruhige Natur lässt ihn seinen Erinnerungen nachhängen, während die Gedanken in Oslo abrupter und härter sind.

Pettersen schafft es wunderbar diese Ruhe einzufangen. Es stört nichts beim Lesen, man ist nur in den Gedanken und Erinnerungen von Arvid, und man erkennt: Das ist das Leben von Arvid, es ist nicht viel übrig geblieben. Irgendwann ist er stehen geblieben, eigentlich hat er abgebaut, sich zurückgezogen. Und er "verflucht den Fluss der Zeit", diese Zeit, die so ungerecht zu ihm war. Dabei schafft er es heute noch sich jede Chance zu verbauen.

Schön erzählend, gut reflektiert. Ein Buch für den Urlaub, aber nur an einem stillen Platz, vielleicht auf der Terrasse eines Ferienhauses in Jütland.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Muss erst wirken..., 30. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Ich verfluche den Fluss der Zeit: Roman (Gebundene Ausgabe)
...das war mir klar, als ich das Buch zu Ende gelesen hatte.

Ich bin ehrlich: Zeitweise empfand ich die Lektüre als mühsam. Da bewegte sich über Seiten hinweg nichts, der Protagonist Arvid erzählt nur über die Zeit, als er immer und immer wieder nichts zustande gebracht und ein Fettnäpfchen nach dem anderen mit anlauf erobert hat. Da kam er immer und immer wieder mit der Mutter nicht klar, man möchte ihn am Kragen nehmen und schütteln, daß er endlich zur Besinung kommen möge. Es ging nichts voran.

Und dann kam die Erkenntnis: Ja, genau darum geht es ja. Wie mit Belanglosigkeiten, die einem wichtig erscheinen, die Zeit verinnt, unwinderbringlich, und Eindrücke bei anderen sich festsetzen, die ebenfalls fas nicht zu korrigieren sind.
Ein ganzes Leben lang zu versuchen, der zu sein, der man sein will - und dann ist man jemand anders und das Leben ist zu Ende. Das Dilemma unseres Seins.

Vier Sterne am Schluss, weil ich "Pferde stehlen" poetischer und positiver empfand als dieses Werk. Aber nichtsdestotrotz eine Empfehlung.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Leseerlebnis, 29. Dezember 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ich verfluche den Fluss der Zeit: Roman (Gebundene Ausgabe)
Arvids Mutter erfährt von ihrer Krebserkrankung und zieht sich, um sich mit ihrer neuen Situation auseinanderzusetzen, in ihr Ferienhaus auf Jüdland zurück. Arvid reist ihr nach.
In vielen Bildern und Rückblenden zeigt Petterson aus der Perspektive des Ich-Erzählers Arvid die Beziehung zwischen den beiden auf. Arvid setzt sich aber nicht nur mit seiner Mutter auseinander, sondern mit seinem Lebensentwurf allgemein und mit den bevorstehenden Änderungen. Er steht kurz vor der Scheidung. Sein kommunistisches Weltbild gerät durch den Fall der Mauer ins Wanken.
Petterson zeigt, dass es nicht die Worte sind, die die Beziehungen Arvids ausmachen, sondern seine Taten: Nicht Gespräche mit der Mutter spielen die entscheidende Rolle, sondern vielmehr die Tatsache, dass er ihr nachgereist ist und Zeit mit ihr verbringt. Durch den Verzicht auf psychologisches Vokabular, auf Auseinandersetzungen und Schuldzuweisungen gelingt es Petterson, den Blick für das Wesentliche freizulegen: Die Liebe zwischen den Menschen.
Wie kann ich diesem unglaublichen Buch gerecht werden? Hat mich schon Pettersons Prosa in "Pferde stehlen" beeindruckt, legt er hier noch zu. Ihm gelingt es mit seiner klaren und schnörkellosen Sprache allein durch die Beschreibung verschiedener Situationen den Gemütszustand der handelnden Personen und die jeweilige Atmosphäre auszudrücken, ohne dabei auch nur den Versuch einer Wertung zu unternehmen. Dieses Buch besticht dadurch, dass es nicht urteilt oder sogar verurteilt. Petterson überlässt dem Leser das Urteil.
Ein wertvolles, weises Buch.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von der Vergänglichkeit unserer Existenz..., 21. September 2009
Von 
A. Zanker (CH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ich verfluche den Fluss der Zeit: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der ursprünglich norwegische Bibliothekar und Buchhändler Per Petterson hat 2007 den hochdotierten Impac-Preis und den Independent Foreign Fiction Prize für seinen Roman "Pferde stehlen" bekommen. Für das vorliegende Werk, hat er den norwegischen Literaturpreis, den Brage Preis, den norwegischen Kritikerpreis sowie den Literaturpreis des Nordischen Rats erhalten.

Während Petterson wohl 2007 (in 2000 entstanden,jedoch erst 2007 übersetzt) in "Im Kielwasser" eine Art Vaterroman entworfen hat, finden wir hier nun einen Mutterroman.

Arvid ist 37jährig, dessen Ehe vor dem Aus steht, seine Mutter geborene Dänin, bekommt die Diagnose auf Magenkrebs, der Roman handelt vorwiegend in Jütland, Norwegen und gegen Ende in Dänemark. Mutter und Sohn treffen sich zu einem Zeitpunkt in ihrem Leben, wo alles brüchig wird, wo man die Vergänglichkeit des Lebens spürt. Beide teilen ihr Interesse, wenn auch nur annähernd, an Filmen und Büchern, doch ihre Kommunikation, wirkt karg und schwerfällig, ist auf das Notwendigste reduziert.

Wie schon in seinen vergangenen Büchern, scheint der Autor als Lieblingsinstrument, mit Rückblenden zu arbeiten, wo wir von vergangener Liebe, von vergessenen Erinnerungen und vergangenen Menschen in Berührung kommen und dem Aufleben eben dieser Erinnerungen.
Es erzählt von alten Plätzen und frühen Begegnungen, die in alten Tagen uns wieder neu begrüssen können.

Ein Buch dass sich zwischen Trost und Zuneigung, Gemeinsamkeit und Andersartigkeit, von Vergänglichkeit und wahrgenommener Existenz zu bewegen scheint. Wo man das Unausgesprochene fast noch deutlicher spürt, als die Dialoge, welche tröpfchenförmig in sich reduziert sich zeigen.

Der Roman erzählt von gelebtem Leben, und der Brüchigkeit des Lebens, wo uns der Autor nicht alles offenbart, in einer oft nur angedeuteten Sprache, wo man als Leser Unausgesprochenes oder nur Angedeutetes aushalten muss. Wo Konflikte erloschen sind, und man sich mit arrangiert hat, dass man es eben miteinander aushält. (Mutter und Vater)

Wo wir im Tod, der sein werden, den die Anderen in Erinnerung behalten, und unsere Chance der zu sein, der wir sein wollten, nun aus und vorbei ist. (238)

In einer anmutigen, anspruchsvollen und dichten Sprache erzählt uns hier Petterson, über ein Verhältnis eines Sohnes zu seiner Mutter, auf einem wie ich finde, sehr tiefen und anspruchsvollen Niveau und leisen Sprache, die vielleicht gerade durch ihre Dichtheit uns in die Essenz der menschlichen Existenz begleitet.

Im Kielwasser

Pferde stehlen
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen literarisch gelungene übersetzung, 4. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Ich verfluche den Fluss der Zeit: Roman (Gebundene Ausgabe)
inhaltlich ist schon alles zu diesem buch gesagt worden...ich kann, wie wohl sehr viele deutsche, kein norwegisch, aber die übersetzung von ina kronenberger scheint mir sprachlich sehr gelungen zu sein. ihre sprache und ausdrucksfähigkeit haben mich so fasziniert, dass ich das buch nicht weglegen konnte, bis ich es zu ende gelesen hatte. ina kronenberger sollte einen preis für ihre übersetzungen erhalten!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Annäherung zwischen Mutter und Sohn trotz totaler Sprachlosigkeit, 27. Januar 2010
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ich verfluche den Fluss der Zeit: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch in dem es sehr oft um Sehnsucht geht. Es ist zeitlos, weil es sehr viel in der Zeit zurück geht. Per Petterson ist mittlerweile einer der ganz großen norwegischen Schriftsteller und jeder Roman den er in den letzten Jahren herausgebracht hat wurde von der Kritik gefeiert, auch der neue Roman "Ich verfluche den Fluss der Zeit" dürfte da keine Ausnahme machen. In Norwegen wurde er bereits mit dem "Literaturpreis des Nordischen Rates" ausgezeichnet.

Dieses wunderbar, melancholische Buch erzählt die Vorgeschichte zu dem 2007 erschienen Roman "Kielwasser", bei der es vor allem um die Beziehung zwischen Vater und Sohn ging und darum wie der Schriftsteller Arvid Jansen -Spiegelbild des Autors - mit dem Verlust des Vaters leben kann. In "Ich verfluche den Fluss der Zeit" ist Arvid noch nicht geschieden und so nimmt er hier Abschied von zwei großen "Sehnsuchts-Lieben" nämlich seiner Frau und seiner Mutter. Im Fokus steht die Beziehung zu seiner Mutter. Nach dem Vaterbuch folgt nun das Mutterbuch.

Die Mutter lebt noch und hat kurz vor ihrem fünfzigsten Geburtstag erfahren, dass sie an Krebs erkrankt ist. Ironie des Schicksals , sie hat während ihres Lebens stark geraucht bekommt nicht Lungenkrebs, sondern Magenkrebs. Sie beschließt sofort, ohne ihren Mann und die drei ihr verbliebenen Söhne, einer ist gestorben, Oslo zu verlassen und einige Zeit in ihrem Sommerhaus, in ihrer Heimat, auf der dänischen Insel Jütland zu verbringen. Doch Arwid, der zweite von vier Brüdern, ewiges Sorgenkind der Mutter, reist ihr Hals über Kopf nach. Er steckt selbst bis über beide Ohren in Problemen. Arwid hat schon als kleiner Junge die Nähe zur Mutter gesucht, weil er zu seinem Vater ein schwieriges Verhältnis hatte. Als sinnlos, zwischen Größenwahn und Minderwertigkeitskomplex angesiedelt, empfindet Arwid seine Existenz, was nicht besser wird wenn er das alles in Rückblenden nun noch einmal erlebt. Die Zeitschichten verzahnen in gut gebauten Erzählsträngen die Geschichte des erzählenden Sohnes mit der der Mutter. Die lakonische Art des Erzählens, die an Hemingway erinnert, führt in ihrer Wortkargheit und Zärtlichkeit zu einer erstaunlichen Atmosphäre von Nähe und Distanz, Vertrautheit und Verlust.

In der erschütternden Zwangsläufigkeit zerrinnt ein verfehltes Leben, in dem der Protagonist vergeblich um die Liebe zu seiner kalten Mutter buhlt. Er erlebt nun das Sterben der Mutter und trägt ihr hoffnungsvoll letztmalig seine Liebe hinterher. Arwid will ihr bei stehen. Und mit welchem Satz begrüßt sie ihn? Mit einem Satz, mit dem sie ihn schon immer begrüßt hat, wenn er in Geldnöten war, "Bist du wieder blank?"
Mutter und Sohn haben sich im Laufe der Zeit weit voneinander entfernt und nun verleben beide eine gefühlsreiche, beflügelnde Zeit in dem Sommerhaus.

Der Roman, in dem der haltlose Arwid ohne jegliches Pathos sich selbst zu definieren versucht, ist die Geschichte gewöhnlicher Menschen in außerordentlichen Situationen, bei der in einer undurchsichtigen Lebenssehnsucht hoffnungslose aber nie eisige Sprachlosigkeit im Umgang miteinander herrscht. Trotzdem sind Trauer und Verlorenheit ständig zu spüren und lassen viel Raum für Nachdenken und wiederholtes Lesen. Was Mutter und Sohn verbindet sind Bücher. Beide haben immer die unterschiedlichsten anspruchsvollen Bücher gelesen. Die Bücher, die Titel, sind der Ersatz für alles was nicht da ist. Das ist auch ein Ersatz für das Leben was nicht geführt worden ist. Über den Vater heißt es, mit Berührungen hatte er es noch nie, Körperkontakt war nie seine Stärke. Das Buch und das Rauchen waren die Flucht vor dem wahren Leben. Es sind alles Dinge die mit Verdrängen zu tun haben. Wenn Lesen heißt, man ist nicht mehr in der Lage in seiner eigenen Welt zu kommunizieren, dann kann Lesen auch mal wie in diesem Fall schädlich sein.

Dieser Roman ist voller wunderbarer Details. Das was die Menschen bewegt können sie nicht miteinander diskutieren, sie haben dafür eigentlich keine Sprache aber Peterson schildert präzise in einer einfachen, schnörkellosen Sprache die Situation dieser Menschen. Warum können die Menschen selbst nicht miteinander reden? Ist das Schweigen ein Topos der skandinavischen Literatur?

Zeithintergrund ist das Jahr 1989. Arvid ist ein 68 er der es auch ernster nahm als andere, ist direkt in eine maoistisch kommunistische Partei eingetreten. Und er kommt zu einem Entschluss der für einen 68 er sehr überraschend ist, denn er sagt alles ist bestimmt durch Opferbereitschaft und Unterwerfungswille. Ein ungewöhnliches Unterfutter für einen 68 er, doch hier wird es in der Folge schlüssig. Er studiert, darüber sind seine Eltern auch stolz, doch in seiner Partei redet man den jungen Leuten ein, ihr müsst Arbeiter werden, ihr müsst in die Fabrik gehen und das richtige Leben kennen lernen. Das macht er dann auch, geht in eine Druckerei, versucht seine Kollegen zu agitieren, was ihm aber nicht groß gelingt. Er hat auch Mühe seine persönlichen Sehnsüchte mit den großen Forderungen von Mao und dem Kommunismus in Einklang zu bringen Das spielt 68. Während er seine Mutter in Jütland besucht fällt die Berliner Mauer und damit wird gleichzeitig sein Traum vom Kommunismus definitiv begraben.

Das Buch ist reich an Rückblicken. Die Situation im Ferienhaus, die Ausflüge ins Geburtshaus und Einblendungen vom ersten Kennenlernen seiner Frau treiben in wechselnden Erzählsträngen die Handlung voran, wobei alles doch irgendwie in einer schwebenden Situation verbleibt. Das alles ist sehr berührend, sehr ergreifend, sprachlich und dramaturgisch von ganz hohem meisterlichem Können.

Wenn Kafka sagt, dass Literatur "die Axt gegen das gefrorene Meer" in uns ist, dann ist Petersons bisher düsteres Buch keine Axt, denn es ist ein wunderschönes Buch. Das ist die Gefahr der kaligrafischen Belletristik, dass es zu schön geschrieben ist und deshalb nicht wirklich weh tut. . Es sind auch sehr viele wohlfühlende, melancholische Klischees eingearbeitet, so dass man sich eigentlich in der Traurigkeit recht wohl fühlt.

Ich finde es erstaunlich, dass man so viele Grautöne in einem Buch mit Sprachlosigkeit einer Familie und vor allem mit Sprachlosigkeit zwischen einem Sohn und seiner Mutter, versammeln kann und trotzdem die Spannung hält. Es ist eine totale Sprachlosigkeit zwischen Mutter und Sohn wobei zwischen Beiden immer der tote Bruder steht. Der tote Bruder ist für die Mutter viel lebendiger als die lebendigen Söhne. Arwid macht alles falsch und er macht alles zu spät. Eigentlich steht dieser Arwid völlig neben sich, ist förmlich aus seinem Leben heraus katapultiert. Unglaublich dann immer wieder der verzweifelte Versuch diese siebenunddreißig jährigen, der sich wie ein trotziges Kind benimmt, um die Aufmerksamkeit seiner gefühlskalten Mutter zu erlangen. Es ist unglaublich berührend, obwohl kaum etwas passiert und das ist sicher darauf zurück zu führen, dass es kaum einen Autor gibt der so wortscheue, Schall gedämpfte Dialoge zu schreiben vermag. Großartig!

Die Meinung der Frankfurter Allgemeine Zeitung es sei Petersons bisher bestes Buch kann ich dennoch nicht teilen, es ist nicht solch ein Meisterwerk wie das Buch "Pferde stehlen",(s.meine Rezension vom 12.05.2006) Es gibt wunderbar berührende Szenen, aber es kommt teilweise auch recht betulich daher und es fehlen absolut irrationale Szenen. "Ich verfluche den Fluss der Zeit" ist eigentlich ein Zitat aus einem Gedicht von Mao. Das ist eigentlich auch Per Pettersons Generalthema: Warum werden Dinge die einmal schön waren zerstört? Warum muss man immer volle Melancholie und Trauer verpassten Gelegenheiten nachtrauern? Warum und wann haben wir Chancen im Leben, die wir nicht erkennen und deswegen auch nicht wahrnehmen? Das sind seine Anliegen und seine Themen und ist auch der direkte Bezug, den der Leser zu dem leider nur 200 Seiten langen, aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger übersetzten Buch haben wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Lebensentwürfe knicken ein., 15. Oktober 2009
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ich verfluche den Fluss der Zeit: Roman (Gebundene Ausgabe)
Er, der Sohn, 37, Vater von 2 Kindern, lässt sich scheiden, zermürbend, niedergeschlagen fährt er zur Mutter nach Dänemark, die soeben die Diagnose Magenkrebs erhalten hat. Es ist 1989 und der Kommunist Arvid muss zudem den Niedergang des Ostens, seinen politischen Lebensentwurf miterleben. Aus diesen Talsohlen des Lebens entwickeln sich Rückblenden auf das bisherige Leben. Keines ist richtig erfolgreich, aber auch nicht ganz gescheitert. Die Mutter sagt ihm im Ferienhaus in Dänemark, am Anfang des Romanes,"fange nicht gleich an zu reden. Warum kommst Du, bist du blank?" Schon in diesem Satz offenbart sich die ganze Problematik ihrer Beziehung, eine wahrscheinlich eher oberflächlich morbide, mütterlich überbetonte, ohne wirklichen Tiefgang. Er antwortet: "Ich wurde geschieden."

Das Buch handelt von Lebenszeitverlusten, versucht jene Untiefen zu sezieren, die beide nicht wirklich gelebt haben. Es springt zurück in die 70er, erklärt die Loseisungen des Sohnes von den Eltern, der Mutter und der Versuch, gegen die Zeit zu spielen, aber die Zeit sucht seinen Körper heim, unerschrocken. "...wie ich es viele Male selbst gespürt hatte, wie mir die Zeit überraschend in die Quere kommen konnte und plötzlich unter der Haut wie winzige Elektrostöße wütete."

Das Buch legt bloß, dass sich Mutter und Sohn nie wirklich gefunden, nebeneinander hergelebt haben. Sie sind beide einsam, er gezeichnet von der Scheidung, sie von Magenkrebs. Aber leider schweißt auch das Unglück nicht zusammen, beide versuchen es, aber sie finden nicht zusammen. Zeit macht vor nichts halt, nicht vor Schönheit, nicht vor Beziehungen: "Und es war nicht zu fassen, dass so etwas Schönes gänzlich zermalmt werden konnte und zu nichts wurde." Die Übersetzung von Ina Kronenberger ist mehr als gelungen und lässt die poetische Kraft von melancholischen Zeitsprüngen in dem Fluss der Zeit gekonnt strudeln. Sowohl dem Sohn gelingt es nicht, der Mutter beizustehen, als auch dieser nicht, den Sohn wirklich zu verstehen. Es herrscht eine merkwürdige Sprachlosigkeit zwischen den beiden, in denen oft die Landschaft spricht, wenn beide schweigen. Das sind die schönsten Momente des Buches. Herta Müller sagt, dass ihre Mutter schweigend verstehen kann, keine Bücher liest. So könnte das Verhältnis der beiden auch gewesen sein: im Schweigen, in der Natur hatten sie ihre besten Momente. Jenseits der Worte.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Warten auf...?, 26. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Ich verfluche den Fluss der Zeit: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wer sich aufgrund des Titels ein emotionsgeladenes Drama einer Sohn-/Mutterbeziehung verspricht, wird enttäuscht werden. Trotz einiger ausdrucksvoller Passagen bleibt der Grundtenor des Buches getragen von einer melancholischen Schwere, die sich nie löst. Nur durch das stilistische Mittel von Rück- und Zwischenblenden kommt etwas Leben in das stets Unausgesprochene, das Fehlen liebenden Vertrauens. Konzeptionell sehr eigenwillig und durchaus nicht unattraktiv, überzeugt die sprachliche Darstellung nur partiell (das mag an der Übersetzung liegen).
Wer zur Schwermut neigt, sollte die Finger von diesem Buch lassen!
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Ich verfluche den Fluss der Zeit: Roman
Ich verfluche den Fluss der Zeit: Roman von Per Petterson (Gebundene Ausgabe - 27. Juli 2009)
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