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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen65
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am 9. Mai 2013
Julia, bald 12 Jahre alt, lebt mit ihren Eltern in Kalifornien und lebt das Leben eines typischen, amerikanischen Mädchens...bis die Erde anfängt, sich langsamer zu drehen!

Ich hätte fast gedacht, das aus dem Buch ein Teenie-Buch wird, mit ein wenig Liebe, Action und was man sonst so kennt, von den Büchern, die zur Zeit recht modern sind.

Weit gefehlt!!! Dieses Buch ist ein kleiner Schatz! Ich konnte es keine Sekunde weglegen und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Mich hat dieses Buch sehr berührt und ein paar Mal musste ich wirklich mit den Tränen kämpfen! Die Autorin hat nicht nur ein Händchen, eine Geschichte aus der Sicht einer Heranwachsenden zu erzählen, sie hat auch Talent, Gefühle und Menschen so zu beschreiben, dass man sich ihnen nahe fühlt. Ich hatte während des Lesens das Gefühl, unter einer Glaskugel zu hocken und war richtig gefangen von dem Buch.

Dabei verzichtet Karen Thompson Walker aber komplett auf reißerische Szenen, Blut oder Gewalt, sondern erzählt das Alltägliche und dann später Beängstigende so ruhig und trotzdem ergreifend!
Sie beschreibt die kleinen Veränderungen im Leben von Julia und das große Grauen, welches unausweichlich auf die Menschen zu kommt so bemerkenswert, das ich mich in jeder Sekunde bestens unterhalten gefühlt habe und anschließend tief durchatmen musste.

Der Schreibstil ist klar und angenehm, die Personen sehr gut dargestellt, die Kapitel nicht zu lang und schlussendlich, obwohl doch alles so auswegslos erscheint, schafft sie es trotzdem, dem Schluss doch irgendwie ein wenig Hoffnung und Zuversicht zu geben. Ich bin von der Leistung der Autorin wirklich beeindruckt und hoffe sehr, bald mehr von ihr zu lesen!

Einfach wunderbar! Von mir 5 Sterne!
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am 7. Mai 2013
Zeit empfindet jeder anders, wenn man jung ist kommt einem noch alles furchtbar lange vor und später dann vergeht alles sehr viel schneller und man weiß gar nicht mehr wo man noch Zeit hernehmen soll. Und Zeit spielt auch in "Ein Jahr voller Wunder" eine große Rolle, denn durch die Verlangsamung der Erdrotation beginnen die Tage länger und die Nächte seltener zu werden.

Julia ist gerade 11 Jahre alt als die Zeit sich verändert und damit auch das Leben. Ihre Eltern Helen und Joel reagieren ganz verschieden auf die neue Umwelt und das Familienleben beginnt sich drastisch zu verändern. Julia verliert Freunde, findet Liebe und beginnt eine neue Welt zu erkunden. Sie fürchtet um das Bestehen ihrer Familie und schlägt sich beiläufig noch mit dem langsamen Erwachsenwerden herum. Dabei wirkt der Roman oberflächlich sehr harmlos und erzählt ganz nebenbei die schrecklichen und dauerhaften Veränderungen, die die rund um die Menschheit passieren.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Julia und wie sie die Verlangsamung wahrnimmt. Man erfährt alles über die Anfänge dieser neuen Zeit und bekommt durch die sehr bildliche und emotionslose Sprache ein doch sehr tristes und trostloses Bilder dieser Erde. Und leider wird man auch ein wenig im Unklaren zurückgelassen und muss sich selbst überlegen was wohl noch alles auf der Erde passieren wird.

Mein Fazit: Ein sehr interessanter Roman, der ohne große Spannungsbogen auskommt und einen kleinen Ausschnitt vom Ende der Welt erzählt. Für Fans der etwas ruhigeren Romane, die sich mit der Endzeit beschäftigen sicherlich ein spannender Roman, der aber auch viel mehr hätte sein können und für mich irgendwie falsch endete.
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VINE-PRODUKTTESTERam 16. April 2015
Was würde passieren, wenn die Welt sich langsam auf den Untergang zu bewegt? Julia sitzt vor dem Fernseher, als sie hört, dass sich die Erde immer langsamer dreht. Viele Dinge werden sich ändern, einige aber auch nicht und jeder kämpft gegen ein anderes Problem.

Die Protagonisten
Lange Zeit ist mir nicht klar, ob ich die Geschichte eines Mädchens oder eines Jungen lese. Komisch war es schon bis Julias Mutter endlich mal den Namen genannt hat. Vor allem weil die Protagonistin wirklich keine Anzeichen dafür gibt, mit welchem Geschlecht ich es zu tun haben. Aber kurze Zeit später mag ich Julias Art ihre Welt zu betrachten sehr. Sie schaut genau hin, bewertet nicht über, macht sich Gedanken und lebt trotzdem. Als Kind ist das noch einfach zu sagen, ihre Eltern müssen gegen größere Probleme kämpfen. Sie hat mich ein bisschen an Garp erinnert, obwohl der ja eine Behinderung hatte und Julia nicht.

Ihre Eltern sind manchmal sehr anstrengend. Während ihr Vater immer weg ist und das ist mir nicht geheuer, ist ihre Mutter sehr, sehr leidend. Als ob die ganze Welt nur sie bestrafen wolle. Da bewundere ich Julia, die das alles mit einer Leichtigkeit versteht und händelt, die ich vielleicht nicht aufbringen würde.

Die Randfiguren sind alle recht seltsam, geben der Geschichte aber einen skurrilen Touch, sodass ich gut mit ihnen leben kann. Seltsam ist, dass ich noch nie eine Nebenfigur so sehr gemocht habe, um sie dann fünfzig Seiten später, so sehr zu hassen. Eine ganz neue Erfahrung für mich.

Kulisse
Die Kulisse ist natürlich völlig normal. Erde, Menschen und eine kleine Stadt. Ich finde es toll, dass es sich um einen Weltuntergangsroman handelt, der aber völlig real wirkt. Das Problem kann es wirklich geben, die Menschen reagieren menschlich auf das Problem und es wirkt nur sehr selten aufgesetzt. Das hat mir wirklich gefallen, ohne all den anderen Schnickschnack.

Handlung
Es gibt Bücher, die trifft man ganz unverhofft und dann öffnen sie das Herz und man seufzt, wenn der Buchdeckel geschlossen wird. So ein Buch ist “Ein Jahr voller Wunder” für mich. In mein Leben getreten, weil ich den Klang des Titels mochte und etwas anderes dahinter vermutete, hat es mich nun überrascht und ist auf jeden Fall eine Rezension wert.

Knapp ein Jahr darf ich die Welt begleitet, die langsamer wird. Erst sind es nur Minuten, dann Stunden und bald ist es soweit, dass es über 30 Stunden sind bis die Sonne wieder untergeht. Manchmal wünschen wir uns, dass der Tag mehr als 24 Stunden hat. Es ist ein frommer Wunsch ohne Hintergedanken, aber Julia erlebt, wie es sein kann, wenn die Sonne nicht mehr nachts untergeht.

Viele Probleme, die die Welt bekommt, wären mir im Leben nicht eingefallen. Klar denke ich daran, dass Pflanzen schlecht wachsen können, wenn die Sonne so lange scheint. Oder das wir schneller Sonnenbrand bekommen würden. Letzteres passiert bei mir sowieso ständig! Aber so simple Sachen wie Schlafen, die Stromversorgung oder Schneefall, habe ich nicht bedacht. Jedes noch so winzige Detail hat mich neugierig auf Neues gemacht und war interessant. Dabei erzählt Julia alles sehr monoton, mit einem geklärten Blick auf das wesentliche.

Man könnte meinen, dass sie in diesem Jahr erwachsener wird und schiebt es auf die Veränderungen in der Welt. Aber in Wirklichkeit ist es nur ihr normales Leben, dass sie versucht so normal wie es geht, weiterzuleben. Ihre nüchterne Art und ihr Blick auf Kleinigkeiten hat dieses Buch zu etwas besonderem gemacht.

Ich würde es jedem empfehlen, der ohne großen Krach und viele Verwicklungen, einen dennoch wichtigen Roman lesen möchte. Ich wünschte mir, dass das Buch noch einige Leser findet.

Die Gestaltung
Der Titel ist dem Original sehr treu geblieben, trotzdem mag ich ihn nicht. Er suggeriert etwas, was das Buch nur in Ansätzen liefert und liefern kann. Etwas weniger pathetisches hätte es auch getan. Dafür mag ich die Farbe sehr.

Die Bewertung
Ein großer Seufzer, ein Platz in meinem Regal auf Lebenszeit? Was will das Buch mehr? Ich hoffe, es lassen sich noch einige Menschen zum Lesen hinreißen. Es ist zwar keine Geschichte, die aufregend ist, aber die mit sehr leisen Tönen zeigt, was im Leben und im Untergang wirklich wichtig ist.
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Von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr so wie es war.
Als im Radio morgens angesagt wird, dass die Welt sich langsamer dreht, ist davon noch nichts zu bemerken. Scheinbar hat es keine Folgen und Veränderungen sind noch nicht wirklich spürbar. Aus den anfänglichen 56 min, die ein Tag länger war als normal werden bis zu 72 Stunden.
Die Tage sind länger hell, die Nächte länger dunkel. An einen normalen Tagesrhythmus ist nicht mehr zu denken.
Die Gesellschaft spaltet sich, es gibt die Menschen, die nach der Echtzeit leben und die nach der Uhrzeit.
Julia und ihre Eltern haben sich für die Uhrzeit entschieden, sie tun so, als wäre der Rhythmus des Tages immer noch 24 h lang.
Probleme sind vorprogrammiert.
Pflanzen sterben, die nicht mehr genug Sonne abbekommen, andere sterben, weil sie zuviel davon bekommen.
Das Magnetfeld der Erde verschiebt sich, das Verhalten der Menschen ändert sich ebenfalls.
Die Menschen kämpfen ums Überleben ...

Was für ein Albtraum.
Wer hat sich nicht schon wenigstens einmal gewünscht, der Tag würde mehr als nur 24 h haben. Man bekommt nichts auf die Reihe und hat das Gefühl, bei mehr Stunden würde es passen.
Wenn man sich aber wissenschaftlich mit den Nebeneffekten auseinandersetzt, was passieren würde, wenn es wirklich mehr als 24 h sind, würde man diesen Wunsch nicht äußern.

Die Autorin hat recherchiert und einen Roman um dieses Thema geschrieben. Die Erde dreht sich langsamer und langsamer und noch langsamer. Das Ergebnis ist katastrophal für die Erde, mehr noch aber für das Leben, das auf ihr wohnt, Flora und Fauna sterben langsam.
Es wird eine düstere Welt gezeichnet, die man nicht wirklich kennenlernen möchte, zumindest ich nicht.
Eingetaktet auf den gewöhnten 24 h-Rhythmus geht das normale Lebensgefühl den Bach runter. Im Dunkeln zur Schule und wieder nach Hause zu gehen, im hellen ins Bett und wieder im hellen aufwachen, nicht nur der Biorhythmus geht dabei abhanden.

Die Geschichte der Verlangsamung wird aus der Sicht von Julia erzählt. Auf mich wirkte es so, als wäre sie 80 Jahre alt (was sie jedoch nicht ist) und würde ihre Erinnerungen erzählen. Ruhig und bedächtig. So konnte sie viele Dinge beschreiben, die sie zum letzten Mal gesehen, gegessen, getan hatte. Angefangen hatte jedoch alles, als Julia 11 Jahre alt war.

Auf mich wirkte der Roman bedrückend und beängstigend. Dieses eine Jahr, das beschrieben wurde, war alles, nur kein Jahr der Wunder. Zumindest nicht in dem Sinne, wie ich bislang Wunder definiert hätte. Vor allem als etwas Positives.
Wenn ich es aber mit der Definition von Wikipedia sehe, passt der Titel jedoch ganz genau zum Buch. Dort wird ein Wunder mit einem Ereignis in Raum und Zeit beschrieben, welches menschlicher Vernunft und Erfahrung mit den Gesetzen von Natur und Geschichte widerspricht.

Sehr gelungen finde ich das Cover des Buches, das genau eine Szene im Buch widerspiegelt.

Das Genre des Buches würde ich eher in Richtung Dystopie ansetzen, einem Genre, dem ich persönlich leider nicht allzuviel abgewinnen kann.

Es ist ein Buch, in dem es neben den Veränderungen der Umwelt hauptsächlich um die Veränderungen der Menschen untereinander geht. Die Frage, wie man mit der Situation umgeht, vor allem, was mache ich mit dem Rest meines Lebens, gebe ich alles auf und lebe, wie es mir gefällt?

Ein Buch, bei dem einige Fragen offen bleiben und das zum Nachdenken anregt.
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am 23. August 2013
"Ein Jahr voller Wunder" erzählt die Geschichte der 11 jährigen Julia, die gemeinsam mit ihrer Familie, Freunden und Bekannten, Zeugin eines unglaublichen Naturphänomens wird. Die Erdrotation hat sich verlangsamt und die Tage werden immer länger. Plötzlich haben sie nicht mehr 24 Stunden, sondern 30, dann 40 Stunden und sie werden immer länger. Doch nicht nur die Zeit, auch die Erdanziehungskraft hat sich verändert und es dauert nicht lange, bis die Natur auf das Phänomen reagiert. Tiere und Pflanzen verkümmern und beginnen in Massen zu sterben und auch die Menschen haben mit einer neuen unbekannten Krankheit zu kämpfen, an der viele sterben. Die Menschheit versucht sich den neuen Bedingungen anzupassen. Während der größte Teil der Menschheit zum alten 24 Stunden Rhythmus zurückkehrt, entschließt sich der andere Teil in der "Echtzeit" zu leben, wodurch sie zu den Ausgegrenzten der Gesellschaft werden. In dieser Zeit durchlebt Julia die Zeit des Ewachsenwerdens, ihre erste Liebe und muss zusehen, wie alte Freundschaften zerbrechen.
"Ein Jahr voller Wunder" ist ein Buch, dass mich sehr überrascht hat. Obwohl der Titel des Buches sehr irreführend ist, da ich Wunder im Allgemeinem mit etwas positiven verbinde, was hier absolut nicht der Fall ist, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Erzählt wird die Geschichte rückwirkend aus der Sicht der mittlerweile erwachsenen Julia. Im Vordergrund stehen die typischen Probleme eines Teenagers, mit denen sich Julia beschäftigt. Der Verlust ihrer einst besten Freundin, die Eheprobleme ihrer Eltern und ihre erste Liebe, die sich anbahnt. Doch sehr ausführlich beschreibt die Autorin auch die Situation der Menschen und den Verfall der Erde. Auch die Versuche der Menschen, sich mit den neuen Lebensbedingungen zu arrangieren, die selbst die Wissenschaftler und Regierungen ratlos zurücklässt. Das Ganze verpackt in einem wundervollen Schreibstil, der für mein Empfinden keinesfalls zu langatmig und langweilig wirkt.

"Ein Jahr voller Wunder" ist ein überaus interessanter Endzeitroman, der den Leser sehr nachdenklich zurück lässt und unter die Haut geht. Er beschäftigt sich mit der Frage, was passieren würde, wenn durch eine Naturkatastrophe, wie sie ja in unserer heutigen Zeit (wenn auch nicht so schlimm) immer wieder vorkommen, auf einmal unser gewohntes Leben aus den Fugen gerät. Sehr interessant und absolut für lesenswert befunden...
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am 16. Juli 2013
"...Die echten Katastrophen sind immer anders - ungeahnt, unvorhergesehen, unbekannt."

Erst im Nachgang, nachdem mich das Buch einige Tage beschäftigt hat, war ich mir über die Vergabe der Sterne im Klaren.
Wichtig zu wissen ist, dass der Titel sowie das Cover über das hinwegtäuschen, was den Leser erwartet: Ein Endzeitdrama aus Sicht eines jungen Mädchens.

Im Plauderton schildert die zwölfjährige Julia den nahenden Weltuntergang. Dieser hängt mit der stetigen Verlangsamung der Erdrotation zusammen. Die Handlung erstreckt sich über Jahre, in denen sich die Dauer von Tagen auf Wochen ausdehnt, und die Zeiten entweder voll tiefer Dunkelheit oder gleißendem Licht sind. Tiere sterben, Pflanzen wachsen nicht mehr, Menschen werden krank.

Julia wächst als Einzelkind von Joel und Helen auf. Sie ist ein Mädchen mit den gewöhnlichen Sorgen einer Heranwachsenden (wie die zarten Liebesbande zu Seth) und einem Grundvertrauen, dass alles irgendwie gut werden wird. Dass dem nicht so ist, wird dem Leser durch viele Vorgriffe auf Kommendes schnell klar. ("später würde ich erfahren..", "es war das letzte Mal, dass..")

Die Geschichte spielt in Kalifornien, wo die Menschen daran gewöhnt sind, mit Naturkatastrophen/Erdbeben leben zu müssen. In dem Roman weitet die Autorin die Katastrophen noch weiter aus und zeichnet eine Zukunftsvision unseres Planeten, der seit langer Zeit aus dem Gleichgewicht ist. Die Erdrotation verlangsamt sich, die Magnetfelder verschieben sich, die Gesetze der Schwerkraft treten außer Kraft und eins führt zum anderen. "Das Unvorstellbare war vorgestellt, das Unglaubliche geglaubt worden."

Während die Erde sich immer langsamer dreht, werden die Menschen gezwungen, sich immer schneller anzupassen. Das geschieht in zwei Zeitdimensionen. Es gibt jene, die weiterhin nach dem 24-Stunden-Rhythmus leben, und "Echtzeiter", die versuchen, sich mit den neuen Gegebenheiten zu vereinen.

Der Untergang der Welt war schon vielfach Vorlage für fiktive Geschichten.
Das Besondere an dieser Erzählung ist der Schreibstil im "Mein-liebes-Tagebuch-Ton", der sanft daherkommt, um alsdann mit voller Wucht um sich zu schlagen. Das lässt den Leser in beklommener Erregtheit die Seiten umblättern, und ist für mich der Grund, weshalb das Buch noch lange nachwirkt.

Ich bin froh, dass mein Tag weiterhin "nur" 24 Stunden hat (auch wenn diese manchmal nicht ausreichend scheinen) und dass es tagsüber hell und nachts dunkel wird.

>Ein Jahr voller Wunder< ist kein Buch, das sich im Bedauern um Endlichkeit und Vergänglichkeit verliert, sondern ist eine Art Liebeserklärung an die Welt, in der wir leben.

Obwohl Fiction sonst nicht mein Genre ist, spreche ich für den Roman von Karen Thompson Walker eine Leseempfehlung aus.
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am 1. Juli 2013
„Stellen Sie sich vor, die Zeit rennt Ihnen davon … würden Sie dann merken, dass Sie sich immer um die falschen Dinge gekümmert haben?“

Ein Jahr voller Wunder ist ein Buch von Karen Thompson Walker. Es ist am 13. Mai 2013 im btb Verlag erschienen. Das Buch umfasst 320 Seiten. Das englische Original The Age of Miracles erschien am 21. Juni 2012 bei Simon & Schuster Ltd.

Inhalt

Das kalifornische Ehepaar Joel und Helen sitzt mit seiner Tochter Julia gerade am Frühstückstisch, als die Neuigkeit über sie hereinbricht: Die Erdrotation verlangsamt sich spürbar. Und auf einmal ist alles anders. Als sich Julia Hals über Kopf zum ersten Mal verliebt. Und Julias Vater mit dem Gedanken spielt, seine Frau für Julias Klavierlehrerin zu verlassen, die sich nicht von der allgemeinen Panik anstecken lässt. Und Julias Mutter gegen ihre Depressionen ankämpft. Was geschieht mit einer Familie, wenn sich plötzlich das Gefüge um sie herum verschiebt? Was könnte verhängnisvoller sein als der Zerfall einer Ehe? Was bewegender als die Gefühle eines verunsicherten Teenagers? Denn selbst wenn die Erde, wie manche voraussagen, vor ihrem Ende steht – das Leben muss weitergehen …

(Klappentext)

Erster Satz

„Wir bemerkten es nicht sofort.“

Meinung

Das Cover springt von der Farbgestaltung her ins Auge. Es ist zwar definitiv ein Blickfang, jedoch sagt es nicht viel über den eigentlichen Inhalt aus. Trotzdem gefällt es mir ganz gut.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht zu lesen. Sie beschreibt die Gefühle und Gedanken der Protagonistin sehr gut. Außerdem bringt sie das junge Mädchen genauso rüber, wie sie sein soll. Sie benutzt die angepasste Sprache und man fühlt sich als Leser wirklich so, als würde das Mädchen vor einem sitzen und die Geschichte erzählen.

Das Buch ist aus der Sicht von Julia in der Ich-Perspektive geschrieben. Sie erzählt alles, was sie erlebt hat, denn sie spricht insgesamt über die Vergangenheit. Zu Beginn und ganz zum Ende wird kurz die Gegenwart gezeigt, sodass man als Leser sieht, dass es sich wirklich um Vergangenes handelt.

Die Handlung gefällt mir sehr gut, denn die Thematik ist eine ganz besondere. Ich habe mir zwar zuerst etwas anderes vorgestellt und hätte mir gewünscht, dass die Autorin noch näher auf das Phänomen eingegangen wäre, da man darüber nicht viel erfährt, aber dafür kommt die Geschichte der Julia sehr gut rüber. Die Handlung ist allein deswegen schon spannend, weil ich nicht wusste, wie es nun enden würde. Geht die Welt unter? Wie schnell wird das wenn gehen? Was wird bis dahin noch passieren? Das sind alles Fragen gewesen, die ich mir beim Lesen gestellt habe.

Die Charaktere waren sehr authentisch und gut dargestellt. Julia wirkte wie das fröhliche und offene Mädchen. Man merkt genau, wie sie sich im Verlauf der Handlung weiterentwickelt und dazulernt. Bei ihren Eltern hingegen weiß ich nicht genau, was ich von ihnen halten soll. Der Ehemann, der seine Frau betrügt und, wenn er das nicht tut, auf Arbeit ist. Die Ehefrau, die darunter leidet, dass ihr Mann nie zu Hause ist. Ich kann auf jeden Fall nachvollziehen, warum sie später unter Depressionen leidet, jedoch nicht, warum ihr Ehemann sie betrügt.

Fazit

Insgesamt ein schöner Roman, den ich sehr schnell durchgelesen habe. Die Handlung faszinierte mich und ich hätte gern noch mehr über das Phänomen erfahren. Ich hatte mir zwar unter dem Titel etwas anderes vorgestellt, aber das Buch hat mir trotzdem ziemlich gut gefallen.
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am 26. Mai 2013
Julia, 11 Jahre wohnt mit ihren Eltern in Kalifornien. Sie lebt das Leben, eines ganz normalen heranwachsenden Teenagers. Sie selber sieht sich als stille Außenseiterin.

Eines Tages kommt die erschreckende Nachricht. Die Erdrotation verlangsamt sich. Zu dem Zeitpunkt der Bekanntmachung, dauert eine Umdrehung der Erde um die eigene Achse, schon etwas über 25 Stunden. Niemand bemerkte es richtig.

Die Menschen versuchen sich den neuen verlängerten Tag und Nacht Rhythmen anzupassen, und ihren Tagesablauf danach zu organisieren. Viele Menschen packen aber auch alle Sachen und hauen irgendwohin ab. Aber auf der Erde kann man der Katastrophe nicht entkommen.

Als die Tage immer länger dauern , beschließen die Regierungen vieler Länder, dass die Menschen wieder ganz normal nach ihrem 24 Stunden Rhythmus leben und arbeiten sollen. Die Lager sind gespalten. Nun gibt es Menschen die nach der "Echtzeit" leben und nach der "Uhrzeit".

Das Klima der Erde verändert sich dramatisch und ganze Ökosysteme kommen aus dem Gleichgewicht. Tiere sterben, Pflanzen gehen ein, die Gezeiten der Meere verändern sich und lassen Ebbe und Flut noch drastischer werden, Wälder brennen, weil durch die lange Sonneneinstrahlung sich die Erde viel mehr aufheizt. Viele Menschen werden krank, verfallen Depressionen. Hinzu kommt aber auch Hass auf Echtzeitler, Hamstereinkäufe und Plünderungen. Niemand weiß wie lange die natürlichen Ressourcen noch zur Verfügung stehen.

In dieser Zeit erlebt Julia ihre erste Liebe. Sie hat Angst, das sich ihre Eltern trennen. Und der Verlust ihrer besten Freundin macht ihr sehr zu schaffen. Es ist nicht einfach in so einer Situation auch noch ein normales Leben zu führen, da ja nun alles anders ist.

Meinung:

In Worte zu fassen was ich beim lesen dieses Buches gefühlt habe fällt mir schwer.

Die Geschichte wird von Julia in der Vergangenheitsform erzählt. Also lässt es den Leser daraus schließen, das es irgendwie weitergeht. Aber das, wie und was lässt einen nicht mehr von diesem Buch los.

Die Autorin hat dieses Buch sehr Stimmungsvoll und realistisch geschrieben. Ich habe die Gefühle und Bilder aus den Sätzen mit aufgesogen. Es gibt viele Endzeitromane, aber dieser hat mich aus dem Hocker gehauen, obwohl eigentlich nichts großartiges passiert. Und das macht dieses Buch gerade aus.

Es gab schon lange kein Buch was mich so berührt hat, wie dieses.Und es hat mich auch ziemlich nachdenklich gemacht. Die Botschaft ist klar am Ende des Buches ersichtlich.
Die Menschheit erreicht in unserer heutigen Zeit mithilfe von Gentechnik und anderen Erforschungen soviel. Sonden werden ins All geschickt um Planeten zu erforschen und und und....
Wir nehmen vieles als Selbstverständlich hin. Aber was ist wenn dem nicht mehr so ist ? Wie würden wir wirklich reagieren?
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am 26. Mai 2013
Zum Inhalt

Der internationale Bestsellererfolg

Das kalifornische Ehepaar Joel und Helen sitzt mit seiner Tochter Julia gerade am Frühstückstisch, als die Neuigkeit über sie hereinbricht: Die Erdrotation verlangsamt sich spürbar. Und auf einmal ist alles anders. Als sich Julia Hals über Kopf zum ersten Mal verliebt. Und Julias Vater mit dem Gedanken spielt, seine Frau für Julias Klavierlehrerin zu verlassen, die sich nicht von der allgemeinen Panik anstecken lässt. Und Julias Mutter gegen ihre Depressionen ankämpft. Was geschieht mit einer Familie, wenn sich plötzlich das Gefüge um sie herum verschiebt? Was könnte verhängnisvoller sein als der Zerfall einer Ehe? Was bewegender als die Gefühle eines verunsicherten Teenagers? Denn selbst wenn die Erde, wie manche voraussagen, vor ihrem Ende steht - das Leben muss doch weitergehen ...

"'Ein Jahr voller Wunder', ein Liebesbrief an das Leben, das weitergeht, auch wenn die Welt dem Untergang geweiht ist. Lesenswert, egal wo, egal in welchem Alter."

Brigitte Zeitschrift

Zum Buch

Die 11 jährige Julia lebt zusammen mit ihren Eltern ein ganz normales Leben. Doch plötzlich wird alles anders, denn die Erde verändert sich und die Welt wie wir sie kennen gerät aus den Fugen.
Als plötzlich die Erdrotation langsamer wird und der Tag nicht mehr 24 Stunden sondern 60 Stunden hat, bricht über die Familie eine Entwicklung ein, mit der so niemand gerechnet hat.
Die Natur verändert sich ebenfalls, die Tierwelt gerät durcheinander und plötzliches Vogelsterben setzt ein und einige Menschen leiden an einer unbekannten neuen Krankheit. Ebbe und Flut sind ebenfalls von den Änderungen betroffen und alles ist anders als es jemals war.
Man lebt eine Zeit in der Dunkelheit und die andere Zeit wieder in Tageslicht.
Die Regierung ruft die Leute dazu auf, sich an die gewohnten Uhrzeiten zu halten, doch dies trifft bei einigen auf Wiederspruch und wer sich der Masse nicht anschließt wird zum Außenseiter.
Alles gerät durcheinander und so verändert sich auch die Familie. Julias Vater beginnt ein Verhältnis und so entsteht auch eine ernste Ehekrise, Julia möchte das ihre Eltern zusammen bleiben und verliert dann auch noch ihre Freunde außerdem ist sie zum ersten Mal verliebt, doch der angebetet will nichts von ihr wissen und zu allem Überfluss muss sie in dieser Welt schneller erwachsen werden als ihr lieb ist...

Meinung

Karen Thompson Walker hat mit Ein Jahr voller Wunder eine Geschichte erschaffen, die zum Nachdenken anregt und einem aufzeigt, was wirklich wichtig ist und das nichts selbstverständlich ist.

Die Geschichte wurde spannend und einfühlsam erzählt. Die Veränderungen der Welt detailreich und bildlich geschildert und die Entwicklung der Menschen Realitätsah und verständlich wiedergeben.

Die Menschen wünschen sich oft der Tag hätte 48 Stunden, doch was ist, wenn es plötzlich wirklich so ist?...

Fazit

Eine wirklich Lesenswerte Geschichte, die einem deutlich mach wie wertvoll das Leben ist. Einfühlsam und spannend erzählt!
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am 26. Mai 2013
Inhalt:
Die 11-jährige Julia wohnt mit ihren Eltern in Kalifornien, genießt das Leben zusammen mit ihrer besten Freundin Hanna und sieht einer hoffnungsvollen Zukunft entgegen.
Diese Ordnung wird jäh erschüttert, als eine Radiomeldung verkündet, dass sich die Erdrotation verlangsamt. Tage und Nächte nehmen bereits seit einiger Zeit täglich um mehrere Minuten zu, und täglich werden es mehr…
Von nun an dreht sich zunächst alles um dieses Phänomen, die Wissenschaftler untersuchen hektisch mögliche Ursachen, errechnen zeitliche Verschiebungen, Gegenmaßnahmen, während die Medien nur zu gerne diese Themen verbreiten und das Ende der Welt prophezeien.
Die Menschen reagieren unterschiedlich : Panik greift um sich, niemand weiß, ob und wie es weitergeht, sie handeln, mehr oder weniger planlos und warten ab – denn schließlich ist alles möglich, wie Stromausfälle, Erdbeben und andere Katastrophen zeigen. Doch worauf warten sie – und wie lange?
Auch Julia muss feststellen, dass ihre ganz persönliche Welt nach dem Eintreten der Verlangsamkeit plötzlich aus den Fugen gerät: Freundschaften zerbrechen, sie ertappt ihren Vater immer öfter beim Lügen und allgemein steht ihre Welt – nicht nur aufgrund der eintretenden Pubertät – auf dem Kopf. Das Wort „Zukunft“ erhält eine ganz neue Bedeutung…

Meine Meinung:
Karen Thompson Walker hat einen Endzeit-Roman geschrieben, der unter die Haut geht. Sie hat ein Szenario zum Leben erweckt und es überraschend detailliert weitergeführt. Durch Julia, die ihre eigene Geschichte erzählt- so, wie sie es im Alter von 11 Jahren erlebt und gefühlt hat, ist der Leser mitten in der Katastrophe. Man erfährt, wie die Menschen in Julia’s Umgebung und in Amerika mit der Situation mehr oder weniger erfolgreich umzugehen versuchen und erhält so einen deutlichenn Eindruck vom tatsächlichen Ausmaß auf alle Alters- und Berufsgruppen. Aber auch ihre eigenen Erlebnisse, ihre Erfahrungen, die sie mit den veränderten Tages- und Nachtzeiten, der Veränderung des Grundgerüstes „Welt“ macht, lassen den Leser in diese Ausnahmesituation eindringen und sie hautnah miterleben. Gerne hätte ich mir in der einen oder anderen Situation etwas detaillierte Beschreibungen gewünscht, wäre noch tiefer in dieses Thema eingestiegen…

Dabei ist die Stimmung insgesamt eher düster – kein Wunder, immerhin leben die Menschen ständig mit der Angst des bevorstehenden Weltunterganges, man wartet ab, es wird krampfhaft versucht, einen „Alltag“ und eine Ordnung aufrechtzuerhalten – mit mehr oder weniger Erfolg.
Und auch Julia’s bisher unbekümmertes Leben hat ein jähes Ende gefunden, Einsamkeit und Enttäuschungen bleiben nicht aus…

Mich hat diese –zum Glück fiktive – Geschichte gefesselt und nachdenklich gemacht. Wie konnte es zur Katastrophe kommen – gehen wir zu leichtsinnig mit unserer Welt um, aus der es kein Entkommen gibt, wie würden wir reagieren, wenn von heute auf morgen das Fortbestehen unser Erde infragegestellt würde…? Durch viele kleine und größere Begebenheiten erleben wir das Ausmaß mit und hofft, dass es für Julia und alle anderen Menschen doch eine Zukunft geben könnte… !?

Fazit: Ein gut durchdachtes Endzeit-Szenario, das gleichzeitig unterhaltsam ist und nachdenklich stimmt !
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