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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und atmosphärisch stimmig, 18. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Am Ende des Tages: Kriminalroman (Gebundene Ausgabe)
Allein schon vom Ende des Buches her gesehen wird deutlich, wie stimmig und in sich geschlossen Robert Hültner die Welt der Ermittlungen Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts in Worte zu fassen versteht. Ein Ende im Übrigen, welches Hültner alle Möglichkeiten offen lässt für eine Fortsetzung der Ereignisse um den (in diesem Buch aus dem Dienst bereits entlassenen) Inspektor Kajetan, oder eben auch auf eine Fortsetzung durchaus verzichten zu können.

Eine Atmosphäre, die sowohl das „städtische“ in München der damaligen Zeit auf den Punkt trifft, nach Ende der „Räterepublik“, angesichts der Weimarer Verhältnisse, der alten militärischen Seilschaften, der „Schutztruppen“ und des Aufkommens des Nationalsozialismus um Hitler herum, als auch die Verhältnisse im „ländlichen“ Bayerns hervorragend zu spiegeln versteht mit den Landwirten, die um das tägliche Überleben kämpfen, der Engstirnigkeit des Denkens und der rüden Methoden der aufkommenden SA gerade auf dem Land um München herum.

In dieser stimmig geschilderten Umwelt passt sich Hültner in Duktus und Geschwindigkeit der Sprache an, er erzählt langsam und gründlich und lässt die verschiedenen Stränge seines Romans unaufhaltsam zueinander fließen. Der Berliner Privatermittler, auf den Spuren einer verlorenen Geldschatulle im Rahmen eines Flugzeugabsturzes in den Bayerischen Alpen. Kajetan, der einem namhaften, jüdischen Anwalt als Ermittler zur Seite steht, um einen wegen Mordes verurteilten Ehemannes nach Jahren der Haft zu entlasten, denn der Anwalt (und bald auch Kajetan), glauben der offiziellen Version des Mordes an der Frau des Verurteilten nicht.

Eine Ermittlung, die Kajetan auf Empfehlung seines ehemaligen Vorgesetzten angeht, welcher ihm eine Wiederaufnahme in den Polizeidienst in Aussicht stellt.

Was sich hinter dem verschwundenen Geld, dem Mord an der Ehefrau, dem Verhältnis des verurteilten Landwirtes zu seiner damaligen Magd und den im Hintergrund operierenden ehemaligen Offizieren des ersten Weltkrieges alles verbirgt und wie das zueinander passen wird, dafür lohnt sich die Lektüre dieses Kriminalromans allemal.

Nicht nur wegen der in sich logischen und lange Zeit rätselhaften Geschichte hinter all den Fällen, sondern auch, weil es Hültner gelingt, jede seiner Personen, von den Hauptpersonen bis hinein in am Rande stehende Protagonisten, sehr lebendig, differenziert und in sich stimmig anzulegen. Sei es Kajetan, der nach Orientierung im Leben ringt, auch in Liebesdingen, sei es der nassforsche Berliner Ermittler Kull, der sich von nichts und niemandem einschüchtern lässt, seien es die lebensharten Landwirte in unwirtlicher Gegend.

Alles in allem legt Hültner, wieder einmal, einen hervorragenden Kriminalroman mit überzeugendem „Personal“ und stimmig konstruiertem Fall vor, der in besonderem Maße die fragilen Verhältnisse der zweiten Hälfte der 20er Jahre aufnimmt und die sich verlierende Balance hin zu geplanten Umstürzen bestens abbildet. Mit einer überzeugend überraschenden Auflösung, was die wahren Hintermänner der Ereignisse angeht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kajetan ermittelt in einem zehn Jahre zurück liegenden Mord, 28. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In „Am Ende des Tages“ wird im Jahr 1928 parallel in zwei unterschiedlichen Fällen ermittelt. Der aus dem Polizeidienst ausgeschiedene Paul Kajetan wird vom Anwalt eines vor zehn Jahren wegen des Mordes an seiner Frau zu lebenslänglicher Zuchthaushaft verurteilten Bauern damit beauftragt, nochmals in dieser Angelegenheit gründlich nachzuforschen. Der Bauer beteuert nach wie vor seine Unschuld und die Indizienlage, auf deren Basis er verurteilt wurde ist, äußerst dünn und fragwürdig. Der zweite Handlungsstrang scheint mit diesem Fall zunächst überhaupt nichts zu tun zu haben: Der Berliner Privatermittler Kull ermittelt bzgl. eines mysteriösen Flugzeugabsturzes im oberbayerischen Gebirge, bei dem die Flugbesatzung gestorben ist und angeblich eine hohe Geldsumme, die sich an Bord befunden haben soll, verschwunden ist. Die Handlung wechselt zwischen den beiden Ermittlungen hin und her, ehe die beiden Handlungsstränge am Ende doch zu einem stimmigen ganzen zusammengeführt werden.

Der Krimi handelt vor dem Hintergrund Bayerns zu Zeiten der Weimarer Republik mit dem aufkeimenden Nationalsozialismus. Eine nette Idee ist, dass Robert Hültner an mehreren Stellen den damaligen Außenminister Gustav Stresemann auftreten lässt, der auf eine bestimmte Weise in den Handlungsstrang um den mysteriösen Flugzeugabsturz verwickelt ist. Besonders ansprechend an dem Krimi fand ich, dass Robert Hültner neben den politischen Verhältnissen auch die Atmosphäre des täglichen Lebens der damaligen Zeit anschaulich abbildet. Dabei gelingt es ihm, obwohl abgesehen von wenigen Dialektausdrücken (die am Ende in einem Glossar erklärt werden) die Dialoge der handelnden Personen in Hochdeutsch wiedergegeben werden, die Sprache der bayerischen Bevölkerung gut getroffen wird. Insgesamt handelt es sich bei „Am Ende des Tages“ um einen sehr spannend zu lesenden historischen Regionalkrimi, bei dem alle handelnden Personen gut charakterisiert sind.

Zwei Punkte haben mich allerdings ein klein wenig gestört. Zum einen fand ich es etwas übertrieben und auf Dauer redundant, dass sich die Akteure regelmäßig sehr kurz angebunden gegenübertreten, viele Situationen recht rasch eskalieren und in einem Handgemenge enden. Zum anderen ist die Handlung zwar recht spannend und die beiden Erzählstränge werden zum Ende hin kunstvoll miteinander verknüpft, wobei allerdings einige Sachen für meinen Geschmack zu sehr konstruiert wirken. Davon abgesehen hat mir „Am Ende des Tages“ (wie alle bisherigen Romane mit Paul Kajetan) aber sehr gut gefallen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kajetans Ende, 13. März 2013
Von 
Marius (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Am Ende des Tages: Kriminalroman (Gebundene Ausgabe)
„Am Ende des Tages“ ist der letzte Auftritt des großartigen Inspektor Kajetan. Von Robert Hültner ersonnen machte sich der ebenso unbequeme wie unangepasste Ermittler erstmals vor zwanzig Jahren im Roman „Walching“ auf die Suche nach der Wahrheit. In München und Münchner Umland forschend kämpfte Kajetan immer um die Wahrheit, um nun in „Am Ende des Tages“ sein letztes Rätsel zu lösen. Nebenbei zeichnete Hültner in den Bücher die schwierige Werdung Bayerns vom Ersten Weltkrieg beginnend durch die Räterepublik hindurch bis in die Zeit des erstarkenden Nationalsozialismus ohne dabei seine Krimis zu vernachlässigen.
Ein Abgesang auf den Protagonisten Kajetan ist das Buch dennoch nicht geworden, denn Hültner installiert parallel zu dem Münchner Kommissar den preußischen Versicherungsermittler Kull, der zeitgleich zu Kajetan den Absturz eines Flugzeugs in den Alpen untersuchen soll.
Kajetan verbeißt sich in München im Fall des im Zuchthaus einsetzenden Ignaz Rotter, der seine Frau auf einem abgelegenen Hof getötet haben soll, während sich bei Kull die Zeichen mehren, dass es bei dem Absturz in den Alpen mitnichten um einen einfachen Unfall ging.
Natürlich ahnt der Leser recht bald, dass die beiden Fälle der nicht gerade stromlinienförmig gebauten Ermittler irgendwie aneinander geknüpft sein müssen – doch wie sie das sind offenbart sich erst am Ende des Buchs.
Neben der wirklich gut konstruierten Handlung ist die Stärke Hültners auch sicherlich seine Fähigkeit glaubhafte Dialoge zu schreiben. Diese nehmen einen großen Teil des Romans ein und zeigen einen Autor, der dem Volk noch auf's Maul schaut, um einen Allgemeinplatz zu gebrauchen. Bei Hültners Schreibe finden sich ebenso Anleihen vom traditionellen Bauerntheater wie auch von bayerischen Dramatikern vom Schlage eines Franz Xaver Kroetz. Mit einer spannenden und gut konstruierten Rahmenhandlung verknüpft wird so aus dem Buch wirklich ein ausnehmend guter Roman, an dessen Ende man es fast bedauert, dass dies Kajetans wahrscheinlich letzter Auftritt war.

Um es kurz zu machen: „Am Ende des Tages“ ist große Krimikunst. Handwerklich sauber geschrieben, von einer Fülle von zeitgeschichtlichen Informationen durchwirkt und nicht zuletzt Kajetan ein würdiges Ende bereitend. So ist der Roman leider höchstwahrscheinlich das letzte Glied in einer Kette von herausragenden Romanen, die weit über einen schieren Histo- oder Regio-Krimi hinausweisen. Dennoch: Packender kann man Zeitgeschichte nicht erzählen!
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4.0 von 5 Sternen Packender Plot in gut recherchiertem Kontext, 6. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Roman führt und in den Beginn der nationalsozialistischen Umtriebe in München und Oberbayern und gibt uns einen packenden Einblick in die damalige politische und gesellschaftliche Konstellation. Die Geschichte wird dem Leser in zwei zunächst unabhängigen Strängen präsentiert die langsam zusammenwachsen und sich schliesslich in einem dramatischen Endspiel vereinigen. Dieser Schuss ist vielleicht etwas überzeichnet, was dem positiven Gesamteindruck aber nicht abträglich ist. Die verwendete Sprache ist ungemein anschaulich, bildhaft und schafft durch ihre Anlehnung an den örtlichen Dialekt eine Atmosphäre, die bestens zum erzählten Geschehen passt. Ein Lesegenuss!
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4.0 von 5 Sternen Bayern-Krimi, 1. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Am Ende des Tages, den man mit dem Lesen dieses flüssig geschriebenen Krimis verbringen kann, ist man schlauer über verwinkelte bayerische Beziehungen, dunkle Nazi-Machenschaften und die Kenntnis einiger bisher nicht literarisch erfassten Ortschaften. Ich wünsche dem Autor einen weiten Leserkreis über Bayern hinaus.
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5.0 von 5 Sternen hervorragend, 7. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Habe es in einem Rutsch durchgelesen. Extrem dicht, spannend, bedrückend und mit einem unerwarteten Ausgang. Absolut zu empfehlen. Darüber hinaus extrem gut erzählt
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5.0 von 5 Sternen Wundervoller Roman, 13. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Am Ende des Tages: Kriminalroman (Gebundene Ausgabe)
Wie gewohnt von Herrn Hültner ein ausgezeichnetes Buch das textlich wie inhaltlich tadellos wirkt. Die Darstellung und Beschreibung von Handlung, Figuren und Landschaft ist einmalig. Da ich nun alle Bücher von Hernn Hültner gelesen habe und immer rundum zufrieden war, hoffe ich auf neue Veröffentlichungen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erste Sahne, 26. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Am lebenswertesten. Nicht mehr wegen der Umlaute!. Wegen des Mindestumfangs: Geschichtinteressierte werden besonderen Spaß an diesem gutgeschriebenen und gut recherchierten Buch haben.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Am Ende des Tages" in gewohnter Qualität, 9. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
endlich wieder ein Kajetan Krimi. Robert Hültner schreibt, wie von ihm gewohnt in einer Klarheit und Detailgenauigkeit. Eine Freude, dieses Buch zu verschlingen!
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Am Ende des Tages: Kriminalroman
Am Ende des Tages: Kriminalroman von Robert Hültner (Gebundene Ausgabe - 11. März 2013)
EUR 19,99
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