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21
3,6 von 5 Sternen
Alle Tage: Roman
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Terézia Mora hat mit diesem Roman ein ganz erstaunliches Debüt hingelegt. Sie experimentiert auf eine höchst interessante Weise mit Sprache, verändert Wörter, baut Sätze auf ihre ganz eigene Art und Weise. Und sie lässt Gedankenströme fließen, wie man sie erstmalig bei Joyce, später bei Bernhard findet. Damit reiht sie sich ein unter andere Schriftstellerinnen, die diesen Erzählstil nach meinem Empfinden häufiger pflegen als ihre männlichen Kollegen. Exemplarisch seien genannt Susan Sonntag und vor allem die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Wie bei Jelinek muss man als Leser arbeiten, reiner Konsum ist unmöglich. Daneben verlangt Mora von ihren Lesern eine Menge, in dem sie alle paar Seiten einen linearen Ablauf konterkariert und frei in der Zeit herumspringt.

Der Protagonist Abel Nema verdeutlicht in seiner intensiven Leere die Tatsache, dass Kommunikation, ja sogar Persönlichkeit erst im Zusammenspiel mit anderen entsteht. Die Gedanken der Person Abel Nema spielen in diesem Roman keine Rolle. Abel Nema entsteht erst im Zusammenwirken mit anderen Personen. Und die anderen Personen definieren sich ausschließlich im Zusammentreffen mit dem Protagonisten.

Abel Nema muss als junger Mann aus den Kriegsgebieten Südosteuropas fliehen und kommt (ich nehme an) nach Deutschland. Ein wenig einseitig begabt bringt er sich zehn Fremdsprachen bei und versucht einerseits, diese Begabung wissenschaftlich zu nutzen, andererseits gibt er Kindern Nachhilfe. Er ist außerstande zu anderen Erwachsenen normal zu nennende Beziehungen aufzubauen, ist umgekehrt als Bezugsperson jedoch außergewöhnlich beliebt. Eine Vielzahl von Figuren definieren sich über diesen Menschen, dessen Schemenhaftigkeit unterstrichen wird durch die Tatsache, dass er weder über einen Geschmackssinn verfügt, noch durch den Genuss von Drogen oder Alkohol in einen Rausch verfallen kann, und auch keinen Orientierungssinn hat.

Sie lässt Abel sagen: „Ich lebe wie eine Amöbe, eine widerstandsfähige, ökonomische Lebensform, der Platz, den ich auf der Erde einnehme, ist nicht größer als meine Fußsohlen, der Abdruck meines Körpers auf einer Matratze, liegend, sitzend, eine Hüftbreite Metallkäfig in fünf Etagen Höhe, und ich praktiziere alle Tage den Frieden.“ (An Stellen wie dieser fühle ich mich an die Romane Samuel Becketts erinnert. Andere Abschnitte machen einen kafkaesken Eindruck. Vielleicht heißt das letzte Kapitel aber auch nur zufällig im Untertitel „Verwandlungen“.)

In dem Moment, am Ende des Buches, in dem Abel Nema gewinnt, was andere Menschen ausmacht, verliert er sich selbst.

Leser, die leichte Unterhaltung mit einer spannenden oder amüsanten Geschichte suchen, seien vor diesem Buch gewarnt. Überzeugte vier Sterne mit einem fünften Stern für die Tatsache, dass es sich um das Erstlingswerk einer 33jährigen handelt.
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 4. April 2005
Theresa Mora erzählt in ihrem Erstling die Geschichte von Abel Nema, dem jungen Mann, der spielend leicht zehn Sprachen lernt, sich nicht betrinken kann, nicht träumt, und keine Geschmacksempfindung besitzt. Er ist hochgewachsen, dürr, aber zugleich auch von der Art, dass jeder, der ihn kennerlernt, den Wunsch verspürt, sich näher mit ihm zu befassen. Seine Schulzeit verbringt Abel ohne Vater an der Seite seines Jugendfreundes Ilia, dem einzigen Menschen, zu dem er sich jemals hingezogen gefühlt hat, der ihn aber, als er ihm seine Liebe kurz nach dem Abitur gesteht, zurückstößt. Danach verlässt Abel seine Heimatstadt und wird zum großen Schweiger, der eine Sprache nach der anderen lernt, aber selber immer weniger spricht. Er ist wie eine Teflonpfanne, an dem nichts haften bleibt, weder Liebe noch Güte, weder Gemeinheit noch Niedertracht. Aber er ist auch ein Katalysator, dessen Sosein alle Gestalten des Buches dazu veranlasst, ihr Innerstes nach Außen zu kehren, eine literarische Fokussierung, mit der es der Autorin immerhin gelingt, eine ganze Reihe bizarrer Figuren auf eine äußerst originelle Weise vorzustellen. Und an durchgedrehtem Romanpersonal herrscht keinerlei Mangel - möglicherweise besteht in der fabulatorischen Kraft, mit der die Autorin diese Figuren beschreibt, sogar die größte Stärke des Buches. Erst nach der Mitte des Buches lernt Abel Mercedes (die natürlich auch schon vorher ihre Auftritte hatte ) kennen, mit der er eine Scheinehe eingeht und von der er sich gleich am Anfang des Werkes scheiden lässt, eine Frau, die Abel unglücklich liebt, weil dieser zeitlebens dem Jugendfreund Ilja nachhängt. Als Abel von Iljas schrecklichem Ende erfährt, dreht er durch und kommt in eine Nervenheilanstalt, wo ihm im Zustand des Delirierens alle Gestalten seiner Kindheit und Jugend aufs Neue begegnen. Aus dem Delirium aufgewacht und aus der Klinik entlassen, fällt Abel einer Zigeunerbande in die Hände, die ihn halbtot schlägt und mit dem Kopf nach unten an einer Stange aufhängt, ein Zustand, mit dem der Roman beginnt und endet Diese Misshandlungen, die er nur mit Glück überlebt, scheinen ihn dann zu „heilen", er hat alle seine Sprachen vergessen, er träumt wieder, hat Geschmacksempfindungen und scheint sich nun auf der Ebene einer reduzierten aphatischen Zustandes mit seiner Umwelt auseinander setzen zu können. Was ist nun „die Moral von der Geschicht?" Ist es gleich unmöglich als Genie, als Autist, als Aphatiker oder als Normalo in der Welt zu existieren? Sind die schrillen Figuren nur Symbole für die Schrecken der balkanischen Wirren in den Neunziger Jahren? Möglich, aber nicht zwingend. Und wahr ist leider auch: Keine der poetischen Ideen zündet wirklich - die Idee mit der Vielsprachenkompetenz bei gleichzeitiger Sprachlosigkeit ist reizvoll, wird aber nicht wirklich ausgewertet, die Liebesgeschichte zwischen Mercedes und Abel bleibt ebenso wie Abels Homosexualität chimärenhaft - wer will kann das als Vorzug sehen. Aber für einen Roman von über 400 Seiten ist das ein wenig unbefriedigend.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Dezember 2013
Terezia Moras Worte holen einen ab, spielen mit einem wie der Wind mit den Blättern. Sie tragen uns durch Schönes, durch Trauriges, durch Zartes und durch Rauhes… durch das Leben selbst.
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30 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Dies ist der Debütroman einer 1971 in Ungarn geborenen Schriftstellerin. Sie ist erst seit 1990 in Deutschland und schreibt diesen ersten Roman auf Deutsch. Wahnsinnig brillant geschrieben. Zum Inhalt:
Im ersten grausamen Kapitel dieser Geschichte hängt der Protagonist Abel Nema kopfüber von einem Klettergerüst auf einem im Bahnhofsviertel gelegenen Kinderspielplatz. Abel lebte mit seinen Eltern in einer grenznahen Stadt, in einem Land das es nicht mehr gibt. Es ist durch Krieg zerstört. Aus Abels Leben erfahren wir nur bruchstückhaft. So ist sein Vater spurlos verschwunden, seine Mutter wird mit diesem Ereignis nie fertig. Abel verliebt sich in seinen langjährigen Schulkameraden Ilia, der lehnt jede Gefühle für eine solche homosexuelle Bindung, sie wird von der Autorin nur sehr zart angedeutet, entschieden ab. Daran zerbricht Abel, flieht ins Ausland. Er verliert seine Sprache, gehört nirgends mehr hin, lernt zehn neue Fremdsprachen. Sein Leben hat sich grundlegend verändert, er ist einsam, verzweifelt und voller Melancholie, ohne Liebe, voller Sehnsucht. Er irrt umher, sieht keinen Sinn mehr im Leben. Dann heiratet er schließlich Mercedes. Sie weiß von seiner Fremdheit, seiner Flucht und sie sagt, du lernst nur zehn Sprachen, damit du in zehn noch einsamer sein kannst als du in vier oder sieben sein würdest. Und er beliebt wirklich sprachlos. Die Ehe scheitert. Und die Menschen denen er begegnet lieben oder hassen ihn, sie prügeln ihn und so kommt er schließlich in einer wahren Hölle zu Tode.

Dies ist keine Geschichte, die sich so einfach erzählen lässt, denn man weiß nie wo endet eigentlich die Wirklichkeit und wo beginnt die künstliche Darstellung von Trugbildern. „Gewiss ist nur das wirklich nichts gewiss ist". Und es ist eben auch ein Buch von unendlich großer Trauer, die dem Leser unter die Haut geht. Man braucht auch aus diesem Grund viel Zeit und Einfühlungsvermögen bei der Lektüre. Es ist nicht einfach zu lesen, aber es ist ein besonders kostbares Buch von beeindruckender, grandioser Sprachgewalt, mal märchenhaft zart, mal von kühler Brutalität.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Mai 2008
Gerade sprachlich finde ich das Buch sensationell, vor allem die ständig wechselnde Erzählperspektive: Ein Beispiel: In eigentlich universal erzählten Szene, kommen die Protagonisten kurz in Ich-Form zu Wort, ohne dass dies wirklich wörtliche Rede wäre. Dadurch erhält man mehre Blickwinkel gleichzeitig, als würden die beteiligten im Nachhineinkommentieren oder als ob kurz Ihre momentanen Gedanken in der Szene aufblitzen. Das funktioniert so gut, weil die Autorin extrem gut beobachtet und der Charakter der jeweiligen Person nur durch diese wenigen Schlüsselwörter ganz deutlich wird.
Desweiteren hat sie eine enorme erzählerische Effizienz. Es werden nie viele Details oder Beschreibungen gegeben, aber diese sind so präzise, das man die jeweilige Szene sehr genau vor sich sieht. Auch hier ein Beispiel: Gleich am Anfang des Buches findet sich die Hauptperson auf einem Fest wieder, dass in eine Orgie ausartet. Der Protagonist verliert sich in seinem Rausch, die Wahrnehmung purzelt durcheinander. Gesehenes wird erst verzögert verstanden. Das ist so präzise beschreiben, dass man als Leser das Gefühl hat, man wäre selbst kurz vor dem Delirium. So perfekt habe ich das selten gelesen.
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20 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Juni 2005
Vielleicht sollte man dies Buch nicht an einem dunklen Novembertag in die Hand nehmen, vielleicht wird man gerade sagen: Ach wie lächerlich sind doch meine eigenen kleinen Problemchen angesichts dieser Geschichte(n)...:
Der Held des Buches, Flüchtling aus Ex-Jugoslawien, rechtzeitig desertiert um nicht eingezogen zu werden, aber eigentlich auch schon vor seiner Flucht: Vaterlos, wie vaterlandslos, entwurzelt, einsam - homosexuell, ohne dies wirklich ausleben zu können, ebenso genial wie unfähig aus dieser Genialität Kapital zu schlagen, stolpert durchs Leben, mehr von Zufällen und wenigen glücklichen Umständen bestimmt als vom eigenen Willen.
Letztendlich scheitert das Genie, der zehn Sprachen perfekt kann, an der Unfähigkeit zur Kommunikation, zur Aufnahmen von wirklichen Beziehungen zu seiner Umwelt.
Sprachlich ist das Buch eine Sensation, Sätze wie Seziermesser mit immer wieder überraschenden Bildern - aber gleichzeitig oder sagen wir 'und auch' ist das ein enorm spannendes - bis zur Auflösung am Schluß auch ein Krimi, eine atemlose Suche, mit rätselhaften Figuren, die abseits des bürgerlichen Normallebens stehen.
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22 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Es ist ganz etwas Besonderes. So Elke Heidenreich in Lesen. Besonders ist es, besonders schwer zu lesen, finde ich. Die Sprache und die Sprachkraft wird von den Kritikern

hochgelobt. Dem kann ich nicht zustimmen. Es ist kein Genuss zu Lesen. Ich musste beim Lesen teilweise konzentriert Wort für Wort auseinandernehmen. Satzzeichen für mich einfügen, um die Aussage zu verstehen. Das ein ganzes Buch lang. Anstrengend.

Zum Beispiel:

In den letzten Jahren hat er die Muttersprache seines Vaters fast vergessen, zu Bora sagte er nicht mehr als drei radebrechende Sätze, und nun war es so, dass er jedes einzelne Wort, jeden Satz, den er hörte, sofort verinnerlichte, und auch wenn er noch nicht alles verstand, er merkte bereits , wo sie einen Fehler machten, er sah die Konstruktionen vor sich, als würden kleine Astgebilde aus den Mündern seiner Mitpatienten wachsen."

Teilweise unendlich lange Sätze, dann wieder nur ganze kurze.

Am schlimmsten fand ich ziemlich am Ende das Kapitel Zentrum Delirium. Nomen est omen. In seinem Delirium, nachdem er Fliegenpilz Pulver zu sich genommen hatte, macht Abel so einiges durch. Der Leser auch.

Die Handlung ist nicht chronologisch erzählt, sondern in Rückblicken und mit vielen Zeitsprüngen. Am Ende fügt sich ein Puzzleteil zum anderen. Ich habe trotzdem noch ein paar unbeantwortete Fragen. Vielleicht noch mal lesen? Wenn ich nur dran wollte....
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Juni 2009
Habe dieses Buch schon vor einiger Zeit gelesen und stoße jetzt auf die sehr durchwachsenen Rezensionen, was mich treibt, doch mal eine Lanze für diesen Text zu brechen. Die neueren Sachen von Frau Mora mochte ich nicht so sehr, aber dieser Roman hat es mir angetan. Ich gebe zu, er ist keine leichte Lektüre und man sollte die Bereitschaft, sich einzulassen, mitbringen. Aber dann wird man durch überzeugende Charaktere und eine Sprache belohnt, die alle Archive der Fantasie kennt und zu nutzen weiß. Große Literatur!
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13 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. September 2005
Für mich ist dieses Buch (einen - gar klassischen - Roman kann man es nicht wirklich nennen) eines der besten deutschsprachigen Werke der letzten Jahre.
Terezia Mora führt den Leser/die Leserin durch das Leben des Protagonisten Abel Nema und spart dabei nicht an überraschenden und teilweise witzigen, aber immer fesselnden Wendungen. Nicht jede Idee mag neu sein und vielleicht ist auch nicht einmal jede gut, aber dies wird mehr als ausgeglichen durch den unglaublichen Reichtum an kleinen Geschichten in der großen Geschichte, an Details und an Skurrilem.
Sprachlich handelt es sich um ein Meisterwerk. Es bedarf einer gewissen Zeit (auch für den vermeintlich "geübten" Leser), sich auf die Sprache einzulassen, die verschachtelten Sätze, die teilweise absurden Wortschöpfungen und die überschwängliche Metaphorik. Dann allerdings nimmt allein schon die Sprache den Leser gefangen.
Es ist kein "klassischer" Roman, ein Rahmen, das "Personal", geschweige denn ein Ort der Handlung - dies alles wird bestenfalls angedeutet, so wie auch viele andere Aspekte insbesondere im Leben des Protagonisten (und der zahlreichen "Co-Protagonisten") oftmals nur Fragen aufwerfen, aber keine Antworten liefern. Das wäre allerdings auch - betrachtet man das Buch insgesamt - zu platt gewesen. Vielleicht sollen ja gerade Frage und nicht Antworten im Mittelpunkt stehen - gewiss, auch das ist nicht neu, aber brilliant umgesetzt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Februar 2014
Ich dachte, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, als ich die negativen Rezensionen gelesen habe, dass es vielleicht darauf ankommt, dem Anspruch des Buches gerecht zu werden. Ich habe ca. 50 Seiten geschafft und fand es tatsächlich ganz gut. Sowohl vom Stil als auch vom Inhalt. Aaaaber, da ich eine Zu-Bett-Geh- und Sonntagsleserin bin, war ich doch extrem genervt, dass ich nach ein paar Tagen Pause nicht einfach weiterlesen konnte, sondern sogar nach dem Zurückschlagen von mehreren Seiten nicht wieder in die Geschichte gefunden habe. Also zum sporadischen Lesen meiner Meinung nach völlig ungeeignet. Schade. Aber ich denke in meinem nächsten Urlaub werde ich dem Buch (oder mir) noch eine Chance geben.
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