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5.0 von 5 Sternen Mensch mit Katze
Wie unterschiedlich die Amazon Leser diesen Roman empfanden! Ich habe extra nicht vorher geschaut, um mich nicht beeinflussen zu lassen. Mit der Katze auf dem Sofa, die nur dann bleibt, wenn ihr Mensch Ruhe bewahrt und lang am Buch bleibt, habe ich diesen Roman genossen. Hätte am liebsten die ganze Nacht durchgelesen. Es stimmt aber schon: Geduld und Interesse an...
Veröffentlicht am 31. Januar 2008 von Leonore Pastewka

versus
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Toller Roman, mittelmäßiger Krimi
"Mensch ohne Hund" ist ein Romanfragment von Walter Hermansson, einer der Hauptfiguren in Hakan Nessers gleichnamigen Kriminalroman. Walter ist wohl das, was man gemeinhin unter einer gescheiterten Existenz versteht. Nach dem Abitur hat er lust- und ziellos alle Geisteswissenschaften ein wenig "anstudiert", dann gejobbt und es aufgrund einer halbwegs erfolgreichen...
Veröffentlicht am 27. April 2011 von Tobias Fabian-Krause


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80 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mensch mit Katze, 31. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Mensch ohne Hund (Gebundene Ausgabe)
Wie unterschiedlich die Amazon Leser diesen Roman empfanden! Ich habe extra nicht vorher geschaut, um mich nicht beeinflussen zu lassen. Mit der Katze auf dem Sofa, die nur dann bleibt, wenn ihr Mensch Ruhe bewahrt und lang am Buch bleibt, habe ich diesen Roman genossen. Hätte am liebsten die ganze Nacht durchgelesen. Es stimmt aber schon: Geduld und Interesse an kleinen, feinen Beobachtungen und Stimmungsbildern sollte man mitbringen, denn alle Familienmitglieder in diesem Roman werden in ihren Gedanken und "verbotenen" Gefühlen sehr ausführlich vorgestellt, bevor die Katastrophe beginnt. Wer sowas langweilig oder belastend findet, sollte die Finger von diesem Roman lassen. Mir hat er dagegen sehr gefallen, denn der "Kriminalfall" interessiert mich nur, wenn ich zuvor eine Beziehung zu den beteiligten Personen aufbauen konnte. Immer mal wieder zwischendurch glaubte man eigentlich, am Ende angekommen zu sein, aber dann gab es doch wieder eine Wende, und der Leser wusste oft mehr als die Protagonisten. Durchaus spannend! Für mich war's übrigens mein erster Hakan Nesser, aber mit Sicherheit nicht der Letzte.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Toller Roman, mittelmäßiger Krimi, 27. April 2011
Von 
Tobias Fabian-Krause (Landau, Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mensch ohne Hund: Roman (Taschenbuch)
"Mensch ohne Hund" ist ein Romanfragment von Walter Hermansson, einer der Hauptfiguren in Hakan Nessers gleichnamigen Kriminalroman. Walter ist wohl das, was man gemeinhin unter einer gescheiterten Existenz versteht. Nach dem Abitur hat er lust- und ziellos alle Geisteswissenschaften ein wenig "anstudiert", dann gejobbt und es aufgrund einer halbwegs erfolgreichen Karriere als 3000m Hindernissläufer zu so etwas wie dem B- oder eher C-Prominentenstatus in Schweden gebracht. Bei einer Big-Brother-ähnlichen Fernsehshow, bei der verschiedene Pseduprominente zusammentreffen und deren Hauptziel es ist, ein Paar zu finden, bei dem die Frau im Rahmen der Show geschwängert wurde erleidet Walter dann auch öffentlich Schiffbruch. Nicht nur, dass sämtliche seiner Anbandelungsversuche rüde abgewiesen werden. Nein, Walter wird auch dabei gefilmt, wie er sich sturzbetrunken selbst befriedigt.

"Wichs-Walter", wie ihn daraufhin der Boulevard nennt stammt aus einer gutbürgerlichen schwedischen Familie aus Norrland - seine Eltern sind frischpensionierte Lehrer, seine älteste Schwester ist Ärztin, seine andere Schwester ist mit einem Fernsehproduzenten verheiratet. Der Roman von Hakan Nesser beginnt kurz vor dem 65. Geburtstag von Walters Vater Karl-Erik, der am gleichen Tag Geburtstag hat wie seine 25 Jahre jüngere Lieblingstochter, die Chirurgin Ebba. Ein großes Familientreffen ist zu diesem Doppeljubiläum anberaumt, Ebba kommt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen Henrik und Kristoffer, Kristina, die andere Tochter mit ihrem Mann Viktor und ihrem Sohn Kelvin. Auch Walter ist irgendwie eingeladen, auch wenn seine Mutter gemischte Gefühle bezüglich seines Kommens hat und sein Vater ihn klar ablehnt. Walter hat eine große Schande über die Familie gebracht. Seine Eltern haben ihren Umzug nach Andalusien beschlossen, letztlich eine Flucht vor der Schande die Eltern von "Wichs-Walter" zu sein.
Auch unter den Geschwistern sind die Verhältnisse nicht gerade die einfachsten. Ebba wurde von ihrem Vater immer über die beiden anderen gestellt. Sie selbst ist vollkommen nach ihrem Vater geraten. Kristina und Walter hingegen verstehen sich gut. Sie ist auch die einzige, die sich die Mühe macht, Walter zu verstehen zu versuchen und die weiter zu ihm hält. Unter Ebbas Kindern ist Henrik der eindeutige Star: charmant, gut aussehend, blitzgescheit, sehr erfolgreich in der Schule, keine Eskapaden, während Kristoffer immer ein wenig durchschnittlicher war und in Henriks Schatten stand. Doch Henrik hat ein Geheimnis, das er vor allem vor seiner dominanten Mutter Ebba zu verheimlichen sucht.

Jede Menge Zündstoff also vor dem Familientreffen. Nach diesem Treffen sind Walter und kurz darauf Henrik plötzlich unauffindbar verschwunden. Was ist passiert? Der erste Fall für Inspektor Barbarotti.

Hakan Nesser ist als Meister der fein geschliffenen, auch literarisch wertvollen Kriminalliteratur längst ein alter Bekannter. Die van Veeteren-Reihe sowie Meisterwerke wie "Und Piccadily Circus liegt nicht in Kumla" oder "In Liebe, Agnes" schmücken seine literarische Visitenkarte auf das Feinste. "Mensch ohne Hund" steht zunächst in voller Kontinuität zu den Vorgängerwerken des skandinavischen Meisters. Die etwa 150 Seiten lange Exposition, in der die Familie Hermansson portraitiert wird ist grandios gelungen. Psychologisch klug und vor allem als bitterböse satirische Gesellschaftskritik exquisit liest sie sich. Das war allerhöchstes Lesevergnügen!
Auch der dann auftauchende Inspektor Barbarotti ist eine sehr liebevoll, unterhaltsam, einfühlsam und klug gestaltete Figur.

Was dann folgt ist allerdings fast enttäuschend. Es kann natürlich an mir liegen. Ich habe in den letzten knapp 3 Jahren ungefähr 50 Krimis gelesen. Vielleicht hat sich da bei mir etwas Routine eingeschlichen und ich hätte diesen Roman vor ein paar Jahren noch begeistert gelobt. Doch ich persönlich hätte mir im Nachhinein gewünscht, Nesser hätte aus dieser Grundkonstellation etwas anderes gemacht, hätte meinethalben die Familiensaga weitergesponnen oder die Kriminalhandlung sehr im Hintergrund gelassen und so etwas wie einen Entwicklungsroman z.B. aus Kristoffers Sicht geschrieben, wie es ihm bei "Und Piccadily Circus liegt nicht in Kumla" oder "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" so herrlich gelungen ist. Doch was hier auf den übrigens 400 Seiten präsentiert wird ist einfach ein höchst durchschnittlicher Krimi, in weiten Teilen vorhersehbar und bisweilen langatmig (100 Seiten zu kürzen wäre kein Problem gewesen). Langweilig? Naja...ich wollte schon wissen, wie es ausgeht, aber irgendwie die große Spannung kam nur selten auf.

Ein Gesamturteil fällt schwer - ich hatte so ungeheuer viel Spaß an den ersten 150 Seiten, da möchte ich fast davon sprechen, dass das jeder, der nur entfernt weiß, dass er etwas mit Nessers ironischem Stil anfangen kann diese einmal gelesen haben muss. Aber insgesamt ist das wohl der schlechteste Nesser, den ich jemals gelesen habe. Das heißt noch nicht viel, so viel brillantes wie es von diesem Autor gibt. Aber als Krimi ist dieses Buch einfach nur Durchschnitt und es gibt wahrscheinlich mehr als 1000 Krimis, die diesem an Qualität in nichts nachstehen, sofern die Bewertung ab Seite 150 beginnt.

Fazit: herrliche erste 150 Seiten, der Rest Genre-Durchschnitt und weit unter Nessers Bestleistungen.
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50 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Figuren, zäher Plot, 8. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Mensch ohne Hund (Gebundene Ausgabe)
Nesser bringt ein neues Team auf die Bühne: Gunnar Barbarotti mit seiner scharfsinnigen (und -züngigen) Kollegin und seinen mürrischen Chef Asunander.

Im ersten Teil haben sie noch nichts zu tun, es geht zunächst um ein Familientreffen der Familie Hermansson, auf das keiner so recht Lust hat. Diesen Kosmos zwischen oberlehrerhaften Alphatierchen und gescheiterten Existenzen setzt Nesser mit geistreichen Grotesken und subtilen Wortwitz meisterhaft ins Bild.

Im zweiten Teil muss der Komissar das Rätsel von 2 Vermissten des Familienfests aufklären und ist damit reichlich überfordert. Die Ermittlungsergebnisse basieren fast nur auf Zufällen, was angesichts des verzwickten Tathergangs aber auch glaubwürdig erscheint. Nur durch seine Hatnäckigkeit und Intuition kann er die Fälle lösen.

Nach Lektüre des ersten Teils hätte ich ohne Zögern 5 Sterne verteilt, danach verliert die Geschichte leider an Schwung. Die zähe Aufklärung und das am Ende doch wenig überraschende Ergebnis nimmt der Geschichte die Spannung.

Aus krimitechnischer Sicht ist "Mensch ohne Hund" eher durchschnittlich, aber die überzeugenden und brilliant dargestellten Psychogramme der Hermanssons machen das Buch lesenswert.
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Macht schon Spaß..., 12. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Mensch ohne Hund (Gebundene Ausgabe)
...Gunnar Barbarotti kennen zu lernen. Die etwas an den Haaren herbeigezogene Geschichte bezüglich seines Namens verzeiht man da gerne. Zumal die Beschreibungen der anderen Charaktere nicht nur schlüssig sind, sondern auch die Neugier erwecken.
Ich möchte hier nicht zu viel über "den Fall" verraten, darum nur ein Gesamteindruck: Das Buch gewinnt über eine lange Strecke durch den sympatischen neuen Kommissar und vor allem durch die realistische Beschreibung des familiären Wahnsinns in der "Opferfamilie".
Solange Nesser dabei bleibt, ist es ein wunderbares Buch.
Probleme hatte er anscheinend dieses Niveau zu halten und ein dementsprechendes Ende zu entwickeln. Zum Schluss hin wird alles etwas absehbar und flach. Die zuvor (auf sehr realistische Weise) völlig unberechenbaren Akteure, agieren nun berechenbar wie in einer Daylie -Soap. Und der "Mensch ohne Hund" hätte doch bitte etwas mehr ins Gewicht fallen dürfen! 3 Sterne weil ich mir 5 Sterne für Außergewöhnliches vorbehalte und 4 Sterne für ungetrübten Lesespaß stehen. Trotzdem freue ich mich auf den nächsten Fall von Gunnar B.!
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einsam und sprachlos - Nessers "Mensch ohne Hund", 31. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Mensch ohne Hund (Gebundene Ausgabe)
Auf den ersten Blick ein Ermittlerkrimi um einen neuen, sympathischen Inspektor - vor allem aber ein philosophisch und psychologisch inspirierter Roman, in dem es um den Zerfall einer bildungsbürgerlichen Familie und die Einsamkeit der Angehörigen dieser Familie geht. Mensch ohne Hund" - der Titel eines Romanfragments, das einer der Verschwundenen hinterlassen hat - steht als (ironische) Metapher für die trostlose und oft sogar erbärmliche Einsamkeit und Sprachlosigkeit der Figuren. Nur an wenigen Stellen gibt es Hoffnung darauf, dass einige der Romanfiguren ihre Isolation überwinden können - andere scheitern endgültig. Dass der Roman trotzdem nicht deprimierend wirkt, liegt vor allem an der stilistischen Leichtigkeit und Ironie des Autors - und auch an seinem schwarzen Humor. Trotz gelegentlicher Längen im zweiten Teil ist der Roman absolut lesenswert.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht wirklich ein Kriminalroman, 29. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Mensch ohne Hund: Roman (Taschenbuch)
Erwartet habe ich einen Kriminalroman. Das Wichtigste ist kurz erzählt: Vater und Tochter feiern
am selben Tagen ihren insgesamt 105-ten Geburtstag - die Tochter wird 40, der Vater 65. Die gesamte
Familie versammelt sich zu diesem Ereignis. Diese umfasst die Eltern, ihre drei Kinder+zwei Ehepartner
und drei Enkelkinder. In der ersten Nacht des Beisammenseins verschwindet der einzige Sohn - Walter,
in der folgenden Nacht der Enkelsohn - Henrik. Die Polizei wird eingeschaltet, aber Inspektor Barbarotti
tappt im Dunkeln. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Vermissten, den niemand kennt? Sind
die Vermissten tot oder leben sie noch? Ist der mögliche Täter in der Familie zu suchen?
Der Autor braucht bis zu diesem Punkt der Geschichte 200 Seiten, dennoch wird es eigentlich nicht
langweilig, nur hatte ich irgendwann das Gefühl, dass es gar nicht so sehr um den Fall geht, als um
das Gefühlsleben der verschiedenen Personen und wie sie mit der Tragödie, die sich unerwartet in
ihrer Familie ereignet hat, umgehen. Und so bleibt es auch. Letztlich werden beide Vermisstenfälle
durch Zufall aufgeklärt und Inspektor Barbarotti nicht wirklich gebraucht. Irgendwie ist die Kriminal-
geschichte auch völlig nebensächlich, weil es um nichts anderes als um die psychischen Schwierigkeiten
der einzelnen Familienmitglieder geht. Auf 550 Seiten wird die perfekte Familie demontiert bis am Ende
nichts mehr von ihr übrig bleibt als Einzelschicksale.
Als Kriminalroman kann ich Mensch ohne Hund deshalb eigentlich nicht weiter empfehlen. Schlecht ist
dieses Buch aber dennoch nicht. Die vorkommenden Personen sind interessant, ihre psychsischen Unzuläng-
lichkeiten und Probleme gut dargestellt, deshalb ist es an sich empfehlenswert, nur das Genre ist ein
wenig verfehlt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Håkan Nesser - Mensch ohne Hund, 3. Oktober 2009
Von 
hasewue - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Mensch ohne Hund (Gebundene Ausgabe)
In seinem ersten Fall muss der geschiedene Inspektor Gunnar Barbarotti das mysteriöse Verschwinden von Walter Hermansson und seines Neffen Henrik Grundt in Kymlinge, einem Dorf in Schweden aufklären.
Zunächst erzählt Håkan Nesser in "Mensch ohne Hund" ungefähr 200 Seiten lang die Vorgeschichte der einzelnen Protagonisten und stellt die verschiedenen Familienmitglieder vor.
Das Familienoberhaupt Karl - Erik Hermansson will zusammen mit seiner Tochter Ebba Hermansson Grundt seinen 65. Geburtstag bzw. ihren 40. Geburtstag feiern, als kurz vor der Familienfeier sein Sohn Walter verschwindet.
Zunächst wird nicht weiter darüber nachgedacht, da Walter das "schwarze Schaf" der Familie ist und mit dem Gedanken gespielt wird, dass es sich mit irgendwelchen Bekanntschaften die Zeit vertreibt.
Erst als am Tag darauf Ebbas Sohn Henrik verschwindet wird die Polizei eingeschaltet und Inspektor Gunnar Barbarotti tritt mit seiner Kollegin Eva Backmann auf den Plan.
Die Geschichte beginnt zuerst schleppend, gewinnt aber stellenweise an Tempo und Spannung. Insgesamt aber plätschert die Handlung eher vor sich hin, was auch an den zähen Ermittlungen liegt, die sich über ein Jahr hinziehen. Auch steht eher die Familiengeschichte als die Ermittlung im Zentrum der Handlung.
Es passiert auch nichts wirklich prägendes, so dass man die Geschichte nicht wirklich im Gedächtnis behält.
Dennoch kann man das Buch durch Nessers authentischer Sprache gut lesen und die Geschichte ist leicht zugänglich.
Auch die verschiedenen Erzählperspektiven und die Einblicke in Barbarottis Privatleben sind gut und glaubwürdig erzählt.
Dennoch ist Gunnar Barbarotti zunächst eine eher unspektakuläre und farblose Figur, die nicht wirklich greifbar erscheint. Als Leser gewinnt man noch keinen bleibenden Eindruck, was sich aber in den weiteren Fällen ändern kann.
Letztendlich ist Barbarottis erster Fall angenehm zu lesen, mit etwas Spannung durch die Überlegung einer möglichen Verbindung der beiden Vermisstenfälle und den unklaren Zusammenhängen.
Håkan Nesser schafft es mit seinem ungewöhnlichen und beeindruckenden Schreibstil die Geschichte dem Leser schmackhaft zu machen.

3,5 von 5 Sternen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine Familie wird seziert, 20. Dezember 2009
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mensch ohne Hund: Roman (Taschenbuch)
Ein sehr ungewöhnlich aufgebauter Krimi! Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Am Ende des ersten Kapitels ist zwar noch nichts passiert, aber man sitzt als Leser schon leicht sprachlos da (und denkt "das kann ja heiter werden"). Ohne wirklich zynisch zu sein wird die Familie, aus der auch die Opfer stammen, unter die Lupe genommen. Der Kommissar taucht sogar erst spät im Buch auf, aber ich habe ihn bis dahin gar nicht vermißt. Die ältere Dame, das weibliche Oberhaupt der Familie, ist im Grunde die zweite Hauptperson. Sie läutet das erste Kapitel ein und gibt auch die so ähnlich schon lange befürchtete Schlusszene im Buch. Die präzise Analyse dieser so normal erscheinenden Familienbande und der daraus offensichtlich ganz "natürlich" entstehenden kriminellen Handlungen ist für mich beinahe interessanter gewesen als der eigentliche Plot, das Aufspüren des Täters.
Irgendwie schienen zwischendurch alle Täter zu sein - nur von welcher Tat? Da stehen zwischenzeitlich mehrere zur Auswahl.
Dies ist der beste Krimi, den ich seit ganz langem gelesen habe, obwohl er vordergründig erst mal nicht Spannung aufzubauen scheint, sondern nur scheinbar ganz harmlos erzählt und dabei immer wieder alles in Frage stellt was man zu wissen glaubte!
Aber diese unaufhaltsame Entwicklung hat etwas von einem Sog. Vordergründige Action hat Hakan Nesser nicht nötig. Ich konnte das Buch kaum weglegen, und nicht vergessen, sondern habe immer nur gestaunt. Auch im Vergleich zu den Inspektor van Veeteren- Büchern ist dies einfach das beste Buch des Autors.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Innenansichten von Familienwahnsinn, 2. Januar 2008
Von 
basssopran - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mensch ohne Hund (Gebundene Ausgabe)
Eine Familie trifft Vorbereitungen zu einer Geburtstagsfeier. Der Großvater, frisch pensionierter Lehrer wie auch seine Ehefrau, wird 65, seine älteste Tochter gleichzeitig 40. Oma ist ein bisschen durch den Wind, weil ihr Mann das Haus verkaufen und seinen Lebensabend in Spanien verbringen will. Das will sie eigentlich nicht, aber sie hat gegen ihn noch nie wirklich Widerstand leisten können. Der Sohn Walter ist auch ein bisschen durch den Wind, weil er einen äußerst blamablen Auftritt in einer peinlichen TV-Show und entsprechende Presse hinter sich hat. Auch die beiden Töchter hadern mit ihrem Dasein und dem Verhältnis zu den anderen Familienmitgliedern. Während mehrere Teile der Familie die Veranstaltung eher als lästige Pflicht sehen und sie gern schnell hinter sich bringen würden, verschwindet Walter einfach von der Bildfläche. Die Familie scheut sich, seinetwegen die Polizei zu rufen, weil sein peinlicher Auftritt dann am nächsten Tag noch mal in der Presse durchgekaut würde. Dann verschwindet aber Walters Neffe ebenfalls, und es bleibt ihnen nichts anderes mehr übrig.

Nesser beschreibt Seelenlandschaft und persönliches Erleben der Charaktere so präzise und differenziert, dass man jeden bereits nach wenigen Seiten gut zu kennen meint. Auch die Beziehungen untereinander werden anhand kurzer Erinnerungen und Anekdoten sehr eindrücklich wiedergegeben. Im Falle des verschwundenen Walter hat man Anhaltspunkte, was geschehen sein könnte, aber keine Ahnung, warum. Im Falle des Neffen weiß man es eigentlich auch. Die große Spannung bezieht die Geschichte daraus, was die anderen Familienmitglieder mit der Situation anfangen und was sie eventuell planen. Die Ermittlungsarbeit der Polizei und der sympathische, wenn auch etwas blasse Gunnar Barbarotti als Kommissar spielen eher eine untergeordnete Rolle. Ich bin mit manchen Details nicht ganz einverstanden gewesen, so zum Beispiel mit dem späten Zeugen, der sich an eine Person, aber nicht an eine andere erinnern kann, oder mit den Beweggründen mancher Leute. Aber alles in allem fand ich die Geschichte toll erzählt, vielschichtig, sprachlich erfindungsreich und spannend.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Blutsbande.../ Hörbuch Mensch ohne Hund., 15. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Mensch ohne Hund (Audio CD)
...sind es, die eine Familie zusammenhalten. Aber es kann auch passieren, dass sich Familienmitglieder miteinander schwertun. Bei der Familie Hermansson ist genau das der Fall. Da ist das Familienoberhaupt Karl-Erik, der seinen Geburtstag im Familienkreis feiern möchte. Zusammen mit seiner Tochter Ebba, die am gleichen Tag ihren Ehrentag hat. Das Ebba Papas Lieblingskind ist, versteht sich dabei von selbst.

In der Familie Hermansson tut sich einiges. Karl-Erik will mit seiner Frau Rosemarie an die "Rentnerküste" in Spanien ziehen. Na ja...eigentlich möchte nur Karl-Erik dahin, Rosemarie würde ihren Gatten am liebsten umbringen. Ebba hat zwar beruflich Erfolg, aber ihre Söhne Henrik und Christopher haben die Nase gestrichen voll von der Mutter. Die zweite Hermansson Tochter Kristina ist mit einem rabiaten TV-Produzenten zusammen und leidet in ihrer Ehe vor sich hin. Hermansson Sohn Walter war für kurze Zeit DAS Gespräch im Land. In einer Art Dschungelcampsendung hat er sich vor laufender Kamera einen runtergeholt und ist seitdem komplett durch. Aber zum Geburtstag, und vor allem so kurz vor Weihnachten, soll der familiäre Schweigemantel über die Probleme der Familie Hermansson gelegt werden. Das klappt allerdings nur bis zu dem Moment, wo Henrik und Walter über Nacht verschwinden. Keiner von den beiden taucht wieder auf. Ein Fall für Kommissar Gunnar Barbarotti. Der hatte zwar über die Feiertage anderes vor, aber manchmal kommt einem so ein Fall auch ziemlich gut zu Pass...

Hakan Nessers Romane und Dietmar Bärs Stimme. Das sind zwei Dinge, die einfach zusammenpassen. Es ist nicht der erste Nesser Roman, den Bär spricht. Ich hoffe, es ist auch nicht der Letzte. Nesser setzt nicht auf Schock und Grauen bei seiner Story. Vielmehr dröselt er Stück für Stück die familiären Verhältnisse der Hermanssons unter- und miteinander auf. Hört sich nicht so spannend an, ist es aber. Brillant erzählt und von Bär überaus professionell vorgetragen entwickelt sich -Mensch ohne Hund- dabei zu einem Krimi, bei dem man miträtseln und mitfiebern darf. In der Tradition skandinavischer Krimis gibt es dazu einen Ermittler, der so clever wie "normal" ist. Barbarotti ist eine gut gelungene Figur, der Nesser in Zukunft hoffentlich noch ein Paar Fälle zuschanzt. Ich würde in jedem Fall wieder zuhören.
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Mensch ohne Hund: Roman
Mensch ohne Hund: Roman von Håkan Nesser (Taschenbuch - 25. Mai 2009)
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