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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kulmination
Die Wolken ballen sich und kulminieren gewaltig über London: verschiedene Personen versammeln sich zu einem letzten Geburtstag, die Menschen haben völlig unterschiedliche Schicksale, die Motive sind unklar und dann schleicht auch noch ein Serienmörder durch die wolkenverhangene englische Metropole. Alles andere als auf den ersten Blick durchschaubar ist das...
Vor 12 Monaten von Marius veröffentlicht

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas sonderbar verwirrend :-)
Leonard Vermin steht kurz vor seinem 70. Geburtstag und gleichzeitig ist er todkrank. Er hat nicht mehr viel Zeit, weiß aber nicht, wie viel Zeit im wirklich bleibt. Die Medikamenten lindern die Schmerzen, vernebeln aber auch seinen Geist. Und in der letzten Zeit passieren einige Dinge, die Anlass zur Sorge geben. Seine Mitmenschen finden sein Verhalten immer...
Vor 11 Monaten von CharO veröffentlicht


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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kulmination, 4. Dezember 2013
Von 
Marius (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Himmel über London: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Wolken ballen sich und kulminieren gewaltig über London: verschiedene Personen versammeln sich zu einem letzten Geburtstag, die Menschen haben völlig unterschiedliche Schicksale, die Motive sind unklar und dann schleicht auch noch ein Serienmörder durch die wolkenverhangene englische Metropole. Alles andere als auf den ersten Blick durchschaubar ist das Handlungsgerüst, das „Himmel über London“ zugrunde liegt – und dann springt Nesser auch noch in der Zeit und in den Erzählebenen herum – dies verlangt dem Leser schon Einiges ab.

Wohlweislich prangt das Signet „Roman“ auf dem tollen Cover, denn wer sich vom Namen Hakan Nesser zur Annahme verleiten lässt, dass es sich hierbei um einen Krimi handelt, dürfte sich enttäuscht sehen. Zwar geht es auch noch peripher um einen Serienmörder, der bei seinen Opfern eine kaputte Uhr hinterlässt, dies ist aber der wohl nichtigste Erzählstrang.

Stattdessen ist „Himmel über London“ die Studie eines todkranken Mannes inklusive dessen Familie, ein Spionageroman und eine Verneigung vor der titelgebenden Stadt London. Jeder der einzelnen Gäste, die Leonard Vermin auf seiner letzten Geburtstagsfeier begrüßt, hat einen eigenen Erzählstrang und über das ganze Buch hinweg schafft es Nesser, den Leser im Ungewissen zu halten, was diese Personen im Innersten zusammenhält.

Wer an den Romanen von Ian McEwan oder William Boyd seine Freude findet, der dürfte auch mit „Himmel über London“ gut beraten sein.
Mit seinem neuesten Roman gelingt Hakan Nesser eine andere Tonlage als sie sonst in seinen Van-Veeteren- und Barbarotti-Krimis herrscht. Wer sich von Erwartungen losmacht, überraschen lässt und genügend Konzentration mitbringt, der erhält mit „Himmel über London“ einen eigenwilligen und vielschichtigen Roman aus der Feder eines der besten skandinavischen Autoren!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas sonderbar verwirrend :-), 26. Dezember 2013
Von 
CharO (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Himmel über London: Roman (Gebundene Ausgabe)
Leonard Vermin steht kurz vor seinem 70. Geburtstag und gleichzeitig ist er todkrank. Er hat nicht mehr viel Zeit, weiß aber nicht, wie viel Zeit im wirklich bleibt. Die Medikamenten lindern die Schmerzen, vernebeln aber auch seinen Geist. Und in der letzten Zeit passieren einige Dinge, die Anlass zur Sorge geben. Seine Mitmenschen finden sein Verhalten immer verwirrender und haben auch keine Ahnung, was er an seinem Geburtstag wirklich plant. Es ist nur klar, dass er mit seiner langjährigen Lebensgefährtin und deren zwei Kinder aus der ersten Ehe, in London zusammentreffen und gemeinsam dort essen will. Im Laufe der Zeit stellt sich aber heraus, dass noch zwei weitere Gäste eingeladen wurden. Und irgendetwas hat anscheinend auch der Watch-Killer, der gerade in London sein Unwesen treibt, mit den Personen rund um Leonard zu tun.

Håkan Nesser gibt seinen Figuren viel Raum und beschreibt nicht nur ihre Tage kurz vor der Abreise nach London und ihre Erlebnisse in der englischen Metropole sowie ihre Ideen, was der reiche Leonard Vermin planen könnte. Nein, Nesser lässt sich gleichfalls in Erinnerungen schwelgen und manche der Erinnerungen aufschreiben. Zusätzlich wird von den Akteuren bereits geschriebener Text gelesen und kommentiert. Hinzu kommt noch ein Autor, der eine Kurzgeschichte über London schreibt und plötzlich über allen Dingen schwebt. Wem dies schon verwirrend erscheint, dem sei gesagt, dass die Biografien und Gedanken der einzelnen Charaktere ebenso verworren und sonderbar sind. Es gibt eigentlich keine Figur, die nicht in einer gewissen Art und Weise gescheitert ist. In diesem ganzen Trubel fragt man sich dann irgendwann, was jetzt eher der Kategorie Wahn zuzuordnen ist und was der Wirklichkeit entspricht.

Diese Komplexität wird durch eine sehr dichte und gleichzeitig angenehme Sprache zusammengehalten. Teilweise hat man aber das Gefühl, dass der Text sich in einer gewissen Langatmigkeit verliert. Das ist besonders schade, weil der Autor existenzielle Themen betrachtet und die Charaktere interessant und ein wenig skurril gestaltet sind. Trotz kleiner Durststrecken baut sich aber hintergründig eine Spannung auf, der man unbedingt nachgehen will. Wenn man sich von Nebenerzählungen, die im Sande verlaufen oder diffus bleiben, nicht abschrecken lässt, kann man ein stilistisch gutes und unterhaltsames Werk lesen. Allerdings sollte man, wenn es dem Buchende entgegen geht, keine fulminanten Wendungen erwarten.

Fazit: Ein gutes Buch, wenn man her philosophisch orientierte Bücher mit vielen Erzählperspektiven mag. Für meine Verhältnisse war der kriminalistische Anteil zu gering. Da habe ich mich sicherlich von dem Autorennamen blenden lassen.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweilig, 9. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Himmel über London: Roman (Gebundene Ausgabe)
Håkan Nesser ist ein großartiger Erzähler. In diesem Roman beweist er das allerdings nicht. Die Geschichte ist sehr langweilig, langatmig, der Plot verliert sich in irrelevanten Betrachtungen und Pseudo-Weisheiten, der Ton ist umständlich, viele Episoden schlichtweg banal und überflüssig. Nesser hatte sich viel vorgenommen, vielleicht zu viel. Oder er hat sein sonst so sicheres Gefühl fürs Tempo und für die Relevanz verloren. Es bleibt zu hoffen, dass es sich um einen einmaligen Ausrutscher handelt.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Overwritten, 31. Dezember 2013
Von 
DieBuchpiraten - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Himmel über London: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mich auf eine intensive Lese-Adventszeit vorfreuend, legte ich mir, neben anderen, gleich zwei Romane mit einem London-Setting zu und las mich sodann dem seltenen Ereignis einer Doppelenttäuschung entgegen: "Der Ruf des Kuckucks" (von J.K. Rowling alias R. Galbraith) und nun "Himmel über London"!

Vielleicht war für beide Romane eine Hommage an diese Stadt beabsichtigt, ich hege jedoch eher den Verdacht, dass die Entscheidung beider Autoren, die Haupthandlung in die beliebte Metropole zu verlegen, ein schlichter Sympathieverstärker sein sollte.

"Himmel über London" erzählt vom auf den Tod an Krebs erkrankten Leonard Vernim, der, gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Maud, ihren beiden erwachsenen Kindern und vorläufig unbekannten Gästen, seinen letzten Geburtstag feiern möchte. Dazu lädt er sie in ein Restaurant in London ein und der Leser lernt nun peu à peu die Familienmitglieder kennen und bangt dem zündenden Hauptereignis, besagter Feier, entgegen. Dazwischen liegt, andere Zeit, anderes Land, andere Personen, eine Erzählebene um Lars Gustav Selén in Schweden. Zahlreiche Flicken werden umständlich zu einer überfrachteten Geschichte zusammengenäht - zuweilen fühlte ich mich dabei wie vor dem bekannten Bild vom Spiegel, im Spiegel, im Spiegel ...

Warum Hakan Nesser dem Leser so ein mühevolles Kuddelmuddel verschiedener Leben, Figuren und Handlungen und das Sammelsurium überladener Emotionen zumutet, erschloss sich mir leider nicht. Seite für Seite las sich zäh, klebrig und unendlich anstrengend und ermüdend. Erzählstränge bleiben unpräzise, schwammig und so lange in der Schwebe, bis sie nicht mehr interessieren. Eine vage Ahnung, wie und wo alle Fäden zusammenlaufen, kristallisiert sich ohnehin heraus und eigentlich strebte ich nur dem Ende entgegen, um Bestätigung und Gewissheit zu finden - kleine Überraschung inklusive. Den Schreibstil empfand ich detailverliebt, schwafelig und manieriert. Passagenweise glaubte ich an autobiografischen Gedanken teilzuhaben. (Ideenspielerei: Lenkt die Erzählung den Erzähler oder umgekehrt?)

Die Story ist beileibe auch nicht so energiegeladen, wie der gewitterige Titel und das Klima im Roman verheißt, um durch den Kunstgriff der Erzählungsverschachtelung hilfreiche Unterstützung zu erfahren. Der Gesamteindruck, der nach dem ersehnten Zuklappen der Rückdeckels bei mir blieb, war ein deutlich depressiv verstimmter. Leser sollten aufpassen, dass es ihnen nicht wie den meisten Protagonisten ergeht, die sich gerne mal übergeben (derzeit wohl très chic?)! Das dennoch deutlich auslesbare intellektuelle Potential und schriftstellerische Können des Autors muss zur Unterschiedsbeurteilung zu Ein-Stern-Groschenroman-Unterhaltung führen.
(T)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein dichter, gut erzählter, allerdings auch sehr detailreicher Familienroman, 16. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Himmel über London (MP3 CD)
"Himmel über London" ist das Ergebnis einer umfassender Darstellung verschiedenartiger Figuren, die durch den steinreichen Sonderling Leonhard Vermin miteinander verbunden sind. Dabei erhält der Hörer nicht nur einen Einblick in dessen bewegtes Leben, das durch den herben Verlust einer großen Liebe gezeichnet ist, sondern taucht auch in das Dasein all derer Menschen ein, denen Vermin am letzten Tag seines Lebens einen merkwürdigen Denkzettel verpasst. So lernt er dessen Lebensgefährtin Maud kennen, die einst Leonhard therapierte und nach 20 gemeinsamen Jahren noch immer nicht in sein Innerstes gedrungen ist, streift mit Milos durch Londons Innenstadt und wundert sich über die seltsame Einladung eines Fremden oder begleitet die Zwillinge Irina und Gregorius auf die Reise zu ihrem Stiefvater nach London und ist erstaunt, wie überaus unsympathisch die beiden neurotischen Kinder der Verhaltenstherapeutin Maud sind. Eine ausschweifende Reise durch verschiedenartige Charaktere, die von hohem sprachlichem Niveau gezeichnet ist, mit einem Krimi aber nicht viel gemein hat. Denn nur der immer wieder erwähnte Uhrenmörder kann als wahrer Verbrecher herhalten, ist aber lediglich eine Randfigur, deren Taten ab und an Erwähnung finden.

Gelesen wird die betrübliche Geschichte gleich mehrerer gescheiterter Existenzen von Dietmar Bär, Walter Kreye und Simone Kabst, die abwechselnd in Erscheinung treten und damit ein besonderes Hörerlebnis bieten. Dabei wird vor allem durch die individuelle Verkörperung ihrer Figuren dem über lange Strecken ereignislosen Geschehen Leben eingehaucht und deren rätselhafte Verkettung gelöst. Bis es aber so weit ist und die wahren Gefühle und geheimen Pläne eines schwer kranken Mannes ins Rampenlicht treten, kann der Hörer den gelungenen Interpretationen eines Dietmar Bär lauschen, mit Walter Kreye in die Geheimnisse des kauzigen Leonhard Vermin eintauchen oder den wenigen Passagen von Simone Kabst folgen, die als Lebensgefährtin Maud wunderbar einfühlsam ist.

Fazit:
"Himmel über London" ist ein dichter und gut erzählter Hörbuchroman, der in verschiedenen Zeit- und Erzählebenen angesiedelt ist und damit viel Aufmerksamkeit und Geduld von seinen Hörern verlangt. So dauert es lange, bis Hakan Nesser zum Kern seiner Geschichte vordringt und eine Lösung bietet, die nicht nur Leonhard Vermins Familie überrascht. Deshalb ist dieses Hörbuch nur denjenigen zu empfehlen, die detaillierte Charakterstudien, damit in Zusammenhang stehende Verwicklungen und fortwährende Abschweifungen in vergangene Ereignisse mögen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hommage an Lars Gustafsson u.A., 26. Juni 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Himmel über London: Roman (Gebundene Ausgabe)
Es wurde schon mehrfach gesagt, dies ist kein Krii und Nesser verschreckt, wie die Bewertungen hier zeigen auch einen Teil seiner Leser.
Mit diesem Roman wollte er vermutlich aus der Schublade der Krimi - und Trivialautoren herauskommen.
Ich bin mir nicht sicher, ob ihm dies hiermit gelungen ist.
Nesser ist kein Avandgardeautor, wie Joyce oder Musil, auch kein Thomas Mann, aber er beherrscht sein Handwerk wie wenig andere Autoren und das hebt ihn aus der schon fast unüberschaubaren Flut von skandinavischen Krimischreibern hinaus.
Wie gesagt kein Erfinder von etwas wirlich Neuem, aber er spielt hier sehr virtuos mit bekannten Versatzstücken der Literatur.
Da es hier noch nicht gesagt wurde, er legt ja schließlich selbst die Fährte mit seiner Namenswahl, Lars Gustaf Selen weißt eindeutig als Hommage auf seinen Landsmann und Schriftstellerkollegen Lars Gustafsson hin, welcher in seinem 1986 erschienenen Roman "Die dritte Rochade des Bernard Foy" eine sehr ähnliche Handlungsstruktur kreierte (Spionage, Krimi, Autor spielt selbst mit).
Weiterhin läßt Michael Endes "Unendliche Geschichte" grüßen und natürlich auch Sofies Welt von Jostein Gaarder.
Also, wer Lust hat auf literarische Entschlüsselungsreise zu gehen und wer Spaß hat an gut lesbarer Philosophie in der Literatur, dem sei dieses Buch empfohlen, alle Anderen sollten "Den Himmel" meiden und auf der Erde bleiben.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend!, 7. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Himmel über London: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich bin bekennender Nesser-Fan, habe alle Bücher gelesen und das mit Begeisterung.
Aber was ist nun in den Autor gefahren? Er langweilt seine Leser mit einer abstrusen Geschichte, mystischen Erklärungen und seltsamen Pseudolösungen. Außerdem ist der Ton durchgehend melancholisch. Die Protagonisten sind alle unsympathisch.
Ich war am Schluss richtig grantig auf den Autor. Schade!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Souverän erzählt und spannend verschachtelt, 12. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Himmel über London: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das erste, was an diesem Buch von Beginn an fesselt ist die souveräne und klare Erzählweise Nessers, die immer genau den Ton trifft, sorgfältig und gründlich den Ereignissen und Personen nachgeht und das stetige Tempo des Romans durchgehend beibehält.

Das zweite, das den Leser bald in Beschlag nimmt, sind die sehr differenziert gezeichneten Figuren, die allesamt mit mehreren Ebenen ausgestattet sind und teilweise zu Tiefen neigen, die ihnen selber kaum bewusst sind, die auch der Leser erst Schritt für Schritt mit manchen Überraschungen zu entdecken hat. Mitsamt der im Laufe der Lektüre immer deutlicher mitschwingenden Frage, was hier überhaupt Realität und was surreal ist.

Seien es die Träume des Leonard Vernim, die ihn mehr und mehr in eine ganz andere Person an einem ganz anderen Ort hineinziehen und von Beginn an als sehr viel mehr und realer wirken als Träume es sollten. Träume in Person eines anderen Mannes, Lars Gustav Selen, der Ähnliches wie Leonard wohl erlebt hat, mit vor allem damals einer Frau gleichen Namens doch mit ganz anderem Ausgang, damals. Oder sind das alles nur Illusionen?

Sei es der Versuch seiner Frau Maud, aus ihrem sterbenden Mann zu guter Letzt noch schlau zu werden und dabei selber ihre tiefsitzende Prägung als professionelle Therapeutin irgendwie auch einmal hinter sich lassen zu können.

Sei es Mauds Tochter Irina, deren besondere Persönlichkeit hier gar nicht vorher geschildert werden soll, die aber feststellen wird, dass sie zufällig einen Roman zur Unterhaltung kauft, der sich als ein Spiegel ihrer selbst herausstellen wird und sie an die Grenzen des erträglichen führen wird.. Ein Buch im Buch somit, ein Teil der Geschichte, der verdeutlicht, wie wenig doch bei allen Versuchen das Leben selber unter starre Kontrolle gebracht werden kann.

Oder Gregorius, Sohn Mauds, der zunächst wie eben ein Junge von über dreißig Jahren wirkt, sich in gleicher Weise verhält und doch im Taumel des Alkohols Wege plötzlich geht, die zu ganz überraschenden Entwicklungen führen werden.

Personen, mit denen Leonard sich zu seinem 70. Geburtstag in London, der Stadt, die ihn zu Zeiten tief geprägt hat, treffen will.
Mit diesen und noch zwei anderen Personen. Was nicht nur Maud aufs äußerste überrascht, denn wer sind die beiden anderen, ihr völlig Unbekannten? Und was genau plant ihr Mann da eigentlich zu seinem Geburtstag?

Währenddessen driftet Leonard immer mehr in die eigene Vergangenheit ab, erinnert sich an Carla, die „erste Frau“ und seine „Zeit als Spion“ in London.
In der Zwischenzeit verschwindet Gregorius von der Bildfläche, glaubt Irina, den Verstand zu verlieren und findet Milos, der sich auf seine Einladung nach London so gar keinen Reim machen kann, verlorenes Glück wieder, während Lars Gustav Selen das alles geplant zu haben scheint und immer mehr mit der Person Leonards in eins zu gehen scheint. Oder ist das alles doch nur ein Roman im Roman?

Und ganz langsam erst wird dem Leser klar, wie alle diese Personen miteinander innerlich zusammenhängen könnten, welche Rolle die Nebengleise der Geschichte wirklich spielen und welche Geschichte eigentliche die eigentliche Geschichte sein wird. Soweit das überhaupt möglich ist, am Ende des Buches zweifelsfrei zu bestimmen.

Ein Roman, ein Psychogramm. In gewisser Form auch ein Spionage-Thriller, mit vielen Kleinigkeiten, vielen Spuren, vielen Ansätzen, die alle in sich einen der Schlüssel zum Verständnis des Großen Ganzen tragen.

Ein souverän erzähltes und durchaus auf seine Weise fesselndes Buch, auch wenn der Rückblick in die Vergangenheit im Buch teilweise zu viel Raum einnimmt, auch wenn der ein oder andere Strang lange Zeit zu sehr verwirrt, auch wenn, vor allem, so manche Erzählfäden allzu offen verbleiben, zur gleichen Zeit dann doch eher „nebeneinander“, denn „ineinander sterben“, könnte man sagen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langweilig ist noch zuviel, 6. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Himmel über London: Roman (Kindle Edition)
Hakan Nesser gehört zu den Autoren, die eben noch ein tolles Buch veröffentlicht haben und dann... Jedenfalls gehört für mich "Himmel über London" zur zweiten Sorte. Die Geschichte ist ehr dünn, die Protagonisten sind langweilig oder unsympatisch. Ihre Probleme haben mich wirklich keine Sekunde interessiert oder im geringsten angesprochen. Ich habe das Buch zu Ende gelesen und gehofft, dass sich noch irgendetwas Spannendes oder Interessantes tut - Fehlanzeige. Defenitiv keine Kaufempfehlung.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zeitverschwendung, 2. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Himmel über London: Roman (Gebundene Ausgabe)
Verworren, langatmig, langweilig - bis zum Schluss. Ich habe es bis zum Ende gelesen, weil ich gehofft habe, die 7-8 verschiedenen Handlungsstränge würden sich am Ende vereinen und auflösen - vergebens. Dieses Buch zu lesen ist reine Zeitverschwendung. Zum Glück hatte ich es nicht gekauft sondern geliehen, sonst hätte ich mich massiv geärgert.
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Himmel über London: Roman
Himmel über London: Roman von Håkan Nesser (Gebundene Ausgabe - 11. November 2013)
EUR 19,99
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