MSS_ss16 Hier klicken Kinderfahrzeuge createspace Cloud Drive Photos Kamera16 Learn More Amazon Weinblog HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle Sparpaket GC FS16

  • Jinx
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen5
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
5
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 19. Mai 2004
So schlimm Jens Schicksal auch erscheinen mag - ihr erster Freund Charlie begeht völlig ohne Voranzeichen Selbstmord, Ben, ihr zweiter Freund, stirbt durch einen unglücklichen Unfall und auch bei ihrer dritten Beziehung mit Pete gibt es Startschwierigkeiten und Konflikte - Jen ist nicht die Einzige, die Probleme hat. Die Menschen um sie herum, Familie und Freunde und Bekannte, haben auch jeder seine persönlichen Schwierigkeiten: körperliche und psychische Krankheiten, wie u. a. Krebs, Depression und Trisomie 21, Trauer, unglückliche Liebe, Einsamkeit, Komplexe, Schwäche sowie Probleme mit den Eltern aus verschiedensten Gründen.
Eine andere Geschichte wäre durch diese Inhalte schwer überfrachtet, doch hier ist es gelungen, all diese Themen anzusprechen, und zwar hauptsächlich dank der außergewöhnlich kunstvollen sprachlichen Gestaltung. Das Buch ist geschrieben in reimlosen, freien Versen, die sich aber beinahe lesen wie Prosa (erinnert etwas an R. Cormier: Sommer in Frenchtown). Das Buch wird auf diese Art gehaltvoll, reich an Themen, sehr vielschichtig, tiefgehend, poetisch und bildreich, aber auch so kondensiert, dass es nicht viele Worte braucht. Die Seiten sind luftig gesetzt und lassen so schon optisch viel Raum für eigene Gedanken. Es bedarf keiner Füllsel und banaler Ausschmückung. Der Text liest sich zwar sehr flott, doch wird man sich als Leser immer wieder dabei ertappen, wie man vom Buch aufblickt und seinen eigenen Betrachtungen und Überlegungen nachgeht. Deshalb ist „Jinx" beileibe keine schnelle Lektüre für nebenbei, sondern echte Kopfarbeit, aber nur im positiven Sinn.
Nach dem Tod ihres zweiten Freundes Ben reagiert Jen vermehrt mit Schuldgefühlen und Zweifeln, aber auch mit Wut und Aggression. Sie nennt sich fortan „JINX", was im Englischen ein wunderbar passendes Wortspiel ist, das bedauerlicherweise in der deutschen Übersetzung nicht gut genug herausgearbeitet ist. Denn „Jinx" bedeutet nicht nur „verhext", sondern es greift beide Aspekte auf: Unglücksrabe und Unglücksbringer. Jen fühlt sich unglücklich, dass ausgerechnet sie zweimal nacheinander das Schicksal ereilt, ihren Freund zu verlieren, aber sie fürchtet auch fast, dass sie wie von einem bösen Fluch oder mit dem bösen Blick belastet am Tod ihrer Freunde schuld sein könnte.
Das Buch ist eine perfekte Abbildung des wahren Lebens, konzentriert dargestellt in der Figur der Jen, doch einsichtig für und übertragbar auf jeden Leser.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 26. Juli 2013
Lyrisch zu erzählen. Meist wird diese Wendung in der modernen Literatur entweder benutzt um Abwertung auszudrücken oder als ein Synonym für einen träumerischen oder sehr eleganten, (leicht) innerlichen Stil. Wirkliche "Verserzählungen" werden heute fast kaum mehr geschrieben. Lars Gustafsson hat mit Die Sonntage des amerikanischen Mädchens: Eine Verserzählung etwas in der Richtung versucht und es gibt natürlich auch noch viele andere solcher Bücher, doch sind es meist eher Experimente & Verschrobenheiten.

Die Idee, ein Jugendbuch als ein Spiel mit Stimmen und lyrischer Form anzulegen, ist eigentlich nicht so abwegig. Schließlich ist die Zeit von Pubertät, erster Liebe und Identitätsfindung wie kaum eine andere Episode unseres Lebens von heftigen, gegensätlichen Zügen geprägt, wie diese; gleichzeitig ist es aber auch eine ungeheuer ambivalente und zerissene Erfahrung und unsere ersten große Erkenntnisse über das Leben fallen meist auch in diese Zeit.

All dies verlangt im Ausdruckt geradezu nach lyrischen Elementen, die oft sehr viel genauer umreißen und ausdrücken können, was Prosa nur erzählen kann. Und Jugend ist nun mal eine Zeit des Erlebens, des unter die Haut gehens, wo sich nicht alles an der Oberfläche abspielt.

Jinx war zwar eine kurze, aber eine sehr intensive und doch zugleich sehr unproblematische Lektüre, die aber restlos in die Tiefe geht. Man kennt das vielleicht: wenn man am liebsten jedes aus den Zeilen gewonnene Gefühl, jeder Erkenntnis am liebsten irgendwie konservieren würde; wenn die Geschichte so eigensinnig, aber in ihren einzelnen Elementen und Fragen so vertraut ist, dass immer wieder sehr aufmerksam wird, wenn bestimmte Themen behandelt werden.

Das tolle an diesem Buch ist, dass es in seiner Sprache noch über die Geschichte hinauswächst und diese Geschichte trozdem zu keinem Zeitpunkt hinter die Sprache zurücktreten muss. Margaret Wild ist hier eine wirklich gelungene Symbiose gelungen: Ein Jugendbuch, wie es im Buch steht, verknüpft mit einer wunderbar individuellen Herangehensweise, die vielleicht einige Leser auch zum ersten Mal für Lyrik begeistern wird. Kann nur sagen: Große Empfehlung meinerseits!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. September 2003
Zugegebenermaßen war ich von der Aufmachung des Titels schon überrascht. Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet und lädt von vornherein zum lesen ein. Dann kommt der erste Textabschnitt, bei dem ich zunächst dachte: O.k., ein paar kurze, untereinander geschriebene Gedanken zur Einführung.
Dieser Stil zieht sich jedoch durch das gesamte Buch. Immer eine Seite, mal mehr, mal weniger gefüllt. Jeder Eintrag hat eine Überschrift, aus der ersichtlich wird, wer hier gerade erzählt.
Der Sinn der Zeilen erschließt sich zum Teil erst später. Aber gerade diese neue Art hat mich fasziniert.
Die kurzen Sätze lassen viel Freiraum, um sich Jen (so heißt Jinx eigentlich) und ihr Umfeld vorstellen zu können.
Jen lebt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester zusammen. Ihr Vater hat die Familie verlassen, als sich herausstellte, dass ihre jüngere Schwester am Down-Syndrom leiden wird.
Nachdem Jen sich in Charlie verliebt hat, schwebt sie zunächst wie auf Wolken. Dann folgt jedoch ein herber Sturz - Charlie bringt sich selbst um. Als später auch ihr zweiter Freund, Ben, bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt, glaubt Jen, dass sie verhext ist. Von nun an nennt sie sich Jinx.
Wie und ob Jinx sich zum Schluß wieder öffnen kann und sich vielleicht sogar neu verliebt, sei hier noch nicht verraten.
Ich möchte der Autorin ein großes Lob aussprechen. Beim Lesen habe ich so mitfühlen können, wie lange nicht mehr. Die Zeilen bedrücken einen zwar zeitweise, aber es war einfach toll, diese Erfahrung mit einer völlig neuen Setzart zu machen.
Ich hoffe, es finden sich viele Leserinnen, die Jinx und ihr Leben begleiten und teilen mögen.
0Kommentar|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. März 2004
Immer wieder machen Autoren Experimente und benutzen nicht den normalen Schreibstil. Bei den einen geht's schief (siehe Das Eis, das bricht), bei anderen kann's klappen. Diesen Fall konnte ich bei "Jinx" von Margaret Wild beobachten. Sie hat die gesamte Handlung in eine Art reimlose Gedichtform gesteckt. Zur Handlung: Jen ist ein ganz normales Mädchen in den Jugendjahren. Mit ihrem Freund Charlie führt sie eine ganz normale Beziehung - bis er sich umbringt. Danach packen sie tiefe Depressionen. Doch auch mit dem nächsten Freund, Ben, hat sie kein Glück: Er stirbt auch. Jen verfällt erneut in eine Trauerphase, aus der sie sich zu befreien versucht. Dabei nimmt sie zu allererst einen neuen Namen an und nennt sich nun Jinx - verhext. Weiterhin terrorisiert sie Pete, der angeblich Ben umgebracht haben soll. Dummerweise verliebt sie sich aber in Pete, der natürlich nichts davon weiß, dass es Jen ist, die ihn terrorisiert. Zum Schluss des Buches kochen die Emotionen über: Jinx fühlt sich eingeengt durch die Doppelbeziehung zu Pete und erzählt ihm davon. Wie wird er reagieren?
Ein spannendes Buch mit emotionalem Tiefgang. Durch die ungewöhnliche Form ist der Lesefluss anfangs etwas gehemmt, aber wenn man sich dran gewöhnt hat, liest sich "Jinx" sehr gut.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. April 2013
brauchte das buch für die schule. War erst etwas skeptisch doch nach kurzem einlesen kann man das buch nicht mehr weg legen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden