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49 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dunkel Berührend
Der erste Eindruck auf dem Cover: Eine urbane Nachtszene, halb von oben, vermutlich irgendwo in Tokyo - erinnert stark an „Lost in Translation". Vielleicht gibt es ja auch thematische Nähe? „Lost in Translation" ist wohl zumindest der Buchtitel. Im Original heißt das Teil „Faire l'amour", und das deutsche „Liebe machen" erscheint mir...
Veröffentlicht am 22. Mai 2004 von dcbe

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Ende einer Liebe...?
Das Thema selber finde ich sehr berührend - der anonyme Erzähler entführt den Leser mit seiner Liebe (oder ist es sie doch nicht mehr)namens Marie nach Tokio, um dort Zeuge sein zu können, wie der Abschied, die Trennung von statten geht. Wie schwer die Trennung ist, das Zerren zwischen Loslassen, Wegstossen und Festklammern.
Dieser...
Veröffentlicht am 12. April 2011 von Skillseeker


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49 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dunkel Berührend, 22. Mai 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sich lieben (Gebundene Ausgabe)
Der erste Eindruck auf dem Cover: Eine urbane Nachtszene, halb von oben, vermutlich irgendwo in Tokyo - erinnert stark an „Lost in Translation". Vielleicht gibt es ja auch thematische Nähe? „Lost in Translation" ist wohl zumindest der Buchtitel. Im Original heißt das Teil „Faire l'amour", und das deutsche „Liebe machen" erscheint mir jedenfalls für die erste Hälfte als die korrektere Übersetzung. „Sich lieben", das klingt so poetisch, so leicht abgehoben. Aber: Poetisch, leicht abgehoben, das ist dieser kleine große Roman eigentlich gar nicht. Immerhin, in der zweiten Hälfte, da könnte es auch um „sich lieben" in ganz egoistischem Sinn gehen. Aber poetisch wird es da immer noch nicht.
Mehr? Vorgeschmack
Ist es normal, eine kleine Flasche Salzsäure um den Hals zu tragen? Ist es normal, den ganzen Tag zu weinen - in Gesellschaft des Partners? Ist es normal, mit der langjährigen Partnerin auf die andere Seite der Erde zu fliegen, ohne eigenes Interesse, nur um sich dort gleich am ersten Tag zu trennen (zugegeben, es ist ein langer Tag)? Vielleicht scheint manches an der Story auf den ersten Blick abseitig, konstruiert, doch eigentlich, tja, geht es um ganz unspektakulär normale Dinge...
Wer schreibt da?
Jean-Philippe Toussaint ist französisch schreibender Belgier Mitte 40, lebt hauptsächlich auf Korsika und anteilig noch in Brüssel. Seit knapp 20 Jahren ist er in der frankophonen Literaturszene eine bekannte Größe. Fast alles von ihm ist auch auf Deutsch erschienen, z.B. „Das Badezimmer" oder „Selbstportrait in der Fremde" (dringende Kauftipps beide). Im Herbst 2002 erscheint „Faire l'amour" beim den sehr renommierten französischen Éditions de Miniut (das sind diese weißen Taschenbücher, von denen jeder Franzose mindestens ein halbes Dutzend irgendwo herumstehen hat).
Toussaint ist bekannt für seinen sehr reduzierten Stil, lakonisch, auf männliche Wahrnehmung gestützt. Oft ist er bei aller scheinbaren Spröde aber doch intensiv und zumeist leicht ironisch. Ich schätze diese Art des Schreibens sehr, um mal einen Vergleich zu wagen: Der Bursche schreibt so ähnlich, wie ein Manzanilla-Sherry schmeckt: Trocken, hell, anfangs leicht, und doch mit viel Gehalt und leicht salzigem Abgang.
Mit „Faire l'amour" geht er allerdings aus seiner gewohnten abgründigen Leichtigkeit heraus - in deutlich dunklere Gefilde.
Na denn, zur Story
Gegenwart. Der namenlos bleibende Ich-Erzähler begleitet seine Freundin Marie nach Tokyo. Beide sind so um die Vierzig, sie ist Künstlerin und Modedesignerin, in Tokyo wird sie eine Ausstellung zu ihren Ehren gestalten und eröffnen. Seit sieben Jahren sind die beiden zusammen, gefangen im Jetlag werden sie den ersten Tag und die erste Nacht in Tokyo erleben. Dort ist es kalt und regnerisch. Marie weint, viel.
Die Nacht im teuren Hotel wird schlaflos bleiben, von nicht vollendeten Annäherungen geprägt. Irgendwann in den frühen Morgenstunden werden die beiden zu dünn bekleidet durch den Schneeregen irren, ein kleines Erdbeben wird noch einen letzten „Liebes"akt unter einer Brücke provozieren - doch er hat Schluss gemacht.
Der nächste Morgen ist nur zwei Stunden entfernt, und eine erste Besichtigung der Ausstellungshalle steht auf dem Programm. Der Erzähler flüchtet schon nach kurzer Zeit, während Marie sich auf die Räumlichkeiten zu konzentrieren beginnt. Er flüchtet weit, aus Tokyo, nach Kyoto. Dort war das Paar mal vor Jahren, und ein alter Freund wohnt immer noch da.
Der nimmt ihn auch auf, am Abend wird noch ein Fax in ihr Hotel gesandt: „Warte nicht auf mich". Einige Tage werden vergehen, geprägt von Schlaf und heftiger Erkältung. Irgendwann wird er halbwegs genesen durch Kyoto wandern, und sie im Hotel anrufen. Das Gespräch hat starke Sogwirkung und abrupt bricht er wieder nach Tokyo auf, abends ist Ankunft, doch Marie ist nicht im Hotel.
Er wird sich Zugang zur nächtens geschlossenen Ausstellung verschaffen. Die ist mittlerweile aufgebaut, noch nicht eröffnet. Vom Wachpersonal vertrieben flüchtet er in den Park vor der Ausstellungshalle, leert die bislang stets mitgeführte kleine Flasche Salzsäure auf den Boden, eine kleine Blume findet ein schnelles Ende.
Ende.
Worum es geht
Der gute Toussaint stellt eine ganz einfache These auf. Der aktive Teil dieser Trennung, die eigentliche Hauptperson, der Erzähler, ja der egoistische Hund, der die attraktive und ihn liebende Frau verläßt - der leidet letztlich mehr. Es fällt ihm irrsinnig schwer, die Trennung wirklich zu vollziehen, seine Flucht nach Kyoto ist Selbstkasteiung, sein Taumeln ist bei aller vordergründigen Gefühlskälte vor allem eins: Sauschwer und schmerzhaft. Sie kann sich in eine Aufgabe flüchten, ihm bleibt kleines und bitteres Leiden. Ziemlich traurig, diese kalte kleine Geschichte. Und ziemlich groß!
Wer sollte das lesen?
Eigentlich ist es ja ganz einfach. Die Sprache ist nicht kompliziert, die Sätze kurz. 150 knapp bedruckte Seiten, das Teil lässt sich schnell lesen. Vordergründig.
Für Entspanner, Unterhaltungssucher und Realitätsflüchter ist es allerdings gänzlich ungeeignet. Es spielt zwar in Tokyo, doch dieses kalte regnerische Tokyo ist kein bißchen exotisch oder fremd. Es geht zwar um Liebe, doch „Romantik" gibt es hier wohl kaum. Dies ist ein Buch für Leute,
- die schon ein bisserl gelebt haben,
- die beim Lesen nicht „abschalten" wollen,
- die Interesse an realen Figuren haben,
- nicht vor Nachdenklichkeit zurückschrecken,
- sich auch mal lesend mit weniger angenehmen Themen beschäftigen können.
Für solche Leute, die dann auch noch den ökonomisch trockenen Stil Toussaints gut vertragen können, für die ist „Faire l'amour" eine zutiefst bewegende und ziemlich großartige Lektüre. Klar, ich habe mich selbst in so mancher Szene wiedergefunden, und das prägt natürlich das Urteil auch ein wenig mit. Für mich ganz persönlich kommt es locker auf fünf Sterne.
Dies ist das bisher beste Buch eines ohnehin schon brillianten Autors - mit Abstand. Es ist ordentlich übersetzt, ein wenig zu altväterlich manchmal, aber durchaus in Ordnung. Eine Entdeckungsreise wert...
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie stirbt eine grosse Liebe?, 22. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Sich lieben (Taschenbuch)
Der namenlose Erzähler fährt mit seiner Freundin Marie, einer Modedesignerin, nach Tokio, um dort eine Austellung Maries vorzubereiten. In der Tasche trägt er die ganze Zeit ein Fläschen mit Salzsäure...

Die beiden wollen sich trennen. Sie verbringen eine letzte schlaflose Nacht in einem Hotelzimmer in Tokio miteinander, doch beide spüren immer bewusster und voller Wut, Trauer und Ohnmacht, wie ihre Liebe langsam Schritt für Schritt stirbt.

Der Erzähler dieser Geschichte bringt es auf den Punkt.

"Aber mit ihr zu brechen, ich begann, mir das klarzumachen, war eher ein Zustand als ein Tun, eher Trauer als Agonie."

Toussaint schwelgt in diesem Roman in einer aussergewöhnlich schönen, bildhaften und poetischen Sprache. Er lässt die Bilder des nächtlichen Tokios vor dem geistigen Auge des Lesers auferstehen.

Der Autor lässt uns am Leben, Lieben und Leid der Protagonisten haunah teilhaben. Lässt all die, fast surreale, Widersprüchlichkeit und die Leidenschaft einer sterbenden Liebe, klar und natürlich erscheinen.

Wie viele Bücher von Autoren der französischen Gegenwartsliteratur, mit 150 Seiten, ein kleines, aber inhaltlich riesiges Buch. Einzigartig, poetisch, ergreifend.

Wer den Film "Lost in Translation" mochte, wird diesen Roman mehr als lieben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Ende einer Liebe...?, 12. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sich lieben (Taschenbuch)
Das Thema selber finde ich sehr berührend - der anonyme Erzähler entführt den Leser mit seiner Liebe (oder ist es sie doch nicht mehr)namens Marie nach Tokio, um dort Zeuge sein zu können, wie der Abschied, die Trennung von statten geht. Wie schwer die Trennung ist, das Zerren zwischen Loslassen, Wegstossen und Festklammern.
Dieser Gefühlszustand ist berühend, zugleich verwirrend geschrieben - aber das spiegelt wohl nur das wieder, was viel in solcher Situation fühlen - Verwirrung und Orientierungslosigkeit.

Das Kernthema ist somit wirklich sehr gut, plastisch und unter die Haut gehend erzählt. Obwohl es nicht zum tatsächlicne Ende kommt - es ist vielmehr eine unvollendete Liebe...

Die Hintergrundsory ist der Grund, warum es dann doch massiven Sterneabzug gibt. Sie ist konstruiert, hat nichts mit der Kernstory zu tun...sie wirkt fehl am Platz und störend. Scahde - so habe nur drei Sterne vergeben, obwohl es ein Anwärter für einen Volltreffer war.
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5.0 von 5 Sternen Klasse, 7. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Sich lieben (Taschenbuch)
Liebesgeschichten lesen? Diese ja. Keine Schnulze, sondern eine Handlung der Beziehung zweier Menschen.
Die Frage "WARUM" taucht für mich immer wieder zwischen den Zeilen auf. Hat mir sehr gefallen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Jämmerliche Langeweile, 5. Januar 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sich lieben (Taschenbuch)
So leid es mir tut - die Qualitäten, die meine Vor-Kritiker so rühmen, erschließen sich mir überhaupt nicht. Statt dessen habe ich mich durch seitenlange wehleidige Betrachtungen gequält, die stark von Banalität gefährdet sind, und wenn ein Autor eine Flasche Salzsäure und ein Erdbeben braucht, um wenigstens etwas Spannung in seine erzählerische Ödnis zu bringen, dann vergisst man sein Buch am besten schnell wieder.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perspektiven, 18. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Sich lieben (Taschenbuch)
Jean-Philippe Toussaints Romane machen es seit jeher der literarischen Rezension schwer: Sie scheinen sich jeder einfachen Beschreibung und Einordnung zu entziehen, und bis heute lässt Toussaint seine Kritiker raten, welche Absicht hinter seinem Schreiben stecken mag. Immer wieder führt der Autor einen namenlosen Ich-Erzähler durch eine detailliert und nuancenreich beschriebene Alltagswelt, in der sich der Erzähler als Fremdkörper empfindet, wobei er mit verschiedenen Strategien versucht, die ihn verwirrende und in Staunen versetzende Wirklichkeit für sich fass- und begreifbar zu machen. Halt findet er in geometrischen Regelmässigkeiten (Salle de Bain). Er versucht, sich den Zumutungen der Wirklichkeit zu entziehen (Sale de Bain, La Télévision), nur um ihrer Sogkraft um so mehr zu verfallen oder einfach von ihnen mitgerissen zu werden (Fuir). Er schiebt Kameras zwischen sich und die Beobachteten (Sich lieben). Vor allem aber plegt er ein überscharfes Bewusstsein für banale Vorgänge um ihn. Er weicht aus, er vermeidet direkte Aussagen, er wendet den Blick ab und hängt ihn an Nebensächlichkeiten, die aber gerade unter seinem intensiven Blick zur Hauptsache werden. Dieser Blick erlaubt Perspektiven, die so verblüffen wie unerwartete Kameraeinstellungen. In 'L'Appareil-Photo' bechreibt der Erzähler in einer Szene das Essen von Oliven unter Aussparung des eigentlichen Dialogs. Was bei einem realistisch vorgehenden Autor Szenenausstattung wäre, ist bei Toussaint das eigentliche: Die Nebensache, in der sich aber die Haupsachen spiegeln und vielfach brechen, so wie die Neonlichter der Stadt Tokyo in 'Sich lieben' in der Glasfassade des Hotels, in dem dieser Roman beginnt.

'Sich lieben' zieht den Leser schon auf der ersten Seite in den Toussaintschen Mikrokosmos: Der Ich-Erzähler berichtet, wie er sich mit einem Fläschchen Säure bewaffnet hat und darin Beruhigung findet. Eines Tages, so ist er sich sicher, wird er dieses Fläschen jemanden in der Fresse werfen, bis dahin jedoch sorgt er sich vor allem um die sichere Verwahrung des Fläschchens auf seiner Reise. Diese hat ihn zusammen mit Marie nach Tokyo geführt, wo wie eine Ausstellung ihrer Mode vorbereitet. Das Paar steht davor sich zu trennen, sie sind sich einig, dass sie sich zwar noch lieben aber nicht mehr ertragen. Beides wird deutlich im ersten Teil des Romans: Eine der erotischsten, sich langsam entfaltenden Sexszenen der Literatur wird unterbrochen, als der Erzähler kurz vor dem Höhepunkt Marie darauf aufmerksam macht, dass ein Telegramm für sie eingetroffen sei. Doch nachdem jeder der beiden für sich in die Nacht gerannt ist, treffen sie sich in der Hotellobby wieder und gehen zusammen, völlig unzureichend gegen die winterliche Kälte gekleidet, in die Strassen des nächtlichen Tokyos spazieren, bis schliesslich ein Erdbeben auch das Beben in beiden auslöst, das das Begehren ist.

Doch von hier aus beginnen sich die Wege zu trennen. Spürbar wird die Distanz, als der Erzähler Marie in den leeren Ausstellungsräumen einer Kunsthalle über die Überwachungsmonitore beobachtet. Er flieht nach Kyoto, um sich zu entziehen, und doch kommt er von Marie nicht los. Schliesslich kehrt er zurück, und die Säure kommt zum Einsatz. Doch Opfer ist nur eine Blume.

Die Distanz, die Toussaints Ich-Erzähler zur Welt pflegen, ist Vorausetzung für den subtilen Humor, mit dem die Erzähler meist bewusst, manchmal unbewusst der Welt begegnen. In 'Salle de Bain' und 'La Télévision' grenzte dieser Humor noch an den Slapstick. In 'Sich lieben' jedoch sinkt er unter die Schwelle des Lachens. Dieses ist dem Erzähler vergangenen, und er lädt auch den Leser nicht mehr dazu ein. In den folgenden Romanen, die sich mit diesem Erzähler und Marie beschäftigen (Fuir, La Verité sur Marie), gewinnt er seinen Humor nicht mehr wieder. Der Erzähler bewegt sich durch die Welt auf der Suche nach etwas, das ihm abhanden gekommen ist. Der Liebe zu Marie, seinem Selbstverständnis, seiner Selbstsicherheit. Er ist ein Wanderer zwischen den Welten, der seinen Platz nicht mehr findet, obwohl er intensiv an der Welt teilhat.
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11 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bitteres und intensives Nachtstück, 15. Juli 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sich lieben (Gebundene Ausgabe)
Toussaints jüngster, im September 2002 bei Minuit erschienener Roman Faire l'amour (Sich lieben) präsentiert sich in einem ganz neuen Ton. Zum ersten Mal hat ein Verb den Weg in den Titel einer seiner Romane gefunden, zum ersten Mal wird auch das ‚je pense' der früheren Romane immer wieder zu einem ‚je fais'. Der Toussaint'sche Humor ist, wie schon in La réticence (Der Köder), auf ein Minimum reduziert. Diese Modifikation ist bei "Sich lieben" jedoch noch eindeutiger der Thematik geschuldet: Toussaint setzt in seinem ersten ‚roman d'amour' dem Anfang der Liebe deren Erlöschen entgegen und schafft so ein intensives und schmerzhaft präzises ‚Tokioter Nachtstück', das sich auch als Anatomie einer Beziehung lesen lässt. Der Autor kommentiert die Veränderung als Entwicklung: „Je ne voulais pas refaire La télévision, qui était le livre de mes 40 ans, mon roman le plus drôle. Faire l'amour correspond à une nouvelle étape, à quelque chose de plus grave, de plus dangereux, de plus acide."
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Sich lieben
Sich lieben von Jean-Philippe Toussaint (Taschenbuch - 7. August 2006)
EUR 7,00
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