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4.0 von 5 Sternen Brilliant geschrieben - schwach übersetzt
Auf seine unnachahmliche Art verarbeitet Persson das große Trauma der schwedischen Kriminalgeschichte, den Mord an Olof Palme. Seine Mischung aus Grobheit, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Resignation, aufgelockert durch seinen hintergründigen Humor und beißenden Zynismus, erinnert an seinen (leider nicht in deutscher Sprache erschienenen) brillianten...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2006 von J. Henkel

versus
27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine Farce
Zuerst: Liza Marklund, die das Buch auf dem deutschen Cover so überschwenglich lobt, ist die Verlegerin genau dieses Buches! So etwas Unanständiges! Es ist aber nicht Marklunds Schuld, sondern Praxis von Random House. Man sollte sich beim Piratförlag mal fragen, ob es sinnvoll ist, nur bekannte und befreundete Autoren zu veröffentlichen. Zudem wird der...
Am 30. Juni 2005 veröffentlicht


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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brilliant geschrieben - schwach übersetzt, 27. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Zwischen der Sehnsucht des Sommers und der Kälte des Winters: Roman (Lars M. Johansson, Band 3) (Taschenbuch)
Auf seine unnachahmliche Art verarbeitet Persson das große Trauma der schwedischen Kriminalgeschichte, den Mord an Olof Palme. Seine Mischung aus Grobheit, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Resignation, aufgelockert durch seinen hintergründigen Humor und beißenden Zynismus, erinnert an seinen (leider nicht in deutscher Sprache erschienenen) brillianten Erstling "Grisfesten". Der provozierend sarkastische Schluß gibt dem Leser das Gefühl, aus einem bösen Traum zu erwachen, nur um festzustellen, daß die Realität kaum weniger traurig ist.

Einziger Wermutstropfen ist Gabriele Haefs schwache Übersetzung, die den Lesefluß häufig stolpern läßt. Mangelhafte Geografie-Kenntnis, kein Gefühl für Schweden und seine (sprachlichen) Eigenheiten. Trauriger Höhepunkt: Virginia/USA liegt in Haefs Übersetzung nur 700 Meilen westlich von Stockholm. Das einzigartige schwedische Längenmaß "mil" (1 mil = 10 km, nicht 1 Meile) gehört zu den ersten Dingen, die man in einem Volkshochschulkurs Schwedisch kennenlernt.

Fazit: 5 Sterne für Persson, 1 Stern für Haefs. Persson ist wichtiger.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter und dicker Spannungs-Schmöker, 26. November 2006
Von 
kfir "liesundlausch.de" (Langenbach, Oberbayern, Zonenrandgebiet zu Niederbayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Ich mag dicker Bücher, da sich eine Geschichte vollends entfalten und man eine Vielzahl an Hintergrundinformationen erwarten kann. Ich wurde nicht enttäuscht.

Anfangs geht sich die Gerschichte etwas zäh an und die vielen Personen leisten das ihre dazu bei, das ganze langatmig erscheinen zu lassen. Doch der Spannungsbogen baut sich bis zum Schluss stetig auf.

Die Schilderung der Personen und der Handlungen ist oft sehr umfangreich und verlangt einem einiges ab. Zumal manche Personen nur deshalb eingebunden sind, damit der Leser etwas über die eigentlichen "Helden" des Buches erfährt. In vielen anderen Krimis oder Thrillern sucht man nach diesen Stilmitteln vergebens.

Man erfährt einiges über die schwedische Aussen- und Innenpolitik beginnend mit dem zweiten Weltkrieg bis heute. Wenn man da nicht bewandert ist oder kein Interesse daran hat, dann wird es schnell langweilig oder undurchsichtig - ich empfehle wikipedia. Doch wenn man sich in die Hintergründe und Machtspielchen vor und während des kalten Krieges einliest, dann wird es richtig spannend.

Was mich an dem Roman etwas stört, sind seine manchmal doch recht platten Allgemeinplätze. So scheinen hier Journalisten nur Böses zu wollen und die wahren Hintergründe nicht zu verstehen. Alle Politiker sind korrupt, durchtrieben und nur nach Macht aus. Und die schwedischen Bullen denken den ganzen lieben langen Tag nur ans Essen und Trinken oder Sex. Auch der Kommissar in seinem ständigen Blues scheint mir eine nur allzu gern benutzte Platitüde zu sein.

Insgesamt ein guter Schmöker für lange Winterabende.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein aufklärerisches und gleichzeitig spannendes Buch, 13. Juni 2006
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Leif GW Persson, geboren 1945 in Stockholm, ist seit vielen Jahren Professor der Kriminologie, Berater der obersten Polizeibehörde, Medienexperte - und einer der führenden Krimiautoren Schwedens, obwohl er noch gar nicht so viele Bücher veröffentlicht hat. Persson ist ein charismatischer, kantiger und schillernder Mann, der weiß, worüber er schreibt. Seine Romane um Lars M. Johansson, der im Laufe der Jahre eine erstaunliche Karriere macht ohne sich zu verbiegen, und die Stockholmer Polizeibehörden zählen zu den erfolgreichsten des Landes.

Begonnen hat Leif GW Persson seine schriftstellerische Tätigkeit Mitte der siebziger Jahre mit dem leider immer noch nicht übersetzten Roman "Grisfesten", in dem er die Geschichte seiner Entlassung aus dem Polizeidienst nacherzählt hat. Es folgten dann 1979 "Die Profiteure" und danach "In guter Gesellschaft", beide jüngst bei BTB aufgelegt. Alle diese Bücher hatten in Schweden großen Erfolg.

Danach folgte eine fast 20-jährige Schreibpause, bis ihm mit "Zwischen der Sehnsucht des Sommers und der Kälte des Winters" ein sensationelles Comeback gelang. In diesem Buch geht es um den bis heute nicht aufgeklärten Mord an dem schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme.

Leif GW Perssons Stil ist eigen. Obwohl seine Bücher kaum weniger spannend sind als andere Krimis, sind sie dokumentarischer, wissenschaftlicher. Er schildert aufgrund seiner internen Kenntnisse des Polizeiapparates die Arbeit der ermittelnden Beamten nüchterner, sachlicher, ehrlicher, auf jeden Fall weniger spektakulär als andere Autoren seines Genres.

An einer schönen Stelle seines neuen Buches "Eine andere Zeit, ein anderes Leben" beschreibt er seine beiden Polizistenrollen Bo Jarnebring und Lars Martin Johansson mit kleinem ironischen Seitenhieb auf seine schwedischen Schriftstellerkollegen:

"Ihr wichtigste gemeinsame Eigenschaft war, daß sie beide - in einer Umgebung, die fast nur aus Polizisten bestand - einstimmig als "echte Polizisten" beschrieben wurden. Außerdem waren sie die Helden einer großen Anzahl sogenannter Polizeigeschichten von variierendem Wahrheitsgehalt, und anders als ihre Kollegen in der literarischen Fiktion, die sich mit weiblichen Intellektuellen umgaben Opern und modernen Jazz hörten und die neue französische Küche goutierten, bevorzugten Johansson und Jarnebring normale Frauenzimmer, am liebsten Kolleginnen, Schlagermusik und Hausmannskost.

Aber natürlich gab es zwischen ihnen auch Unterschiede. Hätte jemand Jarnebring gefragt, ob er sich vorstellen könne, mit entblößter Brust die Kugel aufzuhalten, die für seinen besten Freund bestimmt war, dann hätte er ein Wolfsgrinsen gezeigt und gesagt, dieses Problem würde sich niemals stellen, da er als Erster schießen würde. Hätte man aber Johansson diese Frage gestellt, hätte er vermutlich ausweichend gelächelt, die Frage als gar zu sentimental abgetan und erklärt, er könne sich aber möglicherweise vorstellen, Jarnebring das Geld für ein neues Auto zu leihen."

Kaum wird Leif GW Persson eigener Stil so deutlich, wie bei seinem Comeback 2002 mit "Zwischen der Sehnsucht des Sommers und der Kälte des Winters". Langsam baut sich ein Handlungsfaden auf, der den Bogen spannt vom Schweden kurz nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Schweden aus der Perspektive des Jahres 1985-1986, in denen der Haupthandlung spielt. Es geht um die Rolle Schwedens in der internationalen Gemeinschaft, sein Versuch, sich vom Einfluß der Sowjetunion abzusetzen und gleichzeitig auf hoher Geheimdienstsebene mit dem CIA zu paktieren.

Die Hauptaussage, die allerdings nirgendwo, auch nicht in einem Nachwort belegt wird, ist, daß Schwedens charismatischer sozialdemokratischer Ministerpräsident Olof Palme schon von frühester Jugend an in Geheimdienstoperationen bis zum Auftragsmord verwickelt war, und letztlich immer in den Händen sowohl der USA als auch der UdSSR war. Niemals habe ich vorher solche Behauptungen auch nur angedeutet gelesen, und ich hätte mir, etwas in einem Nachwort, einige Erläuterungen dazu vom Autor gewünscht. Ich kann mir allerdings bei dem Ruf, den Persson als Kriminologe genießt, nicht vorstellen, daß er sich di9e Handlung diesen einzigartigen Buches aus dem Finger gesogen hat.

Von der Handlung soll hier nichts weiter verraten werden als die Tatsache, daß dieses Buch trotz seiner mächtigen 700 Seiten an keiner einzigen Stelle langweilig oder undurchsichtig ist. Man muß Persson nüchternen Stil einfach mögen. Wenn man ihn misst mit den gängigen Kriminalromanen muß man zwangsläufig enttäuscht sein.

Ein wunderbares Buch eines Krimiautoren, der politischen Anspruch und Hintergrund, gute Recherche, kriminologische Wissenschaft und beißende Kritik am Polizeiapparat und der Gesellschaft zu einem aufklärerischen und gleichzeitig spannenden Text zusammenführt.

Es ist schade, daß Leif GW Persson in Deutschland, jedenfalls was die Auflagenstärken betrifft, so wenig Rezeption erfährt. Das sollte sich ändern.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen brilliant, 8. April 2007
Von 
Henning Kolf (Mecklenburg-Vorpommern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Zwischen der Sehnsucht des Sommers und der Kälte des Winters: Roman (Lars M. Johansson, Band 3) (Taschenbuch)
Wer Durchschnittsthrillerkost erwartet sei gewarnt.............dieses Buch ist ein wenig anders. Nicht vordergründige Spannung oder gar ein rasanter Erzählstil sind das herausragende Merkmal des Buches, sondern der überaus intelligent konstruierte Plot. Wenn man weiss, dass es um keinen unbedeutenderen Kriminalfall als die Ermordung Olof Palmes geht und zudem der Autor jahrelang höchste Regierungsstellen als Kriminologe und Kriminalist beraten hat, erkennt man die besondere Brisanz, die dieses Buch bei seinem Erscheinen, fast zwanzig Jahre nach Palmes Tod, für jeden schwedischen Leser gehabt haben muss. Wenn man sich darüberhinaus ein wenig mit den Theorien um und den Erklärungsansätzen für Palmes Tod beschäftigt hat, kann man sehr gut nachvollziehen, wie der Autor mit all diesen Verschwörungstheorien spielt um dann virtuos seine ganz eigene Auflösung des Falles vorzustellen, die im übrigen mindestens genauso realistisch - wenn nicht realistischer - ist wie all die anderen. Da der Autor die politischen, geheimdienstlichen und gesellschaftlichen Kreise, die er beschreibt, bestens kennt und diese bis auf die integre Hauptfigur Johansson und wenige andere Protagonisten als bestenfalls reaktionär oder machtgierig, überwiegend aber als ignorant, dumm und korrupt beschreibt, sieht man das vermeintliche Musterland der 80er-Jahre mit anderen Augen, wobei dies kein Grund für überhebliche Arroganz ist, weil gerade zur Zeit in manch anderem westlichen Land Ignoranz, Dummheit und Korruption voranschreiten.

Weil es dem Autor nicht nur gelingt, den faszinierenden Plot zu entwerfen, sondern er es darüberhinaus versteht, Polizeiarbeit und menschliche Charaktere realistisch zu beschreiben, nähert sich der Roman der Perfektion. Jedenfalls für den, der am Sujet Freude hat, ist keine der fast 700 Seiten zu viel.
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine Farce, 30. Juni 2005
Von Ein Kunde
Zuerst: Liza Marklund, die das Buch auf dem deutschen Cover so überschwenglich lobt, ist die Verlegerin genau dieses Buches! So etwas Unanständiges! Es ist aber nicht Marklunds Schuld, sondern Praxis von Random House. Man sollte sich beim Piratförlag mal fragen, ob es sinnvoll ist, nur bekannte und befreundete Autoren zu veröffentlichen. Zudem wird der Autor als Kriminologe präsentiert und man erwartet als Leser einen wirklich kompetente Ermittlungen.
Ich habe die ersten hundert Seiten dieser und der Originalausgabe gelesen. Die hätten auf zehn Seiten zusammengestrichen werden müssen. Keine der Figuren ist sympathisch oder kompetent. Dasselbe wird mehrmals wiederholt. Die Sprache soll authentisch klingen, aber wer sich in Stockholm auskennt, weiß, daß das es sich Klischees handelt. Wenn man schon so gar nichts zu bieten hat, sollte man sich nicht auch noch an den Palme-Mord dranhängen. Das wirkt ein bißchen vermessen.
Daß sich das Buch in Schweden so gut verkauft hat, liegt nur an dem Palme-Mord. Ich kenne keinen Schweden, der es gut fand. Die Hälfe hat mittendrin abgebrochen. Aber das Marketing für die deustche Ausgabe war wirklich gut!
PS: Die Übersetzung birgt eine Reihe von Fehlern. Im deutschen Text finden sich zudem eine Reihe von Sprach- und Stilfehlern, die es im Original nicht gibt.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Genialität des Plots erkennt man leider erst zum Schluss, 23. April 2005
Von Ein Kunde
Für meine Begriffe ein geniales Buch, leider mit einigen kleinen Fehlern:
Zum einen: Offensichtlich aus "Promotion"-Gründen äußern sich auf dem Umschlagrücken Liza Marklund unf Anne Holt - überschwenglich - zu diesem Buch. Wer nun ähnliche Stoffe und Spannungsbögen wie in den Büchern dieser Autorinnen erwartet, wird enttäuscht.
Zum anderen: Dass das Buch Mitte der 80ger Jahre spielt, habe ich erst im letzten Drittel herausgelesen. Es gibt keine Hinweise dazu - oder doch?? Zumindest erschließen sich erst mit diesem Wissen Zusammenhänge. In der Annahme, ein Buch, das 2002 als Comeback eines Schriftstellers gefeiert wird, spiele auch in der Jetzt-Zeit, liest es sich zugegeben etwas angestaubt.
Und zum dritten: Wer sonst gern mal "flüchtig" liest, um einer spannenden Story mit Siebenmeilenstiefeln zu ihrer Auflösung hin zu enteilen, wird auch wenig Spaß haben. (Für alles zusammen gibt's von mir einen Punkt Abzug in der Gesamtbewertung)
Aber alle anderen, werden es genial finden müssen.
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4.0 von 5 Sternen Schwedische Geschichte, 14. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Zwischen der Sehnsucht des Sommers und der Kälte des Winters: Roman (Lars M. Johansson, Band 3) (Taschenbuch)
Bei dem Roman von Leif GW Persson geht im zunächst um die Ermittlung zu einem scheinbaren Selbstmord eines amerikanischen Journalisten, der sich immer mehr zu einer politischen Affäre entwickelt, deren Schlusspunkt die Ermordung von Olof Palme bildet.
Ich hatte mir dieses Buch nur zugelegt, weil mir der direkte Nachfolgeband, Zweifel, interessanter erschien, mir aber die vorherige Lektüre von diesem Band angeraten wurde. Und eigentlich habe ich es auch nicht bereut. Aber trotzdem habe ich kleine Kritikpunkte.
Im Prinzip mag ich komplexe, schwer zu durchschauende Geschichten und auch eine hohe Anzahl von Protagonisten stört mich nicht im Geringsten. Jedoch hat der Autor für meinen Geschmack zu viele Spuren und Nebengeschichten beigefügt. Die Lesegewohnheiten einer absoluten Randfigur und seiner Begeisterung für Winston Churchill sind hierfür nur ein Beispiel.
Um dem Roman gut folgen zu können, ist es aus meiner Sicht ratsam, sich vorab ein bisschen mit der schwedischen Neutralitätsgeschichte und insbesondere mit dem Ministerpräsidenten Olof Palme zu beschäftigen. Auf diese Weise erscheinen einem die verschiedenen Pfade, die Persson schildert, viel schlüssiger und man kann die verschiedenen Diskussionen zu der Kurdenproblematik und dem rechtsextremen Potential der Polizei besser nachvollziehen. Ich kann hierzu einen tollen Artikel in Spiegel online empfehlen (Danke für den Tipp, jury).
Und last but not least: den Begriff Frauenzimmer" kann ich nicht mehr ertragen. Sicherlich gibt es auch andere Synonyme, die der Übersetzer aber anscheinend nicht kennt.
Aber bei allen diesen Punkten verbleibt ein interessanter Politikthriller, der die Geschichte sehr betulich, aber grundsätzlich immer interessant erzählt. Als ich mich an das Tempo gewöhnt hatte, konnte ich sehr gut in die Thematik eintauchen. Besonders gefallen hat mir die Figur des Bäckströms, der mit seiner Einstellung und seinen Monologen einen grandiosen Antihelden darstellt. Ich habe lange gezögert, ob ich drei oder vier Sterne vergeben sollte und habe mich letztlich doch für die höhere Wertung entschieden, da ich mich gut unterhalten gefühlt habe.
Als Fazit empfehle ich diesen Roman allen Interessierten an politischen Geschichten, die nicht zwingend auf jeder Seite pure Action benötigen und sich auch gerne eigene Gedanken machen. In jedem Fall freue ich mich schon auf den Roman Zweifel".
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4.0 von 5 Sternen Schwedische Geschichtsstunde mit Spannung, 2. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zwischen der Sehnsucht des Sommers und der Kälte des Winters: Roman (Lars M. Johansson, Band 3) (Taschenbuch)
Leif Gw Persson...Zugegeben, seine Bücher muss man im voraus mögen...Denn jeder Neueinsteiger deíeses Autors muss sich erst einmal durch die ersten 30 Seiten lesen um sich an diesem ausergeöhnlichen, wie flüssigem und informativen Schreibstil zu gewöhnen...

Dieses Buch beginnt bereits sehr rasant. Die Polizei wird zu einem Selbstmord am Studentenwohnheim gerufen. Ein amerikanischer Student sprang dort aus dem fünften Stock.
Was für die Beamten schnell abgetan und ad acta gelegt ist, beginnt für den Kriminaldirektor Lars M. Johansson mit einer Nachricht, die der Tote ihm vor dessen Tod hat unbedingt zukommen lassen.
Johansson, der sowohl intelligente, als auch knurrige Ermitler der es versteht, jeder noch so kleinen Spur nachzugehen.

Insgesamt ein Buch mit viel Schwedischer Geschichte, vielen Informationen auch aus der Nachkriegszeit, sowie der Suche nach den Geschehnissen rund um den Selbstmord des amerikanischen Studenten..
War es Mord, Selbstmord, ein Unfall....das Buch wird die Lösung liefern

Eine spannende und informative Abendlektüre, vorallem für lange , kalte Winterabende...
Aber für alle die einen rasanden, blutigen Agent-sucht-Killer Roman suchen ist dieses Buch meiner Meinung nach die etwas falsche Wahl....
Viel Spaß beim Lesen und eintauchen in die Schwedische Geschichte
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend und mit viel Hintergrundwissen geschrieben., 9. Januar 2005
Ein amerikanischer Journalist stirbt nach einem Sturz aus einem Hochhaus. Was zunächst wie Selbstmord aussieht entwickelt sich zu einem Mordfall, dessen Hintermänner in höchsten Polizei- und Geheimdienstkreisen zu suchen sind. Und der sogar Verbindungen zu realen Ereignissen wie dem Mord an Premierminister Olaf Palme aufweist...
Dem schwedische Kriminalist Leif Persson gelang nach langer Schreibpause in Schweden ein bemerkenswertes Comeback und ein Nummer-eins-Bestseller. Auf knapp 700 Seiten erzählt er einen spannenden Kriminalfall, offenbart profunde Detailkenntnisse über die schwedische Polizei und erläutert dem Leser interessante Hintergründe. Auch wenn er mitunter stark ins Detail geht, geht die Spannung nicht verloren. Ein absolut lesenswertes Buch!
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur mässig spannend..., 6. April 2005
....zudem äusserst langatmig. Die im Umschlagtext angekündigte Mordfalluntersuchung ist leider nur Kulisse für einige obskure Charaktere. Die vielbeschriebenen Verbindungen zum Palme-Mord sind eher nebensächlich.
(Zudem habe ich den Eindruck, dass auch die Übersetzung zu wünschen übrig lässt, aber ich kenne natürlich das Original nicht.)
Fazit: Nicht uninteressant aber insgesamt eher enttäuschend!
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Zwischen der Sehnsucht des Sommers und der Kälte des Winters: Roman (Lars M. Johansson, Band 3)
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