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am 1. März 2009
Leif GW Persson orientiert sich sehr stark an seinen literarischen Vorbildern Sjöwall/Wahlöö, indem er den Polizeiapparat als zutiefst korrupt und verfilzt bezeichnet. Er weicht aber auch von seinen Vorbildern ab. Während bei Sjöwall/Wahlöö zwar einige Polizeibeamte inkompetent und unfähig sind, sind doch Martin Beck, Kollberg und Kollegen grösstenteils zwar nicht immer sympathisch, aber durchaus komptetent. Bei Persson sind die einzig kompetenten Polizisten seine Hauptfigur Lars M. Johannson (auch nicht wirklich immer sehr sympathisch), sowie seine Kolleginnen Anna Holt und Lisa Mattei sowie mit Abstrichen sein Kumnpel Jarnebring (der in diesem Buch nicht auftaucht), der Rest der Polizei ist bei Persson, auch in diesem Buch, ein Haufen mehr oder weniger imkompetenter und korrupter Trottel, denen das Abbummeln von Überstunden, das Besäufnis nach Feierabend und das Wochenende wichtiger ist als die Suche nach einem Sexualmörder. Die heftigste Karikatur (wie schon in "Ein andere Zeit, ein anderes Leben") ist hier Kommissar Evert Bäckström, der nicht nur auf Staatskotsen seine private Schmutzwäsche teuer im Hotel reinigen lässt und auf die Rechnung eines anderen Kollegen heimlich den Hotel-eigenen Porno-Kanal benutzt, die Fahndung nach dem Mörder gerät durch seine Leitung zu einem Massen-DNA-Test für fast die gesamte Region, die Polizisten sind so beschäftigt, Speichelproben zu nehmen und zu analysieren, dass darüber die Mordermittlung fast komplett zum Erliegen kommt. Erst als Lars M. Johannson durch den bizarren Unfall seines Vorgängers Chef der Zentralen Kriminalpoilzei wird und die ganze Bescherung analysieren muss, kommt Bewegung in die Sache. Bezeichnend aber, dass eben nicht durch das Eingreifen von Johannson, Holt und Mattei (wie im Klappentext behauptet) der Fall geklärt wird, vielmehr stolpern die Leute um Bäckström durch eine Verkettung seltsamster Zufälle auf den Täter, gerade eben, als Johannson Bäckström durch Holt und Mattei ablösen lässt. Der Täter wird nicht durch polizeiliche Ermittlungsarbeit, sondern durch puren Zufall überführt. Die Krimihandlung benutzt Persson auch eher als Hintergrund, um seine satirisch-schrill überzeichnete Beschreibung der unfähigen Polizeibeamten zu illustrieren, die Krimihanlung wird manchmal zur Nebensache. Die Charaktere sind teilweise sehr originell, teilweise geraten sie zur reinen Karikatur. Weniger ein Kriminalroman im eigentlichen Sinne, vielmehr eine Satire auf das schwedische Polizeibeamtentum, der als mächtiger staatstragender Apparat gezeigt wird, der von zuteifst unfähigen Leuten geleitet und missbraucht wird, mit gelegentlichen Einsprengseln eines Krimis. Als Krimi nicht wirklich spannend, als Satire aber amüsant und kurzweilig und durchaus lesenswert.
Und ist es eigentlich ein Zufall, dass Anna Holt vom Namen her an die Krimi-Autorin Anne Holt erinnert (wie auch das Mordopfer in "Eine andere Zeit, ein anderes Leben" den Namen eines schwedischen Krimiautors, Kjell Eriksson, trägt)?
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am 12. November 2008
Seit den beiden Spitze-Autoren schwedischer Krimis kommt da nun ein Schwede nach dem anderen daher und liefert Krimikost vom Allerfeinsten ab; und dabei ist schier unglaublich, wie souverän und unverwechselbar jeder seinen ganz eigenen Stil verwirklicht. Dies war mein erstes Buch von Persson, tja und schon wieder habe ich einen ausgezeichneten schwedischen Autor entdeckt, von dem sicherlich bald eine kleine Sammlung mein Regal zieren wird. Persson ist nicht so geschliffen-gleichmäßig wie Mankell, nicht so psychologisch wie Nesser, nicht so extravagant wie Stieg Larsson und nicht so intensiv wie Asa Larsson, aber er ist: originell, geistreich, und mit spürbarer Schreibfreude schreibt er eine Geschichte, die zugleich spannend wie auch belebend ist.
Sein Ermittler Bäckström ist eine Figur der Extreme. Und zunächst kommt mal Abscheu, dann Verwunderung, dann Amüsement, dann Schadenfreude auf, wenn man dem durch die Handlung folgt. Ein übler Typ, stinkfaul, permanent nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht, sich grandios selbst überschätzend und dazu rassistisch-chauvinistisch ' kurz in Optik, Art und Geist ein richtiger "Ekel-Alfred"! Und trotzdem: man merkt, dass Persson selbst einen Heidenspaß bei der Darstellung seines Un-Helden hat, während er dessen niederste Gedanken, Motive und Ansichten schonungslos offen legt, und ihm dann noch einen Sympathiepunkt lässt, weil Bäckström außer sich selbst nur noch ein Lebewesen liebt: seinen Goldfisch Egon.
Schließlich spielt Persson mit dem Leser "guter und böser Polizist", denn er gibt uns mit Jan Lewin auch den kompetenten, sensiblen, intuitiven Kommissar, der durch sein individuelles Denken dem Mörder dann auch auf die Spur kommt.
Alle Personen im Buch sind zwar durchaus etwas überzeichnet, aber dennoch keine Karikaturen, sondern allesamt ausgesprochen spritzig, lebensecht und profiliert. Da dann auch noch der Faden der Mordermittlung mit gutem schriftstellerischem Händchen durch ein Labyrinth an Möglichkeiten gezogen wird, verdient sich dieser Krimi mit Bravour satte fünf Sterne.
Nebenbei bemerkt ist auch die Übersetzung richtig gelungen: der trockene Sprachwitz und der Charme der Erzählweise des Autors werden super rüber gebracht.
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am 30. März 2015
Wenn das "hohe Krimikunst" ist - wie laut Klappentext die "Frakfurter Rundschau" angeblich behauptet hat - dann lege ich keinen Wert darauf, dass diese sich wiederholt. Da ist mir ein einfacher, handwerklich gut gemachter und spannender Roman lieber. Der hier ist nämlich a) langweilig b) schludrig gschrieben (oder übersetzt?). Der Hauptpunkt aber, warum er nicht funktioniert, ist die fehlende Entscheidung von Leif GW Persson, was er denn nun schreiben wollte: einen satirschen Roman über die (seiner Meinung nach) unfähige schwedische Polizei oder einen Krimi. Beides wäre möglich gewesen - nur nicht beides gleichzeitig.So schlägt man sich rund 450 von 541 Seiten mit Bäckström herum, der als "klein, fett, primitiv, aber bei Bedarf ...listig und nachtragend" beschrieben wird: nur auf seinen Vorteil bedacht, faul, versoffen, von sich selbst absolut überzeugt ubd ebenso absolut unfähig. Er wäre die Traumbesetzung für eine deftige Karikatur, einen satirischen Roman. Daraus wird aber nichts, weil zwischen weiteren polizeilchen Nullnummern auch ein paar ordentlich ermittelnde Polizisten unterwegs sein und weil der Mord an der Polizeiaspirantin Linda wirklich geklärt werden soll. Letzteres wäre der Ansatz für den ordentlichen, spannenden Krimi. Dazwischen erzählt Persson immer wieder Schumddelgeschichten um und mit Bäckströn, selbstverliebte Episoden der leitenden Polizisten - und auch absolut überflüssige Anekdoten zu wem auch immer. Kurz: Die Geschichte tritt an der Stelle - und das mindestens drei Viertel des Buches hindurch. Danach wird der Fall - holterdipolter - gelöst, der Täter ist bekannt - aber der Leser/die Leserin darf sich durch weitere 100 Seiten Verhör hindurchlesen, das nicht eine zusätzliche Erkenntnis bringt, ganz zu schweigen von einer unerwarteten Wendung.
Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, muss man sich auch noch mit sprachlichen Schludrigkeiten herumschlagen, die wenigstens (wenn auch unfreiwillig) komisch sind. So steht auf Seite 76 beispielsweise: Der Ermittler "zog eine Unterhose an, ein kurzärmliges blaues Hemd mit dem Emblem der Zentralen Kriminalpolizei, schnürte sich die Turnschuhe zu....(und) verliess rasch und leise sein Zimmer". In Unterhosen? Eine Seite später läuft er den Weg ab, den das Opfer zuletzt ging: "Nach abermals knapp 400 Metern und ebenso vielen Minuten" - nach 400 Minuten? also 6 Stunden und 40 Minuten später? - stellt er dann fest, dass der Weg knapp 600 Meter lang war - trotz der "abermals 400 Meter" - und in 6 Minuten zurück gelegt werden konnte. Dieser Quark wäre ja abzuhaken, wenn sich die Handlung nicht so unendlich langfädig dahinschleppen würde. Fazit: Man trauert um die Bäume, die für die Produktion dieses Buches gefällt wirden.
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am 1. August 2008
Ich habe noch nie einen Krimi mit so einem unsympathischen und offensichtlich unfähigen Kommissar gelesen...

In einer kleinen Stadt wird eine junge Polizeianwärterin ermordet. Da Ferienzeit ist und die kleine Stadt nicht so wirklich viel Erfahrung mit Mordfällen hat, wird Verstärkung aus der hauptstadt angefordert. Die kommt auch: in Form des saufenden und faulen Bäckström und einigen ihm unterstellten Leuten. Während Bäckström sich von einer Bierpause zur nächsten und einer Mahlzeit zur nächsten hangelt, versucht er die Ermittlung so zu koordinieren, dass der Mörder möglichst schnell gefasst wird. Leider ist er mit einer unfähigen Polizei vor Ort und fast ausschließlich dämlichen Kollegen gesegnet, so dass die Ermittlung natürlich vor sich hin dümpeln und sich einfach kein Verdächtiger auftut.

Trotz oder auch gerade wegen des unfähigen Kommissars und der ziellosen Ermittlungen hat mir das Buch ganz gut gefallen. Es ist wirklich mal etwas anderes und Leif Persson versteht es offensichtlich Charaktere darzustellen. Auch ist die Geschichte durchaus glaubwürdig, denn Leute wie Kommissar Bäckström gibt es sicher auch bei der Polizei und wieso müssen Krimikommissare immer die Guten sein? Empfehlenswert.
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am 28. Mai 2015
"Hohe Krimikunst"? WO?
Als leidenschaftliche Krimileserin mit besonderer Vorliebe für Autoren aus Skandinavien bin ich enttäuscht. Auch habe ich etwas übrig für etwas abnorme Ermittler aber so etwas ist mir bis jetzt noch nicht untergekommen.
Durch das ganze Buch musste ich ich quälen. Von Seite zu Seite (bis zum Schluss) habe ich gehofft, dass es besser wurde aber nix...Viel zu viele Charaktere, eine bescheuerte Handlung, ein dämlicher Ermittler, frauenverachtende Texte...Was interessiert es mich denn wie viel Bier der Bäckström trinkt?
Leider absolute Papierverschwendung...
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am 22. Mai 2007
Leider ein Fehlkauf, wie schade. Die Story hörte sich vielversprechend an, aber die Figuren sind unglaubwürdig und nervig, ich denke fast, ich gebe auf. (Bin erst bei der Hälfte des Buches...)

Der Chefermittler ist dermaßen unsympathisch, dass ich einfach keine Lust mehr habe, weiterzulesen. Auch die anderen Charaktere sind zum größten Teil anstrengend, es scheint keine "guten" Protagonisten zu geben. Muß ja auch nicht unbedingt sein, aber wenn sich die Geschichte dann noch so schleppend entwickelt und es hauptsächlich darum geht, wo der Chefermittler Bier herbekommt und wie oft er sich hinlegt und was für Geräusche unfeiner Art er von sich gibt *gähn*...

Sorry, aber laaangweilig!
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HALL OF FAMEam 8. September 2015
„Mörderische Idylle“ (btb 74925 – „Linda – som i Lindamordet“, 2005) ist der erste Roman von Leif GW Persson, einem Professor der Kriminologie, mit Kommissar Evert Bäckström von der Zentralen Kriminalpolizei. Dieser ist – um es vorweg festzuhalten – ein Ekel in Person, Alkoholiker, Vielfraß, Lügner, nachtragend, angeberisch, korrupt und damit durchaus neu in der Kriminalliteratur. Bäckström wird vom Chef der Zentralen Kriminalpolizei mit einem kleinen Team in die Kleinstadt Växjö geschickt, um dort die Bezirkspolizei bei der Aufklärung eines Mordes zu unterstützen. Linda Wallin, eine Schülerin der Polizeiakademie, wurde in ihrer Wohnung ermordet. Da keine Einbruchshinweise vorliegen, wird der Mörder in ihrem Bekanntenkreis vermutet. Da er auch noch DNA-Spuren hinterlassen hat, gehen die Ermittler davon aus, dass der Täter bald gefasst werden kann. Doch dem ist nicht so. Sie gehen – langweilig zu lesen - Spur für Spur nach, doch alle führen zu nichts. Auch die Abnahme von DNA-Proben von nahezu allen irgendwie mit ihr in Kontakt Stehenden führt zu nichts. Doch unabhängig vom Nichtfortschritt der Ermittlungen hält sich Bäckström dennoch für ein Paradebeispiel eines Kriminalisten. Schließlich kommt einer seiner durchaus normalen Kollegen per Zufall auf eine Spur, die er allerdings konsequent verfolgt, und die schließlich und endlich zum Täter führt. Den Erfolg nimmt selbstverständlich Bäckström allein für sich in Anspruch, wenngleich er gerade als der Fall zu einer Lösung kommt, abgelöst wird. Alles in allem ein nicht unbedingt spannender Kriminalroman, wo man durchhalten muss, wenn man ihn zu Ende lesen will. Aber ein großes Plus soll auch erwähnt werden. Neu ist nämlich nicht nur der Schmuddel-Kommissar, sondern auch ein Stilelement, das Leif GW Persson hervorragend beherrscht. Jedem Dialog, den Bäckström – egal mit wem führt – folgen seine Gedanken zu der Person mit der er gerade spricht. Der Widerspruch zwischen Gesagtem und Gedachten zu lesen, ist meist köstlich. So kann man diesem Kriminalroman doch *** geben.
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am 11. Mai 2014
ist, dass dies einer der besten schwedischen Krimis des Erscheinungsjahres gewesen sein soll. Nach der Lektüre aller einschlägigen Autoren (Mankell, Sjöwall etc.) und einer besonderen Liebe für den skandinavischen Krimi musste ich nach 100 Seten Lektüre ermattet feststellen, dass ich mangels Spannung nicht mehr weiter lesen konnte und das Buch als Fehlkauf auf die Seite legen musste. Zu unsympathisch, ja sogar unappetitlich ist der Hauptermittler, zu lahm kommen die Ermittlungen voran, auch der Schreibstil langweilt und lässt keine schriftstellerische Handschrift erkennen. Schade-ich hätte gerne einen weiteren skandinavischen Autor in meine Sammlung aufgenommen!
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am 27. August 2011
Zuerst bildeten sich Fragezeichen über meinem Kopf und dann begriff auch ich es: das ist eine Realsatire!
Herrlich!

In einem sehr dicken Krimi wird der schwedische Polizeiapparat gehörig auf die Schippe genommen und man liest, was es in jedem Land und auch in jeder Firma gibt: Mitarbeiter, die so gar keinen Spaß an ihrem Job und am Leben haben, die fest davon überzeugt sind, dass nur sie "das Leben" verstanden haben und die immer nur ihren eigenen materiellen Vorteil suchen.

Fantastisch dargestellt und auch sprachlich umgesetzt, denn letztendlich hebt sich keiner dieser riesigen Einsatztruppe die für den Mörder abgeordnet wurden voneinander ab. Sie sind eine farblose Masse ohne Anerkennung und Respekt.

Hat mir sehr gut gefallen, aber wer ein Problem mit political non-correctness hat in der Menschen dann eben "Neger", "Nutte" und "Lutscher" sagen und der Krimi in den Hintergrund tritt, der sollte es sich nicht kaufen.
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am 18. Oktober 2010
Da steht doch tatsächlich auf dem Umschlag "Der beste schwedische Krimi aller Zeiten!" Wer wurde hier geschmiert? Kennt der Urheber dieser Wertung eigentlich andere Schwedenkrimis? ich meine, wirklich gute? Arne Dahl, jemals was von gehört? Der Umschlagtext ist, gelinde gesagt, eine Unverschämtheit. Eine Irreführung erster Sorte. Nun zum Buch: es geht um einen Polizistinnenmord, und das ist ja in der ganzen Welt eines der schlimmsten Verbrechen. Ich meine, immer dann, wenn ein Kollege oder hier eine Kollegin, dran glauben muss, wird mehr als der ganze Polizeiapparat in Bewegung gesetzt. Und ohne Ende Ermittler. So viel Ermittler sind bei diesem Roman am Werke, dass man komplett den Überblick verliert, wäre nicht der fette Bäckström, den ich mal hier als Beispiel für die geballte Inkompetenz dieser Ermittlung hervorhebe. Mühevoll wird er satirisch überzogen, indem er nichts anderes im Kopf hat, als eiskalte Biere zu süppeln und den Frauen nachzustellen. Endgültig nervig wird es, am Anfang geht es ja noch als Stilmittel, wenn Bäckström die Dinge die um ihn herum passieren, im Geiste kommentiert. Ach, was soll ich sagen, ich empfehle diesen Roman auf keinen Fall, wenn er auch in der Akribie am Ende doch seine Stärken hat. Denn zum Schluss werden die Konturen auch klarer, es gibt keine unnötigen sidefills mehr, bei denen man sich jedes Mal fragt, was hat das jetzt mit der Geschichte zu tun? Und das ganze Buch lang wird gespeichelt, gespeichelt, gespeichelt. Also mir läuft, auch im Nachhinein, das Wasser im Munde nicht zusammen. Da bleibt es bei mir so trocken, dass für eine DNA gar kein Material übrig bleibt. Fazit: eine Verunglimpfung guter schwedischer Krimiautoren. Nicht kaufen! Nicht lesen.
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