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5.0 von 5 Sternen Wie eine Oper mit einem starken Bühnenbild
"Die Wahrheit über Marie", der schmale Roma des belgischen Schriftstellers Jean-Philippe Toussaint ist eigentlich der dritte Teil einer Liebesgeschichte zwischen dem Ich-Erzähler und dieser Marie. Man kann ihn losgelöst von den anderen Romanen lesen, denn auch in diesem, mit viel schwungvollem und überbordenem Spaß am Spiel mit Stringenz und...
Vor 12 Monaten von Carl-heinrich Bock veröffentlicht

versus
8 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Dieses seltene Gefühl !!!
Nach einer euphorischen Buchbesprechung von Elke Heidenreich , dachte ich mir da kann ja nichts mehr schief gehen und bestellte. Der Schreck war groß, als ich auf der Rückseite eine Rezension der Zeitschrift ELLE vorfand (...,weil man dieses seltene Gefühl empfindet, solch ein Buch noch nie gelesen zu haben.) - aber das sind nun einmal die Schattenseiten...
Veröffentlicht am 1. März 2011 von Armin Haghirian


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5.0 von 5 Sternen Wie eine Oper mit einem starken Bühnenbild, 1. Januar 2014
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über Marie (Gebundene Ausgabe)
"Die Wahrheit über Marie", der schmale Roma des belgischen Schriftstellers Jean-Philippe Toussaint ist eigentlich der dritte Teil einer Liebesgeschichte zwischen dem Ich-Erzähler und dieser Marie. Man kann ihn losgelöst von den anderen Romanen lesen, denn auch in diesem, mit viel schwungvollem und überbordenem Spaß am Spiel mit Stringenz und Laszivität, bleibt Marie am Schluss ein Mysterium. Mit großer Spielfreude schildert der Autor, in einer nicht herkömmlichen Liebesgeschichte mit sich eigentlich häufig widersprechenden Handlungssträngen, von seiner Muse Marie. In dieser Geschichte vom Suchen, Verfehlen, Begehren und finalem Finden erleben wir den Marie Anbetenden, wie in einem Kokon seiner Träume, in Einsamkeit und großer Berührungsarmut die in dem ganzen Roman eigentlich nie durchbrochen wird. Der leicht verschachtelte Plot ist dekoriert mit brillant beschriebenen Orten und Gegenständen, dem Wetter und allerlei schillernden Stimmungsvarianten.

Dieses wahrhaft große Literaturszenario spielt an drei unterschiedlichen Orten und immer versteht es der Autor überall ganz große Bilder zu entwerfen. Nicht der Ich-Erzähler, der mit Marie seit Jahren schicksalhaft verbunden ist, sondern ein reicher Pferdebesitzer, den Marie in Tokio kennengelernt hat, verbringt mit ihr eine heiße Liebesnacht in Paris. Der Ich-Erzähler wohnt seit der Trennung von Marie nur ein paar Straßen weiter und so wundert es nicht, dass er, nachdem der Pferdebesitzer nach einem Herzinfarkt stirbt und von Rettungssanitätern abtransportiert wurde, seinen Auftritt hat. Er füllt die Lücke aus die der plötzlich Verstorbene hinterlassen hat und so nimmt die Liebesgeschichte schnell wieder Fahrt auf.

Die Liaison zwischen dem reichen Pferdebesitzer und der Modeschöpferin Marie wird nun zunächst rückblickend noch einmal aufgerollt. Zahir, eines seiner extrem teuren Rennpferde ist in einen Skandal verwickelt und muss unverzüglich außer Landes geschafft werden und ebenso müssen Marie und der Pferdenarr Tokio fluchtartig verlassen. Auf dem regenassen, dunklen Flughafen von Tokio kommt es zu ungeheuer dramatischen, spannungsreichen Szenen. Das Pferd befreit sich und rennt in wildem Galopp über das Flugfeld. Japaner, die es einfangen wollen werden schwer verletzt. Der ganze Flugbetrieb ist lahmgelegt. Viel Slapstick in dieser Szenerie in der sicherlich Diktion über inhaltliche Substanz obsiegt.

Und dann im dritten Teil, die scheinbar unvermeidliche, prädeterminierte Wiederbegegnung Maries mit dem Ich-Erzähler auf Elba, wo beide Urlaub machen. Es kommt zur Versöhnung, wobei es der Autor offen lässt, ob die beiden sich wirklich ernsthaft getrennt hatten. Viel Zärtlichkeit, große Berührungsängste, tolle sprachliche Konstrukte und dann ein großes Flammenmeer und anschließend die Flucht im Auto. Große, empfindungsvolle, schwärmerische kompakte Bilder, eine zarte, wie in eine durchsichtige Folie verpackte Liebesgeschichte. Ein Roman den ich aus den unterschiedlichsten Gründen in toto empfehlen kann.
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8 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Dieses seltene Gefühl !!!, 1. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über Marie (Gebundene Ausgabe)
Nach einer euphorischen Buchbesprechung von Elke Heidenreich , dachte ich mir da kann ja nichts mehr schief gehen und bestellte. Der Schreck war groß, als ich auf der Rückseite eine Rezension der Zeitschrift ELLE vorfand (...,weil man dieses seltene Gefühl empfindet, solch ein Buch noch nie gelesen zu haben.) - aber das sind nun einmal die Schattenseiten einer Internetbestellung.
In diesem Buch steht die Frau Marie in ihrer Hektik splitterfasernackt vor den gerufenen Notfallärzten, macht nie (!) irgendetwas zu, sammelt in Tokio " einen Haufen von Taschen und Tüten aller Größen " an und weiß natürlich auch bei der Flughafenkontrolle nicht wo ihr Pass ist, obwohl es der befreundete Pferdezüchter aus geschäflichen Gründen gerade so eilig hat. Nach dessen plötzlichen Schlaganfall fliegt sie nach Elba zum verwahrlosten Haus des ebenso verstorbenen Vaters, bringt dieses in Jamie Oliver Manier mal wieder in Schuss und schaut dann mal bei ihren "geliebten" Pferden auf der Nachbarkoppel vorbei. Unnütz zu erwähnen das Marie unter ihrem T-Shirt klarerweise nackt ist. Erzählt wird dies alles von Maries Freund, mit welchen sie - nach einer der üblichen Feuersbrünste auf Elba - zum Schluß wieder im Bett landet. Aber lassen wir doch diesen Hobbyanalytiker selber zu Wort kommen: "Ich täuschte mich vielleicht manchmal in Jean-Christophe de G.(der Pferdezüchter) niemals aber in Marie, ich wusste in allen Situationen, wie Marie sich verhielt, ich wusste, wie Marie reagierte, ich kannte Marie auf eine bestimmte instinktive Weise, ich besaß von ihr ein naturgegebenes inneres Wissen, ich besaß das absolute Verstehen: Ich wußte die Wahrheit über Marie." Auf dem Klappentext erfährt man, das es noch zwei weitere Bücher über die "unmögliche" Liebe zwischen unserer Marie und dem Erzähler gibt, aber ich glaube dafür ist unser Leseleben zu kurz.
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Die Wahrheit über Marie: Roman
Die Wahrheit über Marie: Roman von Jean-Philippe Toussaint (Taschenbuch - 10. September 2012)
EUR 8,99
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