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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Finnen im Weltall
Offenbar ist das Buch Geschmackssache - und über Geschmack läßt sich ja bekanntlich nicht streiten, deshalb hier nur einfach eine neue positive Stimme. Zuerst mal, an einen Vorrezensenten gerichtet: Ich bin ein Mädchen, und ich finde das Buch grandios! Wenn man nicht durch "Populärmusik aus Vittula" wüßte, daß es Mikael Niemi...
Veröffentlicht am 11. März 2008 von Crebillon

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fäkalpointen im Weltall - eher mäßig
Naja, was Niemi da abgeliefert hat, ist wirklich eher mäßig zu nennen. Abgesehen davon, dass man viele seiner Ideen schon in Douglas Adams' "Anhalter"-Büchern finden konnte, hat das "Loch in der Schwarte" einfach zu wenig zu bieten. Neben dem roten Faden fehlt über weite Strecken auch die Leichtigkeit, die Treffsicherheit bei den Gags und die Konstanz...
Veröffentlicht am 2. Januar 2008 von Roland Mueller


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Finnen im Weltall, 11. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Loch in der Schwarte (Taschenbuch)
Offenbar ist das Buch Geschmackssache - und über Geschmack läßt sich ja bekanntlich nicht streiten, deshalb hier nur einfach eine neue positive Stimme. Zuerst mal, an einen Vorrezensenten gerichtet: Ich bin ein Mädchen, und ich finde das Buch grandios! Wenn man nicht durch "Populärmusik aus Vittula" wüßte, daß es Mikael Niemi wirklich gibt, müßte man denken, daß sich Douglas Adams, Woody Allen, ein paar Monty Pythons und vielleicht noch Aki Kaurismäki oder der frühe Peter Jackson in irgendeiner abgewrackten Bar zusammengesetzt, etwas 187%iges hinter die Binde gekippt und wild drauflos fabuliert haben. Auf so hohem Niveau witzig und geistreich ist das Buch. An manchen Stellen sollten Zartbesaitete vielleicht lieber nichts essen, und eine farbige und klebrige Flüssigkeit im Mund könnte durch einen unwillkürlichen Lachpruster die Wand unfreiwillig verschönern; aber wer den Humor der Genannten überlebt hat, wird auch dieses Buch überstehen und sich hoffentlich bestens amüsieren. Ich hab in der Buchhandlung eine Weile überlegt, weil ich natürlich "Populärmusik aus Vittula" geliebt habe und nicht enttäuscht werden wollte. Aber es wurde ziemlich schnell klar, daß dieses Buch ganz anders ist. GANZ anders. Sehr schräg, sehr sprunghaft, sehr derb - SEHR witzig.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Schweinchen namens Kurt, 15. Januar 2006
Steine sind die wahren Herrscher der Welt. Das weiß nur noch keiner, weil sie sich zur Zeit im Kokonstadium befinden. Wenn sie sich aus dem Kokon befreien, dann werden sie zu Schmetterlingen und übernehmen die Macht. So erzählt es jedenfalls Mikail Niemi in seinem Jetzt bei Random House Audio erschienen Hörbuch „Das Loch in der Schwarte“.
Auch in anderer Beziehung klärt uns der Autor auf und nimmt uns die romantisch verklärten Illusionen des landläufigen Science-Fiction-Romans. Roader werden die einsamen Kapitäne abenteuerlicher Fluggefährte genannt, die sich auf den Weg in unendliche Weiten machen. Doch diese haben nichts mehr mit den von Bruce Willis oder Clint Eastwood verkörperten gestählten, lächelnd dem Tod ins Auge blickenden Ex-Marines zu tun. Die Raumstation der Zukunft füllt sich mit „sehnigen, am ganzen Körper tätowierten Jünglingen; hinkenden Kerlen mit Hemingway Bart; mageren Mädchen mit Pistolenhalfter und Injektionsnarben; stummen Frauenzimmern mit rasierten Schädeln und wegoperierten Brüsten.“ So wie früher die coolen Jungs an ihren Mopeds rummontierten und sie mit Hochlenkern und sonstigem Überflüssigem aufmotzten, so basteln diese Kapitäne des Weltraums an ihren Karren herum und bauen ein, was man dringendst zum Überleben im schwere- und luftlosen All benötigt: „Sie installierten tragbare Gewächshäuser, Trockenduschkabinen, Gravitationskreisel, Videogeräte mit Pornofilmen, Sonnenwindfänger, Chirurgenausstattung für die Eigenoperation mit dazugehörigem Lehrbuch, Feuchtigkeitsabsorbierer…“ Doch das wichtigste Gerät an Bord ist der Spielcomputer, um die Einsamkeit, Isolation und Tristesse der oft monatelangen Reisen ohne Psychose überstehen zu können. Ein Raider, der wider alles Erwarten die Reise überlebte, schrieb einen Bestseller über seinen Survivaltrip mit dem Titel „Ich schaute bei Gott vorbei, doch es war niemand zu Hause“.
Doch nicht nur die Hobby der Menschen in der Zukunft wandelten sich, sondern auch die Wissenschaft machte riesige Fortschritte. So liefert der Wissenschaftler Emanuel Kreuzer den Beweis, dass nicht die Gravitation dafür verantwortlich ist, dass ein Brot immer mit der Butterseite auf dem Boden landet, wenn sie vom Tisch fällt, sondern eine bisher unbekannte negative Energie. Er besorgt sich Hunderte Dunkelkammerphotos eines weltberühmten wissenschaftlichen Labors und siehe da: er findet unsichtbare Partikel, die mit saurer, unangenehmer Energie geladen sind und nennt sie nach dem gierigen Scheidungsanwalt seiner Frau „Kurt“. Eine Häufung dieser Partikel nennt man, wissenschaftlich korrekt, „Pech“.
Douglas Adams Enkel
Den Versuch, witzige Parodien, bissige Persiflagen oder satirische Konterkarierungen auf gängige Science-Fiction-Literatur zu schreiben, haben viele Autoren und Filmemacher unternommen. Seit über 25 Jahren steht „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams unangefochten an der Spitze und weit und breit war kein Thronfolger in Sicht. Mit „Das Loch in der Schwarte“ von Mikail Niemi bekommt das altgediente Werk endlich Gesellschaft. Niemi zieht über alles her, was uns an der Science-Fiction lieb und teuer ist. Dabei reicht sein Repertoire von der winzigen Anspielung über ironische Seitenhiebe und sarkastischem Spott bis zu beißendem Hohn, dem kreisenden Holzhammer oder dem brüllend komischen Schenkelklopfer. Jeder und Alles bekommen ihr Fett weg. Seien es die erfolgsgeilen Wissenschaftler, der Nimbus um die heroischen Astronauten, die er schon mal als „Pissetrinker“ tituliert oder Seitenhiebe auf allgemein bekannte und benutzte Theorien, die jeder im Munde führt aber im Grunde doch keiner versteht wie beispielsweise Einsteins „Relativitätstheorie“.
Der König ist tot – Es lebe der König!
Die Lesung dieses Buches stellt eine echte Herausforderung dar. Soll der Sprecher versuchen, durch extreme Stimmakrobatik noch mehr Witz heraus zu kitzeln wie beispielsweise Dirk Bach bei der Lesung von „Die Stadt der träumenden Bücher“? Gerd Köster geht einen völlig anderen Weg und macht von seinem kabarettistischen Sprachtalent keinen Gebrauch. Er liest ruhig, unprätentiös und mit seiner angenehm vollen und dunklen Stimme Satz für Satz, nur um dann dem völlig unvorbereiteten Hörer eine Pointe nach der anderen um die Ohren zu hauen. Das ist der richtige Ton, den dieses Hörbuch verlangt. Keine Hau-drauf-Komik ist hier gefragt, sondern ein locker-lässiger Konversationston wie er in TV-Duellen zwischen Politikern gepflegt wird. Man sagt etwas Nettes ist dabei aber scharfzüngig, anzüglich und macht gelegentlich sogar boshafte oder mokante Anspielungen. Doch im Gegensatz zu solch einem inszenierten Medienspektakel darf man bei der süffisanten Lesung von Gerd Köster herzlich lachen. Und dazu bietet sich wirklich Gelegenheit genug.
Fazit: Irrsinnig komisch und mit brillanten Pointen und Wortspielen nimmt Mikail Niemi hier alles auf die Schippe, was Science-Fiction Fans lieb und teuer ist. Liebhaber schwarzen Humors und der ganzen Bandbreite satirisch-parodistischer Möglichkeiten kommen hier voll auf die Kosten. Die Fanfarenklänge sind unüberhörbar: Der König ist tot – Es lebe der König.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fäkalpointen im Weltall - eher mäßig, 2. Januar 2008
Von 
Roland Mueller (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Loch in der Schwarte (Gebundene Ausgabe)
Naja, was Niemi da abgeliefert hat, ist wirklich eher mäßig zu nennen. Abgesehen davon, dass man viele seiner Ideen schon in Douglas Adams' "Anhalter"-Büchern finden konnte, hat das "Loch in der Schwarte" einfach zu wenig zu bieten. Neben dem roten Faden fehlt über weite Strecken auch die Leichtigkeit, die Treffsicherheit bei den Gags und die Konstanz im Grundton. Niemi mäandert ziel- und konzeptlos zwischen geschmacklos-derb, witzig-philosophisch und pseudo-technologisch hin und her. Manche der unzusammenhängenden Episoden sind ganz gut gelungen, andere aber enttäuschen völlig und versuchen allzu häufig, mangelnde Ideen durch Fäkalpointen aufzupeppen. Mehr als ein Achselzucken bleibt meist nicht übrig.
Ein besonderes Ärgernis ist aber der Etikettenschwindel, mit dem uns das Buch verkauft werden soll. Mit dem Bestseller "Populärmusik aus Vitulla" hat das hier wirklich gar nichts zu tun. Was das müßig amüsante, extrem abgehobene Weltall-Geschreibsel mit den Menschen in Nordschweden zu tun haben soll, bleibt wohl das Geheimnis der Verlagsleute, die das Loch in der Schwarte frech zum Nachfolger des Erfolgsbuches hochstilisieren.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Science-Fiction-Parodie, 9. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Das Loch in der Schwarte (Gebundene Ausgabe)
Lasst euch nicht vom phantasielos übersetzten Titel abschrecken: dieses Buch ist genial! Vergleichbar mit "Per Anhalter durch die Galaxis" und "Futurama", nur kompromissloser, absurder und voller witziger Ideen zu Wissenschaft, Geschichte und Weltraumfahrt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verrückt, Verrückter...Niemi, 3. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Loch in der Schwarte (Taschenbuch)
So ein Buch brauch ich ab und zu . Absoluter Nonsens. Dieses Buch besticht durch seinen intelligenten Unsinn. Den roten Faden scheint man vergeblich zu suchen und letztendlich ist es auch egal. In einem so verrücktem Buch braucht man dies nicht. Kurzweilig, verwegen und unterhaltsam. Aber danach sollte man dann doch ein 'normales' Buch lesen :-) .
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weckt falsche Erwartungen, 29. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Loch in der Schwarte (Gebundene Ausgabe)
Voller Freude habe ich "Das Loch in der Schwarte" zu lesen begonnen - und mit gemischten Gefühlen habe ich die Lektüre des Buchs beendet.

Niemi ist zweifelsohne auch in seinem neuen Buch ein großartiger Erzähler, seine Ideen sind gleichermaßen genial wie irrwitzig und seine Prosa ist angenehm, lebendig und unterhaltsam zugleich.

Was mich an dem Buch stört ist, dass es keinen roten Faden durch die Geschichten gibt. Da sind zwar einige Geschichten, die sehr nahe beeinander liegen und natürlich steht über allem die Überschrift "Science Fiction", aber es gibt keinen durchgängigen Handlungsstrang, um den herum all die kleinen Geschichtchen erzählt werden.

Ich hatte mir eine Erzählung oder einen Roman erwartet und bekam eine Sammlung an, zugegebenermaßen überdurchschnittlichen, "Science Fiction Kurzgeschichten".
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Schweinchen namens Kurt, 15. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Loch in der Schwarte (Gebundene Ausgabe)
Ein Schweinchen namens Kurt
Steine sind die wahren Herrscher der Welt. Das weiß nur noch keiner, weil sie sich zur Zeit im Kokonstadium befinden. Wenn sie sich aus dem Kokon befreien, dann werden sie zu Schmetterlingen und übernehmen die Macht. So erzählt es jedenfalls Mikail Niemi in seinem Jetzt bei Random House Audio erschienen Hörbuch „Das Loch in der Schwarte“.
Auch in anderer Beziehung klärt uns der Autor auf und nimmt uns die romantisch verklärten Illusionen des landläufigen Science-Fiction-Romans. Roader werden die einsamen Kapitäne abenteuerlicher Fluggefährte genannt, die sich auf den Weg in unendliche Weiten machen. Doch diese haben nichts mehr mit den von Bruce Willis oder Clint Eastwood verkörperten gestählten, lächelnd dem Tod ins Auge blickenden Ex-Marines zu tun. Die Raumstation der Zukunft füllt sich mit „sehnigen, am ganzen Körper tätowierten Jünglingen; hinkenden Kerlen mit Hemingway Bart; mageren Mädchen mit Pistolenhalfter und Injektionsnarben; stummen Frauenzimmern mit rasierten Schädeln und wegoperierten Brüsten.“ So wie früher die coolen Jungs an ihren Mopeds rummontierten und sie mit Hochlenkern und sonstigem Überflüssigem aufmotzten, so basteln diese Kapitäne des Weltraums an ihren Karren herum und bauen ein, was man dringendst zum Überleben im schwere- und luftlosen All benötigt: „Sie installierten tragbare Gewächshäuser, Trockenduschkabinen, Gravitationskreisel, Videogeräte mit Pornofilmen, Sonnenwindfänger, Chirurgenausstattung für die Eigenoperation mit dazugehörigem Lehrbuch, Feuchtigkeitsabsorbierer…“ Doch das wichtigste Gerät an Bord ist der Spielcomputer, um die Einsamkeit, Isolation und Tristesse der oft monatelangen Reisen ohne Psychose überstehen zu können. Ein Raider, der wider alles Erwarten die Reise überlebte, schrieb einen Bestseller über seinen Survivaltrip mit dem Titel „Ich schaute bei Gott vorbei, doch es war niemand zu Hause“.
Doch nicht nur die Hobby der Menschen in der Zukunft wandelten sich, sondern auch die Wissenschaft machte riesige Fortschritte. So liefert der Wissenschaftler Emanuel Kreuzer den Beweis, dass nicht die Gravitation dafür verantwortlich ist, dass ein Brot immer mit der Butterseite auf dem Boden landet, wenn sie vom Tisch fällt, sondern eine bisher unbekannte negative Energie. Er besorgt sich Hunderte Dunkelkammerphotos eines weltberühmten wissenschaftlichen Labors und siehe da: er findet unsichtbare Partikel, die mit saurer, unangenehmer Energie geladen sind und nennt sie nach dem gierigen Scheidungsanwalt seiner Frau „Kurt“. Eine Häufung dieser Partikel nennt man, wissenschaftlich korrekt, „Pech“.
Douglas Adams Enkel
Den Versuch, witzige Parodien, bissige Persiflagen oder satirische Konterkarierungen auf gängige Science-Fiction-Literatur zu schreiben, haben viele Autoren und Filmemacher unternommen. Seit über 25 Jahren steht „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams unangefochten an der Spitze und weit und breit war kein Thronfolger in Sicht. Mit „Das Loch in der Schwarte“ von Mikail Niemi bekommt das altgediente Werk endlich Gesellschaft. Niemi zieht über alles her, was uns an der Science-Fiction lieb und teuer ist. Dabei reicht sein Repertoire von der winzigen Anspielung über ironische Seitenhiebe und sarkastischem Spott bis zu beißendem Hohn, dem kreisenden Holzhammer oder dem brüllend komischen Schenkelklopfer. Jeder und Alles bekommen ihr Fett weg. Seien es die erfolgsgeilen Wissenschaftler, der Nimbus um die heroischen Astronauten, die er schon mal als „Pissetrinker“ tituliert oder Seitenhiebe auf allgemein bekannte und benutzte Theorien, die jeder im Munde führt aber im Grunde doch keiner versteht wie beispielsweise Einsteins „Relativitätstheorie“.
Fazit: Irrsinnig komisch und mit brillanten Pointen und Wortspielen nimmt Mikail Niemi hier alles auf die Schippe, was Science-Fiction Fans lieb und teuer ist. Liebhaber schwarzen Humors und der ganzen Bandbreite satirisch-parodistischer Möglichkeiten kommen hier voll auf die Kosten. Die Fanfarenklänge sind unüberhörbar: Der König ist tot – Es lebe der König.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht genial, nur daneben, 1. März 2006
Von 
Thomas Liehr (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Loch in der Schwarte (Gebundene Ausgabe)
Im Klappentext steht als Zitat: "Es ist anzunehmen, daß Niemi eine Menge Spaß hatte, als er dieses Buch geschrieben hat."
Das mag zwar sein, aber er hat es nicht geschafft, diesen Spaß zu transportieren.
Okay: Niemi hat das wundervolle "Populärmusik aus Vittula" geschrieben, und dafür muß man ihm zeitlebens dankbar sein. Wie schlecht dieser Nachfolger auch immer sein mag, und er ist schlecht - es wird nicht gelingen, den Vittula-Bonus aufzuzehren. Dennoch. Ein ganz so böser Griff ins Klo hätte nicht sein müssen.
"Das Loch in der Schwarte" erzählt vordergründig von der Zukunft, in der die Raumfahrt möglich ist, in der Welten und ihre Bewohner aufeinandertreffen, in der sich unsere Grenzen öffnen über alles vorstellbare hinaus. Zu den Menschen, die sich in die Weiten des Alls begeben, gehören die sogenannten "Roader", mehr oder weniger freiberufliche Raumfahrer. Über deren Leben und Nöte erzählen einige der Episoden dieser Sammlung, andere - die Zusammenstellung hat keine Dramaturgie - wiederum lassen sich über subatomare Teilchen namens "Kurt" aus, die letztlich dafür verantwortlich sind, daß Dinge mißlingen. Ach ja, und dann gibt es noch diese Kneipe mitten im Nichts mit dem Namen "Schwartenloch". Dieser Kneipe ist ebenfalls ein Kapitel gewidmet. Erstaunlich, denn vieles, was es hier und in anderen Abschnitten zu lesen gibt, keinen wir (in nicht-satirischer Form) aus "Star Wars" oder (in satirischer Form) aus "Per Anhalter durch die Galaxis". Keine der Ideen ist neu, aber viele sind bereits wesentlich besser umgesetzt worden. Und auch den hintergründig-andeutenden Humor, den Bezug zur Jetztwelt, den haben andere schon umgesetzt. Um Welten besser in diesem Fall.
Niemi versucht sich in Douglas Adams' Fußstapfen, aber die sind ihm einige Nummern zu groß. Die Satire scheitert an der fehlenden Originalität, an der erzählerischen Beliebigkeit und, vor allem, am Fehlen jedweder Handlung. Schade drum.
Das Buch bei Amazon
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Popel im Schritt...., 28. März 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Loch in der Schwarte (Gebundene Ausgabe)
....sieht aus wie Göring und riecht nach Pferd!
Absolut überbewertet! Hier werden lediglich skurrile Begebenheiten wahllos aneinander gereiht. Es gibt keine Geschichte, kein Ziel, keine Spannung sondern nur die Absicht des Autors etwas zu schreiben was noch nie geschrieben wurde.
Also so was wie: umpraxy ist ein Saft der dich an 54 Orten gleichzeitig sein lässt. Leider aber die Nebenwirkung hat, dass man ständig aus dem Mund furzt. Hahaha...und so geht es das ganze Buch weiter.
Ich habe Populärmusik aus Vittula geliebt, aber diese Buch ist armselig und hat auch nie und nimmer etwas mit Douglas Adams und seinem unvergleichlichem Ideenreichtum zu tun. Sollte dieses Buch der Versuch sein ein zweiter Douglas Adams zu werdenm, dann ist er grandios gescheitert!
Der eine Stern ist lediglich ein Mitleidssternchen.
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5.0 von 5 Sternen Glücksgriff, 9. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Loch in der Schwarte (Taschenbuch)
Das Buch war ein wirklicher Glücksgriff für mich - absolut überraschend, nie langweilig und mit philosophischer Tiefe. Vor diesem Buch kannte ich weder Mikael Niemi noch "Populärmusik aus Vitula" und hatte somit auch keine Erwartungen. Die überzeugendsten Passagen spielten für mich im Diesseits:
"Emanuel" - der die "Kurts" entdeckte und sich fortan erfolgreicher durchs Leben bewegte indem er seine eigenen Ansprüche und Erwartungen senkte und in Demut übte.
"Der letzte Winkel der Zeit" - ein Mann mit einer Stimme im Kopf, es stellt sich heraus, dass er nicht an einer Psychose leidet sondern ein sich in anderen Dimensionen bewegendes Individuum getroffen hat.

Das alles ist unheimlich schön und schräg / zwischendurch auch etwas frivol und eklig - Niemi macht sich lustig über die wissenschaftliche Philosophie und vermenschlicht unser Zukunftsbild.
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Das Loch in der Schwarte
Das Loch in der Schwarte von Mikael Niemi (Gebundene Ausgabe - 11. Januar 2006)
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