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5.0 von 5 Sternen Gesellschaftskritik vom Feinsten
Neil Postman ist der Meinung, dass wir uns Philosophen und Politiker des 18. Jahrhunderts als Vorbilder für unsere von Konsum und Medien infizierte Welt des 21. Jahrhunderts nehmen sollten. Namen wie Montesquieu, Voltaire, Diderot, Condorcet, Jefferson, Madison, Rousseau und John Locke fallen immer wieder wenn er zu erklären versucht, dass die genannten Menschen...
Veröffentlicht am 20. Oktober 2008 von Mag Sarah Krampl

versus
6 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Oberlehrerhaft
Neil Postman sagt viele objektive Wahrheiten, doch verpackt er in diese seine höchst subjektiven Anschauungen; zwar behauptet er immer wieder, nicht fortschrittsfeindlich zu sein, doch kann man ihm dies nach der Lektüre dieses Buches nicht so recht glauben. Ginge es nach ihm, dann gäbe es diese Rezensionen nicht, denn dann gäbe es kein Internet -...
Veröffentlicht am 19. Juni 2003 von Agatha Blanc-Sec


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gesellschaftskritik vom Feinsten, 20. Oktober 2008
Von 
Mag Sarah Krampl "sarahkrampl" (Villach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die zweite Aufklärung: Vom 18. ins 21. Jahrhundert (Taschenbuch)
Neil Postman ist der Meinung, dass wir uns Philosophen und Politiker des 18. Jahrhunderts als Vorbilder für unsere von Konsum und Medien infizierte Welt des 21. Jahrhunderts nehmen sollten. Namen wie Montesquieu, Voltaire, Diderot, Condorcet, Jefferson, Madison, Rousseau und John Locke fallen immer wieder wenn er zu erklären versucht, dass die genannten Menschen zumindest versucht haben, ihrem Leben einen Sinn zu verleihen. Ihnen schulden wir Dank für ihr unaufgeregtes und abgewogenes Vernunftdenken, das, auf lange Sicht gesehen, uns den Weg zu den modernen liberalen Gesellschaften gewiesen hat. Er beschäftigt sich auch mit den zwei gegensätzlichen Strömungen der Romantik und des Rationalismus. Das große Instrument des moralisch Guten ist die Einbildungskraft, Fortschritt ist eine Aufgabe des Herzens, nicht des Intellekts. Man erfährt auch einige geschichtliche Daten: Friedrich Fröbel erfand 1837 den Kindergarten. Heutzutage behauptet Postman, sind wir allesamt Existentialisten geworden, die sich selbst jene Verantwortlichkeiten auferlegen, die einstmals von Gott und der Geschichte getragen wurden. Er beschäftigt sich weiter mit dem philosophischen Begriff der Dekonstruktion, d.h. mit der neuen Art, Texte verschieden zu interpretieren. Er kritisiert die Form der Informationsweitergabe. Informationen gibt es in Hülle und Fülle, das Problem liegt darin, diese miteinander zu verbinden und einen Hintergrund zu schaffen, so dass aus Informationen auch Erkenntnisse gewonnen werden können. Die Medien stellen aber Informationen nur nebeneinander. Ein großes Thema dieses Buches betrifft auch die Kindererziehung. Die Vorstellung "Kindheit" gibt es erst seit dem 17 Jh. Rousseau prägte mit seinem Werk "Emile oder über die Erziehung" den Begriff Kind, so wie John Locke der meinte, Kinder seien wie eine Tabula Rasa und man müsse sich Gedanken darüber machen, wie man mit Kindern umgehen sollte. Heute ist die Kindheit wieder im Verschwinden begriffen, die Kinder sind entweder ganz unwillkommen oder sie werden als Konsumenten missbraucht. Die Informations- und Medienfülle lässt auch keine Unterschiede mehr zu, denn die Kinder haben heute Zugang zu allen möglichen Informationen. Welche Ausbildung sollten Kinder erfahren? Wichtig wäre, dass Kinder in der Schule z.B. Fragen stellen können, damit sie sich selbst ein Bild von dieser Welt machen können. Aber heute herrscht ein autoritätsgläubiges, dogmatisches Denken, niemand macht sich die Mühe etwas verstehen zu wollen. Postman bringt das Beispiel mit der Erde: warum ist die Erde rund, warum hat das kopernikanische System das ptolemäische System abgelöst, kaum jemand kann die Frage beantworten. Postman deckt unsere Unwissenheit auf, er möchte uns begreiflich machen, wie sehr uns Medien, das Schulsystem, Konsumgüter, Modeerscheinungen beeinflussen und wie wenig wir unser Gehirn einschalten.

Hier noch eine Stelle aus dem Kapitel "Kinder" dem ich voll und ganz zustimmen kann und eine Stelle, die meiner Meinung nach nicht oft genug den Leuten vor Augen geführt werden muss:

"Womöglich als Folge der größer gewordnen Souveränität der Medien haben überdies viele Eltern das Vertrauen in ihre Fähigkeit, Kinder aufzuziehen, verloren, weil sie glauben, dass auf ihre Kenntnisse und Instinkte kein Verlass sei. ... Manch einer glaubt gar heutzutage, dass die Eltern-Kind Beziehung ihrem Wesen nach neurotisch ist und außerfamiliäre Institutionen dem Wohl von Kindern dienlicher sind als ihre Familien.
Sich dem auf wirksame Weise entgegen zu stellen, ist nicht einfach und hat seinen Preis. Wenn Eltern ihren Kindern die Kindheit bewahren wollen, müssen sie ihre Elternschaft als einen Akt der Rebellion gegen die zeitgenössische Kultur begreifen ....Und doch gibt es Eltern, die ... damit den Anweisungen ihrer Kultur praktisch den Gehorsam verweigern. Solche Eltern verhelfen ihren Kindern nicht nur zu einer Kindheit, sondern schaffen zugleich damit eine Art intellektuelle Elite. Zumindest auf absehbare Zeit werden Kinder, die in einem solchen Zuhause aufwachsen, als Erwachsene mit Sicherheit in der Wirtschaft, in den feien Berufen und selbst in den Medien bevorzugt werden ... Diese Eltern... werden mithelfen, eine humane Tradition am Leben zu halten."
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Rückschau mit Sinn und Verstand, um vorausschauen zu können, 13. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Die zweite Aufklärung (Taschenbuch)
Wenn wir in die Vergangenheit blicken, was können und sollen wir davon mit in die heutige Zeit nehmen? Das ist die Frage, die Postman in diesem Buch stellt und auf seine Weise auch beantwortet. Ich habe vieles neu gelernt, was die europäische Geschichte seit dem 18. Jahrhundert betrifft. In diesem Sinne also empfehle ich das Buch als wertvolle Informationsquelle. Es liest sich recht einfach und ist gegliedert in verschiedene, nun sagen wir menschliche "Lebensbereiche" wie Fortschritt (Induktive Wissenschaft, Technik, Evolution, religiöse und politische Freiheit, Volksbildung, Republik, Handel, moderne Vorstellungen von Glück, Nationalstaat, Fortschritt, Vernunft statt Aberglaube...), Technologie (Utopische Hoffnungen und Projekte schossen ins Kraut in dem Bemühen, den technischen Fortschritt mit einer neuen Moral zu verbinden...), Sprache (britische Empiriker wie John Locke und Thomas Hobbes sahen die Macht der Sprache, die Wirklichkeit intelligibel zu machen, d.h. die Realitätsstruktur wahrheitsgetreu mit Hilfe von Wörtern zu erfassen und so genau darzulegen, dass der menschliche Verstand ihre Funktionsweise verstehen kann...), Information (und von dieser zu Wissen, von diesem zu Erkenntnis), Erzählungen (siehe hierzu auch sein Buch "Keine Götter mehr"...), Kinder (Locke, Rousseau, Freud, Dewey...), Demokratie (der Autor fragt kritisch, in welchem Maße die neuen Medien den Egoismus fördern und ein Gemeinschaftsempfinden, das für ein demokratisches Zusammenleben notwendig ist, unterminieren), Erziehung (Sie findet heutzutage besonders durch das Fernsehen als symbolische Kommunikationsform statt, es ist ein im Wesentlichen nicht-sprachliches Medium: schnelle Bilderwechsel, das in erster Linie das Erkennen von Mustern verlangt und kaum analytisches Entschlüsseln erfordert bzw. befördert).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neil Postman - Medien- und Gesellschaftskritik so aktuell wie nie !, 28. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die zweite Aufklärung (Taschenbuch)
Als Professor für Medienökologie an der New Yorker Universität hat der leider schon verstorbene Neil Postman in verschiedenen Publikationen immer wieder insbesondere die sich durch die Medien unaufhaltsam verändernde Gesellschaft beschrieben. Fundiert und umfassend, dabei sicherlich nicht belehrend, beleuchtet er, wissend um deren erdrückende Wirkung in allen gesellschaftlichen Ebenen, kritisch deren soziale und psychische Folgen in der modernen Informationsgesellschaft.
Im vorliegenden Buch wirft er einen Blick zurück in das Zeitalter der Aufklärung ( 18. Jahrhundert ), um hieraus Lehren für die Entwicklung der modernen Industriegesellschaft zu ziehen.
Ein in sich schlüssig geschriebenes Werk, dass sicher auch manchem Politiker zur Lektüre angeraten werden darf.Die zweite Aufklärung. Vom 18. ins 21. Jahrhundert
Peter Sellhorn
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5.0 von 5 Sternen Neil Postmann "Die zweite Aufklärung", 15. März 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die zweite Aufklärung (Taschenbuch)
Wer das Buch von Postamt "Wir amüsieren uns zu Tode" gelesen hat, kommt an Postamt's "Die zweite Aufklärung" nicht vorbei.

H.SENDENSKY
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6 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Oberlehrerhaft, 19. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Die zweite Aufklärung: Vom 18. ins 21. Jahrhundert (Taschenbuch)
Neil Postman sagt viele objektive Wahrheiten, doch verpackt er in diese seine höchst subjektiven Anschauungen; zwar behauptet er immer wieder, nicht fortschrittsfeindlich zu sein, doch kann man ihm dies nach der Lektüre dieses Buches nicht so recht glauben. Ginge es nach ihm, dann gäbe es diese Rezensionen nicht, denn dann gäbe es kein Internet - Dieses habe nämlich der Menschheit keinen objektiven Gewinn gebracht. Viele seiner Thesen sind des Nachdenkens wert, doch was stört, ist der oberlehrerhafte, besserwisserische und arrogante Ton, der einem auf jeder Seite entgegenschlägt und die Freude an der Lektüre verdirbt. Es schadet nichts, einmal mehr über die außereuropäische Aufklärung zu erfahren, doch ob man völlig kritiklos unterschreiben kann, dass der Gipfelpunkt der natürlich teleologischen Entwicklung der Aufklärung in den neugegründeten Vereinigten Staaten erreicht wurde, ist eine andere Frage.
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Die zweite Aufklärung: Vom 18. ins 21. Jahrhundert
Die zweite Aufklärung: Vom 18. ins 21. Jahrhundert von Neil Postman (Taschenbuch - 2007)
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