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am 21. September 1999
alles ist möglich in amerika, dem land der unbegrenzten möglichkeiten, des wohlstands, aber auch der wiege des widerstands gegen establishment und althergebrachter ordnung.und weil alles möglich ist, entzieht sich auch nichts der pechschwarzen satire des großartigen t.c. boyle. in den vorliegenden 15 kurzgeschichten ertränkt er nicht nur glanz und glamour der amerikanischen wohlstands- und konsumgesellschaft in der senkgrube seines zynismus, er schlachtet auch so "heilige kühe" wie (militanten) tier- und artenschutz ebenso wie er übertriebenen sports- und teamgeist vom podest stößt. mit erstaunlicher sprachlicher treffsicherheit zielt er dabei direkt in die weichteile der personen, die sein skurriles kuriositätenkabinett bevölkern, ohne dabei die ernsthaftigkeit der breitgefächerten themenbereiche aus den augen zu verlieren. am besten schnell lesen!
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am 28. Januar 2011
Nicht ganz unberechtigt wird der amerikanische Schriftsteller Thomas C. Boyle als ein politischer Schriftsteller bezeichnet, der so viel Energie in sich trägt, dass es einfach brennen muss, wie es die amerikanische Kritikerin Lynn Neary von NPR.org ausdrückte. Das vorliegende Bändchen 'Fleischeslust', welches mir in der von Werner Richter übersetzten deutschen Fassung vorlag, mit insgesamt fünfzehn Geschichten ist der Beton, der diese Meinung zu untermauern versteht. Fünfzehn Geschichten voller Schicksale, voller Unterhaltung, voller Spannung und natürlich voller Engagement eines Schreibers, für den die Szenarien nicht nur Kulisse für eine unterhaltsame Lektüre sind, sondern der Grund für das Entstehen der Geschichte bilden. In jeder Geschichte spürt man das tiefe Interesse Boyles, sich mit einem umwelt- und gesellschaftspolitischen Thema zu befassen, über Ursache und Wirkung nachzudenken, den besten (schriftstellerischen) Weg zu finden, den Leser über eine unterhaltsame und spannende Geschichte an das Thema heranzuführen, ihn zum Nachdenken anzuregen.
So handelt 'Großwildjagd' von einem die Savannen Afrikas nachbildenden Park in Kalifornien, der zu kommerziellen Zwecken für die Großwildjagd angeboten wird. 'Keimende Hoffnung' fantasiert vom alles erfüllenden Sex auf einem Teppich aus Fröschen und Kröten in der puren Natur. Wie kann man einer Familie helfen, die in ihrem Müll erstickt, weil sie nichts, aber auch gar nichts, wegschmeißen können? 'Sammlerinnen und Jäger' lässt darüber nachdenken.

'Ich lernte sie kennen - das heißt, unsere Wege kreuzten sich -, weil mich ein Freund beauftragt hatte, sie abzuholen ... Während ich durch die Flughafengänge joggte und übernächtigten Sikhs, jovialen Briten und umsichtigen Geschäftsleute aus Japan und Korea auswich, rasten mir die klingenden Namen - Solschenizyn, Tschechow, Dostojewski, Tolstoi - wie Beschwörungsformeln durch den Kopf, bis ich sie plötzlich sah.' Mit solchen Bildern beginnt in 'Ohne Held' eine romantische Liebe zwischen einem Amerikaner und einer Russin, die noch auf eine harte Probe gestellt werden sollte. Mit der 'Ehrenwerten Gesellschaft' begibt sich der Leser nach Sizilien und erfährt über das Leben mafiöser Familien aus der Sicht ihres Hausarztes. 'Höhere Gewalt' spielt für Willis mit den Hüftgelenken und seiner morgens ewig nörgelnden Ehefrau in Form eines vorbei rauschenden Hurricanes eine wichtige Rolle. Der Frage nach dem Sinn von Lehrfilmen gegen Drogen wird in 'Zurück ins Eozän' nachgegangen. Die Titelgeschichte 'Fleischeslust' erzählt von einem jungen Mann, der sich in eine extremgrüne Veganerin verliebt, sich ihrer Gruppe anschließt und versucht, sich ihr anzupassen und nach ihren Vorstellungen zu leben. Wird er scheitern? Kann er für immer auf fleischliche Nahrung verzichten? 'Die 100 Gesichter des Todes, Folge IV' scheint darauf hinzuweisen, dass auf dem Nachttisch des Autors Berge von Kriminalromanen liegen müssen, damit man so viele Todesarten aneinanderreihen kann. Jedoch war eine Videoserie vor den Zeiten des Internets der tatsächliche Auslöser für diese Geschichte. Obwohl die Mannschaft mit '56:0' gerade verloren hat, will sich Ray Arthur nicht wie seine Sportkameraden verkriechen und motiviert sie zum nächsten Footballspiel. Wird die Niederlagenserie durchbrochen? Eher als philosophische Abhandlung liest sich 'Das Ende der Nahrungskette': Nachdenken über die Notwendigkeit jedes einzelnen Lebewesens auf der Erde. 'Bird the Third' handelt von der Eroberung des Südpols durch Amundsen und Scott aus der Sicht eines Demenzkranken, der sich verlaufen hat und kaum merkt, dass er ausgeraubt wird. Eine überaus tragische, dennoch wunderschöne Geschichte. 'Beat' handelt vom Leben und Geschehen in der Generation Ende der Fünfzigerjahre in Amerika. Weihnachten feiern bei seinem Idol. Doch ist dessen Mutter darüber begeistert? In einer von Weißen dominierten, amerikanischen Kleinstadt erinnert sich der Ich-Erzähler an eine schwarz-asiatische Schulkameradin, deren Familie aus dem Ort vertrieben wurde. Auslöser für diese Erinnerung ist 'der Nebelmann', der zweimal die Woche mit einem Auto durch die Siedlung rauscht und so viel Nebel hinter sich lässt, dass kaum die Bäume auf der anderen Straßenseite erkennbar sind. 'Auf dem Dach der Welt' befindet sich die Feuermelderin in ihrem Feuerturm und schwankt zwischen wütend sein, Angst und Interesse über und für den Mann, der sie hier in der Einsamkeit belästigt.

Alles in allem ein Büchlein mit vielen kurzen, aber voluminösen Geschichten, die sich schnell lesen lassen und immer mal zwischendurch passen. Alle sind unterhaltsam und könnten so für sich stehen bleiben. Der Leser kann aber auch darüber nachdenken und sie in sein ökologisches und gesellschaftliches Weltbild einfließen lassen.
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am 27. Mai 2014
Wie immer, wenn ein T.C Boyle angeschafft wird und dann in die kindle cloud gelangt muss man sich beeilen, um ihn als erster in der Familie zu lesen. Super Erzählungen. Ideale Ferienlektüre.
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am 30. April 2015
T.C.Boyle beschreibt sehr lebendig und sprudelnd Beziehungskisten, die scheitern oder nur fast und irgendwie hatte ich bei nicht wenigen seiner Protagonisten das Gefühl, als würde ich sie kennen. Mir gefallen nicht alle Geschichten, deshalb nur vier Punkte, aber einige finde ich großartig
wie "Höhere Gewalt", "Ohne Held", "Fleischeslust" und "56:0". Außer mit den Paarbeziehungen an sich, setzt er sich engagiert und mit Ironie, manchmal auch mit makaberem Humor mit Mode-Tendenzen und Dogmen von Lebensstilen, Freizeitaktionen und abwegigen Hobbies auseinander, wie den Normen der Tierschützer, der Veganer, der Großwildjäger in der Großstadt u.a.m. (BB)
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am 15. Februar 2008
Wir sind am "Ende der Nahrungskette", mittendrin in einer Katastrophe - dies sagt T.C.Boyle und dies lässt er in der gleichnamigen Geschichte einen Wissenschaftler den hohen Herren erklären. Die hohen herren verstehen nicht, suchen einen Ausweg, suchen diesen Ausweg zum wiederholten Male, ein ums andere Mal hat's schon nicht geklappt.
"Zur Zeit erleben die Geckos gerade ein Comeback. Also, meine Herren, was ich sagen will: es könnte schlimmer sein, und zu jeder Wolke gehört ein Silberstreif am Horizont, meinen Sie nicht auch?"
Vielleicht ist Herrn Boyle mit dieser kurzen Geschichte DIE Geschichte zum Klimawahnsinn gelungen. Das Lachen bleibt jedenfalls irgendwo stecken.

Man verzeihe, dass man sich auf diese eine Story konzentriert hat, das gesamte Buch ist lesenswert, wenn auch - meiner bescheidenen Meinung nach - keine Geschichte an erwähnte heranreicht.

liebe Grüße
mike
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am 21. April 2008
Boyle, der 1948 im US - Bundesstaat New York geborene Autor mit dem unaussprechlichen zweiten Vornamen, schreibt Texte mit Begebenheiten, wie man sie selten woanders liest. Bei dem 1994 in New York unter dem Titel 'Without a hero and other stories', 1999 in deutscher Übersetzung bei Hanser erschienenen Buch sind es gleich 15 geworden. Drei dieser fantastischen, bitterbösen und skurrilen Geschichten, bei denen man vergeblich auf ein Happy End hofft, wurden 2005 als zweieinhalbstündiges Hörbuch herausgegeben.

In der Titelerzählung 'Fleischeslust' lernt Jim kurz vor Thanksgiving die attraktive Alena, Typ schwedische Blondine, kennen. Die zufällige Begegnung intensiviert sich. Alena entpuppt sich als militante Tierschützerin und Mitglied der 'Animal Liberation Front'. Bald demonstriert auch Jim vor Pelzgeschäften. Natürlich ist er mit von der Partie, als es gilt, Truthähne zu befreien - ein Versuch, der nicht einmal für die Truthähne ein gutes Ende findet.

Die Geschichte 'Ohne Held' spielt mit männlicher Eroberungslust und Opferbereitschaft. Verlockt durch nur zu gerne geglaubte Übertreibungen eines Kollegen wird ein frisch Geschiedener zum Mäzen einer russischen Immigrantin. Sie lebt bei ihm, läßt sich in teuere Restaurants ausführen, verwandelt seine Wohnung in ein Chaos, läßt sich sein Fahrrad stehlen, telefoniert stundenlang mit seinem Telefon nach Rußland. Doch all der Luxus reicht nicht aus. Irina will, ohne sich ihrem Gönner vor der heiß ersehnten Heirat hinzugeben, eine Liebe, für die sie sterben kann.

Die dritte Erzählung 'Byrd the Third' handelt von dem Sohn eines der letzten Entdeckers unbekannter Polarzonen. In die Jahre gekommen und geistig verwirrt verirrt er sich bei der Fahrt aus der Provinz in die Hauptstadt und wird zum ahnungslosen Opfer eines Gauners. Beseelt davon, mit Hilfe der originalen Mukluks, der Rentierfellstiefel seines Vaters, Sponsorengelder für die Einrichtung eines Museums locker zu machen, merkt er nicht, wie er selbst zum kurzzeitigen Sponsor eines trunksüchtigen Stadtstreichers wird.

Für die Güte der 2 HörCDs steht das Kennern spätestens seit der gelungenen akustischen Umsetzung von Boris Akunins Fandorin - Romanen bekannte Duo Johannes Steck und Michael Ernst. Während der Schauspieler Steck die originellen Texte Boyles in abwechslungsreicher, situativ angepaßter Sprechweise liest, sorgt der Gitarrist Michael Ernst für die musikalische Untermalung der szenischen Lesung. Den guten Gesamteindruck runden die professionellen Stimmen von Andrea-Kathrin Loewig, Anna-Kathrin Bleuler, Gian Rupf und Dietrich Hollinderbäumer ab.

Fazit: So absurd wie unterhaltsam.
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am 4. Mai 2015
Gute Kurzgeschichten. Sehr abwechslungsreich. Manche besonders gut, andere gut. Er schreibt sehr nah. Vieles mitten aus dem Leben, so dass sie sehr authentisch scheinen. Mir hat das lesen wie immer Spaß gemacht.
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am 22. Januar 2015
ein paar weniger gemütliche Stories von T.C.Boyle.
Ideal um ihn anzulesen!!
Stilprägend? Ich mag Kerouac sehr, er scheinbar auch!
Wortgewalt interpretiere ich nun neu anders.
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am 16. März 2015
Gut zu lesende Geschichten machen Lust auf mehr
Manche Geschichten könnten viel länger sein
Werde noch mehr lesen und sehr gespannt auf gute Unterhaltung
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am 24. Februar 2005
T.C. Boyle als Hörbuch? Kann das funktionieren? Es kann!
Als großer Fan seiner Erzählungen habe ich die Probe aufs Exempel gemacht, und mir die Hörbücher „Fleischeslust" und „Großwildjagd" zugelegt. Und ich wurde sehr positiv überrascht. Die Erzählungen der beiden CDs sind dem Buch Fleischeslust entnommen: hier glänzt Boyle wieder einmal durch die Erschaffung eigenwilliger und skurriler Charaktere in mitreißend-kurzweilligen, und sarkastisch-komischen Geschichten. Das wirklich Tolle am Hörbuch ist, daß die Ironie und die Melancholie Boyles nicht verloren gehen. Johannes Steck liest so, wie Boyle auf Deutsch gelesen werden muss, die musikalische Untermalung ist toll gemacht. Eine großartige Umsetzung als Hörbuch, die ich unbedingt weiterempfehlen kann.
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