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Kundenrezensionen

97
3,5 von 5 Sternen
Eine ganz andere Geschichte (Gunnar Barbarotti, Band 2)
Format: TaschenbuchÄndern
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Oktober 2010
Ich war sehr begeistert, als ich das Buch zuschlug. Endlich mal eine überraschende Geschichte, ohne Heldenklischees. Die schwedische Provinzpolizei, die dort im Mittelpunkt steht, wirft nicht gerade das beste Licht auf ihresgleichen. Es gibt kein Superhirn-Ermittler, der alles rausfindet, ebenso gibt es keine Ultra-FBI-Hightech-Ausrüstung und Profiler, immerhin passieren solche Dinge dort nicht alle Tage. So kommen die Ermittler ein bißchen trottelig und ratlos rüber, im Gegensatz zu Kay Scarpetta und David Hunter o.ä. Auch die obligatorische Schießerei am Ende fehlt, also wer so was braucht... Demgegenüber überzeugt der Mörder umsomehr. Er ist intelligent, strukturiert und man weiß kaum was über ihn. Ich will auch nicht zuviel verraten. Vielleicht hätte man die Lösung finden können, mir ist es nicht gelungen. Am Ende bleiben ein paar Fragen offen, aber man hat den Eindruck, dass die Lösungen im Buch enthalten sind und man ist versucht, das ganze nochmal zu lesen, was mir sonst nie passiert. Klar ist die Lösung konstruiert, ist ja auch ne erfundene Geschichte, aber unrealistisch finde ich sie ganz und gar nicht. Viel Spass beim Lesen!
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Henrik, Katharina, Gunnar, Anna und Erik sind schwedische Touristen, die sich zufällig in Mousterlin, dem schönen Ferienort der Bretagne treffen und einige gemeinsame Tage dort verbringen. Mit dabei ist ein namenloser Unbekannter, den Erik zufällig aufgesammelt hat und der nun bei diesem im Ferienhaus wohnt. Wenige Jahre später wird einer nach dem anderen der Gruppe ermordet und Kommissar Gunnar Barbarotti und sein Team tappen im Dunkeln, obwohl der Mörder Barbarotti persönliche Briefe schickt, in denen er die Namen des nächsten Opfers bekannt gibt. Immwer wieder stellt sich die Frage: Was geschah damals in Mousterlin?

"Eine ganz andere Geschichte" kann man gut ohne Vorkenntnis des Vorgänger, "Mensch ohne Hund", lesen. Barbarotti ist ein angenehmer Kommissar, der nicht - wie viele andere nordische Beamte - in privaten Sorgen aufgeht und seine Fälle mehr melancholisch als analytisch löst. Doch natürlich hat auch er ein Privatleben, das er am liebsten mit seiner Freundin Marianne verbringen mag. Da kommt ihm dieser briefeschreibende Mörder sehr unrecht. Vor allem, weil dieser ihm offensichtlich keine Chance lässt, die Opfer zu retten.

Dies war mein erstes Buch von Håkan Nesser und ich wurde angenehm überrascht, hatte ich doch befürchtet, einen depressiven Kommissar anzutreffen. Barbarotti ist aber ein Mensch wie Du und ich, der sich fast unauffällig in seine Welt einfügt. Dies hat den Nachteil, dass er leider auch im Roman selbst eine eher unauffällige Rolle spielt und sich durch nichts besonders hervortut. Ein Charakter, an dem der Autor also ruhig noch etwas hätte feilen können, der aber in Kombination mit seiner Kollegin Eva Backman herrlich humorvoll werden kann. Sprachlich is "Eine andere Geschichte" sehr angenehm zu lesen, obwohl der Autor den Spannungsbogen nicht immer aufrecht erhält.

Die Kombination mit der Gegenwart (Kommissar Barbarotti mit seinen Ermittlungen) und den Mousterlin-Aufzeichnungen (was geschah vor einigen Jahren in der Bretagne) ist sehr gelungen und mit jeder Seite wird man natürlich neugieriger, was hinter der ganzen Sache tatsächlich steckt. Die Atmosphäre des Buches ist eher gemütlich und behäbig - ganz wie Kommissar Barbarotti. Man sollte also keinen actionreichen Page-Turner erwarten. Das Ende ist schließlich überraschend und doch wirkte es auf mich irgendwie zu konstruiert.

Insgesamt also ein Buch, das man gerne liest, aber vermutlich auch bald wieder vergisst.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Februar 2011
Es ist gut, dass dies nicht mein erster Hakan Nesser war, denn vom Schluss war ich doch ein wenig enttäuscht.
Auf den letzten Seiten geht plötzlich alles hopplahopp, und ob es eine gute Idee ist, das Privatleben des Kommissars Barbarotti zum Cliffhanger zu machen? ...
Mehr darüber möchte ich nicht verraten, da soll sich jeder sein eigenes Bild verschaffen.

Aber trotzdem ein toller Kriminalroman, der mich wie bisher alle Bücher dieses Autors sehr in seinen Bann gezogen hat.
Es geht um eine unheimliche und rätselhafte Mordserie. Neben der Frage nach der Identität des Täters beschäftigt den Leser vor allem die Frage nach seinen Motiven und dem Rätsel seiner Psyche.
Schnell wird klar, dass die beiden Handlungsstränge (2002 in Frankreich und 2007 in Schweden) miteinander verwoben sind. Doch auch wenn man sich als Leser auf der richtigen Spur wähnt, bleiben immer genügend Fragen offen, um die Spannung zu halten.
Ja, und dann ist doch alles wieder ganz anders - eine andere Geschichte eben ...
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. August 2010
H. Nesser führt einen lange aufs Glatteis und baut somit gute Spannung auf. Die Täuschungen des Mörders sind wahrscheinlich auch für erprobte Krimi-Leser neu und so wartet man begierig, wie sich das Ganze denn nun auflöst. Dies erfolgt dann, wie erwartet, nicht nur überraschschend, sondern auch leider etwas sehr schnell und ziemlich banal mit etlichen zurück bleibenden offenen Fragen. Die Beweisführung kommt sehr kurz, wenn sie überhaupt erkennbar ist. Man bekommt den Eindruck, dass der Autor für das Finale vom Verlag dann plötzlich nur noch 20 Seiten bekommen hat. Schade. Die privaten Geschichtchen und Befindlichkeiten des Kommissars kommen, wie in so vielen Krimis, leider auch in diesem Roman für meinen Geschmack eindeutig zuviel Platz. Noch mehr Konzentration und Dichte auf den Kriminalfall selbst und insbesondere im Finale hätten diesen Krimi tatsächlich zu einem Spitzenprodukt gemacht.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ein typischer Nesser. Diesmal läßt er seinen sympathischen Kommissar Barbarotti in seinem zweiten Fall wieder einen verzwckten Fall aufklären. Dabei hat Nesser aber wiederum vor allem eines im Sinn: Ein Porträt der Gesellschaft und des Miteinanders zu zeichnen.

Der Fall selbst ist mysteriös und wirklich auch spannend. Man fragt sich die ganze Zeit, Wie kann das sein? Wie hängt das alles miteinander zusammen?

Kleiner Tipp: Sie können darauf kommen! Legen Sie das Buch immer wieder mal aus den Händen und überlegen Sie einmal, wie Sie mit den vor Ihnen liegenden Informationen umgehen würden. Erfahrene Krimi-Leser sollten eine ganz gute Chance haben, den Mörder zu finden. (Nicht das der Eindruck entsteht, mir wäre das gelungen. Mich hat die Auflösung auch überrascht. Habe mir nur nachher gesagt. Natürlich! Etwas weniger hintereinander weg lesen. Etwas mehr selber ein bisschen rätseln. Und man hat eine ganz gute Chance.)

Ein sehr gutes Buch in vielerlei Hinsicht, empfehlenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. November 2011
Mein Tipp für dieses Buch: Die (spannenden) Aufzeichnungen des Mörders lesen und sich die sogenannten "Ermittlungen" zu sparen. Da passiert quasi NICHTS. Falls Probleme auftauchen, sind diese schnell gelöst, abgehakt und haben nicht mit dem Fall zu tun. Die Auflösung erfolgt auf 3 Seiten, allerdings wird nicht geschrieben, wie man den Täter auf die Schliche gekommen ist. Er ist einfach gefasst, und das Buch ist zuende.

Da quält man sich ein paarhundert Seiten durch das langweilige Privatleben und die ergebnislosen Ermittlungen des Kommissars, und dann sowas.
GANZ große Entäuschung!
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34 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. September 2008
nachdem hakan nesser - sehr zum leidwesen vieler krimifreunde - seinen stammermittler "van veeteren" in den ruhestand geschickt hat - darf nun sein quasi nachfolger "gunnar barbarotti" erneut zur tat schreiten .
dieser , bereits im vorgängerbuch "mensch ohne hund" in`s leben gerufene , bekommt es in seinem zweiten fall mit einem allen anschein nach vollkommen wahnsinnigen - briefeschreibenden - und nicht zuletzt überaus intelligenten mordbuben zu tun .

"eine ganz andere geschichte" ist der titel seines neusten werkes und der leser bekommt sie auch geliefert - im wahrsten sinne des wortes , denn nesser versteht es - auf gewohnt meisterlich - literarische art und weise - in die irre zu führen und eine doch recht überraschende und gut durchdachte finale auflösung zu präsentieren .

mich hat er gepackt - sein sehr , sehr angenehm zu lesender schreibstil - spannend und durchaus auch humorvoll - manchmal philosophisch und mit tiefgang ...... zwei tage hats gedauert , dann hat ich`s durch - das sagt wohl alles.

ein klasse buch das ich jedem freund der etwas gehobeneren krimiunterhaltung wärmstens an`s herz legen möchte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. September 2010
Hatte das Buch als Urlaubslektüre für den Strand gekauft.
Ich möchte keinen Inhalt vorwegnehmen, daher allgmeine Bewertung. Bis zu 2/3 war das Buch durchaus in Ordnung, wenn auch nicht übermäßig anpruchsvoll oder spannend. Es fiel mir relativ leicht, es wegzulegen.
Bücher, die mir gut gefallen, lese ich aufgrund meines Konsums gerne mehrfach, dieses sicherlich nicht.
Die Schluss bzw. die Auflösung fand ich sehr konstruiert und unglaubwürdig.
Aus der Idee hätte man auch mehr machen können, die m. E. gar nicht so schlecht.
Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. November 2009
Der Titel stimmt. Nach ca 500 der 600 Seiten wird langsam klar, dass die ganze bis dahin erzählte Geschichte ein "Fake" ist, wie das wohl auf Neudeutsch heißt. Der Leser und die ermittelnde Kripo unter der Leitung von Gunnar Barbarotti (hübscher Name für einen Schweden) werden völlig in die Irre geführt. Sie werden in eine tragische, grauenvolle Geschichte verwickelt, die sich schließlich als eine erfundene Story entpuppt. Die wirkliche Geschichte ist viel banaler - eben ganz anders. Obwohl am Schluss ein paar lose Fäden zurückbleiben - spannend ist es allemal.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Juni 2012
"Mensch ohne Hund" war Teil 1 der neuen Serie des schwedischen Romanschriftstellers und Kriminalautors Hakan Nesser. Es handelte sich dabei nach meiner Wahrnehmung um einen ausgesprochen unkonventionellen Krimi. Etwa 130 Exposition. Und was für eine! Das Portrait einer schwedischen Spießer-Familie. Brillante Gesellschaftskritik. Der sich daran anschließende Kriminalromanteil war meines Erachtens Genredurchschnitt und damit deutlich unter dem Niveau eines Schriftstellers wie Nesser, den ich sehr schätze.

"Eine ganz andere Geschichte" ist also Teil 2 der Serie um den Kriminalinspektor Gunnar Barbarotti und anders als in Teil 1 taucht dieser auch bereits nach wenigen Seiten persönlich auf. Barbarotti, Mitte 40, geschieden, Vater von 3 Kindern, von denen eines bei seiner Ex-Gatting lebt und das dritte, welches er die vorangegangenen Jahre betreut hatte gerade ausgezogen ist, fürchtet die Vereinsamung. Hoffnung bringt Marianne, die er in einem Griechenland-Urlaub kennen gelernt hat. Mit ihr verbringt zu Beginn des Romans einen Urlaub auf dem Lande, vereinbarungsgemäßg ohne Handy, Telefon und ähnliche Kontakte zur Außenwelt. Am Abreisetag hat der Kommissar noch schnell die Post eingesteckt und am zweiten Urlaubstag fällt ihm auf, das diese einen Brief enthält, indem ihm von einer anonymen Person, der Mord an einer namentlich genannten Person angekündigt wird. Barbarotti würde den Brief am liebsten ignorieren, aber als er mit Marianne bespricht, was ihn bedrückt macht diese ihm klar, dass er handeln muss und so nimmt er Kontakt mit seinen Kollegen von der Polizei in Kymlinge auf. Als tatsächlich eine Person mit dem im Brief genannten Namen ermordet wird, ist es vorbei mit dem Urlaub. Barbarotti und das Team der Kriminalpolizei in Kymlinge nehmen die Ermittlungen auf. Erfolglos! Und es soll nicht der einzige Mord und nicht die einzige Ankündigung sein. Zum Schluss schickt der Täter Barbarotti eine 62seitige Abhandlung, in der er die Gründe für die Morde erläutert. Diese ist dem Leser von Nessers Roman zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt, da sie abschnittsweise immer wieder in den Roman eingearbeitet ist. Doch die Polizei tappt weiterhin im Dunkeln, die Öffentlichkeit ist empört, die Presse aggressiv. Schließlich liest eine Person die Abhandlungen des Mörders präziser als alle anderen und es tun und entwickelt eine neue Idee.

Hakan Nesser ist in meinen Augen ein brillanter Romanschriftsteller und er hat vorzügliche Krimis geschrieben. Die van Vetteren-Reihe sei erwähnt, "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" oder "Piccadily Circus liegt nicht in Kumla". Was Teil 1 der Barbarotti-Reihe betrifft, war ich nach der Lektüre absolut hin- und hergerissen: die extrem lange Exposition fand ich unterhaltsam, höchst intelligent und hatte eine riesige Freude daran, den eigentlich Kriminalteil fand ich solide, etwas langatmig, nicht wirklich schlecht, aber eigentlich nichts besonderes. Für Nessers Maßstäbe fast schwach. "Eine ganz andere Geschichte" ist hier völlig anders: Barbarotti taucht früh in der Handlung auf und der eigentlich Kriminalteil beginnt dann auch relativ schnell. Die Konstruktion des Romans ist meines Erachtens höchst interessant und dafür, dass man bei Krimis oft den Eindruck hat, dass eigentlich alles schon mal gemacht wurde, ist sie einigermaßen originell. Man fragt sich lange Zeit, was die "andere Geschichte", also das, was sich später als Abhandlung des Täters herausstellt eigentlich mit genau mit den Morden zu tun hat. Dass sie etwas damit zu tun haben, wird relativ schnell klar. Insofern bringt dieser Krimi Spannung und dadurch Spaß.
Ein weiterer Vorzug ist die Sprache. Nesser schreibt hier in einem erfrischen unprätentiösen Stil. Die Dialoge der beteiligten Personen und die geschilderten Gedanken Barbarottis sind witzig und unterhaltsam. Auch das bringt Freude.

Problematisch an diesem Krimi ist meines Erachtens zum ersten die Länge. Es wäre meines Erachtens völlig unproblematisch gewesen, dieses Buch um mindestens 100 Seiten zu kürzen. Es wäre nichts bedeutsames dabei verloren gegangen. Das ist für Nesser eigentlich ungewöhnlich und scheint vielleicht ein neues Problem der Barbarotti-Reihe zu werden. Es wird in epischer Breite geschildert, wie ratlos die KriPo Kymlinge und ihre Kollegen aus Göteborg und anderen Orten sind. Das mag man als Vorzug sehen, sicherlich ist es manchmal im "wahren Leben" auch so, dass die KriPo lange braucht, aber dennoch: in diesem Roman erzeugt es einige Längen. Schließlich finde ich persönlich, dass die am Ende präsentierte Lösung des Falls irgendwie reichlich banal ist. Auch das psychische Geschehen, die Motivation des Täters wird meines Erachtens nicht ausreichend beleuchtet. Mir persönlich wurde in einigen Punkten nicht klar, warum der Täter so vorgegangen ist, wie er vorgegangen ist, insbesondere was die Anzahl der Taten betrifft.

Dennoch insgesamt ein lesenswerter Krimi, ich hatte Freude an der Lektüre und er stellt auch einen Fortschritt zum ersten Teil der Barbarotti-Reihe dar, aber dennoch: in Höchstform präsentiert sich Nesser in dieser Reihe meines Erachtens immer noch nicht.
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