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Kundenrezensionen

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am 2. Januar 2011
Krimi-Autor Ulrich Ritzel bereitet es eine diebische Freude, aus den Kellern von gut beleumundeten Klein- und Großbürgern die bereits verwesten Leichen hervorzuholen. Damit ist schon viel gesagt über das Strickmuster, nach dem die meisten Geschichten in diesem Band gewoben sind. Zumeist werden Menschen auf Wegen von schuldhaften Verstrickungen ihrer Vergangenheit eingeholt, die trotz oder gerade wegen der hollywoodesken Raffinesse in der Konstruktion oft reichlich unrealistisch wirken.

Gedungene oder selbsternannte Racheengel lauern ihren Opfern im Zug auf oder verunsichern mit Andeutungen eine ganze Ortschaft oder doch wenigstens die Betreiber der Gastwirtschaft "Halders Ruh". Die überlegenen Boten oder Vollstrecker der Nemesis agieren dabei meist so souverän und wirken in der Durchführung wahlweise so gnadenlos kalt und kalkuliert wie Django mit dem MG im Sarg oder so gewieft und unantastbar wie Hercule Poirot bei der Enthüllung eines Verbrechens. Hier ist Ritzel also, mit entsprechend hohem Unterhaltungswert, nah bei klassischen Heldenmustern, zugleich aber wirken die Geschichten oft dermaßen konstruiert, dass man sich über die Glaubwürdigkeit lieber keine Gedanken macht. So raffiniert-gottgleiche Racheengel wie sie Ritzel in den Geschichten "Halders Ruh, "Der Wolf, die Ziege und das Mädchen", Hochzeit in Jauchenburg" und "In den Bergen ist Schnee gefallen" konstruiert, gibt es nun einmal in der Wirklichkeit nicht, außer in den Racheträumen von uns Irdischen, die uns diese Figuren so sympathisch machen. So ist es kein Zufall, dass die beiden Geschichten, die von diesen Mustern abweichen, den stärksten Eindruck hinterlassen: In "Ein Herz für Moldawien" verdächtigt eine sozial engagierte Mutter ihren Sohn Patrick der Notzucht mit einem Kindergartenkind und der Leser schwankt bis zum Schluss, ob zu Recht oder Unrecht. Ein Blick hinter die Fassaden bürgerlicher Wohlanständigkeit, als hätte Claude Chabrol in seiner besten Schaffensphase Pate gestanden. Mit ähnlich fiebriger Spannung verfolgt der Leser in "Tokajer für Kuhlebrock" bis zum Schluss, ob Contz, Vertreter für Produkte der Firma Zainer Technologies, in Anbetracht seiner beruflichen Demontage und einer geifernden Gattin die Nerven behalten oder am Ende eines ernüchternden Tages Amok laufen wird wie einst Michael Douglas in Falling Down. Der satirische Text "Tanjas Äffchen" schließlich, in dem ein Alptraum von Schwiegermutter in der Ich-Form die Ereignisse rekapituliert, die zu einem tragischen Verkehrsunfall führten, ist das I-Tüpfelchen auf dieser Sammlung von Erzählungen, die übrigens durch denselben Schauplatz zusammengehalten werden.

Fazit: Wer gut gebaute Kriminalgeschichten mag und an den Kurzgeschichten von Ferdinand von Schirach Gefallen findet, der wird auch bei der Lektüre von "Halders Ruh" nicht zur Ruhe kommen, bis er das Buch durch hat.
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am 10. Februar 2012
Das Buch ist kein Kriminalroman, sondern eine Sammlung von sieben Kurzgeschichten, die nur sehr lose zusammenhängen. In 4 der Geschichten ist die Hauptperson ein bezahlter Racheengel der ungesühnte Verbrechen aufdeckt und bestraft. Das ist nicht neu und die Art und Weise wie die Planung minutiös erfolgt und perfekt durchgeführt wird, erinnert, wie ein Vorrezensent schrieb, sehr an einen Hollywoodfilm. Nach der zweiten der vier Geschichten wird das Konzept schnell langweilig. DIe Titelgeschichte fand ich dann bereits eher schwach.

Die anderen drei Geschichten sind interessanter. Diese sind überraschend, haben alle eine unterschiedliche Erzählperspective und sind (teilweise) überraschend. Wirklich lesenswert wenn man von den beiden letzten etwas drögen "Killergeschichten" absieht. Insgesamt kann ich das Buch daher empfehlen.
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am 30. August 2005
Die Ruhe ist nicht nur in der Titelgeschichte trügerisch -- auch in den anderen sechs kurzen Geschichten rumort es unter der Oberfläche. Verbrechen, die lange zurückliegen, treiben wie eine späte Wasserleiche nach oben und werden gerächt. Abgründe tun sich auf in der deutschen Provinz. Alle lügen, und am meisten belügen sie sich selbst. Ulrich Ritzel setzt seine tiefgründigen Geschichten sparsam in Szene: wenige Worte, aber die sitzen. Meisterhafte Kurzkrimis, die fast nebenbei eine bittere Beschreibung der deutschen Gesellschaft bieten.
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am 7. Februar 2007
Anfangs war ich sehr skeptisch. Ist man doch von Ritzel so an seinen Komissaren Berndorf gewöhnt, dass man sich Ritzel nur schwer auf dem Gebiet der Kurzgeschichten vorstellen kann. Aber es funktioniert, und wie! Spannende Geschichten, unvorhersehbar und meisterhaft in Szene gesetzt. Super als Geschenk für Leseratten geeignet. Leichte Kost für Zwischendurch!
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am 1. Juni 2005
Ulrich Ritzel ist in den letzten Jahren einer immer breiteren Lesegemeinde durch seine vier Romane mit Kommissar Berndorf und seiner Assistentin Tamar Wegenast bekannt geworden. Bevor diese nun mit großen Erwartungen auf den neuen, fünften Band wartet, zeigt sich Ritzel mit diesem Buch auch als Meister der kleinen Form.
Ulrich Ritzels Erzählungen sind wie kleine Krimis, die noch lange nachwirken, nachdem man sie zu Ende gelesen hat. Es sind sieben Geschichten, die um das Abgründige im Menschen kreisen, um die verheerenden Auswirkungen von moralisch problematischen Entscheidungen im Leben, die Beziehungen vergiften und Lebensentwürfe verfärben. Ritzel kombiniert in diesen Erzählungen das dramaturgische Geschick seiner Krimis mit der Kunst, in kleinen Momentaufnahmen den Blick auf ein ganzes Leben zu werfen.
Ein sehr empfehlenswertes Buch. Wer seinen Kommissar noch nicht kennt, kann hier auf den Geschmack kommen.
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am 9. August 2015
Gefällt mir sehr gut. Ich wollte beim Lesen unbedingt wissen wie die Geschichten ausgehen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Dabei erzählt Ritzel normale Geschichten aus dem deutschen Alltag und keine "007-rettet-die Welt" Thriller.
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am 17. November 2015
Ulrich Ritzel schreibt sehr gute Krimis. Seine Bücher sind anspruchsvoll, sozialkritisch, sehr spannend. Ich kann es mit gutem Gewissen empfehlen.
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am 4. Oktober 2009
Toll! Ich habe es sonst nicht so mit Kurzgeschichten, da diese auf mich häufig unfertig wirken, einem keine Zeit lassen in der Geschichte "zu wohnen".
Bei den ungewöhnlichen Geschichten in "Halders Ruh" ist alles anders. Unvorhersehbar, gut geschrieben, eigendlich nicht Krimi. Ein Tipp zum Weiterlesen
ist "Im Schatten des Schwans" von Ulrich Ritzel.
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am 22. Juli 2013
es passt wie beschrieben. es ist sehr gut. und die Funktion ist sehr gut. wie beschrieben. preislich ok, es lohnt sich.
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