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78 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Todesängste ernst genommen...
... hat der Psychologe Irvin D. Yalom in seinem neuesten Werk. Er berichtet einfühlsam von seinen Patienten und den verschiedenen Ausprägungen von Todesangst, die er in seiner beruflichen Praxis erlebt hat. Auch seine eigene Angst spart er nicht aus. Mit großer Ernsthaftigkeit und lebendigen Fallschilderungen nähert sich Yalom dem schwierigen...
Veröffentlicht am 14. März 2009 von isy3

versus
2.0 von 5 Sternen ... kein Zugang zu dem Autor und zu seinem Werk
Im Gegensatz zu anderen Lesern spricht dieser Band mir persönlich nicht aus der Seele.
Ich finde es sowohl problematisch, Menschen,die ohnehin schon Angst vor dem Tod haben,vor die
Aussicht eines absoluten Nichts und die Auflösung der Seele nach dem Lebensende zu stellen.
Es mag sein, dass dies für Herrn Yalom in Ordnung ist; aber es gibt...
Vor 1 Monat von Grindbart Ranz veröffentlicht


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78 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Todesängste ernst genommen..., 14. März 2009
Von 
isy3 (lebt nun am Bodensee) - Alle meine Rezensionen ansehen
... hat der Psychologe Irvin D. Yalom in seinem neuesten Werk. Er berichtet einfühlsam von seinen Patienten und den verschiedenen Ausprägungen von Todesangst, die er in seiner beruflichen Praxis erlebt hat. Auch seine eigene Angst spart er nicht aus. Mit großer Ernsthaftigkeit und lebendigen Fallschilderungen nähert sich Yalom dem schwierigen Thema.

Sein Buch bietet vor allem denjenigen Hilfe, die bereits schlechte Erfahrungen mit anderen Therapeuten gemacht haben, weil ihre Todesangst nicht erkannt oder ernst genommen wurde. Yalom sagt, dass die Todesangst nicht für eine andere Angst steht, sondern für sich selbst, eben als Angst vor dem Sterben, dem Verlassen der Welt und den geliebten Personen. Auch die Angst vor dem Vergessenwerden spielt eine große Rolle und natürlich die Angst, überhaupt nicht richtig gelebt zu haben, wenn das Ende naht. Diese Erkenntnisse bilden zunächst eine klare Grundlage für die Diagnose und weitere Hilfestellung für eine Therapie.

Nimmt man die Todesängste ernst, so gibt es mehrere Möglichkeiten, mit ihnen umzugehen. Da der Autor trotz seiner religiösen Erziehung selbst keinen Trost im Glauben findet, ist er gezwungen, die Angst vor dem Tod allein verstandesmäßig zu lösen und muss ohne diese Stütze (oder Krücke) auskommen. Sein Buch bietet daher insbesondere all jenen wertvolle Hilfe, die ebenfalls nicht an ein religiöses Jenseits glauben können.

Besonders tröstlich kann hierbei Yaloms Symmetrie-Aussage zum Tod sein. Er erinnert die Menschen daran, dass sie vor ihrer Geburt schließlich auch nicht gelebt haben und nun mit dem Tode ganz einfach wieder in diesen ursprünglichen Zustand zurückkehren. So kann der Tod etwas von seinem Schrecken verlieren. Auch das Weiterleben in Kindern oder in beruflichen Werken kann Trost bieten. Das Buch zeichnet mehrere konkrete Möglichkeiten auf, wie man die Angst in den Griff zu bekommen und sogar mit Hilfe der Todesangst ein besseres Leben führen kann.

Ich persönlich empfehle das Buch als eines von mehreren zu dem Thema Tod. Es ist sehr gut lesbar, ordentlich recherchiert und kann vielen Menschen helfen. Es bietet allerdings keine vollständigen Überblick zum Thema und ist möglicherweise nicht für Jeden das Richtige. Mir persönlich kam ein wenig das Argument zu kurz, dass der Tod nicht nur ein Furcht einflößendes Schreckgespenst sondern auch ein nützlicher Ratgeber für entscheidende Fragen im Leben ist. Auch hätte man vielleicht noch den Erlösungsgedanken eingehender behandeln können. Wer einmal jemanden im Alter oder nach schwerer Krankheit friedlich sterben sah, verliert den Schrecken vor dem Tod.
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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von der Gesellschaft tabuisiertes Thema aufgearbeitet, 1. Februar 2009
Von 
Irvin Yalom, US Amerikanischer Psychotherapeut und -analyitker, hat mich wieder einmal mit der Art uns Weise, wie er seiner beruflichen Tätigkeit nachgeht, sehr beeindruckt.
Für mich ist er ein Redekünstler.

"In die Sonne schauen" ist eine Mischung aus einer Lebenshilfe - Lektüre und einem Fachbuch mit philosophischen Untermalungen.
Im Buch werden laufend praktische Beispiele dargestellt und aufgezeigt, wie die Gepräche zwischen Therapeut und Patient verlaufen können und mit welchen Werkzeugen der Therapeut effizient arbeitet um so den Patienten auf die eigentliche Ursache, seiner Beschwerden, aufzuklären.

Da dieses Buch von Todesängsten handelt, wählt Yalom verschiedenste Fälle aus, damit der Leser sich ein Bild machen kann, wie tief die Todesanst bei vielen sitzt und wie sie sich auswirkt, durch Zwangsgedanken/handlungen, oder etwa zwischenmenschlichen Problemen. Zwischendrinnen schreib Yalom über die Träume seiner Patienten und zeigt, wie diese mit den aktuellen Gedankengängen und Ängsten zusammenhängen.

Besonders angetan, war ich von den Standpunkten verschiedener Philosophen. Unter anderen werden Epikur und Nietsche zitiert und erklärt, wie er deren Ansätze in die Therapie einbaut. Philosophie und Psychotherapie sind meiner Meinung nach untrennbar. An vielen Stellen im Buch, konnte ich Wiederholungen von früheren Büchern, die er geschrieben hat bemerken. Ich empfand es aber nicht als störend, im Gegenteil, der Kontext wurde neu erstellt.

Sehr mutig vom Autor, hab ich das Kapitel über seine Erfahrungen, die er im Zusammenhang mit dem Tod machte, gefunden, obwohl Therapeuten in der Regel nicht gern von sich selber berichten. Ich empfand es als ein wertvolles Kapitel im Buch.

Gegen Ende richtet sich Yalom vorwiegend an Therapeuten und gibt Ratschläge, wie sie das Thema Tod am besten behandeln und als Thema einbringen.

Um es kurz zusammenzufassen: Das Buch bleibt dem Leser positiv als Unterhaltungs- und Fachliteratur in Erinnerung und es bereichert.
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53 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berührend, 6. November 2010
Von 
Alex Fritschi "Aleks" (Ulm,Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In die Sonne schauen: Wie man die Angst vor dem Tod überwindet (Taschenbuch)
Eine für mich sehr bewegende Auseinandersetzung Yaloms mit dem Tod und mit der menschlichen Angst vor ihm, bzw. vor dem Sterben. Eine Mischung aus gut gewählten Fallbeispielen, philosophischen Betrachtungen und ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Thema. Vieles hat mich sehr berührt, vor allem der Gedanke des "Weckrufes", Aufzuwachen und sich der Endlichkeit unseres Daseins wirklich bewusst zu werden, um es erst dadurch in vollen Zügen zu leben. Yalom beschäftigt sich hier in verständlicher Sprache mit Fragen, die uns alle betreffen. Wohl dem, der sich ihnen bei Zeiten stellt
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der schwere Weg, 1. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In die Sonne schauen: Wie man die Angst vor dem Tod überwindet (Taschenbuch)
Yalom hat eine ungeheure Erfahrung und eine grosse Begabung, zu erzählen,alles durchdrungen von grosser Menschlichkeit.

Als alter Mann schaut er sich genau die Angst an. Da, wo andere wegschauen,schaut er hin,auch wenn es schmerzt, existentiell schmerzt.

Das ist sicher im Umgang mit Patienten äusserst hilfreich, weil sich oft hinter Symptomen als Basis die Todesangst findet,wenn man auf die Suche geht, und Yalom ist dafür höchst sachkundiger Begleiter. Im siebten Kapitel gibt es zahlreiche Handreichungen für Therapeuten.

Dennoch bin ich ein wenig unzufrieden mit diesem Buch. Es mag ja sein, dass Yalom Gotteserfahrungen ebenso triste wie unbefriedigend waren. Es mag ebenso sein, dass nicht wenige mittels religiöser Bindung der Konfrontation mit dem Tod ausweichen.
Sicher gibt es in der " esoterischen Ecke" sehr viel Humbug, von einem Kenner schnell zu durchschauen, aber Yalom weist das alles als Existentialist doch sehr pauschal von sich,alles in einem Topf. Wenn ein Dalai Lama jeden Tag eine Todesmneditation macht, weicht er weder dem Tod aus noch vergisst er das Leben darüber.Gleiches darf man zu einem Zen-Meister denken, der sich ruhig zum Sterben setzt, nur das Zimmer wechselt. Das sind keine Vermeidungshandlungen, sondern hier ist ein tiefer Friede vorher, der das Thema verschwinden lässt, was Yalom so eindringlich und ausführlich beschreibt: die Angst vor dem endgültigen Verschwinden. Sein Mut, sich dem Thema zu stellen,ohne dieses Netz, ist beachtlich,aber a limine diese Erkenntisse und Haltung abzuweisenm, ist überraschend selbstbeschränkend. Vielleicht geht es ga nicht umn Trost,sondern eine tiefe Haltung jenseits von Leben und Tod.Wenn es um die Wiedergeburt einer Seele geht, ist das vielleicht nicht nur eine Glaubenshaltung,sondern es gibt Fakten,die sich für einen Wissenschaftler anzuschauen lohnt. Angefangen von der Prüfung einer Re-Inbkarnation bis zur Erfüllung von Prophezeiungen, die ein Lama vor seinemn Tod hinterlässt und die nachher dann sie einreten.

Ich finde seine Haltung heroisch,seinen wissenschaftlichen Ansatz zu reduktionistisch, Gerade beim Thema des Todes muss man sich ernsthafter mit transcendierenden Haltungen auseinandersetzen.

Für die Trost-losen sicher eine optimale Lektüre;mir fehlen einige,wichtige Aspekte.
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37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wohltuend ehrliche Auseinandersetzung, 11. Januar 2009
I. Yalom betrachtet den Tod unmissverständlich als das Ende jeglichen Bewusstseins und vergleicht den Zustand des Todes mit dem Zustand vor der Geburt: nicht da sein.

Oberflächlich gesehen scheint diese Betrachtung, die Angst vor dem Tod eher zu vergrößern als zu vermindern, zielen doch alle Religionen oder esoterische Glaubensgebäude darauf ab, dem eigenen Bewusstsein in irgendeiner Art und Weise Unsterblichkeit zu verleihen.

Aber: Gerade die Kompromisslosigkeit, mit der Yalom den Tod als das absolute Ende der eigenen Person betrachtet, ist erstaunlich wohltuend.

Yalom führt sehr deutlich aus, dass - auch wenn ICH nicht mehr bin - mein Leben weiter wirkt, beeinflusst und Kreise zieht, d. h. alles, was ich tue wirkt in einem fort.

Insofern schärft Yalom mit diesem Buch das Bewusstsein für das Leben jetzt und hier, das umso größer ist, je mehr wir unser Wirken hier über unser Leben hinaus anerkennen.
Das absolute Ende unseres Seins anzuerkennen macht lebendiger als alle schalen Versprechen, die uns - ebenso unwissend wie wir es selbst sind - eine fortwährende Existenz nach dem Tod glauben machen wollen.

Ein unbedingt empfehlenswertes Buch für alle, die sich ernsthaft mit den Themen Vergänglichkeit, Abschied und Tod auseinandersetzen möchten.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Angst vor dem Tod oder Angst vor dem Sterben?, 15. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: In die Sonne schauen: Wie man die Angst vor dem Tod überwindet (Taschenbuch)
Yaloms Werk 'In die Sonne schauen – Wie man die Angst vor dem Tod überwindet' befasst sich, wie der Titel es bereits ausdrückt, mit der Endlichkeit eines jeden Lebewesen und mit dem Umgang dieser. Ich bin nicht unbedingt ein Verfechter der Psychoanalyse, aber ich mag Yaloms Art wie er Themen innerhalb der Psychotherapie, und damit auch Themen aus dem alltäglichen Leben, beschreibt. Die Sprache, die er verwendet ist einfach und bildhaft. Schnell spielen sich einem die jeweiligen Szenen vor dem eigenen geistigen Auge ab.

Insgesamt empfinde ich das Buch als lesenswerten Trostspender, wenn man die Schwierigkeit dieses Themas berücksichtigt. Yalom lässt nicht nur die Erfahrungen seiner Patienten, sondern auch seine eigenen im Umgang mit dem Tod in das Buch miteinfließen. Keineswegs rät Yalom das Thema zu verdrängen, da Ängste und Panikattacken als häufige Symptomatik aus dieser Verdrängung resultieren. Vielmehr sollte man sich direkt mit dem Tod auseinandersetzen, also zur Sprache bringen, was einem genau an dem Tod ängstigt, um so bewusster den Moment im Hier und Jetzt zu (er)leben.

Was mir allerdings fehlt, ist die Unterscheidung zwischen dem Tod und das Sterben. Der Tod ist ein unausweichlicher Endzustand. Das Sterben hingegen ist ein Prozess, der oftmals hinausgezögert wird (werden kann). Je nachdem an welchem Punkt sich der Mensch während des Sterbeprozesses befindet, kann dies große Ängste auslösen. Eine Patientin Yaloms bringt diese Unterscheidung in einer Therapiesitzung ein. Yalom selbst aber berücksichtigt diese Unterscheidung nicht weiter. Vielleicht würde sich dann jedoch zeigen, dass nicht wenige Menschen Angst vor einem qualvollen Sterbeprozess haben, sprich Schmerzen, albtraumhafte Visionen während des Sterbeprozesses etc. und der Zustand des Todes damit selbst nur eine untergeordnete Rolle spielt.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine ganz neue Sichtweise auf den Tod, 31. Oktober 2008
Dieses Buch hat mich wirklich sehr beeindruckt. Es enthält nicht die üblichen Sichtweisen der Religionen, sondern der Autor entwickelt eigene philosophische Ideen, die er anhand vieler Beispiele belegt.
Die Schreibweise des Autors ist fließend und das Buch enthält somit keine Längen. Es regt an, das Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten und nimmt (bei näherem Betrachten) die Last der Angst vor dem Tod.
Alles in allem: Ein Lesevergnügen mit Tiefgang
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt eine andere Sichtweise auf die Dinge des Lebens, 29. November 2012
Von 
K. Nieswand "Kalle" (Frankfurt (Oder)) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In die Sonne schauen: Wie man die Angst vor dem Tod überwindet (Taschenbuch)
Das Buch ist auch für einen Laien sehr verständlich und interessant geschrieben. Es gibt eine andere Sichtweise auf die Dinge des Lebens.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfühlsam geschriebenes Buch mit "Erleuchtungspotenzial", 4. November 2014
Von 
Evelyn (Nordrhein-Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In die Sonne schauen: Wie man die Angst vor dem Tod überwindet (Taschenbuch)
Mitte Zwanzig macht man sich vielleicht nicht die großen Gedanken um den eigenen Tod. Doch die Frage nach dem Sinn des Lebens bleibt selbst nach dem Studium religiöser Werkewie die Bibel, die Bhagavad Gita oder Dhammapada. So war das eigentlich aus Frust über das fehlende Glied in der Argumentation im religiösen/spiritualistischen Ansatz, dass ich mir dieses Buch gekauft habe.
Mit jeder Seite und jedem Beispiel sind mir dann eigene Erinnerungen und Geschichten anderer eingefallen. Nach einigem Überlegen sind sie dann in einem völlig neuen Licht erschienen. Die Geschichte der Menschheit ist mehr oder weniger von der Angst vor dem Nichtseins geprägt. Aller medizinische, technische, kulturelle Fortschritt hat die Angst vor dem Tod als Antrieb. So gut wie alle zwischenmenschlichen Probleme, angefangen beim Knartsch in einer Beziehung bis hin zu globalem Terrorismus lassen sich auf die Angst vor dem Unbekannten, vor dem scheinbaren Nichts nach dem Tod zurückführen.

Insgesamt mach dieses Buch Lust auf Leben, weil es uns unsere Vergänglichkeit behutsam vor Augen führt aber auch das Handwerkszeug für die Überwindung der Angst in die Hand legt.

Mit ein bisschen geistiger Offenheit würden sogar Atheisten und Agnostiker den Sinn und die Botschaft hinter großen religiösen Werken begreifen. Denn letzten Endes sprechen sie und Mr. Yalom zwar unterschiedliche Sprachen, meinen aber so oft dasselbe.
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27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein überaus überragendes Buch zur Überwindung von Ängsten, 28. Oktober 2008
Von 
Neuschäfer "Lesenslust" (Erkelenz, Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Einfühlsam, einprägsam, engagiert!

Der Autor Irvin D. Yalom, ein amerikanischer Psychoanalytiker und Bestsellerautor, versteht es mit diesem Buch, für das, was einem oft die Sprache verschlägt, eine Sprache zu finden. Er ist in seinen Formulierungen zugleich sensibel und direkt.

Seine psychoanalytischen und persönlichen Einsichten und Einblicke sind geprägt von einer unaufdringlich spirituellen und religiösen Note. So bietet er einerseits Erfahrungen aus seiner Praxis als Psychoanalytiker und Professor und andererseits Erkenntnisse aus seiner eigenen Biographie.

In sieben Kapiteln nähert er sich unentwegt seinem existentiellen Ansatz und Anspruch, neben der Sensibilität für die Sterblichkeit des Menschen auch ein Gefühl für das Hier und Jetzt zu entwickeln:

Der Tod gehört zum Leben, aber das Leben gehört nicht dem Tod!

Ein im wahrsten Sinne des Wortes im Büchermarkt zur Trauerthematik hervorragendes Buch!

Überaus empfehlenswert!!!
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In die Sonne schauen: Wie man die Angst vor dem Tod überwindet
In die Sonne schauen: Wie man die Angst vor dem Tod überwindet von Irvin D. Yalom (Taschenbuch - 13. September 2010)
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