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Kundenrezensionen

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am 6. August 1999
Jostein Gaarder wagt sich mit "Das Leben ist kurz" auf das Gebiet der Kirchengeschichte. In seinem Vorwort beschreibt er, wie er in einem Antiquariat in Südamerika einen lateinischen Brief findet, der an den Bischof von Hippo Regius, Augustinus, gerichtet ist. Er kauft den Brief und hält ihn für zumindest eine Abschrift eines Originalbriefes der Frau, die Augustinus für seine kirchliche Karriere und seine Ansichten zur Frau und dem Genuß in der Welt sitzengelassen hatte. Diese Frau heißt Floria. Sie wendet sich in diesem Schreiben an den ehemaligen Geliebten und setzt sich mit seiner Lehre, vor allen Dingen der in den "Confessiones" auseinander. Sie stellt dem asketischen und das Leben ertragen müssenden Ansatz des Augustinus einen Ansatz der Offenheit für die Welt, der Freude an der Schöpfung Gottes entgegen. Kurz, sie stellt gegen das eher lebensverneinende Motto ein lebensbejahendes. Ob der Brief nun tatsächlich echt ist oder nicht (an mancher Stelle könnte man daran zweifeln), das Buch ist ein höchst interessantes. An der Botschaft ändert sowieso sich nichts: Das Leben ist kurz, und wir sind in diese Welt hineingeboren, um zu leben. Es werden fatale Denkfehler des Kirchenvaters angesprochen. Zudem wird die Antike mit ihrem noch nicht vollständig vollzogenen Schwung zum Christentum wieder lebendig gemacht und es ist eine echte Freude, das zu sehen. Ein tolles Buch auch für diejenigen, die nicht unbedingt so viel mit Kirche oder Augustinus anzufangen wissen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 27. Dezember 1999
"Vita Brevis" ist ein ganz anderer Roman von Jostein Gaarder. Er handelt weniger von Personen, die sich mit der Welt auseinandersetzen, sondern von der Liebe zwischen Mann und Frau. Gaarder findet in einem Antiquitätengeschäft in Argentinien einen sehr alten Brief. Geschrieben von einer Frau namens Floria gerichtet an ihren Mann, der sie wegen seiner Liebe zu Gott verlassen hat. Sie stellt Fragen über die Treue zweier sich liebender Menschen, über Sünde, über Verführer und Verführten. Für die Zeit, in der dieser Brief verfaßt wurde, ist er äußerst provozierend, und dies nicht mehr für damalige Verhältnisse, sondern auch in der heutigen Zeit. Denn immer noch steht der Mann eine Stufe höher als die Frau. Damals wie heute. Die Erkenntnis, daß sich schon vor Jahrhunderten Frauen solche Gedanken machten, macht dieses Buch so lesenswert. Man beginnt darüber nachzudenken, warum Frauen eigentlich immer noch so oft Männern gegenüber das Nachsehen haben und wo die Ursachen dafür liegen. Florias Brief hat noch nichts an seiner Aktualität eingebüßt, und wird dies wohl auch nicht in naher Zukunft tun. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 22. August 1999
Auf den ersten Seiten war ich noch etwas skeptisch, die Art der Sprache ist ebenso eigenwillig wie die Geschichte des Buches als solches - eine Frau, die Augustinus furchtbar enttäuscht hat, beschreibt dennoch voller Respekt für ihn und seine Situation ihre Sicht verschiedener Sachverhalte rund um die Kirche. Dabei spricht sie genau jene Punkte an, die auch heute nichts an Aktualität verloren haben. Je weiter man sich auf die Gefühle und auch Gedankengänge der Floria einlässt - desto mehr Parallelen lassen sich finden. Ich denke, ein interessantes Buch für jeden der sich für verschiedene Weltanschauungen und Standpunkte interessiert; und zudem eine - wenn auch traurige, so doch wunderschöne Liebesgeschichte.
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am 20. Mai 2000
Man muss schon recht zäh sein, um dieses Buch durchzustehen war meine Meinung, nachdem ich es das erste Mal gelesen hatte. Als ich es zwei Jahre später noch einmal las, war ich anderer Meinung. In diesem Buch lernt man sehr viel über Philosophie, und durch Florias Brief wird man teilweise richtig berührt.
Vita brevis
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am 11. April 1999
Dieses Buch zeigt den Philosophen Augustinus in einer nie dagewesenen Sichtweise. Ob die geschichte Fiktion, oder wie J. Gaarder behauptet Realität ist, spielt vom philosophischen Kontext keine Rolle. Es ließt sich zu dem, trotz der neuen Rechtschreibung, sehr gut.
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am 26. November 1999
Im ersten Moment könnte man denken, "Das Leben ist kurz" entthront den grossen Kirchenvater Augustinus. Der Autor der "Confessiones" in Wirklichkeit ein von Trieben gebeutelter Schuft, ein selbstgerechter, liebloser Mann? Viele beschäftigen sich mit der Frage, ob Jostein Gaarder tatsächlich einen solch bedeutenden Fund in einem Trödelladen gemacht hat. Ein Brief an Augustinus - alles nur Fiktion? Eine Abschrift des Originals? Man möchte nach Norwegen schreiben, um Gewissheit zu bekommen ... Jedoch, geht es wirklich darum? Geht es darum, zu beweisen, dass Augustinus ein schlechter Mensch war? Nein, darum geht es im Kern dieses Büchleins sicherlich nicht! Das Wichtigste sind für mich die Aussagen über uns Menschen. Wir alle haben letztlich die gleichen Probleme. Wir müssen für unseren Unterhalt arbeiten, wir können erkranken, wir sind vielleicht einsam. Wozu das alles, schreit es in uns auf. Warum plagen wir uns? Natürlich plagen wir uns nicht nur. Wir geniessen das Leben zuweilen in grossen Zügen. Verliebt sein, Urlaub in der Südsee, Skifahren in den Bergen, die erste Fahrt mit dem neuen Auto... Manchmal danach die Leere, die Ernüchterung, der Alltag. Das kennen wir alle! Manche, so scheint es, haben etwas gefunden. Sie wissen mehr, sie wirken gefestigter, gereift, weise. Der Normalmensch bewundert solche Personen, nimmt sie sich als Vorbild, hängt sich einen Schriftzug übers Bett. So geht es mir, ich denke, vielen anderen ergeht es ähnlich. Augustinus war sicherlich ein bedeutender Mensch - und er ist es für viele noch heute. Er steht für mich in "Das Leben ist kurz" für die Menschen, die anderen Idol und Vorbild sind. Floria, trotz ihrer Bildung, hält sich nicht für weise, nicht für ausgereift und über alles erhaben. Sie fühlt und denkt als einfach gebliebener Mensch. Sie hat sich in keine Idee verrannt, sie hadert, sie kämpft, ja, sie lebt. Sie hat geliebt und wurde enttäuscht. Ihre Empfindungen sind ungetrübt, sie beschreibt alles aus ihrer Sicht, ohne Zuhilfenahme einer übergeordneten Lehre, einer Macht, der sie sich verschrieben glaubt. Was immer Augustinus gewesen ist - vor allem war er ein Mensch. Er hatte Fehler, so wie alle unsere Idole auch Fehler haben. Die wichtigste Aussage in Jostein Gaarders Buch ist für mich eine Teilaussage des bekannten DESIDERATA: "Sei DU SELBST vor allen Dingen!" Hänge nicht fanatisch einer Lehre, einer Ueberzeugung nach! Folge ebensowenig einer einzelnen Person, die Du für das Vorbild schlechthin hälst! Jeder Mensch ist einzigartig, jeder muss seinen Weg finden. Bleibe Du selbst und sei frei. Fühle in Dir, wie sich der andere fühlt, und gehe nicht rücksichtslos über ihn hinweg. Der Weg jedes einzelnen erschliesst sich von selbst, ist aber dennoch nicht einfach zu gehen. Man selbst zu sein, ist unheimlich schwer. Ob Augustinus wirklich er selbst war?
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am 16. Januar 2008
Ich kenne zugegebenermaßen die Bekenntnisse des Heiligen Augustinus nicht, war aber gespannt auf die Sicht einer verlassenen Frau in der Spätantike und ihrer Sicht zum aufkommenden Christentum...

Leider wurde ich enttäuscht: Floria wirkt auf mich nicht wie eine Frau aus der Spätantike, nämlich völlig emanzipiert und über "den Dingen stehend" wie nur eine Frau aus dem 20.Jahrhundert sein könnte, wiederholt sich ständig und setzt nicht nicht tiefergehend mit den Bekenntnissen ihres ehemaligen Geliebten auseinander, sondern begeht Phrasendrescherei. Mir scheint hier wurde eine Floria "konstruiert", die sich als Romanfigur nicht in ihren Briefen entwickelt, in keinster Weise ambivalent oder vielschichtig ist, sondern von vorneherein aus der heutigen (moderenen) Perspektive heraus argumentiert. Nicht die Person Floria steht im Mittelpunkt, sondern Floria dient lediglich als Vorwand um mit Augustinus Bekenntnissen "abzurechnen".

Wofür es zwei Sterne bekommen hat ist die schnelle und einfache Lesbarkeit. Ich habe es in wenigen Stunden gelesen. Außerdem hat es eines bei mir bewirkt: mein Interesse für Horaz, Vergil und Co. ist gestiegen! Außerdem habe ich endlich ein schon länger bei mir herumliegendes Buch zur Geschichte der griechischen Philosophie herausgekramt, da der Brief etwas austrahlte, dass mein Bedürfnis es zu lesen angeregt hat.
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am 30. Oktober 1998
Auch wenn der Roman sich liest als sei er ein Tatsachenbericht, er ist leider nur eine Fiktion. Zu schade. Er ist sehr gefühlvoll geschrieben und man leidet mit der Hauptfigur mit. Wäre die Geschichte echt, hätte ich 5 Sterne vergeben...
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am 20. September 2006
Stellen wir uns mal Rachel Ward vor wie sich per Brief

nach so und so vielen Jahren bei Richard Chamerlain für das Ausnutzen beschwert. Daraus besteht das ganze Buch, obwohl ich

es nicht ausgelesen habe (hab es aber noch durchgeblättert)

Interessant ist es zu lesen wie die Frau seine Reaktionen beschreibt und für alle seine Handlungen Einfühlungsvermögen aber kein Verständnis aufbringt - Frauenlogik eben.

Ein ganzes Buch davon ist aber zuviel. Mir fehlte die Spannung

denn ein jahrhundertalter Beschwerdebrief lässt nicht auf

eine Änderung hoffen, besonders wenn die Geschichtsfakten

es nicht zulassen. Das bedeutet: Am Anfang wird ein alter Brief im heute gefunden von jemanden, der das Leben eines toten berühmten Geistlichen studiert hat und die Geschichtsfakten dieser Persönlichkeit kennt. Dieser Brief (das ganze Buch) kann demzufolge nichts an den Fakten ändern - daher war meine Spannungskurve ganz tief unten.

Sorry.
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