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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ungeschminkte Analyse der Zweidrittelgesellschaft!
Der Kasseler Soziologie-Professor Heinz Bude vermittelt in diesem schmalen Bändchen eine aktuelle Bestandsaufnahme des sog. "abgehängten" Drittels der bundesdeutschen Gesellschaft.

Als momentane Ausgestoßene macht er z.B. Alleinerziehende, Bildungsverlierer und Ostdeutsche (insbes. solche, die ehemals in der DDR in den LPGs beschäftigt...
Veröffentlicht am 16. Juli 2008 von Isabelle

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16 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Und ...?
..dieses Buch macht eben nicht deutlich warum wir uns vom Traum einer gerechten Gesellschaft verabschieden müssen!
In diesem Buch wird ein wildes Sammelsurium von Klischees der "Milieus" abgehandelt. Eine neue Schublade für Menschen wird ebenfalls geöffnet: ..."verwilderte Jungmänner" die neuen Mitglieder der Unterschicht. Dieses Buch scheint -...
Veröffentlicht am 21. November 2009 von Wolfgang Zeller


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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ungeschminkte Analyse der Zweidrittelgesellschaft!, 16. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft (Gebundene Ausgabe)
Der Kasseler Soziologie-Professor Heinz Bude vermittelt in diesem schmalen Bändchen eine aktuelle Bestandsaufnahme des sog. "abgehängten" Drittels der bundesdeutschen Gesellschaft.

Als momentane Ausgestoßene macht er z.B. Alleinerziehende, Bildungsverlierer und Ostdeutsche (insbes. solche, die ehemals in der DDR in den LPGs beschäftigt waren, und sich nach der Wende mit dem abrupten Verschwinden ihrer Berufsbilder wie Melker, Traktorist etc. konfrontiert sahen) aus und schildert deren typische Realität und Perspektiven. Budes Buch verdeutlicht, wovor Sozialwissenschaftler übrigens schon in den 1980er Jahren gewarnt haben, dass sich die Tendenz zu einer sog. Zweidrittelgesellschaft immer mehr verfestigt.

Der Autor verzichtet bei seiner kritischen Analyse weitgehend auf den typischen Soziologenjargon und auf Theoriediskussionen, was das Buch gerade auch für Nichtakademiker und insbes. politisch Interessierte lesbar und geeignet macht. Der Anmerkungsapparat ist dementsprechend knapp gehalten.

Die Abhandlung trägt insgesamt einen einführenden Charakter. Der Autor will mit seinem Buch eine breite Öffentlichkeit für die genannten Problemgruppen in unserer Gesellschaft sensibilisieren, um dringend notwendige Gegensteuerungsmaßnahmen zu initiieren. Dies ist ihm meiner Ansicht nach gelungen.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exclusiv prekär, 20. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft (Gebundene Ausgabe)
Durch eine Besprechung im Deutschlandfunk neugierig geworden sollte ich nicht enttäuscht werden, als ich das Werk von Heinz Bude las. Zusammengedrängt ein kurzer Abriss der gesellschaftlichen Entwicklung der letzten 10 - 15 Jahre. Deutlich wird dabei der Zerfall gesellschaftlicher Strukturen, die Wagenburgmentalität der nicht mehr solidarisch handelnden, sondern auf Rettung der eigenen Haut bedachten Interessengruppen. Die anschauliche Darstellung seiner Thesen fesselt den Leser, aber nimmt ihn nicht mit auf die Reise zu einer Alternative. Am Ende des Buches wird man zu dem beschriebenen jungen perspektivlosen Ostdeutschen an der Tankstelle, abgelegen vom nächsten Ort in einem fast unbebauten Gewerbegebiet. So kann die Gemütslage des Prekariates natürlich auch vermittelt werden.

Das Buch ist zu klug geschrieben, um unabsichtlich so zu enden. Heinz Bude analysiert, erklärt bestimmte Entwicklungen, ohne zu belehren. Der Leser muss seine Konsequenzen daraus ziehen und danach handeln. Dem politischen Kämpfer, der im Alltag gegen eine träge Masse agitieren muss, wird das Buch nicht revolutionär genug sein. Allenfalls findet er die Begründung dafür, warum die Masse so träge ist.

Mir hat das Wechselspiel zwischen einfühlsamer Beobachtung und kühler Distanz gefallen. Es lässt Spielraum eigene Gedanken zur Veränderung zu entwickeln. Als Schüler aus den 68ern finde ich es angenehm nicht so dogmatisch festgelegt zu werden, obwohl am Ende meine Gedanken sich durchaus in marxistischen Denkmodellen bewegen.

Dieses Buch ist absolut empfehlenswert und lässt sich gut mit dem kämpferischen Werk von Viviane Forrester "Der Terror der Ökonomie" kombinieren.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen der "traum" ist aus?, 26. April 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft (Gebundene Ausgabe)
das buch ist gut lesbar, es ist kein akademisches werk, die anzahl der fußnoten ist überschaubar, es hat eher den charakter eines essays.

gut ist das buch immer dann, wenn es risikofaktoren differenziert darstellt. alleinerziehend ist z.b. so ein risikofaktor. aber die ärztin, die freiberufliche sozialpädagogin und die arbeitslose schulabbrecherin haben trotzdem nicht das selbe risiko, zu den "ausgeschlossenen" der bevölkerung zu gehören. der begriff der "ausgeschlossenen" gefällt mir übrigens ganz gut, es geht eben nicht nur um materielle armut, sondern um verschiedene teilhabemöglichkeiten, die einem teil der bevölkerung vorenthalten sind.
gelungen finde ich auch die passagen, in denen der autor das reale leben der sog. unterschicht skizziert. der tonfall ist hier angenehm frei von moralinsaurem "ihr müsst euch halt mal anstrengen".

nicht so gelungen finde ich das kapitel über bildung. jeder, der ein bisschen zeitung liest, weiß, dass das deutsche schulsystem soziale schichtungen eher noch verstärkt, arbeiterkinder haben es verdammt schwer. da fände ich eher interessant zu fragen, warum das weiterhin so ist, obwohl doch diese dinge via pisa-tests längst in den allgemeinen diskurs drin sind. in hamburg zeigt sich ja gerade unter der schwarz-grünen regierung, dass bestimmte kreise gar kein interesse daran haben, dass ihre kinder mit den schmuddelkindern zusammen die schule besuchen.

überhaupt, der autor möchte sich keinesfalls politisch vereinnahmen lassen. es bleibt beschreibend, der leser darf selbst denken, was er mit den informationen macht. und auch, ob der "traum von der gerechten gesellschaft" wirklich aus ist...? warum sollte das so sein und gab es diese gerechte gesellschaft schon oder gab es nur den traum? und wohin führt eine gesellschaft, die diesen traum wirklich aufgibt?
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Prekariat, 25. Oktober 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft (Gebundene Ausgabe)
Heinz Bude beschreibt die Abgrenzungsmechanismen der modernen Marktwirtschaftsgesellschaft, die das Soziale in den Achtzigern abgehängt hat, deren zuweilen entgleisende Züge fast immer zu spät kommen und dennoch bis an die Börse fahren sollen. Für alle, die sich darüber ärgern, daß und warum ein Ballack das dreihundertfache einer Krankenschwester verdienen muss und schon ahnen, daß in Bälde auch dessen dreihundertster Teil zum Leben nicht mehr ausreichen wird. Die arrivierte Gesellschaft speit das ihr Unverdauliche aus, der Neoliberalismus wird sich ins Fäustchen lachen.
Wie die aktuelle Situation zeigt, ist das System des Öffnens der sozialen Schere, des Auseinanderdriftens von Arm und Reich, der schamlosen Bereicherung derer "da oben" in eine tiefe Krise geraten, denn nur die Masse, nicht die Elite allein kann den gewohnten Konsum aufrechterhalten. Daher erhält das Buch ein Jahr nach seinem Erscheinungsdatum einen hohen Grad an Aktualität.
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16 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Und ...?, 21. November 2009
Von 
Wolfgang Zeller (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft (Gebundene Ausgabe)
..dieses Buch macht eben nicht deutlich warum wir uns vom Traum einer gerechten Gesellschaft verabschieden müssen!
In diesem Buch wird ein wildes Sammelsurium von Klischees der "Milieus" abgehandelt. Eine neue Schublade für Menschen wird ebenfalls geöffnet: ..."verwilderte Jungmänner" die neuen Mitglieder der Unterschicht. Dieses Buch scheint - über weite Strecken - in Gesellschaft schwerstens alkoholisierter Bierzeltbesucher (natürlich aus der "Oberschicht") verfasst worden zu sein.
Tatsächlich existieren Vertreter der genannten "Schichten". Mich störte die unterschwellige Arroganz der Abhandlung.
Die Ursachen und Verantwortlichen für die Spaltung unserer Gesellschaft werden nicht benannt. Keinerlei Analyse...keine Thesen zu Auswirkungen.
Dieses Machwerk ist sicherlich kein Anstoß zur Diskussion "wie wir künftig leben wollen".
Den Schreibstil als "sprachlich eindrucksvollen Miniaturen" zu bezeichnen ist, vorsichtig ausgedrückt, verwegen.
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4.0 von 5 Sternen Da Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft, 10. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bin zwar noch nicht ganz am Ende des Buches angekommen. Finde aber das Thema gut beschrieben und sehr nachvollziehbar mit den Problemen der heutige Zeit skizziert.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Stereotypisierende Vulgärsoziologie, 11. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft (Gebundene Ausgabe)
Dieses Büchlein richtet sich laut dem Vorwort des Autors nicht an ein Fachpublikum, sondern an "Bürgerinnen und Bürger, denen die öffentlichen Angelegenheiten am Herzen liegen". Dies allein vermag noch kein Grund zur Kritik sein; betrachtet man allerdings den Stil, in dem diese Studie über die "Ausgeschlossenen" verfasst ist, kommt man um einen Vergleich mit stereotypisierendem Boulevardjournalismus nicht umhin. Weitere gravierende Kritikpunkte sind einerseits der herablassende, arrogant wirkende Ton, mit dem er tatsächlich ein "stereotype[s] Bild, fauler, amoralischer und instabiler Wesen" zeichnet und nicht wie er meint, "nüchtern dar[stellt], was Sache ist", wie zu Beginn behauptet. Damit ist das Buch auch nicht ideologisch unbefleckt - im Gegenteil: Bereits der Untertitel "Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft" lässt im Unklaren: Wer hatte diesen Traum? Warum soll er zu Ende sein? Der Autor huldigt dabei dem neoliberalen Weltbild, das die Welt gern in "Leistungsträger" und "Faule" einteilt. Letztere sind entweder noch zu aktivieren oder meist schon abgeschrieben und erhalten noch gerade soviel, dass sie nicht verhungern müssen.
Eine Bereicherung stellt diese Publikation in keiner Weise dar: Indem sie den politischen und sozioökonomischen Hintergrund systematisch ausblendet, liefert sie keine Ursachen und tiefgreifende Analysen. Die vermeintlich neutrale Beschreibung über die "Ausgeschlossenen" kann somit als ideologische Legitimierung für eine Gesellschaftsformation herangezogen werden, die stets Menschen an den Rand der Gesellschaft drängt und von der materiellen und sozialen Teilhabe mehr oder weniger ausschließt.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend wie ein Krimi, 1. August 2008
Von 
Thomas Holtbernd "Thomas Holtbernd" (Bottrop) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch habe ich wie einen Krimi gelesen. Heinz Bude kann anschaulich schreiben, obwohl er im universitären Rahmen lehrt und forscht. Seinen Ansatz einer öffentlichen Soziologie und damit dem Anspruch, persönliche Probleme zu öffentlichen Fragen zu machen, wird er gerecht. Dieser Professor nimmt den Leser mit in die bundesrepublikanische Wirklichkeit, man findet sich im Baumarkt oder in irgendeiner Kleinstadt wieder und bekommt dann erstens eine anschauliche Beschreibung der Wirklichkeit und anschließend eine vortreffliche Analyse dieser Beobachtungen. Die Analysen widersprechen häufig dem gängigen Interpretationsmuster, doch Heinz Bude bleibt ehrlich und konsequent. Die Hauptthese dieses Buches ist, dass ein großer Teil dieser Gesellschaft nicht mehr gehört wird und dass dies verheerender als jede Armut oder Benachteiligung ist. Diesen Umstand müssten sich Politiker verdeutlichen, die als Antwort auf diese Not nur vorschlagen, doch im Winter einen Pullover anzuziehen, damit man nicht friert oder den armen Menschen ein Almosen gegen die hohen Energiepreise zu geben. Das Fazit des Buches ist die katastrophale Entfernung derjenigen, die Macht haben, zu denen, die ausgeschlossen sind. Jeder Sozialarbeiter/-pädagoge, Lehrer, Pfarrer usw. sollte dieses Buch lesen, doch nicht nur diese Berufsgruppen. Wer dieses Buch nicht gelesen hat, sollte aus der SPD ausgeschlossen werden, denn es ist parteischädigend, es nicht zu tun. Fast wäre es auch Grund für eine Exkommunikation aus einer Kirche, dieses Buch nicht zu lesen.
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3.0 von 5 Sternen Tonfall, 19. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft (Gebundene Ausgabe)
In vielen Details erleuchtend, der Tonfall aber vermittelt ständig den Eindruck, alles stünde zum Besseren, hätte man den Autor nur machen lassen.
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10 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Und was ist die Moral von der Geschichte?, 9. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft (Gebundene Ausgabe)
Wenn ich erwartet hätte, etwas Neues im Stile von Theodore Dalrymple über die Unterschicht zu erfahren, ähnlich wie Life at the Bottom: The Worldview That Makes the Underclass oder Not with a Bang But a Whimper: The Politics and Culture of Decline, dann müßte ich jetzt enttäuscht sein. Denn bei Bude fand ich keine aus dem vollem Leben gegriffenen Einzelfallschilderungen, an die sich Verallgemeinerung anschließen, sondern staubtrockenes Klagen. Und Klagen worüber?

Da man ja die Ungleichheit der Menschen beseitigen will und alle von unterschiedlicher Bildung herrührenden Ungerechtigkeiten (denn nur daher kommt nach Meinung von Bude und seinen Zeitgenossen die Ungerechtigkeit), haben die Träumer die höhere und mittlere Bildung auf immer breitere Schichten ausgeweitet. Das hat folgenden Effekt: Als ich (der Rezensent) das Abitur ablegte, legten etwa 8% des Jahrgangs das Abitur ab, der mittlere IQ aller Abiturienten war etwa 127. Wenn heute 40% eines Jahrgangs das Abitur erwerben, ist ihr mittlerer IQ etwa 112. Für den Arbeitgeber hat damit das Abitur eine weit niedrigere Signalfunktion als früher, und der Arbeitgeber verlangt Zusatzinformationen und Zusatzqualifikationen.

Was aber ist am unteren Ende der Verteilung geschehen? Besuchten früher 60% aller Schüler die Grundschule oder Volksschule, so war deren mittlerer IQ 92; haben heute 15% nicht einmal einen richtigen Schulabschluß, dann weiß jeder Arbeitgeber, daß deren mittlerer IQ etwa 77 ist, was sie stigmatisiert, da Personen in einem derartigen Leistungsbereich für viele Facharbeitertätigkeiten nun einmal untauglich sind. Die Folgen einer derartigen verschärften Ausgrenzung erfaßt Bude richtig. In dieser Hinsicht ist das Buch gut und zutreffend.

Aber als Gegenmittel suggeriert Bude eine noch stärkere Dosierung der Gleichmacherei, also eine noch größere Deflation aller soliden und höheren Bildung, die aber eben gerade zu dieser verschärften Ausgrenzung unten geführt hat und weiter führen wird. Und wenn man das nicht begreifen kann und seine Träume nicht aufgeben will, bleibt nur der Zwang. Also z. B. die Anordnung einer (sozialistischen) Regierung, daß in den Schulen niemand mehr Sitzenbleiben darf.

Da finde ich Hurra, wir werden Unterschicht!: Zur Theorie der gesellschaftlichen Reproduktion von Peter Mersch schon witziger.
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Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft
Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft von Heinz Bude (Gebundene Ausgabe - 8. März 2008)
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