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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS HAUS
Als ich dieses Buch hier entdeckte, war ich sofort fasziniert. Die Beschreibungen über die Drucksetzung haben mich angesprochen und herausgefordert. Aber ich war skeptisch, da es hieß, es soll so verworren sein. Monate später habe ich es mir dann mal im Buchladen angeschaut - und letztendlich entschieden, dass ich es kaufe. Nun habe ich es innerhalb von...
Veröffentlicht am 7. Mai 2010 von MademoiselleCourrier

versus
39 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine Warnung vorweg...
Ganz klar, dieses Buch polarisiert, das sieht man schon an den bisherigen Rezensionen. Entweder, der Leser findet es einfach nur genial und hat es regelrecht verschlungen, oder aber, er kann absolut nichts damit anfangen.
Ich gebe zu, ich habe mir das Buch aus reiner Neugier gekauft weil ich mir einen außergewöhnlichen Roman erwartet hatte, der noch dazu...
Veröffentlicht am 3. November 2007 von Barbara Scheckenhofer


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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS HAUS, 7. Mai 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Haus / House of Leaves (Taschenbuch)
Als ich dieses Buch hier entdeckte, war ich sofort fasziniert. Die Beschreibungen über die Drucksetzung haben mich angesprochen und herausgefordert. Aber ich war skeptisch, da es hieß, es soll so verworren sein. Monate später habe ich es mir dann mal im Buchladen angeschaut - und letztendlich entschieden, dass ich es kaufe. Nun habe ich es innerhalb von einer Woche gelesen. Es geht mir so ähnlich wie Johnny Truant mit dem Manuskript von Zampano. Es hat sich in mich hinein gefressen. Ich kann nicht davon lassen. Immer wieder denke ich darüber nach. Es verfolgt mich in meine Träume. Es gruselt mich im Dunkeln, denn ich muss an die endlosen dunklen Flure und Räume denken. Und nicht zuletzt entwickle ich eigene Theorien dazu, was der Autor uns sagen will. Ich weiß schon jetzt, dass ich es wieder und wieder aufschlagen werde, um die merkwürdigen Textstellen zu untersuchen. Z. B. eine in ein blaues Kästchen gesetzte Liste von allen normalen Hausintarsien, die NICHT in dem dunklen Labyrinth zu finden sind. Diese Liste zieht sich über viele Seiten hin, die jeweils rechts richtig herum gedruckt sind und wenn man umblättert, auf der Rückseite spiegelverkehrt zu lesen ist. Ich habe mich gestern abend über eine Stunde damit abgemüht, einen der Briefe von Johnnys Mutter zu "entschlüsseln", da sich in dem Buch ein Hinweis darauf findet, dass dieser Brief eine weitere Botschaft enthält. Ich habe sie gefunden und kann nichts damit anfangen. Nun grüble ich, wie ich auf des Rätsels Lösung kommen kann.
Tja, wie man sieht, ist das Buch quasi eine Adaption auf das Haus. Es ist endlos. Man geht von Raum zu Raum, öffnet eine Tür und sieht dahinter einen Raum mit einer weiteren Tür.
Die darin erzählten Geschichten von dem Haus und Johnny Truant sind kurz zusammengefasst. Zampano ist ein alter Mann gewesen, der an einem Manuskript über einen angeblich existierenden Videofilm arbeitete, der wiederum den Einzug der Familie Navidson in das Haus dokumentiert, sowie die Veränderungen des Hauses und die Erforschung seiner unendlichen Tiefen. Nach Zampanos Tod reißt sich Johnny die Truhe mit Zampanos Notizen unter den Nagel, beginnt zu lesen und sich in diesem Wirrwarr aus Zetteln zu verlieren, sowie seine eigene Geschichte zu entdecken.
Nun zu meiner Einschätzung:
Entgegen meiner Befürchtungen sind beide Handlungsstränge gut nachvollziehbar, nicht zuletzt wegen der unterschiedlichen Schriftarten.
Die Geschichte um das Haus an sich - also wie wörtliche Wiedergabe des Videofilms - ging mir unter die Haut, wie ich oben schon beschrieb. Obwohl eigentlich nichts passiert, habe ich mich schrecklich gefürchtet.
Die optische Aufmachung ist grandios. Mag sein, dass belesenere Leute als ich es als Kopie von anderen Autoren empfinden. Ich kannte dieses Stilmittel nicht und bin hellauf begeistert: Text, der ganz klein und eng zusammengesetzt in der Mitte der Seite steht, um zu verdeutlichen, wie eng der Tunnel ist, durch den Will Navidson kriecht. Oder es finden sich nur wenige Zeilen am unteren Rand der Seite, um zu zeigen, dass der Suchtrupp nun ganz unten am Ende der Treppe angekommen ist.
Vor allem aber muss ich mich tief verneigen vor dem Autor für diese meisterhaft ausgeklügelte Komposition, sowie vor der Übersetzerin, die sich an dieses Monster rangewagt hat. Ich möchte lieber nicht wissen, wie schwierig es war, den Glossar zu übersetzen und dann zuzusehen, dass die angegebenen Seitenzahlen auch wirklich stimmen.
Einziger, winziger Minuspunkt für mich war, dass man für die deutsche Ausgabe den Videofilm "Der Navidson Record" genannt hat. Das klingt total steif und hölzern und nicht zuletzt falsch. Denn record bedeutet Aufnahme / aufnehmen oder auch Akte. "Der Navidson Film" oder "Die Navidson Dokumentation" oder "Die Navidson Akte" wären da eine bessere Wahl gewesen.
Fazit: Das Buch lässt mich unbefriedigt zurück. Was ist mit Johnny? Wo sind die fehlenden Seiten? Wie kann ein blinder Mann einen Film sehen? Ich bin sicher, die Antworten finden sich in diesem Buch. Ich werde sie suchen.
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39 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine Warnung vorweg..., 3. November 2007
Von 
Barbara Scheckenhofer (Niederösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Haus. House of Leaves (Gebundene Ausgabe)
Ganz klar, dieses Buch polarisiert, das sieht man schon an den bisherigen Rezensionen. Entweder, der Leser findet es einfach nur genial und hat es regelrecht verschlungen, oder aber, er kann absolut nichts damit anfangen.
Ich gebe zu, ich habe mir das Buch aus reiner Neugier gekauft weil ich mir einen außergewöhnlichen Roman erwartet hatte, der noch dazu auch spannend sein sollte. Allerdings war ich bereits enttäuscht, als ich es dann in Händen hielt und durchblätterte. Ich habe mich tapfer durchgekämpft, aber wirkliche Spannung wollte bei mir leider nicht aufkommen, weil ich mich ständig über das "Chaos" im Buch geärgert habe, und mich dadurch wahrscheinlich nur bedingt auf die komplexe und zweifellos sehr gut durchdachte Doppelhandlung einzulassen. Ich finde es nicht spannend, wenn ein aufregender Satz (der sogar recht kurz ist) sich über viele Seiten lang hinzieht, auf denen bestenfalls drei Wörter stehen. Es gibt z.B. auch eine Seite, die komplett leer ist, weil davor das Wort: "weiße", und danach das Wort: "Leinwand", steht. Mich nervt das, und ich halte das auch für Papierverschwendung, aber auch dies ist Ansichtssache.
Ich denke, der Autor wollte durch die abenteuerliche Textgestaltung auf die Struktur des Hauses hinweisen, die scheinbar keinen Regeln zu folgen scheint, und letzten Endes ist das Buch wohl Kunst, aber eben keine Kunst, die mir zusagt.

Ich möchte niemanden davon abhalten, das Buch zu lesen, das für ihn vielleicht ein wahres Meisterwerk sein könnte, ich möchte nur den wohlgemeinten Rat geben (vor allem in Anbetracht des Preises), das Buch vorher ein wenig durchzublättern und sich zu entscheiden, ob man selbst es lesen und sich auf die Handlung einlassen wird können.
Ich gebe drei Sterne, nicht weil mir das Buch gefallen hat, sondern weil ich durchaus anerkennen kann, welch enorme Arbeit dieser Roman den Autor gekostet haben muss.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Willkommen in der Hölle!, 5. Dezember 2010
Von 
Hoerspiel3 - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Haus: House of Leaves (Audio CD)
Der Einzug in das Haus. Türen, wo vorher keine waren. Ein Labyrinth, das sich stetig zu verändern scheint. Eine Erkundung, die zur Katastrophe verkommt.

Es dürfte zweifellos eines der innovativsten Hörspiel-Projekte der letzten Zeit sein: Das Haus. Ursprünglich für das Medium Radio konzipiert, liegt dieses Hörspiel nun auch in einer schmucken DVD-Box vor.
Auf drei Ebenen soll hier ein Hörspiel erzählt werden, bei dem man problemlos zwischen den einzelnen Ebenen hin und her schalten und sich so seine ganz persönliche Version des Hörspiels kreiieren kann. Natürlich ist es aber genauso möglich einfach jede Ebene für sich zu konsumieren.

Soweit die Idee des ganzen. Wie stellt sich das ganze denn nun in der Praxis konkret dar?

Die DVD startet mit einem stimmungsvollen Intro inklusive Bildern. Anschließend bekommt man als Hörer die Möglichkeit, sich auszusuchen, welchen Weg man gehen möchte. Dabei stehen einem drei Optionen offen:

"One Way" - die drei Hörspielteile nacheinander
"Own Way" - seinen eigenen Weg zusammenstellen
"Follow Way" - sich durch einen zufälligen Pfad leiten lassen

Das Hörspiel besteht aus drei Teilen, die jeweils ein eigenes vollwertiges Hörspiel mit einer Spieldauer von jeweils etwa 53 Minuten darstellen: Labyrinth, Fäden und Dunkelkammer.
Wie aber sind diese konkret gestaltet? Immerhin soll es ja möglich sein, zwischen diesen hin und her zu wechseln. (Randbemerkung: die Hörspiele selbst werden nicht wie beim Intro durch Bilder untermalt. Man bekommt es also mit einer rein akkustischen Darbietung zu tun.)

Ich habe mich bei meinem ersten Ausflug in da Haus für die "One Way"-Variante entschieden. Begrüßt wird man zunächst durch einen Prolog, der einem eröffnet, was man in den drei Ebenen zu erwarten hat. Und dann geht es auch schon los:

"Labyrinth" liefert einen Bericht der Ereignisse von Zampano. Zwar orientiert sich dieser am zeitlichen Verlauf der Ereignisse, fällt aber dennoch alles andere als linear aus. Vielmehr ist er gezeichnet von länger andauernden, allgemeinen Erzählpassagen mit Gedankenspielen, immer wieder unterbrochen von weiteren verschiedenartigen Einsprengseln. Sei es das Einblenden der aktiven Rückblicke der Ereignisse in dem Haus, oder die Darstellung einer zweiten Metaebene.
Dabei ist das Ganze in verschiedene Kapitel eingeteilt und erklärt so letztlich auch, wie es möglich ist, zwischen den verschiedenen Ebenen zu wechseln. Denn trotz unterschiedlicher Schwerpunkte bei der Darstellung gibt es verschiedene Punkte, die sich mit den gleichen Geschehnissen beschäftigen - vor allem beim Einbinden der aktiven Rückblenden.

In diesem Wechselspiel wirkt die Inszenierung trotz des großen Anteils der Erzählerpassagen erstaunlich lebendig. Allerdings bleibt inhaltlich vieles äußerst rätselhaft. Zwar wird einem einiges klarer, wenn man alle drei Ebenen kennengelernt hat, es bleibt jedoch selbst dann noch genug an ungelösten Mysterien.
Nur mit allerhöchsten Konzentration wird es einem hier gelingen, das Gesamtbild zu durchdringen. Einfache Kost ist das Haus wahrhaftig nicht. Die Darstellung trägt für mein Empfinden bisweilen gar schon Lovecraftsche Züge.

Zampano spielt auch in den beiden anderen Teilen eine bedeutsame Rolle. Die zweite Ebene "Fäden" gehört jedoch beinahe ganz dem Aushilfsarbeiter Johnnny Truant, dem das Schicksal wahrhaftig übel mitgespielt hat. Für mich war dies aber dennoch diejenige Ebene, die mich am wenigsten mitreißen konnte. Was möglicherweise mit daran gelegen haben mag, dass man sich hier etwas stärker vom Zentrum der Handlung entfernt hat.
Den wahren Kern - das akkustische "Originalmaterial" aus dem Film "The Navidson record" nimmt man sich dagegen in der dritten Ebene "Dunkelkammer" vor. Hier werden einem die Ereignisse von Anfang bis Ende in Form der äußerst intensiven Livemitschnitt samt eines zusätzlichen Erzählers und immer wieder mal eingestreuter Randkommentare vorgestellt. Auszüge aus diesen Aufzeichnungen gibt es in allen drei Ebenen zu hören - und jeweils erfährt man ein wenig mehr vom großen Ganzen. So erweist sich die dritte Ebene als die eindeutig erhellendste.

Die akkustische Inszenierung ist eindrucksvoll und absolut auf der Höhe der Zeit. Die Arbeit mit Musik und Geräuschen erinnert nicht selten an den Stil modernen Horrorfilme. Zwar ist "Das Haus" weit mehr als eine simple Horrorgeschichte, nichtsdestotrotz passt diese Klangkulisse, die sich zudem auch von Ebene zu Ebene unterscheidet ohne dabei stilstisch zu brechen, wie die Faust aufs Auge.
Exemplarisch benannt sei ein Stilmittel, das mir hier ziemlich gut gefallen hat: die Verfremdung des Wortes "Haus" hin zu einem unmenschlichen, überirdischen Zischen.

Die Sprecherriege ist umfangreich und man bekommt sogar einige bekanntere Stimmen zu hören. Unter anderem sind Wolfram Koch, Sascha Icks, Anna Thalbach und Tom Schilling mit von der Partie. Die Rolle Zampanos (Robert Ciulli) ist dabei jedoch fast die markanteste. Anfangs durchaus etwas gewöhnungsbedürftig, aber insgesamt einfach genial.

Allein die optische Gestaltung unterstreicht das Besondere dieser Produktion. Wann bekommt man neben der DVD schon ein ganzes (Notiz)Buch mitgeliefert, welches das Konzept somit auf einer vierten Ebene weiterführt?

Fazit: "Das Haus" ist ein Gesamtkunstwerk, welches auf dem Hörspielsektor so bisher absolut einmalig ist. Die Idee ist allemal interessant und insbesondere die akkustische Umsetzung erstklassig. Die Geschichte selbst ist dabei mit ihrer Vielfalt an Ebenen (tatsächlich weit mehr als die erwähnten drei) allerdings auch sehr komplex, rätselhaft und damit nicht immer ganz einfach. Hierfür muss man sich zweifellos Zeit nehmen und hochkonzentriert bei der Sache sein.

P.S.: Einen interessanten Einblick in den Entstehungsprozess bieten die filmischen Extras auf der DVD.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Haus, 10. November 2010
Von 
Poldis Hörspielseite - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Haus: House of Leaves (Audio CD)
Erster Eindruck: Mutiges Gesamtkunstwerk

Will Navidson entdeckt einige Merkwürdigkeiten an seinem neuen Haus. So ist es drinnen um ein paar Millimeter größer als außen. Doch dann taucht auch noch eine Tür auf, die in ein unterirdisches Höhlensystem führt. Voller Neugier beginnt er, das Labyrinth zu erforschen - mit ungeahnten Folgen...

"Das Haus" ist der Titel eines postmodernen Romans, im Original von Mark Z. Danielewski, und ist auf verschiedenen Erzählebenen, mit verschiedenen Schrifttypen, Farben, Fußnoten und anderen Außergewöhnlichkeiten ein recht anspruchsvolles Werk. Der WDR hat sich getraut, dieses als Hörspiel umzusetzen, doch nicht als einfache, fortlaufende Geschichte, sondern ebenfalls auf drei Ebenen, die parallel gelaufen sind. Dieses ungewöhnliche Projekt wurde nun vom Audioverlag veröffentlicht, als passendes Medium hat sich die DVD behauptet, sodass man nun auch hier bequem zwischen den einzelnen Stücken wechseln kann. Im Kern ist "Das Haus" eine Horrorgeschichte, Navidsons Erkundungen des Labyrinths wären an sich schon eine gute Basis für ein spannendes und interessantes Hörspiel. Den besonderen Reiz entfaltet es aber durch das Zusammenspiel mit den Analysen des blinden Wissenschaftlers Zampano und den anderen Textfragmenten, hier erfährt man Hintergrundwissen, Vergangenes oder andere Bezüge, die aber alle direkt oder indirekt mit dem Labyrinth zu tun haben. Verschiedene Stilmittel sorgen, wie beim Buch, für einen teilweise recht surreallen Eindruck. So stammt das Wort "Haus" immer von ein und demselben Sprecher und ist in den normalen Sprachfluss integriert, um nur ein Beispiel zu nennen.

Das Ganze ist sicherlich recht komplex, und beim ersten Durchhören wird man die Geschichte in seiner Gesamtheit kaum erfassen können, hierfür sind schon mehrere Durchgänge möglich. Dazu stellt die DVD drei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Man kann sich die einzelnen Bausteine einzeln anhören, was das Verständnis stark erleichtert, aber auch den Reiz des Zusammenspiels nimmt. Dann kann man - im laufenden Hörspiel - zwischen den drei Ebenen wechseln und so immer weiter in die Geheimnisse eintauchen. Oder, als dritte Möglichkeit, vorgespeicherte Wege durch das Hörspiel anwählen, die zufällig ausgewählt werden und auch so immer wieder anders wirken. Ähnlich wie das Labyrinth IN der Geschichte verändert sich so auch die Geschichte selbst immer wieder, neue Informationen werden zugespeist, an anderer Stelle Spannung erzeugt... Die Möglichkeiten sind vielfältig, sodass langfristig diese DVD immer wieder im Player landen wird. "Das Haus" ist fernab von den üblichen, momentan erhältlichen Hörspielen und hat viele künstlerische Aspekte, ist anspruchsvoll und anfangs schwer zu durchschauen, und gerade das macht den großen, den riesigen Reiz dieses engagierten und durchweg gelungenen Projektes aus.

Viele renommierte Schauspieler wurden für "Das Haus" gewonnen, hier wurde auf höchste Qualität geachtet, damit die dreigeteilte Geschichte ihre Wirkung vollends entfalten kann. Als Zampano ist beispielsweise Roberto Ciulli zu hören, er schwankt zwischen wissenschaftlicher Präzision und aufgebrachter Leidenschaft, sehr dynamisch und eingängig. Auf der zweiten Erzählebene ist Tom Schiling als Jonny Truant mit seiner präzisen, intensiven Sprechweise ein starker Bezugspunkt für den Hörer. Auch Anna Thalbach ist auf dieser Ebene als Thumper zu hören, die ihre Wirkung genau auslotet und immer wieder aufregende Akzente setzt. Andere der vielen Sprecher sind beispielsweise Wolfram Koch, Marion Kittel, Sascha Icks, Camilla Renschke und Gerd Köster.

Für die drei Ebenen wurde jeweils ein anderer Musiker engagiert, der der Geschichte seine ganz eigene Wirkung verleiht, einen anderen Stempel aufdrückt. Alle drei sind jedoch beängstigend und auf eine geniale Weise fesselnd. So gewinnt die Geschichte an Intensität, immer wieder setzten Effekte Schockmomente, trägt die verstörende Hintergrundmusik zur vorherrschenden Stimmung einen großen Teil bei.

Der Eindruck eines Gesamtkunstwerkes schlägt sich auch auf die Veröffentlichungsweise nieder - statt einer normalen CD-Hülle wurde eigens ein ganzes Buch entworfen, das in schlichtem Blau hochwertig gebunden wurde. Es enthält etliche leere Seiten, aber auch viele Textfragmente, Notizen, Zeichnungen und anderes. Auf der letzten Seite finden sich alle Informationen zur Produktion und auch kleine Texte über einige Sprecher.

Fazit: Ein vollkommen ungewöhnliches und mutiges Projekt, das sehr faszinierend ist und mit den drei unterschiedlichen Ebenen nicht nur sehr faszinierend ist, sondern auch immer wieder neue Motivtion zum Hören hervorruft.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Labyrinth der eigenen Seele, 18. Oktober 2007
Von 
Spaddl "spaddl" (SH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Haus. House of Leaves (Gebundene Ausgabe)
Ich habe vorhin dieses riesen Werk von Mark Z. Danielewski beendet und bin auch froh darüber. Es ist erleichternd dieses Buch, nicht nur wegen seines Gewichtes, nicht mehr mit sich rumschleppen zu müssen.
Dieses Buch nimmt einen gefangen; man kann nicht mehr entrinnen und MUSS einfach lesen.

Den Inhalt dieses Romans/dieser Abhandlung/etc. zusammenzufassen ist auch sehr schwierig:
Es existiert ein Video, der "Navidson-Report", der dokumentiert, welches Grauen eine Familie in dem besagten Haus durchmachen muss. Dieses Video wiederrum wird von einem blinden Mann, mit Namen Zampano schriftlich wiedergegeben und analysiert. Diese Abhandlung von Zampano bekommt der junge Johnny in seine Hände und arbeitet diese wieder auf.
Nebenbei sind die Niederschriften mit eigenen persönlichen Ereignissen von Johnny gespickt, die verstörender kaum sein können.

Der Autor spielt förmlich mit dem Leser. Der Leser geht mit auf die Expedition durch das Haus und ergründet dessen Schrecken als stummer Tourist.
Es kommt selten vor, das ein Buch mir regelrecht Angst macht, aber das ist bei diesem Buch passiert.
Die Sequenzen, in den Johnny "zu uns spricht" sind mehr als beängstigend und aufreibend.
Wahnsinn!

Mark Z. Danielewski lässt den Leser in Fallen tappen, lässt ihn miträtseln und -raten; wobei der Leser weiß, dass nichts so ist, wie es scheint.

Die Typographie ist in diesem Roman komplett auf den Kopf gestellt; und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Manche Textpassagen sind auf dem Kopf geschrieben, viele Seiten sind in Spiegelschrift und eingige Abschnitte in Blindenschrift verfasst.
Der Leser muss sich zudem durch 450 (!!!) Fußnoten kämpfen, die wirr angeordnet und teilweise komplett aus dem Zusammenhang gegriffen sind.

Das Buch kann ich Ihnen nun leider nicht empfehlen! Genau so wenig, wie ich Ihnen zu dem Buch raten kann.
Probieren Sie es aus; leihen Sie es sich von einem Bekannten oder einem Freund/In und lesen sie es stichprobenartig. Und wenn es Ihnen gefällt, sollten Sie es sich kaufen.

Ein beängstigendes Machwerk! Ein Wahnsinn! Ein (Vor)-Rezensent schrieb: "Es lebt." Und ja, das tut es.
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44 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ist das wirklich fair?, 19. Oktober 2007
Von 
Christa Schuenke (BERLIN, BERLIN Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Haus. House of Leaves (Gebundene Ausgabe)
Natz71 "NH" aus Freiburg gibt gleich zu, dass er noch ganz am Anfang ist mit diesem großartigen Buch, aber er macht es schon mal runter. Ist das wirklich fair, ist es seriös, eine negative Rezension zu schreiben zu einem Buch, das man noch gar nicht ausgelesen hat? Ich finde, nein.

Allen positiven Meinungen kann ich nur heftig zustimmen, und, um Denis Scheck zu zitieren: "Vertrauen Sie mir, ich weiß, wovon ich rede!" - ich habe "Das Haus" übersetzt, und ich finde es absolut phantastisch. Da hat jemand eine völlig neue Form des Geschichtenerzählens entwickelt, die ihre Wirkung auf andere Autoren nicht verfehlen wird. "Das Haus" ist das ungeheuer kühne Experiment eines bewundernswert mutigen Autors. Und, was das Beste ist: Das Experiment ist gelungen, es funktioniert!

Ich hatte das Glück, Mark Z. Danielewski auf einem Teil seiner soeben abgeschlossenen Lesereise durch mehrere deutsche Städte begleiten zu dürfen, ich habe erlebt, wie begeistert die Leser in Berlin, Göttingen und Stuttgart reagiert haben. Ich war beeindruckt davon, wie tief viele Leser bereits in das Buch eingedrungen waren, was für kluge Fragen nach den Lesungen gestellt wurden. Und meine Freunde, die die Lesungen in Hannover und Köln besucht haben, bestätigen mir, dass es dort genauso war.

Nein, dieses Buch fordert den Leser - es fordert ihn heraus, aber es fordert ihn auch dazu auf, aktiv zu lesen, gleichsam selber mitzumachen. Es bereitet uns eine ganz einmalige Lese-Erfahrung und bietet Stoff zu endlosem Nachdenken. Es wiegt 1,5 Kilo, und das ist nichts, wenn man bedenkt, dass darin mindestens sieben Bücher verborgen sind.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein düster-poetisches Meisterwerk, 9. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Haus. House of Leaves (Gebundene Ausgabe)
DAS HAUS ist eines der wenigen Bücher, die mich wirklich gefangen genommen haben. Ich glaube, das funktioniert nur, wenn man sich wirklich darauf einlässt, sich drei, vier Tage Urlaub nimmt und sich mit diesem Buch zurückzieht. Dann entdeckt man neben Spannung und Horror auch die vielen intellektuellen ironischen Nuancen und die große poetische Kraft, die hinter diesen verschlungenen Geschichten steckt. Und man sollte auf jeden Fall Lust an der Psychoanalyse mitbringen und selbst auf Bedeutungsjagd gehen wollen, sonst ist das Buch dem ein oder anderen vielleicht zu diffizil und zu unfertig belassen.
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34 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das hier ist nicht für euch, 3. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Haus. House of Leaves (Gebundene Ausgabe)
Unter dem im Titel angegenen Vorwort wird die Geschichte eines Films erzählt: "Der Navidson Record". Die Geschichte stammt von einem alten blinden Mann, Zampanó, dessen Texte nach seinem Tod von Johnny Truant gefunden, mit Kommentaren versehen und veröffentlicht wurden.
Der Film handelt von einem Haus in der Ash Tree Lane, das von Will Navidson und seiner Familie bezogen wird. Anfänglicher Idylle folgt der blanke Horror, das Haus verändert sich: neue Zimmer, dunkle Flure und Gänge tun sich auf; Navidson, der überall selbstauslösende Filmkameras aufgestellt hat, beginnt das Haus zu vermessen und zu erforschen. Die Ergebnisse sind erschütternd.

Das unheimliche Haus erweist sich dabei wie die Texte und Geschichten, ja wie das ganze Buch: Verschachtelt, unheimlich und unergründlich...

Der Text springt von der Hauptgeschichte des Films immer wieder zu skurillen, teilweise unter Drogen und/oder Wahnvorstellungen geschilderten Erlebnissen des Johnny Truant. Eine Fülle von Fußnoten
führt immer wieder in neue Richtungen.Teilweise sind ganze wissenschaftliche Abhandlungen vorhanden, z. B. über das Echo.

Das Buch selbst ist kurios: Texte stehen auf dem Kopf, ganze Seiten sind leer bzw. nur mit wenigen Worten oder Sätzen versehen. Textteile sind gestrichen oder unleserlich, man muß es einfach selbst gesehen haben.

Spannend, hochinteressant und kultig! Sehr empfehlenswert!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der größte Horrorroman unserer Zeit, 14. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Haus. House of Leaves (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch zu seinem Erscheinen vor über 2 Jahren gekauft und gelesen - doch bei der einen Lektüre blieb es nicht. Die Geschichte um DAS HAUS ließ mich nicht mehr los und so geschah es wieder und wieder, dass ich unvermittelt ins Bücherregal griff, den Wälzer herausnahm und willkürlich darin zu lesen begann.
Denn es ist so gut wie unmöglich - und dessen sollten man sich vor dem Kauf bewusst sein - DAS HAUS in einem Rutsch durchzulesen. Durch die meisterhafte Verknüpfung zweiter Erzählebenen wird das Konstrukt der Geschichte zu kompliziert, um es im ersten Anlauf erfassen zu können.
Für viele ist es diese Erkenntnis, die sie vom Lesen abhält und letztendlich dazu bringt, eine schlechte Rezension zu schreiben und das Buch ins Regal zu stellen.
Doch wer sich von der vermeintlichen Undurchschaubarkeit nicht abschrecken lässt, wird schnell merken, dass die Geschichte und das Buch eine klare Struktur haben, die es herauszuarbeiten gilt. Und genau darin, in dem Prozess des eigenständigen Verstehens und Erfassens, liegt der Reiz dieses Buches.
Es ist ein Werk, das man niemals zu Ende gelesehen hat.
Ich will nun nicht näher auf den Inhalt eingehen, das haben schon zahlreiche Rezensionen (meist vergeblich) versucht, sondern in aller Klarheit abschließend sagen: Es ist wahr, was im Prolog steht. DAS HAUS ist ein Labyrinth. Man wird sich darin verlieren. Und irgendwann, wenn man es nicht erwartet, holen einem die körperlosen Schatten dieser Geschichte wieder ein.
DAS HAUS ist ein Roman, den man niemals zuklappen kann, weswegen er weitaus angsteinflößender ist, als alles andere, was ich bisher an Horrorliteratur gelesen habe.
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36 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drei Bücher dick, 28. Oktober 2009
Von 
dreamjastie (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Haus / House of Leaves (Taschenbuch)
Ein so komplexes Buch knapp zu besprechen, ist fast nicht möglich. Danielewski hat ein Buch geschrieben, das außen die Maße eines 800 Seiten-Kloppers hat, innen aber viel größere Ausmaße annimmt und mindestens drei Bücher dick ist: bei "Tristram Shandy" entlehnt es die Geschwätzigkeit und Formenvielfalt bis hin zum Fehlen von Seiten, bei Umberto Ecos "Name der Rose" entlehnt es die sich überlagernden Erzählerebenen und stellt allein damit die Authentizität des Gesagten in Frage (das Internet und selbst die Bibel haben übrigens ähnliche Legitimationsprobleme, um nur eine von x denkbaren Assoziationsketten zu benennen), von Eco entlehnt ist ferner, dass alles mit Metaphorik aufgeladen ist oder aufgeladen zu sein scheint (und von Ecos blindem Bibliothekar ist es nicht weit zu Jorge Luis Borges, der ganz offenbar Pate stand). Und bei "Blair Witch Project" wird die Videoästhetik des Grauens entliehen, die hier genial auf Papier übertragen wird.

Kurz zur Handlung: Ein Fotograf und Pulitzer-Preisträger wagt den Neuanfang nach dem Ruhm. Er zieht sich mit seiner Familie von der Welt zurück und will einen kleinen Dokumentarfilm darüber drehen, wie ein neu erworbenes Haus in Besitz genommen wird. So wird eher zufällig dokumentiert, wie dieses Haus sich verändert und die Gesetze der Physik außer Kraft setzt. Zunächst ist es innen nur wenige Millimeter größer als außen, schließlich beherbergt es ein Labyrinth von gigantischen Ausmaßen, das in tagelangen Expeditionen nicht zu Ende erforscht werden kann. - Ein blinder (!) alter Mann namens Zampanó schreibt eine wissenschaftliche Analyse des fertigen Dokumentarfilmes (The Navidson Record) inklusive über vierhundert Fußnoten, seine Abhandlung bildet den Kern des Buches; ein Hilfstätowierer namens Johnny Truant sichtet und ordnet dieses Material und versieht es mit weiteren Fußnoten, die Details zum Anlass nehmend, weitschweifig das eigene Leben zu reflektieren. Zu guter letzt gibt es noch "die Herausgeber", die sich im Hintergrund halten und nur behutsam lenken und korrigieren.

Ein Buch mit sieben Siegeln für Liebhaber des Konspirativen, eine Travestie auf wissenschaftliche Analysen, deren Fußnoten nicht selten völlig sinnlos sind, dort aber, wo sie ganz offensichtlich sinnlos scheinen, oft versteckte Botschaften enthalten, wenn man z. B. die Anfangsbuchstaben aufgelisteter Nachnamen zusammenzieht, doch was sollen die Botschaften sagen? Oder der Index, der neben möglicherweise sinnvollen Stichwörtern wie "Braille" hauptsächlich Nonsens gewissenhaft auflistet, so die Wörter "alles", "aus" oder "Kaffee".

Das Grauenhafte liegt wie so oft im Alltäglichen. Interessant und genial an diesem Buch ist, dass das Grauen langsam - immer wieder aber angekündigt, um den Leser bei der Stange zu halten - und in Form einer seriösen Filmanalyse daherkommt. Genial auf Papier übertragen wird auch die Art, wie mit dem Text visuelle Labyrinthe oder Korridore entstehen, die ellenlang oder klaustrophobisch eng sind. Dadurch ändert sich ständig das Lesetempo, auch muss man das Buch öfter mal drehen, um weiterlesen zu können; Randnotizen schweifen zehn Seiten voraus, nur um in einer weiteren Fußnote wieder an den Ausgangspunkt zurückzuführen.

Nix ist fix. Raum und Zeit nicht (der Fotograf Navidson liest z. B. das Buch, das von ihm handelt, und Gesteinsproben aus dem Labyrinth datieren älter als die Erde), und auch die Assoziationsketten sind es nicht. Vieles führt ins Nichts wie ein Irrgarten. Und vieles wird möglicherweise mit Bedeutung aufgeblasen, wo keine ist, und kann damit immer noch Bedeutung erhalten als moderne Kunstkritik. Besonders perfide Truants Hinweis gleich am Anfang: über zwei Seiten warnt er, was das Buch mit dem Leser anstellen kann. Erst wird man nichts spüren, irgendwann aber einmal wird etwas ganz Banales eintreten, und der Leser wird erkennen, dass schon die ganze Zeit über nichts so war, wie er dachte, dass das Buch bereits Macht über ihn hat und ihn in den Wahnsinn treibt wie alle, die sich damit beschäftigt haben. Und wer möchte das Eintreten solcher Banalitäten für sich ausschließen? So trägt der Roman seine Botschaft ins Leben des verunsicherten oder amüsierten Lesers: alles könnte Bedeutung haben.
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Das Haus / House of Leaves
Das Haus / House of Leaves von Mark Z. Danielewski (Taschenbuch - 19. Oktober 2009)
EUR 18,99
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