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Kundenrezensionen

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am 13. September 2002
Odins Insel - schon als ich den Titel las musste ich als Kenner und Fan der nordischen Mythologie zugreifen. Anfangs war ich sehr interessiert, obwohl die Mythologie erst viel später und nur als Einleitung zu den einzelnen Kapiteln vorkommt.
Die Story ist eigentlich "harmlos": Ein alter, kleiner Mann namens Odin strandet mit seinem Wagen & Pferdegespann auf einer unbekannten Insel. Eines seiner Pferde hat sich ein Bein gebrochen, doch niemand der Inselbewohner kann helfen. Nur ein Veterinär, der allerdings auf dem Festland lebt, könnte das Pfer retten, doch seit Jahrzehnten hat es niemand geschafft, aufs Festland zu kommen.
Als dann eines Nachts das Meer zufriert, und Odin aufs Festland marschiert, beinahe von einer Bankangestellten überfahren wird und schließlich im Krankenhaus landet kommt schließlich Dynamik in die Story. Odin erzählt seine Story, doch niemand glaubt seine Geschichte vom Pferd, Veterinär und Inselbewohner, da die Insel weltweit unbekannt ist - also geht's ab in die Psychatrie. Die Bankangestellte möchte ihn dort rausholen und bringt die Presse ins Spiel. Von nun an herrscht Chaos: Angefangen von Weltuntergangspropheten, Moslems, Juden und andere religiöse Vereinigungen sehen in odin den wiedergekommenen Messias. Es kommt zu Ausschreitungen - die Regierung ist machtlos, niemand kennt die Herkunft des Mannes. Zudem beginnt ein Zugehörigkeitsstreit: Zu welchem Staat gehört die neue Insel? Die Wende kommt schließlich, als Nachforschungen über die mysteriöse Insel beginnen. Und obwohl der Standort bekannt ist: Alle Spähflugzeuge und Schiffe verschwinden, sobald sie in die Nähe der Insel kommen...
Die Autorin schafft es besonders durch das Chaos der Religionsgesmeinschaften und der unfähigen Regierung eine glaubhafte Kulisse zu schaffen. Das Witzigste an der ganzen Story ist eben, dass die Story, so skurril sie auch ist, tatsächlich passieren könnte. Dass durch viele Missverständnisse, fanatische Gläubige und allzu ehrgeizige Politiker ein Unglück nach dem anderen passieren kann.
Auch der (teilweise) naiv-lustige Schreibstil sind eine willkommene Abwechslung, da besonders die einzelnen Charaktere detailiert beschrieben sind und so ein komplettes Bild der Geschichte entstehen kann.
Wer sich eine abenteuerliche Mythologie-Story erwartet, wird hier nicht fündig, dafür gibt's eine sehr feine Gesellschaftskritik inklusive einer Prise Mystik!
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am 19. April 2003
Es ist erstaunlich wie viel Fantasie manche Menschen bisweilen aufbringen können. Die dänische Autorin von ODINS INSEL arbeitete für die UNO in Tansania, war die rechte Hand des Chefs der UNO-Friedenstruppe in Mosambique und hat für eine weitere UNO-Organisation in New York gearbeitet. An ihrem Debutroman hat sie ganze vier Jahre geschrieben und sich in dieser Zeit fast vollkommen von der Welt zurückgezogen. Das Ergebnis ist eine ergreifende Geschichte von einem kleinen, weltfremden Mann, der die Geschicke der Welt gehörig durcheinander bringt.
Eigentlich will Odin nichts anderes als so schnell wie möglich seinem Pferd helfen, welches sich in einem Meteoritensturm das Bein gebrochen hat, damit er die überaus wichtigen Botschaften überbringen kann, mit denen er losgeschickt wurde. Allein mit dieser Absicht tritt er eine Lawine von Ereignissen los, die einen ganzen Kontinent bis hin zum letzten Bürger und bis in die letzte staatliche Instanz zu überrollen droht. Und alles nur, weil er sein Pferd in einem Stall auf einer Insel verwahrt hat, deren Existenz nicht dokumentiert ist. Zunächst wird Odin - wie könnte es anders sein? - in eine Psychiatrie gesteckt, dann rufen ihn verschiedenste religiöse Gruppen zu ihrem neuen Messias aus, verschiedenste Minister stehen Kopf und die Monarchin des Landes interessiert sich plötzlich brennend für die Geschichte ihres Landes.
Die dänische Zeitung Weekendavisen ist begeistert: „Was für ein Buch! Es ist alles in einem: Zivilisationskritik, Gesellschaftssatire, Spannungsroman, Schicksalserzählung, himmlische Liebesgeschichte - eingebettet in eine fabulierfreudige, mystische Sprache ..."
Und damit hat die Zeitung meiner Meinung nach alles Wichtige zum Inhalt gesagt.
Janne Teller bedient sich in ihrer Erzählung einer einfachen Sprache, deren Satzbau und Wortwahl bisweilen an eine Kindererzählung oder ein Märchen erinnert. Der Blickwinkel des Lesers entspricht bald Odins Sichtweise und entsprechend irritierend und beängstigend wirken die Reaktionen der modernen, aufgeklärten Bewohner des Kontinents auf den Leser. Alles erinnert ein wenig an die Pentagon-Action bei der Entdeckung ETs, nur dass diesmal nicht nur die Regierung, sondern eine gesamte Gesellschaft mit dem Besucher konfrontiert wird.
Fazit: Das Buch bietet leichten (weil locker lesbaren), aber (aufgrund der gesellschaftskritischen und intelligenten Geschichte) nicht seichten Lesestoff, und eignet sich somit besonders gut für Leute, die gerne lesend entspannen.
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am 26. Februar 2004
Eines der wenigen Bücher, deren Umschlaggestaltung etwas mit dem Kauf zu tun hatte. Sie hat etwas Mystisches, ein bißchen was von einer Landkarte, und schon hatte ich das Buch in der Hand. Der Hinweis des Umschlagtextes, die Geschichte sei ein Weihnachtsmärchen, hätte mich beinahe wieder zum Weglegen verleitet. Gut, dass ich es gekauft habe! Ein kleiner alter Herr namens Odin kommt mit seinem Pferdeschlitten auf eine Insel. Die kleine Ida-Marie bemerkt als einzige, dass der Schlitten keine Spuren hinterlässt... Das eine Pferd hat sich ein Bein gebrochen, und Odin braucht dringend Hilfe. Das Pferd braucht einen Tierarzt. Den gibt es nur auf dem Festland; und auf dem Festland ist schon seit mehr als einem halben Jahrhundert keiner mehr gewesen. Doch eines Nachts friert das Meer zu und der kleine alte Mann wandert über das Eis aufs Festland.
Dort schlagen Gegenwart und Wirklichkeit zu. Er wird beinahe von der Bankangestellten Sigbrit Holland überfahren, die ihn ins Krankenhaus bringt. Dort erklärt man ihn für verrückt, weil er ständig von einem Veterinär spricht und von Unheilsbotschaften, die er überbringen müsse. Sigbrit kümmert sich um Odin und findet schließlich über das Internet Hilfe. Eine mühsame Suche nach Rückkehrmöglichkeiten auf die Insel beginnt. Gleichzeitig - es ist kurz vor dem Jahrtausendwechsel - beginnen sich Weltuntergangspropheten, Heilsbringer, religiöse Fanatiker aller Couleur, wahlkämpfende Politiker, geschichtsbewusste Royals und karrieregeile Jungbeamte für Odin und seine nirgends kartographierte Insel zu interessieren.
Die Geschichte ist einfach wunderbar. Die Personen sind auf ein Minimum reduziert, die reale Welt auch, und trotzdem liebt man sie alle nach kurzer Zeit. Die Sprache ist die eines Märchens: von Sprüchen und Mystik durchzogen, und auch manche stetig wiederholten Sätze erinnern an ein Märchen. Gleichzeitig ist das Buch eine beißende Gesellschaftssatire und, tatsächlich, auch eine Liebesgeschichte.
Wäre ich Elke Heidenreich, ich würde sagen: Lesen!
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am 12. Juni 2004
wie ein harmloser kleiner alter Mann, der doch nur am Weihnachtstage von einer kleinen unbekannten Insel, auf der er notlanden musste, aufbricht, um einen Veterinär für das gebrochene Bein eines seiner Pferde vom Festland zu holen, von verschiedentlichen religiösen Gruppen für den wiedergekehrten Messias und als Vorbote für das Ende der Welt (der Jahrtausendwechsel steht im nächsten Jahr bevor) gehalten wird und letztendlich sogar fast einen Krieg zwischen zwei Ländern im Streit um die Zugehörigkeit dieser unbedeutenden und bislang scheinbar unbekannten kleinen Insel auslöst ......
Ich hatte mehr nordische Mythologie erwartet, die sich jedoch grösstenteils auf die Gedichte zur Einleitung der einzelnen Kapitel beschränkt. Aber alles in allem liest es sich wie ein wunderschönes naives Märchen, das sich mit beißender Gesellschaftssatire verbindet - alles gibt es in diesem Roman: Liebe, Krieg, religiösen Fanatismus, staatliche Intrigen und skurrile Hauptpersonen, die schlichtweg einfach alle sympathisch sind: angefangen vom kleinen alten Mann Odin, der das alles auslöst, von der jungen Bankangestellten Sigbrit, die es sich zur Aufgabe macht, ihm zu helfen, vom sympathischen Fischer Ambrosius, der sich mit ihnen auf die Suche nach der Insel begibt; und dann gibt es noch Gunnar, "den Kopf", den ehrgeizigen, heldenhaften Lennart Torstensson, den Eremiten Adelstensfostre und und und --- nun, zuviel sei hier noch nicht verraten.....
Ein gelungener Debütroman !
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am 5. September 2003
Ein kleinwüchsiger und alter Mann namens Odin, weltfremd und naiv, muss nach einem Meteoritensturm auf einer geheimen Insel zwischen Süd-Norden und Nord-Norden notlanden. Um für sein Pferd, welches sich ein Bein gebrochen hat, einen Veterinär zu besorgen, muss Odin aufs Festland kommen, doch jedes Flugzeug stürzt über der Insel ab, auch sämtliche Schiffe können diese nicht erreichen. Doch nach geraumer Zeit friert der Kanal zwischen beiden Ländern zu und Odin schafft es, die Insel zu verlassen. Auf dem Festland angekommen, wird er jedoch fast von der Bankangestellten Sigbrit Holland angefahren. Ihr erzählt er seine Geschichte, woraufhin die Situation außer Kontrolle gerät.

Zwischen den beiden Ländern beginnt ein Krieg um die vorher geheime Insel, während Odin von verschiedenen Religionsgruppen und Sekten als neuer Messias gesehen wird. Mit der Zeit kommt es zu Anschlägen, das totale Chaos bricht aus und mittendrin der ahnungslose Odin, der nach wie vor einen Tierarzt sucht, um weiterfliegen zu können.

Das Buch gefällt mir sehr. Die Sprache scheint sehr naiv, so werden einzelne Attribute der Charaktere immer wieder benannt. Auch wird mit einem Augenzwinkern auf unsere moderne Gesellschaft verwiesen, was dem Roman zusätzlich interessant macht. Alles in allem ein sehr amüsantes und kurzweiliges Buch, das seine fünf Sterne definitiv wert ist.
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Ein Meteorsturm hat zur Folge das sich eines von Odins Pferden, als es gerade mit Odin zum Nordstern unterwegs war, sich ein Bein bricht und auf einer kleinen unbekannten Insel notlanden muß. Der „Gott" leidet aber seit dem Meteorsturm unter Gedächtnisschwund und ist zusätzlich auf einer Insel gelandet, die in keinen Karten verzeichnet ist. Die Bewohner sind freundlich, können aber nicht helfen und somit bricht Odin zum Festland auf um Hilfe zu holen. Damit beginnt das Chaos und eine Katastrophe nach der anderen bricht herauf.
Nicht nur das er für den wiedergeborenen Messias gehalten wird und diverse Sekten auf ihn aufmerksam werden, er landet zudem erst einmal in der Psychiatrie eines Krankenhauses, denn die Ärzte meinen, er leide unter Wahnvorstellungen.
Um die Insel von der er kommt, entbrennt letztendlich sogar fast ein Krieg der beiden Staaten, auf deren Hoheitsgrenze diese liegt und doch wendet sich alles zum Guten, denn eine geheime Kraft (Schicksal) scheint Herrn Odin immer wieder aus der Patsche zu helfen.
Die Autorin Janne Teller hat in „Odins Insel" sogar einige Ihrer Erlebnisse aus Zeiten Ihrer Tätigkeit bei der UN verarbeitet. Ansprechend aus dem Dänischen übersetzt von Hanne Hammer. Der Roman ist Zivilisationskritik, Gesellschaftssatire, Spannungsroman, Schicksalsalserzählung und Liebesgeschichte in einem.
Eine ausführliche Besprechung des Buches finden Sie unter Literaturtipp, einer Domain gleichen Namens.
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am 24. April 2007
Odins Insel ist eine wunderbare Geschichte und anders als alle Bücher die ich je zuvor gelesen habe! Odin taucht auf einer Insel im Meer zwischen Nordnorden und Südnorden auf, ohne jegliche Erinnerung. Um einen Artzt für sein verletztes Pferd zu finden überquert er das zugefrorene Meer und erreicht Südnorden. Halb erfroren wird er dort von Sigbrid Holland aufgelesen und ins Kankenhaus gefahren. Die Ärzte verfrachten ihn schnell ins Irrenhaus da er offenbar an Gedächtnisschwund leidet. Von dort flieht er kurzehand um mit Sigbrid "seine" Insel wiederzufinden. Problem: Offiziel existiert diese gar nicht. Deshalb beginnen Nord- und Südnorden schnell darüber zu streiten, zu welchem Staat sie denn nun gehört. Außerdem wird Odin für den wiederauferstandenen Christus gehalten und Gläubige warten darauf, dass er zur Jahrtausendwende (die Handlung beginnt im Advent 1999) das Meer teilt und sie ins Paradies führt...

Dieses Buch ist wärmstens als Vorweihnachtslektüre zu empfehlen! Es entführt einen in die klirrendkalte Welt der beiden Nordstaaten und ließ jedenfalls bei mir durch den Sylvester-Countdown zusätzliche Weihnachtsvorfreude aufkommen!
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am 19. Oktober 2015
Da ich mich für die nordische Mythologie der Wikinger interessiere, gab man mir dieses Buch als weihnachtlichen Lesetipp. Leider jedoch kam bei mir nicht so richtig weihnachtliche Lesestimmung auf, die gibt es nur zu Anfang und am Ende des Buches, Allvater Odin ist ein 1,20m kleiner Wichtel, die Weltuntergangstimmung des Millenniums ist nicht mehr aktuell (damals ja, da das Buch erstmalig 1999 erschien). Manchmal ist das Buch recht spannend und manchmal aber auch durchsetzt mit dramaturgischen Hängern (die insgesamt ca. 480 Seiten können sich ganz schön hinziehen!).

Ich fand das Buch ganz okay, für das einmalige Lesen der Kurzweil, und werde das Buch (statt es wegzuschmeißen) in einem städtischen Buchschrank unterbringen - vielleicht kann ich ja damit jemandem 'ne kleine Freude bereiten?!
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am 24. Januar 2015
Was will frau mehr...? Geistreich, tiefgründig, mit Herz, aber nicht trivial. Die Satire zu religiösem Fanatismus, spiritueller Dogmenreiterei und politischer Engstirnigkeit trifft den Nagel äußerst wohldosiert auf den Kopf.
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am 16. Dezember 2007
Ja, ein Weihnachtsmärchen, denn Wünsche werden erfüllt (bewusste und unbewusste), und die Geschichte beginnt Weihnachten 1998 und endet Weihnachten 1999. Die Weltuntergangsstimmung zum Jahrtausendwechsel wird dargestellt, angeheizt durch das unerklärliche Auftreten von Odin, der vom Himmel fiel, alles erzählt in einer teilweise berichtenden, teilweise märchenhaften Sprache. Ich habe das Lesen dieses Romans genossen und bei den Beschreibungen häufiger gegrinst.
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