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Kundenrezensionen

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am 15. April 2016
Ich musste ehrlich gesagt eine ganze Weile darüber nachdenken, wie ich das Buch bewerten sollte.
Ich finde die Charaktere sehr interessant geschrieben. Jeder hat auf seine eigene Art etwas ganz Besonderes und es macht einfach unheimlich Spaß sie durch das Buch zu begleiten und zuzusehen, wie sie den Weg zueinander finden. Auch der Schreibstil von Murakami ist wirklich etwas ganz Besonderes. Er unterscheidet sich von gewöhnlichen Schreibstilen, hat irgendwie etwas Magisches. Gleichzeitig ist er aber auch sehr poetisch und ausschmückend mit vielen Metaphern. Ich musste oft Passagen noch ein- oder zweimal lesen, weil ich sie sonst nicht richtig auffassen konnte. Ich habe mich sogar öfter dabei erwischt, wie ich abends im Bett kurz vor dem einschlafen, immer noch einzelne Dialoge und Sätze im Kopf durchgegangen bin.
Die Story empfinde ich irgendwie als "verrückt" oder abgedreht. Man weiß so gut wie nie, was real ist und was nicht und rätselt dann ewig, wie die ganzen Geschehnisse zusammenhängen, ob sie nun Traum oder Wirklichkeit sind und warum zur Hölle plötzlich Sardinen und Blutegel vom Himmel fallen. Es ist wie, wenn man ständig einzelne Puzzleteile vor die Nase gelegt bekommt, sie aber noch nicht zusammensetzen kann. Man weiß nur, dass alles irgendwie immer weiter auf einen Punkt zusammen läuft und etwa ab der Mitte des Buches fangen die Puzzleteile dann langsam an ein Gesamtbild zu ergeben. Es scheint, als wolle der Autor, dass man jeden Satz ganz genau analysiert und sich darüber den Kopf zerbricht. Bei mir hat er es jedenfalls geschafft. Irgendwann wird das dann aber auch anstrengend und man kann sich gar nicht mehr richtig auf die Handlung konzentrieren, weil einem im Kopf noch so viele Dinge von den letzten Seiten herumschwirren. Das hat mich ein wenig am Buch gestört. Die Story ist meiner Meinung nach nichts für Zartbesaitete, auch wenn das Cover und der Titel einen anderen Eindruck machen. An manchen Stellen geht es schon relativ heftig zu. Das Buch ist also schon ziemlich anspruchvoll und Leute, die lieber "einfache" Geschichten lesen, werden das Buch wahrscheinlich wieder ganz schnell zur Seite legen.
Mir persönlich haben die Handlung, der Verlauf der Geschichte und die Charaktere trotzdem sehr gut gefallen und auch der Schreibstil Murakamis hat mich überzeugt, so dass ich auf jeden Fall noch seine anderen Romane lesen werde.
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Wenn es plötzlich anfängt, Fische zu regnen; Wenn ein Mann mit dem Namen Johnny Walker Katzen aufschlitzt, ihre noch pulsierenden Herzen isst, um aus ihren Seelen eine Flöte zu bauen; Wenn auf einmal Colonel Sanders, die Kenntucky-Fried-Chicken-Figur, zum Leben erwacht und hübsche Mädchen vermittelt; Wenn eine Frau von zwei übereifrigen Feministinnen als chauvinistischer Prototyp einer patriachalen Gesellschaft beschimpft wird. In all diesen Fällen kann es sich eigentlich nur um einen Roman Haruki Murakamis handeln, der als ein Hauptvertreter postmoderner japanischer Literatur gilt.

Der 2002 veröffentlichte Roman "Kafka am Strand" besteht aus zwei Plotlinien. Der hochintelligente Kafka Tamura reißt mit 15 Jahren von zu Hause aus. Sein Vater ist ein Workholic, der sich nicht um ihn kümmert und seine Mutter hat die Familie zusammen mit seiner Schwester verlassen, als Kafka vier Jahre alt war. Auf seltsamen Wegen lernt er Oshima kennen, der in einer Bibliothek arbeitet. Schon bald fühlt sich Kafka zu der introvertierten, aber höchst attraktiven Bibliotheksleiterin Saeki hingezogen, die mehr als dreißig Jahre älter ist als er.

Nakata kann weder lesen noch schreiben, hat noch nie seine Heimatstadt verlassen oder mit einer Frau geschlafen und spricht von sich selbst nur in der dritten Person. Dafür kann er mit Katzen sprechen und verdient sich ein Zubrot als Detektiv für verlorengegangene Katzen. So macht er die unerfreuliche Bekanntschaft mit dem Katzenmörder Johnny Walker, in Folge dessen er sich auf den Weg in eine andere Stadt macht, ohne zu wissen, was er da überhaupt will. Auf seinem Weg trifft er den lebenslustigen Fernfahrer Hoshimo, der sich kurzentschlossen entschließt, den seltsamen alten Kauz auf seiner Reise ohne Ziel zu begleiten.

"Kafka am Strand"zieht den Leser unweigerlich in seinen Bann. Der Vorwurf, dass Murakamis Bücher ob ihrer höchst obskuren Begebenheiten nicht oder nur schwer verständlich seien, ist schlicht nicht zutreffend. Genau das Gegenteil ist der Fall. Hat man sich einmal auf die Geschichte eingelassen, bietet der Roman eine optimale Projektionsfläche, die keinen Leser mehr loslässt, da sich jeder auf irgendeine Art und Weise in den teils absurden, übernatürlichen Ereignissen wiederfinden kann. Dies ist ja auch das besondere an den Romanen Franz Kafkas, die gerade wegen ihrer auf den ersten Blick verwirrend erscheinenden Struktur die gesamte kognitive Vorstellungskraft des Lesers erfordern. Und ein Leser erkennt nun einmal nur das, was ihn selbst beschäftigt.

Was zeitweilig etwas störend wirkt, sind die sporadischen Ausflüge ins Reich der Kalenderblättchenphilosophie. Sätze wie: "Die Konturen meines Ichs schieben sich übereinander und rasten mit einem leisen Klicken ein" (78) oder "Nicht der Mensch bestimmt sein Schicksal, sondern sein Schicksal bestimmt ihn" (274) glänzen nicht gerade vor philosophischer Tiefenschärfe. Aber das kann auch an der Übersetzung vom Japanischen ins Deutsche liegen. Dafür bietet der Roman meiner Ansicht nach auch eine Vielzahl von sehr gelungenen rhetorischen Bonmots, die essentielle Fragestellungen des Menschen knapp, präzise und höchst verständlich auf den Punkt bringen: "In Wahrheit ist jede Wahrnehmung schon Gedächtnis: Die reine Gegenwart ist das unfassbare Fortschreiten der Vergangenheit, die an der Zukunft nagt" (372).

Fazit: Toller Roman, der zum Nachdenken anregt und dabei bestens unterhält. Und das ist es doch schließlich, was gute Literatur ausmachen sollte.
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am 21. September 2014
Es gibt wahrscheinlich nicht viele Geschichten, die so schwierig nachzuerzählen sind wie dieses Buch, das sich wie eine Reise durch die japanische Kultur liest.

Hauptthema ist ein ödipaler Fluch, aber es geht auch um Liebe, Verdauung und nicht zuletzt um Philosophisches:

„Alle Gegenstände sind Wandlungen unterworfen. Die Erde, die Zeit, die Begriffe, die Liebe, das Leben, die Überzeugungen, die Gerechtigkeit, auch das Schlechte, alles fließt und ist vergänglich. Es gibt nichts, das für die Ewigkeit an einem Ort und in einer Gestalt verharrt. Das ganze Universum ist im Grunde genommen ein gigantischer Paketservice.“

Kapitelweise absurd oder – je nach Blickwinkel – märchenhaft (es regnet Fische und ein Analphabet versteht die Katzensprache): Der Wechsel vom Realen ins Fantastische hat mich manchmal verwirrt.

Fazit: Wer Fantasy, Märchen und Murakami mag, muss dieses Buch gelesen haben!
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Wie bei vielen Büchern Murakamis wechselt auch hier die Erzählerebene zwischen den Kapiteln: Die ungeraden Kapitel erzählen die Geschichte von Kafka Tamura, der von zu Hause ausreißt. Um wen es bei den geraden Kapiteln geht, ist anfangs nicht klar. Am Anfang geht es um die Untersuchung eines Vorfalls in Japan während des zweiten Weltkrieges, als eine Gruppe von Schülern plötzlich ohnmächtig wurde.
Zu Beginn ist der Roman auch eher eine bodenständige Ausreißergeschichte, aber bald schleichen sich die üblichen Murakami-Elemente ein: Mysteriöse Geschehnisse, insbesondere in Verbindung mit Träumen und Verknüpfungen. Auch die Verbindung zwischen den beiden Erzählebenen wird erst langsam klar.
Wie auch bei Murakami üblich, gibt es nicht für alles Erklärungen und vor allem ist alles sehr mysteriös, sehr merkwürdig und nicht rational erklärbar. Sowas muss man mögen und man muss sich hier darauf einlassen. Ich mag Murakami und mir gefiel auch dieses Buch, wenn auch nicht so gut wie IQ84 oder Mr. Aufziehvogel, die ich beide als spannender und "straighter" empfand. Kafka am Strand hat ein paar Längen und lässt das Tempo vermissen, dass IQ84 auszeichnet. Daher ist es vielleicht auch nicht der beste Murakami-Einsteigerband, zwar werden die Murakami-Traum-Elemente sehr spät eingeführt (so dss man gut reinkommt), aber dafür wird die Geschichte gegen Ende doch sehr abgehoben. Aber wen das nicht stört, und wer auch mal ein Buch zweimal liest, der liegt hier nicht falsch!
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am 9. Februar 2015
Die Geschichte von einem Jungen, der von zu Hause wegläuft, der Geschichte seines jungen Lebens nachspürt und dann wieder - nach der Begegnung mit rätselhaften Menschen und beängstigenden Erlebnissen - wieder zurückkehrt, wird von Murakami nicht nur spannend erzählt, sondern auch mit geistreichen Gedankengängen gewürzt. Die einzelnen Charaktere sind sehr originell herausgearbeitet. Die Lektüre wartet immer wieder mit neuen, fantasievollen Wendungen auf. Leider hat man am Schluss doch das Gefühl, dass es Murakami am Ende nicht mehr gelungen ist, die vielen Handlungsstränge und Personen zu einem geschlossenen Ganzen zusammenzubringen. Der Leser bleibt dadurch etwas unbefriedigt zurück.
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am 1. Juni 2006
Begonnen habe ich meine Erfahrungen mit Haruki Murakami mit Naokos Lächeln und deswegen wird es wohl auch immer mein Favorit bleiben. Ich steh einfach nicht so sehr auf diesen Fantasie/Realitäten-Roman Stil, den er in manchen oder sollte ich lieber sagen vielen seiner Bücher verfolgt. Schon bei Sputnik Sweetheart habe ich mir da schwer getan. Allerdings muss ich diesem Neuling zugute halten, dass es echt verdauliche Kost ist und es bis auf einige Stellen vor allem zum Ende hin echt gut zu lesen war. Sein nihilistischer Stil (wie sagt er selber: Hemmingway würde manches über zehn Seiten schreiben) gefällt mir nach wie vor sehr gut, allerdings hätte er doch manches weniger strecken und das Buch ca hundert Seiten verkürzen können. Was mir einfach gefällt an seinen Büchern ist immer der Verlust und die Melancholie am Ende und doch geht es irgendwie weiter (vielleicht auch ein japanisches Phänomen?). Wer will schon ein Happy End, dass man heutzutage überall liest/sieht? Auch seine philosophische Schreibweise und sein Grundton sind sehr schön zu lesen.

Was ich allerdings an "Kafka Am Strand" sehr negativ finde ist, dass ich nachdem ich das Buch gelesen habe da stehe und eigentlich nicht so recht weiß, wie die Geschichte jetzt zusammenpasst! Ich habe keine Ahnung, ehrlich. Das ist meiner Meinung nach ein großer Schwachpunkt! Den Leser verwirrt zurückzulassen ist ja in Ordnung aber ich weiß nicht wie ich die einzelnen Teile des Buches zusammen setzen soll! Oder hab ich das Buch einfach nicht kapiert...?
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am 7. April 2006
Ich wusste bis dato nichts von und über Murakami.Allein der Titel reizte mich, mehr über das Buch erfahren zu wollen."Kafka am Strand"...Was soll das?...Ich ließ es mir schenken. Ich kroch über 50 Seiten...Nichts...Dieses Nichts verwirrte mich...Wo sollte mich das Lesen hinführen ? Legte das Buch auf Seite, fing es später nochmal an...50 verwirrende Seiten, ja,...Doch dann, "mutige" 10 Seiten später, hatte es mich. Es wuchs in mich hinein..Ich wuchs in ihm hinein. Alle Personen lebten auf einmal...Ich kannte sie..Ich sah sie vor mir...Das Buch begann zu leben...und...Es ließ mich weinen...Schon lange hat mich kein Buch so bewegt wie dieses...
Murakami hat mich.
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am 8. Juli 2007
Etwas Seltsames geschieht, wenn man dieses Buch liest. Mitten drin fällt einem auf, wie dick es doch ist, aber man legt es nicht aus der Hand. Nicht weil es plötzlich Blutegel regnet, die unbeantworte Frage, was real ist und was nicht, wieder einmal gestellt wird. Man möchte unbedingt wissen, wie dieser Roman ausgeht. Wenn ein Autor das schafft, muß er sein Handwerk verstehen.

Natürlich kann er nicht bei jedem die hochgesteckten Erwartungen erfüllen und der ein oder andere mag auf Grund des unspektakulären Endes ein wenig enttäuscht sein, trotzdem verwandelt Murakami diesen eigenartigen Stoff mittels Anleihen bei Kriminalhandlung, bekettscher Endzeitstimmung und wie er es selber nennt: eines Road-Movies mit wechselnden Schauplätzen und wechselnden Akteuren in einen Roman, bei dem man sich nicht langweilt, sich höchstens dabei erwischt, wie man den Kopf über das absurde Labyrinth schüttelt und schmunzelt.
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am 8. November 2013
Eine Geschichte voller Magie, in der Gespenster auftreten, Sardinen vom Himmel regnen und Katzen mit Menschen kommunizieren. Die Grenze zwischen der uns vertrauten Welt und einer anderen, unheimlichen Welt ist hier durchlaessig - ganz besonders an gewissen Orten, an denen eine Vorsehung unbestimmten Ursprungs die Protagonisten auf langen Umwegen versammelt. Die Perspektive des gequaelten Teenagers Kafka, der sich nach mehreren Fluchtversuchen letztlich seinen Daemonen stellt, laesst einen mitfuehlen und mitbangen. Mehr beeindruckt die Perspektive des "geistesschwachen" Nakata, der sich zwar in der uns vertrauten Welt nicht leicht zurechtfindet, dafuer aber ein gesteigertes Verstaendnis fuer die Regeln der Anderwelt zeigt und unfreiwillig zum Helden wird. Die durchaus nicht immer harmlosen, oft dem Horrorgenre entlehnten "twists and turns" der Handlung werden nicht zur Gaenze aufgeklaert und bleiben zu einem gewissen Grad ein Geheimnis. Wenn man die phantastischen Verwicklungen des Plots akzeptiert und sich von der Geschichte mittragen laesst, bleibt am Ende der Lektuere ein erhebendes, troestliches Gefuehl ueber die Faehigkeit der Menschen, sich und einander durch Mitleid, Aufmerksamkeit, Tapferkeit und Solidaritaet von den Daemonen der eigenen Geschichte zu befreien.
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am 13. März 2011
Für das Leben des 15jährigen Kafka Tamura trifft das jedenfalls zu. Der Junge, der ohne seine Mutter und seine Schwester aufgewachsen ist, flieht aus Tokyo. Er will mit seinem Vater, einem berühmten Künstler, nichts mehr zu tun haben. Vielmehr interessiert ihn, wo seine Mutter und seine Schwester geblieben sind. Kafka scheint ziellos durch Japan zu irren. Dann trifft er auf Sakura, die ihn kurzfristig bei sich aufnimmt. Von ihr aus gelangt Kafka in die Komura-Gedächtnis-Bibliothek, die von der geheimnisvollen Saeki-San und Oshima geleitet wird. Kafka freundet sich mit Oshima an und stürzt sich in die Bücher der Bibliothek.

Zur gleichen Zeit macht sich auch der alte Nakata auf den Weg. Der Mann, der als Kind ein unheimliches Erlebnis hatte und sich seitdem für dumm hält, sucht den Eingangsstein; ohne genau zu wissen, was das eigentlich ist. Aber Nakata stellt sich keine Fragen. Er spricht mit Katzen und sucht verschwundene Sohlengänger für ihre Besitzer. Als er eines Tages in das Haus des geheimnisvollen Johnny Walker gelangt und diesen tötet, weiß Nakata, dass er Tokyo verlassen muss. Zusammen mit dem Lkw Fahrer Hoshino begibt sich Nakata auf eine Odysse durchs Land. Dabei regnet es Fische und Blutegel vom Himmel, ehe Nakata das Ziel seiner Reise findet.

Am Ende finden beide Erzählstränge zueinander. Bis dahin führt uns Haruki Murakami durch über 600 Seiten voller wunderbar erzählter Metaphern in poetischen Sätzen und gelungenen Vergleichen. Man kann anfangs kaum glauben, dass Murakami es schafft, diese beiden Erzählungen zu einem dichten Ganzen zu verweben. Doch am Ende bekommt er genau das perfekt hin. Bis dahin darf der Leser sich auf eine Reise durch ein unbekanntes Japan mit all seinen Geheimnissen und Legenden begeben...

Haruki Murakami stammt aus Kyoto und hat in Japan bereits zahlreiche Literaturpreise eingeheimst. Er übersetzte die Romane von John Irving, Truman Capote und anderen bedeutenden Schriftstellern ins Japanische. Zeitweise lebte Murakami in Europa und den USA. -Kafka im Strand- ist erfrischend anders formuliert und geschrieben als viele gängige Romanerzählungen. Vor allem die Kraft der Poesie macht aus dem Buch einen wirklich spannenden Lesegenuß.
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