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Kundenrezensionen

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am 6. November 2012
Melancholiker, Womanizer, Poet. Introvertiert, eben deutlich anders als viele der anderen „Legenden“ der Rock und Pop Musik, dessen Gesicht heute eine durchaus lebendige Sprache eines gelebten, aber nicht verlebten Lebens spricht. Einer, der nie den „großen Scheinwerfer“ suchte, sich diesem aber eben auch nicht immer entziehen konnte. Leonard Cohen.
Dessen Persönlichkeit, dessen Lebensstationen, dessen Einsichten und, natürlich, dessen Karriere sich die Musikjournalistin Sylvie Simmons durchaus gründlich, sorgfältig recherchiert und damit fundiert annähert.

Wobei Simmons immer den persönlichen Blick, den Mann hinter den Liedern, immer im Fokus behält. Einer, der tatsächlich „im Anzug geboren“ zu sein scheint, der eine fassbare Identität in den Raum setzt, der nicht als „Kunstprodukt“ wirkt. Sondern tatsächlich seinen ihm passenden Weg ging. Dessen höfliche und nicht nur im Rock Business fast antiquiert wirkenden Umgangsformen ebenso Teil seiner Persönlichkeit sind, wie seine Lieder.

Ein Lebensbild, dem sich Simmons, wie üblich, chronologisch zuwendet, in der jüdischen Familie Cohen 1934 in Montreal, Kanada beginnt und von da aus späterhin über 50 und mehr Jahre an Karriere sich entfalten lässt. Immer im „Verwurzelt sein“ in diesen familiären, jüdischen Wurzeln, wie Simmons aufzuzeigen versteht. Ein intensives Familienleben, wie Cohen selbst erläutert.

Durchaus interessant zu lesen ist, dass Cohen schon in jungen Jahren ein ausgeprägtes Interesse an Hypnose entwickelte. Dies passt ja durchaus ebenfalls fast hypnotisch zu nennende Grundstimmung mancher seiner späteren Lieder. Wobei die ersten Erfolge als „Hypnotiseur“ in ganz andere Richtung als die des Lieder-Komponierens gingen. Oder waren es gar nicht seine hypnotischen Fähigkeiten in erster Linie, sondern sein ausgeprägtes, ihm damals noch nicht bewusstes Charisma, mit dem er dann später bei einem seiner ersten größeren Auftritte durchaus auch ein eher ihm zunächst nicht gewogenes Publikum im Central Park rasch auf seine Seite brachte? Eine Zeit, in der privat eine intensive Affäre mit Joni Mitchell sich entwickelte. Und wie das war für ihn, nicht Frauen als Muse zu betrachten, sondern selber die Muse einer Sängerin zu sein. Ungewohnte Vorzeichen einer Beziehung.
Deutlich beschreibt Simmons, dass ihm dies nun wirklich nicht dauerhaft zusagte . „Wie ist das, wenn man mit Beethoven zusammenlebt“, war eine scherzhafte Frage zu jener Zeit an Cohen. Und es gefiel ihm nicht sonderlich, wie Simmons zu berichten weiß.

Äußere wie innere Stationen, die Sylvia Simmons vielfältig vor Augen führt, wobei der Respekt dem Mann und Künstler gegenüber jederzeit deutlich positiv zu spüren ist.
Simmons hält Distanz im BUch, stellt aber gerade durch diese Distanz und die vielen Eindrücke ihrer Recherche die Person Leonard Cohens plastisch, greifbar und emotional fassbar in den Raum. Vom spirituellen Menschen, der durchaus auch im Kloster anzutreffen war, bis hin zum Bühnenstar, der in seiner „stillen“ Musik die Menschen berührte und berührt. Mit Liedern, die ihm nicht einfach „zufielen“, sondern die für ihn einen oft anstrengenden Schaffensprozess benötigten.

Von einem, der auch privat „lange Wege“ ging, der „im Alter“ auch aus Geldnöten heraus noch einmal auf Tournee ging, der aber eines von früh auf vor allem besitzt: Tiefe. Eine Tiefe, die Simmons, neben all den Platten, Tourneen, Liedern, Beziehungen und sonstigen Anekdoten, spürbar bestens vermittelt.
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am 2. Oktober 2012
Die Biografie von Sylvie Simmons, die auch in deutscher Übersetzung vorliegt, ist für mich zu spät gekommen. Ich habe sie zu einem Zeitpunkt gelesen, als mein eigenes Manuskript schon im Lektorat war und der Verleger drängelte. „I’m Your Man“ ist zweifellos die beste Cohen-Biografie, die zurzeit greifbar ist. Ich wage sogar zu behaupten, dass das in jahrelanger Arbeit aufwendig recherchierte, sauber dokumentierte und mit viel Liebe geschriebene Buch die nächsten zehn, vielleicht sogar zwanzig Jahre keinen ebenbürtigen Nebenbuhler haben wird. Sylvie Simmons ist eine der bekanntesten Musikjournalistinnen der Welt und hat mit „I’m Your Man“ einen Meilenstein und ein Meisterwerk vorgelegt. Dennoch wage ich eine Kritik. Das Buch braucht drei Voraussetzungen für eine befriedigende Lektüre, die nicht selbstverständlich sind: Man kennt Cohens Lebensdaten wenig oder gar nicht. Man hat Zeit und Lust ein dickes Buch mit 25 Kapiteln zu lesen. Man ist davon überzeugt, dass biografische Daten in Hülle und Fülle auch Cohens poetisches Werk erschließen helfen. Denn wenn eine, zwei oder alle dieser drei Voraussetzungen abhandenkommen, verflüchtigt sich stufenweise der Überschwang der Begeisterung über Simmons’ Buch, die auch die Cohen-Foren durchweht. Wer wie ich und vermutlich viele andere Cohen-Fans die guten Biografien Nadels und Reynolds schon gelesen hat, findet in Simmons’ Buch bis zum 20. Kapitel („Im Kloster“) kaum Neues. Sicher ist es witzig zu lesen (Kapitel 18), wie Cohen Sean Dixons Katze Hank mit Om-Gesang heilt oder zum „Ameisenflüsterer“ in seiner eigenen Küche wird, aber wenn man all das nicht weiß, geht die Cohen-Welt auch nicht unter. Ich gebe zu, dass ich noch nicht einmal wusste, wer Sean Dixon überhaupt ist. Wem es angst und bange wird, wenn er so umfangreiche Wälzer wie „I’m Your Man“ aufschlägt, kann alternativ zu dem kleinen Büchlein von David Sheppard aus der Serie „Kill Your Idols“ aus dem Jahre 2000 greifen. Es fehlen dort sicher die neuesten Informationen, aber in Ermangelung einer aktuelleren Studie (leider hat es Leonard Cohen noch nicht wie Bob Dylan zu einem „rough guide“ von „penguin“ geschafft) ist die Lektüre von Sheppards Untersuchung trotzdem ein guter Einstieg in die Cohenologie für Leute, die in ihrem Leben noch anderes tun müssen als Biografien zu lesen. Dass biografische Daten beim Verständnis von Cohens Liedern, Gedichten, Romanen helfen, steht glücklicherweise außer Frage. Natürlich geht gute Kunst wie die von Cohen aber weit über sein Leben hinaus. Immer neue Gespräche mit Suzanne Vaillancourt (Kapitel 7) sind letztendlich nicht der richtige Ansatz, um Cohens Lied „Suzanne“ besser zu verstehen. Eine umfassende, nicht vom Leben auf die Kunst schielende, sondern direkt bei Cohens Kunst ansetzende Werkanalyse wie die von Christopher Ricks und Michael Gray für Bob Dylan fehlt bisher für den kanadischen Ausnahmekünstler.
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am 31. August 2013
Es ist einfach Wahnsinn, soviel über die frühen Jahre von ihm zu erfahren. Eigentlich hatte ich gedacht, ich wüsste schon alles. Ich liebe ihn und das Buch und hätte am liebsten ohne Pause gelesen!
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am 7. Januar 2015
Als Fan habe ich das Buch verschlungen (es ist noch da). Die Autorin hat sich intensiv mit dieser Lebensgeschichte befasst und, wie ich finde, sehr einfühlsam beschrieben. Wenn man LC liebt, kommt man an diesem Buch nicht vorbei.
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am 14. April 2015
Ein wunderbares Stueck Musikliteratur. Auf einer Stufe mit Scadutos "Dylan". Belesen und sensibel geschrieben, immer dicht dran am "Objekt", dem schon zu Lebzeiten legendaeren Leo, welcher mit seinen mittlerweile 80 Jahren noch Riesenarenen mit der Spitze eines kleinen Fingers und wuerdig gezogenem Hut dirigiert. So, hats off, Sylvie..
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am 16. Dezember 2014
Wer sich für die Musik, Romane und Gedichte von Cohen begeistert möchte vielleicht etwas über die Hintergründe und die Entstehung der Werke erfahren. Die 68-iger waren Kinder ihrer Zeit und viele haben ihren Weg gefunden.
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am 30. Dezember 2012
spannend, informativ, viel Neues
schön auch, dass immer wieder Texte bzw Text Fragmente zitiert werden
ein empfehlenswertes Buch für Cohen Fans
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am 18. März 2013
Von den verschiedenen vorhandenen Biografien habe ich mir diese aus einem bestimmten Grund ausgesucht: Es ist von einer Frau geschrieben. Für mich bedeutete das die Chance, nicht nur von Daten "erschlagen" zu werden und die Hoffnung, dem Menschen Cohen auch bezüglich der Zeit, in der er ein Mittdreissiger/Mittvierziger war, etwas näher zu kommen. Das Buch ist flüssig geschrieben, und ich hatte den Eindruck, auch sehr gut recherchiert. Im Gegensatz z.B. zu Graf, der den Künstler verehrt (was man auch durchaus positiv merkt - aber für mein Gefühl seiner Verehrung durch eine Unmenge Wissen von Daten Ausdruck verleiht), scheint mir hier eine positive Distanz zum Künstler selbst gewahrt zu bleiben: Man spürt die Empathie, aber durch die Tatsache, dass auch äussere Umstände und Personen gut beschrieben und in das Bild eingefügt werden, wird das Bild "rund". Da die Biografie aber sehr lang ist (wie auch das Leben und Schaffen Cohens), hatte ich dann jedoch nach ca. 600 Seiten ein gewisses "Sättigungsgefühl" - deshalb nur vier Sterne (allerdings muss ich gestehen, dass ich auch nicht gewusst hätte, wo die Autorin jetzt Abstriche hätte machen können). Wenn man Zeit hat und vielleicht das Buch zwischenzeitlich auch mal ein bisschen zur Seite legt - sehr gut!
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am 30. August 2013
Ich schwanke. Ein dickes Buch. Ein gutes Buch. Ein unbedingtes Muss für Biografien-Leser und Cohen-Fans. Es ist nicht reißerisch geschrieben, nicht devot, nicht entzaubernd. Gute journalistische Arbeit. Eine Entwicklung zu immer distanzloser werdender Nähe - je weiter sie sich vertiefte -, ist in Sylvie Simmons Erzählstil zu spüren. Das ist ihr nicht unbedingt vorzuwerfen. Es ist wie ein Leonard Cohen Konzert, in das man vielleicht mit trotziger Distanz hinein geht, und eine Stunde lang versucht, diese Kluft zum Sänger aufrecht zu erhalten, der Widerstand bröckelt in der zweiten Stunde, und in der dritten hat man schon längst vergessen, dass man sich wehren wollte, vereinnahmt zu werden, vielmehr gesteht man hemmungslos, der Mann hat es wieder geschafft: Wir sind in sind in seinem Bann. Und doch die Frage bleibt: Sind Cohens eigene Bücher - immer noch absolut lesenswert: Das Lieblingsspiel - , der eh meist viel autobiografisches einfließen lässt, nicht viel authentischer?
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am 24. Juni 2014
gut verpackte und schnelle Lieferung waren schon sehr gut, das Buch aber hat mich restlos begeistert - eine sehr gut lesbare Biographie, die nicht nur den Künstler sondern auch den Menschen Leonard Cohen sehr treffend beschreibt.
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