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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Warum nicht England als Touristen-Park-Klon?,
Von
Rezension bezieht sich auf: England, England: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das kleine England läuft privatwirtschaftlich-"effektiv", hat alles, was England in Geschichte, Klischee und Gegenwart ausmacht. So lässt England, England das Original verblassen. Mit dieser sehr guten Handlungsidee hat Barnes eigentlich die fünf Sterne in Greifweite. Was ist Original, was ist Fälschung? Interessiert das überhaupt den Mann auf der Straße? Was macht das altehrwürdige England aus? Wie läuft das ab im Business?Nun hält er den Spannungsbogen dann nicht bis zum Ende durch und muss dem Oberkapitalisten noch eine abstruse Geschichte andichten, um irgendwie noch eine Wendung zu erreichen. Bei der Übersetzung sehe ich jetzt nicht so sehr Fremdwörter als das Problem als die mutmaßlich zu geringe Zeit und Bezahlung für eine sprachliche Durchgestaltung. Es wirkt (ich kenne das Original nicht) wie der "erste Durchgang", doch ist wahrscheinlich wie gesagt der Verlag schuld. Weil die guten Ideen gerade am Anfang doch überwiegen, kann ich eine Empfehlung geben, jedoch "nur" mit drei Sternen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Das kopierte England als Utopie,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: England, England: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch hat mich sehr fasziniert, weil es leicht zu lesen ist und doch einen tiefsinnigen Hintergrund hat. Die literarische Suche nach einer idealen Welt, die Utopie, ist uralt und hat auch heute noch einen ganz speziellen Reiz. Barnes läßt seinen größenwahnsinnigen Sir Jack Pitman, der sich schon mal mit Ludwig II. von Bayern vergleicht, ein perfektes England auf der Isle of Wight errichten. Dieser Freizeitpark enthält ein auf seine (scheinbar) wichtigsten Bestandteile reduziertes Minikönigreich, das es Touristen ermöglichen soll, ohne lästigen Geldumtausch und Herumreisen ganz England zu sehen. Der Name dieses Inselreiches auf der kleinen Insel - England, England - verweist in seiner Steigerungsform auf den Maximalanspruch dieser utopischen Schöpfung. Doch wie in allen wahrgewordenen Utopien geht vieles schief. Die Schauspieler, die historische Persönlichkeiten verkörpern sollen, identifizieren sich entweder bis zu Verschmelzung mit diesen Figuren oder fangen an, die ihnen auferlegten Regeln zu verletzen. Robin Hood und seine Mannen laufen genauso wie die historischen Schmugglerbanden Amok. Gerade die Frage nach Original und Replik ist eine der zentralen Fragen des Buches, auf die schließlich die Heldin, Martha Cochrane, ihre Antwort findet: Es sind die Menschen, nicht die Gebäude oder "The Times", die das echte England ausmachen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Enttäuschend !,
Von whistmaster (Lemwerder) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: England, England: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Touristen-England auf der Isle-of-Wright, eine lustige Vorstellung, die neugierig macht. Da erwartet man eine witzige, politisch völlig unkorrekte Satire auf so ziemlich jeden Spleen der Lizbeth-Getreuen.Aber nix da ! Einige pointierte Dialoge und einige kuriose, sympathische Einfälle retten keine Geschichte, wenn ich nur sehr langatmig, zäh und klischeehaft erzählen kann und mich stetig wiederhole. Ein großes Vergnügen erwartet und bitter enttäuscht worden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Völlig misslungen,
Von
Rezension bezieht sich auf: England, England. (Taschenbuch)
Das Buch beginnt recht vielversprechend mit den Kindheitserinnerungen von Martha Cochrane: ihr Puzzle mit den englischen Grafschaften, das sie eng mit ihrem Vater verbindet; ihre Faszination bei der Landwirtschaftsausstellung; ihre eigenen Bohnenzuchtversuche und die Trennung der Eltern.Dann schwenkt die Handlung um in die heiligen Hallen des Industriellen Jack Pitman, und sofort wird es absurd und abgehoben, Worthülse türmt sich auf Worthülse, Hauptsache aufgeblasen und fremdwortüberfrachtet. Hinzu kommt noch eine miserable Übersetzung ("flimsy" heißt soviel wie dünn oder schwach, aber ganz sicher nicht "flimsig" ) Eigentlich soll es darum gehen, dass Pitman das betulich-behäbig-altmodische England in einen Themenpark verwandeln will, um das Image aufzupolieren - aber angesichts der verqueren Schreibe und der allzu starken Charakterüberzeichnung habe ich nach etwa 70 Seiten genervt abgebrochen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Insgesamt doch gern gelesen,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: England, England: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Barnes gut, Krueger setzen" möchte man sagen. Es ist ja leider immer ein wenig arrogant, an der Übersetzung herumzumäkeln, doch wer (wie Gertraude Krueger) Hülsen wie "schlimmer geht's nimmer" und "klar wie Kloßbrühe" in den Text schummelt, hat einfach einen schlechten Job gemacht. Das Buch selbst hat seine Stärken in den Auftritten des Historikers Dr. Max, der über die Begriffe "Original" und "Kopie" originell und präzise nachdenkt. Auch Sir Jacks Ausflüge zu Auntie May sind äußerst lesenswert, ebenso die ganze Darstellung der perfekt recherchierten Marketingwelt, die mindestens von hinten durchschimmert, meist jedoch gut beleuchtet mittig auf der Bühne steht. Schwach wird das Buch gegen Ende, wenn der zunehmend gelangweilte Leser mit der gealterten Martha im wieder mittelalterlichen Anglia sitzt (das ja als "Kopie" partiell auf die Isle of Wight transferiert wurde, schönes Schließen des Kreises) und darauf wartet endlich zu erfahren, wie es Sir Jack denn nun seinerzeit gelang, Martha wieder zu degradieren. Nur dadurch, daß Paul auf einmal die Seite wechselte, kann es nicht gelungen sein. Aber "Pustekuchen", um mit Gertraude Krueger zu sprechen, wir erfahren es nicht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Eine Zumutung!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: England, England. (Taschenbuch)
Als bekennender England-Fan wartete ich sehnsüchtig auf das Erscheinen des Taschenbuches, das ich auch gleich verschlang ... nun ja ... verschlingen wollte zumindest ... Aber dieser Barnes ist ja ein derart unsympathischer Zeitgenosse (oder zumindest erweckt sein Schreibstil diesen Anschein), daß ich mich im Endeffekt richtig durch das Buch durchquälen mußte. Ich bin sicher nicht ungebildet, aber jede Seite mit völlig ungebräuchlichen Fremdworten zuzustopfen, macht die Lektüre nicht wirklich einfacher. Diese gedrechselten fremdwortstrotzenden Wortkonstrukte sind eine wirkliche Zumutung. Und gerade der für England so typische schwarze Humor geht dem Buch völlig ab. Je weiter man vordringt, desto absurder wird die Handlung. Und die zwei, drei philosphischen Anklänge und die (zugegebenermaßen) ganz witzige Liste typisch englischer Begriffe machen das Buch trotzdem nicht empfehlenswert.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Enttäuschend,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: England, England. (Taschenbuch)
Dieses Buch hat einen sehr zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Stellenweise fand ich es sehr amüsant, wie z.B. die Passagen mit dem König, Robin Hood oder die Beschreibung der Insel allgemein. Im großen und ganzen waren das jedoch nur Highlights inmitten sehr viel sehr langweiligen Geschwafels.
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England, England. von Julian Barnes (Taschenbuch - 16. Oktober 2001)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,15
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