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34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fabulierkunst pur - einer meiner Lieblinge!
Man muss nicht Marcel Reich-Ranicki heißen, um zu erkennen, dass der zeitgenössische
Roman bei uns stagniert. Doch in England gibt es sie noch, die echten Fabulierkünstler.
Julian Barnes gehört dazu und ist auch bei uns schon längst kein Geheimtipp mehr. Er gilt
mit Recht als einer der interessanten lesbaren Gegenwartsautoren, der...
Veröffentlicht am 20. Juli 2002 von darktec

versus
8 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Welt als eigenwillige Vorstellung
Julian Barnes (Jg. 46) ist ein arrivierter und mit Preisen bedachter britischer Autor, der unter dem Pseudonym Dan Kavanagh (Name seiner Frau) auch Krimis geschrieben hat.

Mit diesem 'Roman' (erschienen 1989) hat er sich jedoch eindeutig übernommen, was angesichts seines ehrgeizigen Sujets nicht überrascht. Für ihn beginnt die Geschichte der Welt...
Veröffentlicht am 19. August 2009 von Joachimski


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34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fabulierkunst pur - einer meiner Lieblinge!, 20. Juli 2002
Man muss nicht Marcel Reich-Ranicki heißen, um zu erkennen, dass der zeitgenössische
Roman bei uns stagniert. Doch in England gibt es sie noch, die echten Fabulierkünstler.
Julian Barnes gehört dazu und ist auch bei uns schon längst kein Geheimtipp mehr. Er gilt
mit Recht als einer der interessanten lesbaren Gegenwartsautoren, der mit solch
geistreichen Werken wie »Flauberts Papagei«, »Als sie mich noch nicht kannte«, »In die
Sonne sehen« oder seinem Erstling »Metroland« der Literatur schon in den 80er Jahren
neue Impulse verliehen hat. Mit seinem nächsten Roman 1990 ist es ihm wiederum
gelungen, ein noch besseres Buch abzuliefern, was angesichts seines hohen Standards
schwer einzuhalten schien.
Der Roman gliedert sich in zehn Kapitel, die auf den ersten Blick für sich allein stehen. In der
Mitte angekommen, wird der Leser jedoch die Vielfalt der gesponnenen Fäden und
Verknüpfungen allmählich einzuordnen wissen. Barnes verwendet die Weltgeschichte als
Gerüst, um seine kühn kalkulierten zehn Geschichten in einen Rahmen zu fassen, wobei
viele Motive erkennbar werden, sich aber die Arche und der Schiffbruch als ein roter Faden
abzeichnen. Unser Heimatplanet ist schließlich zugleich Arche, die Barnes entlarvend als
äußerst verletzlich und zerbrechlich beschreibt. Nur der Erzähler dieser Geschichte, der
Holzwurm als blinder Passagier, vermag uns aus einer Scheinwelt herauszuholen, die uns
vorgaukelt, dass die Menschheit mit einem blauen Auge davonkommen könnte.
Neben seiner flotten, witzigen Gangart, täuscht uns der Roman im Wechsel nicht über die
Abgründe des menschlichen Daseins seit Noahs Arche hinweg, indem er Klartext redet. So
wird der unerlaubt mitreisende Wurm gleich im ersten Kapitel einen nicht so ganz mit der
Bibel korrespondierenden Reisebericht der Arche Noah schildern. Er liefert uns die
amüsante Erklärung, wie und warum eine Vielzahl der ersten Arten heute nur noch als
Fabelwesen existieren. Terroristen entführen in einem Kapitel ein Kreuzfahrtschiff im
Mittelmeer, oder eine junge Frau geht mit ihrer Katze auf eine Insel, um so dem drohenden
Atomkrieg auf der nördlichen Hemisphäre zu entkommen. Es gibt auch einen mysteriösen
Gerichtsprozess im mittelalterlichen Frankreich, wobei es darum geht, die Zerstörer des
Bischofsstuhls von Besançon zu bestrafen. Denn Hugo, Bischof zu Besançon, leidet seit
seinem Sturz vom morschen Stuhl an Schwachsinn. Als Zerstörer werden lediglich
Holzwürmer im Gebälk ausfindig gemacht und deswegen angeklagt.
Eines der schönsten Kapitel, abgesehen vom brillant gestalteten 1/2 Kapitel über die Liebe,
ist die Beschreibung des Schiffbruches der Medusa im Jahre 1816 und wie dieses
Geschehen drei Jahre später von Théodore Géricault in seinem monumentalen Gemälde
»Floß der Medusa« festgehalten wurde.
Doch Barnes will nicht nur unterhaltsam sein, seine Kritik äußert er deutlich. Für ihn ist die
Politik nur ein Anhängsel der Weltgeschichte. Drei Dinge seien seit Noah von Bedeutsamkeit
gewesen: die Religion, die Kunst und die Liebe. Die Religion ist für Barnes nicht immer
gleich Wahrheit, Kunst erkennt das Volk nicht unbedingt gleichmütig als Kunst an, und
Barnes' Hoffnung für die Menschheit bleibt so die Kraft der Liebe. Eines steht fest, Barnes
steht souverän über den Dingen, und so darf man gespannt sein auf weitere Bücher.
Vielleicht sind auch Sie bald vom Barnes-Fieber erfasst?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillant, 19. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eine Geschichte der Welt in 10 1/2 Kapiteln (Taschenbuch)
Dieses Buch gehört zu den wenigen, die bei mir in die Sammlung erneut zu lesender Bücher Eingang findet. Ein echter Barnes, dem die Übersetzerin Gertraude Krueger hervorragend gerecht wird. Erfehlung: Lesen!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geistreich und witzig, 13. Januar 2007
Selten hat mir ein Buch so gut gefallen wie dieses, die 10 1/2 Kapitel waren ohne Ausnahme fesslend, viel Lesespaß mit Tiefgang, das letzte Kapitel mit der Schilderung des Paradieses ist einfach göttlich. Das Arche Noah Motiv wird unter unterschiedlichen Betrachtungswinkeln immer wieder aufgegriffen, ob nun die Suche nach dem Landungsplatz der Arche Noah auf dem Ararat Berg, der Untergang der Titanic, die Schilderung eines Schiffbruches im 19.Jahrhundert. Außergewöhnlich auch das angehängte Farbfoto von den Schiffbrüchigen, dessen Schicksal im Roman ausführlich diskutiert wird. Einzig allein den Titel finde ich nicht ganz passend, mit der Geschichte der Welt hat das Buch eher wenig zu tun.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einfach ein tolles Buch, 8. November 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Eine Geschichte der Welt in 10 1/2 Kapiteln (Taschenbuch)
Das Buch enthält die angesprochenen 10 1/2 Kapitel, die meiner Meinung nach aber 11 Kapitel sind. Sei's drum. Julian Barnes ist mit 'Eine Geschichte der Welt in 10 1/2 Kapiteln' ein Buch gelungen, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt oder dem Leser ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Mir haben besonders die Kapitel 1 (Der blinde Passagier), 2 (Die Besucher), 5 (Schiffbruch), 6 (Der Berg), 8 (Stromaufwärts), 9 (Projekt Ararat) und das halbe Kapitel über die Liebe gefallen. Auch die Kapitel 7 (Drei einfache Geschichten) und 10 (Der Traum) waren noch ok. Was Herr Barnes aber mit den Kapiteln 3 (Die Religionskriege) und 4 (Die Überlebende) dem Leser sagen wollte, konnte ich nicht verstehen.

Besonders beeindruckt hat mich das Kapitel 5, in dem der Autor vom Untergang des französischen Schiffes Medusa berichtet und wie dann das gewaltige Bild von den Überlebenden entstanden ist. Auch das halbe Kapitel über die Liebe hat mich irgendwie fasziniert. Julian Barnes hat vieles angesprochen, was mich schon immer in Verbindung mit der Liebe gewundert hat.

Alles in allem ein gutes Buch mit einem sehr vielseitigem Inhalt. Wegen der beiden - für mich - absolut unverständlichen Kapitel aber nur 4 Sterne.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Buch, 3. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Eine Geschichte der Welt in 10 1/2 Kapiteln (Taschenbuch)
Großartig, dass dieses Buch wieder aufgelegt wurde. Habe es vor einigen Jahren zum ersten Mal gelesen, es gehört zu meinen absoluten Juwelen.
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8 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Welt als eigenwillige Vorstellung, 19. August 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Eine Geschichte der Welt in 10 1/2 Kapiteln (Taschenbuch)
Julian Barnes (Jg. 46) ist ein arrivierter und mit Preisen bedachter britischer Autor, der unter dem Pseudonym Dan Kavanagh (Name seiner Frau) auch Krimis geschrieben hat.

Mit diesem 'Roman' (erschienen 1989) hat er sich jedoch eindeutig übernommen, was angesichts seines ehrgeizigen Sujets nicht überrascht. Für ihn beginnt die Geschichte der Welt mit der der Arche Noah, die er vom Standpunkt des Holzwurms erzählt, der sich und seinen Clan als blinde Passagiere auf die Arche geschmuggelt hat. Wenig originell, dass Barnes hier die biblische Saga wörtlich nimmt und damit der Lächerlichkeit preisgibt. Einzig interessant, wie er erklärt, dass Tiere wie Drachen, Einhörner und dergleichen Fabelwesen nur deshalb der Sagenwelt angehören, weil Noah sich geweigert hat, sie an Bord zu nehmen.

Im letzten Kapitel 'Der Traum' schildert Barnes uns seine Version des ewigen Lebens als fortwährende Wunscherfüllung, was sehr an Sartres "Die Eingeschlossenen" erinnert und so wohl eher der Hölle gleicht.

Dazwischen ein heterogenes, gewollt originelles Geschichtenwirrwarr, sehr lose verknüpft durch die literarischen Topoi Arche, Schiffbruch, Berg Ararat.

Barnes, der klassische britische Intellektuelle mit frankophonen Zügen, formuliert mit müheloser Leichtigkeit und eitlem, selbstgefälligem Duktus. Etwas Neues über die Welt hat er zumindest dem Leseteufel nicht mitgeteilt. Selbst sein von allen Kritikern hoch gelobtes halbes Kapitel über die Liebe bleibt schwammig.
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 40 Stunden Lesespassss, 26. Januar 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Eine Geschichte der Welt in 10 1/2 Kapiteln (Taschenbuch)
"Die Arche Noah als Aufhänger für zehn Kurzgeschichten?" sprach's und hat bezahlt. So sehr ich auch KEIN Freund von Kurzgeschichten bin, dieses Buch hat es in sich! Thematisch ineinander verwoben, mit Zeitsprüngen zwischen Noah's Zehen und Nazi's Zähnen kann man nur sagen, dass dem Herrn Barnes hier ein gelungenes Stück Buch gelungen ist: Abwechslungsreicher Themenbezug, Tatsachenberichte und Querverweise mit einem Augenzwinkern. Für alle die Bibeltum spöttisch belächeln bestens geeignet...
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5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein humorvolles Lesevergnügen, 7. August 2000
Von Ein Kunde
Dieses Buch hat ein selten gewordenes Niveau. Man erfährt etwas über Schicksale einzelner Menschen. Auf jene unverwechselbare Art, daß man gleichzeitig lachen und weinen könnte. Und - das Buch handelt von der Liebe...
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer wieder neu entdecken, 13. Dezember 2008
Eigentlich dürfte man angesichts der einmaligen Leseerfahrung, die dieses Buch einem offenbart keinen Moment mehr damit verschwenden irgendetwas anderes zu tun, als dieses Buch (oder andere Bücher von Julian Barnes) zu lesen.
Es ist auch nach mehrmaliger Lektüre wieder eine Freude gewesen, sich auf diese ungewöhnliche Reise in die Menschheitsgeschichte zu begeben und die wohldosierten ironischen Seitenhiebe zu genießen.
Einfach genial!
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3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfrischend und angenehm, lustig und dramatisch., 16. Mai 2000
Von Ein Kunde
Dieses Buch habe ich in kürzester Zeit gelesen; es hat mich fasziniert. Das erste Kapitel gibt eien wundervollen Einstand, und das Buch verliert nie an Überzeugungskraft. Barnes ist ein Könner; er erzählt erfrischend und lustig ohne je die Ernsthaftigkeit zu verlieren. Großartig.
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Eine Geschichte der Welt in 10 1/2 Kapiteln
Eine Geschichte der Welt in 10 1/2 Kapiteln von Julian Barnes (Taschenbuch - 5. Januar 2009)
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