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Kundenrezensionen

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am 23. November 2006
"Ich bin so etwas wie ein zu spät gekommener Gast", so beschreibt die inzwischen erwachsene Fanny ihre Rolle in einer bürgerlichen Großfamilie. Und das ist noch geschönt. Denn als Nachkömmling hat sie für ihre Eltern in erster Linie eins zu sein: unsichtbar. Die Eltern, allen voran der Vater, sind als in die Jahre gekommene Erwachsene vor allem mit sich selbst beschäftigt. Wohlwollen, Zuwendung, Empathie - das haben sie für sich selbst reserviert.

Beachtung wird Fanny nur dann zuteil, wenn sie aus Sicht der Eltern, durch Fehlverhalten auffällt. Und das wird in Relation zum tatsächlichen Geschehen hart geahndet und hochstilisiert. Die kleinsten Regungen und Bedürfnisse, die auf ein eigenständiges Individuum schließen, erstickt der autoritäte Vater im Keim. Das heranwachsende Kind hat kein Recht auf die Entwicklung einer eigenen Persönlichkeit.

Fanny beobachtet in der Rückschau, wie sie die Ticks und Marotten ihrer Eltern annimmt. Und den bescheidenen Versuch einer Rebellion - auf die erfahrene Kälte und Ignoranz durch den Vater - richtet sie gegen ihre eigene Person: Den mit Tropfen von Spülmittel versehenen Kaffee, trinkt sie selbst.

Als Erwachsene gelingt ihr eine bemerkenswerte Rückschau, auf einen inzwischen greisen Vater, der eigentlich nicht vorhanden war. Ja, das Buch ist auf wunderbar unsentimentale Weise melancholisch, bisweilen auch traurig. Die knappe, aber nichtsdestotrotz dichte und unaufdringliche Bildersprache der Autorin ist beeindruckend. Beindruckend wahrhaftig.
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Nummer sechs ist das sechste Kind eines Ehepaares, welches schon fünf ältere Kinder hat. Der Vater kann sich noch nicht einmal den Namen dieses Kindes merken. Es ist eben die Nummer Sechs. Und so sagt er dann:" Komm her Nummer Sechs, du musst auch noch mit auf dieses Foto, du darfst da nicht fehlen!". Und das kränkt dieses Mädchen unendlich. Und diese Kränkungen ziehen sich durch die ganze Kindheit. Sicher ist das alles nicht so Ernst vom Vater gemeint, wie es die Tochter empfindet. Und jetzt ist sie Mitte Dreißig - und es tut ihr immer noch weh. Der Vater ist mittlerweile schon 100 Jahre alt. Und er lebt nicht bei einem der fünf Kinder, die er alle so anders behandelt hat. Er kannte die Namen dieser schon älteren Kinder, die am Tisch saßen und schon mitreden durften. Nummer Sechs, die Kleine, saß immer allein in der Ecke. Heute lebt er bei ihr. Und es ist eine ganz seltsame Mischung aus Liebe und Hass zwischen beiden. Jetzt sagt sie - du bist der Mann meines Lebens - du bist bei mir und dich kann mir niemand mehr wegnehmen. Und er lebt bei ihr bis zu seinem Tod.
Hier wird eine Vater-Tochter Beziehung erzählt, die stark emotional berührt. Es ist auch ein Buch über Versäumnisse, über die Dinge die man nicht mehr nachholen kann. Man würde so gerne noch fragen, aber man hat das nicht genügend getan. Man würde so gerne noch sagen, hat es aber nicht gesagt und nun ist keine Zeit mehr dafür.
Ein sehr eindrucksvoller, kleiner, nur hundert Seiten starker Roman. Er ist nicht sentimental eher ganz zärtlich gemacht. Und es ist auch ein Buch über diese kindliche Ungerechtigkeit, die man sein Leben lang bis zum Tod,-immer innerlich schmerzhaft - , mit sich herumträgt.
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am 12. Februar 2004
Eine Tochter auf der Suche nach Liebe und Anerkennung, besonders durch ihren Vater. In Rückblicken erzählt die Ich-Erzählerin die Geschichte des Vaters, ihrer Familie und ihrer eigenen Außenseiterrolle. Als sechstes Kind geboren, ein Nachkömmling, wird Fanny immer nur die „Nummer sechs" genannt und gehört nie richtig dazu. Auch als Erwachsene und nach dem Tod ihrer Mutter, als sie den pflegebedürftigen Vater betreut, setzt sich der Kampf um die Liebe fort. Traurig und so eindringlich geschildert, wie der Vorgängerroman von dieser Autorin „Meeresrand", die knapp hundert Seiten habe ich in einem Rutsch gelesen.
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Mit wenigen Seiten, inhaltsreichen Sätzen und konkreten Worten ist dieses Buch eine schöne Lektüre, die anregend wirkt.
Der Roman handelt von einer Tochter einer Familie, die mit sechs Kindern in Frankreich lebt. Zurückschauend beschäftigt sich die letztgeborene Tochter Fanny intensiv mit dem Verhältnis zu ihrem Vater.
Hierbei wird die Tragik erkennbar, wenn man nicht mehr als unverwechselbares Individuum gesehen wird, sondern vielmehr als eine Nummer unter vielen.
In der vielschichtigen Bandbreite dieses Werkes spiegelt sich die Entwicklung von einer individualisierten zur anonymisierten Gesellschaft in all ihrer Tragik wieder.
Fanny "hatte niemanden enttäuscht...Sie erwarteten nichts" Allein in diesem Zitat wird erkennbar, wie belanglos das Leben des letztgeborenen Kindes erlebt wird.
Trotz alledem macht Veronique Olmi in unaufdringlicher Weise deutlich, dass nur die direkte Auseinandersetzung mittels Gespräch, Briefen oder ähnlichem zu einem gelungenen Generationenmiteinander führen kann.
Die vielen Momentaufnahmen in dem Buch lassen sowohl die Lebensgeschichte von Fanny als auch diejenigen der Lesenden sehr lebendig werden.
Man wird unweigerlich, aber unaufdringlich ermuntert, sich selber auf den Weg zu machen, sich intensiver mit der eigenen Herkunft und dem Leben der unterschiedlichen Generationen auseinanderzusetzen.
Und so wird aus dem Leben keine Nummernfolge, sondern ein lebendiger, respektvoller Austausch von einzigartigen Persönlichkeiten.
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am 7. Mai 2010
"Den Lebensweg der Eltern kreuzt man nur.
Man teilt einen Lebensabschnitt mit ihnen, man geht fort, und schließlich erinnert man sich und denkt an sie zurück."

Aus der Sicht der mittlerweile 50 Jahre alten Fanny erzählt uns Véronique Olmi in klarer und prägnanter Sprache die Kindheit der Ich-Erzählerin sowie deren Beziehung zum Vater.
Fanny analysiert, verarbeitet und versucht gleichzeitig eine Annäherung an ihren Vater, der nun, fast 100jährig bei ihr lebt und den sie pflegt. Sie führt Gespräche, gedanklicher Art, mit ihrem Vater.

Sie wagt es, ihm zu berichten, wie es für sie war, seine Tochter zu sein, sich ungeliebt und nicht beachtet zu fühlen.
Sie, das ungeliebte "letzte" Kind, immer auf der Suche nach Anerkennung und Liebe.
Sie beleuchtet den Vater, versucht zu verstehen, wie er als junger Mensch war, wie der Krieg und sein Soldatsein ihn geprägt haben, verliert sich in Erinnerungen, mitfühlend, aber auch verletzt.
Sie liest die Briefe ihres Vaters aus der Kriegszeit.
Sie neidete ihm die Liebe zur Mutter bzw. der Mutter, Vaters große Liebe zu sein.
Sie reflektiert und resümiert und sie liebt ihn.

Das kleine Büchlein mit seinen knapp 100 Seiten gefällt mir richtig gut. Es finden sich Sätze darin, mit sehr wenigen Worten, fast poetisch. Es handelt sich hierbei um ein Buch, welches ich im Anschluss noch einmal lesen werde, weil die Sätze trotz ihrer Kürze berührend und gehaltvoll sind.

Hier ein kleiner Ausschnitt, ein kurzes Kapitel mit einer Rückschau:
"Ich bin..wie alt? Fünf Jahre? Vier vielleicht. Sechs? Ich bin noch klein. Ich bin im Garten, mit dir. Du hast deine große blaue Schürze um und auch deinen Strohhut auf. Ein anderer als du sähe lächerlich aus. Aber du bist der Herr und Meister. Es ist Abend, und es ist Herbst. Es ist mild. Du verbrennst welkes Laub, ich lasse dich nicht aus den Augen. Du beachtest mich nicht. Du schiebst den dichten, schwankenden Haufen zusammen: Die Blätter brennen nicht, sie ersticken eher, der Qualm ist dick, beißend. Du hast eine große Harke und energische Bewegungen. Du bist stark, du gebietest der Natur, der Garten gehorcht dir.
Ich sehe dem Rauch zu, der aus dem welken Laub aufsteigt, er wird vom Himmel gerufen, ich lege meinen kleinen Kopf in den Nacken, um ihm nachzuschauen, ich sehe, wie der Himmel ihn aufnimmt, ihn in seiner Farbe aufgehen läßt, und plötzlich begreife ich! Ich begreife....Du bist es, der die Wolken macht."

Das Buch ist gespickt mit schönen, nachdenklichen und wahren Gedanken, die V. Olmi uns offenbart.
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am 5. Juli 2006
Fanny ist die jüngste, der Nachkömmling, die "Nummer sechs", wie der Vater sie gerne nennt. Der geliebte, stets anderweitig beschäftigte Vater, um dessen Anerkennung sie ein Leben lang kämpft, ist jetzt alt, und der Platz an seiner Seite ist seit dem Tod der Mutter freigeworden,. Aber lässt sich die Vergangenheit zurückholen?

V.Olmi erzählt in knappen Bildern von großer Eindringlichkeit die Geschichte einer Tochter, der Außenseiterin der Familie, spricht von der schmerzlichen Distanz zwischen Kindern und Eltern, von der Suche nach dem Blick des Vaters als Teil der eigenen Identität.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen.
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am 17. April 2009
Veronique Olmi gelingt es, auf wenig Seiten und in einer kurzen knappen Sprache auf höchstem Niveau eine Geschichte zu erzählen, die sehr bewegend ist. Als Kind "Nummer 6" zur Welt zu kommen, ist für Fanny nicht leicht... sie kämpft ihr Leben lang um die Aufmerksamkeit des Vaters...Ein empfehlenswertes Buch!
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am 20. August 2006
In diesem Buch wird die Geschichte einer Tochter erzählt, die immer auf der Suche nach der Aufmerksamkeit ihres Vaters war. Als Kind hat sie ihn förmlich danach angefleht. Nun ist die Mutter gestorben und der Platz an seiner Seite frei. Doch wie wird sie mit der Vergangenheit, dem Gefühl des Zurückgestoßenseins fertig werden?

Ein einfühlsames, wundervolles Werk.
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am 1. Januar 2013
... das zu Herzen geht und den eigenen Horizont erweitert. Das Buch zeigt den lebenslangen Kampf einer Frau, einer Tochter um die Aufmerksamkeit des Vaters. Es skizziert unterschiedliche Lebensmodelle und Weltanschauungen - mir hat es ausgesprochen gut gefallen!
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am 26. November 2012
Ich denke es rührt in jedem Menschen etwas an.
Was sind Eltern, wie sehen Kinder ihre Eltern, wie sehr läuft man der Elternliebe hinterher
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