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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebenslügen die keine sind - oder doch?!
Ich hatte mir "Die Lügen der Frauen" gekauft, nachdem ich die Rezension von Elke Heidenreich gesehen hatte.
Ludmilla Ulitzkaja schreibt mit sehr viel Verständnis und Zuneigung über ihre Protagonisten.
Schlüsselfigur ist Senja - eine Moskowiterin - die das Buch, in seinen verschiedenen Abschnitten, durch ihr Leben begleitet.
In jeder...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2003 von sab1667

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Russische Lügengeschichten
5 Frauen tischen Shenja Lügen auf. Diese ist zunächst gutgläubig und umso bestürzter, als sie merkt, dass sie belogen wurde. Die 5 Geschichten sind in sich geschlossen und jede somit gut für sich alleinstehend zu lesen. Die Autorin hätte besser eine Sammlung von Kurzgeschichten herausgegeben. Die einzelnen Lügengeschichten sind gut und...
Veröffentlicht am 9. Oktober 2007 von B. Kugler


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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebenslügen die keine sind - oder doch?!, 27. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Lügen der Frauen (Gebundene Ausgabe)
Ich hatte mir "Die Lügen der Frauen" gekauft, nachdem ich die Rezension von Elke Heidenreich gesehen hatte.
Ludmilla Ulitzkaja schreibt mit sehr viel Verständnis und Zuneigung über ihre Protagonisten.
Schlüsselfigur ist Senja - eine Moskowiterin - die das Buch, in seinen verschiedenen Abschnitten, durch ihr Leben begleitet.
In jeder Geschichte die in diese Erzählung eingebunden ist, trifft Senja eine oder mehrere Frauen die ihr Lügen bzw. von Lügen erzählen. Und genau wie Senja erlebt und erleidet man Anfangs das Schicksal der Erzählerinnen mit, bis man am Ende mit der Wahrheit konfrontiert wird. Aber hinter all diesen Lügen - die nicht aus Böswilligkeit erzählt werden - erkennt man mehr und mehr das eigentliche Wesen der "lügenden Frauen": ihre Wünsche, Hoffnungen, Träume und Endtäuschungen.
Genauso wie Senja lernt man diese Frauen nicht nur zu verstehen sondern sie manchmal sogar zu mögen. Obwohl das bei einigen von ihnen Anfangs nur schwer vorstellbar ist.
Die Geschichte endet bei Senja, die sich letztlich mit ihren eigenen Lügen und Wahrheiten auseinandersetzt.
Ein Buch über die Lügen, geschrieben mit sehr viel Ehrlichkeit. Für Menschen die verstehen und nicht verurteilen wollen.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Literarisch und leichtfüssig - unwiderstehliche Mischung!, 12. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Lügen der Frauen (Gebundene Ausgabe)
Neugierig auf diese junge russische Autorin sollten Sie, liebe Leser sein, denn sie zu entdecken ist ein wirklicher Genuss!
Im Mittelpunkt dieses Reigens von "Lügen" steht Shenja, die bei jedem Kapitel älter wird und einen unwiderstehlichen Reiz auf die Fabulierlust unterschiedlichster Frauen auslöst. Ihr, Shenja, vertrauen sie ihre "Lebenslügen" an, bis Shenja irgendwann von einer ihrer Freundinnen selbst der Lebenslüge überführt wird. Leichtfüssig und elegant beschreibt die Autorin diese Menschen aus unterschiedlichen russischen Milieus und ihre hochsympathische Hauptperson. Unbedingt lesen!
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Literarisch und leichtfüssig - unwiderstehliche Mischung!, 17. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Lügen der Frauen (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch hat mich sehr begeistert und es wird mich sicher noch ein Weilchen beschäftigen. Ljudmila Ulitzkaja erzählt von Shenja, einer Moskauerin, der völlig unterschiedliche Frauen die geheimsten und intimsten Dinge anvertrauen. Die jedoch sind immer erlogen. Bis Shenja eines Tages selber mit einer eigenen Lüge ihre Freundinnen überrascht... Wie in einem Reigen führt die Autorin leise die Fäden und das ist so kunstvoll und meisterhaft erzählt, wie ich es lange nicht erlebt habe. Dieses Buch trifft mitten ins Herz!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die schönsten Lügen, seit es Unwahrheiten gibt !, 24. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Lügen der Frauen (Gebundene Ausgabe)
Shenja, eine Lektorin, Ehefrau und Mutter aus Moskau, befindet sich im Mittelpunkt eines Lügennetzes, das ihre Bekannten regelrecht um sie herumgesponnen haben.Die Lügen sind derart elegant und spannend erzählt, dass man sich gerne beirren lässt.Oftmals tippt man darauf, dass sich etwas als Lüge entpuppt, und dann ist es etwas ganz anderes, was sich als unwahr herausstellt.Die Lüge hat viele Facetten und oft im Leben kann man Lüge und Wahrheit nicht recht auseinanderhalten.Was für den einen die Wahrheit ist, ist für den anderen eine Lüge.Manchmal ist der Standpunkt des Betrachters entscheidend. Die Autorin zeigt einfühlsam, dass die Menschen die Lügen manchmal benötigen, um überleben zu können. Schliesslich lügen sich die Menschen allein aus Höflichkeit jeden Tag an.Man lügt über seine Gefühle, sein Befinden, die Meinung anderen gegenüber, aus Schutz, aus Einsamkeit... Doch alles ist ein schmaler Grad, und wenn das ganze Leben zur Lüge verkommt, kann das alles ruinieren.Ich habe Ljudmila Ulitzkajas Lügen, als die schönsten Lügen empfunden, seit es Unwahrheiten gibt!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einfach lesenswert!, 10. November 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Lügen der Frauen (Taschenbuch)
Das ist mit Sicherheit eines der schönsten Bücher, das ich je gelesen habe.
Das Buch ist in 6 Kapitel gegliedert. Eigentlich sind das alles (fast) für sich allein stehende Erzählungen. Im Mittelpunkt steht Shenja. Im ersten Kapitel erleben wir, wie Shenja mit ihrem kleinen Sohn in den 70ern der ehemaligen UDSSR Urlaub. Dort lernt sie eine Frau kennen, die ihr die wildesten Geschichten aus ihrem Leben erzählt. Shenja glaubt das alles und kann gar nicht fassen, dass alles nur erlogen war.
Das nächste Kapitel schildert Shenjas Ferien mit mittlerweile zwei Kindern 10 Jahre später. Dieses Mal erzählt ihr ein 10jähriges Mädchen lauter Lügen über ihr Leben. Shenja kann schon besser damit umgehen.
Als nächstes fällt sie auf die Lügen einer Nichte herein. Jedes Mal fühlt sie sich bemüßigt, sich um diese Frauen zu kümmern, weil sie Mitleid hat und meint, ihnen helfen zu müssen.
In den 90ern hat sie den Auftrag in der Schweiz Interviews mit russischen Prostituierten zu führen. Alle Frauen erzählen ihr die gleiche wilde Story über ihr schweres Schicksal, doch dieses Mal ist Shenja nicht mehr so leichtgläubig.
Auf das letzte Kapitel möchte ich nicht eingehen, denn es wäre schade um die Story.
ULITZKAJA erzählt leicht, transportiert dabei aber viel Inhalt und ich bin sicher, dass mich dieses Buch noch lange beschäftigen wird. Ich glaube, es gibt sehr viele "Shenjas" und es lohnt sich, darüber einmal nachzudenken. Ich wünsche LJUDMILA ULITZKAJA noch sehr viele Leser. Ich werde mich auf jeden Fall noch an weitere Bücher dieser Autorin machen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anrührend, 24. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Lügen der Frauen (Gebundene Ausgabe)
Shenja trifft immer wieder auf Frauen, die sie anlügen. Diese Frauen erzählen aber keine kleinen Notlügen, wie wir sie alle hin und wieder gebrauchen, sondern sie konstruieren kunstvoll und sehr kreativ Lebenslügen. Jedesmal kommt Shenja dahinter, daß sie angelogen wurde und sagt es den Frauen auf den Kopf zu oder die Frauen merken dies auf andere Weise und reagieren äußerst schroff. Denn Shenja bemerkt überhaupt nicht, daß die Frauen diese Lebenslügen brauchen und was sie damit anrichtet, indem sie sie entlarvt.
Das Buch hat seine lustigen Seiten, denn manche Lügen sind wirklich hanebüchen, dann ist es wieder traurig, eben weil diese Frauen es nötig haben, sich hinter Lebenslügen zu verstecken und am Ende wird es spannend als Shenja einen Schicksalsschlag hinnehmen muß und der Leser sich fragt, ob sie selbst eine Lebenslüge aufbaut, oder ob sie sich letztendlich ihrem Schicksal stellt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Russische Lügengeschichten, 9. Oktober 2007
Von 
B. Kugler "Bücherfan" (Michelfeld, BW Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Lügen der Frauen (Taschenbuch)
5 Frauen tischen Shenja Lügen auf. Diese ist zunächst gutgläubig und umso bestürzter, als sie merkt, dass sie belogen wurde. Die 5 Geschichten sind in sich geschlossen und jede somit gut für sich alleinstehend zu lesen. Die Autorin hätte besser eine Sammlung von Kurzgeschichten herausgegeben. Die einzelnen Lügengeschichten sind gut und kurzweilig zu lesen, die Ideen witzig. An Shenja bemerkt man die Entwicklung, dass sie nicht mehr alles sofort für bare Münze nimmt.

Im Vorwort steht: Bis Shenja eines Tages selbst ein Schicksalsschlag ereilt und sie die Kunst zu leben neu erlernen muss. Das hat mich neugierig gemacht. Das Buch hat 165 Seiten. Auf Seite 142 ereilt sie der Schicksalsschlag und die Kunst zu leben neu zu erlernen kann man dann von Seite 143-165 nachlesen. Für meinen Geschmack hätte die Autorin gerade diesen Abschnitt im Leben von Shenja ausgiebiger beschreiben dürfen.

Auf dem Buchrücken steht von Viola Roggenkamp in der Welt: Das Buch hat eine glückselig machende Lebenskraft. Die habe ich leider nicht gefunden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flucht aus der Wirklichkeit, 7. September 2011
Von 
Dieter Drewitz "didi" (Magdeburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Lügen der Frauen (Taschenbuch)
Die alte Frage, ob gute Literatur unterhaltsam sein darf, beantwortet das deutsche Feuilleton zumeist negativ, so auch zum Großteil bei Ljudmila Ulitzkajas Roman "Die Lügen der Frauen".
Frauen erfinden sich ihr Leben neu, um der Wahrheit oder der Tristesse ihres Daseins zu entfliehen. Die Lüge beschreibt den Traum von einem anderen Leben oder dessen Alptraum. Oft zeigt sich dem Leser auch, dass, was er für die Lüge hält, Wahrheit ist und umgekehrt. Dadurch bleiben die Geschichten, die Frauen der Hauptheldin Shenja erzählen, unberechenbar wie das Leben, dem die Geschichte abgelauscht sind: Eine Engländerin, die erst mit ihrem fünften Kind glücklich wird; eine Literaturprofessorin, die ein junges Mädchen für Lyrik begeistert; die sie angeblich selbst geschrieben hat; das dreizehnjährige Mädchen, das ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann hat, russische Prostituierte in der Schweiz.
Diese poetische, warmherzige aber auch scharfzüngige Prosa wird so erzählt, dass hinter dem Schwindel die Abgründe des Lebens sichtbar werden. Die Frauen sind gezeichnet von den Irrwegen und beschädigt in ihrer Persönlichkeit, aber oft auch liebenswert.
Man kann Elke Heidenreich nur zustimmen: Die Geschichten sind 'von einer so milden, schönen Traurigkeit, wie es nur die Russen können.' Die Zeiten sind so, dass die Frauen sich ihre eigen Wahrheit erfinden, um überleben zu lernen. Aber ist das der richtige Weg?
Eine Entdeckung für mich - auch als Hörbuch!
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die russische Mentalität - und kein Ende, 21. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Lügen der Frauen (Gebundene Ausgabe)
Nach den vielen positiven Kritiken über vorliegendes Buch war ich sehr gespannt, was eine moderne russische Autorin über ihre Lebens- und Leidensgenossen zu sagen haben würde. Die erste Geschichte "Diana" machte mich noch betroffen, da die Autorin es versteht, sacht einen Spannungsbogen aufzubauen und ihre Figuren sehr plastisch zu zeichnen. Das Ende kommt unerwartet und macht wirklich betroffen.
Doch ab der zweiten Geschichte schlich sich bei mir eine zunehmende Lesemüdigkeit ein, schließlich musste ich mich regelrecht durch die letzte Geschichte kämpfen. Woran lag es? Zum einen daran, dass die Autorin in den Geschichten 2 bis 6 immer wieder nach dem selben Schema verfährt: Eine Frau oder ein Mädchen tischt (scheinbar) faustdicke Lügen auf und die unerwarteten Enden werden immer absehbarer. Zum anderen neigt die Autorin dazu, ständig den interpretierenden Zeigefinger zu heben und dem Leser das, was er eigentlich selbst herausfinden wollte, auf dem Tablett zu servieren; sie erklärt viel zu viel und es steht nur sehr wenig zwischen den Zeilen. Ganz besonders gestört hat mich in einigen Geschichten, dass die Autorin es nicht verstanden hat, den jeweiligen Erzählkern auf eine verallgemeinerbare Stufe zu heben, ich fragte mich zum Schluss: Was kann ich nun für mich aus der Geschichte herausnehmen? Die Antwort war meist: nichts. Auch die erzählerische Qualität ist sehr unterschiedlich. Die Geschichte "Der Glücksfall" z.B. weist einen sehr unliterarisch wirkenden Anfang und etliche sprachliche Platitüden auf, die ich schon fast peinlich fand. Das Thema der Geschichte allerdings - russische Redakteurin ist hochbeglückt, einem Privatauftrag nachgehend, in der Schweiz das Leben russischer Prostituierter recherchieren zu dürfen - erinnert mich als gelernten DDR-Bürger doch sehr an unsere Bewunderung für alles westlich der Grenze und weckte in mir Erinnerungen.
Alles in allem zeigt das Buch die russische Mentalität, Lebensweise und Sichtweisen auf den Alltag ohne besonders ideenreich oder sprachlich herausragend zu sein.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fantasien sind keine Lügen, 16. Oktober 2006
Von 
M. A. Burgauer (8126 zumikon Switzerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Lügen der Frauen (Taschenbuch)
Nach der Lektüre Ljudmila Ulitzkajas "Shurik" wollte ich mir unbedingt einen weiteren Roman dieser Autorin gönnen. Ich freute mich auf "Die Lügen der Frauen" -- doch schliesslich war ich froh, als das Ende der Lektüre absehbar wurde.

Viele Leserinnen und Leser bedienen sich wahrscheinlich oft einer Rezension, um eine Bestätigung für einen subjektiv schon getätigten Kaufsentscheid zu finden. Begeisterte Rezensionsmeinungen scheinen populärer zu sein als kritische Einstufungen. Ich möchte hier nicht auf den Inhalt der "Lügen der Frauen" eingehen. Das finden Sie in andern Rezensionen zu hauf. Für mich war das Buch schlichtweg eine Enttäuschung, ein Sammelsurium von neurotischen Geschichten, und ich suchte vergebens nach tieferer Symbolik. Ich fand viele der aufgetischten Lügen eher banal und meistens auch nicht sonderlich raffiniert. Es erstaunte mich auch, dass die Autorin Fantasien mit Lügen verwechselt. Schliesslich hat das ausführliche Abschlusskapitel wenig Relevanz zu den vorangegangenen Lügentiraden. Ich frage mich ernsthaft, warum manch eine Rezension Ludmila Ulitzkajas "Lügen" so begeistert ausgefallen ist. Alles ist relativ. Doch wenn man schon ein paar hundert Bücher gelesen hat, würde die "Lügen der Frauen "nicht unter jene wenige Romane fallen, die man bei Verbannung auf eine Insel ins Köfferchen packen dürfte. Fazit: Lesen Sie doch besser "Schurik".

Marcel A. Burgauer, Zumikon
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Die Lügen der Frauen
Die Lügen der Frauen von Ljudmila Ulitzkaja (Gebundene Ausgabe - 4. August 2003)
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