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151 von 158 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herzerwärmend und mitreißend- unbedingt lesen!!!
Erzählt wird die Geschichte dreier Frauen, in Mississippi, Jackson anno 1962, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: da ist einmal die 52-jährige schwarze Aibileen, die bei Miss Leefolt als Haus und Kindermädchen für die kleine Mae Mobley arbeitet. Dass sie nur ein Mensch zweiter Klasse für ihre weißen Arbeitgeber ist...
Veröffentlicht am 19. April 2011 von Isabelle Klein

versus
10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nettes Erstlingswerk, aber nicht der große Wurf
Das Buch liest sich nett und flüssig, aber so richtig gepackt hat es mich nicht.

Von dem Thema habe ich sehr viel erwartet. Die 60er Jahre waren für die Afro-Amerikaner eine ungheuer wichtige Zeit, eine Zeit des Umbruchs und des Aufbruchs.

Heute, 50 Jahre später, angesichts eines schwarzen amerikanischen Präsidenten, das...
Vor 20 Monaten von oaty veröffentlicht


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151 von 158 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herzerwärmend und mitreißend- unbedingt lesen!!!, 19. April 2011
Von 
Isabelle Klein "vintage books" (Hannover & Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Gute Geister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Erzählt wird die Geschichte dreier Frauen, in Mississippi, Jackson anno 1962, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: da ist einmal die 52-jährige schwarze Aibileen, die bei Miss Leefolt als Haus und Kindermädchen für die kleine Mae Mobley arbeitet. Dass sie nur ein Mensch zweiter Klasse für ihre weißen Arbeitgeber ist erfährt sie hautnah, als sie ein eigenes Toilettenhäuschen im Garten gebaut bekommt. Desweiteren die 36-jährige Minny, ebenfalls schwarzes Dienstmädchen, das aufgrund ihres losen Mundwerkes ihren Job verliert und nun bei der leicht durchgeknallten frischvermählten Celia -einem Marilyn Monroe Verschnitt- die Arbeit antritt. Die dritte im Bunde ist die 22-jährige Collegeabsolventin Eugenia Phelan, genannt Skeeter, die ihre journalistischen Ambitionen in die Tat umsetzten will- während alle anderen weißen Mädels nur auf Männerfang sind bzw. sich schon fortgepflanzt haben.

Das Schicksal verbindet die drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: die sanftmütige Aibileen, die inzwischen der Mutterersatz für das 17. weiße Kind ist und vor 2 Jahren ihren Sohn verloren hat; die selbstbewusste Minny, die neben 5 Kindern auch noch einen Ehemann zu versorgen hat; Lat but not least Skeeter, so genannt wegen ihrer Größe und langen Gliedmaßen, die von ihrer Mutter erfolgreich eingeimpft bekommen hat, dass sie "hässlich" sei. Sie ist auf der Suche nach ihrem schwarzen Kindermädchen, das ihr näher stand als ihre Mutter ...

In einem Satz- dieses Buch ist ein ABSOLUTER Pageturner. Mit ihrem Erstling gelingt es Stockett den Leser absolut in ihren Bann zu ziehen!

Wir erleben hier den tiefen Süden in den frühen 60ern am Vorabend der Bürgerrechtsbewegung und L. Kings Marsch nach Washington.
Wir erleben drei Frauen, die wunderbar gezeichnet sind, die so lebensnah beschrieben werden und in ihrem Verhalten zutiefst menschlich dargestellt sind, dass ich oft das Gefühl hatte, ihnen über die Schulter zu schauen.

Ein Buch, das einen zum SCMUNZELN bringt, wenn Minni ihr loses Mundwerk nicht im Zaun halten kann; zum LACHEN, ob Skeeters Mutter & der Shinalator Aktion (Lesen uns selbst rausfinden ;)) und der Aussage, dass Zungenküsse zum Erblinden führen und ihren Tee gegen sexuelle Verirrungen ...
Aber auch zum NACHDENKEN, wenn die weißen Ladies ihre Kinder bei Aibileen abladen oder ihr ein eigenes Toilettenhäuschen bauen. Man wird wütend & traurig, wenn Mae Mobley von ihrer Mutter geschlagen wird, weil sie die schwarze Toilette benutzt oder ein Junge sein Augenlicht verliert, weil er im Baumarkt die Toilette der Weißen (weil keine schwarze extra ausgewiesen ist) benutzt. Man ist ERSCHÜTTERT, ob der ganz selbstverständlichen Unmenschlichkeit mit der Schwarze vor 50 Jahren als minderwertig im Vgl. zu ihren "weißen Brüdern" betrachtet wurden.

Ich stolperte zufällig darüber, als ich beim lokalen Buchhändler stöberte. Aufgrund des Covers fiel es mir auf. Doch keineswegs davon täuschen lassen. Das ist kein Frauenroman- das ist ein Stück Zeitgeschichte und Bericht über die Rassensegregation, verpackt in das Schicksal dreier mutiger Frauen.
Dieses Buch hat in vielen anderen Ländern große Beachtung gefunden und wird bereits verfilmt. Schade, dass es bei uns noch so unbekannt ist.
Zuerst erschien es als Clubpremiere & ein Blick auf amazon.com & co.uk zeigt weit über 3000 bzw 500 Bewertungen. Das zeigt, dass das Buch Menschen beschäftigt und bewegt. Das ist das, was für mich ein wirklich gutes Buch ausmacht: es regt einen zum Nachdenken an und reißt einen während der Lektüre mit!

Man muss allerdings auch dazusagen, dass dieses Buch ein Roman ist -kein Sachbuch. D.h. wer hier eine fundierte Darstellung der Bürgerrechtsbewegung, oder Segregationsbewegung erwartet, sollte ein dementsprechendes Fachbuch=Geschichtsbuch lesen. Stattdessen werden hier einfach auf äußerst gelungene Weise die Nöte und Sorgen dreier Menschen geschildert. Sicherlich gibt es nicht nur nette schwarze Dienstboten (sarkastisch gesagt: Mammies) und böse weiße Ladies!

Es gibt den Zeitgeist des tiefen Südens in den tiefen 60ern wieder, bringt einem den Alltag, die Probleme und Nöte der schwarzen Bevölkerung näher; zeigt Menschlichkeit und Freundlichkeit, aber auch Rassismus und Gewalt, ist atmosphärisch dicht und zeigt viel Lokalkolorit. Wir erfahren, dass Schwarze nicht nur eigene Toiletten haben sondern auch separate Kühlschränke und in separaten Jitneys ihre Lebensmittel 2.er Wahl kaufen müssen (in die der Weißen dürfen sie nur mit ihrer weißen Dienstuniform gehen und für die Herrschaften einkaufen!).
Und das Geniale an dem Buch ist, dass Stockett es durchgehend schafft, das Ganze ohne einen imaginär erhobenen (moralinsauren) Zeigefinger zu erzählen. Sie predigt nicht und sie betreibt auch keine Schwarz-Weiß-Malerei, wie US-amerikanische Autoren dies gerne mal tun.

Ein Buch, dass ich in einem Rutsch durchgelesen habe in 3 Tagen. Am Ende war ich traurig es aus der Hand legen zu müssen ....

Fazit: Ein Buch das BEWEGT, MITREIßT, fesselt, BEGEISTERT & NACHDENKLICH macht. Kopfkino vom Feinsten.
Es bleibt zu hoffen, dass die Verfilmung genauso gut ist wie das Buch & das "Gute Geister" auch hierzulande die Aufmerksamkeit bekommt, die es im englischsprachigen Raum bereits erlangt hat.

Gute Geister ist sicherlich einer der besten Romane, den ich 2011 gelesen habe wenn nicht der Beste.

Absoluter Kauftipp - glatte 10* wenn es sie denn gäbe!
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen okay- auch fünf Sterne, 8. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Gute Geister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nur allzu gerne reihe ich mich in den Club der Fünf-Sterne-Bewerter ein:
Sehr liebenswertes, sehr emotionales und herzerwärmendes Buch: gesellschaftskritisch bis zum berühmten "Kloß im Hals" und doch anrührend und liebevoll geschrieben.
Zunächst fürchtet man, dass die tlw. sehr authentische Sprache einen irgendwann stören könnte, aber dieses Gefühl legt sich, je weiter die Lektüre fortschreitet und je mehr man in die Personen und den Inhalt eintaucht, sie gehört einfach dazu und könnte, ja dürfte, gar nicht anders sein.
Meine Empfehlung: Erst Buch , dann Film , so bleibt der Genuss noch länger im Herzen.
Kathryn Stockett - und natürlich auch die hervorragende Übersetzung- zeichnen ein Bild des Amerikas zu Kennedys Zeiten, das geprägt von Rassentrennung, sich dennoch auf einen unaufhaltsamen Weg gemacht hat, an dessen Ende ein schwarzer Präsident im Weißen Haus steht.
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50 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wow - einfach nur wow, 12. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Gute Geister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Manche Bücher erzählen einfach eine gute Geschichte, manche Bücher bieten einfach kurzweilige Unterhaltung und bei manchen Büchern weiß man bereits nach den ersten Seiten, dass sie etwas ganz Besonderes sind. Sie erzählen eine Geschichte so tief wie der Ozean, wo man den Grund nur noch erahnen kann. Sie sind von Bedeutung und fassen ein eigentlich simples Thema auf, was dann allerdings sich immer mehr und mehr in den eigenen Geist schleicht und auf Sachen aufmerksam macht, über die man im Leben vielleicht noch nie nachgedacht hat. Sachen, die zwar schon vergangen, aber von Grund auf falsch sind, obwohl es zu dieser Zeit noch niemand so gesehen hat. Menschenverachtend, ungerecht und mit gefährlichem Halbwissen versehen diskriminieren sie Menschen - bis heute. Genauso ein Buch ist Gute Geister, wo ein eigentlich banales und langweilig wirkendes Thema - das Leben eines schwarzen Dienstmädchens in den frühen sechziger Jahren im sklavengeprägten Süden der USA - sich zu Pandoras Kiste entwickelt und das Buch regelrecht an die Hände des Lesenden fesselt. Wir wissen das alles - aber haben wir je wirklich darüber nachgedacht? Kathryn Stockett pflanzt uns Gedanken in den Kopf, eindringlich in einem fesselnden Stil geschrieben, die lediglich das Leben wiedergeben - das Leben Anfang der sechziger Jahre, wo sich zwar mittlerweile viel geändert hat, man sich aber unwillkürlich fragt, ob es wirklich so viel ist, wie es sein sollte.

Wir haben 1963. Das Weltraumzeitalter sagen die Leute. Ein Mensch hat in einem Raumschiff die Erde umkreist, es gibt seit neuestem eine Pille, damit verheiratete Frauen nicht schwanger werden müssen. Bierdosen öffnet man jetzt mit einem Finger statt mit einem Dosenöffner. Aber im Haus meiner Eltern ist es immer noch genauso heiß wie 1899, als Urgroßvater es erbaut hat. (Seite 323)

Genau dies muss man sich beim Lesen immer wieder vor Augen führen, denn bei der Lektüre hat man das Gefühl, noch im Sklavenzeitalter zu sein. In Jackson, Mississippi, ist die Zeit stehen geblieben. Rassentrennung ist an der Tagesordnung, den weißen Hausangestellten wird ein Örtchen im Garten oder Garage gebaut. Denn sie haben Krankheiten und Keime in sich, von denen weiße Menschen krank werden, da sie keine Abwehrstoffe gegen diese Krankheiten haben, sie hatten sie ja noch nie. Die schwarzen Dienstmädchen dürfen zwar die weißen Kinder großziehen, mit ihnen an einem Tisch zu sitzen ist ihnen aber nicht gestattet. Sie dürfen auch nicht die gleichen Sachen essen oder anfassen, ihren Mittagslunch dürfen sie auch auf gar keinen Fall in den Kühlschrank legen, aus dem das Essen für die Weißen kommt. Wie gesagt, wir schreiben das Jahr 1963. Halten sie sich nicht daran, sind die Folgen desaströs und können ganze Familien zerstören.

Skeeter zieht nach ihrem Studium wieder zu ihren Eltern auf die Baumwollplantage, da sie noch keinen richtigen Plan für ihr weiteres Leben hat. Sie würde ja gerne etwas schreiben, etwas Bedeutendes, ein Buch vielleicht. Dazu sollte sie aber auch erst einmal ein Thema finden, über dass es sich lohnt zu schreiben. In der Zwischenzeit gibt sie den Newsletter für die League heraus, die Liga der gehobenen Töchter. Zusammen mit ihren beiden besten Freundinnen, Hilly Holbrook und Elizabeth Leefolt trifft sie sich immer mittwochs zum Bridgespielen. Hilly ist die tonangebende Frau in Jackson, sie bestimmt, wer angesehen ist und wer nicht. Hat man ihren Zorn auf sich gezogen, ist man gesellschaftlich so gut wie erledigt - oder arbeitslos und ohne Zeugnis und guten Ruf auf der Straße. Sich mit Miss Hilly anzulegen ist viel gefährlicher als vor einen fahrenden Bus zu springen - da ist wenigstens nur das eigene Leben in Gefahr. Skeeter ist zu intelligent für diese Gesellschaft, sie will die bestehenden Beschränkungen ändern, ist sich der Gefahren allerdings sehr wohl bewusst. Leider findet sie nirgendwo Rückhalt, sie ist zu groß, um attraktiv zu sein. Männer stehen nicht grade Schlange, um ihr einen Ring anzustecken - sehr zum Leidwesen ihrer Mutter, die sie gerne versorgt gewusst hätte. Erst ein Gespräch mit Elaine Stein, einer Verlegerin in New York bringt sie auf die richtige Spur - ein Buch mit Interviews von Dienstmädchen über ihr Leben in Jackson und ihre Arbeit in den herrschaftlichen Häusern. Ein Spiel um Leben und Tod beginnt, denn die Weißen werden mit Sicherheit nicht begeistert sein, über ihr Leben hinter geschlossenen Türen zu lesen.

Abwechselnd aus der Sicht von Skeeter, Minny und Aibileen bekommt man exklusive Eindrücke in die Welt von Arm und Reich, von Weiß und Schwarz. Abstammung ist alles, sie ist der Eintritt zu Ansehen und Macht, sie entscheidet über Bildung oder Arbeit. Man fühlt sich ins vorherige Jahrhundert versetzt, obwohl es gerade mal 60 Jahre her ist, dass Martin Luther King die Massen aufrüttelte. Denn es ist gefährlich, farbig zu sein - die Weißen haben einfach immer Recht. Allerdings werden auch die Weißen, die Rassengrenzen übertreten, abgestraft und verurteilt. Sie verlieren ihr Ansehen und ihren Ruf, Freunde wenden sich ab und geschäftlich kann es ganz schnell das Aus bedeuten. Umso wertvoller werden dadurch die Beiträge der Dienstmädchen, die sich erst nach langem Ringen und eines einschneidenden Erlebnisses zur Mitarbeit bereit erklären. Mit ganz einfachen Wendungen und unmerklich geänderten Stils erkennt man sofort die Unterschiede zwischen Skeeter und den beiden Dienstmädchen, wenn auch die Wendung wie wenn doch arg das Lesevergnügen strapaziert.

Kathryn Stockett erreicht eine beispiellose Eindringlichkeit, die ohne den moralischen Zeigefinger auskommt, indem sie einfach in klaren Sätzen eine Geschichte erzählt. Eine Geschichte, in der kleinste Ereignisse riesengroße Wellen nach sich ziehen, eine Geschichte, die ausdrückliche Einsichten in eine Welt gibt, über die man schon lange nicht mehr nachgedacht hat. Eine Geschichte, die wieder einmal zeigt, wozu Menschen in der Lage sind, wenn sie sich im Recht fühlen. Eine Geschichte, die aufzeigt, wie wenig Wege es aus der Unterdrückung gibt, wie schwer es doch ist, jahrzehntelange Vorurteile zu überwinden und abzubauen. Und zum Schluß fragt man sich, ob die Rassenschranken eigentlich selbst heute überwunden sind.

Es gibt aber nicht nur ernste Seiten in dem Buch, der Humor kommt beileibe nicht zu kurz. Man kann Schmunzeln und Leiden, sich mit den Protagonisten freuen und weinen, konstant allerdings wird die Wut immer größer. Die Wut über Intoleranz und Standesdünkel, über Hilflosigkeit und Ungerechtigkeit. Im Mittelteil gibt es zwar einige Längen, trotzdem möchte man keine einzige Seite missen. Der Sog in das Buch hinein ist genial, seine Aussage regt zum Nachdenken an. Ein Thema, über das man noch lange diskutieren kann, ein Buch, was einfach jeder lesen sollte. Dazu lädt das geschmackvolle Cover ein, was alleine schon dazu verleitet, das Buch in die Hand zu nehmen.

Fazit

Gute Geister ist eines der Bücher, was in einem leicht zu lesenden Stil ernste, tiefgründige Themen behandelt, eines der Bücher, die man weiterempfehlen muss, die gar nicht genug Menschen lesen können. Gute Geister ist nicht nur gut, sondern grandios - ein Buch was packt, fesselt, den Leser zum Weinen und vor allem zum Nachdenken bringt.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toll!!!, 11. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Gute Geister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Was wäre mir da fast für ein Schatz entgangen?
Denn, wenn mir nicht jemand dieses Buch ausgeliehen hätte, wäre es an mir vorbei gegangen. Und, da ich das Cover ehrlich gesagt recht nichtssagend bis hässlich finde, hätten mir noch nicht mal Buchempfehlungen gereicht, um es mir zu kaufen..
Aber zum Glück ist es mir, aus zuverlässig guter Quelle, geliehen worden.
Wow, so ein tolles Buch.
Teilweise so spannend, das ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Und dabei behandelt es ein Thema aus der jüngeren Geschichte,
Schlimm, wie gerade in den Südstaaten, mit den schwarzen Frauen umgegangen wurde. Mehr als einmal ist man beim lesen geradezu empört, wie, teilweise aus Unwissenheit, sich Gerüchte und Lügen verbreiten können. Und wie gerade die Hillys in einer Gesellschaft, schwächeren das Leben schwer machen können.
Eigentlich erstaunlich, wie wenig man sich über manche Themen Gedanken macht. Bis man dann ein Buch wie dieses liest. Und dann wird man das gleiche Thema nie wieder gleichgültig betrachten können.
Ob man es nach der Lektüre dieses Buches jemals wieder schafft, Schokoladenkuchen ohne Hintergedanken zu essen?
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43 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein grünhäutiger Marsianer namens Martin Luther King, 15. September 2011
Von 
dieleseratz - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Gute Geister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vorab: Ich las das amerikanische Original, das die verschiedenen Sprachebenen der Protagonisten wunderbar wiedergibt. Zur Qualität der deutschen Übersetzung kann ich nichts sagen.
Nur finde ich das deutsche Cover einfach nur furchtbar, nichtssagend und kitschig - das Buch hätte ich (als Zufallskauf) so niemals in die Hand genommen und gekauft!
Der Vergleich mit "Vom Winde verweht" hinkt - und das ist auch gut so. Denn "Help" ist total anders und meiner Meinung nach um Längen besser: Keine kitschige, die Vergangenheit verklärende Liebesgeschichte, in der alle Farbigen fröhlich lachend ihrer Arbeit in Feld und Küche nachgehen - sondern eine immer nachdenklich machende, oft schockierende Bestandsaufnahme des Lebens der farbigen Dienstboten Anfang der 60ziger Jahre. Jedoch kommt der Humor keinesfalls zu kurz - eine Geschichte, die lachen und weinen und den Kopf schütteln läßt - es gibt keinen erhobenen Zeigefinger oder eine strikte Trennung in "Gut" und "Böse".
Sie waren 6 Tage die Woche 8-10 Stunden bei ihren weißen Herrschaften im Dienst, kümmerten sich um Wäsche, Essen, Haushalt und auch deren Kindern, um dann abends den eigenen Haushalt und die eigenen Kinder zu versorgen. Dazu mussten sie oft noch kilometerweit zur Arbeit und zurück laufen - das alles bei sengenden Temperaturen mit hoher Luftfeuchtigkeit in den Südstaaten ... Urlaub gab es nie und wer frei brauchte, bekam halt kein Geld für den Tag.
Die Autorin weiß, wovon sie spricht, verarbeitet in ihrem Erstlingswerk auch ihre eigenen Erinnerungen, denn sie wuchs selbst im Süden mit einer "Hilfe" im Haushalt auf, die auch gleichzeitig ihre Ersatzmutter war.
Die Geschichte ist nie kitschig oder pathetisch, sehr oft witzig, aber auch schockierend, wenn die Dienstboten von ihren Erlebnissen mit den "Herrschaften" erzählen. Manche wissen nur Gutes zu berichten, manche dagegen werden sehr schlecht behandelt - oder auch des Diebstahls bezichtigt, wenn man sie loswerden will. Die reichen Damen organisieren Wohltätigkeitsveranstaltungen für die "armen Kinder in Afrika" - aber behandeln ihre Dienstboten wie Luft und lassen sich von ihnen Kuchen servieren, während sie darüber sprechen, dass Schwarze dumm sind, dazu noch furchtbare Keime und Viren übertragen, die die Weißen nicht haben - und schon deshalb muss man in der Garage eine separate Toilette nur für den Dienstboten bauen ....
Aibigail, einer der Heldinnen der Geschichte, wird von den ihr anvertrauten Kindern oft "Mama" genannt - denn während die echten Mamas Bridge oder Tennis spielen oder sich einfach langweilen, muss sie sich neben dem Haushalt um die Kinder kümmern - und diese wachsen ihr fast immer sehr ans Herz. Sobald die Kinder jedoch verstehen, dass "Schwarz" eben anders ist, zuviel Kontakt mit der dummen Haushaltshilfe unerwünscht ist und somit ihre Einstellung ändern, kann sie dort nicht weiterarbeiten und wechselt den Haushalt. Aber nach Kontakt mit Mrs Skeeter wird alles anders: Dem ihr jetzt anvertrauten zweijährigen Mädchen erzählt sie Fantasiegeschichten, z.B. vom grünhäutigen Martin Luther King vom Mars, der wegen seiner Hautfarbe auf der Erde nicht gut behandelt wird.... Denn sie hofft, dass sich was ändert in der Gesellschaft!
Auf der US-Seite von Amazon wird heftigst über die verschiedenen Sprachebenen, zeitlichen Abläufte, über das Verhalten der Protagonisten diskutiert - aber auch dort erhält "The Help" bei über 4400 Bewertungen mehr als 3500 Mal fünf Sterne und nur gut 100 Mal einen Stern - aber nicht davon beeindrucken lassen, sondern selbst lesen und bewerten!

Fazit: Eine sehr berührende, nie kitschige, die Augen öffnende Geschichte über die Zustände Anfang der 60ziger Jahre in den Südstaaten. Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Unbedingte Kaufempfehlung.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bitte, bitte..., 13. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gute Geister: Roman (Kindle Edition)
... lass dieses Buch niemals enden...
Ja, das dachte ich bereits ab der Mitte des Buches. Immer in dem Wissen, dass es schneller geht, als mir lieb ist, denn ich konnte das Buch einfach nicht weg legen. Ich habe meinen Kindle überall mit hin geschleppt; wurde immer pampiger, wenn jemand in meiner Mittagspause was von mir wollte (weil er mich beim Lesen gestört hat).
Ich habe eben die Rezension einer Kundin hier gelesen, die 2 Sterne vergab. Sie schrieb, sie hätte nicht viel darüber erfahren, wie es damals wirklich war. Nicht genug über die Probleme zwischen Schwarz und Weiß. Ich würde das so nicht sagen, denn in meinen Augen stellt das Buch die Probleme der damaligen Zeit deutlich dar. Es mag vielleicht daran liegen, dass ich mich niemals näher damit befasst habe... mea culpa. Aber ich war einige Male sehr betroffen, als ich das Buch gelesen habe. Klar, auch ich bin von dieser Welt, und ich hatte eine vage Vorstellung davon, wie es in der Zeit war. Aber dennoch war ich immer wieder erschüttert.
Eigentlich ist das Buch eines, was sich um ein wirklich schimmes Thema dreht... aber das Buch an sich hat so viel Wärme, Herz und Liebe. Ich habe die letzte Seite gelesen und mein erster Gedanke war: "DAS war das Buch meines Lebens!!!", und ich habe schon sehr viel gelesen.
Jetzt hat sich mir eine neue Themenwelt erschlossen... und ich weiß schon jetzt, dass ich das Buch des öfteren verschenken werde.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Buch, das ich je gelesen hab, 2. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Gute Geister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist für mich bis jetzt eindeutig das beste Buch, das ich je gelesen habe, und das, obwohl ich gar nicht gerne lese. Es ist bis auf ein Kapitel in der Ich-Perspektive geschrieben, wechselt jedoch ständig zwischen den wichtigsten Personen des Buches. Man bekommt gute und Emotionale Eindrücke von den einzelnen Charakteren. Diese sind unglaublich liebevoll und , wie ich finde, sehr detailliert dargestellt, so dass man das Gefühl hat sie zu kennen und mit ihnen eine Zeitreise zu machen. Jede für sich ist unglaublich sympathisch und einzigartig liebenswert und vor allem so schön normal.
Ein lebensnaher Roman, der packend auf soziale Diskrepanzen hinweist die es mal gab und mit Sicherheit immer noch gibt.
Ich will gar kein anderes Buch mehr lesen. Wenn jemand ein besseres kennt dann bitte bescheid sagen aber ich kenne keins =) überlege schon, ob ich es einfach direkt nochmal lese =)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich bisher das Beste Buch 2011, 25. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gute Geister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
1962: Die junge Skeeter ist frustriert. Nach dem Studium verbringt sie die Tage auf der elterlichen Baumwollfarm, als einzige ihrer Freundinnen ohne einen Ring am Finger. Sehr zum Missfallen der Mutter. Doch der Mann, mit dem ihre Freundinnen sie verkuppeln wollen, ist ein hochnäsiger Snob. Und dann ist auch noch ihr schwarzes Kindermädchen, bei dem sie stets Trost fand, spurlos verschwunden. Skeeter wünscht sich nur eins: Sie will weg aus dem engen Jackson und als Journalistin in New York leben. Und um diesem Ziel näher zu kommen, verbündet sie sich mit zwei Dienstmädchen, die ebenso unzufrieden sind wie sie: Aibileen zieht inzwischen das siebzehnte weiße Kind auf. Doch nach dem Unfalltod ihres einzigen Sohnes ist etwas in ihr zerbrochen. Und Minny ist auf der Suche nach einer neuen Stelle. Sie ist bekannt für ihre Kochkünste, aber sie ist auch gefürchtet: Denn Minny trägt das Herz auf der Zunge. Und gemeinsam beschließen die drei außergewöhnlichen Frauen, gegen die Konventionen ihrer Zeit zu verstoßen und etwas zu wagen. Denn sie alle haben das Gefühl zu ersticken und wollen etwas verändern ' in ihrer Stadt und in ihrem eigenen Leben.
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Bewertung:
Ich habe dieses Buch als Vorbereitung für den Kinofilm "The Help", der am 17. November 2011 in den deutschen Kinos starten soll, gelesen.
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"Gute Geister" wird von drei sehr unterschiedlichen Frauen erzählt. Einer weißen, gebildeten jungen Frau, die unter der Last des Kleinstadtlebens zu ersticken droht und zwei farbige Dienstmädchen, die am Rande der Gesellschaft versuche müssen über die Rassentrennung und alle Vorurteile anzukämpfen und sich in ihrem Leben zurück zu finden. Die Zeit der Sklaverei scheint vorbei zu sein, doch nur weil die Weißen den Schwarzen nun einen Mindestlohn zu zahlen haben, heißt das noch lange nicht dass in den Südstaaten so etwas wie Gerechtigkeit herrscht.
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Ich habe mich ehrlich gesagt noch nie mit den 60er Jahren der USA, der Rassentrennung und der Bürgerrechtsbewegung rund um Martin Luther King befasst. Für mich ist es das erste Buch dieser Art und deshalb war ich umso gefesselter von den Geschichten, die die Autorin zu berichten hat. Ich war schockiert von den ganzen Regeln der Rassentrennung und das in einer Zeit, die eigentlich gar nicht so lange her zu sein scheint.
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Schockierend, traurig, aber auch oft bewegend sind die Geschichten, die Miss Skeeter, Minny und Aibileen zu berichten haben. Ich habe mir oft die Frage gestellt wie ich in einer Welt in der Rassismus so offensichtlich betrieben wird verhalten würde. Wäre ich einer der hochnäsigen Weißen, die Schwarze für Dreck halten und unwürdig, dieselbe Toilette wie Weiße zu benutzen? Würde ich verlangen, dass farbige Kinder getrennt von den weißen Kindern unterrichtet werden?
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"Gute Geister" ist für mich eines der Highlights des Jahres 2011. Ein Buch, welches von der ersten Seite an fesselt und dich an manchen Stellen sogar dazu bringt Tränen zu vergießen hat 5 Sterne verdient.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen! Und danach noch einmal..., 25. Mai 2011
Von 
Gospelsinger (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Gute Geister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Jackson, Mississippi, im Jahre 1962, ist kein guter Ort für Schwarze. Nicht einmal die gleichen Toiletten wie die Weißen dürfen sie benutzen.
So geht es auch der 52jährigen Aibileen, die als Haus- und Kindermädchen arbeitet und inzwischen das 17. weiße Kind aufzieht. Ihren eigenen Sohn hat sie verloren. Und auch von den Ziehkindern muss sie sich immer wieder trennen.
Die 36jährige Minny, ebenfalls schwarz, hat ein ziemlich großes Mundwerk und ist wegen eines angeblichen Diebstahls von ihrem Arbeitgeber entlassen worden. Die einzige Stelle, die für Minny noch zu kriegen war, ist die eines Dienstmädchens bei der seltsamen Celia.
Diese beiden Frauen werden vom Schicksal mit der 22jährigen Eugenia, genannt Skeeter, verbunden. Skeeter hat das College abgeschlossen und träumt davon, als Journalistin in New York zu arbeiten. Von den Plänen ihrer Mutter, sie zu verheiraten, hält sie nichts.
Dass Skeeter ihr verschwundenes schwarzes Kindermädchen vermisst, löst eine Kette von Ereignissen aus, die das Leben der drei Frauen gründlich durcheinander wirbelt.
Die Geschichte wird immer abwechselnd von den drei Frauen erzählt, im jeweilig passenden Tonfall und mit den jeweiligen Emotionen. Das macht das Buch so lebendig, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, mit den Erzählerinnen in einem Zimmer zu sitzen.
Die drei völlig unterschiedlichen Charaktere sind alle liebenswert, jede auf ihre Art. Ich könnte gar nicht sagen, welche der Frauen mir am besten gefallen hat. Jede hat Eigenschaften, die ich besonders schätze, und jede hat Eigenschaften, die mir unangenehm sind. Ins Herz geschlossen habe ich jedoch jede einzelne.
Die damalige Situation der Schwarzen im Süden der USA, die Rassentrennung, die Willkür und die aufkommende Bürgerrechtsbewegung sind so gut beschrieben, dass einem diese Zeit sehr nahe gebracht wird. Dieses Buch ist damit in einer Liga mit The Color Purple.
Der warmherzige Schreibstil hat mir ausgesprochen gut gefallen, und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, weil ich so sehr mit den Charakteren gelitten, gelacht und gefiebert habe.
Kurz gesagt, ein absolut wunderbares Buch, das auf die Liste meiner Lieblingsbücher kommt. Ich rate euch: Lest es!!! Oder lest es, wie ich, ein zweites Mal.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich schön, 30. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Gute Geister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe etwas getan, was ich nur höchst selten und eigentlich sehr ungern tue...ich habe ZUERST den Film gesehen und dann das Buch gelesen
Sowas geht meistens schief, aber in diesem Fall hat es nullkommanichts ausgemacht...
Der Film war zum Weinen schön und das Buch...das viel ausführlicher ist (klar, man kann so ein dickes Buch ja nicht komplett verfilmen)...ist unglaublich. Selten habe ich so liebevolle Charaktere erlebt und gleichzeitig so abstossende. ŽNur selten ist mir ein Buch so "nachgegangen" und ich habe Aibileen, Minny und Skeeter vermisst...

Wenn man dieses Buch gelesen und diesen Film gesehen hat...kann man dann verstehen, dass heute ein Farbiger Präsident jenes Landes ist, in dem Schwarze eigene Toiletten gebaut bekommen haben...weil sie "ansteckend" sind...?
Nicht wirklich...
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Gute Geister: Roman
Gute Geister: Roman von Kathryn Stockett (Gebundene Ausgabe - 28. März 2011)
Gebraucht & neu ab: EUR 1,69
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