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3,9 von 5 Sternen
Beifang: Roman (Kommissar Berndorf, Band 7)
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TOP 500 REZENSENTam 6. September 2011
Ein wertvolles Schmuckstück fehlt in einem Mordprozess und der Mann, der kurz vor dem Mord mit dem Opfer noch zusammen Sex hatte.

Trotzdem erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Mann der Frau, die mit einem Handkantenschlag umgebracht wurde. Der Major war in Afghanistan, hatte sich bei der Rückkehr sinnlos betrunken, weiß nicht mehr, was vorgefallen war und ist der einzige aus der Umgebung des Opfers, der die Technik des tödlichen Handkantenschlags beherrscht.

Der Anwalt Eisholm ist ein Staranwalt und beauftragt den pensionierten Kripomann Berndorf mit der Ermittlungen. Doch bevor der mit dem Anwalt sprechen kann, stürzt dieser vor einen Zug. Selbstmord? Oder wurde er doch gestoßen? Und wie lässt sich dieser unbekannte Sexkontakt finden und was hat das mit dem Mord zu tun?

Eine ganze Menge erfahren wird. Dann taucht die junge Anwältin auf, die Eisholms Mandat übernimmt, der Kripobulle Kuttler wird von seinem Chef zurückgepfiffen und über die Ermordete wird so manches bekannt, dass im Ländle eher hätte unbekannt bleiben sollen.

Ritzel schildert die Ländle unter der allgegenwärtigen "Staatspartei", vor dem großen Umbruch durch die Wahl 2011 und damit wird unter anderem deutlich, wie diese Staatspartei ihren Staat verlieren konnte. Er schildert uns Personen, die selten schwarz oder weiß sind, aber jeder hat seine Geheimnisse und Lebenslügen.

Das Schmuckstück entpuppt sich als alter jüdischer Hochzeitsring und damit bekommt der Roman eine historische Komponente, die weit in die Vergangenheit zurückreicht und in ein jüdisches Altersheim im dritten Reich. Dieser Strang der Erzählung wäre für den Krimi nicht unbedingt nötig gewesen, Leser, die eher auf Action stehen, werden sich damit harttun. Mir hat dieser Strang dennoch gefallen, obwohl ich sonst die endlosen Erklärungen in deutschen Regiokrimis eher störend finde. Doch Ritzel versteht es, diesen Strang spannend auszuerzählen.

Zum Schluss zu verfranzt sich der Roman ein bißchen, kommt gar zu sehr vom Hölzchen aufs Stöckchen. Und das Sexleben der jungen Anwältin wirkt auch etwas aufgesetzt.

Dennoch: Spannender Krimistoff.

Hans Peter Roentgen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 21. Dezember 2011
Als Süddeutsche ist es für mich interessant, Ulrich Ritzels Kriminalromane zu lesen, weil ich die Orte der Handlung teilweise kenne. Sein Kriminalroman "Beifang" spielt größtenteils (wieder) in Ulm, teilweise auch in Stuttgart oder auf der Alb, z.B. am Blautopf.

Die attraktive Kunsthistorikerin Fiona Morny wird ermordet aufgefunden. Der Mann, mit dem sie vor ihrem Ableben Geschlechtsverkehr hatte, war allerdings nicht ihr Ehemann, Bundeswehrhauptmann Ekkehard Morny. Dieser wird des Mordes an seiner Frau angeklagt. Der zynisch-aggressive Anwalt Eisholm verteidigt Morny, doch bald kommt auch Eisholm ums Leben. Besteht hier ein Zusammenhang? Dr. Elaine Drautz, seine toughe Kollegin in der Anwaltskanzlei übernimmt den Fall.

"Beifang" knistert nicht gerade vor Spannung, was mir aber gut an Ritzels Arbeit gefällt, ist die sehr fein ausgearbeitete Charakterisierung seiner Personen - und das sind nicht gerade wenig. Da gibt es recht zwiespältige und auch nicht unbedingt immer sympathische Charaktere dabei: z.B. ein bibelverszitierender Rentner, der keine Ulmer Gerichtsverhandlung auslässt, ein Kriminalkommissar vom Dezernat I der Ulmer Polizeidirektion, der verschiedene Demütigungen seiner Vorgesetzten über sich ergehen lassen muss und nicht zuletzt der schlaue Fuchs Hans Berndorf, ehemaliger Hauptkommissar im Ruhestand, der jetzt als Privatermittler tätig ist und in Berlin lebt. In diesem Fall hier wird er beauftragt, einen jüdischen Hochzeitsring zu finden, den das Mordopfer besessen hat. Die Figur des einsamen Wolfs Hans Berndorf bläst dabei schon auch gerne mal die Trompete der moralischen Selbsterhöhung ...

Ulrich Ritzels Stil lässt Präzision erkennen: dieser Mann weiß wovon er schreibt - war er doch jahrelang selbst Gerichtsjournalist. Man erhält einen kleinen Einblick in die Wahrheitsfindung bzw. Wahrheits-Nicht-Findung: die Schludrigkeit der Behörden und die Netzwerke von Abhängigkeiten verschiedener Drahtzieher, etwas Schwarz-Weiß-Malerei inbegriffen. Ein Satz von ihm hat mir besonders gut gefallen:
"Wir beide wissen, dass Glück für den Menschen kein Dauerzustand sein kann ... lass es eine halbe Stunde währen, und schon wieder gähnt uns der Alltag an. Aber diese raren Augenblicke, in denen das kleine mickrige Menschlein sich ganz aufgehoben und angenommen fühlt und nur noch schwebt, in einem bodenlosen Zauber gefangen: was wäre das Leben ohne diese Glücksmomente!"

Ich gebe vier Punkte für diesen Berndorf-Krimi, der an seine Vorgänger Schwemmholz und Der Schatten des Schwans nicht ganz herankommt. Sein neuestes Buch Schlangenkopf ist im November erschienen.

Die Berndorf-Krimis in der Reihenfolge ihres Erscheinens:
Der Schatten des Schwans, 1999
Schwemmholz, 2000
 Die schwarzen Ränder der Glut, 2001
 Der Hund des Propheten, 2003
 Uferwald: Kriminalroman, 2006
Beifang, 2009
Schlangenkopf. Berndorf und die Fausser-Papiere, 2011
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Dezember 2009
Ulrich Ritzel kann gut und spannend schreiben. Viel besser als die sprachlich tieffliegenden Autoren der Kluftinger-Krimis (Kobr/Klüpfel) zum Beispiel. Krimifreunden kann man die Ritzel-Krimis 1 bis 4 aus den Jahren 1999 bis 2003 (Der Schatten des Schwans, Schwemmholz, Die schwarzen Ränder der Glut, Der Hund des Propheten) wirklich sehr empfehlen, aber die Krimis 5 bis 7 ("Beifang" von 2009 ist der 7. um den ehemaligen Hauptkommissar Berndorf) sind in meinen Augen nur durchschnittlich.
Nur 3 Sterne für "Beifang"? Zum einen sind in die komplexe Handlung zu viele sehr sehr unrealistische Zufälle eingearbeitet (- 1 Stern). Zum anderen gefallen mir einige Facetten nicht, die sich zu einem zweiten Abzug summieren: Eine toughe Rechtsanwältin, die gleich mit zwei männlichen Akteuren "in die Kiste springt". Das ist so unmotiviert. Wieso meint ein reifer, 69-jähriger Krimiautor mit so einem Schmarrn seine Handlung würzen zu müssen? Mit Ritzels Einschätzung des BW-Ministerpräsidenten Günther O. ("redet schneller, als er nichts denkt") bin ich einverstanden, aber ständig dieser linksintellektuelle Touch (Staatspartei statt CDU, Lügenblatt statt Bild, ...). Das ist so oberlehrerhaft, das es nervt. Der vorherigen 3-Sterne-Wertung stimme ich zu: Es fehlen spannende Charaktere. Berndorf kann man eigentlich nicht richtig sympathisch finden, und Kuttler ist kein Tamar Wegenast-Ersatz.
"Beifang" habe ich mir als Hardcover zu Weihnachten gewünscht. Bei Nachfolgebänden reicht dann einmal Ausleihen aus der Stadtbibliothek.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Oktober 2009
Die Lektüre von Ulrich Ritzels Beifang bestätigt, was der Vorgänger Forellenquintett aus 2007 andeutete: Der Schwung ist hin. Beim Autor und seinen Protagonisten. Der Plot / die Story bemüht um aus der Geschichte hergleitete Betroffenheit und Bezug zur vermeintlichen Tagesaktualität, Klischees eingeschlossen. Die handelnden Personen weiterhin blass: Hauptkommissar a.D. Berndorf ein alter Mann, der sich mit seiner Erfahrung was dazu verdient. Kuttler, einst viel versprechender Nachwuchs der Kripo Ulm, ein frustrierter Beamter, der Dienst nach Vorschrift - oder eben auch nicht - absolviert. Kollegin Tamar Wegenast, die interessanteste Figur aus den ersten Romanen, mit ein bißchen Ähnlichkeit zu Larssons Lisbeth Salander - entschwunden. So wird Urich Ritzel seinem Ruf nicht gerecht. Dem geneigten Leser seien, soweit noch nicht gelesen, frühere Werke wie z.B. Schwemmholz, Die schwarzen Ränder der Glut oder Der Hund des Propheten empfohlen. Schade eigentlich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. März 2012
Also ich bin da gerade gegenteiliger Meinung. Ich fand die letzten Krimis von Ritzel enttäuschend und bin von diesem jetzt wieder positiv überrascht. Da wird so manche Schreibstereotype überwunden. Verschieden Fahndungslinien werden getrennt verfolgt und dann doch immer wieder stimmig miteinander verschränkt und schlussendlich in einem großen Bogen zusammengeführt. Da steht kein skurriler Ermittler im Zentrum, sondern mehrere Ermittler spielen sich sozusagen die Bälle zu. Manche Szenen sind nur anskizziert oder in Spiegeldarstellung angedeutet und bleiben damit der Phantasie überlassen. Alles in Allem ein echtes Lesevergnügen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Januar 2012
Mit diesem Krimi wollte ich mir an trüben Wintertagen die Langeweile vertreiben. Das hat nicht geklappt - "Beifang" ist von der ersten bis zur letzten Seite langweilig. Schlecht geschrieben ist das Buch nicht. Die sprachlich hohe Qualität ist denn auch der Grund dafür, dass ich noch zwei Sterne gebe. Die Geschichte aber ist weder überzeugend noch spannend. Hat der Autor etwa beim Schreiben selbst noch nicht gewusst, wie seine Geschichte ausgehen sollte?? Ein bisschen Nazideutschland, ein paar politische Intrigen und natürlich etwas Sex - nichts darf fehlen, aber nichts passt zusammen. So richtig gestört an dem Werk haben mich aber vor allem zwei Dinge: 1. Einer der Charaktere redet nur in Bibelzitaten. Was soll das denn? Es ist unnatürlich, todlangweilig und nervt bis zuletzt ungemein. 2. Der Autor scheint mir ein sehr seltsames Frauenbild zu haben. Dass sich die Ermordete prostituiert hat, gehört ja zur Geschichte. Aber auch die Anwältin, die bei der Bearbeitung des Falles hilft, hüpft mit absolut jedem in die Kiste und eine der Nebenfiguren schläft nur mal so zum Dank für eine Autoreparatur mit dem Mechaniker...
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am 28. Juli 2015
Als bekennender Ritzelfan nur 4 Sterne - da muss was passiert sein. Ja, es passt alles nicht so ganz zusammen. Es ist nicht so klar, was den Berndorf mit diesem Ring treibt, es gibt doch sehr viele Zufaelle, und ja, das haben andere schon geschrieben, das 3. Reich ist nun doch schon sehr ausgepluendert worden fuer derartigen Stoff. Nicht weiter schlimm eigentlich,aber ich fange an, bei Ritzel sich wiederholende Muster zu erkennen, zum Beispiel die oben genannten: Ein wichtiges Schmuckstueck, unwahrscheinliche Zufaelle, lang zurueckliegende Geschichten, an die sich Bernddorf aus nicht immer ganz nachvollziehbaren Motiven rantastet. Und dann ist die erste Haelfte des Buches einfach auch noch etwas langatmig.
Trotzdem 4 Sterne :-)
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Januar 2010
Der Roman 'Beifang' von Ulrich Ritzel hängt an einem alten jüdischen Ehering. Aus den beiden in den Ring eingezeichneten Figuren, eine Frau und ein Mann, entwickelt sich ein vom Beginn bis zum Schluss fesselndes Buch. Die Spannungen, die sich aus der Beziehung von Frauen und Männern, - privat, gesellschaftlich und politisch - ergeben könnten, tatsächlich aber ergeben. Berndorf, der pensionierte Kriminalkommissar, jetzt nur mehr Ermittler, deckt die real existierenden Zustände auf. Er stösst auf Verhältnisse, in denen sich politischen Parteifunktionäre, gleich ob grün, bürgerlich oder Linke, sich genauso hemmungslos für den Machterhalt prostituieren wie die Polizei die Justiz, das Militär und die Wirtschaft. Trotz der erfolgreichen Recherchen von Berndorf bleibt am Schluss offen, ob er kostbare Ehering, der das 3. Reich und das heutige Staatspartei Deutschland schliesslich hinter sich lässt und nach Israel weiter gegeben wird, dort nicht in den gleichen Beifang von legalisierter Gewalt gerät. Auch wenn Ritzel vor allem dem alten Berndorf schlagfertige, ironische oder auch einmal böse Worte in den Mund legt, kommt weder Zynismus noch Altersresignation auf. Letztlich geht es um die sehr fein angesprochene Grundfrage, ob der Mensch alles machen soll, was er kann, oder ob mancher böse Beifang ausbleiben würde, wenn sich Mann und Frau bewusst wären, wie im jüdischen Ehering abgebildet, nackte, - also begrenzte und verletzliche Wesen zu sein. ' Die über vierhundert Seiten sind sprachlich hervorragend formuliert, die einzelnen Szenen kurz gehalten, die Psychologie der einzelnen Figuren raffiniert und überzeugend aufgebaut. Ein Roman, der zu Recht eben den deutschen Krimipreis erhalten hat.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. März 2011
Ulrich Ritzel ist sicher einer der besten Krimiautoren deutscher Sprache, das hat er mit seinen ersten Romanen rund um Kommissar Berndorf erwiesen. Seit er diesen aber (ich glaube mit Band 5) in Pension geschickt hat, ist der Verve seiner Bücher vielleicht ein bisschen verloren gegangen. Mit dem Band "Beifang" ist aber ein Tiefpunkt erreicht: die Handlung wird mit völlig unrealistischen Zufällen in Gang gehalten, Ungereimtheiten, Holprigkeiten und unglaubwürdige Entwicklungen der Geschichte schmälern das einstige Lesevergnügen gar arg. Ich empfehle jeden anderen Ritzel-Roman zu lesen, "Beifang" aber zu meiden.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. August 2011
Das Buch Beifang beginnt mit einer Rückblende aus der NS-Zeit bei der ein kostbarer Ring den Besitzer wechselt. Eigentlich soll dann aber ein Mord an einer hübschen Frau aufgeklärt werden. Dabei werden die Aktionen der Polizei und einer Rechtsanwältin beschrieben, die für ihren zu Tode gekommenen Kollegen einspringen muss, dessen Tod auch untersucht wird. Klingt verworren, ist aber vor allem strunzlangweilig geschrieben. Stilistisch nervt das Buch leider auch. So lässt der Autor seine Leser in jedem Absatz aufs Neue darüber im Unklaren, wer gerade auf der Bühne steht, ohne dass dieses Mittel irgendwie der Handlung dient. 1-2 Mal kann man das zur Akzentuierung machen, stets nervt es und zeugt von stilistischer Eindimensionalität.
Nun ja, aus der Geschichte des verstorbenen Rechtsanwaltes, des Richters, der über die ermordete Frau verhandelt, der Familie mit dem Ring wird so einiges ausgegraben, hin und wieder hüpfen - Skandal! - Menschen miteinander in die Kiste, kurz: das Buch ist erbärmlich. 2 Sterne nur, weil ich schon einmal noch etwas schlechteres gelesen habe.
Das Politische an diesem Buch, das einige Rezensenten betonen, geht dem Buch in Wirklichkeit völlig ab und wird noch weit unter BILD oder EXPRESS Level verhandelt.
Schade!
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