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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine buchstäblich intellektuelle Biographie, 18. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Sartre: Der Philosoph des 20. Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Lévy konfrontiert uns mit einem ganzen Kosmos französischer Philosophie und Literaturgeschichte. Bei den Streifzügen durch Sartres Leben und Werk ist der deutsche Leser erheblich gefordert.
Der lebendige Schreibstil nimmt uns aber mit auf die intellektuelle Reise ins intellektuelle Frankreich. Bei einem Buch über einen bedeutenden Philosophen zählt allerdings vor allem die Qualität der Argumentation. Und die stellt Lévy besondes in zwei Kapiteln unter Beweis: Erstens in den Anmerkkungen zur Heidegger-Frage. Hier werden einige unangenehme Wahrheiten über die Verstrickungen des Martin Heidegger im Nationalsozialismus aufgeführt. Und zweitens im mutigen Kapitel "Der Existenzialismus ist ein Antihumanismus".
Hier baut Lévy eine kritische Sichtweise auf, die auch für die heutigen soziologischen und politischen Diskussionen interessant ist.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Meister des Irrtums, 21. Januar 2010
Von 
FrizzText "frizz" (Wuppertal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
In seiner eigenen Herkunfts-Familie empfand sich Sartre als Fremder, von klein an. Als er sich nach abgeschlossenem Studium um das Amt eines Studienrates bewarb, wurde er abgelehnt, "angeblich weil er versucht hatte, originelle Ideen zu äußern" (wikipedia). Frankreich war wohl nicht viel anders als das sich mit "Berufsverboten" schmückende Nachbarland Deutschland. Dass Sartre demonstrativ die in Stuttgart inhaftierten Köpfe der RAF besuchte, hätte ihn hierzulande sicherlich auch um den Beruf gebracht. "Die Gewalt lebt davon, dass sie von anständigen Leuten nicht für möglich gehalten wird..." sagte er andererseits einmal - und damit griff er hellseherisch (denn dafür benötigt man keine intakten Augen, nur einen klaren Verstand) - hellseherisch seiner Zeit voraus: Ich glaube, obwohl Sartre als Stalinist begann, er würde den heutigen Überraschungstaten der Islamisten keinen Beifall zollen. Seine Bemerkung "Man soll keine Dummheit zweimal begehen, die Auswahl ist schließlich groß genug..." lässt stark vermuten, dass der Denker, der stets geistigen Genuss dadurch erlebte, dass er von sich selbst Abstand nahm und seine Identität neu entwarf, dass dieser Denker dem Terrorismus der heutigen Tage ablehnend gegenüber stehen würde. Als Phänomenologe, der er war, im steten Hinsehen auf Husserl (und etwas peinlicher: Heidegger) dürfte er als Repräsentant mutiger geistiger Wandlungs-Fähigkeit zu sehen sein, der tapfer sich auf das (einst Adenauer-sche) Statement zurückzuziehen wüsste: Was interessiert mich das, was ich gestern gesagt habe. Das Eingeständnis des Irrtums ist auch eine große denkerische Leistung - und insofern ist wichtig, dass Sartre nicht noch mehr in Vergessenheit gerät, als es schon geschehen ist! Das Buch ist die beste Brücke in die Absicherung dessen, was wir derzeit über Sartre im Gedächtnis behalten wollen!
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16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine große Biographie über einen großen linken Denker, 2. Oktober 2002
Von 
Markus Kremin (Bad Schwartau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sartre: Der Philosoph des 20. Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Liest man diese Biographie, kommt einem unweigerlich der Gedanke, daß die Zeiten, in denen Philosophen noch Teil der öffentlichen Meinung waren, leider vorbei sind.
Levy hat in diesem 700 - Seiten - Werk erfolgreich dargelegt, was den großen linken Denker in der Öffentlichkeit ausmachte. Dabei hält sich der Autor nicht an eine Reihenfolge der Abläufe, sondern schöpft ständig aus dem Leben Sartres, lädt ein, Facetten seines philosophischen Lebens zu betrachten. Dies mit einer Wortgewalt, die das Lesen zu einem Erlebnis macht.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr schöne und neutrale Biografie, 19. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Sartre: Der Philosoph des 20. Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich schon sehr viele Biografien las, kann ich behaupten, dass die von Lévy über Sartre zu einer der Besten gehört.

Lévy schafft den Spargat zwischen eigener Meinung (die er auch immer wieder anbringt, aber auch als solche zu erkennen ist) und den Fakten. Die Biografie ist auch kein Lobgesang (wie bei manch anderen Biografien, in der Dinge geschrieben werden, die erfunden wurden, um die entsprechende Persönlichkeit höher zu heben, als sie ist) sondern versucht Sartres Leben so übersichtlich und anschaulich wie möglich darzustellen.

Eine wirklich sehr lesenswerte Biografie!
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Sartre: Der Philosoph des 20. Jahrhunderts
Sartre: Der Philosoph des 20. Jahrhunderts von Bernard-Henri Lévy (Gebundene Ausgabe - 16. September 2002)
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