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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Löwin in Wort und Bild, 30. April 2011
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Martha Argerich - eine wunderbare Frau - ich mag ihr Klavierspiel sehr gern - aber nicht nur das, sondern die Frau im Ganzen gesehen - ihr Leben und ihre Einstellungen - faszinieren mich.
So möchte ich euch heute die Biografie dieser Frau vorstellen, die im C. Bertelsmann Verlag innerhalb der Edition Elke Heidenreich erschienen ist, von dessen Reihe ich schon einige Bücher rezensiert und logischerweise auch gelesen habe.

Der Untertitel Die Löwin am Klavier" ist echt nicht übertrieben !!!!

Inhalt und Gliederung:
Meine Meinung:
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22 Lebensstationen Martha Argerichs werden in 22 Kapiteln dem Leser erzählt. Und das in einer dichten Handlung, besonderer Sichtweise und herausragender und qualitativ hochwertiger Schreibweise.

Dieses Phänomen einer Frau - eines Menschen, der künstlerisch und menschlich etwas Besonderes und Herausragendes ist - diese Tatsache konnte der Autor im Buch hervorragend rüberbringen.

Man sagt es ist kaum in Worte zu fassen, aber dem Autor ist es in ansprechender und der Person würdiger Weise gelungen. Uns Lesern - die sich für die Person Martha Argerich interessieren - vielleicht ihre Musik mögen und die private Person mit ihrem Charakter und ihrem Leben nicht so genau bzw. überhaupt nicht kannten, können sich nach der Lektüre super in den Menschen hinein versetzen.

Frau Argerich wird super porträtiert und charakterisiert. Man spürt, dass der Autor perfekt und umfassend recherchiert haben muss, um ein so komplexes und umfassend detailliertes Bild dieses Menschen in Worte fassen zu können.

Man ist als Leser fasziniert von der musikalischen Leistung, die diese Person nachweisen kann, aber auch von ihren Charaktereigenschaften, die sie zu etwas Besonderem machen.

Die Faszination dieser Person kommt sehr gut zum Ausdruck und ihre Musik schwingt in den Worten mit. Es hört sich pathetisch an, aber ich kann es nicht anders sagen.

Martha Argerich wird lebendig und die realistische und spannende Schreibweise trägt dazu bei, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Von ihrer Kindheit ausgehend und beginnend, wird ihr Leben aufgerollt und vor dem Leser präsentiert. Eigentlich ist sie sehr scheu gegenüber der Presse, aber der Autor hat es geschafft, dass sie selbst an diesem Buch mitgewirkt hat. So konnte ein realistisches Porträt entstehen. Es werden ihre großen Erfolge gefeiert und erwähnt, aber auch die Rückschläge und Qualen nicht außer Acht gelassen. Beruflich und privat wird alles Interessante, was Martha Argerich ausmacht erzählt. Der Spagat zwischen privatem Leben mit Beziehungen und Familie und einer wahnsinnigen Weltkarriere, die einen Menschen ganz fordert - kommen bestens zum Ausdruck - werden faszinierend und bildhaft dargestellt.

Eindruckvoll, amüsant und ehrlich ist das Leben der Martha Argerich niedergeschrieben und liest sich flüssig, realistisch. Einfach göttlich !!!

Gestaltung:
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Zum Design des Buches gibt es zu sagen, dass es auch wie die anderen Werke aus der Reihe mit einem transparenten Umschlag versehen ist, der das Darunter hier auf der Rückseite preisgibt. (Ein Klavier - wie kann es anders sein !)

Bildmaterial:
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Auch ist zahlreiches Bildmaterial beigefügt, welches Martha Argerich zeigt.

Wer ist Martha Argerich? Kurzer Lebensabriss:
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Sie wurde am 5. Juni 1941 in Buenos Aires, Argentinien geboren.

Bereits mit drei Jahren erhielt Martha Argerich den ersten Unterricht in Buenos Aires bei dem italienisch-argentinischen Pianisten und Klavierpädagogen Vicente Scaramuzza und debütierte 1949 in Buenos Aires mit einem Klavierkonzert. 1955 kam sie mit ihrer Familie nach Europa und setzte ihr Studium in Wien bei Friedrich Gulda fort. 1957 gewann sie den Ersten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb Ferruccio Busoni in Bozen. Mit etwa 20 Jahren geriet sie in eine Lebenskrise, die bewirkte, dass sie sich vollständig aus dem Konzertbetrieb zurückzog. Erst 1964 gelang es u.a. auch durch die Intervention ihres Lehrers Stefan Askenase, dass sie sich wieder der Öffentlichkeit zeigte. 1965 wurde sie durch den Gewinn des 1. Preises beim Chopin-Wettbewerb weltbekannt.
In den letzten Jahren hat sie den Nimbus der Virtuosin, die bei ihren Auftritten enthusiastische Begeisterung hervorruft, etwas abgelegt und tritt zunehmend als Interpretin von Kammermusik in Erscheinung. Sie tritt zudem seit langer Zeit nicht mehr allein im Rahmen eines Klavierabends auf, sondern als Solistin in Klavierkonzerten oder mit anderen Musikern wie etwa Nelson Freire, Gabriela Montero, Gidon Kremer, Mischa Maisky oder ihrer langjährigen Duo-Partnerin Lilya Zilberstein.
Martha Argerich ist sehr engagiert in der Förderung junger Klaviertalente und beteiligt sich häufig als Jurorin bei wichtigen Wettbewerben. So war sie lange Zeit Mitglied der Jury des Chopin-Wettbewerbs, bei dem sie 1980 für Furore sorgte, als Ivo Pogorelich - den sie als Genie bezeichnete - bereits nach der dritten Runde ausschied und sie sich daraufhin aus Protest weigerte, weiterhin der Jury anzugehören.
2005 erhielt sie die renommierte Auszeichnung Praemium Imperiale, den Nobelpreis der Künste".
Im Jahre 2002 entstand unter der Regie von Georges Gachot ein Dokumentarfilm über Martha Argerich.
Martha Argerich ist für ihr temperamentvolles Spiel bekannt. Für Joachim Kaiser gilt sie als die feurigste und virtuoseste Pianistin der Gegenwart, die zum Teil selbst ihr großes Vorbild Vladimir Horowitz in den Schatten stellt. Viele ihrer Interpretationen sind mittlerweile legendär; dazu gehören das 3. Klavierkonzert in d-Moll von Rachmaninow oder das 1. Klavierkonzert in b-Moll von Tschaikowski.
Quelle: amazon.de

Kurze Leseprobe:
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1986 kam Martha nach Paris, um mit Daniel Barenboim Nächte in spanischen Gärten von Manuel de Falla und Totentanz von Franz Liszt zu spielen. Letzterer sollte im Nachhinein wie eine unheilvolle Prophezeiung erscheinen: Am 19. Oktober 1987 verstarb Jacquueline du Pré mit nur zweiundvierzig Jahren. Sie vermachte ihr Stradivarius Dawidow" Yo-Yo Ma und ihr anderes Stradivarius Lynn Harrell, der ihm den Beinamen du Pré" gab. Martha üb ertrug ihre große Liebe zu Stephen Kovacevich auf ihre Tochter Stépphanie, die ihre Sanft mut und Zärtlichkeit ans Licht gebracht hatte ...
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überwältigend: aus dem Füllhorn einer Jahrhundert-Künstlerin, 11. April 2011
Martha Argerich gehört zu den herausragenden Tasten-Genies, von denen es in einem Jahrhundert nur sehr wenige gibt. Am 5. Juni 1941 wurde sie in Buenos Aires geboren, wenige Monate zuvor der weltberühmte Pianist Bruno Leonardo Gelber, und 17 Monate später Daniel Barenboim. Alle 3 die größten argentinischen Pianisten in der Geschichte ihres Heimatlandes. Die Eltern von Martha Argerich waren russisch-jüdischer Herkunft. Mit 5 Jahren kam sie in die extrem harte Schule von Vincenzo Scaramuzza, 1885 in Crotone/Italien geboren. Der Unterricht glich einem Terrorregime, dem sich heute kein Schüler mehr aussetzen würde. Lob erfuhr Martha Argerich kaum. Wenn sie unaufhörlich dieselben Passagen spielen musste und vor Erschöpfung ausrief: "'Ich sterbe!'", erwiderte ihr Meister: '"Dann stirbst Du eben!'" Im Alter von nur 7 Jahren debütierte die junge Künstlerin im Teatro San Martin mit einem Programm, das für ein Kind kaum zu bewältigen ist: Mozarts Klavierkonzert Nr. 20 d-moll KV 466, Beethovens 1. Klavierkonzert C-Dur op. 15 und die Englische Suite Nr. 3 g-moll von J.S. Bach. Mit 11 Jahren spielte sie erstmals Schumanns Klavierkonzert a-moll op. 54 im Teatro Colón. Ständig kamen berühmte Pianisten und Dirigenten nach Südamerika; der wunderbare Chopin-Interpret Stefan Askenase kam im Juli 1953 nach Buenos Aires und sollte später eine wichtige Rolle in Martha Argerichs Karriere spielen. Er bereitete sie für den internationalen Chopin-Wettbewerb 1965 vor, den sie bravouröse gewann. 1955 wurde sie in Wien die einzige Schülerin des Pianisten Friedrich Gulda (1930 bis ' 2000). 1957 gewann sie erste Preise beim Busoni-Wettbewerb in Bozen und beim Concours International in Genf, wenig später gab sie in Hamburg ihr Europa-Debüt, wo ich sie zum ersten Mal erlebte. Die Deutsche Grammophon bot ihr spontan einen Exklusivvertrag an. Martha Argerich besaß die Fähigkeiten die schwierigsten Klavierkonzerte im Schlaf auswendig zu lernen, man nennt diese übermenschliche Gedächtnisfähigkeit "'total recall'". Das Privatleben von Martha Argerich ist eine Dauerserie von Leidenschaften & Leid. 3 Töchter von 3 verschiedenen Vätern, ihre erste Tochter Lyda kommt im März 1964 in Genf zur Welt, genau 1 Jahr vor dem großen Chopin-Wettbewerb in Warschau. In München wollte sie einen Probelauf machen und wurde von Joachim Kaiser, dem bis heute berüchtigten Musikkritiker der Süddeutschen Zeitung völlig zerrissen. Die 23-jährige Künstlerin war am Boden zerstört. Der kometenhafte Aufstieg der Pianistin war nicht mehr aufzuhalten. Weltweite Tournéen und ein genial-chaotisches Privatleben. Sie sagte oft Konzerte ab, aber wenn sie auftrat, waren es immer Sternstunden, die man nie vergessen wird. 1997 überwindet sie eine nahezu finale Krebserkrankung, wird von einem Chirurgen in Los Angeles (Honorar 70.000.- US-Dollar) erfolgreich operiert. Ihr Haus ist ständig mit Freunden belebt. Die Nacht ist ihre Hauptarbeitszeit ' über Tag schläft sie bis zum frühen Nachmittag. Pünktlich zu ihrem 70. Geburtstag hat der berühmte russische Komponist Rodion Schtschedrin (in Moskau und München zu Hause) ein in der Musikgeschichte einmaliges Konzert für Klavier, Cello und Orchester geschrieben, das Martha Argerich im Jahr 2011 zusammen mit Mischa Maisky in Lugano, Genf, Zürich, Luzern, Baden-Baden, Wien Paris, London, Ferrara und Bologna aufführt.
Der einfühlsame Biograph Olivier Bellamy schreibt am Ende dieses bewegenden Buches: "'Musik hat die Macht, die Zeit anzuhalten. Sie eröffnet eine andere Dimension, in der das Bewusstsein von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ausgelöscht ist. Indem sie selbst Kind blieb, hat die Pianistin sich die Freiheit bewahrt, auf Entdeckungsreise zu gehen, stets mit dem Blick nach vorn und sämtliche Fallen meidend. In die die Nostalgie, die Eitelkeit oder der Wunsch nach Besitzstand uns so leicht tappen lassen. Denn fernab davon, sich ihr eigenes Denkmal zu errichten, wird Martha Argerich bis zu ihrem letzten Atemzug ein einziges Motto haben: Leben und leben lassen!'"

Roland R. Ropers
Religionsphilosoph & Publizist
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bellamy zeigt die gar nicht immer so starke Löwin, 19. April 2011
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Auf 22 Erzählstationen lädt der französische Korrespondent Olivier Bellamy Fans und neugierig gewordene Leser ein das Leben der Martha Argerich kennenzulernen.

Ganz zweifelsfrei ist sie eine der ganz Großen der Musikszene, aber der Autor hat auch das Mädchen und die Frau Martha Argerich in seinem Buch im Blick. So schildert der Autor im Kapitel "Buenos Aires: Kindergarten" die schweren verwandtschaftlichen Verhältnisse, auch psychichen Krankheiten, die es in der Verwandtschaft der Künstlerin gibt. 1944 betritt Martha zum ersten Mal ihren Kindergarten und lernt dort zufällig die Welt des Klaviers kennen. Die Leiterin ist eine Kunstfreundin, die es ermöglicht, dass das Klavier jeden Mittag zur Siesta erklingen kann.

Auch wenn natürlich die musikalische Seite der Argerich im Vordergrund des Buches steht, haben mich doch beim Lesen die Einblicke in ihr Privatleben zutiefst beeindruckt. Zu vieles in ihrem Leben verlief wider dem Verstand, deshalb ist es gerade bei dieser Künstlerin so wichtig nach ihrer Herkunft und ihrem Leben zu schauen, um ihre Musik zu verstehen. Ihr Agent hat einmal gesagt: "Martha hat alles dafür getan, ihre Karriere zu ruinieren, aber es ist ihr nie gelungen." Spricht dieses Zitat nicht Bände? Die Frau die so oft schockierte, die es sich sogar leisten konnte eine Einladung der Wiener Philharmoniker auszuschlagen, wurde dennoch ein Weltstar.

Dieses Buch erschien nun zu ihrem 70. Geburtstag, den sie am 5. Juni 2011 feiern wird. Olivier Bellamy hat ihr ein wunderbares literarisches Denkmal gesetzt, das Martha Argerich in all ihrer Widersprüchlichkeit zeigt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grossfamilie, 30. Mai 2011
Über den Inhalt dieses Buches gibt es bereits ausführliche Darstellungen,die hier nicht wiederholt werden müssen.

Die Argerich wird siebzig Jahre, in wenigen Tagen. Eine Karriere über Jahrzehnte,mit vielen Brüchen, wie im Buch nun dokumentiert wird.

Der Preis für ein Leben aus der Spontaneität ist, dass es rauf und runter geht. Begleiter werden zu Partnern, trennen sich wieder,es gibt Dramen erheblichen Ausmaßes.

Eine schwere,lebensbedrohliche Krankheit kommt hinzu.

Und dennoch-live, und durch die regelmässigen Veröffentlichungen, etwa des wunderbaren Festivals von Frau Argerich, in Lugano, zeigt sich, dass die pianistische Kraft nicht vergangen ist.

Bellamy zeigt ihr äußerst bewegtes Leben auf. Dadurch wird aber das Phänomen der Argerich eigentlich nur noch rätselhafter. In der Musik zerfasert sie sich keinesfalls,auch wenn ihr Leben oftmals genau diesen Eindruck macht, sei es nun in Genf,in brüssel oder anderswo. Ihre Interpretationen sind voller Energie, aber unter Beachtung vorgegebener Strukturen. Sie ist kein Pogorelich. Wie man aus einem solchen Leben in eine solche Haltung zur Musik findet, ist schon rätselhaft.

Weniger rätselhaft, dass sich ihr Leben in einer Großfamilie abspielt. Das Festival in Lugano zeigt deutlich die Familienmitglieder, die Capucons,Frau Zilberstein,ehemalige Partner, ein eigenes Kind,gut befreundete Familien, Margulis etwa. Immer spielen sie zusammen herrliche Kammermusik,immer wieder neue Stücke. Da ist Leben und Musizieren kongruent.

Autorisierte Biographie bedeutet, dass die vielen, ja auch sehr persönlichen Informationen von der Pianistin gebilligt werden ( unterstellt, sie hat diese zur Kenntnis genommen und nicht,wie einem ihrer Kinder,nicht zuhörend, eine ganz schlechte Note belobigt).

Kleine Ungereimtheiten sollten bei einer Neuauflage bereinigt werden. Kremer ist Violinist und kein Cellist ( S. 217).

Allerdings würde wahrscheinlich auch eine weitere Auflage das Rätsel Argerich beschreiben,aber nicht komplett auflösen können. Oder glaubt man, dann erklären zu können, warum eine Pianistin, der am Klavier alles zur Verfügung steht, Angst vor dem fünften Beethovenkonzert hat? Wo sie doch mehrfach bei Beethoven bewiesen hat, dass sie auch diesen Komponisten fulminant wiedergeben kann( wer hätte je besser den Klavierpart der Kreutzersonate gespielt?).

Zum Cover möchte ich schreiben,was auch zu einigen CD-Veröffentlichungen zu schreiben ist, die nun zum siebzigsten auf den Markt kommen. Sie selbst zeigt sich längst ( Bellamy weist darauf hin, S. 269) in dem Alter, in dem sie ist. Dann sollte die Werbung dies auch beachten und nicht ein Cover wählen, das Jahrzehnte alt ist. Respekt sieht anders aus. Die Frau wird siebzig.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erste, autorisierte Biographie über die Pianistin, 23. Juni 2011
Ein 'Kraftwerk der Gefühle'. Der 'argentinische Wirbelsturm'. Die 'Löwin am Klavier'.
Alle diese Beinamen für Martha Argerich, argentinische Pianistin von Weltruf, drücken eines vor allem auf. Dass die Künstlerin den Tasten die großen Leidenschaften entlockt, dass sie mit Leib und Seele in der Musik und der Darbietung, nicht nur technisch, sondern auch emotional aufgeht.

Eine Lebenskraft und Lebenshaltung, die Oliver Bellamy durchaus in seiner Biographie zu transportieren versteht. Vor allem, in dem er, autorisiert durch die Pianistin, Einblick gibt in das 'Dahinter' der Auftritte und Studioarbeit. In die Akribie, die Lust am Spiel, aber auch die Selbstzweifel und das Lampenfieber Martha Argerichs, die für jene innere Spannung und Reibung sorgen, die bei den Auftritten dann deutlich spürbar im Raume steht.

Eine Umsetzung der Musik, für die Martha Argerich von klein auf an vorbereitet worden ist. Talentiert, im brodelnden Buenos Aires aufgewachsen, schon früh in der Klavierausbildung befangen. Detailliert folgt Bellamy den Spuren des Kindes und der heranwachsenden Ausnahmeerscheinung und verschweigt dabei nicht die, von Argerich selbst ebenso benannten, Schattenseiten eines solch ganz besondern Lebensweges. Dass die praktischen Seiten des Lebens, auch der soziale Umgang, wenig eingeübt und wenig erfahren wurde. Ein Mangel, der sich vor allem im intimen Privatleben der Künstlerin schwierig zeigte. Neben den künstlerischen Erfolgen und der Anerkennung des Publikums stehen hier dann eben auch eine Reihe persönlich schmerzlicher Niederlagen, die Bellamy anführt. Nicht boulevardesk, sondern immer im Blick auf die Gesamtzeichnung der Person anführt.

Chronologisch und geographisch geht Bellamy dabei vor. Beginnt im Kindergarten in Buenos Aires, zeigt den Einfluss Friedrich Guldas auf, der schon früh in der Karriere der Argerich mit ihr in Wien gemeinsam arbeitete, beschreibt die ersten Schritte in Europa mitsamt der ersten Plattenaufnahme (übrigens in Deutschland hergestellt) und folgt so dem erfolgreichen Weg der Pianistin durch die Welt. Ein Weg, den Bellamy ebenso bereits äußerlich kenntlich macht, indem er die Kapitel mit meist Städtenamen und einigen Ländernamen überschreibt, somit die Biographie der Martha Argerich nicht nur chronologisch, sondern auch geographisch in ihrem Inneren festzurrt. Stationen, die auch die Krebserkrankung der Künstlerin nicht auslassen und diese unprätentiös und eher sachlich in diesen Lebenslauf mit einreiht.

So entsteht auf 270 Seiten ein äußeres und inneres Bild einer bewegenden Künstlerin, die Zeit ihrs Lebens es verstanden hat, Kind zu bleiben und damit auf einer Entdeckungsreise des Lebens zu bleiben. Eine Entdeckungsreise voller Emotionen, Selbstzweifel, Lampenfieber, persönlichen Niederlagen und neuen Angängen, welches immer und überall Musik begreift als eine universale Sprache der Emotionen, in denen die Person ganz aufgehen kann und muss, wenn es ernsthaft betrieben werden soll.

Ein kleiner Bildteil in der Mitte des Buches sowie ein Überblick über die Diskografie und das Leben der Künstlerin ergänzen den Textteil.

Wer sich mit dem Leben der Pianistin beschäftigt, aber auch, wer die leidenschaftliche Kraft der Musik zu entdecken gedenkt oder von dieser fasziniert ist, ist mit dieser Biographie bestens bedient.
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5.0 von 5 Sternen Tolle Biographie!, 12. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Martha Argerich: Die Löwin am Klavier (Taschenbuch)
Martha Argerich hat mich schon seit längerem fasziniert. Die hier erschienene Biographie von Olivier Bellamy gibt einen unglaublich detaillierten Einblick in das Leben der großartigen Pianistin, und man will das Buch von Kapitel zu Kapitel verschlingen.
Es ist in keinster Weise der Hauch von Langweile oder sprödem "Herunterrattern" von Zahlen, Daten oder Fakten zu spüren; im Gegenteil: der "Lebensablauf" orientiert sich kapitelweise an örtlichen, für Martha Argerich entscheidenen Stationen, gespickt mit interessanten Anekdoten und zahlreichen Weggefährten.
Fazit: absolut lesenswert!!
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5.0 von 5 Sternen Bewertung zu:Martha Argerich:Die Löwin am Klavier, 14. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Martha Argerich: Die Löwin am Klavier (Taschenbuch)
Ich hatte bis jetzt noch keine Gelegenheit mich mit Marta Argerich zu beschäftigen.Aber von dem,was ich bis jetzt gehört und gelesen habe bin ich schon begeistert.
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5.0 von 5 Sternen Alles gut, 12. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte im Fernsehen den Film "Bloody daughter" über Martha Argerich gesehen und deshalb dieses Buch gekauft.Es kam pünktlich und hat alle meine Erwartungen erfüllt.Ein spannendes Leben einer großen Künstlerin.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überwältigend, 10. Dezember 2011
ist diese Frau, einfach unvergleichbar.
Und so auch ihre Geschichte. Es ist wichtig sie in ihrer ganzen Dialektik zu zeigen, denn um ihre Person sind zu viele Missverständnisse entstanden. Nein, eine Diva ist sie nicht. Sie ist sie selbst.
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Martha Argerich: Die Löwin am Klavier
Martha Argerich: Die Löwin am Klavier von Olivier Bellamy (Taschenbuch - 14. Januar 2013)
EUR 9,99
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