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5.0 von 5 Sternen Ein ganz besonderes Buch
Ein ganz besonderes Buch mit ungewöhnlichem Aufbau: Mehrere Erzählebenen, die chronologisch in unterschiedliche Richtungen verlaufen. Örtlich und zeitlich treffen sie nie genau aufeinander, aber immer berühren sie sich. Hört sich kompliziert an? Vielleicht, aber man kann einfach so drauflos lesen. Die verschiedenen Erzählebenen erzeugen einen...
Veröffentlicht am 8. Februar 2004 von Amazon Kunde

versus
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Buch das gemischte Gefühle hinterlassen hat
Ich bin hin- und hergerissen.
Tatsächlich befinde ich mich irgendwo in der Mitte zwischen Bewunderung für ein Buch, dass in aller epischen Breite völlig verschiedene Geschichten erzählt, deren Gemeinsamkeit zunächst nur die Insel Tristan da Cunha ist, und völligem Unverständnis den positiven und begeisterten Kritiken...
Veröffentlicht am 2. März 2007 von Thomas Ferge


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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Buch das gemischte Gefühle hinterlassen hat, 2. März 2007
Von 
Thomas Ferge "ferge28" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Ich bin hin- und hergerissen.
Tatsächlich befinde ich mich irgendwo in der Mitte zwischen Bewunderung für ein Buch, dass in aller epischen Breite völlig verschiedene Geschichten erzählt, deren Gemeinsamkeit zunächst nur die Insel Tristan da Cunha ist, und völligem Unverständnis den positiven und begeisterten Kritiken gegenüber.

Aber der Reihe nach:
In insgesamt 4 Handlungssträngen, deren erster eine Art Rahmenhandlung darstellt (Noomi Moorholt eine Wissenschaftlerin in der Antarktis findet eine Kiste mit Büchern und Aufzeichnungen, deren drei den Rest des Buches darstellen), erzählt der Autor in epischer Breite zum Einen die Geschichte der Insel selbst, zum Anderen schildert er die Lebensgeschichten von Menschen, deren Leben eng mit der Insel verknüpft ist.
Allen Geschichten gemein ist die Suche nach Liebe, die vor dem Bild der fernen und einsamen Insel als eine tiefe Sehnsucht geschildert wird. Da ist zum Einen Christian Reval, ein Landvermesser, den mit Tristan eine alte, tiefempfundene Liebe verbindet, die ihm zum Verhängnis wir, wir begegnen Edwin Heron Dodgson, der sich als Priester auf der Insel in eine tragische Liebschaft verstrickt sowie letztendlich Mark Thompson, der anhand seiner Briefmarkensammlung, die Geschichte der Insel wie auch seiner gescheiterten Liebesbeziehung schildert. Eingerahmt werden diese Geschichten durch Noomis Aufenthalt in der Antarktis, die ihrerseits Mailkontakt zu dem Brasilianer Rui aufnimmt, der gerade ein Buch über Tristan schreibt.

Das bestimmende Thema von (unerfüllter) Sehnsucht, Einsamkeit, Liebe, die hierfür verwendeten Anspielungen auf das Tristan-und-Isolde Thema (so können alle Hauptcharaktere in diesen Kontext passen) ist ein sehr interessantes und ist es durchaus wert ein dickes Buch zu schreiben und zu lesen. Dies dann alles noch vor dem Hintergrund einer der entlegensten Plätze dieser Erde, gespickt mit Informationen zu Geschichte und allen möglichen Wissensgebieten, und dann noch aus den verschiedenen Blickwinkeln der Hauptpersonen sollte eigentlich 5 Punkte wert sein.

Sollte: und genau da liegt für mich der Haken: es hat mich einfach nicht mitgerissen!
Ich habe die ganze Zeit auf den Moment gewartet, mit dem die Lust aufs weiterlesen richtig aufkommt, dass man in die Geschichte(n) hineingezogen wird, dass man betroffen ist ob der Schroffheit der Insel, der Liebe, der Einsamkeit, die doch gleichzeiteig auch so schön und bittersüß sein können.
Leider habe ich bis zum Ende warten müssen, leider vergebens. Irgendwie erscheint mir persönlich der Roman als literarisch zu überfrachtet, so dass die Geschichte auf der Strecke bleibt, die Story fließt nicht sondern wabert nur an einem vorüber, wie der Nebel der immer wieder über die Insel zieht. Das erzeugt zwar einerseits eine tolle Stimmung von Tristesse und Einsamkeit, macht aber das lesen und mitgehen sehr schwierig.
Deswegen nur 2,5 Punkte, ein Mittelwert aus 5 Sternen für die tolle Idee und den Reichtum an Wissen, der in diesem Buch steckt, und 1 Stern wegen der Umsetzung, die mir auf diese Art leider nichts gegeben hat.
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ganz besonderes Buch, 8. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Tristan da Cunha oder Die Hälfte der Erde (Gebundene Ausgabe)
Ein ganz besonderes Buch mit ungewöhnlichem Aufbau: Mehrere Erzählebenen, die chronologisch in unterschiedliche Richtungen verlaufen. Örtlich und zeitlich treffen sie nie genau aufeinander, aber immer berühren sie sich. Hört sich kompliziert an? Vielleicht, aber man kann einfach so drauflos lesen. Die verschiedenen Erzählebenen erzeugen einen intensiven Spannungsbogen, zunehmende Neugier und das Bedürfnis die Zusammenhänge zu verstehen und zu ordnen.
Tristan da Cunha - eine Insel weit draußen mitten im Südatlantik, "der Nabel der Welt" (?). Auf dieser Insel laufen alle Erzählungen zusammen. Eine Insel mit einzigartiger Natur, Zufluchtsstätte und gleichzeitig ein trostloser Ort, den man fliehen möchte - vor allem aber isoliert von der übrigen Welt; kaum eine Stelle dieser Erde ist so abgelegen und auch heute noch so schwer erreichbar.
Wie eine Metapher erhebt sich dieser gleichmäßige Kegel, wolkenverhangen, aus den Fluten des unendlichen Ozeans. So handelt auch dieses Buch von Isolation und Alleinsein. Isolation einer (archaisch) kleinen Gruppe von Menschen auf beschränktem Raum, aufeinander angewiesen und fast autark. Und ganz persönliches Alleinsein, auf der Suche nach Erlösung und voller Sehnsucht und Begierde nach Marah. Eine Marah erscheint ganz merkwürdig in jeder Erzählebene, immer eine andere, und doch ähneln sich die Konstellationen.
Kann die Sehnsucht nach ihr die Isolierung aufbrechen oder bleibt die Liebe zu ihr unerfüllt, tragisch und selbstzerstörerisch? Die Antwort muss man schon selber erlesen; dann erfährt man auch ihre eigene Betroffenheit, denn die Rahmenhandlung wird von Noomi (=Marah) selbst erzählt.
Wie der Aufbau ist auch der Inhalt äußerst komplex und vielschichtig. Spielerisch streift der Autor durch unglaublich viele Wissensgebiete (Geographie; Geologie; Botanik; Meereskunde; Selbstversorgungstechniken; Metereologie; Funktechnik; Schiffbau; Philatelie; Geschichte; Lingistik; klassische, germanische und jüdisch-christliche Mythologie; ...). Um alles zu verstehen, muss man schon mal nachschlagen. Ich habe es mit viel Freude getan.
Der Autor schreibt sich selbst mit in die Geschichte ein. Als Rui, sein alter ego, sagt er über die Insel: "Eine Insel als regressus ad uterum, die Suche nach den Ursprüngen der Welt und des eigenen Ichs, um darin Heil zu finden - das vorsintflutlichste Prinzip des Schreibens, das es gibt."
Und über seinen Anspruch als Schriftsteller: "Literatur liegt für mich im Versuch, für archetypische Situationen und Emotionen die eine und allumfassende Formulierung zu finden, die rechten Worte und die richtigen Sätze - darin besteht ihre Formelhaftigkeit, schon seit Homers epischer Zeit."
Dem Autor ist es mit diesem Buch weitgehend gelungen, diese Ansprüche zu erfüllen. Er hat ein wunderschönes episches Werk geschaffen; keinen einfachen Abenteuerroman, aber voller kleiner Abenteuer. Immer, wenn ich das Buch - ungern - aus der Hand legte, blieben noch lange ganz intensive Bilder in mir haften. Der Autor hat eine ganz außergewöhnliche Fähigkeit, eindrucksvolle (Natur-)bilder hervorzurufen und diese den Grundfragen des Menschseins zuzuordnen. Und jetzt, wo ich das Buch seit 14 Tagen ausgelesen habe, taucht immer noch und immer wieder diese nebelverhangene Insel mitten im Ozean in mir auf, ich höre den Sturm die Wellen an den Strand werfen und fühle mich den Schicksalen ihrer Bewohner durch die Jahrhunderte verbunden.
Eines der besten Bücher, das ich je gelesen habe. Ich werde wohl noch einmal den Anfang lesen müssen, der ja zugleich der/ein Schluss ist oder ich stürze mich gleich auf andere Bücher des Autors - in der Gewissheit, dass er dieses nicht wird übertreffen können... oder vielleicht mache ich mich zunächst auf die Suche nach Marah...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unglaubliches Leseerlebnis, 7. Januar 2013
Es ist nun schon eine Weile her, dass ich dieses Buch gelesen habe, und in der Zwischenzeit sind mir einige andere gute bis hervorragende Bücher untergekommen, aber immer wieder komme ich auf "Tristan da Cunha" von Raoul Schrott zurück, nicht zuletzt durch meine aktuelle Lektüre von Schrotts neuem Roman "Das schweigende Kind" und seiner Gilgamesh-Neudichtung.

Es ist kein einfaches Buch, und man braucht schon ein wenig einen langen Atem, aber "langweilig" und "zum in die Ecke werfen", wie es einige Rezensenten hier nennen, ist es nun wirklich nicht. Im Gegenteil: Ich habe selten ein Buch erlebt, das mich sowohl in Inhalt als auch in Form so fasziniert und begeistert hat.

Über den Inhalt brauche ich keine Worte zu verlierendas haben meine Vorredner hier schon getan. Es genügt zu sagen, dass die Insel-Thematik, vor allem die einer solch eigenartigen Insel wie Tristan da Cunha, an sich schon faszinierend genug ist. Schrott aber zeichnet anhand der Geografie dieser Insel die Seelen-Geografie seiner Protagonisten nach, die zu verschiedenen Zeiten irgendwie mit dieser Insel verbunden sind, und erzählt damit poetische Psychogramme der Einsamkeit, der Sehnsucht. Besonders positiv fällt dabei auf, dass Schrott für jeden seiner Protagonisten, denen sich die einzelnen Teile des Buches jeweils widmen, einen eigenen Tonfall verwendet (irgendwo in einer Rezension las ich die treffende Bezeichnung "Stimmenimitator") und dabei doch immer er selbst bleibt.

Ja, das Buch ist eine Herausforderung, vielleicht auf den ersten Blick so schroff und abweisend wie die titelgebende Insel selbst. Und ja, Schrott ist eher ein Dichter als ein "spannender" Autor von Abenteuerliteratur, aber man erwartet von "Schuld und Sühne" ja auch keinen Krimi à la Stieg Larsson.

Den negativen Rezensenten sollte deshalb nicht geglaubt werden, auch wenn ich Lesern, die lieber leichtere Lektüre wollen, von "Tristan da Cunha" abraten möchte. Für die aber, die sich der Herausforderung stellen und sich auf Schrotts Sprache und seine Welt einlassen, kann das Buch in der Tat eine Insel mitten im Atlantik sein - einsam, rau und wunderschön.
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5.0 von 5 Sternen Respekt vor der Natur, 19. Juli 2011
Das Buch ist ja nicht mehr ganz neu, mir aber erst kürzlich untergekommen. Zunächst: Es gab in der Vergangenheit wenige Bücher, die mich derart gefesselt haben.

Die Erzählstruktur ist nicht einfach. Mehrere Ebenen überlagern sich zeitlich und geografisch, verschiedene Personen und Familien vermischen sich. Alle handelnden, behandelten und erzählenden Personen haben aber eins gemeinsam: Es wird deutlich ihr Erstaunen, gar ihre Fassungslosigkeit vor einer Inselwelt mitten im Atlantik, die nie in die jeweilige Jetzt-Zeit zu passen scheint. Man spürt Respekt und Achtung vor der Natur, man glaubt die Natur selbst zu spüren.

Schrott ist ein begnadeter Erzähler. Man muss sich aber auf ihn, seinen Stoff und seinen Stil einlassen können - und viel Zeit und Ruhe zum Lesen haben.

Ich gebe ohne Bedenken 5 Sterne.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wortgewaltig....., 19. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich interessiere mich seit langem für diese Insel und ihre Menschen, ich habe auch alles mögliche darüber gesammelt. Mit einer gewissen Vorfreude machte ich mich über diesen mit viel Vorschusslorbeeren bedachten Roman her. Es ist zweifellos ein wortgewaltiges und mit grossem Aufwand recherchiertes Werk. Aber auch quälend langatmig und handlungsarm. Der Spannungsbogen baut sich nur andeutungsweise auf. Die letzten Seiten habe ich oft nur so überflogen, überblättert. Der Handlungsfaden erschliesst sich auch nur sehr schwer. Ich kann es beim besten Willen nicht empfehlen. Man muss sich wirklich hindurch quälen.
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11 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderbar, 11. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Tristan da Cunha oder Die Hälfte der Erde (Gebundene Ausgabe)
Dieser Roman ist einfach wunderbar. Sprachlich sehr dicht, sodass man nicht vor Langeweile durch die Sätze hindurchfällt, konstruiert Raoul Schrott ein umfassendes Bild einer Insel, welche unsere Welt im Mikroskosmos darstellt. Durch die verschiedenen Zeitebenen glaubt man plötzlich zu verstehen wie das Leben an sich funktioniert, was natürlich für jeden Leser auf eine andere Weise passieren müsste, mein Zugang war die Wehmut mit der man der Leere des Daseins begegnet. So ist der Roman auch geschrieben, wenig Inhalt und viel Form, was nicht jeden Leser anprechen wird, eher die Minderheit.
Besonders reizvoll aber dem Roman letztlich schädlich ist des Autors Versuch sich selbst in den Roman einzubauen, sozusagen sich als eigenen Charakter zu etablieren, und das in nicht sehr versteckter Weise. An einer Stelle gibt er aber zu, dass sein Roman über die Insel Tristan nicht gerade authentisch ist, er konnte diese Umwelt nur so beschreiben, wie er sie haben wollte, egal auf welche Quellen er zurückgriff. Somit muss ich einen Stern abziehen, weil man in diesem Moment die traurige Gewissheit erlangt einem puren Manieristen aufgesessen zu sein, der sich auch noch selbst den Wind aus den Segeln nimmt, und keinem zweiten wandelnden Lexikon wie Umberto Eco, obwohl der sein wissen in Thriller verpackt, wohingegen Schrott die Form des Liebesromans gewählt hat. Fazit: Ein sehr komplexes, fasznierendes Meisterwerk, aber nur für Leser, die um des Lesens Willen lesen.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das Telefonbuch von Tristan da Cunha ist sicher spannender!, 5. Februar 2007
Von 
Caramelle - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tristan da Cunha oder Die Hälfte der Erde (Gebundene Ausgabe)
Grau und öde wie die weiten des Atlantik zieht sich dieses Buch dahin, ein unendliches Baden in Selbstmitleid, das bei mir nicht nur Unwillen, sondern langanhaltenden Ekel hinterlassen hat. Wer irgendwann beim Lesen den Impuls verspürt, es in die Ecke zu schmeißen, sollte dem sofort nachgeben, es wird nicht besser, sondern schlechter! Absolut verschwendete Lebenszeit! Für mich eines der schlechtesten, wenn nicht das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe.

Im Gegensatz dazu ist das Thema "Tristan da Cunha" wirklich spannend, allerdings sollte man sich die Informationen darüber aus anderen Quellen besorgen, wie z.B. der wirklich interessanten Website der Insel.
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21 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Vertane Zeit, 26. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Tristan da Cunha oder Die Hälfte der Erde (Gebundene Ausgabe)
Nach der Lektüre von Finis Terrae hätte ich es wissen sollen. Ein erneuter Versuch mit diesem Autor war eine weitere Enttäuschung.Bereits auf den ersten zwölf Seiten wird man mit Begriffen konfrontiert, die ein Lexikon erfordern oder beim Leser
geographisch-nautische Fachkenntnisse voraussetzen: Kavernen, Growler, Krill, Balaklava.Naturereignisse werden mit Bildern beschrieben, die nur ägerlich sind: Eisberg wie das Guggenheim-Museum in Bilbao,an der Wasserlinie Kavernen, die von den Zungen der Wellen ausgeleckt werden. Was sollen solche Phantasiebilder? Das Thema des Buches hätte sicher Stoff für "Besseres" hergegeben. Für mich ist dieses Buch ein treffendes Beispiel für den Hilferuf eines verzweifelten Leser für ein sogenanntes gutes Buch (siehe ein kürzlich in der ZEIT dazu trefflich geschriebener Artikel). Normalerweise bringe ich es nicht über's Herz, ein Buch, das mir nicht gefiel, zu entsorgen. In diesem Fall ist es mir ein Bedürfnis.
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch mit hohen Ansprüchen, 3. März 2006
Von Ein Kunde
Das Buch von Raoul Schrott ist aussergewöhnlich in vielerlei Hinsicht. Zunächst die Einteilung der Kapitel erscheint recht willkürlich zu sein, denn die einzelnen Kapitel sind nicht wirklich chronlogisch angeordnet. Der Umfang von 714 Seiten hat es ebenfalls "in sich" und somit ist man gezwungen (in positiven Sinn) sich mit dem Thema nicht nur oberflächlich auseinanderzusetzen. Das beherrschende Motiv ist selbstverständlich - angelehnt an "Tristan und Isolde" - die unerfüllte Sehnsucht und Dragik der Liebe.
Schrott ist ein aussergewöhnlicher Roman gelungen und sehr zu empfehlen, aber es ist nicht leicht, ihm auf die Schliche zu kommen. Ein anspruchsvolles Buch für anspruchsvolle Leser.
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12 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gute Idee, schlechte Schreibe, 20. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Tristan da Cunha oder Die Hälfte der Erde (Gebundene Ausgabe)
Die Idee, der Aufbau der Geschichten sind ja wirklich reizvoll. Zwar nicht eben einfach zu lesen, da alle Geschichten verschachtelt und in der Chronologie unterschiedlch ablaufen.
Beim Lesen dachte ich des öfteren, es handle sich um eine nicht eben gelungene Übersetzung aus dem Englischen. Wozu die ständige Verwendung des Parzizip Präsens; mein Deutschlehrer hätte mich Aufsätze mit einer derart inflationären Verwendung des P.Präs. komplett neu schreiben lassen. Er meinte auch, ein Thomas Mann hätte es sich leisten können, über 5 Zeilen lange Sätze zu schreiben. Aber R. Schrott hat diese Fähigkeit nicht.
Schade um den absolut hinreissenden Stoff
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Tristan da Cunha oder Die Hälfte der Erde
Tristan da Cunha oder Die Hälfte der Erde von Raoul Schrott (Gebundene Ausgabe - 2004)
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