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am 11. Januar 2004
Der Roman zieht den Leser dadurch in seinen Bann, das die ersten hundert Seiten aus der Sicht eines zukuenftigen, jugendlichen Opfers erzaehlt wird. Wie sich spaeter herrausstellt, ist das tragische Element die Tatsache, dass dieses Maedchen wie auch die Mutter kaum einen Eindruck in dieser Welt hinterlassen hat. Ihr Leben wird als eine Reihe von Verlusten dargestellt, Vater stirbt bei einem Autounfall, Mutter ist manisch depressiv, Mitschueler drangsalieren staendig-Einsamkeit. Da ist es naheliegend, das sie sich nach einer Vaterfigur sehnt und ausgerechnet dem Freund ihrer Mutter in die Haende faellt, was etwas durchaus perverses mit sich bringt. Der Moerder wird ausserdem als zunaechst sympatisch dargestellt, bis man dann die krankhafte, wohl aus seiner Jugend und auf seine Mutter bezogene, Seite kennenlernt, die zum Doppelmord fuehrt. Allerdings nicht bevor das Maedchen ihrerseits versucht ihn zu ermorden.
Das Team wird mal wieder fuer den renomierten Nesser Leser etwas weiter gebracht, indem persoenliches zum Vorschein tritt. Auch wird noch eine weibliche Ermittlerin hinzugezogen, um Ewa Moreno einen neuen Ansprechpartner zu geben.
Die Ermittlungen ziehen sich etwas hin, indem man wirklich kaum einen Hinweis hat, obwohl man das vielleicht auch als Realismus betrachten koennte. Dennoch ist dies ein negatives Element in diesem Fall, denn man haette durchaus 150 Seiten weniger gebrauchen koenne, obwohl wahre Fans sich dadurch nicht abbringen lassen. Letztendlich bietet eine Anstecknadel den ersten Schluessel. Forensisch haette es da eigendlich mehr geben sollen, aber das wird weniger behandelt.
Alles in allem ist es ein unterhaltsamer Krimi, mit teilweise intensiven Elementen, die manche Seiten nur so dahinfliegen lassen. An anderen Stellen braucht man etwas mehr Geduld. Es reicht meiner Meinung nicht ganz an Muensters Fall oder Das Vierte Opfer heran, aber es ist vergleichbar mit Der Kommissar und das Schweigen. Kein Problem fuer Nesser Leser obwohl es dem Mankell Folger wohl weniger gefallen wird.
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am 21. August 2003
Die Krimis um das Team der Maardamer Polizei mit ihrem inzwischen pensionierten Hauptkommissar van Veeteren erleben seit einiger Zeit von Buch zu Buch eine qualitative Steigerung. Den vorläufigen Höhepunkt der Reihe bildet nun „Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod".
Ein Mörder, der keine Spuren hinterlässt, der seine Opfer lautlos tötet, sie erwürgt. Lediglich ein nicht identifizierbarer Name wird in der Wohnung eines Opfers entdeckt. Dieser stammt von einer Figur - einem Würgemörder - aus einem bedeutungslosen englischen Kriminalroman der 30er Jahre von einem noch bedeutungsloseren Autor. Beim nächsten Mord scheint der Täter wieder den Namen einer literarischen Gestalt angenommen zu haben. Über eine Vereinsnadel, die bei einem weit zurückliegenden Mord am Tatort gefunden wurde, findet sich eine Spur zu einem elitären Universitätsverein. Hängen die Morde zusammen? Ist der Würger an der Maardamer Universität zu finden?
Nessers Typen waren in seinen ersten Romanen zu glatt. Inzwischen schafft er es, jedem Kollegen aus dem Polizeiteam Leben einzuhauchen. Herrlich das Duo Jung/Rooth, Eva Moreno oder auch Hauptkommissar Reinhardt. Seit van Veeteren sich aus dem Dienst zurückgezogen hat, dominieren die Beschreibung seines Charakters und sein Weltbild nicht mehr den Gang der Handlung. Alle Figuren reflektieren über Einsamkeit und Partnerschaft sowie die ganz persönliche Bedeutung von Glück. Neben einem sehr spannenden Kriminalfall mit raffinierter Auflösung bietet das Buch somit hinreichend Tiefgang und ein typisches Nesser-Finale. Sehr lesenswert!
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am 18. Oktober 2006
Dieses Buch ist eines der Besten, das ich je gelesen habe. Es begründet sozusagen meine Nesser-Sucht. Danach habe ich wie im Rausch einen Thriller von ihm nach dem anderen verschlungen.

Das Buch ist nicht nur spannend, sondern einfach sehr gut geschrieben. Der Blick in die Seelen der einzelnen Handlungspersonen macht auch diesen Thriller von Nesser zu etwas Besonderem. Dazu kommt, dass die Geschichte stimmt, gut konstruiert und glaubhaft ist (was meiner Ansicht nach z.B. bei Mankell nicht immer der Fall ist).

Ein Buch, das man nicht mehr weglegen kann.
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am 4. Juni 2005
Endlich ein neuer Nesser als Taschenbuch - herrliche 2 Tage Lesen standen mir bevor - dachte ich. Über eine Woche brauchte ich dafür und mehrmals war ich kurz vorm Aufgeben. Sicher, die Story ist wieder klasse, nur war mir das diesmal alles viel zu ausführlich. Man hätte die Geschichte auch mit der Hälfte der Seitenanzahl erzählen können, das hätte der Spannung keinen Abbruch getan. Und ausgerechnet am Schluß wird dann mit Informationen gegeizt. Der Mörder und seine Vorgehensweise werden zwar detailliert beschrieben, doch über die Hintergründe seiner Persönlichkeitsstörung erfährt man leider wenig. Gerade das wäre aber aufschlußreich gewesen, vor allem weil der Person des Mörders im ganzen Buch so viel Raum gegeben wird.
Der zweite Grund, warum ich mich diesmal so schwer tat, liegt in der Übersetzung. Redewendungen, die wahrscheinlich direkt vom schwedischen ins Deutsche übernommen wurden und somit keinen Sinn ergaben, z.B. "Alter Buchhändler redet in Zungen". Die deutsche Entprechung wäre in diesem Zusammenhang wahrscheinlich "Alter Buchhändler spricht in Rätseln" gewesen. Deutsche Redewendungen, die nicht korrekt wiedergegeben wurden (z.B. "Mit Mühe und Not" statt "Mit Müh'und Not") . Manchmal hatte ich das Gefühl, der Verlag hat über die fertige Übersetzung einfach die Word-Rechtschreibungprüfung laufen lassen...
Und dann ein paar Merkwürdigkeiten, deren Hintergrund mir überhaupt nicht klar ist. In einer Passage soll verdeutlicht werden, dass es ja das Ziel der Kripo sei, Mörder zu fangen und nicht, sie frei herumlaufen zu lassen. Um das zu verdeutlichen, vergleicht Nesser das mit anderen Berufsgruppen, z.B. einem Bauern, der zu säen vergißt und - einem Klempner, dem es nie gelingt, die richtige Tür zu öffnen. Klempner sollen aber eigentlich keine Türen öffnen sondern u.a. verstopfte Rohre wieder freikriegen, oder? Und was ich gar nicht verstanden habe, ist die Sache mit dem nicht schwedisch sprechenden Van Veeteren. Falls ich nicht total falsch liege, spielen die Bücher doch in Schweden. Warum sagt Van Veeteren dann zweimal, er könne das Buch, das ihm jemand ins Antiquariat gebracht hat, leider nicht lesen, da er kein Schwedisch spreche? Ich weiß, dass das Übersetzen von Prosatexten schwierig ist und dass man, gerade bei einer solchen Fülle des Textes, leicht "betriebsblind" wird. Gerade deshalb ist es wichtig, dass nochmal gegengelesen wird. Hier scheint mir der Verlag jedoch nicht die richtige Sorgfalt aufgewandt zu haben. Sonst wären wahrscheinlich auch die vielen Tippfehler aufgefallen.
Sicher werden jetzt viele sagen, dass es im Grunde nur darauf ankomme, ob die Story gut ist. Im Prinzip ja, und gerade weil diese Geschichte gut ist, ist es ärgerlich, durch solche Fehler immer wieder aus dem Lesefluß gerissen zu werden.
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am 12. Februar 2010
Ein spannender, düsterer Krimi um einen Frauenmörder, dem man allerdings ein anderes Ende gewünscht hätte. Dem Krimi, aber auch dem Mörder. Denn ein bisschen zu oft - zumindest nach meinem Geschmack - ist es bei Nesser nicht die Polizei, sondern Kommissar Zufall oder Jedermann, ein rächendes Opfer oder der Täter selbst, der seinem Leben und damit der Geschichte ein Ende setzt.

Auch in diesem Buch schildert der Autor zunächst ausführlich das Leben der Opfer, taucht ab in die Psyche des Täters, die Irrungen und Wirrungen der Polizeiarbeit und gibt Einblicke in das Privatleben der Kommissarinnen und Kommissare. Dagegen wirkt dann das Ende doch reichlich überkonstruiert, aus dem Hut gezaubert und - so nachvollziehbar es subjektiv sein mag - zudem moralisch fragwürdig.

Faszinierend ist allerdings wieder einmal die Fähigkeit Nessers, sich in die unterschiedlichen Personen hineinzuversetzen und ihre Gefühle und Gedanken zu beschreiben, ob es nun junge Mädchen oder alte Hauptkommissare, Männer oder Frauen, Polizisten oder Täter sind. Nessers Sprache ist dabei manchmal lakonisch, manchmal drastisch, zeitweise sehr knapp, dann wieder fast poetisch. Gerade dieser besondere Schreibstil scheint zu polarisieren, ich persönlich mag ihn sehr.

Insgesamt ein fesselndes Buch, das am Schluss leider nicht ganz hält was es am Anfang verspricht.
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am 4. September 2005
Der Anfang von "Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod" ist definitiv vielversprechend und macht Lust auf mehr. Das erste Viertel des Buches ist spannend und intensiv geschrieben. Man will immer weiterlesen und rausfinden wie es weitergeht. Tja, leider wird das Buch ab der Mitte ziemlich langatmig. Manche mögen es vielleicht toll finden, wenn die Polizeiarbeit bis ins kleinste beschrieben wird, aber ich fand es dann irgendwann doch ziemlich langweilig und öde. Erst als Van Veeteren ins Spiel kommt, geht die Geschichte so richtig weiter. Und das ist ein weiterer Kritikpunkt: Erst als der pensionierte Polizist Van Veeteren ins Spiel kommt, scheint sich alles aufzudecken. Ich fand das es irgendwie nicht zum restlichen Buch passte.
Das Ende dagegen ist dann wieder deutlich besser, was mich dazu bewegte diesem Buch doch noch 3 Sterne zu geben.
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am 21. August 2003
Mit "Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod" liegt schon der 9. Krimi aus der "van Veeteren"-Serie des schwedischen Autors Haakan Nesser vor. Für mich der Beste der Reihe.

Es entwickelt sich in ihm eine sehr spannende Katz-und-Maus-Jagd zwischen den schon bekannten Ermittlern um den mittlerweile pensionierten Hauptkommissar van Veeteren und einem belesenen Serientäter, dessen psychologisches Profil glaubwürdig und kein bisschen langatmig vermittelt wird. Aber auch die Charakterzeichnung der anderen Hauptpersonen (Opfer/Ermittler) ist famos.
Eine gelungene Mischung zwischen den nüchtern geschriebenen, humorvollen ersten vier (z.B. "das vierte Opfer") und den eher psychologisierenden und ein wenig düsteren zweiten vier (z.B. "der unglückliche Mörder) VV-Bänden. Absolute Kaufempfehlung!
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am 16. Januar 2010
Kurz zum Inhalt: Ein Priester wird von einem Zug überfahren, ein Mädchen verschwindet spurlos, eine Mutter wird grausam umgebracht. Welche Verbindung besteht zwischen den dreien? Van Veeteren und seine ehemaligen Kollegen gehen einigen mysteriösen Todesfällen nach. Auf der Suche nach einem Serienmörder mit literarischem Faible....
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Der Roman beginnt spannend und interessant. Ein junges Mädchen lässt sich auf einen Mann ein, nichts ahnend, was diese Verbindung bringen wird. Nesser erzählt m.E. auf einem hohen Niveau und beherrscht sein Handwerk. Man muss als Leser jedoch graue und triste Szenarien mögen, um Gefallen zu finden.
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Wesentliche Merkmale des Buches: Einsamkeit und Tod. Dies sind die Themen, die herausstechen, die Nesser analysiert und seinen Figuren einhaucht, als Gedankenfetzen, Lebensmodelle, die tragischer nicht sein könnten und als allumfassende Erfahrung, die Menschen machen können.
Der Tod tritt auf in Form von Mord.
Der Mörder erscheint als zwiegespaltenes Wesen, hochintelligent und ebenso hochgefährlich in seiner Eigenschaft als menschliche Zeitbombe.
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Gründe für die Perversion des Mörders werden nur angedeutet, was ich dem Thema angemessen finde. Dass der Mörder in irgendeiner gravierenden Form in seinem Leben seine Psyche schädigende Erfahrungen gemacht haben muss, das liegt klar auf der Hand. Einen Satz kann ich nicht vergessen; in ihm wird etwas angedeutet, was mit unendlich viel Schrecken und Gewalt sowie Mißbrauch in der grausamsten Form, die es geben mag, einhergeht ....
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Ich mag Geschichten, die mich nicht an die Hand nehmen, die mich allein lassen, analog zum täglichen realen Leben, das man als Mensch größtenteils allein bestreitet. Warum also in einem Roman an die Hand genommen werden, wenn es auch nachhaltiger geht und wenn das Ende Spielraum für eigene Gedanken bietet.
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So gut der Inhalt auch ist - in der Kurzinfo vorne im Buch wird Nesser mit Patricia Highsmith verglichen - (was ich sehr gewagt finde; in Anbetracht dessen, dass ich Patricia Highsmith sehr gerne lese und auch die Nesser-Romane ähnlich sogbildend empfinde wohl doch angemessen genug), so schlecht ist die Übersetzung. Holprig und ungenau an manchen Stellen, um nicht zu sagen: sinnentstellend. Ich finde, das trübt den Lesegenuss und das Eintauchen in den Roman erheblich.
Auch Nessers hundertstes "So war es nun einmal", welches fast jede Person im Roman mindestens fünf Mal sagte und dachte, nervte mich zusehends.
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Dieser stilistische Fehler ist zum Haareraufen. Wäre er nicht, hätte ich eine kleine Krimiperle gelesen. Für die schriftstellerische Stärke Nessers spricht, dass ich den Roman trotz seiner Schwächen äusserst gerne gelesen habe, das muss man erstmal schaffen. Hut ab!
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"Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod" ist ein guter Roman mit sehr gut durchdachtem Plot. Einen einzigen Punkt gab es, der nicht ganz plausibel war. Welcher dies war, werde ich nicht verraten, um anderen Lesern nicht die Spannung zu nehmen.
Viel Vergnügen mit den knapp 600 Seiten Einsamkeit, Schicksal und Tod.
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VINE-PRODUKTTESTERam 10. November 2004
Die Leiche einer Frau, die niemand vermisst, wird aufgefunden, erwürgt auf eine bestimmte Art. Ihre Tochter ist verschwunden. Man stößt auf einen weiteren Frauenmord, begangen nach dem gleichen Muster. Ein Priester wird von einem Zug überfahren. Es gibt fast keine Spuren, nur eine lose Verbindung zwischen der Tochter und dem Priester. Bis sich Van Veeteren einschaltet, bei dem der Priester einige Wochen zuvor Hilfe gesucht hatte.
Van Veeteren ist immer noch Buchhändler, ihm geht es gut damit, auch wenn nicht ganz klar ist, wovon er lebt, denn ein florierendes Geschäft besitzt er nicht. Auch die andern Ermittler kennt man, und mit Irene Sammelmerk wird eine zweite Frau ins Team geschickt.
Bis auf einige Schwachstellen stimmt bei diesem Krimi alles: Die Personen, deren Eigenarten man schon kennt, ein guter Plot, bei dem die Handlung aus verschiedenen Sichtweisen vorwärtstreibt. Der Autor wechselt zwischen Opfern, Täter und verschiedenen Ermittlern ohne den Leser zu verwirren. Die literarischen Bezüge hätten genauer und intensiver gestaltet sein können; lediglich einmal war ein Hinweis zur aktuellen Tat ersichtlich. Dafür hätten andere Stellen, lange Dialoge und Beschreibungen, kürzer sein können.
Der Täter wird - wie in den meisten skandinavischen Krimis üblich - nicht in einer Überraschungsszene präsentiert, sondern nach und nach, wie es dem Ermittlungsstand entspricht, offenbart. Hier hätte ich mir mehr Hintergrundschilderung gewünscht. Einige leise Gedanken des Täters lassen zwar ein Motiv ahnen (das literarisch schon überstrapaziert wurde), aber Klarheit verschafft Nesser dem Leser nicht.
Das Ende des Buches ist typisch für Van Veeteren-Romane: Zwar setzt sich eine gewisse Gerechtigkeit durch, aber diese ist nicht befriedigend für Van Veeteren, und es bleibt immer ein kleines Stück offenes Ende zurück.
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am 3. August 2004
Wenn man den Titel dieses Romans liest, wundert man sich, was das denn nun wieder werden soll. Nun die Rose und der Tod stammen aus einem Gedicht, das für den Mörder und ein Opfer eine Rolle spielt und die Schwalbe wird von van Veeterens Katze gefressen. Beides eigentlich Nebensächlichkeiten, zumindest für die Geschichte, denn diese dreht sich um einen frauenmordenden Psychopaten der es nicht verkraften kann, wenn er abgelehnt wird. Dennoch handelt es sich offenbar um einen hochintelligenten Mann, denn die einzige Spur führt mitten in einen akademischen Zirkel von Freimaurern.
Sprachlich ist das Buch großartig, das Lesen dieses Werkes wäre stellenweise auch ohne Handlung hochinteressant. Die Beschreibungen sind wunderbar illustrierte Bilder die in ihrer stilistischen Vielfältigkeit ihresgleichen suchen. Ein Teil des Titels stammt wie gesagt aus einer Szene in der van Veeterens Kater eine Schwalbe fängt; die hochkarätige Schilderung dieses Kapitel zeigt welch großer Erzähler Nesser ist. Auch der Übersetzerin ist ein hervorragender Job gelungen, sie konnte einigen Wortwitz in die deutsche Übersetzung mitnehmen. Der Plot der Geschichte, der immer wieder Rückblicke in die Geschichte des Mörders erlaubt, ist recht gut gelungen - vielleicht nicht der beste Plot aller Zeiten, aber dennoch deutlich besser als der durchschnittliche Erzählfluss. Ein Schwachpunkt bleibt hierbei jedoch hängen und das ist die zu dürftige Erzählung des Hintergrundes des Täters. Hier hätte Nesser mehr schreiben sollen um sich den fünften Stern zu verdienen. Ein weiterer typischer Aspekt von Nesser ist der häufige Perspektivenwechsel, oft innerhalb weniger Absätze. Diese Technik hat er allerdings so gut entwickelt, dass aus einer Unart eine wahre Kunst wurde - bei Nesser ist dies niemals störend, sondern im Gegenteil immer eine Bereicherung.
Die Personen sind großteils gut gezeichnet, dies bezieht sich vor allem auf die Protagonisten. Der psychopathische Mörder, wird zwar auch sehr gut und detailliert geschildert, der Hintergrund seiner Persönlichkeitsstörung wird allerdings nicht ausreichend herausgearbeitet. Nichtsdestotrotz: Nesser lässt den Leser an den Leben und Gedanken vieler seiner Personen teilhaben. Dazu trägt einerseits die oben erwähnte Technik der Perspektivenwechsel bei, vor allem aber wird dies durch seine akribische Schilderung der Personen und Situationen erreicht.
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