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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Und es war Sommer... - hörenswert
Wer hier einen klassischen Krimi von Hakan Nesser erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein. Trotzdem fasziniert diese Erzählung aus der Sicht eines 14jährigen Jungen über seine Erlebnisse im ländlichen Schweden des Sommers 1962. Die Atmosphäre der Geschichte nimmt gefangen; sie vereint wichtige Zutaten großer Literatur: Witz und Ernst,...
Veröffentlicht am 1. Dezember 2007 von Tim Tillermann

versus
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen psychologische Studie einer außergewöhnlichen "Liebe"
Hakan Nesser schreibt sehr unterschiedliche Kriminalromane. Bei diesem Buch handelt es sich nicht um einen Krimi im landläufigen Sinne, allenfalls könnte man von einer Kriminalgeschichte sprechen, weil es letzlich um einen Mordfall geht.
Im Vordergrund steht aber die Geschichte - man könnte auch sagen: psychologische Studie - zweier pupertierender...
Veröffentlicht am 16. Mai 2010 von arno


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Und es war Sommer... - hörenswert, 1. Dezember 2007
Wer hier einen klassischen Krimi von Hakan Nesser erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein. Trotzdem fasziniert diese Erzählung aus der Sicht eines 14jährigen Jungen über seine Erlebnisse im ländlichen Schweden des Sommers 1962. Die Atmosphäre der Geschichte nimmt gefangen; sie vereint wichtige Zutaten großer Literatur: Witz und Ernst, Komik und Melancholie, Spannung und Ruhe, schöne Dialoge. Viele Zuhörer werden sich an Episoden aus ihrer Jugend erinnert fühlen, vor allem an unbeschwerte Sommerferien, nur leicht getrübt durch erste Lebenssorgen und erwachende Sexualität. Und dann kommt es ja immerhin auch doch noch zu einem mysteriösen Todesfall...
Abgerundet wird dieser Hörgenuss durch Dietmar Bärs sehr souveräne Lektüre.
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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Literatur als Krimi verpackt!, 13. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Kim Novak badete nie im See von Genezareth (Taschenbuch)
Die Handlung des Kriminalromans wurde schon überall beschrieben, daher beschränke ich mich auf die allgemeine Bewertung. Ein spannender Roman, den ich als Hörbuch vorgetragen von Dietmar Bär gehört habe. Er ist wieder mal die beste Besetzung als Vorleser und man hängt an seinem Lippen bis zum letzten Satz, wo die Lösung des Falles ersichtlich wird. Wunderbar geschrieben, einfühlsam werden die Gefühle der Jugendlichen und späteren Erwachsenen dargestellt und trotzdem wird die Spannung des Kriminalfalls hoch gehalten. Die Genialität und Ausdrucksstärke eines großen Schriftstellers hat sich bewiesen und ich freue mich schon auf weitere Werke von Hakan Nesser. Bewertung: Fünf Sterne und sehr empfehlenswert.
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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahrer Geniestreich, 25. August 2004
Hatte Nesser bereits mit seinen van-Veeteren-Romanen wirklich beachtliche Kriminalromane abgeliefert, so hat er sich mit diesem Werk bestimmt einen Platz im Olymp der Schriftsteller verdient. Dabei ist hierin die Kriminalgeschichte nur von untergeordneter Bedeutung.
Der größte Teil der Geschichte ist durch die Augen des 14-jährigen Erik geschildert; dieser erzählt was sich alles in den Sommerferien in dem das SCHRECKLICHE passierte abspielte. Die Lebensbedingungen für den Jungen sind nicht so einfach wie er sich das selbst wünschen würde (seine Mutter liegt schwer krebskrank im Spital). Das SCHRECKLICHE so nennt er den Mord an einem gewalttätigen Handballspieler, der dem Verhältnis zwischen seiner Verlobten und Eriks Bruder auf die Schliche gekommen ist. Die Art und Weise wie Nesser die Geschichte erzählt ist sensationell. Unvorstellbar gut gelingt es ihm den Standpunkt eines pubertierenden Jugendlichen einzunehmen und die Geschichte wirklich lebhaft zu gestalten. Die Bilder die Nesser zeichnet sind so exakt, dass man den Eindruck hat, man stünde direkt in der Szenerie. Sprachlich passt er sich zwar der Figur an, dennoch bleibt sein sprachlicher Genius immer spürbar. Stilistisch bleibt Nesser auf recht simplen Pfaden, dies ist aber der Geschichte absolut angemessen und wirkt niemals öde. Trotz des kurzen Erzählzeitraumes ist eine ausgezeichnete Entwicklung der Figuren vorhanden. Das Buch erfüllt alle Kriterien hervorragender Literatur. Die Auflösung des Rätsels ist sowohl stilistisch als auch inhaltlich ausgezeichnet gelöst.
Das Buch kann ich also nur in höchsten Tönen loben und daher gibt es von mir auch eine eindeutige Empfehlung dieses Buch zu lesen. Das Buch ist wie gesagt weniger ein Kriminalroman als viel mehr eine perfekte Studie eines 14-jährigen in den schwersten Jahren seines Lebens. Selten bin ich der Meinung, dass ein Buch sich mehr als 5 Sterne verdient, aber dieses Mal vergebe ich die absolute Höchstnote 6 von 5 Sternen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein leiser Krimi - ...und das Ende einer Kindheit, 12. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Kim Novak badete nie im See von Genezareth (Taschenbuch)
>>Da wurde mir plötzlich klar, wie sehr ich Edmund mochte. Es waren nur noch 2 Wochen bis zu dem SCHRECKLICHEN, meine Mutter lag im Krankhaus und starb an Krebs, ich hatte mir einen Zeh gebrochen, aber natürlich war es ein Spitzensommer. In jeder Hinsicht. Jedenfalls bis dahin.>>
~ ~ ~
Hakan Nesser`s Roman ist kein gewöhnlicher Krimi, sondern eher eine Geschichte über die letzten Tage einer Kindheit.

Es ist Sommer 1962 und Eriks Mutter liegt im Sterben. Während sein Bruder bereits vor ein paar Jahren ausgezogen ist, verbringt Erik nun die Zeit allein mit seinem Vater daheim und die Männerkonversation geht über "Es wird ein harter Sommer." und "Es kommt, wie es kommt.", "Jaja, der Mensch denkt, Gott lenkt."-Sätzen nicht hinaus.

Und so wird bei einem Besuch im Krankenhaus beschlossen, dass Erik die Schulferien zusammen mit seinem Bruder, dessen Freundin und einem Klassenkameraden in dem kleinem Häuschen am See verbringen soll. Aber sein Bruder taucht ohne Freundin auf und die Männerwirtschaft scheint perfekt.

Es ist ein Sommer der Dosengerichte, des im See dümpelns, Bootsfahrten und Plumpsklos. Und auch die Absprache bzgl. Frauenbesuchen des älteren Bruders klappt reibungslos. Bis Henry mit Kim Novak auftaucht, der bildhübschen jungen Aushilfslehrerin und eigentlich die Freundin von Kanonen-Berra, einem knallharten Handballspieler...

~ ~ ~

Mein erstes Buch von Hakan Nesser und ich war bereits von den ersten Seiten an Fan. Es ist, wie gesagt, kein klassischer Krimi. Es ist eine Geschichte über das Leben in den 60igern, des Erwachsenwerdens und einer Jungenfreundschaft, in der ein Mord geschieht. Der Vergleich mit "Stand by me" von Stephen King ist jetzt sicherlich ein bisschen an den Haaren herbeigezogen, aber auch hier ging es eher um die "Reise", um das Drumherum.

Allein schon die Sprachlosigkeit zwischen Vater und Sohn, deren Konversation sich ohne die Mutter allein auf Plattitüden beschränkt, damit man das Unaussprechliche nicht aussprechen muss, das fand ich schon sehr ergreifend und hat mich in seiner Schlichtheit sehr berührt. Das der Junge lieber 25 Minuten auf einem Krankenhausklo hockt, um nicht im Zimmer seiner Mutter sein zu müssen.... All dies fließt einfach so mit ein, ohne große Worte oder großen Emotionen und ist deshalb wahrscheinlich um so wirkungsvoller. Mich hat es hundertprozentig überzeugt. Leider wird es denjenigen schwerfallen, die einen spannenden Krimi mit Ermittler erwartet haben. Die sich dann auch bei dem doch recht offenem Ende die Haare raufen werden.

Ich kann nur sagen, dass ich das Buch in einem Rutsch weggelesen habe, auch wenn teilweise nicht mehr geschieht, als das ganz "normale" Leben eines pubertierenden 14jährigen. Mit diesem Roman habe ich Hakan Nesser als einen klassischen Geschichtenerzähler kennengelernt, mit einem klaren und sehr flüssigem Schreibstil und werde mich gleich mal auf die Suche nach weiteren Geschichten oder vielleicht dann auch Krimis, von ihm machen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mörderische Hörbuch-Idylle! Nesser-Klassiker!, 29. Dezember 2004
Hakan Nesser ist in den letzten Jahren im deutschen Krimimarkt mehr und mehr aus dem scheinbar allgewaltigen Schatten eines Henning Mankell herausgetreten. Der ewige Vergleich mit dem Erfinder Kurt Wallanders ist hingegen überaus unbegründet und schlichtweg falsch; gelingt es Nesser doch auf eine ganz eigenständige Art und Weise den Leser respektive Hörer zu fesseln.
Mit "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" -als Hörbuch von Random House Audio- betritt der Schwede ein völlig neues Terrain, denn die Story ist erst auf den dritten Blick ein Krimi. Es handelt sich zunächst um einen Bericht über zwei Jugendliche, welche das Leben, die Frauen und ihre eigene Sexualität entdecken (wollen). Doch über allem schwebt stets "das Schreckliche", das die Hauptperson Erik in seiner Jugend erleben musste und welches den Sommer im Jahre 1962 zu einem "schweren Sommer" werden ließ! Aufgrund der Erkrankung von Eriks Mutter weicht sein Vater nicht von ihrer Seite. Der Vierzehnjährige darf erstmals einen Urlaub ohne Eltern verbringen. Nur sein älterer Bruder Henry sowie Schulfreund Edmund begleiten ihn ins Sommerhaus Genezareth am schwedischen See Möckeln. Bald tritt Kim Novak in -nicht nur- Eriks Leben und die Saat für "das Schreckliche" ist gelegt noch lange bevor der
Hörer es erahnt.
Hakan Nesser ist ein besonders sensibles, einfühlsames Meisterwerk gelungen, das die Sorgen und Wünsche Heranwachsender authentisch beschreibt. Eingebettet ist die Handlung in eine Sommeridylle, deren Hitze, Düfte und erfrischende Abkühlung beim Seebad sinnlich fühlbar werden. Dietmar Bär -bekannt als brummiger Kölner Tatort-Kommissar- gelingt es eindrucksvoll die dichte Atmosphäre der Romanvorlage stimmlich mit Herzblut- und wärme umzusetzen. Dieser große Sprecher schafft es, jeder handelnden Person einen ganz eigenständigen Charakter zu verleihen. Das Hörbuch ist erfrischend und stahlt eine Lebensfreude aus, die ansteckend ist. Selbst ohne die Krimihandlung wäre die Geschichte ein Gewinn. Mit ihr gelingt es Nesser dem Genre des Kriminalromans eine neue Facette zu geben.
Nesser wird zunehmend ideenreicher und verbreitert sein Repertoire an Geschichten. Allein das macht einen großen Unterschied zu Henning Mankell aus, der leider mehr und mehr in altbekannten Handlungsmustern verharrt. Nesser schreibt eine Geschichte aus dem Leben, über das Leben. Es ist ihm zu danken, dass er nicht als x-ter Autor Anlehnungen an Katastrophen wie den 11. September macht, sondern im positiven Sinne bodenständig geblieben ist. Auch ohne Terror und Weltverschwörung gelingt ein nachhaltiger Spannungsbogen, der das unbestimmt bedrohliche Etwas untergründig immer mitschwingen lässt bis zu dem wahrhaft ungewöhnlichen Ende. Random House unterstreicht mit diesem Hörbuch seine hervorgehobene Stellung bei der Umsetzung von Qualitäts-Literatur. Auf weitere Produktionen darf man gespannt sein.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einmalig gut, 23. April 2003
Sobald man dieses Buch begonnen hat, weiß man warum Hakan Nesser mit diesem Buch Aufsehen erregt hat und warum sich sein Ruf darauf begründet. Das Buch ist spannend bis zur sprichwörtlichen letzten Seite auf der er uns wieder einmal mehr überrascht. Hakan Nesser verlässt sein gewohntes Terrain rund um Kommissar Van Veeteren und blickt zurück zum Sommer Anfang der 60ger Jahre wo der 14jährige Erik und sein Freund Edmund die Schulferien verbringen und in jugendliche Schwärmereien zur Geliebten des älteren Bruders verfallen. Hormongeschwängerte Sommerluft, die Gefühle zweier Teenager auf der Schwelle zum Erwachsenwerden und der Mordfall selbst machen aus der Geschichte wirklich weitaus mehr als einen herkömmlichen Krimi. Nach dem Rückblick in eine längst vergangene Zeit haben wir jedoch Gelegenheit den Fortgang der Geschichte in der Jetzt-Zeit zu erleben und dürfen uns auf einiges gefasst machen. Das Ende selbst gibt Anlass zu jeglicher Art von Spekulation, zumal nicht ganz eindeutig hervorgeht wie sich die Tat 25 Jahre zuvor tatsächlich zugetragen hat und so jeder Leser selbst zum Kommissar wird. Einmalig im Stil und in der Beschreibung einer längst vergangene Ära, der Umgang der Jugendlichen mit den Themen Mord, Krankheit und Sex ist bemerkenswert gut wiedergegeben und sorgt für ein Wochenende mit Muße.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rezension von L. Moritz, 10. März 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Kim Novak badete nie im See von Genezareth (Taschenbuch)
Zwei pubertierende 14- jährige Jungs namens Edmund und Erik verbringen ihre Sommerferien zusammen in einem Ferienhaus an einem der vielen Seen in ihrem Heimatland Schweden. Alles scheint idyllisch und perfekt zu sein bis Ewa Kaludis auftaucht und jedem männlichen Wesen den Kopf verdreht. Erst durch sie kommt es anscheinend auch zu Edmunds Aussage, dass alle Ferientage insgesamt einen Spitzensommer bilden.
Plötzlich passiert jedoch etwas Unfassbares - ein Mord wird an der Handballegende Berra Alberttson verübt, welcher gleichzeitig Ewas Verlobter ist. Der Täter hat angeblich noch nicht einmal die geringsten Gewissensbisse, so heißt es auf dem Klappentext des Buches. Die Kriminalpolizei wird natürlich sofort eingeschaltet, aber die Spur ist schon lange beseitigt. Fünfundzwanzig Jahre später trifft sich Erik noch einmal mit Edmund und der damalige Sommer tritt ihm noch einmal entsetzlich schnell vor Augen. Kann der Mord doch noch aufgeklärt werden?
„Kim Novak badete nie im See von Genezareth" - ein Kriminalroman der etwas anderen Art. Hätte ich nicht vorher gewusst, dass dieses Buch letztendlich einen Mord enthält, so hätte ich in den ersten Kapiteln gedacht, dass lediglich die Sommerferien zweier schwedischer Jugendlicher erzählt werden. Wer Action-Szenen und bis ins Detail beschriebene Aussagen über die kriminelle Tat in diesem Roman erwartet, sucht diese wohl vergebens.
Der schwedische Bestsellerautor Håkan Nesser beschreibt das Leben von jenen zwei Jungen so bildlich, dass man sich meiner Meinung nach sehr gut in die Handlung hineinversetzten kann! Geschehnisse aus dem alltäglichen Leben werden vor dem SCHRECKLICHEN von dem Autor so berichtet, als wäre der normale Tagesablauf der beiden Jungs einem von uns aus dem Leben gegriffen worden (abgesehen von dem Mord natürlich).
Nicht wie bei einem gewöhnlichen Buch kann man diesen Roman nach dem Lesen einfach beiseite legen, denn die entscheidende Frage wird nicht beantwortet. Håkan Nesser schafft es geschickt sie offen im Raum stehen zu lassen. Wer ist der Mörder von Berra Albertsson, der berüchtigten Handballegende? Auf der Suche nach der Lösung, welche sich aus vielen aneinander gereihten Hinweisen zusammensetzt, wird der Leser meiner Ansicht nach selbst zum Detektiv und damit auch Teil des Buches.
Auch wenn die Handlung des Buches zunächst recht ereignisarm erscheint, sollte man doch einen zweiten Blick auf diese vielleicht etwas unwichtigen Ereignisse werfen, denn nicht umsonst teilt Håkan Nesser dem Leser nicht direkt mit, wie er den Mörder finden kann. Letztendlich denke ich, ist es die Fantasie eines Jeden ein Motiv für einen passenden Täter zu suchen.
Sehr gut vorstellbar beschrieben und sprachlich gut verpackt lässt Håkan Nesser den Leser in seinen Roman eintauchen und nicht so schnell wieder das Buch aus den Händen legen. Nicht umsonst ist dieser Roman in Schweden bereits als Bestseller in die Verkaufsregale gelangt und zur schwedischen Schullektüre geworden!
Jeder von uns kann sich in die Abenteuer von Erik und Edmund gut hineinversetzten, da alte Erinnerungen an die Jugendzeit entweder wieder in Erinnerung gerufen werden, oder die eigenen Erlebnisse mit unserem jetzigen Jugendleben verglichen werden können.
Håkan Nesser schafft es, das zunächst so sorgenfrei wirkende Leben mit der Auseinandersetzung zwischen der Liebe und dem Tod zu kombinieren!
„Kim Novak badete nie im See von Genezareth" - ein schöner Roman, der jenen Spitzensommer lebendig reflektiert und die lange Zeit des Erwachsenwerdens auf kurzen 287 Seiten zusammenfasst!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch zum Eintauchen, 12. Oktober 2003
Von 
marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Ob es ein Krimi ist, eine Jugenderinnerung, eine Zeitgeschichte - interessiert mich nicht: Egal, was es ist, es ist genial.
Zunächst erzählt ein erwachsener Mann eine Urlaubsgeschichte aus seiner Jugend: Zwei pubertäre Jungs, die für ihre Lehrerin schwärmen, erleben in ihrem gemeinsamen Urlaub am See Genezareth (in Schweden), dass diese Lehrerin die Geliebte des älteren Bruders des Erzählers ist. Der brutale Ex-Freund der Lehrerin wird ermordet, und auch die beiden Jungs werden von der Polizei ins Verhör genommen. Jahre später: Die beiden Jungen sind erwachsen geworden, verlieren sich zunächst aus den Augen, aber immer noch steht das ungeklärte Verbrechen im Raum.
Von der ersten Seite zog das Buch mich in Bann, nicht weil ein Verbrechen in Aussicht stand, sondern weil es authentisch war, weil man als Leser dicht dabei ist, ob es um die Krankheit der Mutter des Erzählers geht, um die Jungenfreundschaft, die Beziehung zum Bruder oder auch um die Landschaft um den See, das Wetter, die Trägheit des Sommers. Als Leserin litt ich mit den Jungen, als sie sich der Polizei gegenüber in Widersprüche verwickelten, hoffte mit ihnen, dass die Polizei möglichst schnell und ohne Ergebnis wieder von ihnen abliess.
Ohne Probleme folgte ich dem Erzähler ins Erwachsenenalter, und am Schluss (den ich zweimal las, um mich zu vergewissern, dass ich ihn richtig verstanden hatte), griff ich mir an den Kopf: Klar, nur SO konnte es gewesen sein, warum bin ich nicht selbst darauf gekommen?
Bei diesem Buch stimmt einfach alles: Die Akteure, die Umgebung, die Geschichte. Mein persönlicher Hit des Jahres.
Und obendrein ist der Titel des Buches auch noch super.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Jugend, die Juhugend, sie kommt nicht mehr ...., 14. September 2004
Von 
leider oder vielleicht auch Gott sei Dank!?!
Ein wunderschönes Buch, in einer sehr einfühlsamen Sprache wird die Geschichte erzählt:
Die Geschichte eines Sommers, in dem sich so viel Schönes und aber auch das SCHRECKLICHE ereignet.
Ein 14-jähriger Junge verbringt mit seinem älteren Bruder und seinem gleichaltrigen Freund die Sommerferien im familieneigenen Ferienhaus. Der Vater muß arbeiten und die Mutter liegt unheilbar an Krebs erkrankt im Krankenhaus.
Wunderbar erzählt Nesser die Gedanken, die sich Jugendliche eben so machen und die Dinge, mit denen Jugendliche sich eben so die Zeit vertreiben. Das Erwachen der eigenen Sexualität, das Schwärmen für das andere Geschlecht, die erste Zigarette, das Knacken eines Kaugummiautomaten, und, und, und.
Dann von einem Tag auf den anderen passiert das SCHRECKLICHE. Ein junger Mann wird ermordet und der Bruder des 14-jährigen Jungen gerät in Mordverdacht, wird sogar verhaftet.
Soweit zur Geschichte. So oder so ähnlich, ist es sicher vielen von uns ergangen. Sommerferien, die unvergesslich bleiben, Ereignisse, die das spätere Denken und Tun beeinflussen, Dinge, die uns schneller Reifen haben lassen.
Einen einzigen Nachteil hat das Buch, es ist zu kurz!! Ich hätte noch ewig so weiter lesen können!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr viel Unterhaltung für wenig Geld., 19. November 2007
Schweden 1962. Erik und Edmund verbringen ihre Ferien mit Eriks älterem Bruder Henry in ihrer kleinen Hütte am See. Genezareth nennen die Brüder ihre Ferienunterkunft. Als Henry ein Verhältnis mit Ewa, der umwerfend schönen Aushilfslehrerin der Schule anfängt und damit den Zorn von "Kanonen-Berra" ihrem jähzornigen Verlobten und Ausnahmehandballspieler auf sich zieht, wird es spannend in der kleinen Hütte. Dann geschieht ein Mord und Kommisar Lindström versucht den Täter zu ermitteln...
Eingebettet in diesen Krimi sind Eriks Jugenderlebnisse, der Verlust seiner krebskranken Mutter, das Verhältnis zum stillen Vater und jede Menge Zeitgeist.

Die Lösung des Falls wird natürlich nicht verraten. Was ich allerdings mitteilen darf ist, dass die Brigitte Edition erstaunlich günstig zu haben ist. 4 CDs mit einer Klasse Geschichte für 6,90 Euro. Da kann man wirklich nicht meckern. Die Story entwickelt sich langsam. Dafür aber liebevoll, detailliert, träumerisch und unterhaltend. Hakan Nesser spielt dabei mit den verschiedenen Genres der Jugenderzählung und des Krimis äusserst gekonnt und kreativ.

Dietmar Bär spricht aus der Sicht des Erik diesen "wunderbaren Sommer" ins Mikrophon. Das passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Bär macht nicht nur als Tatortkommissar eine gute Figur. Wer genau hinhört, wird überrascht feststellen, dass Bärs Stimme der des jungen Hardy Krüger erstaunlich gleicht.

Ein gutes Buch, in der Hörbuchfassung ein- zweimal mit etwas ruppigen Zeitsprüngen, vorgelesen von einer fesselnden Stimme. Da verging die Zeit wie im Flug und jedes Wort wurde schnell im Kopf in die entsprechenden Bilder umgewandelt. Fazit: Was gut ist, muss nicht unbedingt teuer sein. Bitte mehr von diesen literarischen Schnäppchen!
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Kim Novak badete nie im See von Genezareth
Kim Novak badete nie im See von Genezareth von Håkan Nesser (Taschenbuch - 19. September 2007)
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