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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
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4,1 von 5 Sternen
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am 8. November 2006
Wer ein Faible für philosophische Gedankenspiele und anderen Kulturen hat, ist bei Murakami's Aufziehvogel genau an der richtigen Adresse. Eine sehr scharf beobachtete Studie der japanischen Gesellschaft und die Entwurzelung einer ganzen Generation junger Japaner, die zwischen dem Aufgehen im Wir-Gefühl der Vätergeneration und dem Wunsch nach Individualität auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ziellos durch's Tokio der Neuzeit streifen. Murakami verbindet diese Beobachtungen gleichsam sehr geschickt mit einer Aufarbeitung der Japanischen Geschichte, insbesondere der bis heute weitgehend verleugneten Kriegsgeschichte (wen das tiefergehend interessiert, dem sei "Tokio" von Mo Haider empfohlen, wo das Thema in Form eines Thriller excellent variiert und aufbereitet wird). Das Buch fesselt von der ersten bis zur vorletzten Seite mit tollen Ideen, fesselndem Erzählstil und wunderbaren Gleichnissen. Dem Buch entsprechend entlässt Murakami den Leser auf der letzten Seite ohne einen wirklichen Schluß wieder in das Hier und Jetzt. Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen und halte den Aufziehvogel und "Norwegian Wood" für die besten Bücher von Murakami.
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am 18. Juni 2015
Das Buch an sich ist nicht schlecht. Die Geschichte schon etwas komisch und die Figuren erst recht. Leider wird der Schreibstil im Laufe des Buches immer schräger. Am Ende liest man die Geschichte als Zeitungsartikel oder Fernsehbericht, das ist dann schon sehr verdreht. Aber die Detailbeschreibung vom Haut abziehen war echt der Hammer! Hab heute noch Alpträume!
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am 30. Dezember 2010
Nur einen Zusatz zu "verill's" Rezension der Bandinischen Uebersetzung aus dem Englischen. So bedauerlich und armselig (und "diebisch"?) es literarisch ist, eine Uebersetzung einer Uebersetzung vorzunehmen - verlaesst man sich dabei doch bereits darauf, dass letztere das dazu noetige Vertrauen verdient - um so unverzeihlicher und beim Lesen stoerender ist es, wenn die "Umwegsprache" Englisch, die mit der Originalsprache so wenig zu tun hat wie das Deutsche, staendig durch die deutsche Uebersetzung hindurch scheint. Es faengt schon beim Titel an, der im Original ungefaehr "Aufzeichnungen eines (oder des) Aufziehvogels" lautet. Den "Mister" kann man hier noch verwinden, wird doch auch im Originaltitel mit "chronicle" das Englische bemueht. Aber wer "buttert sich" im Deutschen seinen Toast, wer hat "bizarre Gedanken" (es sei denn, er denkt an die Alpen oder aehnlich Spitziges), wer gibt "tentative Erklaerungen", wer hoert eine "unbegleitete Violinsonate von Bach" (wo sie immer noch Solosonate ist), wer kocht "eine Faust voll Spaghetti", wer hat "Farbkleckse" im Gesicht, wenn er erroetet?, um nur einige dieser ungluecklichen Fehlgriffe zu nennen.
Ein sprachliches Manko anderer Art ist, dass von Zeit zu Zeit aus heiterem Himmel und aus durchaus unerfindlichen Gruenden, gewisse Personen zu voellig abwegigen Umgangsfloskeln greifen. So natuerlich diese bei der sechzehnjaehrigen May Kasahara klingen, so abwegig und stoerend erscheinen sie uns aus dem Munde der im Vorkriegsjapan, also hoechst formal, erzogenenen und korrekt sprechenden Herrn Honda und Leutnant Mamiya.
Ein letzter und wahrscheinlich schwerwiegenster Kritikpunkt zu dieser deutschen Ausgabe ist, dass uns hier verschwiegen wird, was die amerikanische Ausgabe noch euphemistisch als "adaptiert" auswies, dass es sich naemlich um eine gekuerzte Fassung handelt. Der die russische Ausgabe des gleichen Buches zum Vergleich heranziehende Rezensent Roman Melnik von "The Wind-Up Bird Chronicle: A Novel" bei amazon.com sagte dazu: no Russian publisher would commit such a travesty on an award-winning novel. Ueberzetzung ueberfluessig!
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am 10. Februar 2008
Murakamis Buch ist ein Durcheinander der äußerst hörbaren Sorte. Wenige Leser werden mit dem Gesamtwerk als Ganzes zufrieden sein, und von einer Einheit kann ohnehin nicht gesprochen werden. Zusammengepackt sind Themen wie romantische Liebe und Vereinsamung, politische Korruption und Japans Aggression im zweiten Weltkrieg. Verschiedene Erzählstränge führen Protagonisten ein und beschreiben deren Sinnsuche. Für mich ist besonders die Geschichte des Leutnants Mamiya größte Erzählkunst. Weitere Diamanten lassen sich finden, sobald man sich auf das Buch einlässt. Die Grundstimmung ist (trotz der oft kritisierten Uebersetzung, deren Qualität ich nicht beurteilen kann) lakonisch und verleiht dem umfangreichen Buch eine dichte Atmosphäre.

Ulrich Mattes erweist sich erneut als ein großartiger Sprecher, der nuanciert die zahlreichen (das ist eine wahre Untertreibung) Personen zum Leben erweckt. Seine Interpretation der zentralen Gestalt verleiht dabei dem Buch einen kontinuierlichen Erzählstrang, da der Hörer aufgrund der Stimmlage sofort Okada (wieder)erkennt und sich schnell bei den Handlungssprüngen auf ihn rückbesinnt. Das Design der repräsentativen CD Box ist ebenfalls ansprechend. Der Preis von 100 Euro grenzt leider nahezu an unakzeptabel. Insgesamt fünf Sterne für die hervorragende Interpretation von Mattes, und Abzug für den allzu hohen Preis.
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am 31. Dezember 2007
Ich würde dieses Buch all den Menschen empfehlen die mit Büchern mitdenken können, und den Inhalt auf sich selber übertragen können.
Man kann dieses Buch lesen, wie einen wunderschönen Traum, von dem man möchte dass er nie endet. All die Metaphorik die dieses Buch beinhaltet kann einen nur fesseln.
Ich empfehle dieses Buch ohne auch nur vom Inhalt zu reden, ich glaube man kann diesen Inhalt nicht richtig zusammenfassen, man muss ihn auf sich wirken lassen. Dieses Buch hilft einem den Alltag zu vergessen und in eine andere Welt, die oft, trotz total unrealer Vorkomnisse, viel realer und simpler erscheint einzutauchen. In allen von Murakamis Büchern kann man sich fallen und fangen lassen wie das, zumindestens bei mir, nie vorher ein Buch geschafft hat.
Ich würde jedem der viel über sich selbst nachdenkt dieses Buch wärmstens empfehlen, eigentlich würde ich es absolut allen Menschen die lesen empfehlen...
LESEN!!!!
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am 12. Juli 2016
Was für ein Buch !
Von der ersten bis zur letzten Zeile spannend und flüssig zu lesen hat mich "Mister Aufziehvogel" gefesselt und fasziniert wie kein annderes Buch in der letzten Zeit.
Die Sprache ist einfach gehalten und zieht einen sofort in den Bann der Geschichte .
Die ganz alltägliche Situation mit der entlaufenen Katze bildet den Auftakt zu einem ,nun ich würde sagen "Kammerspiel" ,mit fantastischen Auswüchsen . Immer wieder schildert Murakami Träume und alptraumhafte Sequenzen ,die sich bisweilen ins Monströse auswachsen , blebt dabei aber immer verständlich und nachvollziehbar ,was für mich den unglaublichen Reiz des Buches ausmacht.
Wie bereits geschrieben ,hat mich Murakami mit dieser phantastischen Erzählung voll in seinen Bann gezogen und mein Interesse an weiteren Büchern von ihm geweckt.
Absolute Top-Empfehlung!
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am 15. März 2006
Man muss wohl schon ein Fünkchen Sympathie für diesen japanischen Außenseiter, den Erzähler von Mister Aufziehvogel (der dem erfahrenen Murakami-Leser mehr oder weniger bekannt sein dürfte), verspüren und einen Hang haben für Surreales, um dieses nicht ganz kurze Buch so zu verschlingen wie ich es tat.
Trotz des Personalerzählers wechselt die Perspektive immer wieder, da die zahlreichen Figuren ausführlich von ihren Leben berichten und einen riesigen Bedeutungskosmus um den Protagonisten und die Leitmotive, den Brunnen, den Vogel, das Mal herum erschaffen.
Wie anfangs erwähnt ist Wirklichkeit bei dieser Reise ins Unbewusste, Verdrängte nebensächlich. Mit der üblichen Portion Humor, Erotik und Gewalt breitet sich eine skurile Welt aus, die zu verlassen geradezu schmerzt.
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am 25. Mai 2015
In diesem Buch spielt Lieblosigkeit militaristischer Technokraten und die Gräuel der japanischen Besatzung in der Mandschurei in eine moderne Liebesgeschichte hinein, die mystische Züge trägt. Ein junger Mann verliert sich selbst, er wird arbeitslos, trödelt vor sich hin. Dies ist Ausdruck seiner Bewusstseinskrise. Er verliert seine Frau, weil er ihre verzweifelten indirekten Hilfe(an)rufe nicht versteht. Plötzlich ist sie verschwunden und verlangt die Scheidung. Der Versuch, sie wiederzugewinnen, führt zu erstaunlichen Begegnungen, ungewohnten Aufgaben, geträumter und echter Erotik. Zwischendurch wirkt das wie ein Politthriller oder ein Krimi, manchmal fällt das Kind buchstäblich in den Brunnen, aber die Konflikte sind viel fundamentaler. Das unerschütterliche Festhalten an der Geliebten, die nur noch per Chat erreichbar ist, bringt an ein erstaunliches Happy End...
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am 30. Dezember 2001
Ich habe dieses Buch auf einer Reise in Japan gekauft (in Englisch) und habe es kaum mehr aus der Hand gelegt bis die letzte Seite "verschlungen" war.
Die vielen Geschichten die auf den Leser einwirken, als wären es die verschiedenen Flussläufe, die in einen Strom münden zeigen in phantastischer Weise die Denkweise und Lebensphilosophie der in Japan lebenden Menschen auf.
Die manchmal irreal anmutenden Bilder und Erlebnisse werden zu einem wunderbaren Gesamtwerk zusammengefassst und fesseln den Leser von A bis Z.
Ich war richtig traurig, als das Buch zu Ende war, obwohl man sich sicherlich über den gewählten Schluss streiten kann.
Trotzallem, ein Buch so stark wie die Reise in das Innere der japanischen Seele!
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am 2. Juni 2006
Mister Aufziehvogel, Murakamis fünftes Werk. Vielleicht nicht die beste "Einstiegsdroge" für eine Welt in deren Protagonisten sich als überaus desillusioniert, meist geschieden oder allein gelassen und wie Spielbälle getrieben von Ereignissen in einem grossen System verlieren. Aber trozdem eine wunderbare, flüssige durchdachte Erzählung die ob seiner Einfachheit berührt. Murakami zu lesen bedeutet wie einen sehr guten alten Freund zu besuchen, der keine affektierte Redegewandtheit braucht um sich auszudrücken. Es scheint alles so simpel auf ein Tablet serviert zu sein. Ein wenig Honigschinken, Melonen, Käse, Nüsse nur der Kellner kann nicht sprechen, die Gäste sehen bis ins kleinste Detail aus als seien sie einer anderen Zeitepoche entsprungen, der Ausgang aus dem Lokal ist geheim und verschlungen und man weiss eigentlich gar nicht warum man hier ist und welche bedeutung "hier" an diesem Ort besizt. Murakami verdreht das scheinbar banale mit kleinen Begebenheiten und setzt den Punkt das in wenigen Stunden/Sekunden im Leben sich alles verändern kann. Das fragile Fragment der menschlichen Seele und das Verständnis das jeder seine eigene Geschichte mit sich trägt und so sein handeln bestimmt das bringt Murakami unglaublich gut und gekonnt auf den Punkt.
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