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5.0 von 5 Sternen ein Ideen-Feuerwerk !
Die Mutter aller Gespräche: noch nie habe ich ein „Interview" derart genossen, wie Sloterdijks Dialog mit Oliviera. Da haben sich zwei gefunden und beginnen peu a peu zu Symphilosophieren. Nebenbei wird der Leser auf wirklich gut verständliche Art in die erste Phase von Sloterdijks Denken eingeführt und zudem mit den ersten Sphären-Ideen vertraut...
Veröffentlicht am 26. Mai 2004 von NN

versus
9 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Philosophie zum Abgewöhnen
I

Seit 1983, dem Erscheinungsjahr seiner im Feuilleton als philosophisches Elementarereignis gefeierten und schriftstellerisch neben Schopenhauer und Spengler gestellten "Kritik der zynischen Vernunft", ist es mit Peter Sloterdijk mit jedem seiner folgenden zeitgeist- und kulturkritischen Elaborate steil berauf gegangen. Heute, gut ein Vierteljahrhundert...
Veröffentlicht am 21. Mai 2009 von Rubesco


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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Ideen-Feuerwerk !, 26. Mai 2004
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Selbstversuch: Ein Gespräch mit Carlos Oliveira (Gebundene Ausgabe)
Die Mutter aller Gespräche: noch nie habe ich ein „Interview" derart genossen, wie Sloterdijks Dialog mit Oliviera. Da haben sich zwei gefunden und beginnen peu a peu zu Symphilosophieren. Nebenbei wird der Leser auf wirklich gut verständliche Art in die erste Phase von Sloterdijks Denken eingeführt und zudem mit den ersten Sphären-Ideen vertraut gemacht. Außerdem erhält man einen seltenen biographischen Einblick, u.a. in die so viel fehlinterpretierte Poona-Zeit bei Osho, den Sloterdijk für „eine der größten Figuren des Jahrhunderts" hält. Am meisten aber mag ich den ironischen, ja witzigen Oberton des ganzen, dem man eine fundamentale Freude am Philosophieren, am Ausprobieren und Experimentieren, anmerkt. Dieser Leichtigkeit sind eine ganze Reihe von wunderbaren Sätzen zu danken - von beiden Gesprächspartnern übrigens. Wer solche Sätze s a g e n kann, aus dem Stehgreif, der muss zu den intelligentesten Menschen der Epoche gezählt werden. Kurz: ein Fest!
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9 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Philosophie zum Abgewöhnen, 21. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Selbstversuch: Ein Gespräch mit Carlos Oliveira (Gebundene Ausgabe)
I

Seit 1983, dem Erscheinungsjahr seiner im Feuilleton als philosophisches Elementarereignis gefeierten und schriftstellerisch neben Schopenhauer und Spengler gestellten "Kritik der zynischen Vernunft", ist es mit Peter Sloterdijk mit jedem seiner folgenden zeitgeist- und kulturkritischen Elaborate steil berauf gegangen. Heute, gut ein Vierteljahrhundert später und unbeschadet u.a. von einigen zwischenzeitlichen herrenmenschlichen Menschenzüchtungsphantasien ("Anthropotechnik") angesichts der schlappschwanzigen "Verhaustierung" heutiger "Massenmenschen" (Nietzsches Zarathustra-Unsäglichkeit lässt grüßen), sieht sich der näselnde Karlsruher Laberpapst selbst, seine devoten Rezensenten habens ihm lang genug vorgesungen, ganz unverblümt als Top of the Pops, streitbarer Schwerstdenker und philosophischer Shooting-Star von denkolympisch-einsamer Güte.

II

Doch es ist, von Anfang an, stets dasselbe Kreuz mit ihm. Wenn (wohlgemerkt: wenn !) man vom Herrn der Sprechblasen in seinem Kreuz- und Quergequalle einen halbwegs brauchbaren Gedanken findet, dann muß man, nach kurzem Nachdenken, feststellen, daß den längst schon andere formuliert haben, dabei zudem mit dem Verdienst, ihn wesentlich klarer ausgesprochen zu haben, als Sloterdijk wegen seines verbalen Narzissmus, seiner Inbrunst der scheinbar tiefgründelnden, aber "in Substanz" nur herumschwadronierenden Zeitgeisterei jemals in der Lage sein wird. In welcher schamlosen Art und Weise Sloterdijk, sukzessive (Diogenes Laertius, die Frankfurter Schule, Nietzsche, Heidegger, fernöstliche Philosophie usw.) plündernd, bald alles und jedes verbalhornt und durch das Brauchwasser seiner Begriffs-Kapriolen gespült hat, könnte ein eigenes beweisaufnehmendes Traktat füllen, das ich allerdings hier nicht schreiben werde. Mit Sloterdijks eigenständiger denkerischer Leistung ist man dagegen sogleich fertig: was da als "Zeitdiagnostik" gespreizt daherkommt, ist assoziativer Essayismus, in dem bevorzugt mit Bilderketten bis zur völligen Sinn-Entleerung gerasselt wird. Seine "Schlüsse" erschleicht sich der Sprach-Müllhalden-Denker, unter willkürlicher Kontextvertauschung, mit sprachlichen Mehrdeutigkeiten herumjonglierend und drischt so ein Begriffsstroh aus Analogie- und Kausalketten, wo das Eine unter Garantie mit dem Anderen nichts zu tun hat. Seitenweise, Bücherweise - und auf Vortragstourneen, wo er als Sinnhuber auf Festversammlungen von Industriellen oder beim Bundesverband deutscher Banken mit allerlei berechnendem Kotau vor dem elitären Publikum natürlich schwer ankommt.

III

Was diese Art des "Philosophierens", auf ihren Kern reduziert, wirklich ist, das hat der unermüdliche Dampfplauderer in diesem "Selbstversuch" titulierten Gespräch, das er mit einem seiner stichwortgebeneden Bewunderer führte und bei Hanser zwischen Buchdeckel drucken ließ und das mittlerweile schon einige Auflage absolviert hat, erfrischend gebündelt vorgeführt:

Sloterdijk: (...)Was aus dem Alleinsein mit Gott zu lernen war, das wird heute übertragen auf das großstädische Alleinsein mit einem möblierten Nichts...
Carlos Oliveira: Herrliche Formulierung ....
(...)
Carlos Oliveira: Mir scheint, du redest jetzt von dem, was man früher als die Atomisierung der Gesellschaft beschrieben hat.
Sloterdijk: Ja, die Atomisierung, obwohl, wenn man sich's überlegt, der Begriff hier nicht passt, weil wir ja damit eine überholte Pahse der Naturwissenschaft beschwören. Eher wäre von Neutronisierung der Gesellschaft zu reden. Wir sind in der Physik nicht mehr bei Atomen, sondern bei Elementarteilchen, und damit geraten wir analytisch ein gutes Stück tiefer." (p. 27 f.)

Mag ja sein, daß das in der Physik so ist, was aber der Solterdijkschen "Zeitdiagnostik": "Neutronisierung" statt "Atomisierung der Gesellschaft" kaum ein Gran analytischer Tiefe mehr zu verleihen vermag. Weil viel mehr als die physikalistische Beckmesserei kommt dazu eben nicht. Und Witze über Ikea-Möbel gibt es einfach Bessere.

So geht das vor laufendem Mikro (und ein ganz viel wenig - lt. Nachbemerkung (p. 149) um ein Fünftel - nachredigiert bzw. wahrscheinlich erst dann um so was wie Pointen aufgemotzt) zwischen zwei kongenial schamlosen analytischen Tiefenschwindlern munter immer weiter:

Sloterdijk: (...) hörte ich bei fast allem, was er (Virilio) sagt, die Stimme eines kritischen Christen heraus, der die Folgen des Christentums nicht mehr erträgt.
Carlos Oliveira: Moment, langsam - das musst du genauer ausführen. Das ist viel zu schön pointiert und viel zu überraschend, um das einfach so stehenzulassen."
Sloterdijk: (...) Die meisten, die den Begriff (Globalisierung) gebrauchen, haben sich nie die Mühe gemacht, die Geschichte der wirklichen Globen zu rekonstruieren. (...) Die Globen sind die Medien gewesen, an denen Menschen, die Macht ausübten, sich die Gestalt der Erde vergegenwärtigten (Anmerkung von mir: siehe Orson Welles als Cesare Borgia in einem Hollywoodklassiker, einen Globus besitzergreifend umfassend !) Der erste Globalist war von alters her der Papst; er segner heute noch an Ostern die Menge mit dem Doppeldativ urbi et orbi (...) Katholische Intellektuelle wie Virilio täten gut daran, sich bewusst zu machen, daß ihre Religion mit im Spiel ist, wenn sie den großen Globalisierungsekel spüren (...) Weltüberwindung griechisch ergab einst Rückzug in die Wüste, Weltüberwindung römisch ergab Erdumrundung. (...)"
(p.36 f.)

Steht ja schon als imperialistischer Auftrag in der Bibel: Macht Euch die Erde untertan ! Was für eine subtile Ziselierung (Globalisierung - Welt als verfügbarer Globus !) also uralter kulturkritischer Standards, was für ein Erkenntnisgewinn. Bleibt, neben theoretisch Null, ein krampfiges Fishing for Bonmots. In der Tat, und ob der brutalen Manier des sprachmantrisch Selbstverzückten wie seines bewundernden Mitstöhners (stets ein entzücktes "herrlich" usw. auf den Lippen, wie - nur eine Minute darüber nachgedacht, was da so alles an aufgepeppter Bräsigkeit eines kulturkritisch ambitionierten Oberlehrers von sich gegeben wird - erschütternd seicht auch dahergefaselt wird), alles Mögliche aus dem Zusammenhang zu reißen und so aufzustellen, wie es ihnen für einen assoziativen par force Ritt durch die Welt- und Zeitgeschichte passt, ohne Bedenken auf den Meister der Phrase selbst angewandt: "Hier wie dort geht es um den Edelegoisten, die (sic !) davon religiös entzückt sind, daß es sie gibt." (p. 25)(und grammatikalisch falsch ist der Satz auch noch)

IV

Ja, Selbstversuch, der Titel passt also: was hier in extenso vorgeführt wird i s t verbale Onanie. Und die Frage: Warum sagen wir etwas und nicht nichts ? ist damit auch beantwortet. Zumindest, was Sloterdijk betrifft. Daß er, eitel bis zum Erbrechen, je die Hände aus der Hose lassen wird wäre schön, steht aber nicht zu hoffen. Diogenes - wenngleich, so die Überlieferung, ebenfalls öffentlicher Abreiber -, als dessen erschlichener neuzeitlicher Adept er einst reüssierte (vergleichbar etwa mit der dreisten Exploitation, die sich Deutsch-Countrygigant Gunther Gabriel leichenfledderisch an "seinem Freund" Johnny Cash jüngst herausnahm; Johnny Cash wußte übrigens nichts von dieser "Freundschaft") hätte nicht nur dieses Werk von PS in die Tonne getreten. E i n e n nicht von der Hand zu weisenden Vorteil aber hat das schmale Selbstversuch-Bändlein: den Rest aus des Meisters Assoziationswerkstatt braucht man wirklich nicht mehr lesen. Will heißen ? Nun, wenn man z.B. Wissenswertes über sowas fürchterlich Banales wie das Geld erfahren will (redet man schon über die "Neuzeit", gar, sich zu ihrem "Diagnostiker" aufschwingend, dann schadet es nicht, darüber was Gründliches zu wissen; im "Selbstversuch" taucht hierzu nicht einmal der Ansatz zu einem Gedanken auf, dafür aber schon in nuce das verblasene "Sphären"-Gewäsch), dann kann man sich "Zeitdiagnistisches" von PS dazu(das es natürlich zwischenzeitlich auch gibt)ganz sicher sparen. Wenn man sich den Kopf nicht verderben will. Es ist, doch doch, nämlich ganz dieselbe Denkmanier des "Selbstversuchs", die einem da begegnet.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zubutterer.., 5. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Selbstversuch: Ein Gespräch mit Carlos Oliveira (Gebundene Ausgabe)
..von Sl. kennen wir ja spätestens aus seiner auf ihn zugeschneiderten TV Sendung, das Philosophische Quartett.
Dieser Gesprächpartner tut zwar nichts anderes, hier aber um Sloterdijk zum Reden und nicht zum Schweigen zu animieren.
Was Sloterdijk redet ist befreit, persönlich. Leicht verständlich, nicht fremdwortüberladen. Wir lernen den Chauvinisten, den ehmaligen Sektensympatisanten(-anhänger)Sloterdijk kennen. Das war zumindest zum Erscheinen des Buches sicher genug Provokation.
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5.0 von 5 Sternen Zubutterer.., 5. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Selbstversuch: Ein Gespräch mit Carlos Oliveira (Gebundene Ausgabe)
..von Sl. kennen wir ja spätestens aus seiner auf ihn zugeschneiderten TV Sendung, das Philosophische Quartett.
Dieser Gesprächpartner tut zwar nichts anderes, hier aber, um Sloterdijk zum Reden und nicht zum Schweigen zu animieren.
Was Sloterdijk redet ist befreit, persönlich. Leicht verständlich, nicht fremdwortüberladen. Wir lernen den Chauvinisten, den ehmaligen Sektensympatisanten(-anhänger)Sloterdijk kennen. Das war zumindest zum Erscheinen des Buches sicher genug Provokation.
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Selbstversuch: Ein Gespräch mit Carlos Oliveira
Selbstversuch: Ein Gespräch mit Carlos Oliveira von Carlos Oliveira (Gebundene Ausgabe - 26. August 1996)
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