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142 von 156 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der umgekehrte Domino-Effekt
Handlung im engeren Sinne gibt es eigentlich eher wenig (gemessen am Umfang des Buches). Anna Gavalda widmet sich so ausgiebig ihren Figuren, dass man alles andere rundum vergisst. Episodenhaft erzählt sie ihre Geschichte. Sie zeigt, wie sich vier grundverschiedene Menschen, die jeweils einsam und völlig am Boden sind, gegenseitig aufrichten. Sie selbst nennt...
Veröffentlicht am 11. Februar 2005 von Alexandra Supertramp

versus
14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein ruhiges Buch für freie Stunden
Zwei Männer und zwei Frauen. Eine junge, magersüchtige Frau, die ein ärztliches Attest für ihre Arbeit als Putzfrau benötigt, eine alte Dame, die im Kampf gegen das Alter die Waffen strecken muss und mit dem Schreckgespenst des Altersheims im Krankenhaus liegt; ein schüchterner Adliger, der sich im Alltagsleben kaum zurechtfindet und ein...
Veröffentlicht am 4. September 2007 von Tanja Heckendorn


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142 von 156 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der umgekehrte Domino-Effekt, 11. Februar 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zusammen ist man weniger allein: Roman (Gebundene Ausgabe)
Handlung im engeren Sinne gibt es eigentlich eher wenig (gemessen am Umfang des Buches). Anna Gavalda widmet sich so ausgiebig ihren Figuren, dass man alles andere rundum vergisst. Episodenhaft erzählt sie ihre Geschichte. Sie zeigt, wie sich vier grundverschiedene Menschen, die jeweils einsam und völlig am Boden sind, gegenseitig aufrichten. Sie selbst nennt das den umgekehrten Domino-Effekt. Ihre Steinchen kippen nicht nacheinander um und das eine zieht das andere mit ins Verderben, bis keines mehr auf steht, sondern machen (zunächst ganz unbewusst) das genaue Gegenteil. Gerade heutzutage, wo sich jeder nur noch um sich selbst und seine eigenen Probleme kümmert, wirkt die Art, wie die Figuren aufeinander aufpassen, sich umeinander sorgen, fast schon altmodisch - und ist gerade deswegen irgendwie herzerfrischend.
Anna Gavaldas Stil ist dabei absolut hinreißend. Sie verfolgt ihre Protagonisten mit stetig wechselndem Blickwinkel, beobachtet mal den einen, mal den anderen und zeichnet von allen ein so lebendiges, so reales Bild, dass man fast schon glauben mag, es gäbe sie wirklich. Man kennt die Figuren mit der Zeit richtig gut, möchte sie anschubsen, damit sie endlich aus ihrer Haut herauskönnen, sie in den Hintern treten, wenn sie mal wieder auf dem Schlauch stehen und sie in den Arm nehmen, wenn sie traurig sind. Es gibt kaum "echtere" Romanfiguren als die von Anna Gavalda. Sie hauen einen um. Sie reißen einen mit.
Viele Handlungsstränge erschließen sich über die Dialoge. Es wird sehr viel geredet, aber nicht immer mit vielen Worten. Dennoch steckt in den Dialogen sehr viel und selbst Schweigen hat Gewicht. Jeder Satz, jedes Wort passt genau, vervollständigt das Bild und lässt die Figuren umso lebendiger erscheinen. Jede der Figuren trägt ihr eigenes Bündel Schicksal, aber es wirkt nie aufgesetzt. Anna Gavalda betrachte ihre Figuren stets mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sie hat ein Gespür für tragische Momente, genau wie für lustige und unterstreicht ihren Roman mit einer fast schon zärtlichen Ironie. Anna Gavalda wächst mir mit jedem Buch mehr ans Herz. Wer noch die Muße hat, sich auf einen Roman einzulassen, der fast schon allein durch die Figuren wirkt, der wird mit einer zart und feinfühlig erzählten Geschichte belohnt.
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33 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zauberhaft, einfach lebendig!, 6. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Zusammen ist man weniger allein (Taschenbuch)
Die ersten 50 Seiten ziehen sich wie Kaugummi, und es fällt einem sehr sehr schwer, nachvollziehen zu können, warum dieser Roman Spiegel-Bestseller war. Ab Seite 70 hat man Gefallen an den Protagonisten gefunden, kann sich jegliche Kulisse bildlich vorstellen, wartet schon gespannt auf das nächste Ereignis zwischen unseren 4 Protagonisten.
Jeder Charakter so unterschiedlich wie er nur sein kann, und jeder Charakter konsequent in seine Bahnen gefahren. Genauso wie die Erzählung an sich, werden auch die Protagonisten untereinander erst nach und nach warm.
Dennoch fesselt der Roman ungemein.
Camille: Mitte 20, Künstlerin, verdient sich mit Putzen ihren Lebensunterhalt. Kleine Intellektulle, die zunächst ein sehr mitleiderregendes Leben führt. Wer sie wirklich ist, erfährt man erst ganz am Ende der Geschichte.
Franck: Motorradfahrer, Koch, Frauenheld... Am Anfang denkt man, er ist die einzige Person, die wirklich schon in unserem Jahrhundert angekommen ist.
Camille und Franck: eine schmerzliche Liebesgeschichte. Er will, sie nicht. Oder umgekehrt? Man spürt jeden einzelnen Schmetterling im Bauch als Leser mit.
Philibert der Stotterer: oh, was kann man ihn gut verstehen, warum er stottert, warum er als Adeliger solch einen seltsamen Lebensweg gewählt hat. Er ist der kleine Rebell, der wohl auch in jedem Leser steckt.
Paulette, die zarte Ü-80-jährige, die keine Lust aufs Altersheim hat, und viel lieber in ihrem Garten sitzen würde, in der Wohngemeinschaft dann aber zumindest über die Gesellschaft der jungen Leute doch sehr sehr glücklich ist.

Anna Gavaldas Schreibstil ist sehr eigen, und manchmal ärgert man sich als Leser da schon sehr drüber.
Bei Unterhaltungen geht oftmals nichtmal aus dem Kontext hervor, wer nun grade der Sprecher ist, und man muss lange überlegen, wessen Worte man nun liest. Das macht es an manchen Stellen sehr schwer, den wirklichen Sinn zu verstehen.
Zwischendrin, wenn einer der Protagonisten sich selbst eine Frage stellt, antwortet "jemand" auf diese Fragen, als wenn Anna Gavalda mit ihren Protagonisten kommuniziert. Ein nicht unbedingt schlecht gewähltes Stilmittel, da es den Leser in die Handlung fast einbezieht.
Meiner Meinung nach ist allerdings grade der Anfang, wenn man die Protagonisten kennenlernen soll, sehr schlecht strukturiert, und dem Leser wird es nicht einfach gemacht zu verstehen, um welche Person es sich nun handelt.

Ob Mann oder Frau, jeder Leser wird sich seinen eigenen Lieblingscharakter heraussuchen können, mit dem er sich auch noch bestimmt ein Stück weit identifizieren kann.
Ich habe dieses Fassettenreiche Stück immer nur sehr ungern aus der Hand gelegt, nachdem man sich einmal durch die ersten Seiten gekämpft hat.

Ich werde bestimmt noch ein weiteres Stück der Autorin ins Auge fassen, hoffe aber, dass andere Werke von ihr besser strukturiert sind.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare Lektüre - zum Abtauchen geeignet, 30. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Zusammen ist man weniger allein (Taschenbuch)
Ich will mich nicht wiederholen - viele andere Rezensenten und -innen haben ja schon viel Kluges zu diesem Buch gesagt. Mir sind die vier Hauptpersonen ans Herz gewachsen, in ihrer Einsamkeit, in ihrem täglichen Bemühen, damit zu leben. Wunderbar, wie sich ihre Lebenslinien treffen und die Personen sich langsam, ganz langsam öffnen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, denn es passt in diese geschäftige Zeit, die doch Einsamkeit befördert. Die Suche nach einer Wahlfamilie ist ebenfalls ein modernes Thema. Gemeinsam ist man eben doch weniger allein - irgendwo zwischen Autonomiestreben und Wunsch nach Gemeinschaft. Ein märchenhaftes Buch, dem ich sogar mal fünf Punkte zugestehe.
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch das bezaubert, 20. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Zusammen ist man weniger allein (Taschenbuch)
Anna Gavalda erzählt in diesem warmherzigen Buch über drei (oder eigentlich vier) Menschen die so verschieden sind und sich doch gegenseitig in einer Weise helfen, wie es kein anderer vermag.

Philibert, ein verarmter Adeliger und Postkartenverkäufer der so schüchtern ist dass er vor Fremden anfängt zu stottern, findet eines Tages Camille, eine magersüchtige Putzfrau die eigentlich Künstlerin ist, krank im Treppenhaus und nimmt sie bei sich auf um sie gesund zu pflegen. Philiberts Untermieter Frank, ein Koch in einem Nobelrestaurant, Draufgänger und Casanova, ist darüber nicht sehr erfreut, doch die 3 freunden sich sehr schnell an. Als Frank sich dann Sorgen um seine Oma Pauline macht, die nicht in einem Altersheim leben will, wird diese auch noch in die WG aufgenommen und von Camille gepflegt. Sie werden zu einer eingeschweisten "Familie" und helfen sich über ihre Probleme hinweg.

Ein rundherum gelungenes Werk, das ich nur weiterempfehlen kann. Die Charaktere sind einmal nicht "gewöhnlich" wie in so vielen unzähligen anderen Büchern auch, sondern sind wunderbare Individuen die man nicht so leicht erklären kann. Deshalb und wegen des Humors und des Tiefganges ist dieses Buch mehr als lesenswert.
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36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spritzig, einfühlsam, positiv. Endlich wieder ein ehrlicher Mutmacher, 6. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Zusammen ist man weniger allein (Taschenbuch)
Ein Griff in die Auslage, ein Blick hinein und man ist vergiftet. Süchtig. Gefangen. Ich habe dieses Buch zufällig in die Hand genommen, irgendwo aufgeschlagen und saß sofort in der Falle.
Wie macht sie das, die Anna Gavalda?
Sie beobachtet Menschen sehr intensiv. Und sie muss diese Menschen lieben. Anders ist so ein Buch nicht vorstellbar.
Der Titel klingt banal. So gar nichts reißerisches. Das ist das erste, was angenehm auffällt. Wer sich das erlauben kann, muss ein As im Ärmel haben.
Die Charaktere der drei + eine Hauptperson werden meisterhaft gezeichnet. Strich für Strich, Satz für Satz entstehen die Porträts, Nuancen, Andeutungen, kurze, blitzlichthafte Ausleuchtung. Immer hat der Leser genügend Freiraum, seine Phantasie einzusetzen, nie fühlt er sich gegängelt und doch führt die Autorin diese auf den ersten Blick so unscheinbaren Figuren sicher durch die kleine, alltägliche Handlung. Schält ihre Schmetterlinge aus den Puppen, bis sie stark genug sind, ihre Farben zu zeigen.
Ein Buch über tiefe Menschlichkeit, über Alltagsängste und Einsamkeit bis zur Lebensbedrohung, über Hilfe, Solidarität, Verständnis und Achtung des Nächsten. All das, was wir so nötig brauchen.
Sicher, dass in den drei Protagonisten letztlich kleine Genies stecken, ist frei erfunden, ebenso wie das etwas durchschaubare happy end. Aber machen das nicht alle Märchen so?
551 Seiten französisches Esprit, eine laufend überraschende Sprache voller kleiner gags, überhaupt nicht intellektuell überhoben und selbst in der sparsam dosierten Unflätigkeit immer glaubhaft. Das macht Spaß, das ergreift, das zieht den Leser mit hinein.
Kleines Beispiel: Wie drückt man Ratlosigkeit aus?
„Camille sah Philibert an, und Philibert sah woandershin.“
So einfach geht das.

Noch ein Schmankerl gefällig?
„Keine Nachrichten von der Liebesfront? Gut. Keine Nachrichten, gute Nachrichten“.
Hoppla, wie war das? Wie gut, dass man im Buch dreimal nachlesen kann und dann drüber nachdenken. Im Film ist das sofort weg.
Natürlich bleibt das nicht so stehen. Aber neugierig macht das schon auf den Weitergang der Geschichte, nicht wahr?
Mehr wird jetzt nicht verraten.

Wie schön, dass es auch noch Champagner gibt zwischen all dieser Cola und fun-drinks. Von mir gibt's für dieses Feuerwerk 5 Sterne.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Subjektiv 5 Sterne - Objektiv wohl Geschmacksache, 22. Juni 2007
Von 
S. Trapp "Buchling forever" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Zusammen ist man weniger allein (Taschenbuch)
"Zusammen ist man weniger allein" ist eines der Bücher in denen ich mich absolut zu Hause gefühlt habe. Es gibt einfach Bücher, die es schaffen, dass man direkt abtauchen kann ... Ich fand die Handlung und die Entwicklung der Figuren auch vollkommen in Ordnung und weder an den Haaren herbeigezogen, noch vorhersehbar. Und nur weil es nicht in einem Drama endet heißt es ja nicht, dass ein Buch nur "flach" ist.

Zu der Orginalfassung kann ich nichts sagen, da ich des Französischen nicht wirklich mächtig bin. Auch kam ich mit den Dialogen / Szenenwechsel / verschiedenen Figuren klar bzw. hat gar keine Schwierigkeiten damit.

Von der Story her ist es objektiv betrachtet wohl bestimmt nicht 'Mainstream'-Geschmack
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Heute Abend warteten Menschen auf ihre Rückkehr.Menschen, die sich nicht darum scherten,..., 3. August 2010
Von 
Regenfisch - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Zusammen ist man weniger allein (Taschenbuch)
...was sie wert war. Die sie aus anderen Gründen mochten. Um ihretwillen vielleicht."
Anna Gavalda portraitiert in ihrem Roman "Zusammen ist man weniger allein" vier Menschen, die arg vom Leben, von ihrem Minderwertigkeitsgefühl und von ihren Familien gebeutelt sind.
Da ist zum einen Camille. Sie ist magersüchtig, kann ihre Berufung und ihr Talent, das Malen, nicht ausleben. Sie hält losen Kontakt zu ihrer depressiven und tablettenabhängigen Mutter, die sie aber in ihren Begegnungen nur noch mehr in ein Loch sinken lässt. Camille lebt einsam in einem Dachgeschossverschlag und trifft eines Tages Philibert, der Camille in seine Wohnung holt als sie erkrankt.
Auch er fristet ein bedauernswertes Dasein. Seine adelige und äußerst konservative Familie rümpft die Nase über den hochintelligenten, verschrobenen, aber linkischen und stotternden Sohnemann. Zur Zeit ist er dazu verdonnert, eine Wohnung zu hüten, bis die werte Familie sich in den Erbangelegenheiten geeinigt hat. Mit ihm zusammen lebt Franck, ein motorratsüchtiger und genialer Koch, der aber nicht wirklich viel von Umgangsformen hält. Äußerlich mimt er den harten Typen, innerlich zermürbt ihn sein schlechtes Gewissen als er seine Oma Paulette in ein Pflegeheim gibt.
Paulette wiederum vermisst ihr geliebtes Häuschen, in dem sie ihr bisheriges Leben verbracht hat. Auf ihren gepackten Koffern wartet sie, dass Franck sie wieder mit nach Hause nimmt. Schließlich beschließen die drei jungen Leute, Paulette in ihre Wohn- und Lebensgemeinschaft aufzunehmen.
Anna Gavalda schreibt einen wundbaren Roman darüber, wie Menschen nicht am Schicksal anderer teilnahmslos vorbeigehen, sondern wie sie sich in ihrem Unglück gegenseitig aufrichten. Dabei lebt das Buch von Dialogen, die die Zwischenmenschlichkeit betonen. Sie nähert sich ganz behutsam den Charakteren, so dass der Leser nie Mitleid empfindet, sondern eher Neugierde, diese eizigartigen Menschen kennenzulernen.
Ein wunderbares Buch für das Leben!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch wie das Leben, 15. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Zusammen ist man weniger allein (Taschenbuch)
Dieser Roman von Anna Gavalda berichtet von vier völlig unterschiedlichen Menschen: Camille, ein magersüchtiges Zeichentalent, Philibert, ein stotterndes Geschichtsgenie, Franck, ein frauenverrückter Meisterkoch und seine Großmutter Paulette, ein naturverbundener Trotzkopf.
Diese vier Menschen finden auf die eine und andere Weise zusammen und bilden plötzlich eine Wohngemeinschaft mitten in Paris. Probleme sind vorprogrammiert, doch für jedes Problem gibt es auch eine Lösung.
,,Zusammen ist man weniger allein'' ist eine Ode an die Freundschaft: einer für alle und alle für einen. Gavaldas Schreibstil ist fein und leicht wie ein kühler Morgenwind in den Pariser Straßen, geschwängert von Kaffee- und Croissantgeruch.
Realistisch und kitschig zugleich regt dieser Roman zum Nachdenken an und macht einfach Spaß. Durch die Liebesgeschichte baut sich stellenweise sogar etwas Spannung auf und das Happy End rundet diese Geschichte noch einmal ab.
Einziger Wermutstropfen: Bei den wirklich tollen Dialogen, die wie aus dem Leben gegriffen scheinen, wird mitunter nicht immer klar, wer denn nun im Moment mit wem spricht, aber bei der Gesamtbetrachtung kann man als Leser großzügig darüber hinweg sehen.
Für alle, die Anna Gavalda schon für sich entdeckt haben oder aber entdecken wollen, ist dieser Roman genau das Richtige.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein nicht ganz typisches Buch über die Liebe., 22. November 2007
Von 
Andrea Koßmann "Kossis Welt" (Marl, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Zusammen ist man weniger allein (Taschenbuch)
Eigentlich ist es ein Liebesroman. Aber eigentlich ist es genau das nicht. Ein Buch, welches sich letztendlich rund um die Liebe dreht, ohne dass diese dazu wirklich oft ausgesprochen werden muss.

Anna Gavalda läßt die vier Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein können, in diesem Roman aufleben. Die Situationen um die Geschichte herum werden kaum bis gar nicht geschildert. Aber dennoch reicht es, dass man die Dialoge zwischen den einzelnen Hauptdarstellern liest, um einen eigenen Film im Kopf sehen zu können.

Das Buch ist sehr leicht verständlich geschrieben und kommt ohne großartige Floskeln aus. Die Dialoge sind teils traurig, teils atemberaubend aber auch der Humor kommt in diesem Buch nicht zu kurz. Einmal angefangen, läßt den Leser das Leben der vier Menschen, die sich nach und nach unter einem Dach versammeln, nicht mehr los.

Anna Gavalda schreibt schnell, rasant und prägnant und das bringt den Leser dazu, eben genauso schnell zu lesen. Die über 500 Seiten kamen mir kürzer vor als manches 200-Seiten-Buch. Man hat fast das Gefühl, ein fünftes Mitglied in der Vierer-WG zu sein. Unsichtbar natürlich, aber dennoch mittendrin.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr und ich werde mir sicherlich noch weitere ihrer Bücher zulegen. So einfühlsam, so verschiedenartig, so zart und belustigend....und dennoch hat es nicht mal einen Hauch von Kitsch oder Gefühlsduselei.... so sind nicht viele Bücher!

Lassen Sie sich von Anna Gavalda auf eine Reise einladen und Sie werden traurig sein, wenn Sie am Ende wieder aussteigen müssen!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar herzergreifend, 25. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Zusammen ist man weniger allein (Taschenbuch)
"Dieses Buch ist wie die fabelhafte Welt der Amélie, nur schöner", verspricht die Inschrift auf der Rückseite und das fasst wohl wirklich sehr gut zusammen, was man als Fazit über diesen Roman sagen kann. Camille ist magersüchtig und hat schon lange mit ihrem Elternhaus gebrochen, trotzdem trifft sie sich ab und zu mit ihrer depressiven und tablettenabhängigen Mutter, um die Pflicht erfüllt zu haben. Ansonsten lebt sie zurückgezogen in dem kleinen und winzigen Dachkämmerchen eines Pariser Mehrfamilienhauses und verdient sich ihr Geld in der Nacht als Putzfrau. Doch in ihr schlummert ein unglaubliches Talent, denn Camille kann mit ein bisschen Farbe und Papier ihre Umwelt festhalten und die Menschen damit zu Tränen rühren... Eines Tages fällt ihr Phillipe auf, der im gleichen Haus wohnt, stottert, sobald er mit Menschen in Kontakt kommt, aber in Wirklichkeit ein wahres Genie ist, was Geschichte und historisches Wissen angeht. Phillipe lebt zusammen in einer riesigen Wohnung in dem selben Haus, gemeinsam mit dem launischen Franck, dem nur noch seine heiß geliebte Oma geblieben ist. Franck ist ein Meisterkoch in einem Viersterne-Restaurant, bringt sonst aber nicht sonderlich viel auf die Reihe - ein Mädchen hier und da, Wutausbrüche und Stimmungsschwankungen dominieren seinen Alltag. Seine Oma Paulette hingegen will nicht länger im Altenheim leben und protestiert auf ihre ganz eigene Art und Weise.....

Das mag vielleicht ein wenig kitschig klingen, ist es aber keineswegs. Wunderbar lebensecht, leicht und erfreulich wird hier die Geschichte von vier Menschen erzählt, die verschiedener nicht sein könnten und schließlich doch zueinander finden. Ein Hauch des französischen savoir vivre und dem bunten Treiben der Metropole darf hierbei nicht fehlen. Wunderbare Lektüre für den Sommer oder für zwischendurch, die 550 Seiten gehen jedenfalls viel zu schnell vorbei und unglaublich echt formuliert an eingen Stellen, wie dieser:

"Erstens, das mit den Intellektuellen. Es ist leicht, sich über sie lustig zu machen. Ja, sehr leicht. Häufig sind sie nicht besonders muskulös, und sie prügeln sich auch nicht gern. Das Stampfen von Stiefeln, Medaillen, große Limousinen kann sie nicht groß bewegen, es ist also nicht sehr schwer. Es genügt, ihnen ihr Buch zu entreißen, ihre Gitarre, ihren Stift oder ihren Fotoapparat, und schon sind sie zu nichts mehr zu gebrauchen, diese unbeholfenen Tolpatsche. Übrigens, das ist das erste, was die meisten Diktatoren machen: Brillen kaputt treten, Bücher verbrennen oder Konzerte verbieten, das kostet sie nicht viel und kann ihnen in der Folge viele Unannehmlichkeiten ersparen. Aber du siehst, wenn intellektuell sein heißt, sich zu bilden, neugierig zu sein und aufmerksam, zu bewundern, erschüttert zu sein, verstehen zu wollen."
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Zusammen ist man weniger allein: Roman
Zusammen ist man weniger allein: Roman von Anna Gavalda (Gebundene Ausgabe - 31. Januar 2005)
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