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75 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es darf geträumt werden!
Vorweg: Dieses Buch ist wirklich ein harter Brocken. Es ist zum Teil unverständlich, verworren, man könnte fast "sinnlos" sagen; es kreuzen sich phantastische Lebenswege auf verschiedenste Art und Weise, es werden Handlungsstränge begonnen und nie beendet - und trotz alldem 5 Sterne! Warum? Weil dieses Buch ein magisches Feuerwerk ist.

Der...
Veröffentlicht am 28. Mai 2007 von Alice

versus
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zuviel des Guten?
Murakami ist ein hervorragender Autor, der bereits viele gute Bücher geschrieben hat und dem mit "Mr. Aufziehvogel" sogar ein Meisterwerk gelungen ist. Das besondere an Murakamis Geschichten sind die Protagonisten, die sich als ganz normale Menschen (Japaner wie du und ich, sozusagen) in mysteriösen, zuweilen skurrilen Wirklichkeiten wiederfinden und durch Tod,...
Veröffentlicht am 27. September 2006 von Ralf Saupe


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75 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es darf geträumt werden!, 28. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Kafka am Strand: Roman (Taschenbuch)
Vorweg: Dieses Buch ist wirklich ein harter Brocken. Es ist zum Teil unverständlich, verworren, man könnte fast "sinnlos" sagen; es kreuzen sich phantastische Lebenswege auf verschiedenste Art und Weise, es werden Handlungsstränge begonnen und nie beendet - und trotz alldem 5 Sterne! Warum? Weil dieses Buch ein magisches Feuerwerk ist.

Der 15jährige Kafka Tamura, für sein zartes Alter übrigens ein ganz schön heller Kopf mit Hang zur Verträumtheit, reißt von zuhause aus. Sein Vater gibt ihm einen Fluch mit auf den Weg: Eines Tages wirst du deinen Vater töten und mit deiner Mutter schlafen, eine Bewahrheitung des Ödipus-Komplexes. Bald darauf ist der Vater wirklich tot, doch Kafka an einem ganz anderen Ort - oder war er doch im Traum da?

Der Junge sucht Antworten auf viel zu viele Fragen, und der Leser begegnet dabei den schillerndsten und absurdesten Gestalten: dem alten Nakata, der seine Vernunft bei einem kurz angeschnittenen Pilzunglück verloren zu haben scheint und nun mit Katzen spricht; Johnny Walker, der Katzenköpfe im Kühlschrank aufbewahrt, um eine ultimative Flöte zu konstruieren; Herrn Oshima, über dessen Geschlecht man nicht ganz im Klaren ist - und nicht zuletzt der bezaubernden Bibliothekarin Saeki-san, der Kafka im Traum und in der Realität immer und immer wieder begegnen muss.

Wunderschöne Höhepunkte wie die liebevolle und detaillierte Beschreibung eines Musikstücks machen Kafkas Welt so traumhaft und surreal, während er eigentlich immer nur auf der Suche nach seinem wirklichen Leben ist. Murakamis Ideenreichtum scheint unerschöpflich, und einen "gewöhnlichen" Charakter gibt es hier nicht. Handlungen werden aufgegriffen, wieder fallen gelassen, der Leser wartet vergeblich auf eine Auflösung des Rätsel, doch genau dieses Warten bringt zum Nachdenken, führt zu eigenen Interpretationen.

Dieser unglaubliche Roman kann nicht uninterpretiert bleiben, und genauso wenig vergessen werden. Keineswegs handelt es sich hier um die schicksalhafte Geschichte eines Teenagers, der von Zuhause abhaut, sondern um einen hochphilosophischen Kopfsprung in alle Längen, Breiten und Tiefen, die das Leben zu bieten hat. Was passiert, wenn man an keiner Lichtung Halt macht, sondern tiefer in den Wald vordringt, bereit, einfach alles zu finden.

Ich kann das Buch nur mit Höchststernzahl bewerten und weiterempfehlen, denn es hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht, zum Nachdenken, zum Spekulieren, zum Hoffen und Verzweifeln und -natürlich!- zum Träumen. Erwarten Sie keine Antworten auf Ihre Fragen, sondern erwarten sie noch m e h r Fragen, und Sie können sich problemlos auf "Kafka am Strand" einlassen! Ein Meisterwerk.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Welt, in der Johnny Walker Katzenherzen isst, um aus ihren Seelen eine Flöte zu bauen..., 2. Mai 2008
Von 
Michael Dienstbier "Privatrezensent ohne fina... (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Kafka am Strand: Roman (Taschenbuch)
Wenn es plötzlich anfängt, Fische zu regnen; Wenn ein Mann mit dem Namen Johnny Walker Katzen aufschlitzt, ihre noch pulsierenden Herzen isst, um aus ihren Seelen eine Flöte zu bauen; Wenn auf einmal Colonel Sanders, die Kenntucky-Fried-Chicken-Figur, zum Leben erwacht und hübsche Mädchen vermittelt; Wenn eine Frau von zwei übereifrigen Feministinnen als chauvinistischer Prototyp einer patriachalen Gesellschaft beschimpft wird. In all diesen Fällen kann es sich eigentlich nur um einen Roman Haruki Murakamis handeln, der als ein Hauptvertreter postmoderner japanischer Literatur gilt.

Der 2002 veröffentlichte Roman "Kafka am Strand" besteht aus zwei Plotlinien. Der hochintelligente Kafka Tamura reißt mit 15 Jahren von zu Hause aus. Sein Vater ist ein Workholic, der sich nicht um ihn kümmert und seine Mutter hat die Familie zusammen mit seiner Schwester verlassen, als Kafka vier Jahre alt war. Auf seltsamen Wegen lernt er Oshima kennen, der in einer Bibliothek arbeitet. Schon bald fühlt sich Kafka zu der introvertierten, aber höchst attraktiven Bibliotheksleiterin Saeki hingezogen, die mehr als dreißig Jahre älter ist als er.

Nakata kann weder lesen noch schreiben, hat noch nie seine Heimatstadt verlassen oder mit einer Frau geschlafen und spricht von sich selbst nur in der dritten Person. Dafür kann er mit Katzen sprechen und verdient sich ein Zubrot als Detektiv für verlorengegangene Katzen. So macht er die unerfreuliche Bekanntschaft mit dem Katzenmörder Johnny Walker, in Folge dessen er sich auf den Weg in eine andere Stadt macht, ohne zu wissen, was er da überhaupt will. Auf seinem Weg trifft er den lebenslustigen Fernfahrer Hoshimo, der sich kurzentschlossen entschließt, den seltsamen alten Kauz auf seiner Reise ohne Ziel zu begleiten.

"Kafka am Strand"zieht den Leser unweigerlich in seinen Bann. Der Vorwurf, dass Murakamis Bücher ob ihrer höchst obskuren Begebenheiten nicht oder nur schwer verständlich seien, ist schlicht nicht zutreffend. Genau das Gegenteil ist der Fall. Hat man sich einmal auf die Geschichte eingelassen, bietet der Roman eine optimale Projektionsfläche, die keinen Leser mehr loslässt, da sich jeder auf irgendeine Art und Weise in den teils absurden, übernatürlichen Ereignissen wiederfinden kann. Dies ist ja auch das besondere an den Romanen Franz Kafkas, die gerade wegen ihrer auf den ersten Blick verwirrend erscheinenden Struktur die gesamte kognitive Vorstellungskraft des Lesers erfordern. Und ein Leser erkennt nun einmal nur das, was ihn selbst beschäftigt.

Was zeitweilig etwas störend wirkt, sind die sporadischen Ausflüge ins Reich der Kalenderblättchenphilosophie. Sätze wie: "Die Konturen meines Ichs schieben sich übereinander und rasten mit einem leisen Klicken ein" (78) oder "Nicht der Mensch bestimmt sein Schicksal, sondern sein Schicksal bestimmt ihn" (274) glänzen nicht gerade vor philosophischer Tiefenschärfe. Aber das kann auch an der Übersetzung vom Japanischen ins Deutsche liegen. Dafür bietet der Roman meiner Ansicht nach auch eine Vielzahl von sehr gelungenen rhetorischen Bonmots, die essentielle Fragestellungen des Menschen knapp, präzise und höchst verständlich auf den Punkt bringen: "In Wahrheit ist jede Wahrnehmung schon Gedächtnis: Die reine Gegenwart ist das unfassbare Fortschreiten der Vergangenheit, die an der Zukunft nagt" (372).

Fazit: Toller Roman, der zum Nachdenken anregt und dabei bestens unterhält. Und das ist es doch schließlich, was gute Literatur ausmachen sollte.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen Traum und Wirklichkeit, 24. Februar 2007
Von 
Heike G (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kafka am Strand (Gebundene Ausgabe)
"Kafka am Strand" knüpft formal an "Hard-boiled Wonderland oder das Ende der Welt" an.

Wieder gibt es zwei Handlungsstränge, von denen sich der eine mit der Flucht des Knaben Kafka befasst, der andere behandelt das Schicksal von Nakata, einem geistig Behinderten, der nach einem Zwischenfall im zweiten Weltkrieg mit Katzen sprechen kann. Es vermischen sich die fantastischen Handlungsstränge, in deren Zentrum - genau wie bei "Hard-boiled Wonderland..." eine alte Bibliothek steht.

Das Buch steckt voller Wahrheiten über das Leben und voller Symbolik, die Fluchten, die die Hauptpersonen unternehmen, sind Reisen in die eigene Seele, gleichzeitig ist die Geschichte aber auch durchaus unterhaltsam und spannend, so dass nie Langeweile aufkommt.

Gleichsam faszinierend ist in diesem wie in vielen anderen Romanen Murakamis seine bildgewaltige, klare Sprache. Es versetzt mich immer wieder in Erstaunen, wie scharf umrissen Murakami in seinen Büchern formuliert. Mit einem einzigen Satz, einem einzigen Vergleich oder einem Symbol ist er in der Lage, ein Szenario zu umreißen, einen Geruch in der Nase entstehen zu lassen, ein Bild zu malen, das noch lange im Kopf des Lesers bestehen bleibt. Die Emotion einer Situation, eines Moments, so klar durch Worte erzeugt, ins Leben gerufen, das ist meisterhaft!

"Dieses Buch ist der ungewöhnlichste Entwicklungs- und Liebesroman, den wir bisher von Japans Kultautor gelesen haben: zeitlos und ortlos, voller Märchen und Mythen, zwischen Traum und Wirklichkeit und dabei voller Weisheit." steht im Klappentext des Buches zu lesen.

Ich persönlich habe mich gerne in diese Welt mit hineinreißen lassen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fragen zu stellen, befähigt einen auch die Antwort zu finden..., 20. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Kafka am Strand: Roman (Taschenbuch)
Kafka am Strand mein erster Roman den ich von Murakami gelesen habe.

Eine wirklich ungewöhnliche Geschichte, interessante Charaktere und das Beste, das Ungewöhnliche ermuntert einen immer weiter zu lesen.

Sowie die dort vorkommenden Personen das Absurde annehmen, so habe ich als Leser auch das Absurde einfach hingenommen. Das Buch bleibt spannend bis zum Schluss, selbst wenn das Ende für manchen Leser unbefriedigend erscheinen muss. Einige Fragen bleiben einfach unbeantwortet, Fragen die man sich unweigerlich stellt, wenn man sich dem Absurden, aus der Wirklichkeit fallenden Dinge annimmt. Zum Beispiel was mit Nakata, einer der Hauptpersonen passiert ist, als er noch klein war oder warum sein Schatten nur halb und nicht ganz ist. Viele Geheimnisse die diese Personen haben und die sie miteinander verbinden, bleiben ungelüftet. Eine komplette Auflösung bleibt uns Murakami schuldig. Vielleicht wollte er aber auch die Faszination die vom diesem Absurden unweigerlich ausgeht, sich und seinen Leser bewahren. Das Absurde, das Ungewöhnliche würde gewöhnlich werden und das Faszinierende zu einem bloßen "Ach so, ist das" verkommen, wenn das Geheime an ihnen gelüftet wäre.

Gerade das Geheime, das vermeintliche Geheimis ist das, was uns fesselt, anzieht und bei der Stange hält. Vergleichbar mit den Illusionen eines Magiers. Sein Trick bleibt solange Magie, bis der Zuschauer erkennt, wie es geht und schon langweilt ihn das, was er dort sieht.

Der Leser bleibt also am Ende dieser Geschichte mit seinen Fragen zurück und kann sich weiter seinen Reim darauf machen, seine Fantasie selber anspornen, sie uneingeschränkt laufen und die Lösung finden lassen.

Diese Freiheit mag manchen Leser nicht gefallen, aber das tut dem Buch keinen Abbruch. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt und habe das Lesen richtig genossen. Von daher kann ich es jedem nur empfehlen, der offen für Neues ist und dem offene bzw. nicht komplett aufgeschlüsselte Enden etwas ausmachen.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zuviel des Guten?, 27. September 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Kafka am Strand: Roman (Taschenbuch)
Murakami ist ein hervorragender Autor, der bereits viele gute Bücher geschrieben hat und dem mit "Mr. Aufziehvogel" sogar ein Meisterwerk gelungen ist. Das besondere an Murakamis Geschichten sind die Protagonisten, die sich als ganz normale Menschen (Japaner wie du und ich, sozusagen) in mysteriösen, zuweilen skurrilen Wirklichkeiten wiederfinden und durch Tod, Schmerz und Verlust zu sich selbst finden. Die beschriebene Wirklichkeit ist dabei nur die Oberfläche, die Spitze des Eisberges, darunter schlummert die Welt der Schicksale, ein Ort, an dem es keine Zufälle gibt, Mysterien und Wunder, die durch die Membran der Oberfläche an das "wirkliche" Hier und Jetzt sickern. Der Leser wird dabei sanft aber mit Kraft und Nachdruck in die Geschichte gesogen, man hat das unbestimmbare Gefühl, an dieser murakamischen Welt teilzuhaben und sie wiederzuerkennen.
Diese Erzählweise birgt die Gefahr des Kitsches und der Übertreibung in sich, da die Grenze zwischen kraftvoller Poesie und eben Kitsch und Übertreibung hauchdünn ist (wer selbst einmal versucht hat, z.B. ein Gedicht zu schreiben, weiß wohl, was ich meine).
Genau das passiert in "Kafka am Strand". Die Protagonisten sind, bis auf Nakata, leider recht unglaubwürdig. Kafka verhält sich nicht einmal im Buch wie ein 15-jähriger. Natürlich ist er "etwas besonderes", aber seine Schicksalergebenheit und Lebensweisheit wirken aufgesetzt und übertrieben. Woher weiß er immer, was der nächste richtige Schritt ist? Oshimas Geheimnis ist nur ein laues Lüftchen, dass niemanden mehr hinterm Ofen hervor lockt. Saeki, in die Kafka sich verliebt, ist die größte Enttäuschung: ewig lächelnd bleibt sie vollkommen blass, was besonders Schade ist, wenn man weiß, wie Murakami sonst in der Lage ist, interessante Frauenfiguren zu beschreiben.
Die Story ist mit einem Mystery-Puderzucker überstreut, der trotz oder gerade wegen zu vieler Märchenanleihen, Allegorien und Metaphern nicht zu überzeugen weiß. Zum Ende wird nichts erklärt, z.B. (VORSICHT! Spoiler!): was ist das glänzende Ding am Himmel, welches 1944 Nakata zu dem macht, der er ist? Warum kann Nakata Blutegel und andere Dinge regnen lassen? Warum lässt er sie regnen? Wer oder was ist Colonel Sanders? Was hat es mit dem Eingangsstein auf sich? Wo kommt der her? Wieso ist Jonny Walker so geworden wie er ist? Welche Bedeutung hat seine letzte Szene im Buch?

Fragen, die alle nicht beantwortet werden. Das riecht nach Ungereimtheiten, die vielleicht auch der Autor nicht aufzuschlüsseln weiß.

Warum dann drei Sterne? Tja, Murakami ist einfach zu gut, um trotz aller Negativpunkte nicht doch einen teilweise spannenden Roman zu schreiben. Und einige Sätze gehören wieder zu denen, die einem lange nicht aus dem Kopf gehen.
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32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die andere Seite der Wirklichkeit, 5. August 2005
Von 
marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Kafka am Strand (Gebundene Ausgabe)
Ein 15jähriger Junge, der sich Kafka = Krähe nennt, reißt von zuhause aus. Er ist auf der Suche nach seiner Mutter, die die Familie vor über zehn Jahren verlassen hat, und seiner Schwester, die die Mutter mitgenommen hat.
Nakata, ein alter Mann, ist nach einen rätselhaften Vorfall als Kind ins Koma gefallen; sein Gedächtnis wurde komplett gelöscht, und er lernte nie wieder lesen und schreiben, dafür beherrscht er die Katzensprache. Auf einer geheimnisvollen Ebene sind die Schicksale von Kafka und Nakata miteinander verknüpft.

Was zunächst aussieht wie die Geschichte eines Ausreißers, entwickelt sich zu einer geheimnisvoll-allegorische Variante der Selbstfindung, für die Murakami Mythen der europäischen und asiatischen Tradition zu einem unglaublichen Werk komponiert. Auf Ebenen zwischen Traum und Realität, zwischen Märchen und Alltag, zwischen Verzauberung und Grauen bwegt sich die Geschichte, und selbst der aufmerksamste Leser wird nicht jedes Bild und jede Szene in seiner ganzen Tiefe aufschlüsseln können.
Einige Passagen wirken wie den Bilder surrealistischer Maler entnommen, gleichzeitig sind die Personen ungemein liebevoll gezeichnet, angefangen von Nakata und seinem Helfer, dem Lastwagenfahrer Hoshino, über den androgynen Bibliotheksangestellten Oshima bis zur geheimnisvollen Saeki-san und ihrer traurigen Liebesgeschichte.
Es ist wunderbar, dass man immer mal wieder auf ein Buch wie "Kafka am Strand" stößt und sich einfach vom Sog mitreißen lassen kann, den ein solches Werk schenkt.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch der Wunder, 6. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Kafka am Strand (Gebundene Ausgabe)
Wer Haruki Murakami kennt, wird dieses Buch sowieso lieben und für alle die ihn nicht kennen, ist es die geeignete Einstiegsdroge!

Es geht - im Gegensatz zu anderen Murakamis schnell los - gleich ist der Leser in seinem Universum gefangen und verwoben.

Die Figuren schillern und glänzen, ein märchenhafter Entwicklungsroman aus Japan, ganz anders als gewohnt und genau deshalb zauberhaft.

Allein die Szenarien und die verschlungenen Wege, die die so gegensätzlichen Figuren zusammenführen, sind ein Lesegenuss!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhaft, 22. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Kafka am Strand: Roman (Taschenbuch)
Lesen Sie dieses Buch wenn Sie:

-ein wenig dem Surrealen die Hand geben möchten

-schon immer etwas meditatives in sich hatten

-In Zen die Ruhe und nicht ein fehlerhaft geschriebenes Zählwort sehen

-beflügelte Phantasie in Worte gepackt erfahren möchten

-ein wenig romantisch veranlagt sind

-es nicht stört, wenn es Fische vom Himmel regnet und jemand Katzensprache versteht

-Gefallen daran finden, eine wundervolle Geschichte zu lesen, in der man mit Weisheiten schon fast verschwenderisch umgeht
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schade, dass es nur 637 Seiten hat, 25. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Kafka am Strand (Gebundene Ausgabe)
Gibt Figuren in Büchern, die vergesse ich auch nach Jahren nicht. Kafka Tamura wird dazu gehören und ganz sicher Herr Nakata und der "kleine Hoshino" auch und Oshima... Wo gibt es schon so ein Personal? Einen fünfzehnjährigen Helden, einen über sechzigjährigen genialen Analphabeten, einen Ödipus samt Mutter und Schwester, einen mutigen Fernfahrer, der schließlich mit Katzen sprechen kann, Johnnie Walker, und ....Ja, das ist wieder ein unverwechselbarer Murakami. Surreal, verzwickt, verwickelt, grausam, wunderbar, rätselhaft, spannend, poetisch und der einzige Moment, den ich beim Lesen bedauerlich empfand, war der, als ich die letzte Seite gelesen habe. Ich dachte ja bisher, Sputnik Sweetheart wäre die Krönung, aber Kafka am Strand ist ebenso fesselnd.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer ist Alles möglich., 26. Februar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Kafka am Strand (Gebundene Ausgabe)
Murakamis Romane umschließen den Leser von den ersten Zeilen an erst
ganz unmerklich dann aber auch immer mehr fesselnd. Eh man sichs versieht
ist man mittendrin - ohne dass was richtig Aufregendes passiert - ist man
diesem Roman restlos ausgeliefert. Manchmal spricht das Buch wie ein
langvertrauter Freund und dann wieder scheints einem so, als ob das Erzählte
aus einem selber käme. Murakami vermag sosehr innersten Gefühlen
Ausdruck zu verleihen, daß man sich verwundert fragt woher er das weiß.
Oft hinterlassen tolle Bücher eine unerklärliche Leere, nicht so Murakami -
ihm gelingt es mir am Ende zu sagen: Immer ist Alles möglich.
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Kafka am Strand: Roman
Kafka am Strand: Roman von Haruki Murakami (Taschenbuch - 6. März 2006)
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