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am 18. Januar 2014
Safranski kann es eben einfach -wie immer ein Genuss. Man meint Schiller über die Schulter geschaut zu haben.Man mag kaum aufhören.
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am 5. Juli 2009
Wenn eine Koryphäe über das Leben eines Genies schreibt, darf etwas Besonderes erwartet werden. Der Autor, Rüdiger Safranski, ist kein Unbekannter am Literaturhimmel und so verwundert es nicht, dass dieses Buch in seiner Qualität den anderen Werken in Nichts nachsteht.

Sprachlich wunderbar verpackt, nimmt uns Safranski mit ins 18. Jahrhundert, genauer gesagt zum 10. November 1759, Schillers Geburtstag. Der Autor von den "Räubern", dem "Fiesko", der "Maria Stuart" und vielen weiteren Werken, ist der heutigen Generation fast nur noch durch eben diese Theaterstücke bekannt. Und die Ästhetik der Werke Schillers, seine Dialoge, die Ausarbeitung seiner Figuren, lassen in uns den Eindruck erwecken, als sei diesem Menschen das Schreiben ganz einfach von der Hand gegangen.
Doch Schillers Biographie zeigt uns, dass er - wenn auch Genie - so doch Mensch war. Auch er hatte finanzielle Nöte, Momente im Leben, in denen er nicht wusste, in welche Richtung ihn sein weiters Leben führen soll und er hatte (und das ist gerade für seine Rolle als Dichter interessant), Momente im Leben, in denen er kein Wort zu Papier brachte und versuchte, mit Alkohol und Drogen, diesem Dilemma Abhilfe zu verschaffen.

Dass Friedrich Schiller nicht nur Dichter, Medikus und Historiker war, sondern auch Philosoph, ist nur wenigen bekannt. Und es verwundert nicht, dass Rüdiger Safranski - ebenfalls Philosoph - diese Seite von Schillers Leben recht ausführlich beleuchtet. Neben den Gedankengängen Schillers trifft man auf die philosophischen Theorien von Kant, Fichte, Hegel u.a. Die Grundessenzen ihres Schaffens werden teilweise über mehrere Seiten dargelegt und ihre Bedeutung für Schiller beschrieben.

Es gibt durchaus Biographien über Friedrich Schiller, in denen sich der Autor weniger weit von der eigentlichen Person Schillers entfernt, doch bereichern in meinen Augen diese Ausführungen Safranskis das vorliegende Buch allgemein. Nicht nur, dass man interessante philosophische Sichtweisen in knapper und unterhaltsamer Form präsentiert bekommt, sie schaffen auch ein schönes Gesamtbild, in welchem sich die Person Schiller, seine philosophischen wie lyrischen Freundschafts- und Arbeitskreise sowie die gesellschaftlichen Strukturen vereinen. Ein rund um gelungenes Buch über einen Menschen, dessen Gedanken über Freiheit unsere heutige Gesellschaft mehr zu prägen vermochten, als es auf einen ersten Blick vielleicht scheinen mag. Lässt man sich ein auf diese Reise durch Schillers Leben, erkennt man die Aktualität seines Schaffens und die Genialität seiner Gedanken...
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am 3. November 2014
Schiller oder die Erfindung des Deutschen Idealismus

Nach dem Goethe/Schillerbuch wunderbar über Schillers Leben mehr zu erfahren. Den Safranski kann man nut weiter empfehlen.
Hannes Lünsmann
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am 23. März 2006
Rüdiger Safranski ist mit seinem Buch über Schiller und seine Zeit etwas Großes gelungen. Ich habe seit langem kein Buch mehr gelesen, was mich derart zu fesseln vermochte.
Wie der Untertitel es bereits andeutet, geht es Safranski hier um mehr als die bloße biografische Darstellung des aufregenden Lebens eines unserer größten Geister. "Schiller oder die Erfindung des Deutschen Idealismus" - es wird ein Portrait Schillers sowie seiner Zeitgenossen geliefert, welches es versteht, geschickt Philosophiegeschichte, Gesellschaftsportrait und Literaturkritik miteinander zu verbinden, so dass der Leser/ die Leserin miterleben dürfen, mit welcher Hingabe und mit welchem stolzen Mut in Deutschland einst gedacht wurde. Interessant sind die vielen Passagen, in denen uns Schiller nicht nur als Dichter, sondern besonders auch als Philosoph und Historiker begegnet und so ein wahrlich "schillerndes" Portrait des ausgebildeten Mediziners gezeichnet wird. Gut hat mir auch die Darstellung der Freundschaft zwischen Schiller und Goethe gefallen, die herausarbeitet, dass Schiller der eigentliche Motor dieser Freundschaft gewesen sein muss und dass es auch Schiller war, der Goethe durch seinen Enthusiasmus zu Höchstleistungen befähigte.
Wahrlich, nach der Lektüre versteht man umso mehr die Bedeutung des Ausdrucks unseres Landes als des Landes der "Dichter und Denker", welches sich das ehrgeizige Ziel setzte (unter Ägide Schillers), Deutschland zu einer Kulturnation zu machen. Schade nur, dass es Träume geblieben sind...
Unbedingt empfehlenswert also für jeden, der sich für Literatur, Philosophie, Geschichte und die deutsche Kultur interessiert...
"... Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten, ist herrlich,/ Denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab."
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am 9. Januar 2005
Dieses Buch ist wie ein Helikopterflug über ausgedehnte Seelenlandschaften, bei dem jedwede Erscheinung fachkundig kommentiert wird. Safranski, der sich zuvor schon mit Schopenhauer, Nietzsche und Heidegger beschäftigt hatte, blickt nicht zuletzt auch mit dem Auge eines Philosophen auf den fragenden und suchenden Menschen Schiller.
Der Leser erfährt einges über Schillers Leben, etwa über die anhaltenden Finanzprobleme und über seine jugendliche Selbstüberschätzung in Bezug auf sein schauspielerisches Talent. Vor allem aber lernen wir einen Menschen kennen, der sein Leben auf Prinzipien zu gründen sucht. Für Ferdinand aus "Kabale und Liebe" ist Liebe das metaphysische Prinzip schlechthin. Für Schiller sind Liebe und Freiheit zentrale Begriffe. Es ist Safranskis Verdienst, dass diese Biographie eine sehr ausgefeilte Analyse der drei Dissertationen Schillers enthält. Wir erleben wie sich ein Newton der Liebe und der Freiheit aufrichtet und seinen Weg beschreitet.
Am 3. Januar 1791 begann mit heftigem Fieber und krampfhaften Hustenanfällen die "Katastrophe" des körperlichen Verfalls des Dichterfürsten. Es ist bezeichnend, welchen Stellenwert die unermüdliche Suche nach Wahrheit und Authentizität für Schiller auch in dieser Zeit hatte, als es galt, die arbeitsfähigen Tage zu nutzen. An seinen Freund Körner schrieb er am 1. Januar 1792: "Mein Entschluß ist unwiderruflich gefaßt, sie (die Kantische Philosophie) nicht zu verlassen, bis ich sie ergründet habe, wenn mich dieses auch drei Jahre kosten könnte."
Der Untertitel dieser Biographie - "Die Erfindung des Deutschen Idealismus" - weckt eine sehr hohe Erwartungshaltung. Wie die Widmung verrät, handelt es sich um ein Wunschbuch. Und um ein Geschenk an die Freunde des deutschen Idealismus.
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am 24. Januar 2016
Erhellendes über einen zu verstaubten Klassiker. Der doch ein packender Teil unserer Kulturgeschichte ist. Das Herausarbeiten der biografischen Zusammenhänge zum Werk habe ich mit Vergnügen und Neugier gehört und Einiges besser verstanden - und geneigter hinterfragt - als weiland in der Deutschstunde. Macht Lust auf Schiller und auf mehr.
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am 23. Oktober 2015
Das ist das besondere Verdienst des Autors, der unser heutige Sprache spricht und verständlich komplzierte Zusammenhänge allgemein für den normalen Leser zu formulieren weis. Absolut lesenswert!
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am 4. Dezember 2006
Dieser Schlüsselsatz von Schillers Denken ist zeitlos und wahr, so wie vieles in seinem Leben. Oft wurde Schillers literarisches Werk zu wenig mit seinem philosophischen Denken in Bezug gesetzt. Rüdiger Safranski ist prädestiniert diese bisherige Schwachstelle in der Werkrezeption zu füllen und mit einfühlsamer und allgemein gut verständlicher Sicherheit, den Idealismus, Freiheitsgedanken und die dramentheoretische Basis in Schillers Biographie herauszuarbeiten. Ihm gelingt (bis auf wenige Stellen) ein gut verständlicher Diskurs zu diesen Themen, er sieht Schillers Werke genauso wie seine Bekannten und Freunde, aber auch die allgemeinen sozialen und politischen Verhältnisse seiner Zeit als Schlüssel zu seinem Denken. Lediglich an einigen Stellen, sind Safranskis philosophische Ausführungen zu verspielt, "interpretiert" und undurchsichtig.

Eine gute Übersicht zur Literatur, eine Werkbiographie und ein ordentliches Register runden diesen Lesegenuss ab. Wer einen packenden Einstieg zum größten Dramatiker Deutschlands sucht, findet ihn hier.
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am 11. August 2014
Die Universtät Jena benannte sich nach Friedrich Schiller, auch viele andere Institutionen, Straßen und Plätze tragen seinen Namen. Nun beschreibt aber Safranski sehr genau, wie Schillers medizinischen Schriften aufgenommen wurden. Die Dissertation wurde wegen stilistischer Mängel abgelehnt: zuviel Pathos. Die nächste Doktorarbeit fand auch nicht die Anerkennung der Weisen, die sich um den törichten Fürsten scharten. Und der Fürst untersagte dem aufmüpfigen Eleven der Karlschule das Schreiben von Komödien (!), obwohl Schiller nie ein Lustspiel im Plan hatte. Safranskis eingehend geschilderte Parallele der ersten Dissertation mit dem ersten Stück "Die Räuber" kulminiert in dem interessanten Satz, Schiller habe bereits ein gewisses Verständnis für die Psychosomatik gehabt. Das Stück beginnt mit dem Satz: "Ist Euch nicht wohl, Vater?" Dann folgen sorgfältig geplante Intrigen, die den alten Moor letzlich mit seelischen Schmerzen überwältigen und umbringen. Eine kluge Interpretation der Psychosomatik, die noch gar nicht erfunden war. Safranski hat allein schon mit diesem Detail einen wesentlichen Beitrag zur Biografie des Arztes, Dichters und Rebellen geleistet.
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am 11. Mai 2005
Liebe Literaturliebhaber:
Habe Safranskis "Schiller" eben am Pazifik gelesen, in einer weitgehend störungsfreien Umgebung mit Sonne und Meer. Es braucht nämlich eine Menge Konzentration, dieses Buch mit der angesagten Widmung zu würdigen.
Kurz gesagt, es lohnt sich jede Seite, jeder Satz. Ein einfühlsames Werk, das Schillers Botschaft für den heutigen "Konsumenten" liebevoll aufbereitet und verständlich macht. Diese kogeniale Publikation zweier Experten (vielleicht sollte man auch den Herrn Goethe mitzählen?) ist eine Lust.
Nach dieser aufwändigen Lektüre fühle ich mich: extrem bereichert. Kudos für Herrn Safranski.
Weshalb packen Sie sich das Buch nicht für den Sommerurlaub ein? Ich wette, Sie werden es nicht bereuen.
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