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36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch ist zu einem meiner Lieblingsbücher geworden
Ich leihe oft Neuerscheinungen aus der Bücherei aus. Bei manchen Büchern bedauere ich hinterher, dass ich es nicht gekauft habe und warte auf die Taschenbuchausgabe, um es noch einmal zu lesen. 'Wir Ertrunkenen' ist solch ein Buch. Und es ist jetzt endlich als ' leider etwas unhandliches ' Taschenbuch erschienen, mit einem sehr lesenswerten Anhang, in dem der...
Veröffentlicht am 7. August 2010 von Gospelsinger

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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dänen-Epos mit Längen
Mit diesem Roman hat Jensen nicht nur einen fundierten Historienschinken geliefert. Er hat gleichzeitig auch einen sehr cleveren Marketingcoup gelandet, indem er seinen Landsleuten ein Denkmal als Seefahrernation gesetzt hat. Inzwischen verfügt wohl jeder dänische Haushalt über wenigstens eine Ausgabe des unverhofften Nationalepos. Über den Inhalt des...
Veröffentlicht am 30. August 2011 von tobitobi


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36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch ist zu einem meiner Lieblingsbücher geworden, 7. August 2010
Von 
Gospelsinger (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Wir Ertrunkenen: Roman (Taschenbuch)
Ich leihe oft Neuerscheinungen aus der Bücherei aus. Bei manchen Büchern bedauere ich hinterher, dass ich es nicht gekauft habe und warte auf die Taschenbuchausgabe, um es noch einmal zu lesen. 'Wir Ertrunkenen' ist solch ein Buch. Und es ist jetzt endlich als ' leider etwas unhandliches ' Taschenbuch erschienen, mit einem sehr lesenswerten Anhang, in dem der Autor beschreibt, wie das Buch zustande gekommen ist und wie viele wahre Geschichten darin enthalten sind.
Wir befinden uns in der dänischen Stadt Marstal. Die Geschichte beginnt im Jahr 1848 und fängt gleich mit dem Krieg zwischen Dänemark und Deutschland 1849 an. Die unerfahrenen Jungen, die mit 12 oder 13 Jahren das erste Mal eine solche Situation erleben, stürzen sich im Branntweinrausch enthusiastisch in die Schlacht. Aber schnell erleben sie die Realität des Krieges: Taub vom Kanonendonner (was sich als Segen erweist, weil sie so die Schreie der Verwundeten nicht hören müssen) und mit vollgeschissenen Hosen geraten sie in Gefangenschaft.
Auch nach dem Krieg haben die Kinder viel auszuhalten: In der Schule werden sie mehr verprügelt, als dass ihnen etwas beigebracht wird. Nach der Konfirmation gehen sie auf See und werden wieder geprügelt, diesmal vom Steuermann. Daneben droht jetzt auch noch der Tod durch Ertrinken. Gewalt und Willkür bestimmen das Leben. Die Realität der Seefahrt ist alles andere als romantisch.
Zurück an Land blieben die Frauen, mit der ständigen Ungewissheit, ob ihre Männer oder Söhne wiederkehren, mit der Aufgabe, alles an Land Nötige allein zu erledigen, allein die Kinder erziehend.
Aber eine andere Möglichkeit als die Seefahrt gibt es für die Männer Marstals nicht. Es ist selbstverständlich, dass sie auf See gehen, und sie wollen es auch. Denn das Meer bedeutet auch, andere Kulturen kennenzulernen, unbekannte Dinge zu sehen.
Wie Albert, der in der Südsee seinen verschwundenen Vater sucht und mit dem Schrumpfkopf des Kapitäns Cook zurückkehrt, sich dabei aber damit abfinden muss, gegen seine Überzeugung ein Sklavenschiff führen zu müssen.
'Es schien so unendlich groß, das Meer. Es konnte dich überallhin führen, und doch legte es dich in Eisen.'
Eine Frau will diese Selbstverständlichkeit, dass Männer zur See gehen und oft auch auf See bleiben, durchbrechen. Durch ein traumatisches Kindheitserlebnis während einer Sturmflut hasst sie das Meer, das den Frauen die Männer nimmt. Als sie finanzielle Macht erreicht, bekämpft sie heimlich die Seefahrt des Ortes. In dieser Zeit finden tiefgreifende Veränderungen in der Seefahrt statt. Die Segelschiffe werden von Dampfern und später von Motorschiffen abgelöst, und es ist leicht durchführbar, die Stadt Marstal von dieser Entwicklung abzukoppeln. Ihr gewünschtes Ziel erreicht die Frau trotzdem nicht, ganz im Gegenteil.
Das Buch endet mit dem Zweiten Weltkrieg. Wieder sind die Marstaler Seeleute mittendrin. Und wieder kommen nicht alle nach Hause.
Nach dem zweiten Lesen ist mir klar, dass dieses Buch definitiv zu einem meiner Lieblingsbücher geworden ist!
Denn es ist einfach großartig geschrieben. Es zeigt das wahre, also das harte, unromantische, Gesicht der Seefahrt. Und es enthält eine derartige Vielzahl von kleinen und großen Geschichten und Personen, dass es nie langweilig wird.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein monumentaler Roman - ich machte die Nacht zum Tag, um ihn zu Ende zu lesen, 20. Dezember 2010
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Wir Ertrunkenen: Roman (Taschenbuch)
Insgesamt fünf Jahre hat der bekannte dänische Kritiker und Essayist Carsten Jensen an diesem monumentalen Roman gearbeitet, mit der er seiner Heimatstadt Marstal und seinen Bewohnern ein literarisches Denkmal setzt.
Der grandiose Roman umfasst einen Zeitraum von 1848 bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und erzählt die Geschichte des Aufstiegs und des Niedergangs der Hafenstadt Marstal und dokumentiert die Geschichte der Seefahrt in diesem Zeitraum.

Die Geschichte beginnt 1848, als der Seemann Laurids Madsen bei einem Schiffsunglück in den Himmel fliegt und ohne Schaden lebend wieder zur Erde zurückkommt. Später wird er immer wieder erzählen, es seien seine Stiefel gewesen, die für das Leben da oben zu schwer waren. Die Stiefel des Laurids Madsen werden später von seinem Sohn Albert getragen, der sich irgendwann in die Südsee aufmacht um seinen Vater zu suchen, der nicht mehr nach Marstal zurückgekehrt ist.

Das Vaterthema ist einer der Schwerpunkte eines bewegenden Romans, der einen trotz seiner Länge einfach nicht loslässt.

Jensen erzählt von Menschen, deren Leben vom Meer bestimmt ist; Männer und jungen Burschen, die jahrelang von zu Hause weg sind und oft nicht mehr wiederkehren: "die Ertrunkenen." Er nutzt ein kollektives Wir" als Erzählerstimme, mit der er dem Roman einen ganz persönlichen Charakter gibt.
"Das 'Wir' weiß immer alles, denn so ist es in einer kleinen Stadt, und was man nicht weiß, dichtet man dazu. Das nennt man Klatsch. Durch das 'Wir' habe ich auch das Problem mit dem Tod gelöst, er spielt nun keine Rolle mehr. Individuen sterben, aber die Bevölkerung einer Stadt nicht. Die Personen sind gleichzeitig eindeutige Individuen, mit ganz individuellen Lebensläufen und dennoch Teil eines kollektiven 'Wir'", sagt der Autor in einem Interview.

Die Sprache und der Sprachstil des erzählenden Wir verändert sich mit der Zeit, passt sich sozusagen der fortschreitenden Zeit und den sich verändernden Schiffen und dem wachsenden Marstal an.

Es ist ein bewegendes Buch von Männern und Jungen, der Seefahrt und von Schiffen und von starken Frauen, die zu Hause bleiben und dort sehen müssen, wie sie zurecht kommen. Als Albert Madsen eines Tages Klara und ihren Sohn Knud Erik kennen lernt, nimmt die Geschichte eine dramatische Wendung. Klara will verhindern, dass ihr Sohn zur See fährt und so wie ihr Mann dort sein Leben lässt, "zu den Ertrunkenen" geht. In diesem Bestreben ist sie als Erbin von Alberts Vermögen unerbittlich.

Die Geschichte dieser Frau und ihrer verzweifelten Anstrengungen ist ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt eines Buches, das sich gut einfügt in die Tradition des Knaus-Verlags, hervorragende und doch quer zum Trend liegende Literatur zu veröffentlichen.

Gratulation zu diesem wunderbaren Werk.

Ich jedenfalls machte die Nacht zum Tag, um es zu Ende zu lesen.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Buch des Jahres, 1. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Wir Ertrunkenen: Roman (Taschenbuch)
Die Geschichten der Marstaller Seefahrer über drei Generationen fesseln, sie berühren und sie sind extrem dicht erzählt. Die gezeichneten Charaktere, die erfüllten und enttäuschten Hoffnungen, die menschlichen Abgründe und die grossen Gefühle ziehen den Leser mit jeder Seite tiefer hinein - auch, wenn man überhaupt keinen Bezug zur Seefahrt hat. Nach der letzten Seite hätte ich am liebsten gleich noch einmal von vorne angefangen zu lesen. Deshalb fand ich den Anhang mit den Erläuterungen des Autors über seine Beweggründe, dieses Buch zu schreiben und die Geschichte der Recherche und Entstehung eine wunderbare Ergänzung. Unbedingt lesen!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine schlichte Seefahrerromantik!, 28. April 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Wir Ertrunkenen: Roman (Taschenbuch)
Hier handelt es sich weder um schlichte Seefahrerromantik, noch um eine Familiensaga oder ein Geschichtsepos. Es hat von all diesem ein bisschen und ist doch farbenprächtiger, ehrlicher, ungewöhnlicher. Allein die Erzählperspektive, die zum Teil kollektiv angelegt ist, wie schon der Titel nahelegt, ist ungewöhnlich. Die Härten des Lebens als Seefahrer werden ebenso wenig beschönigt wie das Leben der Frauen und Kinder daheim. Obwohl über mehrere Generationen angelegt, handelt es sich nicht eigentlich um eine Familie, vielmehr um die kleine Gesellschaft der dänischen Seefahrerstadt Marstal, die wiederum aber nur ein Symbol für andere sein könnte (wenn man vom letzten Teil einmal absieht.) Sehr lesenswert, aber: Zeit mitbringen! Dies ist ein Buch, das man am besten in einem Atemzug liest. Vorher gut Luft holen, das Buch ist lang und lässt wenig Atempausen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich lesbare Literatur! Wunderbar!, 8. November 2010
Von 
K. Baumann (Seeste) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wir Ertrunkenen: Roman (Taschenbuch)
Nur gute Bücher sollten dick sein und dieses ist mit seinen knapp 800 Seiten noch zu dünn.
Erzählt wird die Geschichte des Seefahrerstädtchens Marstal vom Beginn des Neunzehnten Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Marstal liegt am südöstlichen Zipfel der schönen Insel AErö im lieblichen Staate Dänemark. Heute ist es ein verschlafenes, kleines Dorf über das in den Sommermonaten die Segeltouristen herfallen wie ein Mückenschwarm. Und doch ahnt man bei einem Besuch des örtlichen Seefahrt-Museums etwas von der großen Geschichte der Segel- und Handelsschiffahrt. Jensen bringt uns die Zeit zurück als Seemann sein noch mehr wahr als nur ein Job. Der Leser wird über alle Meere und in sämtliche Häfen dieser Welt geführt und doch schlägt Jensens Herz für die daheim Gebliebenen. Die wahren Dramen finden an Land statt. Dort wo aus Warten langsam Hoffen wird, dann Bangen und schließlich nach Jahren die Gewissheit, das der Mann, der Vater, der Sohn nicht mehr zurückkommen wird. Nur weinge Männer dieser Epoche haben ein Grab auf dem Friedhof von Marstal. Unzählige sind auf See geblieben. Und die Frauen haben das Meer dafür gehasst. Die Geschichte dieser Menschen wird erzählt wie sie nur jemand erzählen kann, der selbst in dieser Tradition aufgewachsen ist. Große Literatur, die nicht selbstverliebt in Worten schwelgt, sondern schlicht und eindringlich eine Ära erlebbar macht. Danke!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Leser mit Faible für Seemannsgarn, 8. Mai 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Wir Ertrunkenen: Roman (Taschenbuch)
Wer ein Faible für Segelschiffe und das dazugehörige Seemannsgarn hat, der sollte, nein, der muss "Wir Ertrunkenen" von Carsten Jensen lesen. Der Roman des 1952 geborenen Dänen bietet eine ungeheure Fülle von Geschichten über schlimme Flauten, todbringende Stürme, brutale Steuermänner, weitsichtige Kapitäne, Schiffe, die im Eis bei Neufundland eingeschlossen sind, und Dünungen, die jeden Mageninhalt über die Reling befördern. Sogar der Schrumpfkopf von James Cook kommt vor.

Jensen, der in Dänemark für diesen Schmöker mit Preisen überschüttet wurde, nimmt die Geschichte seiner Heimatstadt Marstal auf der Insel Ærø von 1848 bis 1945 zur Grundlage für seinen Roman. Marstal ist heute ein 3000-Einwohner-Ort mit großer Seefahrertradition. Besonders zur Zeit der großen Segelschiffe, die im 19. Jahrhundert von dort die sieben Meere befuhren, erlebte das Städtchen seine Blütezeit.

Im Roman beginnt alles mit Laurids Madsen, der durch eine Explosion unter Deck in den Himmel geschossen wird, jedoch unversehrt wieder auf der Erde landet. Seine Stiefel seien zu schwer gewesen für ein Leben da oben, sagt er. Und genau diese Stiefel sind es, die von einer Seefahrer-Generation zur nächsten weitergegeben werden und die sich wie ein roter Faden durch den Roman ziehen.

"Wir Ertrunkenen" ist ein großer Abenteuerroman, und seinem Autor gelingt es durch seine spannende Schreibe, den Leser auch über die lange Distanz von knapp 800 Seiten bei der Stange zu halten. Ganz nebenbei ist "Wir Ertrunkenen" aber auch ein Emanzipationsroman, denn die Frauen sind es irgendwann Leid, ihre Männer und Söhne immer wieder ans Meer zu verlieren, und sie sagen ihm letztlich den Kampf an. Lesenswert!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dänen-Epos mit Längen, 30. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Wir Ertrunkenen: Roman (Taschenbuch)
Mit diesem Roman hat Jensen nicht nur einen fundierten Historienschinken geliefert. Er hat gleichzeitig auch einen sehr cleveren Marketingcoup gelandet, indem er seinen Landsleuten ein Denkmal als Seefahrernation gesetzt hat. Inzwischen verfügt wohl jeder dänische Haushalt über wenigstens eine Ausgabe des unverhofften Nationalepos. Über den Inhalt des Buches ist hier schon sehr viel gesagt worden, daher nur soviel: Es hat leider schwer zu überstehende Längen und ist nicht aus einem Guss geformt. Zu Punkt eins: Dreihundert Seiten weniger wären deutlich mehr gewesen, denn Jensen ergeht sich zum Teil in endlosen Wiederholungen. Zum Beispiel als sich Albert Madsen Klara nähert. Jedem Leser ist klar(a), worauf das hinaus läuft, doch es zieht sich wie ein Törn durch die Rossbreiten, bis endlich passiert, was passieren soll und muss. Zum Zweiten: Auf den ersten paarhundert Seiten geht es Jack-London-artig zu, dann ändert sich der Stil unvermittelt, mutiert vom Abenteuerroman zur Persönlichkeitsstudie eines alt gewordenen Helden. Schließlich kommt mit Klara eine unglaubwürdige Missionarin ins Spiel. Am besten gefällt mir das Making-Off am Ende meiner Taschenbuchausgabe. Da geht es flott zur Sache und der Leser erfährt interessante Hintergrundinfos. Fazit: Geteilter Lesespaß wegen unzumutbarer Überlänge. Daher nur drei Sterne.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ...ein wirklich dicker Schmöker, 14. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Wir Ertrunkenen: Roman (Taschenbuch)
Ich mag dicke Taschenbücher, dann war da noch der interessante Titel und die überzeugende Inhaltsangabe .. dies alles führte zum Kauf, den ich nicht bereue. Die Vorfreude war groß, ich wurde nicht enttäuscht.

Der Leser bekommt eine umfangreiche Romanhandlung, eingebunden mit vielen intensiven Erlebnissen rund um das Leben der dänischen Seefahrt ab 1848 bis zum Ende des zweiten Weltkrieges.

Besonders gefiel mir der Blick auf die Jugendlichen, die so früh erwachsen werden mussten. Die geschichtliche Entwicklung und die der Menschen werden gut beschrieben, die Atmosphäre ist dicht und prägnant.

Carsten Jensen schafft es problemlos, den Leser so nah an die Handlung zu bringen, dass er denken muss, er sei Teil einer Crew.

Nur 4 Sterne, da ich gerne noch mehr über das Leben der anderen Frauen gelesen hätte. Außerdem waren mir die Szenen, bei denen der Lehrer seine Schüler peinigt, zu grausam.

Ansonsten absolut lesenswert !
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kraftvolle Erzählung - brillianter Schreibstil, 27. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Wir Ertrunkenen: Roman (Taschenbuch)
Lange bin ich um diesen dicken Wälzer rumgeschlichen, ... lange ... Habe ihn hierhin und dorthin geschleppt, ihn rauf und runter getragen, ihn versteckt und verzweifelt versucht ihn aus meinen Blickfeld zu schaffen, immer in der Angst, dies dicke Buch in der Hand halten zu müssen und mir dabei eine Sehnenscheidenentzündung zuzuziehen. Dann ... war ich mutig, ging darauf zu und betete zu allen bekannten und unbekannten Kräften, daß mir dieser Schreibstil nicht gefallen möge.

Vergeblich.

Ich habe dieses Buch in kürzester Zeit "gefressen" und bin völlig fasziniert von dieser kraftvollen, tief in die Seele brennenden Geschichte von Menschen, Schicksalen, Veränderungen und dem "um was es eigentlich geht im Leben".
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein schöner,dicker Seefahrerschmöker, 29. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Wir Ertrunkenen: Roman (Taschenbuch)
"Wir Ertrunkenen" von Carsten Jensen erzählt die Geschichte der dänischen Seefahrerstadt Marstal von 1848-1945.Etwa 100 Jahre maritime Zeitgeschichte von den dänisch-deutschen Kriegen Mitte des 19 Jhd.,über die Zeit des 1.Weltkrieges bis hin zu den Schrecken des 2. Weltkrieges.Erzählt wird über das Leben in der Stadt,eine Stadt die schon immer von und mit der Seefahrt gelebt hat.Seefahrer segeln hinaus in die weite Welt,arbeiten hart auf dem Schiff,kämpfen mit den Stürmen der Weltmeere,ertrinken wenn sie diesen Kampf verlieren.Die Frauen bleiben mit ihren Kindern zu Hause und warten und hoffen das ihre Männer nach Hause kommen,und erhalten oft die Nachricht von ihren verschollenen oder ertrunkenen Männern.
Die Geschichte der Seemänner ist generationsübergreifend in einem schönen,leicht zulesendem Erzählstrom geschrieben,sie ist niemals, trotz der Fülle des Werkes langatmig.Man ist mittendrin und möchte immer nur weiterlesen!
Das fürchterliche der Kriege wird schonungslos dargestellt.Die räumliche Enge in den Kajüten,die brutale Abhängigkeit der Crew von Kapitänen und Steuermännern,die gnadenlose Härte an Bord bei Sturm und Flaute,alles was das Seefaherdasein ausmacht wird klar und eindringlich beschrieben und erfreut den Leser dieses Genres.
Ein Seefahrer bleibt ein Seefahrer,die unbändige Kraft der Meere läßt ihn nicht mehr los.
Der Leser hat mit diesem Schmöker einen dicken Fisch an der Angel!
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Wir Ertrunkenen: Roman
Wir Ertrunkenen: Roman von Carsten Jensen (Taschenbuch - 6. April 2010)
EUR 12,99
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