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5.0 von 5 Sternen Ein kleiner Schatz
Julia, bald 12 Jahre alt, lebt mit ihren Eltern in Kalifornien und lebt das Leben eines typischen, amerikanischen Mädchens...bis die Erde anfängt, sich langsamer zu drehen!

Ich hätte fast gedacht, das aus dem Buch ein Teenie-Buch wird, mit ein wenig Liebe, Action und was man sonst so kennt, von den Büchern, die zur Zeit recht modern...
Vor 20 Monaten von Laren veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Jahr voller Wunder!?!?
Zum Inhalt:

Das kalifornische Ehepaar Joel und Helen sitzt mit seiner Tochter Julia gerade am Frühstückstisch, als die Neuigkeit über sie hereinbricht: Die Erdrotation verlangsamt sich spürbar. Und auf einmal ist alles anders. Als sich Julia Hals über Kopf zum ersten Mal verliebt. Und Julias Vater mit dem Gedanken spielt, seine Frau...
Vor 20 Monaten von SaFi veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was tun, wenn der Tag mehr Stunden bekommt, 26. Mai 2013
Von 
Girdin - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ein Jahr voller Wunder: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Dystopie „Ein Jahr voller Wunder“ von Karen Thompson Walker ist als Hardcover im btb Verlag erschienen. Die 34 Kapitel verteilen sich auf 313 Seiten. Die Geschichte spielt in Kalifornien. Der untere Teil des Covers zeigt Häuser, die ich mir typisch für diese Gegend so vorstelle und so hat dieses Bild auch meine Vorstellung während des Lesens geprägt. Die Häuser sind in irrrationalem Licht getaucht über dem ein Nachthimmel mit durchsichtigen Blasen steht. So könnte Julia, die Protagonistin des Romans die immer länger werdenden Nächte wahrgenommen haben. Der Titel sagt bereits aus, dass es im Roman um Verwunderndes, Außergewöhnliches geht, in diesem Fall um die Verlangsamung der Erdrotation.
Der Alltag der Menschen nimmt diese so in Anspruch, dass ein Großteil kaum bemerkt, dass die Erde in ihrer Umdrehung begonnen hat sich zu verlangsamen. Eine entsprechende Pressemitteilung erscheint offiziell erst, nachdem die Tage um 56 Minuten angewachsen sind. Die elfjährige Julia und ihre Eltern gehören zu diesem Teil der Bevölkerung. Julias Vater ist Arzt und daher gewöhnt Tag wie Nacht zu arbeiten, doch für Julia wird die neue Situation schnell im Ablauf des Schulalltags sichtbar. Und Julias Mutter beginnt damit, Lebensmittel für eine sich anbahnende Katastrophe zu horten. Jeder versucht sein Leben so normal wie möglich weiterzuleben. Julia verliebt sich zum ersten Mal. Mit fortschreitender Verlangsamung werden die Tage und Nächte immer länger. Als Konsequenz beginnen einige Mitmenschen nach Echtzeit zu leben. Ist dies der richtige Weg um sich dem Problem zu stellen? Oder bleibt man lieber bei der Uhrenzeit?
Ein Jahr voller Wunder wird von Julia in Ich-Form aus der Retrospektive erzählt. Es ist also von Beginn an klar, dass für die Elfjährige nicht das Ende der Welt unmittelbar bevorsteht, obwohl Julia davon berichtet, dass einige aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit daran glauben. Ich finde, dass die Autorin ihre Schilderung der Abläufe glaubhaft rüberbringt was geschehen würde. Dabei finde ich gut, dass sie keine technischen Details aufführt, sondern sich ganz den zwischenmenschlichen Beziehungen widmet. Ihr Hauptaugenmerk richtet sie auf Julia und ihre Eltern, die in ihrer Persönlichkeit sehr unterschiedlich sind und mir sympathisch waren. Karen Thompson Walker siedelt ihre Geschichte mit einer Ausnahme auf relativ kleinem Raum in Kalifornien an. Ihre Erzählung schafft eine ganz einzigartige Stimmung zwischen Normalität und dem Besonderen der Situation. Mich hat das Buch zum Nachdenken darüber gebracht, ob die geschilderten Ereignisse in der Realität eintreten könnten und ein leichtes Schaudern hat sich eingestellt. An einigen Stellen hätte ich mir aber gewünscht, dass sie besonders zum Schluss nicht immer wieder darauf hinweist, dass dies und das zum letzten Mal für sie geschieht, was meiner Meinung nach die Spannung ein wenig gedämpft hat. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung an diejenigen, die Dystopien mögen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kleiner Schatz, 9. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Ein Jahr voller Wunder: Roman (Gebundene Ausgabe)
Julia, bald 12 Jahre alt, lebt mit ihren Eltern in Kalifornien und lebt das Leben eines typischen, amerikanischen Mädchens...bis die Erde anfängt, sich langsamer zu drehen!

Ich hätte fast gedacht, das aus dem Buch ein Teenie-Buch wird, mit ein wenig Liebe, Action und was man sonst so kennt, von den Büchern, die zur Zeit recht modern sind.

Weit gefehlt!!! Dieses Buch ist ein kleiner Schatz! Ich konnte es keine Sekunde weglegen und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Mich hat dieses Buch sehr berührt und ein paar Mal musste ich wirklich mit den Tränen kämpfen! Die Autorin hat nicht nur ein Händchen, eine Geschichte aus der Sicht einer Heranwachsenden zu erzählen, sie hat auch Talent, Gefühle und Menschen so zu beschreiben, dass man sich ihnen nahe fühlt. Ich hatte während des Lesens das Gefühl, unter einer Glaskugel zu hocken und war richtig gefangen von dem Buch.

Dabei verzichtet Karen Thompson Walker aber komplett auf reißerische Szenen, Blut oder Gewalt, sondern erzählt das Alltägliche und dann später Beängstigende so ruhig und trotzdem ergreifend!
Sie beschreibt die kleinen Veränderungen im Leben von Julia und das große Grauen, welches unausweichlich auf die Menschen zu kommt so bemerkenswert, das ich mich in jeder Sekunde bestens unterhalten gefühlt habe und anschließend tief durchatmen musste.

Der Schreibstil ist klar und angenehm, die Personen sehr gut dargestellt, die Kapitel nicht zu lang und schlussendlich, obwohl doch alles so auswegslos erscheint, schafft sie es trotzdem, dem Schluss doch irgendwie ein wenig Hoffnung und Zuversicht zu geben. Ich bin von der Leistung der Autorin wirklich beeindruckt und hoffe sehr, bald mehr von ihr zu lesen!

Einfach wunderbar! Von mir 5 Sterne!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Jahr voller Wunder!?!?, 11. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Ein Jahr voller Wunder: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt:

Das kalifornische Ehepaar Joel und Helen sitzt mit seiner Tochter Julia gerade am Frühstückstisch, als die Neuigkeit über sie hereinbricht: Die Erdrotation verlangsamt sich spürbar. Und auf einmal ist alles anders. Als sich Julia Hals über Kopf zum ersten Mal verliebt. Und Julias Vater mit dem Gedanken spielt, seine Frau für Julias Klavierlehrerin zu verlassen, die sich nicht von der allgemeinen Panik anstecken lässt. Und Julias Mutter gegen ihre Depressionen ankämpft. Was geschieht mit einer Familie, wenn sich plötzlich das Gefüge um sie herum verschiebt? Was könnte verhängnisvoller sein als der Zerfall einer Ehe? Was bewegender als die Gefühle eines verunsicherten Teenagers? Denn selbst wenn die Erde, wie manche voraussagen, vor ihrem Ende steht – das Leben muss doch weitergehen …

Meine Meinung:

"Es gab keine Bilder, die man im Fernsehen zeigen konnte, keine brennenden Gebäude oder eingestürzten Brücken, kein verdrehtes Metall oder versengte Erde, keine Häuser, die von Fundamenten abrutschten. Niemand war verletzt. Niemand war tot. Es war, zu Anfang, eine ziemlich unsichtbare Katastrophe."
(S. 19)

Tage sind auf einmal nicht mehr 24 Stunden lang. Am ersten Tag nach der Verlangsamung sind es auf einmal schon 56 Minuten mehr. In den folgenden Tagen, Wochen, Monaten kommen immer mehr Minuten und Stunden hinzu. Irgendwann geht die Sonne zwei Mal auf und wieder unter, bevor ein Tag um ist. Aber auch das ist noch immer nicht das Ende… Und du musst dich entscheiden: Lebt du nach der Echtzeit oder der Uhrenzeit? Beide Lebensweisen haben ihre Vor- und Nachteile, und vor allem harmonieren nicht miteinander.

Aussagen wie "Mein Tag könnte ruhig 48 Stunden haben" bekommen nach Lesen des Buches eine völlig neue Bedeutung. Wer würde anfangs, wenn man tatsächlich zusätzliche Zeit quasi geschenkt bekommt, denn daran denken, dass das eines Tages Auswirkungen auf ALLES haben könnte, was unser Leben betrifft?!

Titel, Cover, Klappentext – all das hat mich ein anderes Buch erwarten lassen. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass es so düster, trist und stellenweise auch so langatmig, fast schon langweilig sein würde. Dabei ist das Thema alles andere als langweilig, obwohl die Thematik an sich ja eher für Physik-Professoren und Studenten interessant wäre. Die Autorin belässt es in ihrem Roman aber nicht bei der bloßen Theorie. Sie schafft es, die Auswirkungen, die eine Verlangsamung der Erdrotation mit sich bringen könnte, für jeden gut verständlich rüberzubringen und eindringlich zu beschreiben. Gerade in Bezug auf die bis dato alltäglichen, banalen, für selbstverständlich hingenommenen Dinge.

"Die Tage vergingen. Uhrenmorgen, Uhrenabende. Dunkelheit und Licht trieben über uns hinweg wie vorbeiziehende Gewitter, nicht mehr länger an unsere Tage oder unsere Nächte gekettet. Die Dämmerung setzte manchmal mittags ein; die Sonne ging bisweilen erst abends auf und erreichte ihren höchsten Punkt mitten in der Uhrennacht. Schlafen war schwierig. Aufwachen noch schwerer. Schlaflose wanderten durch die Straßen. Und die Erde drehte sich weiter, Tag für Tag immer langsamer."
(S. 122)

Die Geschichte wird uns aus der Sicht der anfangs noch 11jährigen Julia erzählt. Sie ist unglücklich verliebt, hat nicht viele Freunde und auch bei ihren Eltern läuft nicht alles rund. Der Autorin ist es im Großen und Ganzen ganz gut gelungen, die Konsequenzen einer solchen Entwicklung auf das Leben einer einzelnen Familie und auf deren näheres Umfeld zu fokussieren, ohne dabei das große Ganze aus dem Blick zu verlieren. Während des Lesens kommen einem immer wieder Aussagen wie "Das letzte Mal, dass ich … gegessen/gesehen habe." So fragt man sich bis zum Ende, was wohl aus Julia und dem Rest der Welt geworden ist.

Das Lesen dieses Buches fiel mir stellenweise nicht leicht. Ich hangelte mich, nach anfänglicher Euphorie, von einer Seite zur nächsten. Immer darauf wartend, dass ein Highlight für Abwechslung sorgen würde. Ich habe quasi auf den großen Knall (wörtlich und/oder bildlich) in diesem Buch gehofft.

Nach Zuschlagen des Buches bin ich mir nicht so sicher, wie ich dieses Buch nun einordnen soll. Ein Endzeit-Thriller ohne den typischen Thrill, wie man ihn aus diversen Hollywood-Blockbustern dieses Genres kennt? Ein Buch, das mahnen soll? (Den erhobenen Zeigefinger der Autorin habe ich während des Lesens öfters vor meinem inneren Auge gesehen.) Eine Dystopie? All das trifft irgendwie ein bisschen zu, aber nichts davon zu hundert Prozent.

Ebenso unschlüssig bin ich mir bei der Bewertung des Buches. Nach langem hin und her, und nachdem mir das Schreiben einer Rezension mal wieder vor Augen geführt hat, dass ich das Buch dann doch nicht so schlecht fand, wie ursprünglich gedacht, entscheide ich mich für neutrale Mitte.

"Immer noch setzte sich die Verlangsamung fort. Die Tage dehnten sich. Eine nach der anderen tröpfelten die Minuten herein – und selbst ein Rinnsal kann sich, wie wir inzwischen begriffen haben, letzten Endes zu einer Flut anstauen."
(S. 192)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn die Welt sich langsamer dreht, 26. Mai 2013
Von 
Catmaniac (Kreis Heidelberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ein Jahr voller Wunder: Roman (Gebundene Ausgabe)
Julia erzählt, wie es war, als sie bald 12 wurde und mit all dem kämpfen musste, was einem in diesem Alter belastet: Schule, Freundschaften, Interesse am anderen Geschlecht usw. Doch bei Julia ist etwas Entscheidendes anders: in diesem Jahr fängt die Erde an, langsamer ihre Runden zu drehen. Zunächst scheint das kein so großes Problem zu sein, doch dann machen sich die ersten Auswirkungen bemerkbar. Vögel fallen vom Himmel, Unfälle sind schlimmer - die Erdanziehungskraft ist größer. Niemand kennt den Grund für die Verlangsamung, aber sie schreitet immer schneller fort. Die Tage dehnen sich immer mehr aus. Bald spaltet sich die Menschheit in die Uhrenzeitler und die Echtzeitler. Beide Gruppen sind unfähig, die andere zu akzeptieren. Uhrenzeitler gibt es mehr, sodass die Echtzeitler bald Außenseiter werden und sich in Siedlungen in der Wüste zurückziehen. Krankheiten entwickeln sich, Tiere sterben massenweise, das Erdmagnetfeld spielt verrückt und die Pflanzen gehen ein - zu lange Nächte, zu heiße Tage. Julia fühlt sich einsam und verloren, zumal ihr Vater offenbar ein Verhältnis mit der Nachbarin hat.

"Ein Jahr voller Wunder" ist ein wundervolles Buch, so bedrückend es auch ist. Es erzählt vom Mut und der Verzweiflung der Jugend, von der Sturheit der Menschen allgemein und der Gedankenlosigkeit, mit der wir mit der Natur umgehen. Wie würden wir reagieren, wenn tatsächlich diese Katastrophe eintreffen würde? Gäbe es Zusammenhalt oder würden wir dem Nächsten jede Kleinigkeit neiden? Würden wir gemeinsam eine Lösung erschaffen oder wie im Buch nicht die Ursache, sondern die vermeindlich Andersdenkenden bekämpfen? Ich befürchte, die Menschheit neigt dazu, sich selbst zu zerstören und deshalb quasi automatisch das Falsche zu tun.

Dachte ich anfangs noch, dass Julia von einem einzigen außergewöhnlichen Jahr erzählt und am Ende irgendwie die Erde wieder ihren gewohnten, "richtigen" Rhythmus aufnimmt, doch da habe ich mich schwer geirrt. Trotzdem - es ist eine wunderbar erzählte Geschichte mit einem Szenario, das so abwegig gar nicht ist. Es hat mich in keinster Weise enttäuscht, sodass ich es gerne und guten Gewissens weiterempfehlen kann. Karen Thompson Walker hat laut Autorenbeschreibung dieses Buch in den Morgenstunden geschrieben, bevor sie ihrer Arbeit als Lektorin in einem Verlag nachging. Das nenne ich Leidenschaft! Und diese Liebe zu Büchern, zu Geschichten, zur Sprache merkt man diesem Buch auch auf jeder Seite an.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie die Zeit vergeht, 7. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Ein Jahr voller Wunder: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zeit empfindet jeder anders, wenn man jung ist kommt einem noch alles furchtbar lange vor und später dann vergeht alles sehr viel schneller und man weiß gar nicht mehr wo man noch Zeit hernehmen soll. Und Zeit spielt auch in "Ein Jahr voller Wunder" eine große Rolle, denn durch die Verlangsamung der Erdrotation beginnen die Tage länger und die Nächte seltener zu werden.

Julia ist gerade 11 Jahre alt als die Zeit sich verändert und damit auch das Leben. Ihre Eltern Helen und Joel reagieren ganz verschieden auf die neue Umwelt und das Familienleben beginnt sich drastisch zu verändern. Julia verliert Freunde, findet Liebe und beginnt eine neue Welt zu erkunden. Sie fürchtet um das Bestehen ihrer Familie und schlägt sich beiläufig noch mit dem langsamen Erwachsenwerden herum. Dabei wirkt der Roman oberflächlich sehr harmlos und erzählt ganz nebenbei die schrecklichen und dauerhaften Veränderungen, die die rund um die Menschheit passieren.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Julia und wie sie die Verlangsamung wahrnimmt. Man erfährt alles über die Anfänge dieser neuen Zeit und bekommt durch die sehr bildliche und emotionslose Sprache ein doch sehr tristes und trostloses Bilder dieser Erde. Und leider wird man auch ein wenig im Unklaren zurückgelassen und muss sich selbst überlegen was wohl noch alles auf der Erde passieren wird.

Mein Fazit: Ein sehr interessanter Roman, der ohne große Spannungsbogen auskommt und einen kleinen Ausschnitt vom Ende der Welt erzählt. Für Fans der etwas ruhigeren Romane, die sich mit der Endzeit beschäftigen sicherlich ein spannender Roman, der aber auch viel mehr hätte sein können und für mich irgendwie falsch endete.
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5.0 von 5 Sternen About the need to move on with life, no matter how uncertain and different it may feel, 17. Januar 2015
Von 
Denis Vukosav - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ein Jahr voller Wunder (Audio CD)
"The Age of Miracles" by Karen Thompson Walker is a well-made novel about one young girl who tries to overcome the inevitable changes in her life.

Main character, girl named Julia who is eleven year old, is passing through her youth experiencing all the same things everyone did in that age, misunderstandings with parents, demanding school obligations, problems with friends and boy she is in love, and on top of that going through the changes in her body...
And then, on seemingly ordinary Saturday Julia will awake to discover catastrophe of astronomical proportions start happening. For some unclear reason, the Earth's rotation has begun to slow down, days and nights grow longer and longer, gravity is also affected resulting in environment thrown into disarray.

It would be revealed that the Earth's magnetic field has shifted and everybody will realize that nothing would be ever like it was before...

Story is told from Julia perspective that due to her age isn't so much into science details of this catastrophe.
Therefore reader won't find the reasons why planet slowed down its rotation or what are the whole consequences of that strange phenomenon.
Although the slowing down of Earth rotation is novel's main motive, actually the best part of this work is story of Julia on which this disaster has a little direct effect.

And for this reason it can be said that the futuristic foreshadowing of the new age for the planet Earth is actually a hint of the upcoming maturity of our heroine.
Therefore, this novel is more of teen drama genre than of science fiction, only casually mentioning the situation Earth is suffering, while focusing on the changes a young girl will have to go through growing up in this changing and unknown world.

The novel's main premise is probably that people can't be fully prepared for the future since we're just imagining that we're masters of our destiny, like this novel convincingly demonstrated.
We can prepare ourselves, but whatever prepared we feel or think we are, something can or probably will go different than we expected.

"The Age of Miracles" is novel that was nicely written offering a realistic view what can happen with our lives if such unexpected natural catastrophe take place, looked through eyes of young girl who deserves chance to live her life happily like most of us had chance.

This is a story about the need to move on with life, no matter how uncertain and different it may feel, and that's certainly a reason to recommend it for reading.
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4.0 von 5 Sternen Großartige Idee, die aber Beklemmung auslöst, 27. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Ein Jahr voller Wunder: Roman (Gebundene Ausgabe)
„Ein Jahr voller Wunder“ handelt von der 11-jährigen Julia, die mit ihren Eltern, Helen und Joel, ein ganz normales Familienleben in Kalifornien führt. Eines Morgens kommt die Nachricht, dass sich die Erdrotation verlangsamt und nach und nach müssen Julia und ihre Familie realisieren, was das alles für Auswirkungen auf sie und die ganze Welt hat.

Das Stärkste an diesem Roman ist und bleibt die Idee und die hat mich bis ans Ende gefesselt. Einerseits war es faszinierend, was alles durch die Verlangsamung der Erdrotation betroffen ist, denn darüber macht man sich ja eigentlich keine Gedanken, und andererseits war es doch schon sehr beklemmend. Dass dieses Buch kein Happy End hat war nur folgerichtig und hat mich auch noch mal wach gerüttelt, was wir Menschen der Erde eigentlich alles antun.
Die Charaktere, um die sich die Geschichte spann, haben mich im Vergleich zu der Idee an sich weniger begeistern können. Schon in der Leseprobe habe ich mich kritisch geäußert, dass ich bei so einem Thema eine 11-jährige Protagonistin falsch halte. Mir ist durchaus bewusst, dass Julia die Geschichte rückblickend schreibt und schon 23 ist und dennoch hat sie einige Dinge erlebt, bei denen ich mir dachte: Das erlebt eine 11-Jährige? Zugegebenermaßen war ihre Naivität absolut altersgerecht gelungen und das hat mich an ihr doch ganz schön gestört. Ansonsten aber war es spannend alle Folgen der Verlangsamung aus ihren Augen mit zu betrachten und noch besser hätte ich es gefunden, wenn sie schon älter gewesen wäre.
Die Eltern waren natürlich auch extrem gezeichnet. Auf der einen Seite Helen, die vollkommen panisch auf die Nachricht reagiert und immer mehr Vorräte anhäuft und auf der anderen Seite Joel, der sich überfordert zeigt seine Frau und seine Tochter zu beruhigen und stattdessen sich in die Arbeit verkriecht und in eine Affäre mit Julias Klavierlehrerin.
Der Erzählstil hat mich vollkommen überzeugt. Er war absolut flüssig lesbar und die in der Regel doch eher kürzeren Kapitel haben das Lesetempo und auch den Spannungsbogen aufrecht gehalten. Zudem fand ich es super, dass es nicht immer nur um Julia und ihre Familie ging, sondern dass sie auch vollkommen neutral beschreiben konnte, was alles nacheinander passiert, wie zum Beispiel die Tatsache, dass immer mehr Vögel tot vom Himmel fielen und anschließend auch noch Vermutungen von Wissenschaftlern, warum dies so ist.

Fazit: Die Idee von „Ein Jahr voller Wunder“ war großartig, vor allem weil man diese Thematik eher seltener auf dem Buchmarkt findet. Die Geschichte an sich war dann nicht großartig, weil sie vor allem beklemmend war und mich als Leser wirklich nachdenklich gemacht hat. Die Figuren waren etwas überzeichnet, haben aber natürlich die Folgen gelungen wiedergegeben. Julia war an sich eine gelungene Protagonistin, aber in meinen Augen zu jung gewählt.
Ich spreche hiermit eine Kaufempfehlung aus, weil es einfach was anderes ist. Aber man sollte sich wirklich nicht vom Titel des Buches fehlleiten lassen. Denn ob die Folgen der Verlangsamung wirklich als Wunder bezeichnet werden können und ob Katastrophen nicht das viel bessere Wort wäre, das will ich mal offen lassen. Aber ansonsten Daumen hoch und ich gebe 4 Sterne!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Welt nach dem 24-h-Tag, 28. Mai 2014
Von 
Kleeblatt Monika "Monika" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ein Jahr voller Wunder: Roman (Gebundene Ausgabe)
Von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr so wie es war.
Als im Radio morgens angesagt wird, dass die Welt sich langsamer dreht, ist davon noch nichts zu bemerken. Scheinbar hat es keine Folgen und Veränderungen sind noch nicht wirklich spürbar. Aus den anfänglichen 56 min, die ein Tag länger war als normal werden bis zu 72 Stunden.
Die Tage sind länger hell, die Nächte länger dunkel. An einen normalen Tagesrhythmus ist nicht mehr zu denken.
Die Gesellschaft spaltet sich, es gibt die Menschen, die nach der Echtzeit leben und die nach der Uhrzeit.
Julia und ihre Eltern haben sich für die Uhrzeit entschieden, sie tun so, als wäre der Rhythmus des Tages immer noch 24 h lang.
Probleme sind vorprogrammiert.
Pflanzen sterben, die nicht mehr genug Sonne abbekommen, andere sterben, weil sie zuviel davon bekommen.
Das Magnetfeld der Erde verschiebt sich, das Verhalten der Menschen ändert sich ebenfalls.
Die Menschen kämpfen ums Überleben ...

Was für ein Albtraum.
Wer hat sich nicht schon wenigstens einmal gewünscht, der Tag würde mehr als nur 24 h haben. Man bekommt nichts auf die Reihe und hat das Gefühl, bei mehr Stunden würde es passen.
Wenn man sich aber wissenschaftlich mit den Nebeneffekten auseinandersetzt, was passieren würde, wenn es wirklich mehr als 24 h sind, würde man diesen Wunsch nicht äußern.

Die Autorin hat recherchiert und einen Roman um dieses Thema geschrieben. Die Erde dreht sich langsamer und langsamer und noch langsamer. Das Ergebnis ist katastrophal für die Erde, mehr noch aber für das Leben, das auf ihr wohnt, Flora und Fauna sterben langsam.
Es wird eine düstere Welt gezeichnet, die man nicht wirklich kennenlernen möchte, zumindest ich nicht.
Eingetaktet auf den gewöhnten 24 h-Rhythmus geht das normale Lebensgefühl den Bach runter. Im Dunkeln zur Schule und wieder nach Hause zu gehen, im hellen ins Bett und wieder im hellen aufwachen, nicht nur der Biorhythmus geht dabei abhanden.

Die Geschichte der Verlangsamung wird aus der Sicht von Julia erzählt. Auf mich wirkte es so, als wäre sie 80 Jahre alt (was sie jedoch nicht ist) und würde ihre Erinnerungen erzählen. Ruhig und bedächtig. So konnte sie viele Dinge beschreiben, die sie zum letzten Mal gesehen, gegessen, getan hatte. Angefangen hatte jedoch alles, als Julia 11 Jahre alt war.

Auf mich wirkte der Roman bedrückend und beängstigend. Dieses eine Jahr, das beschrieben wurde, war alles, nur kein Jahr der Wunder. Zumindest nicht in dem Sinne, wie ich bislang Wunder definiert hätte. Vor allem als etwas Positives.
Wenn ich es aber mit der Definition von Wikipedia sehe, passt der Titel jedoch ganz genau zum Buch. Dort wird ein Wunder mit einem Ereignis in Raum und Zeit beschrieben, welches menschlicher Vernunft und Erfahrung mit den Gesetzen von Natur und Geschichte widerspricht.

Sehr gelungen finde ich das Cover des Buches, das genau eine Szene im Buch widerspiegelt.

Das Genre des Buches würde ich eher in Richtung Dystopie ansetzen, einem Genre, dem ich persönlich leider nicht allzuviel abgewinnen kann.

Es ist ein Buch, in dem es neben den Veränderungen der Umwelt hauptsächlich um die Veränderungen der Menschen untereinander geht. Die Frage, wie man mit der Situation umgeht, vor allem, was mache ich mit dem Rest meines Lebens, gebe ich alles auf und lebe, wie es mir gefällt?

Ein Buch, bei dem einige Fragen offen bleiben und das zum Nachdenken anregt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioser Endzeitroman., 29. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Jahr voller Wunder: Roman (Gebundene Ausgabe)
Tage, die immer länger werden, ebenso die Nächte. Vögel, die abstürzen. Vulkanausbrüche. Was kommt noch? Alles eine Folge der stetigen Abnahme der Erdrotation.
Die Geschichte wird aus Sicht eines 11jährigen Mädchens erzählt. Sie lebt mit ihren Eltern in Kalifornien, USA. Durch Zufall erfährt die Familie aus den Nachrichten, dass die Erdumdrehung sich verlangsamt. Anfangs geht das Leben weiter wie bisher. Doch dann verlängern sich die Tage und Nächte und immer mehr gerät durcheinander.
Die geschichte wird aus Sicht des Mädchens erzählt. Ohne wissenschaftliche Details oder Ursachenangaben, was dazu geführt haben könnte. Ich fand trotz des Themas wird die Erzählung eher ruhig und sachlich. Sie beschreibt das Verhalten der Eltern, der Nachbar, Freunde. Sie nimmt Bezug auf die Nachrichten, die sie sieht. Aber sie schreibt kaum etwas zu ihren Ängsten. Sie ist wie ein stiller Beobachter des Ganzen, wie jemand der alles von außen betrachtet. Es ist auch eine Art Rückblende, denn sie erzählt aus ihrer Gegenwart und schaut zurück auf die Anfänge. Ich muss also zum Zeitpunkt der Erzählung bereits älter sein.
Das Buch macht nachdenklich. Gerade durch die Erzählform, diese Distanziertheit. Es wirkt wie eine Ruhe vor dem Sturm. Als Leser beginnt man nachzudenken, was wäre wenn?
Fesselnd und absolut spannend geschrieben. Lässt einen nachdenklicher Leser zurück. Ich frage mich, was würden wir tun, wenn die Erde sich gegen die Menschheit stellt?

Grandioser Endzeitroman.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schnell abgebranntes Feuerwerk, 2. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Ein Jahr voller Wunder: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zu Anfang hat es mich mächtig gepackt, die Geschichte von der Verlangsamung der Erdrotation, dem Zunehmen der Zentrifugalkraft, dem Auftreten gravitationsgeschuldeter Krankheiten, dem Zunehmen der Tages- und Nachtspanne und dem Auseinanderdriften der Gesellschaft aufgrund unterschiedlicher Bewältigungsmechanismen. Doch im dem Maße, wie die Story sich immer mehr auf das Leben der Protagonisten Julia und Seth und ihrer Familie(n) verdichtete, vertröpfelte sich die wirklich phantastische Idee der Autorin. Ich habe den Eindruck, dass das anfängliche Feuerwerk ihrer Gedanken verpuffte und sie rasch die Landung ansteuerte, bevor es jemand bemerkte. Letztlich ist sie der Versuchung erlegen, die erzeugte Untergangsstimmung nicht stringent zu erledigen.
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Ein Jahr voller Wunder: Roman
Ein Jahr voller Wunder: Roman von Karen Thompson Walker (Gebundene Ausgabe - 13. Mai 2013)
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