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Kundenrezensionen

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TOP 1000 REZENSENTam 5. Juli 2007
Ein ganz tolles Buch! Anna Gavalda versetzt sich in ihrem ersten Roman in die Lage des 60-Jährigen Mannes Pierre, der seine gerade von seinem Sohn Adrien verlassene und darum traurige Schwiegertochter Chloé mit ihren beiden Töchtern zu einem gemeinsamen Wochenende einlädt und dabei bekennerisch mit einer bisher verschwiegenen und unglücklich verlaufenen außerehelichen Beziehungskiste rüberkommt.
Dieser Sohn habe es besser gemacht als er selbst, der er zu feige war, die eingefahrene Ehe mit Suzanne um der Geliebten Mathilde willen zu verlassen, bis diese Mathilde selbst schließlich ihn verlässt mit den Worten "Ich kann nicht mein Leben lang auf dich warten...Ich musste sie sehen, deine Feigheit, sie mit dem Finger berühren...Bleib sitzen, ich muß jetzt gehen." - Und er hatte daraufhin einen wiederkehrenden quälenden Traum für seine abgestorbene Ehe: "Dass ich einen toten Baum hinaufkletterte und mich in seinen hohlen Stamm fallen ließ." Das Recht, sich geirrt zu haben, nach langen Jahren Ehe, wer gesteht es einem zu? Und so will er seine Schwiegertochter trösten, die uns in der Ich-Perspektive von dieser Begegnung erzählt, sie sei einfach nicht richtig geliebt und wertgeschätzt worden, sei mehr wert, als sein Sohn ihr habe geben können.
Wie differenziert vom erzählenden Pierre die Gefühlswelt der beiden außerehelich Liebenden Pierre und Mathilde dargestellt ist! Wie sie sich immer mehr langweilt, weil ihr der Alltag einer festen Beziehung fehlt, aus dem er doch gerade entfliehen möchte, viele Seiten bekritzelt sie sehnsuchtsvoll mit den ganz banalen Tätigkeiten, die sie sich vorstellt, mit ihm zu unternehmen. Sie führen ein unwirkliches Leben "aus lauter Punkten. Nichts. Etwas. Dann wieder nichts. Und dann wieder nichts ... Plötzlich war es ganz schnell vorbei. Wenn ich daran zurückdenke, habe ich das Gefühl, die ganze Geschichte hätte nur einen Sommer gedauert...eine Art Fata Morgana. Uns fehlte der Alltag."
Ein wunderbares und nachdenklich stimmendes Buch über die Suche eines neu verliebten Ehemannes nach Glück und die prosaischen Hemmnisse des Alltags, eingespannt in Vorbildfunktionen den heranwachsenden Kindern gegenüber, und den vergeblichen Mühen der Geliebten, ihn aus diesen Ketten zu befreien.
Dass dieses Buch lange die französische Bestsellerliste anführte, ist angesichts der Häufigkeit dieser angesprochenen Problematik in unserer Gesellschaft nicht ganz verwunderlich. Sehr lesenswert! (26.06.07)
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am 12. Februar 2003
"Ich habe sie geliebt" ist eines der wenigen Bücher, die ich in einer einzigen Nacht verschlungen habe und am nächsten Tag wieder auf die erste Seite geblättert habe, um es ein zweites Mal zu lesen ! Das Gespräch zwischen dem Schwiegervater, der von seiner großen Liebe, verpaßten Gelegenheiten, Feigheit, Bequemlichkeit und dem einzigartigem richtigen Gefühl erzählt und seiner Schwiegertochter, die von ihrem Mann verlassen wurde, ist tief aufrüttelt, beängstigend ehrlich und regt den Leser zum bewußten Nachdenken an. Ein ganz einzigartiges Buch und obwohl sehr traurig, ein großartiger Liebesroman !
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am 28. Dezember 2006
Dieses Buch habe ich als kleines, liebes Geschenk erhalten. Ich kannte Anna Gavalda nicht. Doch dieses Buch gebe ich nicht mehr her! Es ist mein persönlicher Schatz. Ich habe dieses Buch an einem Tag gelesen und nichts hätte mich am lesen hindern können.

Wir nehmen an der Unterhaltung von Pierre und Chloe' teil. Chloe' ist die Schwiegertochter von Pierre. Chloe' wurde gerade von Ihrem Mann verlassen und steht nun mit den beiden Töchtern verlassen da. Bis Pierre sie mit ins Ferienhaus der Familie nimmt. An diesem Ort können wir einem sehr sensiblen und klaren Gespräch beiwohnen. Klare Worte - keine Schnörkel, keine Theatralik und kein Kitsch. Sondern eine überraschende Lebensbeichte durch die ein neuer Anfang entsteht.

Das Anna Gavalda's erster Roman: Ich habe sie geliebt, einen autobiographischen Bezug hat, spürt man mit jedem Satz. Sie schreibt vom Leben in einer unvergesslichen Ehrlichkeit.

Als Geschenk für Mann & Frau absolut Empfehlenswert! Ich muss Danke sagen.
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am 17. November 2003
Ein Buch zum Dauerthema Mann und Frau - aber zweifellos eines der besten. Ein Mann verlässt seine Frau. Das ist nicht neues. Aber Anna Gavalda versteht es, der üblichen Frauen-Sicht ("Warum nur hat mein Mann mich verlassen? Was macht er gerade mit der Neuen?"), die Sicht des Mannes gegenüberzustellen. Im langen Gespräch mit dem Schwiegervater Pierre öffnet sich nicht nur für die Hauptfigur Chloé, sondern auch für den Leser ein Universum. Und gerade die gegenseitige Annäherung der so gegensätzlich Argumentierenden, ihr bisweilen vollzogener Perspektiv-Wechsel, macht das Buch so lesenswert. Denn Gavalda führt vor, dass das Nicht-Verlassen (die Entscheidung für die Ehefrau und gegen die Geliebte) ebenso ins Unglück führen kann.
Wenn Pierre von der großen Liebe spricht, die er gehen ließ, um seine Familie nicht zu verlassen, spürt man: Die Gründe, warum Ehen scheitern, sind deutlich vielschichtiger als die simplen Erklärungen in gewissen Ratgebern. Für manche Ehen ist es besser, wenn sie auseinander gehen - und nach 168 Seiten weiß man, dass auch die der Hauptfigur Chloé dazu gehört. Anna Gavalda nimmt in ihrem brillanten Roman deutlich Position: Ja, es gibt die große Liebe - und sie ist es auch wert, dafür feste Bahnen zu verlassen.
Das Schönste aber an diesem Buch: Als Mann versteht man hinterher die Frauen ein wenig besser. Und zweifellos begreifen auch Frauen durch "Ich habe sie geliebt" ein klein wenig, wie die Denkwelt von Männern funktioniert.
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Die Buchverkäuferin empfahl mir das Buch mit den Worten: "Sie werden starke Nerven brauchen und viele Taschentücher". Vorweg: Taschentücher habe ich keine gebraucht, dennoch ist die Geschichte sehr bewegend. Vermutlich wäre mir das Büchlein gar nicht aufgefallen oder ich hätte es gleich wieder beiseite gelegt, es ist eher unscheinbar.

Den Stil von Anna Gavalda mag ich sehr gern, es ist typisch französisch. Leicht und tragisch. Beschwingt und frisch mit einem Hauch von Dramatik. Die Geschichte handelt von einer Frau, die verlassen wurde. Unerwartet. Sie versucht, den Schmerz zu verarbeiten, er hat sich in eine andere verliebt und ist gegangen. Sie hätte es gern früher gewusst. Früher als was? Früher. Sie begreift es nicht und hört dann die Geschichte ihres Schwiegervaters. Er macht ihr ein Geständnis, das sie verblüfft. Er sagt: "Diejenigen, die bleiben, bedauert man, die tröstet man, aber diejenigen, die gehen?"

Eine erstaunliche Geschichte aus der anderen Perspektive. Die Geschichte war ergreifend, aber es fehlte dann doch irgendwie der letzte Schliff. Und ich habe nicht geweint.
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Von einem lieben Bekannten empfohlen, machte ich es mir mit diesem Buch in der Sonne gemütlich. Es ist nicht sonderlich dick, genügte aber dennoch, mich zu vielen vielen Tränen zu rühren ...

Chloé ist wegen einer anderen (jüngeren) Frau von ihrem Mann verlassen worden. Sie erträgt diese Trennung nicht und sucht mit ihren beiden Kindern bei ihren Schwiegereltern Trost. Als ihr Schwiegervater sie darum bittet, mit ihm ins Ferienhaus zu fahren, lässt sie sich darauf ein, um vielleicht ein wenig auf andere Gedanken zu kommen.

Pierre (der Schwiegervater) hat sie stets als Quertreiber und 'Kotzbrocken' kennengelernt, doch im Ferienhaus scheint er sich ihr gegenüber öffnen zu wollen. Er versucht, sie zu trösten, indem er ihr seine eigene Lebensgeschichte erzählt. Und die hat es in sich. Denn auch er stand schon einmal vor der Entscheidung, seine Familie verlassen zu wollen ...

Ich liebe den Schreibstil von Anna Gavalda, der teilweise sehr poetisch ist, teilweise aber auch frech und vor allem sehr leicht zu lesen. Bildhaft schildert sie die Zerrissenheit des alten Mannes, der versucht, Chloé zu erklären, dass manche Entscheidungen im Leben besser sind, als man zunächst denkt. Und dass man bereut ... wenn man sich falsch entscheidet ... und man dadurch den Menschen in seinem Umfeld vielleicht mehr Schaden zufügt, als man denkt. Vielleicht ist man egoistischer, wenn man bei einer Person bleibt, als sich von ihr zu trennen ...

Mich hat das Buch sehr nachdenklich gemacht und mich (wieder mal) darin bestätigt, dass viele Menschen vergessen, dass wir alle nur dieses eine Leben haben und dass wir am Ende nicht sagen können, dass wir gerne nochmal 40 Jahre zurückspulen möchten. Viele Menschen leben in den Tag hinein, laufen vor Entscheidungen weg und richten sich in ihrer Feigheit ein. Reden sich diese schön, belügen sich selber und somit auch die Menschen, von denen man geliebt wird. Stattdessen führen sie in ihrem Kopf ein 'Zweitleben', doch spüren sie Tag für Tag, dass dies nicht das ist, was sie wirklich erfüllt.

Ein wunderbares Buch aus der Perspektive eines Mannes, der ... ja, was eigentlich? Das müsst ihr selber nachlesen. Es steht alles in diesem Roman! Ich fand es äußerst interessant, mal diese Sichtweise einer solchen Lebenssituation zu sehen und stellte fest, dass sie mit meinen eigenen Gedanken konform geht ... teilweise machte mich die Geschichte sprachlos, teilweise neugierig, dann wieder wütend und am Ende traurig und ich vergoss Tränen, weil mir die LIEBE leid tat ...

Chapeau!!
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am 26. Oktober 2005
Chloe ist Anfang dreißig und hat zwei kleine Töchter, als ihr Mann Adrien sie verlässt. Sie ist außer sich vor Wut und Schmerz. Ihr Schwiegervater Pierre, den sie bisher nur als einen verschlossenen, unsensiblen und arroganten Mann kennengelernt hat, beschließt, mit Chloe und ihren beiden Töchtern ins das Ferienhaus der Familie zu fahren.
Im Verlauf eines langen abendlichen Gespräches zwischen Chloe und Pierre, das den wesentlichen Teil des Buches ausmacht, entdeckt Chloe hinter der autoritären Maske ihres Schwiegervaters einen höchst aufmerksamen Mann , der ihr zuhören kann, und der ihr sein großes Lebensgeheimnis verrät: die Geschichte seiner großen Liebe.
Ein Buch über die große Liebe, heimliche Untreue und ungelebte Träume. Eine Einladung zum Leben und Lieben im Hier und Jetzt.
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am 29. März 2007
Anna Gavalda hat hier einen wunderschönen Roman geschrieben, der den Leser von der ersten Seite an fesselt. Die Sprache besticht durch ihre schlichte und klare Präsenz. Es geht um Chloé, die von ihrem Mann verlassen wurde,- aber eigentlich geht es um Pierre, ihren mürrischen, arroganten, unsensiblen Schwiegervater, der sie und ihre beiden kleinen Töchter mit in das Ferienhaus der Familie nimmt. Dort erzählt er Chloé die Liebesgeschichte seines Lebens...
Nicht nur, dass man von dieser Geschichte sofort gefangengenommen wird, auch die Beziehung zwischen Pierre und Chloé ist wunderbar beschrieben. Die beiden raunzen sich mitunter heftigst an, werfen sich gegenseitig ihre Fehler vor, sind ironisch...- und trotzdem spürt man die stetig wachsende, ehrliche und tiefe Sympathie zwischen den beiden...- grandios! Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, kann es jedem empfehlen,- es macht Spaß, berührt, ist in schlichter, schöner Sprache geschrieben,- und Pierre und Chloé geisterten noch einige Zeit nach der Lektüre im eigenen Kopf herum und ließen mich eigene Gedanken zu der ganzen Geschichte denken...
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am 6. Juli 2007
Von der Schriftstellerin Anna Gavalda kannte ich bisher noch kein Werk. Also dachte ich mir....nimm es mal mit! Es ist ein sehr schönes Buch.
Es geht prima an einem Tag hintereinander weg zu lesen!
Chloé wurde gerade von Ihrem Mann verlassen und steht nun mit den beiden Töchtern verlassen da. Und ausgerechnet ihr "gefühlskalter" Schwiegervater nimmt sie mit ins Ferienhaus! Und plötzlich merkt Chloé, dass sie bis dato nicht wirklich auch nur einen winzigen Teil von ihrem Schwiegervater kannte! Er hat alle Familienmitglieder getäuscht.
Er beginnt ihr plötzlich aus seinem eigenen Leben zu erzählen...und legt nur ihr ganz allein eine Art Lebensbeichte ab. Denn auch Pierre hat Geheimnisse!
Es ist nicht dieser typische "Männer sind die Bösen und Frauen bleiben auf der Strecke"-Stil. Es ist einfach nur eine liebevolle Erzählung...eben aus dem Leben gegriffen.
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am 5. Juni 2003
Was für eine einfache, banale Geschichte.
Ein Mann verlässt seine Frau. Der Schwiegervater lädt die Verlassene mit ihren Kindern in sein Wochenendhaus ein. Dort verbringen sie den Tag, am Abend sitzen die beiden Erwachsenen noch zusammen, die enttäuschte, wütend-traurige Verlassene und der normalerweise sehr griesgrämige Schwiegervater. Bei einem guten Glas Wein öffnet der normalerweise sehr Verstockte sein Herz und erzählt seine Lebens- bzw. Liebesgeschichte.
Wie das beschrieben wird, das ist grosse Kunst.
Bereits ihr erstes Geschichtenbuch macht in Frankreich Furore, einfach, aber unglaublich genau, präzise beschreibt Anna Gavalda den Alltag, das Leben ihrer Protagonisten. Sie schildert keine Lösungen, nur genau, mit Anteilnahme erfährt man einiges aus dem Leben der handelnden Personen.
Ein zum Weinen und Lachen schönes Buch.
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