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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen8
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am 4. Januar 2009
Getreu Ackroyd's eigenem Leitwort, dass jedes Genie zu 99% gewöhnlich und 1% außergewöhnlich ist, wird Shakespeare in dieser Biographie als das porträtiert was er zu allererst war: ein Sohn seiner Zeit. Ackroyd schildert das damalige Leben in Stratford und London plastisch, lebendig und farbenfroh. Und aus diesem Hintergrund wächst sein Shakespeare ganz organisch hervor.

Ackroyd's Shakespeare ist ein Bürger aus der Provinz, ein Geschäfts- und Lebemann, ein Schauspieler, Regisseur und ein routinierter und erfolgreicher Autor. Der Leser kommt Shakespeare dabei so nah wie selten in einem Buch zuvor, was nicht zuletzt an Ackroyd's außerordentlich fundierten Einbeziehung verschiedenster Quellen liegt. Dass nämlich wenig Quellen existieren ist mittlerweile ein überholter Mythos: Shakespeare's Leben gehört zu den bestdokumentierten Bürgerleben des 16. und 17. Jahrhunderts und Ackroyd versteht es diesen Reichtum schriftstellerisch zu nutzen. Das Buch ist äußerst gut lesbar, kurzweilig und unterhaltsam, sehr englisch eben.

Dass dabei für meinen Geschmack allerdings ein wenig an Tiefe und Auseinandersetzung mit dem Werk auf der Strecke bleibt - deshalb ein Stern Abzug - liegt wahrscheinlich mehr an meinen deutschen Erwartungen als an Ackroyd: es ist kein Zufall, dass Shakespeare in Deutschland immer zuerst mit Hamlet assoziiert wird, in seinem Heimatland dagegen mit Falstaff, dem lebenslustigen und scharfzüngigen Narren.

Der Rest, nach der Lektüre, war bei mir nicht Schweigen, sondern der Bestellklick bei einem weiteren Ackroyd-Buch, einer Dickens-Biographie. Ich bin gespannt.
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Dieses Buch lebt von der Begeisterung für sein Thema. Wobei dieses Thema nicht ausschließlich die Biographie des Dramatikers ist. Über dessen Leben hat sich nämlich angesichts seiner Bedeutung eher wenig nachweisbares erhalten. Statt dessen geht es hier um das elisabethanische England in all seinen Details. Da kennt sich Ackroyd, der durch seine Stadtgeschichte Londons bekannt ist, exzellent aus. Und dann geht es natürlich auch um die Kunst Shakespeares, um seine Stücke und Sonette. Und hier hat Ackroyd, der sich auch schon mal mit den "Origins of the English Imagination" beschäftigt hat, eben auch viel zu sagen.

Über das Werk und seine Umwelt dem großen Dichter nach zu spüren, ist sicher ein sinnvoller Ansatz. Denn diese Biographie ist dadurch ein spannendes, kluges und hervorragend lesbares Buch geworden. Man merkt regelmäßig, dass es Ackroyd hier gleich auf zwei Zielgruppen abgesehen hat. Für den Normalleser gliedert er die ca. 600 Seiten in übersichtlich kleine Kapitel, schreibt viel von Zoten und Obzönen in den Stücken (man möchte dabei fast an den Humor von 2 1/2 Men denken). Und wenn etwas im Leben des Dramatikers dann reine Spekulation ist, dann entscheidet sich Ackroyd mit leichtem Augenzwinkern einfach für die Version, die seinen Protagonisten als nochmal besonders genial erscheinen lässt. So darf dann das Buch den Dichter hemmungslos feiern, was die Leser lieben.

Darüber hinaus gibt es aber auch noch ein wenig Stoff für den Kenner. Die Vorläufigkeit des Werkes von Shakespeare im Rahmen des zeitgenössischen Theaters habe ich noch nirgendwo so gut beschrieben gefunden. Shakespeare ging es um die Wirkung auf die Zuschauer vor der Bühne. War die durch eine Änderung mal schnell zu steigern, so machte man diese mal schnell, zum Beispiel angesichts eines Schauspielerwechsels. Eine definitive, gedruckte Textfassung eines Stückes, das erscheint eher als eine Konstruktion aus späterer Zeit.

Der zweite Komplex, der hier in den Vordergrund gestellt wird, ist der schon mehrfach diskutierte Einfluss des katholischen Hintergrund des Dichters auf sein Werk. Ackroyd hält hier den Katholizismus von Shakespeares Vater für praktisch nachweisbar, während er dem Sohn eine eher abgeklärte Haltung zu den Themen Religion und Politik in den Mund legt. Es ist die Interpretation der Dinge, die einfach guter Menschenkenntnis und dem gesunden Menschenverstand am besten zu entsprechen scheint.

Das Buch mag nicht die Genialität von Shakespeare selbst haben, aber es holt aus dem Thema, was man überhaupt so machen kann. Und noch dazu macht es Lust auf einen Besuch im Theater.
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Shakespeare - dieser Name ist ein Mythos. Für viele der beste Dramatiker, der je gelebt hat, bleibt sein Leben im Dunkeln. Niemand weiß genau, ob er gelebt hat, welche Stücke er geschrieben hat, wie er arbeitete oder dachte. Hunderte Fachleute, unzählige Koryphäen haben in vier Jahrhunderten gestritten, gekämpft, gefeiert und verflucht. Niemand hat Licht in das Dunkel zu bringen vermocht, das die Person Shakespeare umgibt. Direkte Quellen sind nicht vorhanden, indirekte sind spekulativ und subjektiv in ihrer Aussage dieses einmalige Genie betreffend.
In diesem unsicheren Feld unternimmt der britische Autor Peter Ackroyd einen gewagten, mutigen, um nicht zu sagen sensationellen Versuch. Er schreibt eine Biografie über Shakespeare. Er mutmaßt, spekuliert, fabuliert, falsifiziert und verifiziert. Er nutzt zwei unterschiedliche Quellen. Erstens analysiert er das Werk Shakespeares im Hinblick auf dessen Einstellungen, seine Lebensweise, seine Vorlieben und seine Arbeitsweise. Zweitens stürzt er sich mit einer Akribie auf historische Dokumente und offizielle Schriftstücke, die beispielhaft ist und fast manischen Charakter hat. Er trägt tausende und abertausende Details zusammen und verfasst daraus eine Biografie, die zwar immer noch subjektiv, fiktiv und in vielen Stellen angreifbar ist, aber sie eröffnet erstmals einen Blick auf die Zeit, in die die Lebensspanne Shakespeares sich erstreckt, in das Umfeld seines Wirkungsbereiches, auf die Freunde, Bekannten, seine Familie, Zeitzeugen, Neider, Bewunderer und Feinde. Diese Biografie ist ein Versuch, sich der Person Shakespeare indirekt und von außen zu nähern und doch aus ihr heraus begreiflich zu machen, wie dieses einmalige Genie entstanden ist.

Teil 1 - 3: Der Aufstieg
Shakespeares Eltern, seine Geburt und ersten Lebensjahre, seine Jugend und Schullaufbahn bis hin zu seiner Heirat in der kleinen Gemeinde Stratford zwischen 1564 und 1586 belegen die Wurzeln des Dramatikers. Doch er will mehr sein als der Sohn von John Shakespeare in Stratford. Er will Schauspieler und Autor werden. So zieht es ihn bereits im Alter von zweiundzwanzig Jahren nach London. Die Teilung der Queen?s Men in zwei Schauspielgruppen eröffnet dem aufstrebenden, ehrgeizigen Autor Shakespeare urplötzlich die Möglichkeit bei den Lord Strange?s Men die Stelle des alleinigen Stückeschreibers einzunehmen. Er fungiert als Autor und Schauspieler und diskutiert mit den anderen Schauspielern die Dramaturgie der Stücke. Immer wieder bedient er sich bei anderen Autoren, schreibt alte Stücke um und verändert bekannte Dramen, schreibt aber auch eigene Skripte.

Teil 4 - 6: An die Spitze
Nach einem Streit der beiden wichtigsten Schauspieler der Lord Strange?s Men verbleibt Shakespeare im "Theatre", ihrem Bühnenhaus, gemeinsam mit dem großen Burbage, während das restliche Ensemble mit Alleyn ins "Rose" wechselt. Dies ist die Geburtsstunde der Pembroke?s Men. Shakespeare wird ein Begriff in London und sein Ensemble spielt recht häufig bei Hofe zur Belustigung von Elisabeth der I.
Nach der Auflösung der Pembroke?s Men um das Jahr 1593 gründeten sich die Lord Chamberlain?s Men. Wegen der immer wiederkehrenden Pest machen die Schauspieler ausgedehnte Tourneen über das Land und werden immer bekannter. Immer neue Stücke, vielfach aber auch überarbeitete ältere Dramen aus der Feder Shakespeares kommen zur Aufführung.
Im Mai 1597 kauft Shakespeare ein riesiges, allerdings baufälliges Anwesen in Stratford. Er beweist nicht nur, dass er seine Familie unterstützt, wo er nur kann, sondern offenbart - wie immer wieder in seiner Karriere - seinen Geschäftssinn und seine auf Besitz und Reichtum ausgerichtete Lebensweise.

Teil 7 - 9: Unsterblich
Auch heute noch ist das "Globe" ein Begriff in der Theaterwelt. Ein kaum fünfunddreißig Meter durchmessender Holzbau, der mehr als dreitausend Zuschauer fasst, ist architektonisch und auch wirtschaftlich ein glänzendes Bauwerk. Wieder beweist Shakespeare seinen Geschäftssinn, denn er ist Teilhaber des Theaters, Autor und Schauspieler in einer Person.
Am 24. März 1603 stirbt Elisabeth, König Jakob erreicht am 13. Mai London und übernimmt die Regentschaft. Die King?s Men werden gegründet, Shakespeare wird ihr zentraler Mann.
Eine achtzehnmonatige Schließung aller Theater hatte zur Folge, dass sich Shakespeare mit sechs seiner Kollegen zusammentat und den riskanten und doch wichtigsten Schritt ihres Lebens wagten: Sie mieteten für einundzwanzig Jahre das Blackfriars Theatre. Das feste Steinhaus bietet mehr Zuschauern Platz, die Eintrittspreise sind um ein vielfaches höher und Shakespeare arbeitet nicht mehr als Schauspieler, sondern nur noch als Autor und "Regisseur".

Man kann diesen unglaublichen Berg an Fakten, Details, Mutmaßungen und Spekulationen verachten, kann die Sicht auf diesen Autoren des Mittelalters und Barocks ablehnen und die Nase rümpfen über soviel Chuzpe, wie sie Ackroyd beweist. Er wagt es allen Fachleuten eine neue Sichtweise vorzulegen. Er verlässt die übervorsichtigen Fahrwasser der selbsternannten "Shakespeare-Kenner" und kreiert schlicht ein Portrait dieses Mannes.
Sein Bild ist hochspekulativ, ermöglicht aber erstmals dem Laien, sich die Zeit, die Lebensumstände, den kreativen Prozess dieses Ausnahme-Dramatikers vorzustellen und einzutauchen in dieses Genie. Shakespeare - und das ist der größte Verdienst von Ackroyd - wird hinter dem gewaltigen Standbild, hinter dem überlebensgroßen Monument, zu einem einfachen Bürger. Zu einem zwar unglaublich kreativen, aber auch geschäftstüchtigen, zu einem lebensfrohen, das Leben selbst beschreibenden und ergründenden Autor, zu einem liebenden, seine Familie verlassenden einfachen Menschen. Shakespeare wird vom Mythos zum Mensch.

Fazit: Wer die Zeit zwischen 1564 und 1616 erleben will, wer das elisabethanische London kennen lernen will, wer hinter unzähligen Dramen den Autoren und Menschen erkennen will, sollte sich diese Biografie kaufen. Wer aber fundierte Fakten, sichere Daten und nachweisbare Aussagen über Shakespeare haben will, sollte es aufgeben - die kann und wird niemand liefern. Das will Peter Ackroyd auch gar nicht - er will sich einfach nur diesem Menschen nähern - so nah wie es nur irgend möglich ist. Und das ist ihm gelungen!

Neben dem umfangreichen Anhang sind vor allem die Bilder erwähnenswert, die in zwei Gruppen in das Buch eingebunden sind. Sie zeigen Zeitzeugen, Bilder des Dramatikers und Bauwerke von Bedeutung. Sie dokumentieren auf interessante Weise, was der Text allein nicht vermag.

Stefan Erlemann
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am 10. April 2013
Die opulente Biographie eines Mannes, dessen historische Authentizität bis heute umstritten ist. Ackroyd hat keine wissenschaftliche Abhandlung verfasst, sondern erzählt eine gut recherchierte, unterhaltsame Lebensgeschichte. Man erfährt somit nicht nur das Dürftige über die historische Person Shakespeare, sondern auch über die Kultur und die Geschichte des Elisabethanischen Zeitalters in England. Insgesamt sehr lesenswert!
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Der Autor Peter Ackroyd zeigt fundiert und umfassend eine Biographie von Shakespeare auf, welche mit dem heutigen Tage in der Tat Maßstäbe setzen wird. Die Welt William Shakespeares wird transparent und sein Wirken deutlich in Dramen und Sonetten von befreundeten Künstlern und deren Nachfahren. Brillant von Peter Ackroyd geschrieben und faszinierend dargestellt - SHAKESPEARE - eine oftmals undeutlich erkennbare Person bekommt nun endlich scharfe Umrisse.

Die Besonderheit dieses umfassenden Werkes ist sicherlich seine ungewöhnliche Beleuchtungsrichtung, denn durch die indirekten Quellen erschließt sich hier das Leben eines der größten Dramatiker Europas auf ganz besondere Weise.

Das Elisabethanische Zeitalter Shakespeares wird leidenschaftlich und detaiert beschrieben, welches dem Leser diese interessante Zeit zudem auch noch näher bringt. Peter Ackroyd, als einer der namhaftesten britischen Gegenwartsautoren zeigt auf, was uns bei Shakespeare noch gefehlt hat, denn zu ihm selbst ist kaum etwas überliefert. Obwohl er in juristischen Prozessen oftmals hart auftrat, so waren seine Art und sein Geist aber strahlend hell und vermochten so manchem Kritiker mitreißend zu begeistern.

Die Religion und die Familie haben sicherlich William Shakespeares Leben eine zentrale Rolle gespielt und wurden von ihm immer wieder sehr subtil in Dramen und Stücken verarbeitet und weiter gesponnen.

Shakespeare bildete die Welt in ihrem Widerspruch ab, welches dazu führt, dass er und seine Stücke bis heute beliebt sind, da sich die Zuschauer in ihnen wieder erkennen können.

Die in London grassierende Pest zu Shakespeares damaliger Zeit, die Lebensmittelknappheit und die daraus vielfach resultierenden Probleme zwischen Bevölkerung und Adel verarbeitete dieser in seinen Dramen. Doch auch Kollegen aus anderen Bereichen, nahmen seine Aufarbeitungen wahr und verarbeiteten diese wiederum in Ihren Werken.

Das Buch SHAKESPEARE von Peter Ackroyd ist ein herausragendes Werk der Geschichtsschreibung geworden, welches das Thema nicht dramatisiert, noch den Protagonisten glorifiziert, einzig und allein die Fakten-/ und Quellenlage hat dieses Buch inspiriert und es ist damit zu einem neuen Standardwerk für die Shakespeareforschung geworden.

Sehr empfehlenswert!
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am 13. Dezember 2015
Peter Ackroyd beschreibt in diesem tollen Buch nicht nur Shakespeares Lebensweg (soweit bekannt, sonst spekuliert er - was nie unseriös wirkt) sondern die lässt einen Teil der damaligen Gesellschaft aufleben. Auch wenn es eine Illusion ist, man glaubt nach dem lesen Shakespeare recht gut zu kennen. Nie langweilig und trotzdem detailliert genug. Lesenswert - schon weil das Thema Shakespeare ist...
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am 27. November 2006
bei jeder shakespeare-biografie schau ich zuerst einmal ins personenregister, ob bzw. wie oft dort edward de vere, earl of oxford genannt wird. in dieser biographie wird er gar nicht erwähnt. insgesamt erscheint mir als grosser makel dieser biografie, dass nicht vorhandenes wissen um die person des dichters namens shakespeare durch mutmassungen (in formulierungen von "wahrscheinlich" über "vielleicht" bis "mit grosser sicherheit" verpackt) und poesie ersetzt wird. "less art, more matter" könnte man da mit shakespeare sagen. und so interessant informationen über die geschichte der elisabethanischen epoche und londons auch sind, können sie doch nicht eine authentische biografie der person hinter dem dichter shakespeare ergeben. ich denke, biografien dieser art sind wasser auf den mühlen der oxfordianer, die edward de vere, den 17. earl of oxford für shakespeare halten.
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am 8. Juni 2013
ich habe kurz hineingeschaut, es las sich interessant, werde es mir in Kürze auch selbst für mich kaufen. Es gefiel mir,
was ich so überschauen konnte.
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