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am 19. Oktober 2010
Nach ihrem großen Erfolg "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", in dem bereits historisches mit fiktivem aufs Beste vermischt wurde, legt Tracy Chavalier nun mit >"Zwei bemerkenswerte Frauen" im nachempfinden historischer Tatsachen ihren neuen Roman vor.

Im Blick auf Mary Anning und Elizabeth Philpot wendet sie sich zwei starken und durchaus einflussreichen Frauengestalten des 19. Jahrhunderts zu, die über lange Zeit gerade ob ihres speziellen Interessensgebietes im Rahmen der Naturwissenschaften bekämpft und, letztlich, totgeschwiegen wurden. Die Geschichte der beiden Fossilienforscherinnen hat Tracy Chavlier in eine überaus flüssige und runde Romanform gebracht, in der sie natürlich ganz eigene Wege mit den historisch belegten Personen geht.

Elizabeth verlegt aus finanziellen Gründen ihren Wohnsitz im Jahre 1830 nach Lyme Regis in Südengland. Dort wird ihr Interesse für Fischfossilien geweckt, die am Strand zu finden sind. Aufgrund dieses Interesses lernt sie Mary kennen, die, im Gegensatz zu Elisabeth, mit dem Verkauf dieser Fossilien den Lebensunterhalt für sich und ihre Familie verdient und die Versteinerungen daher keineswegs nur als Hobby betrachtet. Eine Freundschaft entsteht, aber auch ein zunehmend profundes Wissen über Fossilien und damit das noch neue Wissensgebiet der Evolution. Ein Wissen, dass in den männlich dominierten Wissenschaftskreisen nicht gerne gesehen wird.
Doch die zunehmende Freundschaft der beiden Frauen und ihr verbindendes, gemeinsames Interesse wird auf eine harte Probe gestellt, als sich beide in denselben Mann verlieben, den intelligenten und schneidigen Lieutenent-Colonel Thomas James Birch, Sammler seltener Fossilien.

Eingebettet in die Handlung des Romans und die wohl eher fiktive Liebesgeschichte der beiden Frauen um James Birch herum gelingt Tracy Austin ein detailgenauer Blick auf die Vernetzungen und Verschlossenheit einer wissenschaftlich-naturwissenschaftlichen Welt des frühen 19. Jahrhunderts und die damals aufkommende, die Evolution stärkende und das vorherrschende christlich-biblische Naturbild erschütternde Fossilienkunde. Vermittels ihrer großen Stärkre in der Herausarbeitung von Figuren tragen die beiden Protagonisten durchaus mit Tiefgang die Geschichte. Die beginnende und sich, letztendlich, bewährende Freundschaft, aus der sich eine tiefe, stillschweigende Verbindung zwischen den Frauen heraus entwickelt, der Weg von versteinerten Fossilien am mehr hin zu wissenschaftlichen Entdeckungen, die Anfeindungen, die mehr und mehr in den Raum treten, all dies nimmt Tracy Chavalier auf und verknüpft es mit den fiktiven Erweiterungen der gemeinsamen privaten Geschichte zu einem runden Ganzen.

Flüssig zu lesen, historisch weitgehend die Atmosphäre der damaligen Zeit getreu wiederspiegelnd, gibt das Buch einen überzeugenden Einblick in die ehemals verknöcherte englische Klassengesellschaft, die allein schon die Freundschaft der beiden Frauen von so unterschiedlichem Stand kritisch betrachtet. Ebenso überzeugt die Schilderung der Freundschaft, die unter ungünstigen Voraussetzungen beginnt und in der Suche nach Anerkennung durch die Männergesellschaft der damaligen Zeit auch im weiteren Verlauf dann wieder Belastungsproben unterzogen wird.

Spannende Themen, die Tracy Chavelier anregend umzusetzen versteht.
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am 18. Januar 2011
Ich meine das vollkommen ernst, wenn ich sage: Ich hätte Tränen über die Schönheit dieses Buches vergießen können. Und dabei entspricht es so garnicht meinem "Beuteschema"! Selten lese ich Romane die in einer Zeit spielen, die mehr als 30 Jahre zurückliegt. Noch viel seltener solche, die von starken Frauen handeln und weitgehend ohne Romantik auskommen. Doch die Charakterstärke mit der die Hauptfiguren ausgestattet sind macht sie unglaublich präsent. Man sieht die Handlung vor Augen, versinkt in das Geschehen. Schon lange hat mich kein Buch mehr so aus meinem Alltag gerissen und mich so gefesselt.

Das ungewöhnliche Thema "Fossilien" hatte ich bevor ich angefangen hatte zu lesen eher negativ gewertet, da ich naturwissenschaftlich nicht über die Maßen interessiert bin. Doch das kindliche Interesse mit dem sowohl die unverheiratete Elizabeth und nicht zuletzt die junge Mary die Versteinerungen suchen und studieren versetzt einen zurück in die eigene Kindheit als Muschelsuchen noch das Highlight eines jeden Strandurlaubs war und Kiesel im Bach wie kostbare Edelsteine glitzerten. Man fragt sich etwas wehmütig wann man aufgehört hat die Natur spannend zu finden und gewinnt dieses Interesse mit der Lektüre sogleich zurück.

Gleichzeitig wird einem als moderne Frau in Erinnerung gerufen, was es zu jener Zeit bedeutete eine Frau zu sein - vor allem am Beispiel der unverheirateten und quasi ins Exil verbannten Elizabeth und der jungen Mary aus der Arbeiterklasse. Jedesmal wenn ein weiterer selbstgefälliger Mann in Erscheinung tritt möchte man vor Empörung aufschreien. Vor allem bei dem Chameur Colonel Birch, der beiden Frauen die lächerlichsten Charakterzüge entlockt, wünscht man sich nichts sehnlicher, als dass er schleunigst aus der Handlung verschwinde. (An dieser Stelle an alle liierten Leserinnen: Lesen Sie das Buch besser in Abwesenheit ihres Partners. Hin und wieser möchte man schon die ganze Männerwelt verfluchen...;))

Die Autorin schildert die Geschehnisse in unheimlich komplexen Bildern. Man hat nicht das Gefühl an irgendeiner Stelle Lücken vorzufinden, selbst wenn Marys Pubertät im Zeitraffer geschieht und die eine oder andere Funkstille zwischen den Freundinnen den Fortlauf der Geschichte aufhält. Es passt einfach, der Leser weis, dass es so sein muss. Die prägnante und gleichzeitig einfühlsame Wortwahl der Autorin harmoniert meisterlich mit der Geschichte. Anzumerken ist an dieser Stelle auch mit welcher Sorgfalt Ms Chevalier hier historisch fundierte Fakten und Fiktion mischt. So wie sie es beschreibt hätte es wirklich passieren können.

Was bleibt ist ein Buch, das niemals enden sollte, das nachdenklich stimmt, längst vergessene bis gänzlich neue Interessen weckt und einem einen Haufen Ehrgeiz und den Glauben an wahre Freundschaft mit auf den Weg gibt.
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am 22. November 2010
"Zwei bemerkenswerte Frauen/Remarkable Creatures" ist erneut ein wundervoller Roman von Tracy Chevalier. Diesmal hat sie ein ausgefallenes, aber hochspannendes Sujet gewählt: die Entdeckung von Fossilien im 19. Jahrhundert - durch Frauen! So gelingt es Tracy Chevalier, mit ihrer Geschichte die größten Spannungsfelder der damaligen Zeit zu bespielen.

Allein der Fund von Fossilien ist seinerzeit Sprengstoff gewesen, lassen sich die Versteinerungen doch nur erklären, wenn man die biblische Schöpfungsgeschichte über Bord wirft, die damals noch als unumstößlich galt. Und in diese wissenschaftlich-theologischen Dispute platzen zwei Frauen, die in Lyme Regis als Fossilienjägerinnen unterwegs sind: Die gebildete Elizabeth Philpot aus London sowie die junge Mary Anning, Tochter eines armen Fossilienhändlers aus Lyme Regis. Vor allem Mary hat ein Talent, Fossilien in den freigespülten Schichten am Strand zu erkennen. Sie findet "vorsintflutliche Monster", wie man sie bis dahin nicht gekannt hat, nämlich den Ichthyosaurus und den Plesiosaurus. Doch obwohl Mary gern von den großen Geologen benutzt wird, um Fossilien für sie zu finden, bleibt sie als ungebildete Frau niederen Standes von den Wissenschaftlern ausgeschlossen und vom wissenschaftlichen Diskurs ignoriert. Erst als Marys Integrität beim Fossiliensammeln ausgerechnet vom großen Cuvillier in Paris in Frage gestellt wird, wagt es Elizabeth, sich für ihre Freundin in der Welt der Wissenschaft einzusetzen.

Mich hat alles an dem Buch hingerissen; die Charaktere und Erzählstimmen von Mary und Elizabeth sind eindringlich und vielschichtig. Die Welt einer älteren nicht verheiratbaren Frau, die im Exil in Lyme mit ihren Schwestern aus der oberen Mittelschicht ihr Dasein fristen muss, wird durch Elizabeth greifbar; umso schöner, dass sie im Fossiliensammeln ihre Bestimmung und gelegentlich sogar den Respekt von Forschern findet. Elizabeth ist eine Zeitgenossin der Heldinnen der Jane-Austen-Romane; wie nah und gleichzeitig wie fern sind die Philpot-Schwestern den Bennet-Schwestern aus "Stolz und Vorurteil"! Auch Mary Anning als einfaches, armes Mädchen ist schillernd gezeichnet, wie sie mit Leidenschaft und Talent ihr Leben der Suche und dem Verkauf von Fossilien widmet. Ihre Unkonventionalität rückt sie jedoch an den Rand der Gesellschaft, und trotz ihres Erfolgs findet sie nur widerwillige Akzeptanz in ihrer Umgebung - außer bei den Sammlern und Wissenschaftlern, die auf ihr gutes Auge angewiesen sind!

Für mich ein höchst gelungener Roman - außergewöhnliche Charaktere, hochinteressantes Sujet und eine überzeugende Handlung. 5 Sterne!
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am 6. März 2014
Ich kannte Tracy Chevalier nicht, die beiden bemerkenswerten Frauen hingegen schon. Also habe ich mir das Buch besorgt, wie ich zugeben muß mit einem gewissen Bauchgrimmen. Und schon nach den ersten beiden Seiten wußte ich: Nicht meines. Normalerweise wäre ich hergegangen und hätte das Buch beiseite gelegt. Aber es ging um Elizabeth Philpot und Mary Anning, die im 19.Jahrhundert durch ihre intensive Sammeltätigkeit an der Kanalküste bei Lyme Regis Wissenschaftsgeschichte geschrieben haben. Beide wurden damals unter den führenden Paläontologen ihrer Zeit als Beraterinnen hoch geschätzt. Also wühlte ich mich weiter durch und siehe da, das Buch war doch nicht so schlimm, wie ich es befürchtet hatte. Tracy Chevalier scheint sich wirklich sehr um Quellen bemüht zu haben und man merkt, die beiden sind ihr wichtig geworden. Sie hat sich gut eingefunden in die Gefühlswelt einer Dame aus dem 19.Jhd., der aufgrund widriger Umstände eine Heirat verwehrt blieb. Und sie hat die Entdeckungen gut beschrieben, die Faszination, die von der Fossiliensuche ausgehen kann, die Freude an wissenschaftlicher Arbeit. Was bleibt ist die Frage, warum sie die Ich-Perspektive mit wechselnden Charakteren verwendet, wenn sie das sprachlich nicht ausarbeiten kann. Aber das ist nur eine Kleine Sünde. Die Film-Rechte sind gesichert. Ich freu mich auf den Film.
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am 21. August 2011
Das Buch Zwei bemerkenswerte Frauen: Roman ist genau das richtige, wenn man eine leichte aber nicht seichte Lektüre sucht, die unterhaltsam geschrieben ist und dabei ein interssantes Thema erzählt.

Die Übersetzung des Orignal-Titels ist meiner Meinung nach zwar nicht wirklich gelungen, was ich richtig schade finde, jedoch tut dies dem Roman keinen Abbruch. Die Geschichte der Fossilien-Sammlerinnen ist bildhaft und schön geschrieben und gut in einem Rutsch durchzulesen. Gehört man zu den Lesern, die das zeitlich nicht können und immer nur kurz vor dem Einschlafen ein paar Seiten schaffen, ist der Roman ebenfalls zu empfehlen: eine schöne, durchaus anspruchsvolle Geschichte, die dennoch leicht zu lesen ist ohne, daß man den Faden verliert.

Einen Sternabzug gibt es für leichte Längen im Mittelteil, trotzdem lautet mein Fazit: lesenswert!
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. April 2016
Ein tolles Buch. Es lässt sich so leicht lesen und bindet den Leser mit einer einfachen und interessanten Geschichte an die Seiten, dass man das Buch nicht aus der Hand legen will. Erst recht nicht, wenn es noch in diesem tollen kleinen (Handtaschen-)format ist.

Ich interessiere mich nicht für Fossilien und lese auch nur selten historische Bücher, aber diese Geschichte hat es mir angetan. Zwei Frauen, aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, die das gleiche Hobby betreiben und damit auch recht erfolgreich werden. Leider sind ihre Erfolge, bis heute, wenig bekannt. Denn diese Frauen gab es wirklich. Es ist also auch eine kleine Biografie über Mary Annings und Elisabeth Philpot.

Tracy Chevalier beschreibt ihre Hauptcharaktere so liebevoll und detailliert, dass man sie sich sofort bildlich vorstellen kann. Auch die gesellschaftlichen Normen und Werte werden sehr gut dargestellt, so dass dem Leser auch schnell bewußt wird, warum diese beiden Fossiliensammlerinnen es so schwer haben. Während für Elisabeth Philpot anfangs das Sammeln von Fossilien eher ein Freizeitspaß war, musste Mary Annings damit eine kleine Familie ernähren. Doch bei beiden bricht schon bald eine Leidenschaft aus, die einen mitnimmt. Und schon ist man selbst im "Dinofieber" und buddelt und kratzt mit.

Interessant fand ich das Ringen der einzelnen Personen mit ihrem Weltbild. Die Religion spielte zu dieser Zeit eine große Rolle und die Kirche hatte einen großen Einfluss auf das Leben und Denken der Menschen. Doch nun wurden Knochen von ausgestorbenen Tieren gefunden. Wie passt das mit dem Weltbild zusammen? Lange haben sich die verschiedenen Gruppen und Forscher gewehrt, dass Gott Tiere erschafft, um sie wieder aussterben zu lassen. Doch mit jedem weiteren Fund müssen sie ihre Ansichten ändern und anpassen. Diesen Prozess zu verfolgen, fand ich spannend und auch von Tracy Chevalier gut beschrieben.

Die Geschichte ist also keine ganz so detaillgenaue Biografie oder ein Kapitel aus dem Geschichtsbuch, aber auch keine so richtige Liebesgeschichte (was ich gut fand). Dafür ist es eine rundum gelungene Geschichte über zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die jedoch eine gemeinsame Leidenschaft haben und deshalb so manche Konvention ignorieren, um gemeinsam etwas zu erreichen.
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am 21. Dezember 2011
Wir haben dieses Buch in der englischen Version in unserer "Reading Group" kennengelernt und waren sehr beeindruckt von dieser Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht und so anschaulich erzählt wird, dass mehrere von uns spontan nach Lyme Regis gefahren sind, um den Ort des Geschehens selbst in Augenschein zu nehmen! Man lernt viel über die Lebensbedingungen von Frauen in der damaligen Zeit, auch über ihre Schwierigkeiten, ernst genommen zu werden mit ihrem Wissen und ihren Interessen. Wie gut, dass sich einige doch durchsetzen konnten, wenn auch über Umwege! Auch das Verhältnis der beiden Frauen zueinander mit seinen us and downs ist sehr liebevoll geschildert. Interessanter Nebeneffekt: Niemand von uns war vorher ernsthaft an Geologie und Versteinerungen interessiert, das hat sich Dank des Buches geändert...
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am 2. April 2011
Tracy Chevalier beschreibt in ihrem neuesten Roman das Leben von zwei Fossilienforscherinnen in der kleinen Stadt Lyme. Elizabeth Philpot muss zu beginn des Romanes mit ihren Schwestern von London nach Lyme ziehen um das Familiengeld zu schonen. In Lyme lernt sie die junge Mary Anning kennen, die für den Lebensunterhalt ihrer Familie Kuris (Fossilien) suchen muss. Eine ungewöhnliche Freundschaft entsteht zwischen den beiden Frauen, trotz Alters- und Standesunterschieden. Im Verlauf des Romans findet die kleine Mary Annning ihr erstes Riesenmonster. Die Fossilien eines schon vor langer Zeit ausgestorbenen Sauriers. Damals wussten die Menschen allerdings nichts von Sauriern noch von ausgestorbenen Tieren. Sie waren noch der Meinung die Erde wäre erst 6000 Jahre alt. Somit stößt Mary auf Ablehnung und Argwohn der anderen Ortsbewohner. Mary gelangt daraufhin zu einer höheren Bekanntheit in wissenschaftlichen Kreisen und versorgt die Gelerten der Geologie immer wieder mit neuen Eindrücken über die Vergangenheit. Im weiternem Verlauf wird die Geschichte von Elizabeth und Mary weiter erzählt, von Marys neuen Entdeckungen und Elizabeths Kampf für Gerechtigkeit in einer von Männern dominierten Welt.

Es war wundervoll mit Mary und Elizabeth über den Strand zu wandern und Ihre Entdeckungen mit erleben zu können. Der Roman ist in einer sehr guten Sprache gehalten und zum Schluss bleibt dieses melancholische Gefühl zurück was einen sehr guten Roman auszeichnet. Ich werde noch lange über diese Geschichte nachdenken. Zu bemerken ist auch, dass es sich um Persönlichkeiten in diesem Buch handelt die es wirklich gegeben hat. Mary fand wirklich die Fossilien, die noch heute in den großen naturkundlichen Museen ausgestellt werden. Sie wahr maßgeblich an den Anfängen der modernen Geologieforschung beteiligt.
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am 22. September 2013
Zugegeben, Fossilien gehören zu einem Themenbereich, den nur einige Leserinnen und Leser spannend finden.
Auch mich interessierte das Buch anfangs kaum.
Und dennoch halte ich das Buch äußerst lesenswert.
Ich habe nichts erwartet und wurde beim Lesen beschenkt mit Schilderungen von einer Zeit und einer Welt, die mir vollkommen fremd sind. Ich fühlte mich wie auf einer Forschungsreise.
Jede Person fand ich vortrefflich dargestellt. Besonders angesprochen hat mich aber das Leben dieser zwei bemerkenswerten Frauen.
Mary, die sehr ärmlich lebt und ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf der gefundenen Fossilien bestreitet, Elizabeth, die zwar verarmt, doch immer noch finanziell gut dasteht, betreibt ihre Suche nach Fossilien eher hobbymäßig.
Was mir besonders gefiel: die Darstellung von Lebenswirklichkeiten im England des 19. Jahrhunderts, die Beschreibung der doch recht stark beschränkten Möglichkeiten von unverheirateten Frauen, ihr Leben nach eigenen Wünschen zu gestalten.
Erschreckend auch zu lesen, wie Männer Wissen und Funde der Frauen missbrauchen.
Die Entwicklung der Freundschaft zwischen beiden Frauen wird nachvollziehbar beschrieben, berührt hat mich jedoch, wie die Freundschaft sich beim Auftreten von Problemen dramatisch verändert.
Ein Buch für Frauen und Männer, die sich für Fossilien interessieren, aber viel mehr noch ein Buch, für Menschen, die abtauchen wollen in eine vergangene Welt, in eine Welt, die zeigt, wie Frauen im 19. Jahrhunderts lebten.
Fiktion und Wirklichkeit sind verwoben zu einem lesenswerten Roman.
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am 18. Januar 2011
Ich habe den Roman verschlungen: Die Charaktere sind wunderbar einfühlsam dargestellt und die Geschichte spannend. Durch die eingewobene - vermutlich fiktive - Liebesgeschichte wird man berührt. Als Leserin im 21. Jahrhundert erhält man ein glaubwürdiges Bild der Stellung der Frauen in der damaligen Gesellschaft. Man durfte nicht allein auf die Straße gehen, seine Meinung nicht äußern und es war geradezu skandalös, sich eigene Gedanken zu wissenschaftlichen oder theologischen Fragen zu machen. All das verwebt die Autorin zu einem wunderbaren Panorama. Einziger Wermutstropfen: Wenn man sich wie ich für Fossilien nur mäßig interessiert, langweilen einen die wiederholten Beschreibungen der immer gleichen Funde irgendwann ein bisschen.
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