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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 7. September 2013
Der erste Band Wer im Trüben fischt um die Radioreporterin Emma Vanderwehr hat mir sehr gut gefallen und so bin ich mit entsprechenden Erwartungen an das Buch herangegangen und ich wurde nicht enttäuscht. Vor allem hat mir das Thema des Krimis gefallen: Das Mordopfer war Mitglied in einer rechtsextremen Partei und so muss sich Emma in dieses Mileu begeben, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Und was sie dort erlebt ist erschreckend, doch das liegt vor allem an Lanfermanns Schreibstil. Ihr ist es gelungen die Brutaliät der Rechtsextremen und die Szene an sich so plastisch darzustellen, dass ich daheim auf dem Sofa regelrechte Angst verspürte, gleich eins auf die Mütze zu bekommen. Die Atmosphäre dieses Buches finde ich daher äußerst gelungen. Auch das Zusammenspiel mit Kommissar Blume, der aus bestimmten Gründen eine etwas eigene Art hat mit diesem Fall umzugehen, ist hier herrlich verzwickt. Auch die Beziehung der beiden Protagonisten entwickelt sich sehr interessant und hat ein Ende, bei dem ich nun unbedingt wissen möchte, was nun daraus wird. Das Buch las sich somit praktisch von selbst, dennoch finde ich hätte es an der einen oder anderen Stelle noch etwas straffer erzählt werden können. Dafür war das Finale sehr spannend und der Ausgang alles andere als vorhersehbar, was mir sehr gut gefallen hat.
Ähnlich wie im ersten Band baut sich die Geschichte spannend auf, da der Leser durch einige Einschübe von anderen Personen Andeutungen bekommen hat, die Emma natürlich nicht hatte. Lanfermann hat erneut geschickt kleine Beschreibungen berliner Örtlichkeiten einfließen lassen, sodass die Sadt vor den Augen des Lesers entstanden ist ohne zu regionallastig zu sein.
Ich würde raten, dieses Buch wirklich erst nach dem Serienauftakt Wer im Trüben fischt zu lesen, da die Kenntnis der Charaktere – vor allem bei den Protagonisten – vorausgesetzt wird.

Fazit: Wer ohne Liebe ist ist meiner Meinung nach ein wirklich sehr gelungener spannender Krimi mit einer engagierten, selbstbewussten Rundfunkjournalistin als Hauptcharakter, die es hier mit einem äußerst brisanten Thema zu tun bekommt. Und gerade der Rechtsradikalismus gibt diesem Buch durch die Brisans und Aktualität eine besondere Würze. Lanfermann hat im Gegensatz zum Serienauftakt noch eine Schippe draufgelegt. Allerdings hätten manche Szenen noch ein wenig Straffung vertragen können. Alles in allem eine Serie, von der ich liebend gern noch viel mehr lesen möchte!
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Der Klappentext verrät schon genug vom Inhalt um es interessant zu machen, was er nicht vermittelt ist die Atmosphäre des Buches, die meiner Meinung nach etwas ganz besonderes ist.
Das Buch lebt von vielen verschieden Menschen, deren Wichtigkeit nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist, erst zum überraschenden Ende als alle Fäden zusammenlaufen hat der Leser einen klaren Blick auf die logischen Zusammenhänge. Wichtiger als der Mord, es sei mir verziehen, fand ich , dass die Autorin es geschafft hat mich zum Nachdenken anzuregen, darüber wie aktuell das Thema Rechtsradikalismus immer noch ist und was ich tun würde, würde eine rechte Gruppierung in meiner Nachbarschaft agieren, würde ich mich hinter der Gardine verstecken oder Stopp rufen, welche Beweggründe haben die Menschen sich solchen Gruppen anzuschließen und was kann man tun um dies zu verhindern, nicht nur von Seiten der Politik sondern auch im Kleinen, auch etwas darüber zu erfahren wie Rechtsradikale arbeiten um andere in ihren Bann zu ziehen war sehr interessant.
Ich vergebe gern eine absolute Leseempfehlung
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am 19. September 2013
Der beliebte Grundschullehrer Lukas Brinkmann wird brutal ermordet in seiner Zehlendorfer Wohnung gefunden. Während Polizist Edgar Blume die Ermittlungen in dem Mordfall aufnimmt, kümmert sich Reporterin Emma Vonderwehr für den Radiosender „Berlin Direkt“ um die Information der Bevölkerung. Einige Zeit vor dem Mord an dem Lehrer gab es schon einen Todesfall eines Teenagers. Die beiden Fälle hängen irgendwie zusammen, aber wie?
Im Zuge der Nachforschungen stellt sich heraus, dass Lukas Brinkmann ein wichtiges Mitglied der Rechten Szene war, die vom Verfassungsschutz schon seit Längerem beobachtet wird, weil man stichhaltige Beweise für ein Parteiverbot sucht. Während sich Blume mit den Politikern und den verdeckten Informanten herumschlägt, bringt Emma sich immer mehr durch ihre eigenen Ermittlungen in Gefahr und steht schon bald im Visier der Rechten Szene. Bei ihren Recherchen stößt sie auf einen alten Fall aus dem Jahr 1987, der auf einmal wieder ganz aktuell wird.
Mechthild Lanfermann ist mit ihrem zweiten Buch „Wer ohne Liebe ist“ um die Reporterin Emma Vonderwehr und Edgar Blume ein guter Nachfolger zu Band 1 gelungen. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Spannung baut sich langsam, aber stetig, auf und findet in einem großen überraschenden Finale ihren Abschluss. Der Charakter von Emma ist eigenbröt-lerisch, einsam, stur, clever, aber auch liebenswert, manchmal anlehnungsbedürftig. Blume ist ebenfalls ein spezieller Typ, manchmal sympathisch, aber auch zerrissen durch seine Beziehung zu seiner Ex-Frau und dem gemeinsamen Sohn auf der einen Seite und seiner Liebesbeziehung zu Emma Vonderwehr auf der anderen. Beide Protagonisten sind allerdings so angelegt, dass sie schon allein durch ihre einzigartigen Charaktere unvergesslich sind.
Die Geschichte besteht aus mehreren Handlungssträngen, die erst parallel laufen, am Ende aber sehr gekonnt miteinander verknüpft werden, so dass keine Fragen offen bleiben. Das Storyende birgt trotzdem ein überraschendes Finale als würdigen Schlusspunkt.
Mechthild Lanfermann ist ein atmosphärischer und gesellschaftskritischer Krimi zu einem sehr schwierigen Thema gelungen. Fans von Elizabeth Herrmann werden hier voll auf ihre Kosten kommen! Besonders spannend und sehr lesenswert.
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Der Grundschullehrer Lukas Brinkmann wird in seiner Wohnung ermordet aufgefunden. Emma Vonderwehr erfährt bei ihrer Recherche Unglaubliches: Brinkmann war Mitglied der rechten Szene und konnte trotzdem an einer Grundschule unterrichten. Doch damit nicht genug: was hat die DDR-Vergangenheit des Opfers damit zu tun? Auch Privat läuft es nicht gut für Emma: Stress bei ihrem Radiosender und Edgar Blume, der ebenfalls in diesem Fall ermittelt, geht auf Abstand und nähert sich seiner Frau wieder an. Emma sitzt zwischen allen Stühlen. Bei ihren Ermittlungen lernt sie August kennen und erhält einen Einblick in die rechte Szene von Brandenburg.

Der zweite Roman um Reporterin Emma und Kommissar Edgar Blume. Bereits erschienen: "Wer im trüben fischt", 2012.

Als jemand, der den ersten Roman um Emma und Edgar Blume nicht kennt, würde ich empfehlen "Wer im trüben fischt" zuerst zu lesen. Beim Lesen dieses Buches hatte ich das Gefühl, dass mir viele Kleingikeiten aus dem Leben der beiden fehlen, auch wenn es kurze Rückblicke in "Wer ohne Liebe ist" gibt.

Bedrückend ist die Stimmung im Buch. Das Leben auf dem Brandenburger Land im Einflussbereich der rechten Szene wurde meiner Meinung nach gut erzählt und getroffen. Diese Stellen empfand ich als besonders beklemmend und intensiv.
Das Buch lässt sich insgesamt sehr flott und flüssig weglesen. Zum Ende hin entwickelt es sich sogar zum Pageturner, weil man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen.
Leider sind mir sowohl Emma als auch Edgar Blume nicht so nahe gekommen, wie ich es mir gewünscht hätte. Ihre privaten Verwicklungen empfand ich ein klein wenig störend, den Mordfall betreffend. Auch Emmas Arbeit als Reporterin für den Radiosender empfand ich zum Teil als ein wenig verwirrend. Zwar war es interessant soviel Hintergrundwissen zu erfahren, aber so ganz bin ich nicht durch die Verwicklungen und Beziehungen durchgestiegen und speziell ihre beste Freundin Bente hat bei mir einen nicht so guten Eindruck hinterlassen.

Ein solider Krimi in der Berliner/Brandenburger Neonazi-Szene. Mir hat es gefallen und ich kann es weiterempfehlen. Allerdings würde ich den ersten Teil zu erst lesen.
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TOP 500 REZENSENTam 15. September 2013
Mit "Wer ohne Liebe ist" hat die Autorin Mechthild Lanfermann den zweiten Teil ihrer Krimiserie um die Journalistin Emma Vonderwehr und den Ermittler Edgar Blume veröffentlicht. Die Serie spielt in Berlin, wohin es Emma nach einem Skandal in ihrer Heimat Bremen verschlagen hat, hat aber mit herkömmlichen Regionalkrimis nichts zu tun - weder betulicher Humor noch Lokalkolorit - sei es im positiven oder in negativen Sinn - finden hier Platz.

Emma ist eine unbequeme Journalistin, die sich gern der Wahrheit stellt, bis ins Detail rechercheriert und auch schwierigen Interviews bzw. solchen mit unangenehmen Gesprächspartnern nicht aus dem Weg geht. Auch sie selbst ist ein Charakter mit Ecken und Kanten, genau wie auch ihre Beziehung zu Edgar Blume - auch er ein Typ mit Ecken und Kanten.

In vorliegendem Fall führt der Tod eines jungen Lehrers schnell und zunächst überraschend ins Milieu der brandenburgischen Neonazis und ist untrennbar mit der Vergangenheit - den 1980er Jahren, der Zeit vor dem Mauerfall also, verbunden. Der Leser sollte durchaus eine gewisse Nervenstärke aufweisen, denn die Anzahl an unangenehmen Figuren und unerfreulichen Begegnungen ist in diesem Roman nicht gerade gering - dafür aber realistisch und stilistisch gut dargestellt.

Ein ungewöhnlicher Krimi mit Protagonisten, die man so schnell nicht vergisst: genauso sollte es aus meiner Sicht sein, wenn man eine Krimireihe aufbaut, die lange in den Regalen der Buchhandlungen zu finden sein soll. Allerdings nichts für Leser, die durchweg sympathische Protagonisten mögen, mit denen man sich in jeder Situation identifizieren kann - das ist hier mit Sicherheit nicht so. Für mich ist dieser Faktor unwesentlich, deswegen ist die Reihe aus meiner Sicht ein großer Gewinn für die deutsche Krimilandschaft - ich werde Emma Vonderwehr auf jeden Fall treu bleiben und hoffe auf viele weitere Bände mit ihr!

In Qualität, Thematik und Anspruch möchte ich die Krimis von Mechthild Lanfermann auf eine Stufe mit denen von Elisabeth Herrmann, Nele Neuhaus und Jan Seghers stellen - ernsthafte Krimis also mit einem Anspruch auf Gesellschaftskritik. Auch den internationalen Vergleich bspw. mit der Norwegerin Anne Holt braucht sie nicht zu scheuen. Wer also einen richtig guten und spannenden deutschen Krimi lesen will, in dem auch gesellschaftliche Mißstände angesprochen werden, der greife zu diesem Buch.
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am 11. September 2013
In dem zweiten Fall um die Berliner Radioreporterin Emma Vonderwehr geht es um den Mord an dem Grundschullehrer Lukas Brinkmann. Sie findet heraus, dass dieser in der rechten Szene aktiv war und beginnt im brandenburgischen Heimatort des Ermordeten zu ermitteln. Dabei gerät sie in die Kreise der rechten Liga. Sie lernt verschiedene Anhänger dieser Szene kennen, was sich als nicht ganz ungefährlich herausstellt. Zudem stößt sie auf ein weiteres Todesopfer, welches aus dem gleichen Ort wie Lukas stammte. Gibt es einen Zusammenhang zu dem Mord an Lukas Brinkmann? Auch Emmas Freund Edgar Blume ist als Komissar an dem Fall beteiligt. Sowohl Emma als auch Edgar besitzen Informationen, die der andere jeweils nicht hat...

Die ersten paar Seiten empfand ich als etwas holprig. Es werden die Protagonisten vorgestellt, was mich am Anfang etwas mental gefordert hat, aber dann ging es wiederum auch ganz schnell und ich war in der Geschichte drin. Danach habe ich meinen Lesefluss jeweils nur ungern unterbrochen.
Da das Cover des Buches mich in seiner Aufmachung nur mäßig angesprochen hat, habe ich keine allzu großen Erwartungen an den Roman gehabt. Um so mehr war ich dann überrascht, wie sehr mich die Geschichte dann doch gefesselt hat.
Die Autorin schafft es immer wieder aufs Neue Spannung aufzubauen. Und das oft ohne viele Worte zu verwenden. Die Kapitel sind vergleichsweise kurz gehalten und manchmal wird dann ein Kapitel mit einer Länge von vielleicht zwei Seiten eingespeist auf denen eine Person beschrieben wird, von der mehr man noch nicht genau weiß welche Rolle diese später in dem Roman einnehmen wird. Der Leser fragt sich nebenbei also unterbewusst auch immer wie dieser Charakter noch platziert werden wird.

Was mir auch gut gefällt ist die Dosis der Beschreibungen der zwischenmenschlichen Beziehungen. Sei es zwischen Emma und Edgar oder zwischen Emma und ihrer Freundin und Kollegin Brenta oder zwischen Emma und ihrer Familie. Diese Beschreibungen fließen immer wieder mit ein, wodurch sich quasi zwei Fronten ergeben: die Front der Guten (Emma etc.) und die Front der Bösen (Nazis etc.). Und dann finden sich mehrere Charaktere aus eben diesen kleinen Zwischenkapiteln, die man noch nicht einzuordnen weiß. Man fragt sich auf welcher Seite diese wohl stehen mögen?

Interessant finde ich auch die politische Aktualität des Romans. Immer wieder wird der Mord und die rechte Liga vor dem Licht bald bevorstehender Wahlen gestellt, es wird beschrieben dass man eigentlich diese rechte Partei verbieten lassen möchte und wie die rechte Szene agiert und es schafft sich immer wieder in aller Munde zu bringen. Der Leser erfährt so ganz nebenbei auch etwas politische Bildung.

[Fazit]
Ein durchaus empfehlenswerter Kriminalroman einer aufstrebenden deutschen Autorin, die interessanterweise bereits selbst als Reporterin und Redakteurin gearbeitet hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir es hier vielleicht mit einer neuen, erfolgreichen Reihe zu tun haben werden. Ich werde mir jedenfalls nun noch gerne den ersten Fall von Emma Vonderwehr besorgen.
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am 29. September 2013
Emma Vonderwehr ist eine Berliner Radiojournalistin, welche sich auf Spurensuche in einem Mordfall begibt. Ein Grundschullehrer mit rechtem Hintergrund ist unfreiwillig gestorben-doch wer hat ihn auf dem Gewissen? Emma recherchiert in Brandenburg und gerät ins Kreuzfeuer der rechten Szene.

Auch wenn ich den Erstling der Vonderwehr-Reihe noch nicht gelesen habe, hat mir dieses Buch aufgrund der sympathischen Heldin und des brisanten, aktuellen Themas sehr gut gefallen. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, da ich unbedingt wissen wollte, wer denn nun der Mörder ist. Lanfermann schreibt sehr detailliert und atmosphärisch, so dass eine fast schon beklemmende Spannung entsteht.

Außerdem hat mich das Buch zum Nachdenken angeregt, was eigentlich fast schon wichtiger ist als die Suche nach dem Mörder. Schließlich bekommen die rechten Parteien im Osten immer mehr Zulauf. Wie kann man dies verhindern? Dies verstehe ich unter gelungener Unterhaltung mit gesellschaftskritischem Seitenblick.
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Als der Lehrer Lukas Brinkmann ermordet wird, erhält Emma den Auftrag zur Berichterstattung des Falles. Schnell ist ersichtlich, dass der Lehrer im rechtsradikalen Milieu anzusetzen ist.
Auch ihr Freund und Polizist Edgar Blume ist auf den Fall angesetzt und ermittelt. Ein Austausch der beiden mit hilfreichen Informationen findet nur sporadisch statt, denn Edgar Blume sieht den Fall aus einer anderen Sicht als Emma, darf ihr jedoch dazu nichts sagen.
Emma findet heraus, dass der Lehrer ursprünglich aus einem kleinen Dorf in Brandenburg stammt und dass es vor kurzem schon mal einen Toten aus genau dem Dorf in Berlin gab. Gibt es da einen Zusammenhang und wenn ja, welche Rolle spielen die vielen Rechtsradikalen, die das Dorf fest in ihrem Griff haben? ...

Das war der zweite Teil mit der Radioreporterin Emma Vonderwehr und dem Polizisten Edgar Blume.
Die Autorin Mechthild Lanfermann macht es sich mit ihren Themen nicht leicht. Hat sie sich im ersten Teil unter anderem dem Thema Juden zugewendet, so hat sie sich mit diesem Krimi ein weiteres brisantes Thema ausgesucht - die rechte Szene in Deutschland.
Der Roman beginnt mit einem Ereignis aus dem Jahre 1987 im Osten Berlins. Nach einem Konzert in der Zionskirche tauchten Skinheads auf und grölten Naziparolen. Justiz und Polizei hatten bis dato rechtsextreme Tätigkeiten in der DDR abgestritten.
Einer der Beteiligten kam wegen Denunziation unschuldig in den Knast und schwor Rache an dem, der ihn da hineingebracht hatte.

Ein Dorf in Brandenburg scheint hier der Sitz von Rechtsextremisten zu sein. Es ist kurz vor der Landtagswahl und die Rechten wollen in den Landtag einziehen. Edgar Blume und sein Team wollen das verhindern, Drogen sind mit im Spiel, es fehlt noch die Verbindung, alles miteinander zu verknüpfen, um die rechte Partei verbieten zu können.
Für Blume drängt die Zeit, in 14 Tagen ist die Wahl, aber sie sind ihrem Ziel noch keinen Schritt näher.
Emma recherchiert auf die ihr eigene Art und Weise und kommt Edgar Blume mehr als einmal in die Quere, was ihm natürlich nicht passt. Er bittet sie, vieles von ihrem Recherchiertem noch nicht an die Öffentlichkeit zu bringen, um seine Arbeit nicht zu gefährden.
Sie ist mit der Situation nicht zufrieden und sucht weiterhin nach Antworten.
Mit Rocco Schmitz, einem der Rechtsextremisten, schafft sie sich einen ernst zu nehmenden Feind, der unter anderem auch gegen sie aufwiegelt. Obwohl sie Angst hat, gibt sie nicht auf.

Ein ausgesprochen dicht atmosphärisch aufgeladener Krimi mit dem Thema Rechtsextremismus in Deutschland legt Mechthild Lanfermann hier vor.
Es ist erschreckend, wie genau sie dieses Buch recherchiert hat, es macht Angst, weil man weiß, dass vieles die Realität in Deutschland ist.
Der Aufmarsch der Nazis und wie verschreckt man das als Otto Normalverbraucher in den Medien immer wieder erleben muss.
Hier ein ganzes Dorf unter der Knute der Neonazis, die Kirche wird als Treffpunkt genutzt, um das Jungvolk an sich binden zu können. Großkotziges Getue mit dem Gefühl der Macht lässt die andersdenkenden Dorfbewohner kapitulieren.
Beim Lesen spürt man die Angst förmlich.

Mit diesem Roman wird aber nicht nur nach einem Mörder gesucht, es zeigt einen Teil der deutschen Geschichte, der wieder nachweisbar gut recherchiert wurde. Neben Mord, Drogen und Nazis hat der Leser auch Einblick in die Gefühlswelt der beiden Protagonisten Emma und Edgar, die es sich beide nicht einfach machen.
Die Fäden des Ereignisse hat die Autorin geschickt geflochten. Selbst als der Mörder gefasst wurde, sinkt das Spannungslevel nicht ab, denn es ist noch immer eine Rechnung offen, die gezahlt werden muss.
Dass letztendlich alles stimmig ist, lässt den Leser mit einem guten Gefühl das Buch schließen.

Auch wenn man dieses Buch für sich allein lesen kann, würde ich empfehlen, den Vorgänger zu lesen. Die Autorin bringt zwar einige Rückblicke auf den Vorband, um die Zusammenhänge verstehen zu können, aber das erklärt meiner Meinung nach nicht genug die Beziehung zwischen Emma und Edgar, die langsam zustande kam.

Teil 1 hatte mir schon gefallen, aber der hier gefiel mir besser, ich fand ihn spannender und atmosphärisch dichter und empfehle ihn sehr gern weiter.
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am 29. August 2013
Das Warten auf die zweite Geschichte um Emma Vonderwehr hat sich gelohnt. Das Buch ist ein richtig dicker Schmöker und so spannend, dass ich lieber S-Bahn als Fahrrad gefahren bin, um mehr Zeit zum Lesen zu haben, und dabei gleich mehrmals um ein Haar meine Station verpasst hätte, weil ich so vertieft war. Genau das erwarte ich von einem guten Krimi! Dazu ist er sehr gut recherchiert, authentisch und in einen gesellschaftlich relevanten Rahmen eingebettet: Dass man das Thema Rechtsradikalismus niemals aus dem Fokus verlieren darf, haben NSU-Terror, die damit zusammenhängenden beschämenden Ermittlungspannen von Polizei und Verfassungsschutz sowie die jüngsten Vorgänge um die Proteste gegen ein Asylbewerberheim in Berlin-Hellersdorf eindringlich bewiesen.
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In Berlin Zehlendorf wird ein Grundschullehrer brutal ermordet, seine Wohnung verwüstet. Die Polizei vermutet die Täter im Drogenmilieu. Doch die Radioreporterin Emma Vonderwehr geht noch einer anderen Spur nach. Martin Brinkmann soll Kontakte zu rechtsradikalen Kreisen gehabt haben, dort sogar aktiv in der Rechten Liga mitgewirkt haben. Durch einen Hinweis seines Vaters, den Emma bei einer Fahrt in den brandenburgischen Heimatort des Grundschullehrers erhält, vermutet sie den Grund seines Todes in dessen DDR-Vergangenheit. Während die Polizei, allen voran Kommissar Edgar Blume, die Ermittlungen auf Hochtouren durchführen, geschehen weitere Morde und auch Emma gerät auf die Liste der Täter.

Durch die Arbeit der Polizeireporterin Emma erhält man einen recht detaillierten Einblick in die Abläufe einer Radiostation, was Mechthild Lanfermann äußerst interessant immer wieder in ihren Krimi mit einbringt. Thema der Geschichte ist der Rechtsradikalismus, hier im ländlichen brandenburgischen Raum und man merkt sofort, dass die Autorin dieses Thema äußert fundiert recherchiert hat. Ihr Wissen hierüber fließt ständig in die Geschichte mit ein und glaubhaft vermittelt die Autorin, wie leicht es den Neonazis doch immer wieder gelingt, gerade junge Menschen mit ihren Ansichten zu beeinflussen, wie offen sie hiermit nach außen auftreten und auch die Medien gekonnt für ihre Zwecke missbrauchen.

Es ist somit ein äußerst brisantes Thema, welches Mechthild Lanfermann in ihrem Krimi aufgreift und der Autorin gelingt eine gekonnte Umsetzung. Mit einem sehr eindringlichen Prolog, in dem ein junger Mann schildert, wie er der brutalen Willkür der Stasi ausgesetzt war, beginnt die Autorin ihren Krimi. Anschließend wechselt Mechthild Lanfermann sofort zum Mord an dem Grundschullehrer. Im Verlauf des Krimis erhält man einen guten Einblick in die Strukturen der rechtsradikalen Anhänger und spürt beim Lesen auch deutlich die Angst der Menschen vor deren verbalen wie auch gewalttätigen Übergriffen. Und mitten darin befindet sich die unerschrockene Reporterin Emma, die sich von deren bedrohlichen Gebärden nicht abschrecken lässt. Unermüdlich, ja regelrecht verbissen verfolgt sie ihre Spur und muss dabei auch öfter ihr Bauchgefühl außen vor lassen, da ihre Recherchen die Ermittlungen der Polizei topedieren könnten. Gerade Kommissar Blume verfolgt mit seinen Ermittlungen weitreichendere Ziele, die Emma mit ihrer forschen Art immer wieder gefährden könnte.

Der Krimi ist von Beginn an spannend angelegt und entwickelt sich zudem wendungsreich. Zwar kann man schnell vermuten, dass der Mörder des Grundschullehrers in der rechten Szene oder aber im Drogenmilieu zu finden ist, man ahnt dennoch lange Zeit nicht, in welche Richtung sich die Story schlussendlich entwickeln wird. Und dann gibt es ja auch noch eine Kollegin von Brinkmann, deren Verhalten äußerst rätselhaft ist. Mechthild Lanfermann erzählt die Geschichte durchweg sehr fesselnd, spannend und im Verlauf immer temporeicher. Ab und an nimmt die Autorin aber dann auch ein wenig das Tempo aus der Story heraus, was ich als sehr angenehm empfand. Die Autorin liefert ihren Lesern im Verlauf einiges zum Nachdenken, was man erst mal ein wenig verarbeiten muss. Da geht es einem nicht anders als ihrer sympathischen Protagonistin Emma.

Fazit: Ein brisantes, leider immer noch hochaktuelles Thema, welches die Autorin gleichsam informativ wie spannend umgesetzt hat und ihren Lesern somit einen sehr fesselnden, fundiert recherchierten Krimi präsentiert.
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