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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fesselnd!
Eine überzeugend geschriebene Geschichte über das Leben einer Frau an der Seite eines berühmten Mannes.

Das Buch hat mich sehr gefesselt. Für Kurzweil sorgen die abwechselnden Schilderungen des Lebens von Elizabeth Cook und den Erlebnissen ihres Ehemannes James Cook.

Alles in allem eine traurige Geschichte. Jahrelanges Warten auf...
Veröffentlicht am 13. April 2009 von Elefant

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kritik zum Hörbuch
Inhaltlich fand ich es ein gutes Buch mit reichlich Einblicken in das Leben von J. Cook und vor allem in die Gefühle seiner Frau in der Auseinandersetzung mit der Zeit, den Erfolgen Ihres Mannes und dem Sterben und Leben Ihrer Kinder. Inhaltlich bietet das Buch viele Emotionen, als Hörbuch gelingt es Barbara Rudnik oft nicht diese Emotionen zu transportieren...
Veröffentlicht am 19. Februar 2009 von D. Baumann


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4.0 von 5 Sternen Autobiografisches Drama der Anna Enquist, 11. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Letzte Reise: Roman (Taschenbuch)
.
Das Buch habe ich bereits vor einigen Jahren gelesen, als ich mich ausführlich mit Cooks Weltreisen befasste. Beim Lesen kam mir der Gedanke, dass es nicht nur um Elizabeth Cooks Leben bzw. ihre Familie gehen kann. Ein Blick ins Nachwort, obwohl es nur einen Satz zu meiner Vermutung gab, und ein wenig Recherche um die Autorin war mir Bestätigung …
Hier nun erwähnt es niemand, so dass ich mich aufgerafft habe, darüber zu schreiben.

* De Thuiskomst - Heimkehr – Selbstfindung *

Zwischen Fiktion und Wahrheit bewegt sich dieser beachtliche Roman – äußerlich um das Leben Elizabeth Batts (1741 - 1835), der Ehefrau des britischen Entdeckers und Weltumseglers James Cook (1728 – 1779). Der Roman beginnt mit Elizabeths Warten auf Cooks Heimkehr von dessen zweiter Weltreise, gleichwohl gibt es Rückblicke. Die Geschichte schließt kurz vor ihrem Lebensende als sie alle Brücken zur Vergangenheit abbricht.

Der Inhalt des Romans ist zugleich von autobiografischen Zügen durchwoben, dient m. E. im Grunde als Hülle für die eigenen unverarbeiteten traumatischen Erfahrungen der niederländischen Autorin Anna Enquist. Ein "Psychogramm" als historischer Roman also. Gleichwohl macht gerade diese Verbindung das Buch interessant. Die Darstellung ist depressiv, unterkühlt, selbst Helles erscheint getrübt. Wer für solche Emotionen empfänglich ist, eventuell ähnliche Erfahrungen machen musste, sollte Vorsicht bei der Auswahl von Enquists Büchern walten lassen.

Bei entsprechendem Vorwissen um die Umstände der Autorin(Näheres dazu unten)wird man das Buch mit anderem Verständnis lesen, als es der Verlag offeriert. Man hat es leider nicht verstanden, das Buch seiner Leserschaft wirklich nahezubringen und sie über Hintergründe aufzuklären. Der Klappentext etc. ist in dieser Hinsicht genauso daneben wie die Titelübersetzung. Damit erheben sich Zweifel, ob man beim Verlag das Buch, mehr noch die Autorin verstanden hat – oder vor allem sie sich selbst. Es erscheint fast unglaubwürdig, dass sich die Autorin schon lange vor dem Schreiben mit dem Thema Cook als Romanthema befasst haben will. Das Buch ist keine Liebesgeschichte im herkömmlichen Sinn, schon gar nicht ein spannender farbenprächtiger Abenteuerroman, denn Cook war kein Abenteurer. Infolge werden u. U. nicht nur falsche Erwartungen erweckt, es kommt ebenso zu Fehlinterpretationen.

Der Text besticht durch den anspruchsvollen, bannenden Schreibstil der Enquist. Die Kleinteiligkeit der Gedankenwelt der Hauptfigur Elizabeth erscheint einem wie das Tropfen von Zeit, einem langsam rieselndes Stundenglas. Manchmal braucht es Geduld, manchmal muss man zwischen den Zeilen lesen, was einen gewissen Freiraum für Eigenes lässt.

* Zu den Hintergründen *

Die Autorin hält sich bei den Darstellungen um Cook weitgehend an die historischen Tatsachen; von daher für Kenner der Materie nichts Neues. Dass die Autorin die Person Cook ansonsten nicht näher betrachtet, ist der Ausrichtung auf die Sichtweise seiner Ehefrau Elizabeth geschuldet.

James Cook, ein aus einfachsten Verhältnissen stammender ehrgeiziger Autodidakt und in der Royal Navy bis zum Post Captain aufgestiegen (er war nie Admiral wie im Klappentext behauptet wird), konnte auf keiner seiner Weltreisen die ihm von der Royal Society übertragenen Aufgaben vollumfänglich erfüllen, obwohl er und die mitreisenden Wissenschaftler auf vielen Gebieten Großartiges leisteten und Pioniertaten vollbrachten, die zahlreiche Folgeexpeditionen und -entdeckungen auslösten und von denen die Nachwelt noch heute profitiert. Cooks späte Entscheidungen - entgegen allen widrigen Umständen - wurden durch dieses „sich Beweisen wollen/müssen“ einerseits und „Versagen“ trotz Anerkennung sowie die auch damit verbundenen Anfeindungen andererseits beeinflusst. Sein Ende entspricht der Realität. Gleichwohl sind die letzten Elizabeth erreichenden Mitteilungen Fiktion und der persönliche Beweggrund von Cooks „Schmach“ und dessen Offenlegung eine Unterstellung. Diese Lösung erscheint indessen nicht unbedingt abwegig, wenn man neben den realen Gegebenheiten Cooks Wandlungen in Verbindung mit den äußeren Handlungen im Zeitlauf der Reisen in Betracht zieht. Welche ungeheuer kräftezehrenden physischen wie psychischen Strapazen diese Männer damals unterworfen waren, ist für uns heute nur mehr schwer vorstellbar.

Über das wahre Leben Elizabeth Batts, seiner Ehefrau und der Hauptperson des Romans, weiß man so wenig wie über Cooks ganz privates Denken und Fühlen – kurz vor ihrem Tod verbrannte sie alle Papiere, die der Nachwelt darüber Aufschluss hätten geben können. So bleibt einzig Cooks offizielle, meist bearbeitete und u.U. zensierte Hinterlassenschaft Quelle für einen solchen Roman, insbesondere Cooks Logbücher der Schiffsreisen und Briefe u. a. an die Admiralität sowie auch Tagebücher bzw. Berichte zeitgenössischer Dritter in deren eigenen Sichtweisen. Gerade über diese Drittmeinungen schwebt stets die Frage: Waren die Beurteilungen seines Charakters reel? Da ist von einem „milden“ Charakter die Rede, ebenso von gelegentlichen Wutausbrüchen. Er soll ein „vorbildlicher“ Vater und Ehemann gewesen sein. Was bedeutet das alles, vor allem unter dem Blickwinkel damaliger Ansichten und Vorstellungen? Muss man dem folgen, zumal dafür keinerlei private Belege mehr existieren?

Elizabeth war seit ihrem 21. Lebensjahr mit dem dreizehn Jahre älteren Cook vierzehn Jahre lang verheiratet. Nach ihrer Hochzeit verbrachten sie vier Monate zusammen, sie blieb (wie immer) schwanger zurück, er stach wieder in See. Vier Jahre sollte es überhaupt nur ein gemeinsames Leben geben. Dabei bleibt ungeachtet der fiktiv dargestellten Liebe zueinander unsäglich viel Raum für Distanz, Unverstand und Entfremdung, was die Autorin u. a. durch - wörtlich wie im übertragenen Sinn - mangelnde Dialoge zwischen den Ehepartnern auszudrücken versteht. Die immer wieder hervortretenden Diskrepanzen im Denken und Handeln Elizabeths haben auch darin ihre Wurzeln.
Zudem resultiert die Darstellung aus dem die Frauen an sich stark einengenden, patriarchisch geprägten Frauenbild des 18. Jahrhunderts. Frauen besaßen keinerlei Rechte, häusliche Gewalt war keine Ausnahmeerscheinung. Das Leben einer Frau war schwer, so und so, das einer Seemannsfrau besonders, obwohl und weil sie selbständig viel Verantwortung tragen musste, die sie weitgehend abzugeben hatte, wenn der Mann wieder zu Hause war, wenn denn das Hoffen und Bangen um dessen Heimkehr überhaupt einen positiven Abschluss fand. Diese Frauen mussten stark sein trotz aller Zerbrechlichkeit. Elizabeth hatte als Witwe zumindest den „Vorteil“, finanziell relativ gut gestellt und dadurch unabhängig zu sein. Nach ihrem Tode sorgte sie mit einer Stiftung sogar für die Unterstützung anderer Seemannsfrauen.
Sechsundfünfzig Jahre währte Elizabeths Witwenstand. Sie sprach von „Mr. Cook“ wie von einer öffentlicher Person, in Ehrfurcht, und nicht wie von einem vertrauten Ehemann. Ob ihr, zuvor wie währenddessen, außer ihrem Cousin Rear Admiral Isaac Smith, mit dem sie sich das Haus in Clapham teilte, jemand freundschaftlich oder intim zur Seite stand ist genauso unbekannt wie Cooks Verhältnis zu Frauen (oder Männern?) während seiner Reisen. So bleibt auch ihr Verhältnis zu Cooks fünf Jahre älterem Freund und Förderer bei der Admiralität, Sir Hugh Palliser, ungewiss.

Man kann vor diesem Hintergrund sagen, dass Elizabeth so gut wie alleinerziehend war. Aus der Ehe mit Cook gingen fünf Jungen und ein Mädchen hervor, von denen Elizabeth alle an Jahren weit überlebte. Im 18. Jahrhundert war die Kindersterblichkeit sehr hoch und die durchschnittliche Lebenserwartung generell gering, wobei im Falle der Cooks auch Unglücke eine Rolle spielten.
Die besondere Fixierung der Hauptfigur auf den Tod ihrer einzigen Tochter Elly und das damit verbundene Trauma und fortdauernde Leiden ist insoweit Fiktion, als die erst vierjährige Tochter tatsächlich an Wassersucht und nicht durch einen Unfall starb.
Man weiß nicht, wie die Jahr um Jahr daheim wartende Elizabeth und ihr weltumsegelnder Ehemann, der seine eigenen Kinder weniger kannte als die Männer seiner Schiffe, mit dem jeweiligen Verlust umgingen und ihn verarbeiteten. Sie dürfte es vermutlich schwerer verkraftet haben als er, der im Grunde ständig mit dem Tod konfrontiert war, was nicht heißen muss, dass er dem abgestumpft gegenüber gestanden hat. Dass Eltern einzelne ihrer Kinder bevorzugen ist keineswegs realitätsfremd – damals nicht und heute nicht. Gründe gibt es viele, manche lassen sich nur schwer erklären. Und mitunter münden bereits einzelne Verluste in der Zerstörung der Ehe bzw. Familie.

Die Parallelen sind mehr als deutlich:
Enquist selbst hatte zwei Kinder, im Jahr 2001 verlor sie ihre 27jährige Tochter durch einen Verkehrsunfall während sie im Ausland weilte, ihrem Sohn ist das Buch gewidmet. Verlust, Schmerz, Trauer und die Fragen nach Schuld versuchte sie in ihrem Roman „Kontrapunkt“ sowie in Gedichten zu verarbeiten. Auch in anderen Büchern vermochte sie sich offenbar nicht von diesem Thema zu lösen – vgl. „Die Eisträger“.
Dass die Autorin den Leser mitunter wie ihre Protagonistin alleinzulassen scheint, mag mit der hinterlassenen Leere, ihrer eigenen Depression und den daraus für sie nicht beantwortbaren Fragen zusammenhängen. Ihr ursprünglicher Beruf als Psychoanalytikerin macht(e) ihr die Bewältigung offensichtlich keinesfalls leichter. Ebenfalls spielt ihr (eigen-therapeutisches) Verhältnis zur Musik – sie ist ausgebildete Pianistin – immer wieder eine Rolle, hierzu sei insbesondere auf die wiederholt verwendete Bachthematik verwiesen.

In einigen Kundenrezensionen wird die Darstellung Elizabeths hinsichtlich Abkehr vom Glauben auf Grund des frühzeitigen Ablebens mehrerer ihrer Kinder als unrealistisch beanstandet und die somit angeblich zu moderne Betrachtungsweise abwertend bemängelt.
Als Kind war Elizabeth nach dem Tod ihres Vaters in eine Quäkerfamilie gegeben worden. Unter den Quäkern existierten viele Strömungen, so dass man hieraus nichts Nähers schließen kann. Cook selbst war Baptist und alle späteren Vorgänge deuten auf eine entsprechende Glaubenseinstellung der Familie hin. Baptisten vertraten das Prinzip der Glaubensfreiheit. Außerdem lebte die Familie in der Hauptzeit der Aufklärung, was überdies treffender formuliert gewesen wäre als „vorviktorianische Zeit“.
Das Verhältnis der realen Elizabeth zum Glauben ist ungeachtet der erwähnten Tatsachen unbekannt. Wahrscheinlich veranlasste sie ihren jüngsten Sohn, Baptisten-Prediger zu werden, statt dem bestimmenden Willen Cooks zu entsprechend und auch ihn zur Marine zu schicken. Vor erneutem Verlust hat sie diese Entscheidung dennoch nicht bewahrt. Unbeantwortbar bleibt die Frage, ob Cook sich für die seine beiden älteren Söhne betreffenden Entscheidungen ähnlich schuldig gefühlt hätte wie seine Frau wegen des Todes der Tochter.
Abgesehen davon, dass es zu jeder Zeit aus den unterschiedlichsten Gründen Glaubenszweifler und -abkehrer gab, ist die fiktive Haltung Eliszabeths durchaus verständlich und folgt vor allem im weitesten Sinn den Zweifeln der Autorin – am Sinn ihres eigenen Berufes, vielleicht auch am Glauben, was auch immer „Glauben“ bedeuten mag.

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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben der Elizabeth Cook, 23. März 2009
Von 
Skatersally "skatersally" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Letzte Reise: Roman (Taschenbuch)
Die großen Taten der Entdecker findet man in unzähligen Büchern erwähnt. Kaum jemand macht sich darüber Gedanken, dass auch diese Persönlichkeiten ein soziales Netzwerk brauchten, um sich so intensiv ihrer Sache zu widmen. Dieses Thema hat Anna Enquist in ihrem Buch Letzte Reise aufgegriffen. Die im Titel benannte Reise machte James Cook, der britische Seefahrer im 18. Jahrhundert. Zu Hause hielt ihm stets seine Frau Elizabeth den Rücken frei. Sie wartete Jahr um Jahr auf seine Rückkehr und versorgte dabei die Kinder und den Haushalt. Den Großteil ihrer Ehe verbrachte sie alleine, während der Kapitän drei Reisen unternahm.

Elisabeth Cook hat in ihrem 94-jährigen Leben viel erlebt und erduldet. Die Autorin zeichnet ein detailliertes Bild von einer Frau, die ihr Leben im Hintergrund eines berühmten Mannes gestaltet. Ist er auf Reisen, kümmert sie sich um ihre sechs Kinder, von denen sie alle überlebt. Es wird die Einsamkeit beschrieben, das Warten auf die Rückkehr, aber auch die emotionalen Belastungen des Alltags. Ihr Leben dreht sich um James und die Kinder. Als James Cook nach der zweiten Reise beschließt, keine weitere mehr zu unternehmen, ist sie erleichtert und hofft auf ein normales Familienleben. Anna Enquist vermittelt auch diese Veränderungen im Alltag der Cooks anschaulich. Nicht nur das Fehlen eines Familienmitglieds erfordert eine Anpassung, sondern auch die Anwesenheit. Doch es kommt anders. Von der dritten Reise kehrt der Seefahrer nicht zurück, sondern seine Frau erhält nur einen Bericht der Admiralität über den Mord. Hier konnte die Autorin mit umfangreicher Recherche aufwarten, weil sich der offizielle Hergang sehr vom tatsächlichen unterscheidet. Das wirkliche Geschehen erfährt die Ehefrau viele Jahre später von einem Freund durch das Logbuch.

Die Romanbiografie über diese starke Frau ist allein durch die Darstellung der Gefühlsschwankungen wirklich lesenswert. Es verdeutlicht, dass hinter großen Persönlichkeiten immer noch jemand stehen muss, der den Alltag regelt. Im 18. Jahrhundert war diese Aufgabe noch erschwert, was Elisabeth Cook noch großartiger erscheinen lässt. Dennoch wird sie dem Leser auch menschlich näher gebracht, weil sie sich eben auch um die ganzen alltäglichen Kleinigkeiten kümmern musste. Der Roman kommt mit wenigen fiktiven Personen aus, die sich stimmig in die Zeit anpassen. Man sollte sich aber bewusst machen, dass diesmal der berühmte James Cook im Hintergrund steht.
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5.0 von 5 Sternen tolles Buch!, 1. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Letzte Reise: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses tolle Buch ist keinen Moment langweilig und absolut lesenswert! Man kann sich prima vorstellen wie man damals gelebt hat.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mrs Cook bleibt einem weitestgehend fremd- kühle Sprache und leicht verwirrend, 2. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Letzte Reise: Roman (Taschenbuch)
Die Sprache, die Anna Enquist wählt, ist kühl und distanziert. Auch wenn Mrs. Cook darum kämpft, mit ihrem Leben und vielen Schicksalsschlägen zurechtzukommen und sich viele Gefühle verbietet, bleibt die Sprache seltsam unangemessen. Man muss sich immer selber denken, wie schrecklich das alles gewesen sein muss; vermittelt wird es nicht.
Vieles wird angedeutet, aber es kommt keine wirkliche Spannung auf.
Obwohl Mrs Cook viel Leid erfährt, plätschert das Buch so dahin.
Sie lebt auf, wenn sie in den Tagebüchern ihres Mannes liest. Sie redigiert seine Texte und berät ihn bei Vorträgen. Aber auch diese Fähigkeiten geben der Figur wenig Leben.

Wer über die Hälfte des Buches bis zum dritten Teil durchhält, wird belohnt. Ab hier werden die Lebensumstände greif-, und nachvollziehbar. Hier kommt einem Mrs Cook näher. Und hier macht das Weiterlesen auch Spaß.

Leicht verwirrend fand ich die Ereignisse um die Kinder. Es hat schon sehr lange gedauert, bis klar wird, wer von ihnen lebt und wer wann gestorben war. Natürlich sind Gedanken manchmal sprunghaft und nicht chronologisch, aber dieses "Verwirrspiel" bringt weder die Handlung voran , noch hilft es Frau Cook zu verstehen.

Der Klappentext verspricht auch Einblick in die vorviktorianische Zeit. Auch hier habe ich viel vermisst. Man erfährt nicht sehr viel mehr, als dass man sich in Kutschen fortbewegt und auf der Themse gerudert wird, um von A nach B zu kommen.

Ich hatte mich nach Anna Enquists "Verletzung" auf dieses Buch gefreut und bin doch recht enttäuscht. Dieses sehr tragische Frauenleben ist mir aufgrund der Sprache über lange Strecken fremd geblieben und das ist doch sehr schade.
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4 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Super Unterhaltung, 23. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Letzte Reise: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eine eindrucksvolle fiktive Geschichte basierend auf historische Daten und Fakten. Mich hat das beschriebene Leben der Ehefrau von Captain James Cook sehr beeindruckt und fasziniert. Eine schöne Unterhaltung für lange Winterabende.
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19 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lebenswelt der vorvictorianischen Zeit nicht eingefangen, 3. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Letzte Reise: Roman (Gebundene Ausgabe)
Anna Enquist gelingt es leider nicht, die Gefühls- und Gedankenwelt einer Frau im vorvictorianischen England einzufangen. Für eine Frau, wie Elizabeth Cook, die der bäuerlich-bürgerlichen Gesellschaftsschicht des späten 18. Jh.s. entstammt, hat beispielsweise die Religion mit Sicherheit eine nicht unerhebliche Rolle gespielt; dennoch ist in keinem ihrer fiktiven Briefe zum Tode Cooks oder ihrer Söhne die Rede davon. Ja, sie begegnet sogar den abendlichen Gebeten ihres jüngsten Sohnes mit völligem Unverständnis. Alles in allem eine viel zu moderne Sichtweise auf einen Charakter jener Zeit.
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3 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Letzte Reise, 26. Juli 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Einzig und allein die Stimme von Barbara Rudnik hat mich dazu bewogen, mir alle 6 CD's zu Ende anzuhören. Ansonsten hätte ich das Paket schon nach der 3. CD in den Müll geworfen.
Anna Enquist schreibt hier aus der Sicht Elisabeths, der Ehefrau James Cooks. Eine interessante Geschichte dachte ich. Aber so viel hunderte Gedanken, auch um noch so kleine Dinge, wie sich Elisabeth zu machen scheint, kann sich ein Mensch nicht machen. Anna Enquist kommt vom Hundertsten zum Tausendsten, springt geschichtlich vor und zurück. Und spätestens nach der 4. CD sieht man gar nicht mehr durch. Mal stirbt ein Kind, später ist es wieder lebendig. Dann ist sie wieder schwanger. Alles sehr verwirrend.
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Letzte Reise: Roman
Letzte Reise: Roman von Anna Enquist (Taschenbuch - 1. September 2008)
EUR 9,99
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