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Kundenrezensionen

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4,3 von 5 Sternen
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am 28. Mai 2007
Vorweg: Dieses Buch ist wirklich ein harter Brocken. Es ist zum Teil unverständlich, verworren, man könnte fast "sinnlos" sagen; es kreuzen sich phantastische Lebenswege auf verschiedenste Art und Weise, es werden Handlungsstränge begonnen und nie beendet - und trotz alldem 5 Sterne! Warum? Weil dieses Buch ein magisches Feuerwerk ist.

Der 15jährige Kafka Tamura, für sein zartes Alter übrigens ein ganz schön heller Kopf mit Hang zur Verträumtheit, reißt von zuhause aus. Sein Vater gibt ihm einen Fluch mit auf den Weg: Eines Tages wirst du deinen Vater töten und mit deiner Mutter schlafen, eine Bewahrheitung des Ödipus-Komplexes. Bald darauf ist der Vater wirklich tot, doch Kafka an einem ganz anderen Ort - oder war er doch im Traum da?

Der Junge sucht Antworten auf viel zu viele Fragen, und der Leser begegnet dabei den schillerndsten und absurdesten Gestalten: dem alten Nakata, der seine Vernunft bei einem kurz angeschnittenen Pilzunglück verloren zu haben scheint und nun mit Katzen spricht; Johnny Walker, der Katzenköpfe im Kühlschrank aufbewahrt, um eine ultimative Flöte zu konstruieren; Herrn Oshima, über dessen Geschlecht man nicht ganz im Klaren ist - und nicht zuletzt der bezaubernden Bibliothekarin Saeki-san, der Kafka im Traum und in der Realität immer und immer wieder begegnen muss.

Wunderschöne Höhepunkte wie die liebevolle und detaillierte Beschreibung eines Musikstücks machen Kafkas Welt so traumhaft und surreal, während er eigentlich immer nur auf der Suche nach seinem wirklichen Leben ist. Murakamis Ideenreichtum scheint unerschöpflich, und einen "gewöhnlichen" Charakter gibt es hier nicht. Handlungen werden aufgegriffen, wieder fallen gelassen, der Leser wartet vergeblich auf eine Auflösung des Rätsel, doch genau dieses Warten bringt zum Nachdenken, führt zu eigenen Interpretationen.

Dieser unglaubliche Roman kann nicht uninterpretiert bleiben, und genauso wenig vergessen werden. Keineswegs handelt es sich hier um die schicksalhafte Geschichte eines Teenagers, der von Zuhause abhaut, sondern um einen hochphilosophischen Kopfsprung in alle Längen, Breiten und Tiefen, die das Leben zu bieten hat. Was passiert, wenn man an keiner Lichtung Halt macht, sondern tiefer in den Wald vordringt, bereit, einfach alles zu finden.

Ich kann das Buch nur mit Höchststernzahl bewerten und weiterempfehlen, denn es hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht, zum Nachdenken, zum Spekulieren, zum Hoffen und Verzweifeln und -natürlich!- zum Träumen. Erwarten Sie keine Antworten auf Ihre Fragen, sondern erwarten sie noch m e h r Fragen, und Sie können sich problemlos auf "Kafka am Strand" einlassen! Ein Meisterwerk.
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am 20. Januar 2007
Kafka am Strand mein erster Roman den ich von Murakami gelesen habe.

Eine wirklich ungewöhnliche Geschichte, interessante Charaktere und das Beste, das Ungewöhnliche ermuntert einen immer weiter zu lesen.

Sowie die dort vorkommenden Personen das Absurde annehmen, so habe ich als Leser auch das Absurde einfach hingenommen. Das Buch bleibt spannend bis zum Schluss, selbst wenn das Ende für manchen Leser unbefriedigend erscheinen muss. Einige Fragen bleiben einfach unbeantwortet, Fragen die man sich unweigerlich stellt, wenn man sich dem Absurden, aus der Wirklichkeit fallenden Dinge annimmt. Zum Beispiel was mit Nakata, einer der Hauptpersonen passiert ist, als er noch klein war oder warum sein Schatten nur halb und nicht ganz ist. Viele Geheimnisse die diese Personen haben und die sie miteinander verbinden, bleiben ungelüftet. Eine komplette Auflösung bleibt uns Murakami schuldig. Vielleicht wollte er aber auch die Faszination die vom diesem Absurden unweigerlich ausgeht, sich und seinen Leser bewahren. Das Absurde, das Ungewöhnliche würde gewöhnlich werden und das Faszinierende zu einem bloßen "Ach so, ist das" verkommen, wenn das Geheime an ihnen gelüftet wäre.

Gerade das Geheime, das vermeintliche Geheimis ist das, was uns fesselt, anzieht und bei der Stange hält. Vergleichbar mit den Illusionen eines Magiers. Sein Trick bleibt solange Magie, bis der Zuschauer erkennt, wie es geht und schon langweilt ihn das, was er dort sieht.

Der Leser bleibt also am Ende dieser Geschichte mit seinen Fragen zurück und kann sich weiter seinen Reim darauf machen, seine Fantasie selber anspornen, sie uneingeschränkt laufen und die Lösung finden lassen.

Diese Freiheit mag manchen Leser nicht gefallen, aber das tut dem Buch keinen Abbruch. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt und habe das Lesen richtig genossen. Von daher kann ich es jedem nur empfehlen, der offen für Neues ist und dem offene bzw. nicht komplett aufgeschlüsselte Enden etwas ausmachen.
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am 27. September 2006
Murakami ist ein hervorragender Autor, der bereits viele gute Bücher geschrieben hat und dem mit "Mr. Aufziehvogel" sogar ein Meisterwerk gelungen ist. Das besondere an Murakamis Geschichten sind die Protagonisten, die sich als ganz normale Menschen (Japaner wie du und ich, sozusagen) in mysteriösen, zuweilen skurrilen Wirklichkeiten wiederfinden und durch Tod, Schmerz und Verlust zu sich selbst finden. Die beschriebene Wirklichkeit ist dabei nur die Oberfläche, die Spitze des Eisberges, darunter schlummert die Welt der Schicksale, ein Ort, an dem es keine Zufälle gibt, Mysterien und Wunder, die durch die Membran der Oberfläche an das "wirkliche" Hier und Jetzt sickern. Der Leser wird dabei sanft aber mit Kraft und Nachdruck in die Geschichte gesogen, man hat das unbestimmbare Gefühl, an dieser murakamischen Welt teilzuhaben und sie wiederzuerkennen.
Diese Erzählweise birgt die Gefahr des Kitsches und der Übertreibung in sich, da die Grenze zwischen kraftvoller Poesie und eben Kitsch und Übertreibung hauchdünn ist (wer selbst einmal versucht hat, z.B. ein Gedicht zu schreiben, weiß wohl, was ich meine).
Genau das passiert in "Kafka am Strand". Die Protagonisten sind, bis auf Nakata, leider recht unglaubwürdig. Kafka verhält sich nicht einmal im Buch wie ein 15-jähriger. Natürlich ist er "etwas besonderes", aber seine Schicksalergebenheit und Lebensweisheit wirken aufgesetzt und übertrieben. Woher weiß er immer, was der nächste richtige Schritt ist? Oshimas Geheimnis ist nur ein laues Lüftchen, dass niemanden mehr hinterm Ofen hervor lockt. Saeki, in die Kafka sich verliebt, ist die größte Enttäuschung: ewig lächelnd bleibt sie vollkommen blass, was besonders Schade ist, wenn man weiß, wie Murakami sonst in der Lage ist, interessante Frauenfiguren zu beschreiben.
Die Story ist mit einem Mystery-Puderzucker überstreut, der trotz oder gerade wegen zu vieler Märchenanleihen, Allegorien und Metaphern nicht zu überzeugen weiß. Zum Ende wird nichts erklärt, z.B. (VORSICHT! Spoiler!): was ist das glänzende Ding am Himmel, welches 1944 Nakata zu dem macht, der er ist? Warum kann Nakata Blutegel und andere Dinge regnen lassen? Warum lässt er sie regnen? Wer oder was ist Colonel Sanders? Was hat es mit dem Eingangsstein auf sich? Wo kommt der her? Wieso ist Jonny Walker so geworden wie er ist? Welche Bedeutung hat seine letzte Szene im Buch?

Fragen, die alle nicht beantwortet werden. Das riecht nach Ungereimtheiten, die vielleicht auch der Autor nicht aufzuschlüsseln weiß.

Warum dann drei Sterne? Tja, Murakami ist einfach zu gut, um trotz aller Negativpunkte nicht doch einen teilweise spannenden Roman zu schreiben. Und einige Sätze gehören wieder zu denen, die einem lange nicht aus dem Kopf gehen.
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am 15. April 2016
Ich musste ehrlich gesagt eine ganze Weile darüber nachdenken, wie ich das Buch bewerten sollte.
Ich finde die Charaktere sehr interessant geschrieben. Jeder hat auf seine eigene Art etwas ganz Besonderes und es macht einfach unheimlich Spaß sie durch das Buch zu begleiten und zuzusehen, wie sie den Weg zueinander finden. Auch der Schreibstil von Murakami ist wirklich etwas ganz Besonderes. Er unterscheidet sich von gewöhnlichen Schreibstilen, hat irgendwie etwas Magisches. Gleichzeitig ist er aber auch sehr poetisch und ausschmückend mit vielen Metaphern. Ich musste oft Passagen noch ein- oder zweimal lesen, weil ich sie sonst nicht richtig auffassen konnte. Ich habe mich sogar öfter dabei erwischt, wie ich abends im Bett kurz vor dem einschlafen, immer noch einzelne Dialoge und Sätze im Kopf durchgegangen bin.
Die Story empfinde ich irgendwie als "verrückt" oder abgedreht. Man weiß so gut wie nie, was real ist und was nicht und rätselt dann ewig, wie die ganzen Geschehnisse zusammenhängen, ob sie nun Traum oder Wirklichkeit sind und warum zur Hölle plötzlich Sardinen und Blutegel vom Himmel fallen. Es ist wie, wenn man ständig einzelne Puzzleteile vor die Nase gelegt bekommt, sie aber noch nicht zusammensetzen kann. Man weiß nur, dass alles irgendwie immer weiter auf einen Punkt zusammen läuft und etwa ab der Mitte des Buches fangen die Puzzleteile dann langsam an ein Gesamtbild zu ergeben. Es scheint, als wolle der Autor, dass man jeden Satz ganz genau analysiert und sich darüber den Kopf zerbricht. Bei mir hat er es jedenfalls geschafft. Irgendwann wird das dann aber auch anstrengend und man kann sich gar nicht mehr richtig auf die Handlung konzentrieren, weil einem im Kopf noch so viele Dinge von den letzten Seiten herumschwirren. Das hat mich ein wenig am Buch gestört. Die Story ist meiner Meinung nach nichts für Zartbesaitete, auch wenn das Cover und der Titel einen anderen Eindruck machen. An manchen Stellen geht es schon relativ heftig zu. Das Buch ist also schon ziemlich anspruchvoll und Leute, die lieber "einfache" Geschichten lesen, werden das Buch wahrscheinlich wieder ganz schnell zur Seite legen.
Mir persönlich haben die Handlung, der Verlauf der Geschichte und die Charaktere trotzdem sehr gut gefallen und auch der Schreibstil Murakamis hat mich überzeugt, so dass ich auf jeden Fall noch seine anderen Romane lesen werde.
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am 5. Januar 2016
Nicht zuletzt wegen dem literarischen Quartett höre ich immer wieder zu Murakami, dass es nur um Sex gehe. Dem kann ich mich überhaupt nicht anschließen, allerdings empfinde ich auch nicht, dass Murakamis Bücher schwer zugänglich wären. Ich kann mir die unterschiedliche Bewertung Murakamis eigentlich nur durch verschiedene Erwartungshaltungen und Backgrounds der Leser erklären. Die einen irritiert es, dass ein scheinbar Realroman sureal und fanatstisch wird und das auch von den Protagosnisten kaum verwundert aufgenommen wird. Doch ich kann nur den Rat geben, es wie der Protagonist zu machen und sich auf die Geschichte einzulassen, denn der Leser reist mit ihm nicht nur durch einen Teil Japans, ind die japanische Geschichte und auch durch unsere Populärkultur, sondern reist zu sich selbst, findet sich zumindest etwas.
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am 14. Mai 2004
Kafka Tamura flüchtet pünktlich an seinem 15. Geburtstag von zu Hause. Auf der Suche nach seiner Mutter, seiner Schwester und nach sich selbst reist er nach Takamatsu. Dort verbringt er die meiste Zeit in einer Bibliothek, während seine geistige Entwicklung immer weiter voranschreitet. Zur gleichen Zeit macht sich der geistig zurückgebliebene Nakata, welcher während des Zweiten Weltkrieges unter mysteriösen Umständen ins Koma gefallen ist, ebenfalls auf den Weg. Und natürlich gibt es zwischen den beiden separaten Handlungssträngen auch eine Verbindung.

„Kafka am Strand" ist durchweg einfach nur herrlich fantasievoll. Die Schauplätze der Geschichte sind die meiste Zeit real, die Figuren oft nicht. Aber im absolut positiven Sinne, Murakamis Charaktere sind einfach skurril und wunderschön. Da gibt es den Einzelgänger Kafka, den Bibliothekar Oshima, der eine große Überraschung parat hat, die äußerlich kühle Saeki, den liebenswürdige Nakata, den Lastwagenfahrer Hoshino, Johny Walker ... die Liste lässt sich noch lange weiterführen. Das Buch lebt von seinen Persönlichkeiten.

Aber auch die Geschichte, wie ein Junge, der inmitten seines Reifeprozesses steckt, seine Identität und seine Familie sucht, kann überzeugen. Das Buch gehört mit zu den Besten, die ich bis jetzt gelesen habe, ich bin geradezu beeindruckt von diesem Werk. „Kafka am Strand" ist mein erstes Buch von Murakami, aber sicher nicht mein Letztes. Hier sind von meiner Seite mindestens fünf Sterne zu vergeben.
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am 8. Juli 2004
Ein 15jähriger reißt in der Nacht zu seinem fünfzehnjährigen Geburtstag von Zuhause aus, im Handgepäck "Krähe", der ihm gute Ratschläge erteilt und moralisch unterstützt. "... du bist der stärkste Fünfzehnjährig der ganzen Welt..." Er flüchtet von hier nach dort und trifft interessante, skurrile, phantastische, unglaubliche und witzige Menschen (sind es immer Menschen?), erlebt mit ihnen oder durch sie Unglaubliches, Spannendes, Erotisches...
Mein zweites Buch (nach dem Tanz mit dem Schafsmann) von Murakami und ich bin restlos begeistert. Mit welcher Leichtigkeit und Phantasie er Dinge geschehen läßt, Verknüpfungen schafft und die Leser immer wieder auf's Neue verblüfft.
Keine Minute langweilig und wirklich, wie manche hier schon geschrieben haben, es tat mir unendlich leid, dann doch irgendwann am Ende angelangt zu sein. "Murakamisüchtig" bin ich dann einige Tage später in die Buchhandlung und habe mir "Gefährliche Geliebte" gekauft.
Murakami ist meiner Meinung nach etwas für Menschen, die phantastische Geschichten und gleichzeitig aber auch einen nüchtern-sachlichen Schreibstil mögen. Und - ich denke man sollte nie zuviel von einem Autor lesen. Die Erwartungen an eine/n Autor/In steigen und was ist schöner, als sich von einem völlig neuen Schreibstil verführen zu lassen? Hätte ich alle Murakamibücher schon gelesen, es könnte durchaus sein, dass mir dann die Geschichte weniger gefallen hätte.
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"Kafka am Strand" knüpft formal an "Hard-boiled Wonderland oder das Ende der Welt" an.

Wieder gibt es zwei Handlungsstränge, von denen sich der eine mit der Flucht des Knaben Kafka befasst, der andere behandelt das Schicksal von Nakata, einem geistig Behinderten, der nach einem Zwischenfall im zweiten Weltkrieg mit Katzen sprechen kann. Es vermischen sich die fantastischen Handlungsstränge, in deren Zentrum - genau wie bei "Hard-boiled Wonderland..." eine alte Bibliothek steht.

Das Buch steckt voller Wahrheiten über das Leben und voller Symbolik, die Fluchten, die die Hauptpersonen unternehmen, sind Reisen in die eigene Seele, gleichzeitig ist die Geschichte aber auch durchaus unterhaltsam und spannend, so dass nie Langeweile aufkommt.

Gleichsam faszinierend ist in diesem wie in vielen anderen Romanen Murakamis seine bildgewaltige, klare Sprache. Es versetzt mich immer wieder in Erstaunen, wie scharf umrissen Murakami in seinen Büchern formuliert. Mit einem einzigen Satz, einem einzigen Vergleich oder einem Symbol ist er in der Lage, ein Szenario zu umreißen, einen Geruch in der Nase entstehen zu lassen, ein Bild zu malen, das noch lange im Kopf des Lesers bestehen bleibt. Die Emotion einer Situation, eines Moments, so klar durch Worte erzeugt, ins Leben gerufen, das ist meisterhaft!

"Dieses Buch ist der ungewöhnlichste Entwicklungs- und Liebesroman, den wir bisher von Japans Kultautor gelesen haben: zeitlos und ortlos, voller Märchen und Mythen, zwischen Traum und Wirklichkeit und dabei voller Weisheit." steht im Klappentext des Buches zu lesen.

Ich persönlich habe mich gerne in diese Welt mit hineinreißen lassen.
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am 25. April 2007
Nachdem Kafka Tamuras Vater ihm einen ödipalen Fluch prophezeit hat, flieht Kafka von zu Hause um seinem Schicksal zu entkommen...doch letztlich bewahrheitet sich die "Prophezeiung" auf eine physisch/metaphysische Art und Weise. Parallel wird aber eine zweite Geschichte erzählt die rätselhaft mit der Ersten Geschichte verwoben ist...

Um es mal klar zu sagen, das Buch ist sehr gut. Das einzige Problem ist die fülle an Weisheiten und Geschehnisse richtig zu deuten, weil sich sehr viele phantastische und reale Elemente quasi philosophisch vermischen. Murakami nimmt uns auf eine Art philosophische Wanderschaft durch das Leben mit und malt wieder unvergleichlich Figuren, wie die zarte Saeki-san, in die sich jeder verlieben wird!

Ein wirklich ungewöhnliches Buch, wie eine philosophische Reise durch das Leben, das einem zum nachdenken anregt.
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am 26. Februar 2004
Murakamis Romane umschließen den Leser von den ersten Zeilen an erst
ganz unmerklich dann aber auch immer mehr fesselnd. Eh man sichs versieht
ist man mittendrin - ohne dass was richtig Aufregendes passiert - ist man
diesem Roman restlos ausgeliefert. Manchmal spricht das Buch wie ein
langvertrauter Freund und dann wieder scheints einem so, als ob das Erzählte
aus einem selber käme. Murakami vermag sosehr innersten Gefühlen
Ausdruck zu verleihen, daß man sich verwundert fragt woher er das weiß.
Oft hinterlassen tolle Bücher eine unerklärliche Leere, nicht so Murakami -
ihm gelingt es mir am Ende zu sagen: Immer ist Alles möglich.
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