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am 3. April 2005
Zwei Tote dauert es, bis Nessers Kommissar Van Veteren das Szenario dieses Krimis betritt, und auch dann mehr als Opfer denn als Polizist. Denn das zweite Opfer ist sein Sohn.
Håkan Nesser schildert die Geschichte eines unauffälligen Mannes, der zum Mörder wird, weil er feige ist. Er hatte im Suff einen Jungen überfahren und Fahrerflucht begangen. Als er schon hofft davongekommen zu sein, bekommt er einen Erpresserbrief. Also muss er den Erpresser töten. Doch der Ermordete war gar nicht der Erpresser...
Dieser Krimi ist das Soziogramm eines ganz durchschnittlichen Menschen, so wie Sie und ich. Doch einmal eine falsche Entscheidung getroffen, kommt er aus dem Dilemma nicht mehr heraus und wird zum mehrfachen Mörder. Vertuschen wird wichtiger als jede Moral, die Feigheit zu sich zu stehen ist größer als die Angst vor einer erneuten Straftat.
Dieser ruhige und nahezu karge Roman bezieht seine Spannung nicht nur aus dem Unglück des Mörders und der Opfer, sondern auch aus der Fragestellung an den Leser: Hast du Zivilcourage? Oder bist du auch so feige?
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am 13. August 2002
Hakan Nesser ist es mit seinem Kriminalroman "Der unglückliche Mörder" gelungen, eine besondere Geschichte zu erzählen. Die Geschichte eines normalen Menschen, der durch Zufall, Angst und Feigheit zum Mörder wird, aber auch die Geschichte eines Sohnes, der lange vor seinem Vater sterben muss.
Als Van Veeterens Sohn Erik ermordet aufgefunden wird, ahnt noch niemand, dass dieser Mord bereits eine blutige Vorgeschichte hat und, dass er noch andere Morde nach sich ziehen wird. Auch in diesem Roman ermittelt, wie zuvor schon in "Münsters Fall" nicht mehr Van Veeteren als Kommissar. Hauptermittler ist hier Kommissar Reinhard, den man schon in "der Kommissar und das Schweigen" kennen gelernt hat.
"Der unglückliche Mörder" erzählt aber nicht nur eine Kriminalgeschichte, er bringt dem Leser auch eine erschütternde Familiengeschichte näher. Die Geschichte eines Vaters, der seinen Sohn viel zu früh verlieren muss, um ihn und auch sich selbst durch Zweifel am Sinn des eigenen Lebens und Weiterlebens neu kennen zu lernen. Dies wird allein schon durch das Zitat von Paul Auster (The red notebook)am Anfang des Buches treffend hervorgehoben: "In the natural order of things, fathers do not bury their sons."
Hakan Nesser erzählt hier wieder auf seine einzigartig feinfühlige Art. Er lässt den Leser gerade soviel wissen, wie notwendig ist um zu verstehen. Man lernt den Mörder schon lange vor den Ermittlern kennen, wodurch die Spannung aber nur noch erhöht wird, da der Leser in die Lage versetzt wird, Handlungen voraussehen zu können.
Einziges Manko ist der Titel der deutschen Übersetzung, der das Buch lange nicht so treffend überschreibt, wie der schwedische Originaltitel "Carambole".
Diesen Kriminalroman kann ich allen Van Veeteren Fans nur wärmstens empfehlen. Man lernt den Kommissar von einer bisher unbekannten zutiefst empfindsamen menschlichen Seite kennen, die ihn nur umso liebenswerter macht. Von der ersten bis zur letzten Zeile ist man gefesselt von den Ermittlungen, die mit einer Aufforderung Van Veeterens an die den Kommissar beginnen und mit einer Aufforderung Van Veeterens an den Mörder enden.
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am 25. April 2006
"Verbrechen entstehen aus dem Unterschied zwischen individueller und gesellschaftlicher Moral!" (van Veeteren).

Der Fall selbst ist sehr alltäglich - ein betrunkener Mann überfährt bei schlechtem Wetter einen Jungen. Er begeht - auch aufgrund seines Zustands - Fahrerflucht und versucht den Vorfall auszusitzen. Leider gab es einen Zeugen und so entwickelt sich eine grauenhafte Dynamik. Die Polizei ist lange ratlos, aber es gibt ja noch Altmeister Van Veeteren.

Nessers Werk markiert weder durch originelle Handlung noch durch eine literarisch hochwertige Erzählweise einen Meilenstein in der Krimigeschichte. Dennoch gehört es zu den wenigen Büchern, die ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Hakan Nesser versteht es mit einfacher Sprache den Leser immer wieder bei der Stange zu halten. 5 Sterne!

Wer dieses Buch anfängt, sollte eine gewisse Freizeitreserve einplanen. Ansonsten riskiert man aufgrund verpasster Termine leicht die Gunst des eigenen Freundeskreises.
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am 28. Mai 2004
Das war der erste Krimi, den ich von Hakan Nesser gelesen habe. Und er hat den Autor direkt auf die Liste meiner Lieblingskrimiautoren katapultiert, auf den vordersten Platz. Die Perspektive des allwissenden Erzählers ist perfekt angewendet worden, die Perspektivwechsel weben eine spannungsgeladene Atmosphähre und ein absolut in sich schlüssiges Bild. Die ermüdende, akribische Polizeiarbeit, die Persönlichkeiten, Stärken und Schwächen der Polizisten, die Psyche des Mörders, seine Gedanken, die ihn von einem Mord zum nächsten geradezu zwingen, all das wird feinfühlig beschrieben. Der Leser wird hineingezogen in die Welt des Buches, alle Ereignisse könnten gerade so stattgefunden haben. Der Krimi packt den Leser, er ist spannend, und erst nach der letzten Seite kann man das Buch ruhigen Gewissens aus der Hand legen. Objektiv gibt es an diesem Buch nichts auszusetzen, ich kann es jedem nur empfehlen, ob passionierter Krimifan oder nur Gelegenheits-Krimileser, so wie ich.
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am 17. September 2005
Es gibt Kritiker, die stürzen sich bei Büchern auf die ersten Worte und entscheiden dabei über Wohl und Wehe. Ich konnte das bislang nie so richtig nachvollziehen. Und dann bekam ich dieses Buch in die Hände. Der erste Satz ist kein nobelpreisverdächtiger, aber er ist vielleicht der typischste für Nesser, den ich je gelesen habe. Der unglückliche Mörder ist vom Plott und der Geschichte her ein ganz normaler Krimi. Wie bei einem Tatort beginnt man zu lesen und weiß, dass es nur ein Ende geben kann, die Frage ist halt nur wie es dazu kommt und wie weit die Möglichkeiten ausgereizt werden. Aber Nessers Art zu schreiben, fesselt und fasziniert. Kurze, meist einfache Sätze, die deswegen trotzdem nicht billig daherkommen. Mit seiner Art schafft er es, alle handelnden Personen meist mit wenigen Sätzen sehr anschaulich zu beschreiben. Man kann sich in die unterschiedlichen Typen reinversetzen, was den Roman sehr glaubhaft wirken lässt. Nesser beginnt mit einem Satz, der gleich für Klarheit sorgt und dann schafft er es, diese Spannung des ersten Satzes über die weiteren Seiten aufrecht zu erhalten. Ein weiteres fesselndes Buch von Hakan Nesser.
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am 5. Juni 2004
"Der unglückliche Mörder" war das erste - aber bestimmt nicht das letzte - Buch das ich von Hakan Nesser gelesen habe. Warum ich nicht mit dem ersten begonnen habe? Nun eine Arbeitskollegin hat mich darauf hingewiesen, dass sie es so gemacht habe und aufgrund der Qualität beschlossen hatte kein weiteres Buch mehr zu lesen. Wie der Zufall es so wollte hat er ihr danach dieses Buch in die Hände gespielt und nun gab sie mir den Tipp Nesser zu lesen, aber eben hier zu beginnen.
Der Titel passt zu dem Buch wie die Faust aufs Auge. Der Mörder ist nicht unglücklich, sondern sieht sich als Spielball des Schicksals. Dieses aber nimmt er mehr oder weniger emotionslos zur Kenntnis. Mit dem schwedischen Originaltitel "Carambole" hat sich Nesser schon etwas überlegt, immerhin ist es der Ausgangspunkt für die Story (eine Karambolage zwischen KFZ und Fussgänger mit tödlichem Ausgang). Weiters denkt der Mörder des öfteren den Gedanken einfach ein Spielball im Billard des Lebens zu sein. Auch hier wird die Karambolage explizit angesprochen.
Zum Inhalt: Der Roman beginnt mit dem Tod eines Jungen durch einen betrunkenen Autofahrer. Dieser begeht Fahrerflucht wird aber von jemandem erkannt, der beginnt ihn zu erpressen. Bei der Geldübergabe greift er zu einem Rohr und erschlägt den vermeintlichen Gegner. Doch weit gefehlt, der Erpresser hat bloß einen Mittelsmann geschickt, den Sohn des ehemaligen Hauptkomissars Van Veeteren.
Nesser schildert die Handlung - ständig wechselnd - aus den Augen der verschiedensten Personen. Dabei gelingt es ihm ausgezeichnet sich in die unterschiedlichsten Personen zu denken. Er beschreibt die Sicht des Täters, die Sicht des verzweifelten Vaters aber auch die Sicht der ihn eifrig verfolgenden Polizei.
Sprachlich ist das Werk sehr gut gelungen. Der äußerst blumigen, metaphernreichen Sprache mangelt es auch nicht an sprachlichem Witz. Sätze wie: "Er konnte hören, wie Krause ein Klavier verschob. Aber vielleicht seufzte er auch nur." lockern den teilweise sehr tristen Inhalt sprachlich auf und machen den Roman zu einem wahren Lesevergnügen.
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am 17. September 2007
Ein sonniger Tag, ein Platz im Liegestuhl - und dieser Krimi. Schon war es um mich geschehen!
Ganz sanft, aber sehr nachdrücklich zieht einen dieses Buch in seinen Bann.
Zur Handlung: Fast quält es einen körperlich, dass man gleich zu Beginn mit dem recht betrunkenen Fahrer in dessen Auto steigen muss und gleichzeitig (immerhin das bleibt dem Fahrer erspart) die beginnende Liebe zwischen zwei Sechzehnjähigen mitbekommt, dieses ganze Hoffen und Sehnen. Und dann kommt der Crash und der Betrunkene hat den Jungen totgefahren.
Lange bleibt Nesser sehr dicht an der Person des Mörders, so lange, bis man es nicht mehr aushält. Gleichzeitig sind die Ermittler lebensecht und mit viel Einfühlungsvermögen beschrieben. Besonders die Dialoge sind zu loben: pointiert und überhaupt nicht geschwätzig.
Fazit: Nichts geht über einen Ferientag und den unglücklichen Mörder.
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am 19. April 2010
Ein gelungener Krimi, der den Zufall und die sich daraus ergebende Verstricktheit in eine scheinbar nicht auflösbare Lebenssituation meisterhaft beschreibt. Welche Rolle kann die Feigheit, sich zu Fehlern zu bekennen und Selbstverantwortung zu tragen, im Leben eines Menschen spielen? Von dieser Ausgangsituation her hat Nesser einen zwar etwas überzogenen, aber durchaus spannenden und ungewöhnlich guten Krimi insziniert. So lassen sich intelligente Krimis auch von
Lesern genießen,die ansonsten Anspruchsvolleres gewöhnt sind. Nesser erhebt dabei keine elitären Ansprüche, das Buch ist für jeden flüssig lesbar und regt trotzdem zum Nachdenken an. So versteht man ich auch, dass Nesser in Schweden viele Preise einheimsen konnte und dort an Schulen im Unterricht gelesen wird.
Diesen Krimi legt man nicht einfach zur Seite. Er bietet Gespächsstoff und es lohnt sich, sich mit ihm auseinanderzusetzen.
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am 23. November 2004
Ich habe schon einige Bücher von Nesser gelesen. Und jedes mal hat er mich damit begeistert, dass seine Bücher über einen gut inszenierten Krimi hinaus gehen.
"Der unglückliche Mörder" ist sicher das beste Van Veeteren Buch bisher. Die Art, wie es Nesser gelingt, die Charaktere und die Gemütsverfassung der handelnden Personen zu beschreiben, ist beeindruckend.
Ich habe das Buch am Stück durchgelesen. Wem dieses Buch gefällt, dem sei auch "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" empfohlen - und umgekehrt.
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am 28. Juli 2002
Hakan Nesser gehört sicherlich zu den besten Krimi-Autoren Schwedens. "Der unglückliche Mörder" ist sein sechster Kriminalroman - nachdem er mit zahlreichen anderen Titeln wie: "Das falsche Urteil", "Das vierte Opfer", "Das grobmaschige Netz", "Die Frau mit dem Mutttermal" und "Münsters Fall" bekannt geworden ist.
Protagonist ist sein Kommissar Van Veeteren, der mit viel intuition glaubwürdig seine Fälle löst. Hier nun trifft es den in Ruhestand gegangenen Polizisten persönlich: Mordopfer ist sein eigener Sohn Erich, der offensichtlich seine Finger bei einer Erpressung im Spiel hatte und bei der Geldübergabe Opfer eines Mörders wurde. Dieser jeodch hat noch andere Personen auf dem Gewissen, nachdem er in angetrunkenem Zustand einen Jugendlichen überfahren hatte und dabei gesehen worden war...
Nesser wird - meines Erachtens zu Unrecht - mit Henning Mankell verglichen. Er schreibt jedoch kürzer und präziser. Seine Charaktere wirken - auf mich - glaubwürdiger. Das gleiche gilt für den "Plot" der Handlungen. Insbesondere gilt dies für den vorliegenden fall. Dieser Krimi hat mir besonders gut gefallen. Woran liegt dies? Während Mankell in seinen Krimis in der Regel aus Sicht des Kommissars Wallander schreibt (nur wenige Kapitel beschreiben die Sicht des Täters), wechselt hier die Szenerie: Kapitel aus der Perspektive des Täters wechseln mit denen aus der Sicht des Kommissars Van Veteren und seines Nachfolgers, Kommissar Reinhart. Diesem ist es eine Ehrensache, den Mörder des Sohnes seines Vorgängers zu finden, was sich als sehr schwierig erweist. Diese Darstellung aus verschiedenen Perspektiven ist gut gelungen und begründet eine atemberaubende Spannung, die aus dem Versteckspiel Täter-Polizei resultiert. Obendrein erhäült der interessierte Leser Einblick in die Arbeit der Polizei, die alles dareansetzt, dem Täter auf die Spur zu kommen.
Gut finde ich, dass die Empfindungen des Täters, seine psychogische Angst vor der Entdeckung der Taten glaubhaft herausgearbeitet werden. Meines Erachtens ist hier kein Wort zu viel: sublim steigert Nesser die Spannung - bis zum Ende. Jedoch werden auch die Gefühle des Opfers, hier des Kommissars van Veeteren, glaubwürdig dargestellt; der LEser wird Zeuge, wie er über die Beziehung zu seinem Sohn nachdenkt und einen "Sinnn" in dem Geschehen sucht: er will den Mörder seines Sohnes fassen, um ihm Aug in Aug gegenüber zu treten...
Mir ging es so: ich habe mich gefragt: wie würde ich als Vater reagieren, wenn mein Kind ermordet worden wäre? Wie reagiert Van Veeteren, wenn der Täter gefasst ist? Diese offene Frage und die Tatsache, dass Nesser aus der Perspektive des "allwissenden Erzählers" shreibt, der die Geschehnisse schon kennt (erkennbar an Wendungen wie: "Der Junge, der bald tot sein würde...") steigern die Spannung bis ins Unerträgliche.
Wer einen spannenden Kriminalroman sucht, der wird mit diesem Werk Nessers meines Erachtens sehr gut bedient. Sicherlich ist der Stil des Autors - gerade im Vergleich zu den Wallander-Romanen Mankells - gewöhnungsbedürftig. Aber gerade dies zeigt mir: seine Figuren sind glaubwürdig, so könnte sich eine reale Handlung wirlich abspielen bzw. abgespielt haben. Für mich ist ein Krimi dann gelungen, wenn ich das Gefühl haben kann, dass diese Fiktion wirklich hätte geschehen können und mich die Lektüre zum Nachdenken bringt. Dies ist Nesser hier wirklich gelungen. Es kam bei mir nicht nur Mitgefühl für das Opfer, sondern ein gewisses Verständnis für die Motive des Täters auf; seine Situation, die von Mord zu Mord unhaltbarer wird, ist hervorragend beschrieben. So kam bei mir auch "Mitgleiden" mit dem Täter auf, so dass mich ein Gefühl echter Beklemmung nicht merhr losließ. Fazit: Es lohnt sich, dieses Werk zu lesen.
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