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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierende Geschichte, schön erzählt, 3. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Kometenjäger: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wenn einem ein Buch ganz besonders gut gefällt, merkt man das auch daran, dass man traurig ist, wenn man es zuende gelesen hat, und in der Zeit danach immer mal wieder an seine Geschichte denkt und an die Menschen, die man darin getroffen hat. Wenn es danach geht, hat mir das Buch ausnehmend gut gefallen. Es ist die Geschichte zweier junger Männer, von denen der eine ein wahrer Kometen-Nerd ist und den anderen in den Bann der Himmelsbeobachtung hineinzieht. Damit verwoben wird eine halb wahre, halb fiktionale Geschichte der Kometenentdeckerei seit ihren Anfängen. Im zweiten Teil machen sich die jungen Männer nach Arizona auf, um einen Teleskop-Käufer ausfindig zu machen, und erleben dabei ihren persönlichen Road Movie.
Ich habe das Buch an drei langen Abenden verschlungen. Die Geschichte nimmt einen mit auf die Reise, man lernt etwas über dieses Teilgebiet der Astronomie, man meint die Charaktere kennen- und lieben zu lernen und möchte immer wissen, wie es denn nun weitergeht. Es ist, von einigen kleinen Kommafehlern abgesehen, erkennbar von einem Sprachprofi geschrieben, stilistisch meist zurückhaltend, aber stets trittsicher. Die Beschreibung einer Bettszene (wenn man es denn so nennen darf) eines erstaunlich intensiven One-Night-Stands (der keiner bleiben soll) ist schlicht sensationell. In einer solchen Szene nicht ins Schlüpfrige oder Peinliche abzugleiten, gelingt den wenigsten, aber das auch noch originell und dabei sinnlich zu beschreiben, ist ein Kunstwerk an sich.
Ich kann das Buch wärmstens weiterempfehlen. Nicht nur wegen der Bettszene :-) Zwanzig, dreißig Seiten kürzer hätte es auch sein dürfen (besonders am Anfang), aber wenn es mal in Fahrt gekommen ist, möchte man es nicht mehr weglegen.
Wer Geschichten wie die von Alex Capus mag, in denen liebevoll gezeichnete Figuren einem eine historische oder wissenschaftliche Epoche näherbringen, den wird Deckerts Erstling sicher nicht enttäuschen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehnsucht, 4. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Kometenjäger: Roman (Gebundene Ausgabe)
Es braucht im Leben hier und da eine 'spinnerte' Idee. Eine Merkwürdigkeit, um nach vorne zu gehen, um sich auf eine Lebensreise zu machen, um Dynamik zu spüren und sei es auch noch so unsinnig fast in den Augen der anderen (vielleicht sogar in den eigenen), mit was man da seine Sehnsucht füllt.

Insofern könnten die beiden Protagonisten des Debütromans von Marc Deckert durchaus zunächst als zwei Seiten einer Person wirken, von denen die eine die andere dann kraftvoll mitreißt, mitten in das Leben hinein. Zunächst im tiefsten Bayern in Landsberg am Lech.

Hier lebt Phillip. Ein wenig ab von der Welt (auch innerlich), aber doch einigermaßen in ruhigen Bahnen, auch wenn man nicht gerade behaupten kann, dass er in seinem Leben schon so richtig angekommen ist. Seine Kunst besteht allerdings durchaus (zunächst) darin, sich mit dem, was ist und wie es ist einfach zufrieden zu geben. Für größre Veränderungen, den 'großen' Wurf oder einfach neue Wege fehlt ihm auch oft die Entschlossenheit. Ein Sinnbild für die ängstliche, auf das Gewohnte, weil Sichere bedachte Seite, die jeder Mensch auch in sich trägt. Phiilip, aus dessen Sicht in der Ich Form die Geschichte erzählt wird und der sagt:
'Einer der Hauptgründe, warum ich immer noch hier war, war natürlich reine Bequemlichkeit'.

Und daneben Tom. Den Phillip zufällig in einer Sternwarte kennenlernt. Den leidenschaftlich Besessenen. Den Abenteurer. Der einen Kometen neu entdecken will, sich der Astronomie verschrieben hat. Und dafür braucht es Dunkelheit, möglichst tiefe Dunkelheit, um die Sterne umso heller leuchten lassen zu können. Tom nimmt Phillip mit auf seine Suche, seine Reise. Ein Sinnbild für die nach außen drängende, Sinn-Suchende Seite des Menschen. So, wie Phillip über Tom urteilt: 'Du bist der ewige Sucher. Das ist Dein Ding. Und Du bist lieber einsam, als Dich mit weniger zufrieden zu geben'.

Und wenn sich beide Seiten, beide Charaktere zusammentun, dann entsteht ein Geflecht gegenseitiger Erfahrungen und gegenseitigen Lernens. Welches im Buch nicht schwerfällig und abstrakt im Raume steht, sondern als eine innere und äußere Erlebnisgeschichte und eine weite Reise (von Landsberg bis nach Kalifornien) munter, flüssig und durchaus auch emotional berührend von Marc Deckert erzählt wird. Wobei natürlich auch die Liebe, die Frauen ein gewichtige Rolle einnehmen werden auf dieser reisenden Suche der beiden ungleichen jungen Männer. Ob Constanze oder Claire, auch die Dinge der Liebe geraten für die beiden nicht auf einfache Art und Weise. Es ist eben einfacher, das 'große Ganze' zu betrachten als 'die wichtigen Einzelheiten' darin zu erkennen. Wie beim Sternehaufen, so auch im Leben. So ist auch die Suche nach einem 'neuen' Kometen ein Bild für die Suche nach einem Ankommen, einem echten Ziel. Zweier Menschen, die, ganz anders und jeder für sich, besser mit dem 'Besondern' zurechtkommen als mit dem 'ganz normalen, alltäglichen Leben'.

Es wird sich im Lauf der Geschichte herausstellen, wie viel Geduld man dafür braucht. Wie es ebenso deutlich werden wird, dass auch ein Finden nicht unbedingt das Ende einer Suche bedeutet. Oder dass eine Suche an sich unbedingt notwendig wäre, um zu Finden.

Marc Deckert hat einen sprachlich überzeugenden Roman über ein vordergründig exotisches 'Hobby' verfasst, in dem er durchaus fundiert Grundlagen der Astronomie mit einfließen lässt. Wie er, im Hintergrund, das eigentliche Thema vom Suchen und Finden, von Leidenschaft und Zurückhaltung in seine Charaktere ebenso überzeugend mit einbringt. Trotz einiger Längen ein überzeugender und lesenswerter, vielschichtiger Debütroman.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freundschaft und Kosmos, 3. Juni 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Kometenjäger: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die äußere Handlung lässt sich ungefähr so beschreiben: zwei junge Männer, Phillip, 28 Jahre alt und Tom, 23 Jahre alt, freunden sich an und verbringen viel Zeit mit gemeinsamen Autofahrten durch die Nacht, um möglichst dunkle Orte für die Himmelsbeobachtung zu entdecken, denn die Lichtverschmutzung führt dazu, dass es um die Sichtbarkeit der Sterne immer schlechter bestellt ist. Tom, dessen Leidenschaft für den Sternenhimmel langsam auf Phillip abfärbt, hat ein Teleskop von seinem Großvater geerbt, welches in mehrfacher Hinsicht einen großen Wert hat: Für Tom ist es ein Mittler zu den Sternen und zu seinem verstorbenen Großvater, jedoch ist der hohe Wert auch im weltlich/ monetären Sinne zu verstehen. Als Toms Vater krank wird, muss das Teleskop verkauft werden. Da es kein beliebiger Gegenstand ist, will Tom sich von den Qualitäten des künftigen Käufers selbst überzeugen und reist mit Phillip in die USA, zunächst nach Los Angeles, später nach Arizona. Dort begegnen sie allen möglichen Leuten, armen, reichen, berühmten oder auch nur idealistisch veranlagten.

Wirklich erfreulich ist, dass es endlich einen Roman gibt, der auf intelligente Weise die Sterne und Kometen zum Thema hat. Alle, die als Kind oder Heranwachsende das Weltall faszinierend fanden, bzw. immer noch finden, werden vertraute Namen und Begebenheiten im neuen Gewand dieser fiktiven Handlung wiederfinden.
Im Roman kommen auch die Themen Freundschaft, Liebe und Generationenkonflikte und der "Sinn der Jagd" nicht zu kurz. Manches wird allerdings nur gestreift und, wie im wahren Leben, muss man sich den Rest selbst hinzudenken.
Neben all den geistigen Komponenten hat das Buch, insbesondere ab dem 2. Teil, der in Amerika spielt, etwas Roadmovie- haftes. Hier begegnen die Helden berühmten Persönlichkeiten (ich vermute, es handelt sich um die Google-Gründer und die Weltraum Touristin Anousheh Ansari, auch wenn im Buch andere Namen verwendet werden, Irrtum ist aber möglich), und sie stoßen an ihre Grenzen.

Der Autor hat ein sehr sorgfältig recherchiertes und mit Hingabe geschriebenes Buch vorgelegt. Die Figuren wirken authentisch und die Geschichte ist glaubhaft erzählt. Man kann sich gut in die Charaktere hineinversetzen, gerade auch deshalb, weil es im Roman viele Situationen gibt, die man selbst so ähnlich erlebt hat. Diese Situationen oder manchmal auch nur Stimmungen werden mit der fiktiven Handlung so verwoben, dass man wirklich in die Geschichte hineingezogen wird. Ein gutes Buch kann so etwas.
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4.0 von 5 Sternen Interessant und unterhaltsam, 14. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Kometenjäger: Roman (Kindle Edition)
Wen das Thema ohnehin interessiert wird das über einige Strecken recht langatmige Buch trotz allem sehr unterhaltsam finden. Die Kometenentdeckung kam mir etwas zu kurz.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Roman - ich bin total begeistert, 9. April 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Kometenjäger: Roman (Gebundene Ausgabe)
Obwohl ich eigentlich wenig Zeit zum Lesen habe, verschlang ich diesen Roman regelrecht. Ein brilliant formuliertes Werk. Völlig unabhängig vom Thema an sich - dieses Buch werde ich sicher mehrfach lesen und an die Freunde verschenken, die sich von einer intelligenten Story unter dem Sternenhimmel begeistern lassen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kometenjäger ist wirklich ein gutes Buch, 25. Mai 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Kometenjäger: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe den Kometenjäger sehr schnell und gern gelesen. Er ist anders! Kein Thriller, Krimi oder reine Komödie. Guter Schreibstil, angenehm zu lesen. Die Geschichte ist nicht unbedingt fesselend, doch nimmt sie irgendwie mehr und mehr Fahrt auf und es gelingt dem Autor, das sich die Leser in die Fuguren des Romans hinein zu denken und mit zu fühlen. Die Thematik der Kometen ist mal etwas anderes als Gewalt, Sex und Mord. Auch die detaillierte Beschreibung von Naturschauspielen und Naturschönheiten gelint prima. Ich kann das Buch durchaus empfehlen.
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Die Kometenjäger: Roman
Die Kometenjäger: Roman von Marc Deckert (Gebundene Ausgabe - 12. März 2012)
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